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Painful Tears

[Yu Gi Oh] [NC-16] [abgeschlossen]

Pairing: Tristan x Duke

keine Warnungen

keine Inhaltsangabe des Autors



Painful Tears


Es war schon spät in der Nacht, als Tristan von lautem Klopfen an seiner Tür geweckt wurde. Verschlafen und nur mit einer Schlafanzughose bekleidet kletterte er aus seinem Bett und tapste zur Tür. Wer musste ihn denn zu solch einer unchristlichen Zeit aus dem Bett holen? dachte er grummelnd, machte die Tür aber dennoch auf.

Vor ihm stand ein pitschnasser Duke, der ziemlich fertig aussah. „Duke … äh … was, was ist passiert?“ blickte er den anderen mehr als besorgt an. „Tristan, … ich … ich kann nicht mehr!“ begann dieser haltlos zu weinen. Etwas mit der Situation überfordert zog Tristan den Schwarzhaarigen schließlich erst einmal in seine Wohnung und schloss die Tür dann wieder hinter ihnen.

„Hat dir jemand was getan?“ wollte der Braunhaarige anschließend sofort wissen, dabei suchte er den anderen mit seinen Blicken nach offensichtlichen Verletzungen ab. Nahm er doch an, dass irgendjemand dem Schwarzhaarigen ein Leid angetan haben könnte. Als dieser ihm nicht antwortete fasste er ihn an den Armen und rüttelte ihn ein wenig. „Duke, hat dir jemand etwas getan!“ wollte er dann noch einmal etwas lauter wissen. Wenn irgendjemand diesem bezaubernden Wesen etwas angetan hatte, dann würde derjenige dafür bezahlen nahm sich Tristan vor. Er würde ihn finden und eigenhändig zu Brei schlagen.

„Nein … Nein, mir hat niemand was getan!! kam dann endlich eine Antwort von dem Schwarzhaarigen. Dessen Augen waren schon vom ganzen weinen rot und er zog immer wieder die Nase hoch. Außerdem war ihm entsetzlich kalt.

Tristan fiel ein Stein vom Herzen. Erleichtert zog er den anderen in seine Arme. „So ein Glück!“ murmelte er in dessen nasses Haar und drückte ihn noch fester an sich. Duke schmiegte sich nach Trost suchend eng an die nackte, warme Brust des anderen. Am liebsten hätte Duke ewig in dieser Stellung verhaart, doch ihm wurde zusehends kälter und dann musste er auch noch niesen. Erst da wurde dem Braunhaarigen klar, dass Duke immer noch in seinen pitschnassen steckte. Sogar ein leichtes Zittern durchlief dessen Körper. Also ließ er den anderen, wenn auch nur ungern, wieder los. „Du solltest erst mal duschen, danach können wir uns in Ruhe unterhalten!“ kam es daraufhin von Tristan, der Duke dann in sein Badezimmer führte und ihn allein ließ, um ihm ein paar seiner Sachen und ein großes Handtuch zu holen.

Duke dagegen begann sich langsam im Badezimmer auszuziehen, um dann unter die Dusche zu steigen.

Warum nur war er herkommen, er wusste doch genau, dass Tristan seine Gefühle niemals erwidern würde und nun würde er bestimmt auch noch wissen wollen was mit ihm los war! schallt er sich selbst in seiner Verzweiflung hergekommen zu sein. Doch er hatte einfach nicht anders gekonnt. Schon seit Monaten konnte er an nichts anderes denken als an Tristan, doch dieser schien sich mehr aus Serenity zu machen als aus ihm. Dann hatte er die beiden auch noch vor zwei Tagen zusammen in der Stadt gesehen. Serenity hatte an seinem Arm gehangen und die beiden hatten wie ein verliebtes Paar gewirkt. Das hatte ihm dann den Rest gegeben. Die letzten Tage hatte er sich in seinem Bett vergraben und geweint. Vor Verzweiflung und Leid. Doch dann hatte er es nicht mehr in seinen eigenen Vierwänden ausgehalten und war ziellos durch die Stadt gelaufen, um letztendlich hier zu landen. Warum hatte er sich nur in Tristan verlieben müssen? Warum konnte es nicht jemand sein, der nicht unerreichbar für ihn war? fragte er sich unter Tränen.

Dann stieg er, nachdem er sich gänzlich ausgezogen hatte unter die Dusche. Stumm liefen ihm Tränen über die Wangen, während das warme Wasser über seine Haut rann und er sich mit einem Schwamm und Tristans nach Schokolade duftendes Duschgel einseifte. Aber er versuchte sich zusammen zu reißen und für Tristan eine plausible Ausrede für sein Verhalten zu finden. Doch ihm wollte partout nichts einfallen.

Plötzlich hörte er ein Geräusch. Es war die Tür zum Badezimmer die sich öffnete. „Ich leg dir hier ein paar meiner Sachen hin und ein Handtuch!“ kam es von einem immer noch besorgten Tristan. „Danke!“ erwiderte Duke, der dabei versuchte seine Stimme ruhig zu halten. Der Braunhaarige sollte nicht merken, dass er schon wieder geweint hatte. „Ich mach uns dann Tee!“ verabschiedete sich Tristan auch schon wieder aus dem Badezimmer. Er wusste, dass Duke erst mal einen Augenblick brauchte um sich zu beruhigen.

Er machte sich große Sorgen um den Schwarzhaarigen. So hatte er ihn noch nie erlebt. Was konnte den nur passiert sein, dass dieser so am Boden zerstört war? fragte er sich immer wieder, fand aber keine Antwort. Er hoffte nur, dass er sich gleich nicht Beziehungsprobleme anhören durfte, denn das würde ihm nur das Herz brechen, denn er hatte sich vor einer Weile eingestehen müssen, dass er sich in Duke verliebt hatte. Zuerst hatte er es sich nicht eingestehen wollen, so dass er sich krampfhaft versucht hatte in ein Mädchen zu verlieben, aber der Schwarzhaarige wollte einfach nicht aus seinem Kopf verschwinden. Aber sich ihm zu Offenbaren dazu brachte er einfach nicht den Mut auf. Zumal er auch nicht glaubte, dass Duke seine Liebe erwidern würde. Und so hoffte er, dass seine Gefühle für Duke mit der Zeit abschwächen und dann irgendwann verschwinden würden.

Duke hatte sich wieder einigermaßen gefasst und hoffte, dass sein Tränenstrom versiegt war und er nicht wieder zu weinen anfangen würde. Nachdem er sich abgeduscht hatte schlüpfte er aus der Dusche und trocknete sich mit dem nach Tristan duftenden Handtuch ab. Tief zog er den Duft in sich ein, doch dann schalte er sich es sich nicht noch schwerer zu machen als es ohne hin war. Als er abgetrocknet war zog er eine Schlafanzughose, ein grünes Sweatshirt und dicke Socken von Tristan an. Die Sachen waren ihm etwas zu groß, aber ungemein bequem. Um sich noch ein wenig vor einer Konfrontation mit Tristan zu drücken begann er damit seine Haare zu föhnen.

Tristan hörte den Fön, als er aus der Küche mit einem Tablett, auf dem sich Tee und ein wenig Gebäck befand, ins Wohn-Esszimmer trat. Das Tablett stellte er anschließend auf dem Wohnzimmertisch ab, dann ließ er sich auf seiner dunkelroten Couch fallen und wartete auf Duke. Die Zeit bis dieser endlich aus dem Bad kam schien eine Ewigkeit zu sein. Nervös spielt er mit seinen Händen, dann stand er auf und setzte sich doch wieder hin. Wo blieb Duke denn nur? fragte er sich. Der war doch hoffentlich nicht im Bad auf einer Pfütze Wasser ausgerutscht und lag dort nun bewusstlos am Boden! Langsam begann er sich Sorgen zu machen. Gerade als er aufstehen und nach sehen wollte kam Duke aus dem Bad.

Nervös blickte dieser zu Boden, als er auf die Couch zu lief und sich dann neben dem Braunhaarigen auf dieses fallen ließ. Anschließend zog er die Beine auf die Couch und nahm sich eines der schwarzen Kissen, die auf dem Sofa lagen, um dieses an seinen Bauch zu drücken, zum einen um sich zu beruhigen und um einen imaginären Schutz gegen Tristan zu haben.

Tristan schallt sich für den Gedanken, dass Duke einfach zu niedlich aussah, wie er da so verschüchtert auf ihn zutapste. Insbesondere, weil es dem anderen nicht gut ging. Als dieser neben ihm saß suchte er dessen Blick, doch der Schwarzhaarige wich ihm aus. Also reichte er diesem eine Tasse mit Tee und sprach ihn dann an. „Duke! Was ist los? Ich mach mir echt Sorgen um dich!“ blickte er den anderen besorgt an.

Diese Frage hatte ja kommen müssen! dachte Duke verzweifelt, während er seine Hände an der Tasse Tee wärmte. „Ich … mir ging es einfach nicht gut und ich bin ein wenig rum gelaufen und dann hier gelandet! Tut mir leid, dass ich die geweckt habe!“ versuchte Duke einer ehrlichen Antwort auszuweichen. „Duke, du weißt genau, dass du immer her kommen kannst! Egal wie spät es ist! Schließlich sind wir doch Freunde!“ erwiderte Tristan, der genau wusste, dass Duke ihm noch etwas verschwieg. „So und nun sag mir was wirklich los ist mit dir!“ bohrte er bei diesem weiter nach. „Es geht schon wieder! Du brauchst dir keine Sorgen zu machen!“ erwiderte der und trank dann einen Schluck seines Tees. Nun wurde Tristan langsam ungeduldig. „Ich sehe doch, dass es dir Scheiße geht, also sprich mit mir!“ forderte er den Schwarzhaarigen auf ihm doch endlich zusagen was mit ihm los war.

Doch dieser schüttelte den Kopf und Tränen rannen über seine Wangen. Er konnte einfach nicht. Es würde nur noch mehr schmerzen von Tristan eine Abfuhr zu erhalten und ihm dann selbst als Freund nicht mehr nah sein zu können. Geschockt blickte Tristan den Schwarzhaarigen an. Er hatte ihn doch nicht zum weinen bringen wollen. Ihn doch am allerwenigsten von allen Menschen die er kannte. Also nahm er Duke die Tasse wieder aus der Hand und stellte sie auf den Tisch, dann zog er den anderen in seine Arme. Doch dadurch verstärkte er den Tränenstrom Dukes nur noch. Haltlos begann dieser zu weinen. Beruhigend strich Tristan über dessen Rücken.

„Duke! Verdammt! Was ist den nur los mit dir!“ versuchte er den anderen doch noch zum reden zu bringen. „Ich … Ich hab mich … mich unglücklich verliebt!“ platzte es endlich aus diesem heraus, während er sich aus Tristans Armen befreite und von diesem wegrückte. Ein heißer Schmerz durchfuhr das Herz des Braunhaarigen. Duke hatte sich verliebt! Das hatte er befürchtet und gefürchtet. Dennoch versuchte er sich seinen Schmerz nicht ansehen zu lassen. Wer … wer ist es?“ sah er ihn fragend an. Er wollte wissen wer Duke so wehtat. Doch dieser wich seinem Blick aus.

„Ich …. Ich kann es dir nicht sagen!“ kam es mit Tränenerstickter Stimme von diesem. „Warum nicht? Wenn dir jemand so weh tut, dann will ich wissen wer es ist und diesem die Fresse polieren!“ kam es aufrichtig von Tristan, der Duke zumindest ein guter Freund sein wollte. Daraufhin hörte er Duke kichern. Wie sollte er auch ahnen, dass er sich selbst eine reinhauen wollte. Irritiert sah Tristan den Schwarzhaarigen an. „Was ist daran so komisch?“ wollte er wissen. „Wie … Wie willst du dir … dir selbst die Fresse polieren!“ rutschte es Duke beim Lachen heraus. Sofort schlug er sich die Hand vor den Mund, als ihm klar wurde, was er da gerade gesagt hatte.

Anschließend sprang er von der Couch auf und lief auf die Wohnungstür zu. Er musste hier weg. Jetzt hatte er alles mit seinen unbedachten Worten kaputt gemacht. Tristan würde ihn hassen. Also war sein einziger Gedanke so schnell es ging zu verschwinden und diesem niemals wieder unter die Augen zu treten. Dabei war es ihm auch egal, dass er nicht mal seine eigenen Sachen und nur ein paar alter Socken trug. Er wollte nur noch weg, so schnell es ging.

Tristan glaubte einen Augenblick sich verhört zu haben. Nachdem er den letzten Satz Dukes zum dritten Mal in seinem Kopf hatte abspulen lassen wurde ihm klar, dass Duke tatsächlich in ihn unglücklich verliebt war. Sein Herz schlug unwillkürlich schneller und eine Welle des Glücks schien seinen Körper zu durchströmen. Duke liebte ihn und er liebte diesen. Es konnte also doch eine gemeinsame Zukunft für sie geben.

Doch dann wurde ihm gewahr, dass Duke geschockt aufgesprungen war und die Flucht ergreifen wollte. Sofort sprang auch er auf und holte Duke kurz bevor dieser die Tür öffnen konnte ein, um ihn am Arm zu packen und an der Flucht zu hindern. „Nicht! Geh … Geh nicht!“ kam es beinahe panisch von dem Braunhaarigen. „Tristan, … ich … ich hätte das nicht sagen sollen!“ brachte dieser mühsam hervor. Überrascht und ein wenig verletzt sah Tristan Duke an. „Warum? Stimmt es den nicht?“ wollte er dann wissen. „Doch … es … es stimmt, aber … aber du hast doch eine Freundin!“ erwiderte Duke, dem schon wieder die Tränen über die Wangen liefen und der annahm, dass er nun eine Abfuhr erhalten würde.

„Eine Freundin? Wie kommst du den darauf!“ erwiderte Tristan erstaunt. „Du bist … bist doch mit … mit Serenity zusammen. Ich hab euch neulich in der Stadt gesehen!“ kam es von einem noch immer weinenden Duke, der versuchte sich mühsam zusammen zu reißen. „Serenity ist nur eine Freundin, eine sehr gute Freundin, aber ich liebe jemanden anderes!“ stellte Tristan seine Beziehung zu Serenity gegenüber Duke klar. „Und …und wer ist das!“ wollte Duke wissen, auf wenn er dann eifersüchtig sein konnte. „Ich hab mich in dich verliebt!“ sah Tristan den Schwarzhaarigen ernst an.

Einen Augenblick, der einen Ewigkeit zu sein schien war es unheimlich Still in der Wohnung. „Was???“ konnte Duke nicht glauben, was er da gerade gehört hatte. „Ich habe mich in dich verliebt, Duke!“ bekräftigte Tristan seine Aussage von vorhin noch einmal. Dann umfasste er mit seinen Händen sanft Dukes Gesicht, beugte er sich etwas zu diesem herab und verschloss dessen Lippen mit den seinen zu einem zärtlichen Kuss, der seine Gefühle für den anderen ausdrücken sollte.

Duke, der noch immer geschockt war, über Tristans Geständnis. Genoss den Kuss zwar, war aber nicht in der Lage ihn in diesem Moment zu erwidern. Tristan entging dies nicht und ließ von dem Schwarzhaarigen wieder ab. „Ich … tut … tut mir leid, wenn … wenn ich dich mit dem Kuss überfordert habe!“ entschuldigte er sich bei Duke. Aber er hatte einfach nicht anders gekonnt. Schon seit einer Ewigkeit träumte er davon den anderen berühren und küssen zu können. Er hatte sich immer wieder gefragt, wie das sein würde und nun hatte er sich einfach nicht mehr zurückhalten können.

Er liebt mich! konnte es Duke noch immer nicht fassen ging dabei aber nicht auf Tristans letzte Worte ein. Die ganze Zeit hatte er umsonst geweint. Tristan hatte niemand anderen und er erwiderte sogar seine Gefühle. Und … Und er hatte ihn geküsst! lächelte Duke Tristan mit einmal an. Doch dieser blickte bedrückt zu Boden und sah dieses Lächeln nicht.

Als Duke sah, dass Tristan genickt zu Boden sah wurde ihm schwer ums Herz und er erinnerte sich daran was der Braunhaarige gerade zu ihm gesagt hatte. „Tristan, ich … ich hab den Kuss genossen! Wirklich!“ versuchte er diesen wieder auf zubauen. Er wollte den anderen nicht traurig sehen. Gerade jetzt nicht, wo endlich alles gut zu werden schien.

Daraufhin sah Tristan hoffnungsvoll wieder auf. „Darf … Darf ich dich dann wieder küssen!“ blickte er den anderen fragend an. Duke nickte nur und wurde gleich in Tristans starke Arme gezogen und diesmal schon etwas leidenschaftlicher geküsst. Der Schwarzhaarige schlang seine Arme und Tristans Hals und schmiegte sich noch enger an diesen, während dieser seine Arme fest um dessen Hüften schlang.

Ja, so konnte es immer sein. Er und Tristan zusammen. Noch heute Morgen hätte er niemals damit gerechnet. Nun war er geradezu froh, dass er pitschnass in dieser Nacht vor Tristans Wohnungstür gelandet war. Denn sonst würden sie sich wohl noch immer nach dem anderen sehnen ohne zu wissen, dass es dem anderen genauso erging.

Nun blieb nur noch zu hoffen, dass sie wirklich für immer zusammen sein würden, doch beide nahmen sich fest vor alles dafür zu tun. 



Ende


Ich hoffe die FF hat euch gefallen! Hinterlasst mir doch ein Kommi!

Eure Noa-Willow^^