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D.A. Maxwell - Teil 11 - 12


Kapitel 11


Heero saß in seinem Büro und versuchte seine Gedanken wieder unter Kontrolle zu bringen. Was sich seit gestern als ziemlich schwierig erwies. Immer wieder - und vollkommen ohne dass Heero das so wollte - kam ihm der geschockte Gesichtsausdruck von Duo in den Sinn.

Von sich selbst genervt ermahnte sich Heero immer wieder, dass dieser gestörte und verletzte Gesichtsausdruck von Duo auch nichts weiter als eine von seinen vielen Masken und Täuschungen gewesen war. Aber Heero hielt Duo zumindest zu gute, dass dieser ein sehr großes schauspielerisches Talent besaß. Wenn Heero es nicht besser wissen würde, dann hätte er Duo den Schock wahrscheinlich abgekauft. Aber gebranntes Kind scheute zum Glück das Feuer.

Trotzdem fragte sich Heero, ob er mit seinen Vorwürfen gestern nicht doch ein wenig zu weit gegangen war. Denn kurze Zeit danach war Duo wutentbrand aus dem Büro gelaufen. Und hatte auf keine Rufe von Heero oder Relena reagiert. Schnaubend war er davon gestürmt und hatte sogar mit der Tür zur Detektei geschlagen. Kein Verhalten das eines D. A. Maxwell würdig war. Das würde Heero ihm beim nächsten mal auch so sagen. Obwohl er langsam daran zweifelte dass es ein nächstes mal geben würde. Denn heute war Duo noch nicht im Büro aufgetaucht. Wie ein kleines, bockiges Kind schien er sich entschlossen zu haben schmollend wegzubleiben. Vielleicht würde er sogar niemals wieder hier auftauchen.

Und obwohl Heero gestern mehr als sauer darüber gewesen war, dass Duo die Lorbeeren für seine und Wufeis Arbeit geerntet hatte und er immer noch sauer über die große Täuschung war, kam ihm der Gedanke Duo niemals wieder zu sehen nicht ganz so verlockend vor, wie er eigentlich gedacht hatte. Aber Heero schob das auf die Tatsache, dass es noch einige ungeklärte Dinge zwischen ihnen gab. Wahrscheinlich würde es ihm erst besser gehen wenn er Duo wirklich klar gemacht hatte, wie sehr er ihn durch die Täuschung verletzt hatte. Irgendwie war das sehr wichtig für Heero.

Mitten in seinen sich ständig kreisenden Gedankengang kam plötzlich Wufei in Heeros Büro. Mit einem Gesichtsausdruck den man fast als strahlend bezeichnen konnte - soweit das bei Wufei möglich war, setzte sich dieser Heero gegenüber auf einen Stuhl und sagte zufrieden: "Wir haben den Mistkerl."

Heero zog seine linke Augenbraue hoch. "Dann hatte ich also Recht?"

"Ja. Es passt alles. Ich lege meine Hände dafür ins Feuer, dass er die Juwelen gestohlen hat. Und ich könnte vor Wut die Wände hoch laufen wenn ich daran denke wie sehr er uns die ganze Zeit an der Nase herum geführt hat. Und unseren guten Ruf dabei auf den Spiel gesetzt hat. Ungerechtigkeit."

"Ich glaube an den Ruf der Detektei hat er dabei wenig bis gar nicht gedacht. Er war allein von den Juwelen besessen. Und von Claire de la Maire. Aber lass es uns noch einmal durchgehen. Damit wir uns wirklich sicher sind."

"Ich bin mir sicher. Aber kein Problem, fangen wir mit den Indizien an. Zum ersten, er ist ein absoluter Schleimbeutel dem ich alles Schlechte der Welt zutraue."

Heero musste fasst lachen. So sehr echauffierte sich Wufei nur selten. Aber er konnte seinen Partner auch verstehen. Ihr Verdächtiger hatte sie wirklich ganz schön an der Nase herumgeführt. Und es würde ihrem Geschäft wirklich schaden, wenn sie diesen Fall nicht lösen könnten. Schlimm genug dass der Raub unter ihrer Nase stattgefunden hatte. Nur noch die lückenlose Klärung des Falles konnte sie davor bewahren in der Branche ihr Gesicht zu verlieren. "Das ist noch nicht einmal ein Indiz Wufei," wies Heero seinen Partner trotzdem lachend zurecht. "Auf Sympathien oder Antipathien kann man keinen Fall aufbauen. Auch wenn ich dir gerne Recht gebe. Er hat schon mehr als nur genervt."

"Ok, dann kommen wir zu den 'härteren' Fakten. Unser Freund ist einer von nur vier Personen die die Pläne der Alarmanlagen kennen. Und uns beide können wir ja sofort von der Verdächtigenliste streichen."

"Weiter," forderte Heero seinen Partner auf. Das waren alles Dinge die ihnen schon vor dem Besuch bei der Schauspielerin bekannt gewesen waren.

"Er leitet wirklich seit 35 Jahren den größten Fanclub von Claire de la Maire. Wenn wir sein Alter bedenken, und dass er sich in dem Club ja auch noch hat hocharbeiten müssen, dann hat unser Freund schon als Teenager für sie geschwärmt. So sehr geschwärmt dass es zu einer Obsession wurde."

"Das ist mir noch etwas zu wenig Wufei. Das passt nicht unbedingt in das Bild des Stalkers der so sehr hinter ihr her ist, dass er sogar ihre Juwelen raubt."

"Aber er war in den letzten Jahren immer an ihrer Seite. Seit er die Leitung übernommen hat, hat er sie regelmäßig getroffen. Und vor zehn Jahren hat er dann angefangen praktisch als ihre rechte Hand zu arbeiten. Er organisiert Benefiz-Galen und ähnliches für Claire. Man könnte ihn als einen ihrer engsten Freunde bezeichnen. Obwohl seine Bewunderung ihr gegenüber fast schon devote Züge hat."

"Trotzdem wieso sollte er dann plötzlich ihre Juwelen stehlen und damit ihre Verbindung gefährden? Moment, Claire de la Maire hat gesagt, dass diese Juwelen alles Geschenke von ihren früheren Liebhabern sei. War vielleicht mal was zwischen den beiden?"

Wufei schüttelte den Kopf. "Soweit ich es recherchieren konnte nicht. Es gab noch nicht einmal Gerüchte in die Richtung, was schon sehr seltsam ist, da unsere Schauspielerin in jüngeren Jahren ja eher den Ruf eines Männer verschlingenden Vamps hatte. Aber ich hab in der Presse keinen einzigen Hinweis darauf gefunden dass jemals auch nur darüber spekuliert wurde dass die zwei ein Verhältnis haben könnten. Kann natürlich auch sein, dass sie sich nur gut getarnt haben."

Doch Heero schüttelte den Kopf. "Nein ich denke dass sie wirklich nie etwas hatten. Du hast Recht wenn du sagst das Huntington fast devot in seiner Bewunderung ist. Und das ist definitiv keine Eigenschaft die Claire de la Maire in einem Partner sucht. Was uns aber zu der Anfangsfrage zurück bringt. Wieso hat er die Juwelen gestohlen?"

Wufei zuckte mit den Schultern. "Vielleicht wollte er einfach nicht dass sie in jemand anderes Hände geraten?" fragte er leichthin.

Heero runzelte die Stirn. "Hn, das ist eine Idee. Sogar eine sehr gute. Vielleicht ist sein 'Stalkertum' nicht so weit ausgewachsen dass er einen größeren Platz in Claire de la Maires Leben braucht als er jetzt schon hat, weswegen er sie auch nicht bedroht oder erpresst. Aber ich kann mir bei ihm schon vorstellen dass er nicht möchte dass andere einen ebensogroßen Anteil an ihrem Leben haben. Vielleicht konnte er wirklich nicht ertragen, dass viele - in seinen Augen unwürdige - fremde Leute ihre Juwelen ersteigern."

Wufei nickte bedächtig. "Ja, das ist ein guter Ansatz. Dazu passt auch was du von der Befragung berichtet hast, dass Huntington sich sogar mit Claire de la Maire gestritten hat nur weil sie die Juwelen einzeln und nicht als Paket versteigern wollte."

"Genau das war der Punkt der Huntington in meinen Augen sehr verdächtig erschienen ließ. Wieso hat er wegen so einer Nichtigkeit derart reagiert? Ich mein durch diesen unnötigen Streit hat er sogar seine 'Freundschaft' mit seinem Idol gefährdet."

Wufei grinste: "Weil er genau wusste, dass er bei einer Einzelversteigerung keine Chance haben würde alle Juwelen zu erwerben."

"Genau," sagte Heero zufrieden. "Nur wenn sie gemeinsam versteigert würden, hätte er sicher sein können sie zu kriegen. Sofern er das nötige Kleingeld hätte."

"Was er hat," Wufei warf einen kurzen Blick auf seinen Notizblock. "Kurz bevor die Versteigerung öffentlich verkündet wurde hat er angefangen seine festangelegten Gelder loszueisen. Mehr als genug um bei der Versteigerung den Zuschlag zu bekommen. Nach dem Streit den er mit der Schauspielerin hatte, hat er das Geld wieder angelegt."

"Wahrscheinlich weil er einen neuen Plan hatte um an die Juwelen ran zu kommen. Einen Plan der es nicht mehr vorsah, dass er für sie bezahlen müsste."

"Trotzdem ganz schön dreist von ihm diesen Raub zu planen," erklärte Wufei.

Heero zuckte mit den Schultern. "Eigentlich nicht. Er wusste dass er nach seiner Versöhnung mit Claire de la Maire für die Planung der Gala verantwortlich sein würde. Was ihn in die beste Position überhaupt brachte. Er hat das Sicherheitsteam engagiert, nämlich uns, und hatte so vollen Einblick in jedes Detail. Wenn er nur ein kleines bisschen technischen Verstand hat, kann er die Alarmanlagenpläne lesen und weiß wie er sie ausschalten kann. Von da an ist es nur eine Frage von Kaltschnäuzigkeit."

"Ich hab ja in seiner Vergangenheit geforscht. Edward Huntington III hat Elektrotechnik studiert. Zwar hat er nie als Ingenieur gearbeitet - alter Geldadel hat so was nicht nötig - aber ich denke schon das er genug Wissen angesammelt hat."

"Es passt. Egal wie wir es drehen und wenden, er ist und bleibt der große Verdächtige. Wir haben Motiv, Gelegenheit und Fähigkeit, und trotzdem haben wir ein Problem."

Wufei seufzte tief. "Ja, wie sollen wir es ihm beweisen? Alles was wir haben sind Indizien und Vermutungen. Sie passen zwar wunderbar zusammen und ergeben ein einheitliches Bild, aber ohne Beweise und ohne dass wir die Juwelen in seinem Besitz finden - und bei der jetzigen Lage der Dinge würde es sowieso niemals die Erlaubnis einer Wohnungsdurchsuchung geben - können wir dem Schwein nichts nachweisen. Ungerechtigkeit."

Das war das Problem. Ohne Beweise würden sie Edward Huntington III niemals etwas nachweisen können. Und alles in Heero sträubte sich dagegen sich von ihrem Auftraggeber derart hinters Licht führen zu lassen. Der Ruf ihrer Detektei würde leiden, vielleicht würden sie sogar Kunden verlieren. Und das nur weil Huntington die Juwelen seines Filmidols besitzen wollte. Aber das würde Heero nicht zulassen. Er hatte zu viel in seine Firma investiert, sein Geld, seine Zeit, das würde er niemals so leichtherzig aufgeben. "Nun," sagte er nach einer kurzen Bedenkpause, "wenn wir ihn nicht auf normalem Wege überführen können, dann sollten wir es vielleicht mit Lug und Betrug versuchen."

Wufei zog fragend seine Augenbraue hoch: "Was schwebt dir vor?"

"Immerhin haben wir zur Zeit einen Meister des Faches im Team. Wieso ihn nicht benutzen? Er schuldet uns schließlich noch etwas." Heero würde lieber mit Duo zusammen arbeiten, als Huntington gewinnen lassen. Entschlossen schob er sein Kinn vor.

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Trotz seines felsenfesten Entschlusses fiel es Heero nicht ganz so leicht zu Duo zu gehen wie er gehofft hatte. Duo um Hilfe bei dieser Angelegenheit zu bitten kam dem schlucken einer Kröte relativ nahe. Zwar hatten sie im Prinzip einen Deal - Duos Hilfe im Austausch dazu dass sie nicht die Polizei auf ihn angesetzt hatten - trotzdem kam sich Heero fast wie ein Bittsteller vor. Und um diesem unangenehmen Gefühl entgegen zu wirken, machte sich Heero so schnell wie möglich auf den Weg. Er wusste, wenn er noch länger über die Sache nachdenken würde, dann würde er vielleicht die Entschlossenheit verlieren.

Heero stand vor der Apartmenttür und atmete noch einmal tief durch. Sie hatten Duo vor ein paar Tagen hier untergebracht. Solange er D.A. Maxwell in der Öffentlichkeit spielte musste er in dessen Wohnung leben, und nicht in der üblen Absteige wo Wufei und er ihn nach dem Raub aufgespürt hatten. Duo hatte zunächst protestiert. Doch der Protest war sehr schnell verstummt als der Langhaarige die Wohnung zum ersten Mal besichtigt hatte. Sie war zwar nicht ganz so luxuriös wie die Suite im First Regent, aber sie besaß trotzdem alle Annehmlichkeiten und war sicher der Absteige vorzuziehen.

Jetzt hoffte Heero nur, dass sich der Langhaarige an die Abmachung gehalten hatte und auch trotz des Streits gestern immer noch in der Wohnung aufhielt. Weil wenn nicht, dann wüsste Heero nicht wie sie Duo so schnell wieder zu fassen kriegen sollten. Eigentlich waren sie viel zu lasch mit ihm umgegangen, sie hätten ihn wohl eher mit einer Kette im Büro festbinden sollen, statt ihm zu erlauben frei in der Gegend umherzulaufen.

Heero ging noch einmal schnell seinen Plan durch, dann nickte er einmal kurz und öffnete entschlossen die Apartmenttür mit dem Zweitschlüssel. Sobald er die Wohnung betrat konnte er leise Geräusche hören, die darauf schließen ließen, das der Fernseher an war. Scheinbar war der Langhaarige doch zu Hause.

Heero folgte den Geräuschen in das Wohnzimmer. Und richtig der Fernseher lief und Duo hatte es sich auf dem Sofa mit einer Schüssel Chips bequem gemacht. Heero räusperte sich.

Duo blickte erschrocken auf und blickte in Heeros Richtung. Sein Mund verzog sich, als ob er plötzlich Zahnschmerzen hatte. "Was ist, kontrollierst du jetzt schon ob ich mich an die Abmachung halte? Wie du siehst bin ich nicht aus der Wohnung ausgezogen. Jetzt kannst du gleich wieder gehen und mich in Ruhe lassen." Er stopfte sich eine Handvoll Chips in den Mund und kaute darauf herum.

Heero betrat das Zimmer und mit einer schnellen Bewegung schaltete er den Fernseher aus. Auf das gedämpfte Protestgemurmel von Duo achtete er gar nicht. "Komisch dass du die Abmachung ansprichst. Wir haben dich heute im Büro vermisst."

"Kam mir gestern nicht so vor, als wenn du viel Interesse daran hättest dass ich dort bin," gab Duo zurück.

Heero schüttelte den Kopf. "Hab ich auch nicht. Aber ein Deal ist ein Deal. Das heißt solange bis wir den Fall gelöst haben, wirst du jeden Tag im Büro als D.A. Maxwell erscheinen. Haben wir uns verstanden?"

"Pfff, bei euch Meisterdetektiven kann das ja Ewigkeiten dauern," protestierte der Langhaarige und schob sich eine neue Portion Chips in den Mund.

"Tja wir wissen wer es war!"

Dieser kleine Satz ließ den Langhaarigen plötzlich aus seiner Lethargie erwachen. "Was, ihr habt herausgefunden wer das war? Wieso ist der noch nicht verhaftet worden? Und wieso nervst du mich weiterhin mit der D.A. Maxwell Geschichte?"

"Wir wissen es zwar, aber wir können es nicht beweisen."

"Schöne Detektive seid ihr. Und was willst du jetzt von mir?"

"Ich will deine Hilfe den Schuldigen zu überführen."

Duo lehnte sich wieder zurück. "Ach," sagte er mit scheidendem Unterton, "Jetzt brauchst du meine Hilfe. Gestern hast du mich noch runtergeputzt. Ich sei kein Detektiv hast du gesagt. Wieso sollte ich dir helfen?"

Heero lächelte leicht. Er wusste dass er den Langhaarigen an der Angel hatte. "Weil wir für die Überführung keinen Detektiv, sondern einen Schwindler brauchen. Und ich kenne keinen besseren Betrüger als dich. Du wirst den Dieb dazu bringen sich selbst zu verraten. Und uns helfen sollst du, weil du sicher keine Lust hast bis zum Ende deiner Tage D.A. Maxwell zu spielen. Du kannst also nur gewinnen."

"Pfft, ich weiß wirklich nicht ob ich da mitmachen soll."

"Du hast keine Wahl. Außerdem willst du doch wohl erfahren wer dir denn 'deine' Juwelen vor der Nase weggeschnappt hat, oder? Ich sag dir nur wer es ist, wenn du mit uns zusammen arbeitest. Also steht der Deal immer noch?"

Heero konnte praktisch sehen wie die verschiedensten Gedankengänge durch Duos Kopf wanderten. Der Langhaarige schien ziemlich mit sich zu kämpfen, einerseits wollte er wie ein schmollendes Kind gegen alles rebellieren, andererseits wollte seine Neugierde befriedigt werden. Heero entschloss sich noch ein paar Anreize zu geben. "Wenn du mitmachst, dann wirst du noch mal Claire de la Maire treffen. Und vielleicht findest du ja sogar eine Gelegenheit um uns die Juwelen wieder abzunehmen. Wo du doch so ein toller Dieb bist."

"Ich bin der beste, darauf kannst du dich verlassen. Ok, ich mach mit, aber nur weil ich diese Stadt und eure Detektei so schnell wie möglich hinter mich lassen will. Was soll ich tun?"




Kapitel 12


Heero stand vor einem der großen Fenster im Büro seines 'Chefs'. Jetzt war es also endlich soweit. Die nächste Stunde würde zeigen, ob sie mit ihren Vermutungen Recht gehabt hatten - und vor allem, ob Huntington überhaupt auf ihren Bluff hereinfallen würde.

Im Hintergrund konnte Heero das leise Gemurmel einer Unterhaltung hören. Glücklicherweise spiegelte sich das Büro im Fenster deutlich genug wieder so dass Heero sich nicht umdrehen musste um die beiden Gestalten zu beobachten von denen diese Geräusche stammten.

Innerlich noch immer ungläubig den Kopf schüttelnd fragte Heero sich zum wohl hundertsten Mal wie Duo es geschafft hatte ihn dazu zu überreden auch Claire de la Maire in diesen Bluff mit einzubeziehen. Denn sie war es die mit Duo zusammen in der kleinen Sofaecke saß und in ein tiefes Gespräch verstrickt war. Weiß Gott was der Langhaarige ihr schon wieder für haarsträubende Geschichten erzählte. Heero wollte es gar nicht wissen - deshalb hatte er sich auch zum Fenster zurückgezogen statt neben der Schauspielerin und Duo auf Huntington zu warten.

Doch auch wenn Duos Idee die Schauspielerin mit einzubeziehen Heero anfangs gar nicht zugesagt hatte, so musste er jetzt dennoch zugeben, dass Duos Gründe durchaus etwas für sich hatten. Sie würden Claire brauchen um ihre Lüge glaubhaft rüberbringen, hatte der Langhaarige argumentiert. Und noch viel wichtiger, wenn es später darum ginge Huntington zu konfrontieren, so würde die Anwesenheit seines großen Idols mit Sicherheit eine Menge dazu beitragen ihn unter Kontrolle zu halten.

Und so hatte Heero sich Duos Argumenten gebeugt und nachgegeben. Immerhin, sie hatten Duo hinzugezogen weil er der Experte auf dem Gebiet der Betrügereien war, und da wäre es doch ziemlich dumm wenn sie dessen Expertenmeinung dann ignorieren würden.

Also hatte Duo Claire angerufen und sie hierher gebeten. Sie hatten ihr von ihrem Plan erzählt, und obwohl Claire anfangs nicht glauben konnte dass Huntington der Täter sein sollte, so war sie dennoch sofort Feuer und Flamme gewesen als Duo sie in seiner gewohnt charmanten Art um ihre Hilfe und Mitwirkung gebeten hatte.

Und so waren sie nun alle in Position - Relena draußen im Empfangsraum, Wufei unten in der Garage im Wagen und Heero, Duo und Claire in Maxwells Büro - und warteten im Grunde nur noch auf den Auftritt ihres Hauptdarstellers.

Als hätten Heeros Gedanken das Stichwort geliefert öffnete sich in diesem Moment die Bürotür. "Mr. Huntington ist hier," sagte Relena und ließ den Mann eintreten.

Sofort sprang Claire von ihrem Platz auf dem Sofa auf. "Edward!" rief sie und lief mit ausgestreckten Armen auf den leicht erstaunt wirkenden Mann zu. "Mein Lieber, ist es nicht wunderbar? Oh, ich kann gar nicht sagen wie froh ich bin! Aber eigentlich hatte ich gar keine Zweifel, schließlich haben Sie ja die Agentur ausgesucht, und Sie würden niemals etwas anderes als die Besten nehmen!"

"... Was..." Huntington ergriff Claires Hände und blickte verwirrt von ihr zu Duo. "Was ist los? Mr. Maxwell?" wandte er sich schließlich an den seiner Meinung nach verantwortlichen. "Ihre Sekretärin war nicht sonderlich klar am Telefon, sie meinte nur ich sollte so schnell wie möglich hierher kommen. Es würde um den Diebstahl gehen."

Duo lächelte den Mann beruhigend zu. "Ohje, das tut mir wirklich leid. Ich wusste nicht das Miss Darlian sich so undeutlich am Telefon ausgedrückt hat. Aber um Sie zu beruhigen, der Fall ist gelöst!"

Sofort verließ jegliche Farbe Huntingtons Gesicht. "Ge...löst?" keuchte er. "Das... ist wirklich... wunderbar. Sie haben den Täter?"

"Nicht nur das!" rief Claire und zog Huntingtons Aufmerksamkeit wieder auf sich. "Diese wunderbaren Detektive haben nicht nur den Täter geschnappt, sie haben mir sogar die Juwelen zurückgebracht! Glücklicherweise war der Dieb noch nicht dazu gekommen sie zu verkaufen! Es ist alles wieder da!"

Heero hätte nicht geglaubt dass es möglich wäre, aber Huntington wurde noch bleicher. "Die Juwelen? Sie sind wieder da?" hauchte er.

Claire nickte enthusiastisch. "Ja! Ich habe sie sofort von einem Sicherheitsdienst zu meinem Anwesen bringen lassen nachdem ich die Authentizität festgestellt habe. Nach diesem Schrecken werde ich sie bis zum Beginn der Auktion wohl besser nicht mehr aus den Augen lassen!"

"Sie... sind... echt?" Huntington schien einer Ohnmacht nahe zu sein. Doch obwohl der Mann seine Bestürzung unmöglich noch deutlicher hätte zeigen können, reagierte weder Heero, noch Duo oder Claire irgendwie darauf. Schließlich wollten sie Huntington nicht kenntlich machen dass ihnen aufgefallen war dass etwas nicht stimmte.

"Oh ja!" wieder nickte Claire enthusiastisch. Und auch wenn Heero sowohl sie als auch Huntington nicht eine Sekunde aus den Augen gelassen hatte, so konnte er bei ihr nicht den kleinsten Fehler entdecken. Claire de la Maire wurde ihrem Ruf als hervorragende Schauspielerin mehr als gerecht. Wenn er es nicht besser wüsste würde Heero ihr ebenfalls glauben dass er ihre Juwelen gefunden hatte.

"Wie... wie hat der Dieb es angestellt?" Huntington rang sichtbar um Fassung.

"Tja, das wissen wir auch noch nicht so genau," meldete Duo sich jetzt wieder zu Wort. "Es scheint da einige Diskrepanzen zu geben was den zeitlichen Ablauf angeht. Es ist auf jeden Fall gesichert dass unser Dieb die Juwelen bereits zwei Nächte vor dem Auffallen des Diebstahls gestohlen hat. Seinen Angaben zufolge hat er die Originale dabei durch Fälschungen ersetzt - ziemlich gute Fälschungen sogar. Offenbar ist zwei Tage lang niemandem etwas aufgefallen. Und dann - und da ist uns wirklich das Glück zu Hilfe gekommen - ist offenbar ein zweiter Dieb eingestiegen und hat die Fälschungen gestohlen. Sonst hätten wir womöglich niemals gemerkt dass die Originale weg sind."

Das war ihr Plan. Der Plan den Duo ausgeheckt hatte, und von dem Heero widerwillig zugeben musste dass er wirklich brillant war. Wenn Huntington glaubte, er hätte nur Fälschungen gestohlen, so würde er hoffentlich sofort loseilen zu dem Ort wo er die Juwelen versteckt hatte um diese Behauptung zu überprüfen. Und sie würden ihn auf frischer Tat ertappen.

"Fälschungen???" keuchte Huntington. Seine Augen quollen so stark hervor dass sie ihm fast aus dem Kopf zu fallen schienen. Heero schüttelte innerlich den Kopf. Wie hatte ausgerechnet dieser Mann sie so lange an der Nase herumführen können? Ein Schauspieler war garantiert nicht an ihm verloren gegangen.

"Nicht auszudenken!" rief Claire. "Allein der Gedanke dass irgendjemand viel Geld für irgendwelche Fälschungen zahlen könnte! Ich bin fast versucht den zweiten Dieb auch ausfindig zu machen und ihm zu danken!"

"Ja... ja," stammelte Huntington. "Was für ein... Glück."

"Ich bin so froh dass die Ausstellung und die anschließende Auktion nun doch noch wie geplant stattfinden kann," sagte Claire. "Und das habe ich nur Ihnen zu verdanken, Mr. Maxwell!" Claire schwebte zu Duo hinüber und drückte ihn überschwänglich an ihre Brust.

Huntingtons Blässe verschwand mit einem Mal und machte einer fast wütenden Röte Platz. Und auch Heero wusste nicht so recht was er bei diesem Anblick fühlte. Einerseits konnte er ein kleines, amüsiertes Glucksen nicht unterdrücken bei Duos Anblick - der Langhaarige trug einen fast panischen Gesichtsausdruck wie er da beinahe vollkommen in Claires ausladendem Dekolleté verschwand. Anderseits spürte er gleichzeitig einen kleinen Stich von - Eifersucht?

Heero schnaubte. Unsinn. Wieso sollte er schon eifersüchtig sein. Duo bedeutete ihm überhaupt nichts. Weniger als nichts. Genau. Wahrscheinlich war das gar keine Eifersucht gewesen sondern nur Ärger darüber dass Duo schon wieder den Lob einheimste. Genau.

"Claire." Als Claire nicht sofort reagierte räusperte Huntington sich und setzte erneut, diesmal etwas lauter an. "Claire! Wenn dann jetzt alles wieder... in Ordnung ist... ich muss zurück ins Hotel..."

"Oh?" Claire ließ endlich von Duo ab und wandte sich wieder Huntington zu. "Edward, Lieber, Sie wollen schon gehen?"

"Ja," nickte Huntington. "Ich muss mich um die Ausstellung kümmern."

"Natürlich!" Claire nickte. "Sie haben recht. Sorgen Sie bitte dafür dass alles so schnell wie möglich wieder ins laufen kommt, ja?"

Huntington nickte einmal stumm, dann murmelte er etwas undeutliches, drehte sich um und verschwand durch die Tür. Heero, Duo und Claire de la Maire blieben zurück und sahen sich gespannt an. Hatte es geklappt?

Nur wenige Augenblicke später öffnete sich die Tür wieder und Relena steckte den Kopf hinein. "Er ist gerade in den Aufzug gestiegen."

Sofort stürmten Heero, Duo und Claire in den Empfangsraum hinaus. Heero zog sein Mobiltelefon aus der Hosentasche und wählte die Nummer seines Partners.

"Wufei?" rief Heero in das Gerät. "Er ist auf dem Weg."

"Ich seh ihn," antwortete Wufei. "Er steigt grad in ein Taxi. Ich bleib an ihm dran."

"Gut," antwortete Heero. Dann drehte er sich zu den anderen um und winkte ihnen, ihm zu folgen. "Los geht's, wir folgen ihnen. Wufei wird uns durchgeben wohin es geht."

Nur wenige Minuten später befanden sie sich alle - selbst Relena hatte sich nicht abschütteln lassen und Heero hatte nicht die Zeit gehabt ewig mit ihr zu argumentieren - auf dem Rücksitz von Claires großzügiger Limousine. Während Heero dem Fahrer Anweisungen gab wohin er zu fahren hatte diskutierten die anderen drei leise darüber, wohin Huntington jetzt wohl fahren würde.

"Und was ist wenn er tatsächlich ins Hotel fährt?" fragte Claire.

"Es besteht durchaus auch die Möglichkeit dass er die Juwelen dort versteckt hat," gab Heero zurück. "Er hat dort immerhin ein kleines Büro. Ansonsten bleiben wir so lange an ihm dran bis er uns zum Schmuck geführt hat."

"Er fährt nicht zum Hotel," meldete Wufei sich in diesem Moment - Heero hatte die Verbindung die gesamte Zeit aufrecht erhalten. "Ich glaube er fährt zu seiner Wohnung."

"Gut," antwortete Heero wieder, dann lehnte er sich zurück. Dass Huntington nicht wie behauptet ins Hotel fuhr war ein weiterer Beweis ihrer Theorie. Welchen Grund hätte der Mann sonst gehabt sein großes Idol anzulügen?

Die Fahrt bis zu Huntingtons Wohnung kam ihm wie Stunden vor, obwohl sicherlich nicht mehr als ein paar Minuten vergangen waren. Als sie endlich vor dem großen Hochhaus anhielten, wartete Wufei bereits vor der Eingangstür auf sie.

"Er ist vor zwei Minuten reingegangen," begrüßte Wufei sie ohne große Umschweife.

"Wir folgen ihm," nickte Heero und eilte in Richtung des Aufzugs. Der Rest der Meute folgte ihm.

"Er wohnt in Appartement 14B," sagte Wufei und drückte den Knopf für das 14. Stockwerk. Schweigend warteten sie bis der Aufzug angekommen war, dann stürmten sie auf den Flur hinaus. Vor der Wohnungstür mit der Aufschrift 14B blieben sie stehen.

"Und was nun?" fragte Claire. "Klingeln wir einfach?"

"Nein," sagten Heero und Duo gleichzeitig. Für einen Moment sahen sie sich beinahe unbehaglich an, dann fuhr Heero fort, "Wenn wir klingeln, dann ist er gewarnt. Dann können wir ihn nicht mehr in flagranti ertappen."

Während Heero noch sprach hatte Duo sich bereits daran gemacht die Tür zu öffnen. Nur Sekunden später ertönte ein leises Klicken und der Langhaarige steckte seine Dietriche wieder ein. "Offen," sagte er ruhig.

Heero streckte seine Hand aus und gab der Tür einen leichten Stoß. Mit fast unheimlicher Geräuschlosigkeit schwang die Tür nach innen auf und erlaubte der Gruppe einzutreten.

Als Heero gefolgt von Duo, Wufei, Claire und Relena die große Wohnung betrat sah er sich ungläubig um. Er hätte sich ja vieles vorstellen können wie Huntingtons Wohnung aussah - aber das hier übertraf alles.

"Oh. Mein. Gott." Claires Stimme war nur ein Hauch, und dennoch konnte Heero eine Spur von Entsetzen darin hören. Huntingtons Wohnung war... ein Schrein. Ein Schrein zu Ehren der Schauspielerin die er so sehr bewunderte. Es gab kaum eine freie Stelle an den Wänden. Überall hingen Bilder, Plakate, Poster. Überall standen Vitrinen in denen Nippes und andere Kleinigkeiten ausgestellt waren die einmal Claire gehört hatten.

"Tja," machte Duo während er sich einmal im Kreis drehte und sich ungläubig umsah. "Wenn das hier die Definition von 'verrückter Fan' nicht übertrifft, dann weiß ich auch nicht."

Heero konnte dem Langhaarigen da nur zustimmen. Sie hatten nach einem verrückten Fan gesucht - und ihn eindeutig gefunden. Ein Geräusch aus einem Nebenzimmer riss Heero aus den Gedanken und ließ ihn aufhorchen. "Scht!" machte er in Richtung der anderen und schlich sich dann in die Richtung aus der das Geräusch gekommen war.

Leise näherte Heero sich der nur angelehnten Tür und schob sie lautlos ein kleines Stück weiter auf. Die Tür gehörte zu einem Büro. Vor dem Schreibtisch war ein Teil des Parkettfußbodens nach oben und zur Seite geklappt und gab den Blick frei auf einen in den Boden eingelassenen Safe. Und Huntington kniete direkt davor und wühlte fast panisch darin herum.

Schließlich zog er einen schwarzen Samtbeutel heraus, öffnete ihn mit rasenden Händen, und als er den Inhalt mit seinen zitternden Fingern nicht gleich zu fassen bekam, drehte er den Beutel einfach um und schüttete den Inhalt über den Boden aus.

Rot. Blau. Grün. Weiß. Das Funkeln der unterschiedlichsten Edelsteine war fast blendend. Mit fliegenden Fingern wühlte Huntington darin herum und breitete die Juwelen aus.

Auf einmal schwang die Bürotür weiter auf, und als Heero den Kopf drehte konnte er sehen dass Claire diejenige war die sie geöffnet hatte. Die Schauspielerin stand nun neben Heero in der Türöffnung und sah Huntington mit einem bekümmerten Gesichtsausdruck an.

"Oh Edward," sagte sie traurig. "Ich habe es nicht glauben wollen."

"Was... wie..." stammelte Huntington und sah sich hektisch um. Inzwischen hatten sich auch Duo, Wufei und Relena in das Büro geschoben und starrten auf den Mann und den Schmuck hinab.

"Ich habe Ihnen vertraut," sagte Claire. "Warum haben Sie mich bestohlen?"

"Ich... aber... nein, das habe ich nicht! Das ist nicht so wie Sie denken!" rief Huntington. "Das sind doch nur Fälschungen! Sie selbst haben es mir doch erzählt!"

"Es gibt keine Fälschungen," sagte Heero ruhig. "Das haben wir uns nur ausgedacht."

"Keine Fälschungen?" Huntington kam langsam auf die Beine. "Aber... warum?"

"Wir wussten dass Sie es waren," erwiderte Heero. "Wir brauchten nur einen Beweis."

"Und dies hier sind Beweise genug," sagte Wufei und deutete auf den Haufen Juwelen die noch immer auf dem Boden verstreut lagen.

"Das war eine Falle?" fragte Huntington ungläubig. "Ein Trick?"

Heero nickte stumm.

Huntingtons Blick wanderte zu Claire und blieb anklagend an ihr haften. "Und Sie haben da mitgespielt? Um mich reinzulegen?"

Claire nickte.

"Ruf die Polizei," raunte Heero in Wufeis Richtung und sein Partner nickte nur und zog sein Handy aus der Tasche.

"Aber... warum?" fragte Huntington noch immer an Claire gewandt. Entweder hatte er Heeros Aufforderung nicht gehört oder er ignorierte sie einfach.

"Warum?" fragte Claire. "Edward, Sie haben mich bestohlen. Sie haben absichtlich nicht nur den Ruf des Hotels sondern auch den der Detektei D.A. Maxwell geschädigt! Und sie haben die wohltätigen Organisationen an die der Erlös des Verkaufs gehen soll um deren Geld gebracht! Und wofür? Das ist doch nur Tand!"

"Nur Tand?" echauffierte Huntington sich. "Das ist kein Tand! Wie können Sie das sagen? Das sind doch wertvolle Erinnerungsstücke! Gerade Sie müssen das doch verstehen, Claire!"

"Oh Edward," Claire schüttelte erneut betrübt den Kopf. "Im Gegensatz zu all dem Guten was mit dem Geld getan werden kann ist der Schmuck selbst absolut wertlos. Ich dachte dass Sie das verstanden hätten. Ich dachte dass Sie mich verstehen - Sie sind seit so vielen Jahren der Leiter meines größten Fanclubs und ein guter Freund. Aber ich habe mich geirrt. Sie kennen mich überhaupt nicht."

"Claire!" Huntington streckte seine Hände flehend in Claires Richtung aus, doch die Schauspielerin schüttelte nur noch einmal traurig den Kopf, dann wandte sie sich ab und ging aus dem Büro.

"Huntington?" fragte Heero ruhig. "Die Polizei ist gleich da. Werden Sie Ärger machen?"

Huntington, dessen Blick noch immer hilflos auf der Türöffnung lag durch die Claire soeben verschwunden war, wandte sich schließlich Heero zu. Er maß ihn einen Moment lang mit einem langen Blick, dann schüttelte er kapitulierend den Kopf.

Wufei ging einen Schritt näher auf Huntington zu - um sicher zu gehen dass der Mann nicht doch noch einen verzweifelten Fluchtversuch unternahm. Duo hingegen schlenderte zu Heero hinüber.

"Und was passiert jetzt?" raunte der Langhaarige.

Heero warf ihm einen langen Blick zu. Dann seufzte er schließlich. "Jetzt," sagte er, "ist es Zeit für deinen großen Auftritt als D.A. Maxwell."