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Das Geisterhaus - Teil 0 bis 7

Das Geisterhaus


Prolog

150 Jahre zuvor

Es war dunkel und nur der Vollmond war am Himmel zu sehen, der junge blonde Mann hoffte, dass sein Liebster nun bald kommen würde, denn er hatte Angst, dass man diesen beim verlassen der Villa erwischt haben könnte. Schon oft hatten sich die beiden unter dem Kirschbaum getroffen, doch in letzter Zeit war es immer schwieriger für die beiden geworden dies zu tun. Seth Vater schien langsam Verdacht zu schöpfen und das würde unweigerlich ihren bzw. seinen Tod bedeuten. Endlich hörte Jono Schritte hinter sich und drehte sich erfreut, seinen Liebsten endlich wieder in die Arme schließen zu können, zu diesem herum. Doch wenige Augenblicke später erkannte er, dass nicht sein Liebster sondern dessen Vater Gozaburo Kaiba vor ihm stand, dieser sah ihm eiskalt entgegen. Jono hätte nun angsterfüllt versuchen können vor dem Mann zu flüchten doch das tat er nicht, er wusste, dass er sterben würde, sein einziger Wunsch war er es seinen Liebsten noch einmal sehen zu können. Ihm sagen zu können wie sehr er ihn geliebt hatte, doch dieser Wunsch blieb ihm verwehrt.


150 Jahre später

Vor einiger Zeit war Seto Kaiba mit seinem kleinen Bruder Mokuba auf das Familieanwesen der Familie Kaiba gezogen ungefähr eine Woche danach hatte man im Kellergewölbe der Villa eine schreckliche Entdeckung gemacht. Man hatte die skeletttierte Leiche eines jungen Mannes hinter einer eingestürzten Wand gefunden, wie es schien war dieser dort vor langer Zeit lebendig begraben worden. Seit diesem Vorfall häuften sich merkwürdige Vorkommnisse im Hause Kaiba. Türen und Schränke gingen von alleine auf und zu und eine der Hausangestellten behaarte darauf das sie eine Vase habe schweben sehen ein anderer Hausangestellter dagegen meinte einen Geist gesehen zu haben. Natürlich tat Seto dies als Hirngespinste ab, doch dies sollte sich bald ändern.

Seto saß wie jeden Abend in seinem Arbeitszimmer und bearbeitete noch einiger seiner E-Mails, als er die panischen Schreie seines kleinen Bruders hörte. Setos Magen verkrampfte sich angstvoll, denn so hatte er Mokuba noch niemals schreien gehört. Wenige Augenblicke später stürmte er in das Zimmer seines Bruders. Was er dort sah konnte einfach nicht wahr sein. Sein kleiner Bruder blickte ihn aus angsterfüllten Augen an, während dieser auf seinem Bett saß und sich krampfhaft versuchte festzuhalten, um nicht von diesem herunter zu fallen, denn das Bett auf dem Mokuba saß wurde immer wieder Erdbeben gleich erschüttert. "Seto, bitte hilf mir!" kam es panisch von Mokuba. "Mokuba sei ganz ruhig, es wird alles gut!" versuchte Seto seinen kleinen Bruder zu beruhigen. Plötzlich sah Seto am Bettende eine durchsichtige Gestalt stehen, die er kaum erkennen konnte. Das konnte doch nicht sein. Er hatte niemals an so etwas wie Geister geglaubt, doch nun blieb ihm wohl nichts anderes übrig. Anscheinend gingen die Erschütterungen von Mokubas Bett auf das Konto des Geistes. "Lass sofort Mokuba in Ruhe!" brüllte Seto dem Geist entgegen. Als dieser noch immer nicht damit aufhörte seinen kleinen Bruder zu verängstigen warf Seto mit Mokubas Nachtischlampe nach dem Geist. Die Lampe glitt durch den Geist, der sich daraufhin auflöste, und zersprang auf dem Boden in Scherben. Entgeistert starrte Seto noch immer auf die Stelle an der so ebbend noch der Geist gewesen zu sein schien. "Finde ihn!" glaubte Seto eine leise gestaltlose Stimme zu hören. War das der Geist gewesen? Unmöglich oder? fragte sich Seto in diesem Augenblick.

"Seto" kam es nun verweint und verängstigt vom Bett. Sofort richtete Seto seine Aufmerksamkeit auf Mokuba. Dieser blickte ihn noch immer verängstigt und mit Tränen benetzten Wangen an. Es tat Seto im Herzen weh seinen kleinen Bruder so zusehen und er schwor sich diesen von nun an noch besser zu beschützten. Daraufhin hob er den völlig verstörten Jungen auf seinen Arm und strich ihm immer wieder beruhigend über den Rücken. "Es ist alles gut! Niemand wird dir was tun!" sprach Seto beruhigend auf Mokuba ein. Dieser wurde mit der Zeit immer ruhiger und schlief anschließend auf Setos Arm ein. Nachdenklich blickte sich Seto noch einmal im Zimmer seines kleinen Bruders um, bevor er mit diesem das Zimmer verließ. Was sollte das alles nur bedeuten? Warum sollte der Geist Mokuba solch einen Schrecken einjagen? Und wenn sollte er finden?

Noch am selben Abend packte Seto für Mokuba ein paar Sachen zusammen und brachte diesen bei Yami einem seiner besten Freunde unter. Dieser erklärte sich sofort einverstanden sich um den jungen Kaiba zu kümmern nach dem er von Seto den Grund dafür genannt bekommen hatte, zwar konnte er es auch kaum glauben, doch Seto hatte ihn bisher noch nie belogen, warum sollte er dann jetzt damit anfangen.

Wenig später rief Seto, nachdem er wieder zuhause angekommen war, seinen alten Bekannten Tristan Taylor an. Dieser hatte sich auf die Untersuchung mysteriöser und paranormaler Vorkommnisse spezialisiert und würde schon herausfinden was das alles zu Bedeuten hatte. Tristan erklärte sich sofort einverstanden nach Domino-City zu kommen und sich die Sache anzusehen. Seto hoffte nur das Tristan ihm helfen konnte. Vielleicht hatte er sich ja auch geirrt und er hatte sich nur eingebildet einen Geist zu sehen. Noch immer wollte sich sein Verstand weigern die Tatsache zu akzeptieren, dass es in diesem Haus spucken könnte. Vielleicht wollte man ihm ja auch nur einen gewaltigen Schreck einjagen und in Wirklichkeit steckte ein Mensch hinter den Vorkommnissen. Diesem Menschen Gnade Gott, denn niemand versetzte Mokuba ungestraft in Todesangst.



Ankunft

1. Kapitel

Nach dem Vorfall mit Mokuba hatten alle Bediensteten Setos, mit Ausnahme seines Butlers und Vertrauten Roland, gekündigt niemand wollte in einem Haus arbeiten in dem es spuckte und man Angst haben musste angegriffen zu werden. Seto nahm es hin, bemühte sich aber Ersatz zu bekommen, doch die Tatsache, dass es in seiner Villa zu spucken schien hatte sich rasend schnell verbreitete und er würde sich in nächster Zeit mit Hilfe von Roland selbst versorgen müssen. Und so hoffte er, dass Tristan die Vorkommnisse aufklären würde, damit er endlich wieder normal leben konnte.


Freitagabend

Es war nun 3 Tage her, dass Seto mit Tristan gesprochen hatte, als es an der Eingangstür der Villa klingelte. Eilig lief Roland zur Tür. Zu seiner Überraschung stand dort nicht wie angekündigt Tristan Taylor, den er schon von einem vorherigen Besuch kannte, sondern ein blonder junger Mann mit rehbraunen Augen, der eine Reisetasche in der Hand hielt und ihn freundlich anlächelte. "Wie kann ich ihnen helfen?" kam es von Roland. "Guten Tag, ich bin Joey Wheeler!" Tristan Taylor schickt mich!" antwortete der blonde Junge Mann. Zwar wunderte sich Roland ein wenig, dass Mr. Taylor diesen jungen Mann geschickt hatte, doch war er sich sicher, dass dieser seine Gründe dafür haben würde. Bitte treten sie doch ein bat Roland Joey mit einer Handgeste einzutreten.

Von der Treppe aus beobachtete eine durchsichtige Gestalt die beiden unten an der Eingangstür. Konnte es sein, war er zurückgekehrt fragte sich die Gestalt. Nein, dass war er nicht, doch die Ähnlichkeit war einfach unglaublich, aber er konnte noch etwas erkennen, er spürte, dass der junge Mann dort unten etwas besonderes zu sein schien. Vielleicht würde er ihn doch noch finden! dachte die Gestalt noch bevor sie sich wieder in Luft auflöste.

Mit einem Ruck richtete Joey seine Aufmerksamkeit auf die Treppe. Er hatte eindeutig eine Präsenz gespürt. Also hatte Tristan doch recht gehabt, hier schien es tatsächlich einen ruhelosen Geist zu geben. "Mr. Wheeler" wurde Joey von Rolands Stimme aus seinen Gedanken gerissen. Sofort widmete sich Joey wieder Roland. "Wenn sie mir bitte folgen würden, dann bringe ich sie zu Mr. Kaiba!" sagte Roland an Joey gewandt. Dieser nickte dem Butler zu und folgte diesem zu Setos Arbeitszimmer. Dort angekommen klopfte Roland kurz und wartete dann mit dem eintreten, bis von drinnen die Aufforderung Setos kam hereinzukommen.

"Mr. Kaiba, hier ist jemand der sie gerne sprechen würde!" sagte Roland. Sofort richtete sich dessen Aufmerksamkeit auf Roland und den Neuankömmling. Einen momentlang schien Seto der Atem zu stocken, den für einen Augenblick glaubte er einen Engel vor sich zu haben. Einen Engel mit blondem Haar und den wunderschönsten rehbraunen Augen, die er jemals gesehen hatte. Doch schnell fasste er sich wieder und hoffte, dass niemand etwas davon mitbekommen hatte. Wieder ganz der eiskalte Geschäftsmann bat er Joey näher zutreten. Daraufhin verließ Roland das Zimmer, damit die beiden sich ungestört unterhalten konnten. "Guten Tag, ich bin Joey Wheeler! Tristan schickt mich!" sagte Joey zu Seto und streckte ihm gleichzeitig die Hand hin. "Seto Kaiba" antwortete Seto und ergriff Joeys Hand. In diesem Moment schien es als würde ein Blitz durch die beiden fahren. Sofort ließen sie ihre Hände los und sahen verlegen zur Seite. Was hatte das ebbend zu bedeuten? fragten sich die beiden gleichzeitig.

Seto der sich kurz darauf wieder gefasst hatte fragte Joey nun "Warum sind sie hier und nicht Tristan?" "Tristan wurde leider anderweitig gebraucht, doch glauben sie mir, mit mir hat er ihnen einen seiner besten Mitarbeiter geschickt" erwiderte Joey ernst auf Setos Frage. Dieser nickte kurz. "Das will ich hoffen, ich gebe mich nicht mit zweiter Wahl ab." "Das müssen sie auch nicht!" erwiderte Joey ein wenig aufgebracht. "Ich denke heute Abend macht es keinen Sinn mehr wenn sie mit ihrer Arbeit beginnen. Wenn sie wollen, wird ihnen Roland nun ihr Zimmer zeigen und gegen 18:00 Uhr werden wir zu Abend essen" sagte Seto und blickte Joey dabei an. "Wäre es möglich, dass ich in dem Zimmer schlafe in dem ihnen der Geist erschienen ist?" fragte Joey seinen neuen Auftraggeber. Dieser musterte ihn einen momentlang scharf. Warum wollte Mr. Wheeler nur in diesem Zimmer schlafen, hatte er den keine Angst, nicht das er Angst haben würde, doch ein Zimmer mit einem Geist zu teilen war doch recht unheimlich. "Warum wollen sie das?" fragte Seto interessiert. "Es ist für meine Arbeit nur förderlich!" erwiderte Joey ernst.

Seto rief daraufhin Roland zu sich und ließ Joey hinauf in Mokubas Zimmer bringen. Geschafft ließ er sich in seinen Bürostuhl fallen. Er hoffte, dass diese Geistergeschichte bald ein Ende haben würde. Doch noch etwas beschäftigte ihn. Und dies war ein blonder junger Mann mit rehbraunen Augen. Er wollte mehr über diesen erfahren und vor allem wollte er wissen, was dieser Vorfall vor wenigen Minuten zu bedeuten hatte. Hatte er sich vielleicht auf den ersten Blick verliebt? Das er auf das eigene Geschlecht stand war ihm ja nicht neu, doch das er sich so schnell verlieben konnte, dass war neu für ihn.




Gedanken

Ich weiß ist etwas kurz, doch ich verspreche euch, es kommen noch längere und vielen Dank nochmal an Jono für das Korrekturlesen!

2. Kapitel

Joey erging es nicht anders, auch er machte sich auf dem Weg zu seinem Zimmer Gedanken über den vorherigen Vorfall. In dem Moment als er Seto Kaiba berührt hatte, hatte er sich eins gefühlt, so als habe er seine andere Hälfte, seinen Seelengefährten gefunden. Doch konnte es wirklich sein, dass sie für einander bestimmt waren? Sollte er sich wirklich auf Seto einlassen, schließlich war dieser doch sein Auftraggeber und Tristan hatte ihnen eingeschärft niemals etwas mit Kunden anzufangen. Also nahm er sich vor, vorerst seine Gefühle zu unterdrücken und sich seiner Arbeit zu widmen, über Seto und sich würde er später in Ruhe nachdenken.

"So da wären wir!" riss ihn Rolands Stimme aus seinen Gedanken. Sofort richtete er seine Aufmerksamkeit wieder auf den Butler. "Danke!" sagte er freundlich. "Wenn sie noch etwas brauchen, dann drücken sie die Kurzwahltaste 1 auf dem Telefon und melden sich bei mir" richtete sich Roland erneut an Joey. "Das werde ich machen!" erwiderte Joey und betrat anschließend das Zimmer während sich Roland auf den Weg nach unten zur Küche machte.

Auf dem Bett stellte Joey erst einmal seine Reisetasche ab, um sich dann im Zimmer umzusehen. Wie er aus den Unterlagen, die ihm Tristan gegeben hatte erfahren hatte, waren alle Zimmer im Originalzustand belassen worden nur einige wenige technische Erneurungen, waren vorgenommen worden. Zudem waren die Sanitäranlagen erneuert worden. Langsam begann Joey nun damit seine Gedanken frei zu machen. Wenige Augeblicke später traf ihn die Wucht der Gefühle die in diesen Haus pulsierten mit voller Wucht. Er konnte Hass, Liebe, Leidenschaft, Trauer, Verzweiflung aber auch Hoffnung spüren. Was auch immer hier geschehen war, war nichts Gutes! War sich Joey in diesem Moment sicher und er nahm sich vor herauszufinden was es gewesen war, denn nur dann würde er die Möglichkeit haben den ruhelosen Geist zu erlösen.

Wenige Augenblicke später hatte er die Blockade in sich wieder aufgebaut. Sich den Schwingungen in diesem Haus auszusetzen hatten ihn sichtlich angestrengt und so beschloss er sich ein wenig auszuruhen. Dazu legte er sich auf das Bett und schloss seine Augen. Doch statt der erwarteten Ruhe kam eine Vision aus der Vergangenheit.

Ein junger Mann dessen Gesicht er nicht genau erkennen konnte saß am Fenster in diesem Zimmer und sah nach draußen. Joey konnte dessen Sehnsucht förmlich spüren. Er sehnte sich nach Freiheit und nach seinem Geliebten.

Genauso schnell wie die Vision gekommen war, war sie auch wieder vorbei. Trotz seiner Müdigkeit stand Joey wieder auf und trat an das Fenster. Noch immer konnte er die Sehnsucht des jungen Mannes in sich spüren. Gab es hier vielleicht einmal ein Beziehungsdrama? fragte er sich. Doch bevor er sich noch weitere Gedanken machen konnte klopfte es an seiner Zimmertür. "Herein!" kam es freundlich von Joey. Leise wurde die Tür geöffnet und Seto betrat das Zimmer. "Ich wollte sie nur zum Essen abholen" sagte Seto an Joey gewandt. Dieser lief zu Seto, bedankte sich und gemeinsam verließ man das Zimmer. "Geht es ihnen gut?" fragte Seto Joey ein wenig besorgt, denn dieser sah blass aus. Doch Joey verneinte, er wollte Seto keine Sorgen machen. Schließlich wusste dieser nichts von seiner Gabe und dies sollte auch noch eine weile so bleiben. Wenig später kamen sie auch schon im Esszimmer an. Es wurde ein gemütlicher Abend und beide erfuhren mehr über den jeweils anderen. Zudem machte man aus, dass man sich von nun an duzen würde, schließlich würde man in der nächsten Zeit zusammen wohnen.

Später am Abend brachte Seto Joey noch zurück zu dessen Zimmer, das genau gegenüber von seinem lag. "Gute Nacht!" kam es freundlich von Seto während er Joey in dessen rehbraunen Augen blickte. "Gute Nacht" erwiderte Joey leise. Vorsichtig näherte sich Seto Joeys Gesicht und Joey steckte sich Seto entgegen. Wenige Augenblicke später berührten sich ihre Lippen zu einem zärtlichen Kuss. Diesmal war das Gefühl, dass sie bei ihrer ersten Berührung hatten noch tausendfach verstärkt. Es schien ihnen, als würden sich ihre Seelen berühren, als könnten sie spüren was der andere fühlt. Als sie sich dann von einander lösten starrten sich die beiden erschrocken an. "Ich ... ähm ... es tut mir leid!" kam es leise von Seto. "Das ...es war genauso ... meine Schuld!" erwiderte Joey noch immer reichlich verwirrt. "Ich ... Ich geh dann mal in mein Zimmer!" und mit diesen Worten ging Joey schnell in sein Zimmer. Dort lehnte er sich mit dem Rücken an die Zimmertür. Noch immer konnte er Setos Lippen auf den seinen spüren. Was hatte das nur zu bedeuten fragte er sich an diesem Tag schon das zweite Mal.

Auch Seto stellte sich Fragen Warum hatte er Joey geküsst? Warum hatte es sich so einzigartig und richtig angefühlt? und Was sollte nun werden? Noch immer stand er draußen auf dem Flur und starrte auf die Zimmertür vor ihm, bevor er sich doch noch losriss und in sein eigenes Zimmer ging, noch immer seinen Gedanken nachhängend.




Erste Erkenntnisse

3. Kapitel


Samstag

Am nächsten Morgen musste Seto schon früh in die Firma und darum hatte er Roland gebeten Joey alles Nötige für dessen Arbeit zu Verfügung zu stellen. Zudem hatte er Roland noch gebeten ein Auge auf Joey zu haben, wer weiß mit was dieser es zu tun bekommen würde und er wollte kein Risiko eingehen. Nicht nachdem was gestern zwischen ihnen vorgefallen war. Am liebsten wäre er ja zuhause geblieben, doch heute stand ein wichtiges Meeting an das er unter keinen Umständen absagen konnte. Außerdem wollte er noch bei Yami anrufen und sich nach seinem kleinen Bruder erkundigen. Der Kleine fehlte ihm sehr, waren sie bisher doch noch niemals länger als 2 Tage getrennt gewesen und nun waren es schon 5.

Nachdem Joey gefrühstückt hatte beschloss er sich an die Arbeit zu machen. Zuerst ließ er sich von Roland den Weg in den Keller des Hauses zeigen. Er hatte sich für heute vorgenommen sich die eingestürzte Mauer und den Raum dahinter anzusehen. Als er nun, vor dieser Stand konnte er kaum glauben, dass jemand so grausam sein könnte einen Menschen lebendig hinter einer Mauer einmauern zu lassen. "Roland, würden sie mich bitte alleine lassen" bat Joey Roland zu gehen. Doch dieser schüttelte den Kopf. "Mr. Kaiba hat mir aufgetragen sie nicht aus den Augen zu lassen und ich pflege meine Versprechen zu halten" erwiderte Roland ernst. Joey war gerührt das sich Seto anscheinend Sorgen um ihn machte, doch er konnte unter Aufsicht nicht seiner Arbeit nachgehen. "Roland, ich kann selbst auf mich aufpassen, ich verspreche ihnen, mir wird nichts passieren und ich denke sie haben doch wohl noch anderes zu erledigen, als auf mich aufzupassen. Seto muss doch auch nichts davon erfahren" versuchte Joey Roland zu überzeugen ihn alleine zu lassen. Dieser stimmte wieder willig zu. "Aber falls irgendetwas sein sollte, dann kommen sie sofort wieder nach oben!" verlangte Roland. "OK!" versicherte Joey Roland. Daraufhin ging Roland wieder nach oben.

Nachdem Roland nun gegangen war konnte Joey an die Arbeit gehen. Zuerst öffnete er sich wieder den Schwingungen und Visionen und hoffte dabei noch mehr herauszufinden. Anschließend besah er sich jedes winzige Detail der Mauer und letztendlich stieg er selbst in den Raum. Vorsichtig strich er über jeden Stein in dem Raum und plötzlich hatte er wieder eine Vision.

"Du willst ihn also nicht vergessen, nicht mal nach seinem Tod. Also gut, dann bleibt mir nichts anderes übrig als dich zu bestrafen. Einen Sohn der auf das eigene Geschlecht steht, ist meiner und unserer Familie nicht würdig. Du machst uns nur Schande und darum wirst du nun für immer verschwinden." Nun hätte er erwartet, dass sich sein Sohn aufregen, sich wehren würde. Doch als er von den Dienern seines Vaters gepackt und in den Keller gezerrt wurde leistete er keinen Widerstand. Wozu auch, der einzige Mensch den er geliebt hatte war tot, gestorben durch die Hand seines Vaters. Nun würde er wenigstens im Tod mit ihm vereint sein, war sein einziger Gedanke in dem Moment, in dem die Männer ihn einzumauern begannen.

Langsam kam Joey wieder zu sich. Darum hatte er keine Kratzspuren oder sonstige Spuren gefunden die daraufhin gedeutet hätten, dass der Gefangene sich befreien wollte. Der Gefangene wollte sterben. Er muss seinen Geliebten sehr geliebt haben, wenn er ihm in den Tod folgen wollte dachte Joey.

,Ja, das habe ich', dachte eine durchsichtige Gestalt hinter Joey. Und wie sehr er ihn geliebt hatte. Doch seine Liebe war ihm genommen worden und auch seine Hoffnung mit seinem Geliebten im Jenseits wiedervereint zu werden. Denn seit seinem Tod war er an dieses Haus gefesselt und er war sich sicher, dass auch sein Geliebter noch nicht seine Ruhe gefunden hatte. Wie sehr wünschte er sich doch seinen Geliebten wieder in die Arme schließen zu können. Warum verstanden diese dummen Menschen den nicht was er wollte. Er hatte Seto darauf aufmerksam machen wollen, doch anstatt ihm zu zuhören hatte er mit seinem kleinen Bruder die Flucht ergriffen. Vielleicht war er dieses mal auch zu weit gegangen, doch er war verzweifelt.

Plötzlich spürte Joey hinter sich eine Präsenz, doch als er sich umdrehte, konnte er dort niemanden mehr ausmachen. Doch in der Stille hörte ein leises "Finde ihn!" Sollte das heißen, die beiden waren nach ihrem Tod nicht wiedervereint worden? fragte sich Joey und er war sich sicher langsam der Wahrheit näher zu kommen. Bevor er wieder nach oben ging errichtete erst einmal wieder die Blockade. Anschließend begab er sich in sein Schafzimmer und begann dann im Internet zu Rechaschieren, er wollte mehr über die Villa und der Familiengeschichte der Familie Kaiba erfahren. Als er nach 2 Stunden noch immer nichts gefunden hatte was ihn weiterbringen würde nahm er sich für den Abend vor mit Seto zu sprechen. Wer konnte ihm bessere Auskünfte geben als ein Kaiba.


Samstagabend

3 Stunden später kam Seto dann nach Hause. Joey, der Roland ein wenig entlasten wollte, hatte ihm angeboten zu kochen, damit dieser nach Hause gehen konnte. Dieser stimmte freudig zu, hatte seine Frau doch heute Geburtstag. Doch bevor er ging ließ er sich noch einmal von Joey versichern, dass alles in Ordnung sei und er sich keine Sorgen machen müsse. Nachdem Joey Roland beruhigt hatte ging dieser nach Hause und Joey fing mit dem Kochen an.

So standen also, als Seto das Haus betrat, selbstgekochte Spaghetti mit Tomatensauce, sowie ein frischer grüner Salat auf dem Tisch. Nachdem Seto seinen Mantel an die Geradrobe gehängt hatte ging er gleich zur Küche mit der Erwartung Roland dort anzutreffen. "Roland das riecht aber gut!" sagte Seto als er durch die Küchentür trat. "Danke für das Kompliment!" kam es anstatt von Roland von Joey. Dieser lächelte Seto mit einem umwerfenden Lächeln entgegen und bat Seto sich an den gedeckten Küchentisch zu setzen. Seto folgte der Aufforderung und setzte sich. "Wo ist den Roland?" fragte er Joey anschließend, um sich von seiner Nervosität bezüglich Joeys abzulenken. "Roland ist nachhause gegangen. Seine Frau hat heute Geburtstag und darum habe ich ihn gehen lassen und selber gekocht" erwiderte Joey auf Setos Frage. "Ich hoffe das war in Ordnung?" blickte Joey Seto fragend an. Dieser nickte und wunderte sich aber darüber, dass sie trotz dem gestrigen Vorfalls so gut miteinander umgingen. Er hätte eher erwartet, dass sie sich aus dem Weg gehen würden. Da Seto seinen eigenen Gedanken nachhing, entging ihm, dass auch Joey sich bemühte nicht nervös zu sein, denn auch er konnte sich nur zu gut an den gestrigen Abend erinnern.

"Ich denke wir sollten mit dem Essen anfangen, andernfalls wird es noch kalt!" sagte Joey und bat Seto doch zuzugreifen. Was dieser auch sogleich tat. Nachdem Essen spülten sie gemeinsam das Geschirr ab. Wobei Joey spülte und Seto das Geschirr abtrocknete und in die Schränke bzw. Schubladen stellte/legte. "Ich hoffe das Essen hat dir geschmeckt?" kam es fragend von Joey. Interessiert blickte er Seto an. "Es war hervorragend!" erwiderte Seto ernst. "Und glaub mir ich mache nicht oft Komplimente. Wie wäre es mit Eis zum Nachtisch, es müsste noch etwas Schokoladeneis im Kühlfach sein" sagte Seto. Sofort leuchteten Joeys Augen auf. Er liebte Schokoladeneis! Sofort nickte er begeistert. Daraufhin holte Seto das Eis, zwei Löffel und gemeinsam machte man es sich auf der Couch im Wohnzimmer gemütlich. "Seto, was kannst du mir über die Familiengeschichte der Kaibas besonders in Hinsicht auf dieses Haus erzählen" blickte Joey Seto fragend an und steckte sich dabei einen Löffel mit Schokoladeneis in den Mund. "Ich weiß nicht viel, doch ich erzähl dir gern was ich weiß!" erwiderte Seto bevor auch er sich einen Löffel mit Eis in den Mund schob.




Schockmoment

Hier endlich mal ein längeres Kapitel für euch. Ich hoffe es gefällt euch und nochmal einen vielen Dank an Jono für das korrigieren!

4. Kapitel

Joey setzte sich daraufhin erwartungsvoll im Schneidersitz in Richtung Seto auf die Couch. Und so begann Seto mit seiner Ausführung:

"Vor 150 Jahren bewohnte Gozaburo Kaiba zusammen mit seiner Frau Yuri und seinem Sohn Seth dieses Anwesen. Gozaburo war wohl ein sehr egoistischer und eiskalter Mann. Auf jeden Fall verschwand dann von einem Tag auf den anderen sein Sohn spurlos. Soweit ich weiß wurde er niemals gefunden. Die meisten aus der Familie gingen davon aus, dass er fortgelaufen sei und unter einem anderen Namen, vielleicht sogar in Amerika, einen Neuanfang gemacht habe. Gozaburo starb 10 Jahre später an Herzversagen, seine Frau Yuri blieb noch drei Jahre auf dem Anwesen, es heißt sie habe auf die Rückkehr ihres Sohnes gewartet, bevor sie zu ihrer Familie zog und dort 5 Jahre später an einer Lungenentzündung verstarb. Sie kam wohl nie über den Verlust ihres einzigen Kindes hinweg und da sie Gozaburo kein weiteres Kind mehr gebar, wurde sie auch nicht gerade gut von diesem behandelt. Es heißt sogar, dass sie ihren Mann umgebracht habe, doch das konnte ihr niemand nachweisen. Damals fiel das Anwesen dann an meinem Zweig der Familie zu, doch niemand wollte hierher ziehen und so stand es bis ich es letztes Jahr Instand setzen ließ leer und hätte ich gewusst was für einen Ärger dieses Anwesen mir bescheren würde wäre ich hier niemals mit meinem kleinen Bruder eingezogen."

Nach Setos Ausführung kam Joey ein Verdacht, konnte es sein, dass der Tote im Keller Seth gewesen war. War es möglich, dass sein eigener Vater ihn einmauern ließ? Diese Fragen ließen ihm keine Ruhe. "Seto, wo hat man das Skelett hingebracht?" blickte Joey Seto fragend an. "Ins Leichenschauhaus, man behält es solange dort, bis man herausgefunden hat wer er war oder ich mich entschließe ihn beerdigen zu lassen" antwortete Seto. "Warum willst du das wissen?" sah Seto Joey interessiert an. "Ich denke, der Tote ist Seth!" kam es daraufhin als Antwort von Joey. Entsetzt riss Seto seine Augen auf. "Du meinst er ist damals gar nicht weggelaufen, sondern wurde von seinem Vater umgebracht?" kam es aufgebracht von Seto, wie konnte man so etwas nur seinem eigenen Kind antun. "Ja, das denke ich! Wäre es möglich, dass ich mir das Skelett noch heute ansehen kann?" fragte Joey Seto ernst. Da Seto erkennen konnte wie wichtig Joey diese Sache war antwortet er "Ich werd sehen was ich machen kann!" Anschließend zog er sein Handy hervor und rief in der Leichenhalle an. Gespannt sah Joey Seto an. Er hoffte, dass es heute noch klappen würde, er musste wissen, ob es sich wirklich um Seth handelte. "Gut verstehe! Danke!" beendete Seto sein Gespräch. "Und?" kam es drängend von Joey. "Wir sollen in einer Stunde da sein, er macht ausnahmsweise eine Ausnahme," erwiderte Seto. Sofort sprang Joey auf. "Na los, komm schon," drängte er Seto endlich aufzustehen. Dieser sah Joey amüsiert dabei zu, wie dieser wild mit dem Armen fuchtelte und ihn so zum Aufstehen bringen wollte. Letztendlich erbarmte er sich doch. Beide zogen sich ihre Mäntel an und wenige Augenblicke später saß Seto mit Joey in seinem Wagen und schon waren sie auf dem Weg zum Leichenschauhaus.

Dort angekommen wurden sie auch schon vom zuständigen Arzt erwartet. Dieser führte die beiden in einem der Untersuchungsräume. "Was haben sie über den Leichnam herausgefunden?" fragte Seto den Arzt daraufhin. Interessiert warteten Joey und Seto auf dessen Antwort. "So wie es aussieht handelt es sich um einen 22 bis 23 Jahre alten jungen Mann. Als Todesursache kommt eigentlich nur Ersticken in Frage, da wir ansonsten kein Anzeichen für einen gewaltsamen Tod feststellen konnten. Zudem muss es sich um einen Mann aus höheren Kreisen handeln, davon gehe ich zumindest aufgrund der Stofffetzen aus, die ich beim Skelett gefunden habe, aus. Zudem müsste er vor ungefähr 150 Jahren gestorben sein" klärte der Arzt sie über seine Erkenntnisse auf. "Danke" sagte Seto knapp. "Würden sie uns einen Moment alleine lassen" bat Joey den Arzt zu gehen. Dieser nickte ihm daraufhin zu und verließ anschließend den Raum.

"Sieht so aus als könntest du Recht haben mit deiner Vermutung!" richtete sich Seto an Joey. "Das glaube ich auch!" antworte Joey. Anschließend drehte er sich zu Seto herum und sah diesem ernst in die Augen. "Seto, egal was gleich geschehen wird! Versprich mir, dass du nicht eingreifen wirst. Ich werde dir später alles erklären." "OK!" Seto sah Joey daraufhin skeptisch an. "Versprich es mir!" forderte Joey ernst. Als Seto sah wie ernst es Joey war nickte er. "Danke" sagte Joey und machte sich dann an die Arbeit.

Vorsichtig steifte er das Laken vom Skelett und begann anschließend damit dieses abzutasten. Als er nun an die Stelle kam an dem sich einmal das Herz befunden haben musste bekam er erneut eine Vision, oder sollte man besser Visionen.

Seth war auf dem Weg zu den Ställen, als er von der Seite her angesprochen wurde "Lächle doch mal!" Verwirrt blickte er nach Links. Dort stand ein junger Mann mit unglaublichen rehbraunen Augen, der ihm für einen Moment den Atem raubte. "Warum sollte ich und was geht dich das überhaupt an?" fuhr er den jungen Mann, nachdem er sich zusammengerissen hatte, unfreundlich an. Anschließend ließ er den unverschämten Jungen einfach stehen.

"Weil dich das nur noch attraktiver machen würde!" wurde Seth wieder von der Seite angesprochen. Sofort blickte er zu dem Sprecher und erkannte, den jungen Mann von neulich. "Du wolltest doch eine Antwort, oder?" blickte ihn der junge Mann lächelnd an während dieser zu Seth unter den Kirschbaum trat. "Du solltest nicht hier sein!" antworte Seth ohne auf die Worte des jungen Mannes einzugehen. "Wenn man dich hier findet wird man dich töten, es ist einem Stalljungen nicht erlaubt mit den Herrschaften aus dem Haus zu sprechen." "Ist mir egal!" antworte der junge Mann ernst." Du bist wohl lebensmüde!" sagte Seth. "Nein, verliebt!" antworte der Angesprochene und zog anschließend Seth zu einem Kuss an sich. Zuerst war dieser geschockt, doch dann erwiderte er den Kuss.

"Ich liebe dich!" flüsterte ein erschöpfter Seth seinem Geliebten ins Ohr. Dieser lag eng an ihn gekuschelt neben ihm im Heu. Heute hatten sie sich das erste Mal geliebt! Seth konnte kaum glauben, dass dieses engelsgleiche Wesen ihn als Liebsten erwählt hatte. Und als er sich an das erinnerte was sie so ebbend getan hatten, trat eine leichte Röte in sein Gesicht. In dem Moment als sie eins geworden waren, fühlte er sich zum ersten Mal vollständig, als hätte er seinen Seelengefährten gefunden. Konnte das sein! Waren sie dazu bestimmt zusammen zu sein?

"Hat dich jemand gesehen?" fragte der junge Mann mit den rehbraunen Augen besorgt, als er seinen Liebsten auf sich zu kommen sah. "Nein, ich denke nicht!" antwortete dieser, während er gleichzeitig versuchte zu Atem zu kommen. Anschließend zog er seinen Geliebten an sich und beide versanken in einen leidenschaftlichen Kuss. Wenige Minuten später lösten sich die beiden von einander. "Ich habe hier etwas für dich!" sagte Seth und sah dabei seinen Geliebten liebevoll in dessen Augen. Anschließend überreichte er ihm ein silbernes Medallion, mit einem Bild von ihm. Dem jungen Mann verschlug es die Sprache. "Seth, das ... das ist wunderschön!" brachte er dann doch noch heraus. Vorsichtig nahm Seth seinem Geliebten das Schmuckstück ab und legte es diesem dann zärtlich um den Hals. "Ich liebe dich!" sagte der junge Mann und drehte sich dann zu seinem Liebsten um, um diesem einen sanften Kuss zu geben.

"Du wirst ihn nie wieder sehen!" schrie Gozaburo seinen Sohn an. "Er ist Tod." Geschockt wich Seth zurück. ,Nein, das durfte nicht sein' war sein einziger Gedanke in diesem Moment. "Willst du mir nicht glaube? Gut dann beweise ich es dir" und mit diesen Worten warf er seinem Sohn ein Medallion vor die Füße, das Medallion, das er seinem Geliebten geschenkt hatte. Zitternd nahm Seth das Schmuckstück an sich. Ohne Zweifel musste er sich eingestehen, dass es sich um das Medallion handelte, dass er seinem Geliebten geschenkt hatte. Weinend brach er auf dem Boden zusammen. Zufrieden mit sich sah Gozaburo Kaiba seinen Sohn an.

Gedankenverloren blickte Seth sein Tagebuch und das reparierte silberne Medallion in seinen Händen an, bevor er die Sachen in das Geheimfach am Kamin in seinem Zimmer legte. Er hoffte, dass jemand eines Tages die Sachen finden und die Wahrheit über seinen Vater, sich und seiner großen Liebe erfahren würde. Tränen traten ihn in die Augen und sein Herz schien vor Schmerz über den Verlust seines Geliebten zu bersten. Doch wenige Augenblicke später war er von unbändiger Wut auf seinen Vater erfüllt, wie sehr er diesen Mann doch hasste, niemals würde er sich dessen Willen beugen. Niemals.

"Du willst ihn also nicht vergessen, nicht mal nach seinem Tod. Also gut, dann bleibt mir nichts anderes übrig, als dich zu bestrafen. Einen Sohn der auf das eigene Geschlecht steht, ist meiner und unserer Familie nicht würdig. Du machst uns nur Schande und darum wirst du nun für immer verschwinden." Nun hätte er erwartet, dass sich sein Sohn aufregen, sich wehren würde. Doch als er von den Dienern seines Vaters gepackt und in den Keller gezerrt wurde leistete er keinen Widerstand. Wozu auch, der einzige Mensch den er geliebt hatte war tot, gestorben durch die Hand seines Vaters. Nun würde er wenigstens im Tot mit ihm vereint sein, war sein einziger Gedanke in dem Moment, in dem die Männer ihn einzumauern begannen.

Er bekam keine Luft mehr. Tränen liefen unablässig seine Wangen hinab während er nach Luft japste. "Wenigstens werde ich bald bei dir sein, mein Geliebter". Wenige Augenblicke später hauchte er seinen letzten Atemzug aus, die schwärze nahm zu, bis sie ihn ganz verschlang. JONO war sein letzter Gedanke bevor er starb.

Spätestens jetzt sollte Joey aufwachen, doch das tat er nicht. Er versuchte die Blockade zu errichten, doch es ging nicht. Stattdessen wurde ihm bewusst, das ihm das atmen immer schwerer zu fallen schien.

Als Joey plötzlich still stand und sich nicht mehr zu bewegen schien bekam es Seto mit der Angst zu tun. Was hatte das alles nur zu bedeuten? Langsam trat er näher, als er in Joeys Augen sah, wurde seine Angst noch größer. Joeys Augen erschienen leer und tot. Nichts ließ mehr erkennen, dass sie noch vor wenigen Augenblicken voller Leben und Freude gestrahlt hatten. "Joey, Joey was ist mit dir?" fragte Seto ängstlich. Erhielt aber keine Antwort von diesem. Sein Versprechen hatte er längst vergessen. Auch ein sanftes schütteln brachte Joey nicht wieder zu sich. Als Joey dann auch noch anfing nach Luft zu japsen, geriet Seto in Panik. Heftig schüttelte er Joey, versuchte diesen so aufzuwecken. Joey fiel es immer schwerer zu atmen bis er ganz plötzlich, ganz aufhörte zu atmen und leblos zu Boden fallen drohte.

Sofort fing Seto Joey auf und ließ sich mit diesem auf den Boden gleiten. Panisch rief er nach dem Arzt der irgendwo draußen vor der Tür sein musste. Dieser stürmte wenige Sekunden später in den Raum. Geschockt blickte er auf die sich vor ihm abspielende Szene. "Was ist mit ihm?" wollte der Arzt sofort wissen. "Ich glaube er atmet nicht mehr" antwortete Seto außer sich vor Sorge. Voller Panik blickte er auf die leblose Gestalt Joeys in seinen Armen. Joey durfte nicht sterben, er durfte einfach nicht.

Der Arzt war während dessen losgerannt und kam mit dem Notfallkoffer des Leichenschauhauses zurück. Anschließend ließ er sich neben Seto und Joey nieder und ließ Seto Joey auf den Boden legen und dessen Kopf nach hinten beugen. Danach begann der Arzt Joey mit dem Beatmungsbeutel zu beatmen. Seto dagegen hielt Joeys Hand in der seinen und hoffte auf die kleinste Regung Joeys. Wenige Augenblicke später schnappte dieser nach Luft und richtete sich dabei ruckartig auf. Zuerst war Joeys Atmung noch schnell und unkontrolliert, durch die Panik der empfunden hatte als er keine Luft mehr bekam, doch langsam beruhigte sich seine Atmung wieder. Seto zog Joey erleichtert in seine Arme, gewillt diesen niemals wieder los zulassen. Und auch Joey klammerte sich an Seto, erleichtert wieder Atmen zu können und noch am Leben zu sein.

Erst nach einer Weile ließen die beiden von einander ab. Besorgt blickte Seto Joey an. "Ist alles in Ordnung?" verlangte er sofort zu wissen. "Ja, alles OK!" antwortete Joey schwach. "Was zum Teufel hatte das eben zu bedeuten!" schrie Seto Joey außer sich an. Verwirrt blickte Joey Seto an. "Ich ..." doch weiter kam er nicht, denn Seto presste verlangend seine Lippen auf die seinen. Joey konnte die Verzweiflung, aber auch die Erleichterung Setos in diesem Kuss spüren. "Tu mir das niemals wieder an!" kam es erschöpft von Seto nachdem dieser ihren Kuss beendet hatte. Benommen nickte Joey.

"Hhm ... hhm ..." kam es von dem Arzt. Der noch immer mit ihnen im Zimmer war. Sofort erröteten die beiden, hatten sie den Arzt doch vollkommen vergessen. Anschließend stand Seto auf und half dann Joey auf die Beine, da dieser noch immer reichlich schwach zu sein schien, stützte er diesen, in dem er ihm einen Arm um die Hüfte legte, ab. "Mr. Wheeler, geht es ihnen gut?" wurden Joey von dem Arzt gefragt, der ihn noch immer besorgt ansah. "Ja, machen sie sich keine Sorgen!" versuchte Joey den Arzt zu beruhigen. "Sie sollten sich unbedingt noch einmal genauer untersuchen lassen!" sagte der Arzt ernst. "Machen sie sich keine Sorgen, dafür werde ich schon sorgen, sobald wir zuhause sind werde ich meinen Hausarzt nach ihm sehen lassen" versicherte Seto dem Arzt. "Gut!" antwortete der Arzt und begeleitete die beiden anschließen noch zum Ausgang. Noch immer reichlich besorgt sah er den beiden nach, bis Seto Joey ins Auto geholfen hatte und anschließend selbst in den Wagen gestiegen war. Anschließend machte er sich wieder an seine Arbeit.




Streit

5. Kapitel

"Ist wirklich alles OK!" durchbrach Seto nach einer Weile die Stille im Wagen. Besorgt blickte er zu Joey, der erschöpft neben ihm saß. "Es geht mir gut!" erwiderte Joey und griff dabei nach Setos Hand die auf der Gangschaltung des Wagens lag und drückte diese leicht. "Gut!" sagte Seto und richtete seine gesamte Aufmerksamkeit wieder auf den Straßenverkehr vor ihm. Natürlich glaubte er Joey kein Wort und so bald sie zuhause sein würde, würde er erst einmal seinen Hausarzt anrufen.

Sonntagfrüh

Kurz nach Mitternacht erreichten die beiden das Anwesen der Kaibas. Als Joey auszusteigen wollte sagte Seto ihm er solle sitzen bleiben. Joey war zwar ein wenig verwirrt, blieb aber sitzen. Seto hingegen umrundete den Wagen und öffnete dann die Beifahrertür. Wenige Augenblicke später fand sich Joey auf Setos Armen wieder. "Seto, ich kann selber laufen!" kam es aufgebracht von Joey." Du wärst mir auf dem Weg zum Wagen vorhin schon fast zusammengebrochen, denkst du wirklich ich lasse dich bis in die obere Etage laufen" antwortete Seto aufgebracht. Daraufhin musste sich Joey eingestehen, dass Seto Recht hatte und so nahm er es hin, dass dieser ihn nach oben trug. Doch anstatt Joey in Mokubas Zimmer zu bringen brachte Seto ihn in sein eigenes Schlafzimmer. "Seto, was?" blickte Joey Seto fragend an während dieser in auf dem großen Bett absetzte. "Denkst du wirklich ich lasse dich nach dem Vorfall von vorhin in einem Zimmer schlafen in dem sich ein Geist aufhält?" antworte Seto leicht sarkastisch. "Wenn du mich schon in dein Zimmer entführst würdest du mir wenigstens meinen Pyjama holen" kam es erschöpft von Joey. Unter anderen Umständen hätte er sich über Setos Verhalten aufgeregt, doch nicht heute, nicht nachdem was vorgefallen war. Dieser nickte und holte dann den Pyjama. Eigentlich hatte er mit mehr Gegenwehr von Joey gerechnet, aber so ersparte er sich wenigstens eine ewig lange Diskussion mit Joey. Nachdem Seto mit dem Pyjama zurückgekommen war wollte sich Joey auf den Weg ins angrenzende Badezimmer machen. "Wo willst du hin?" wurde er von Seto gestoppt. "Ins Bad und ich bin mir sicher, dass ich den kurzen Weg selber laufen kann" antwortete Joey genervt.

Als Joey im Badezimmer verschwand rief Seto erst einmal den Arzt an. Dieser versprach in 15 Minuten da zu sein. Wenige Augenblicke später kam Joey auch schon wieder aus dem Badezimmer und setzte sich anschließend aufs Bett. "Der Arzt kommt in 15 Minuten!" richtete sich Seto an Joey. Dieser nickte. "Ruh dich ein wenig aus, ich werd uns erst einmal einen Tee machen!" kam es daraufhin von Seto. "Das ist eine gute Idee" sagte Joey, erleichtert darüber einige Minuten für sich zu haben. Sobald Seto aus der Tür war ließ er sich erschöpft in die weichen Kissen fallen. Vor Seto hatte er es nicht zugeben wollen, doch der Vorfall von vorhin hatte ihm doch ganz schön zugesetzt.

Seto hingegen ging runter in die Küche und versuchte einen Tee aufzubrühen. Doch scheiterte er daran kläglich, zu sehr zitterten seinen Hände. 'Verdammt, reiß dich endlich zusammen' schalt er sich selber. 'Joey geht es gut!' versuchte er sich selbst zu beruhigen, was ihm aber kaum gelang. Zu tief saß der Schock über Joeys Zusammenbruch. Wenige Augenblicke später klingelte es an der Eingangstür. Als er die Tür öffnete stand dort sein Hausarzt. Kurz erklärte er diesem was vorgefallen war und schickte ihn dann rauf zu Joey bevor er wieder in die Küche ging, um doch noch den Tee aufzubrühen.

Mit einem Tablett auf dem der Tee stand betrat er 10 Minuten später sein Schlafzimmer. Der Arzt hatte Joey in der Zwischenzeit untersucht und hatte nichts Beunruhigendes finden können. "Ruhen sie sich die nächsten 2 Tage aus, dann sollten sie wieder auf den Beinen sein, ansonsten melden sie sich bei mir" wies der Arzt Joey an. Dieser versicherte dem Arzt sich auszuruhen und bedankte sich dann bei diesem für seinen späten Besuch, doch dieser winkte ab, sei dies doch sein Job. "Also ist alles mit ihm in Ordnung?" wollte Seto noch einmal versichert haben. Der Arzt blickte Seto daraufhin an und antwortete, dass er sich keine Sorgen machen müsse und dass es Joey den Umständen entsprechend gut gehen würde. Dies erleichterte Seto ein wenig. "Sie finden doch zur Tür?" blickte Seto den Arzt fragen an, den er wollte Joey nur ungern alleine lassen, außerdem wollte er endlich wissen, was das vorhin im Leichenschauhaus zu bedeuten hatte. Dieser nickte und verließ dann das Zimmer.

Vorsichtig stellte Seto nun das Tablett auf das Nachtischschränkchen und gab Joey anschließend eine der Tassen in die Hand. Dieser nahm die Tasse dankbar an und nippte anschließend an dem Tee. "Was war in der Leichenhalle wirklich los!" sah Seto Joey fragend an während er sich zu Joey ans Bett setzte. Joey hatte gehofft, dieses Gespräch noch eine Weile aufschieben zu könne, doch er hatte heute wohl einfach kein Glück.

"Ich habe eine besondere Gabe!" kam es nun von Joey. "Eine Gabe?" kam es fragend von Seto. "Ja, ich kann Dinge sehen und Schwingungen spüren, die andere nicht sehen oder spüren können!" erwiderte Joey auf Setos Frage. Seto konnte es kaum glauben, sollte das heißen, dass Joey eine Art Medium für die Geisterwelt sein sollte. "Also bist du ein Medium, oder wie soll ich das jetzt verstehen? Und hattest du diese Gabe schon immer?" blickte Seto Joey ernst an. "Wenn du es so nennen willst, dann bin ich wohl ein Medium. Die Gabe habe ich vor ungefähr 6 Jahren erhalten, damals hatten mein Vater und ich einen schweren Autounfall. Er starb und ich stand am Rande des Todes, doch die Ärzte holten mich zurück, danach hatte sich für mich ein Tor zu einer anderen Welt geöffnet. Doch ich kam lange Zeit nicht damit klar. Ich verbrachte sogar fast ein ganzes Jahr in einer psychiatrischen Klinik bevor Tristan mich dort herausholte und mir beibrachte meine Gabe zu kontrollieren und seitdem arbeite ich für ihn" antwortete Joey und stellte dabei seine Teetasse wieder auf das Tablett. "Und was ist im Leichenschauhaus passiert?" wollte Seto nun wissen. "Ich hatte Visionen aus der Vergangenheit, die letzte Vision war die Todesvision von Seth, als ich versucht habe mich abzuschirmen ging es nicht und so glaubte mein Körper diese Situation wäre real und hat dementsprechend reagiert!" erklärte Joey Seto den Vorfall. Dieser sprang daraufhin auf und lief nervös im Zimmer auf und ab. "Ist das schon einmal passiert?" verlangte er zu wissen. "Nicht in diesem ausmaß!" erwiderte Joey ernst. "Aber es könnte wieder geschehen, oder?" fragte Seto Joey während er diesem tief in dessen rehbraunen Augen sah. "Ich weiß es nicht!" antwortete Joey aufrichtig und wich dabei Setos Blick aus. "Jetzt findest du mich abstoßend, oder?" kam es traurig von Joey während er nervös mit seinen Fingern spielte. Seto konnte kaum glauben was er da hörte. Sofort setzte er sich wieder zu Joey aufs Bett. Sanft brachte er Joey dazu in anzusehen. "Joey, du bist wunderschön für mich und ich könnte dich niemals abstoßend finden!" erwiderte Seto mit einem liebevollen Blick in Joeys Augen. Dieser versank geradezu in den saphirblauen Augen Setos. Seto mochte ihn noch immer, fand ihn sogar wunderschön, selbst nachdem er nun die Wahrheit über ihn kannte.

"Aber ich möchte, dass du heute noch dieses Haus verlässt!" wurde Joey von Setos Stimme aus seinen Gedanken gerissen. "Was!" kam es entsetzt von Joey, als dieser realisierte, was Seto da gesagt hatte. "Seto, ich kann nicht gehen, nicht nachdem ich so nah dran bin Seth und Jono wieder zu vereinen. Du hast nicht gesehen wie sehr sich die beiden geliebt haben und wie sehr Seth unter Jonos Tod gelitten hat" erwiderte Joey aufgeregt. "Das ist mir egal, dass einzige, dass für mich zählt ist dein Leben und das kann ich nur schützen in dem du dieses Haus verlässt und niemals wieder betrittst" kam es daraufhin von Seto während dieser vom Bett aufgesprungen war und Joey ernst ansah. "Ich habe dich nicht darum gebeten mich zu schützen und ich werde nicht gehen" sagte Joey mit todernster Mine. "Dann werde ich die Polizei rufen und dich von meinem Grundstück entfernen lassen," kam es daraufhin mit eiskalter Stimme von Seto. "Aber zuerst werde ich Tristan anrufen und ihm sagen, dass sich der Auftrag erledigt hat." "Seto, das kannst du nicht tun!" sagte Joey entsetzt. "Ich bin dein Auftraggeber, es ist meine Entscheidung, lieber lebe ich den Rest meines Lebens mit einem Geist unter einen Dach, als dich sterben zu sehen." Zum Teil rührte Joey ja Setos Sorge um ihn, doch er konnte doch nicht so kurz vor dem Ziel aufgeben. Für Seto schien mit seinem letzten Satz ihr Gespräch oder besser gesagt Streit beendet zu sein und er wollte daraufhin das Zimmer verlassen doch er bekam die Tür nicht auf.

Joey konnte die Präsenz von Seth spüren. "Ich denke, da ist noch jemand, der nicht will das ich gehe!" kam es nun von Joey als dieser vom Bett aufstand und langsam auf Seto zu ging.

'Er darf nicht gehen' dachte Seth, 'nicht wenn er kurz davor steht Jono zu finden.' Natürlich tat es ihm leid, dass Joey sich solch einer Gefahr aussetzte, doch war es doch wohl Joeys Entscheidung gewesen dies zu tun dachte Seth, während er sich darauf konzentrierte die Tür verschlossen zu halten. Er hoffte, dass Joey Seto würde umstimmen können.


Doch dieser zerrte noch immer an der Tür. "Dann frag Seth doch mal, ob er will, dass ich die selben Schmerzen durchmachen muss wie er, nachdem er Jono verloren hatte, denn das werde ich auf jeden Fall sollte dir etwas zustoßen!" kam es todernst und leicht verzweifelt von Seto. Warum wollte Joey ihn den nicht verstehen? war sein einziger Gedanke in diesem Moment.

Seth war über Setos Worte mehr als erschrocken. Nein, niemanden wünschte er solche Schmerzen, wie er sie nach Jonos Tod durchlitten hatte. Niemandem. Kurz darauf verlor er die Kontrolle über die Tür und wenige Augenblicke später war er auch schon aus dem Zimmer verschwunden.

Kurz nach Setos Worten konnte dieser die Tür endlich öffnen. "Seto, warte!" hielt ihn Joeys Stimme davon ab zu gehen. "Bitte, versteh mich doch, ich bin mir sicher, dass es Schicksal war, dass ich hierher gekommen bin, dich getroffen habe und ich bin mir mehr als sicher, dass es meine Aufgabe ist Seth und Jono wieder zu vereinen. Ich weiß du willst mich nur schützen, doch ich kann jetzt nicht gehen!" versuchte Joey Seto seinen Standpunkt klar zu machen.


Leidenschaft

6. Kapitel

Ruckartig drehte sich Seto zu Joey um. Wütend sah er diesem in die Augen und packte ihn dann an den Schultern. "Verdammt, Joey warum willst du mich den nicht verstehen. Ich liebe dich und will dich nicht verlieren!" kam es wütend von Seto, er konnte einfach nicht verstehen warum Joey so dickköpfig war. Dieser blickte Seto geschockt an. "Du ... Du ... liebst" doch weiter kam er nicht, den Seto hatte Joey fest an sich gezogen und dessen Mund mit seinen Lippen verschlossen. Dieser Kuss war voller Leidenschaft und Verzweiflung. Zuerst war Joey überrascht, doch dann erwiderte er den Kuss mit derselben Leidenschaft.

(1) Beide stolperten auf das Bett zu, sich dabei gegenseitig entkleidend und dennoch nicht den Kuss lösend. Wenige Augenblicke später landeten sie auf dem Bett. Seto lag nun auf Joey, doch dieser würde sich nicht kampflos ergeben. Unter seiner Gegenwehr rollten die beiden über das Bett, im Kampf mit miteinander verschlungen. Doch kurz darauf war Joey erneut unter Seto gefangen. Seine Arme wurden über seinem Kopf festgehalten. Atemlos schaute er zu Seto auf. Das Mondlicht fiel auf Joeys Gesicht und ließ seine Haut hell und seine Augen dunkel erscheinen. Seto raubte dieser Anblick einen Moment, denn Atmen bevor er sich über Joey beugte um diesen erneut zu küssen. Anschließend fanden seine Lippen ihren Weg über Joeys Hals bis hin zu dessen Bauchnabel und brachten Joeys Atmen damit zum stocken, bevor ein Stöhnen folgte. Dieser Laut ließ Setos Herz schneller schlagen, zeigte ihm dieses stöhnen doch, dass Joey gefiel was er tat. Sanft glitten seine Hände über Joeys Haut bevor er mit seiner Zungenspitze quälende, aufreizende Muster auf dessen Haut malte. Joey wand sich unter ihm, doch dessen heftige Bewegungen erregten sie beide nur noch mehr. Joey war sich nie stärker seiner selbst bewusst gewesen, war nie weiter von vernünftigem Denken entfernt gewesen, als in diesem Augenblick. Als Seto seinen Mund wieder auf den seinen senkte, erwartete er ihn. Gemeinsam rollten sie erneut über das Bett, doch nun in einem ganz anderen Kampf. Fest presste sich Joey an Seto. Wollte ihm damit sagen. Bleib bei mir! Liebe mich! Versteh mich! Und um diese Aussagen noch zu bekräftigen küsste Joey Seto mehr als verlangend.

Seto hatte noch niemals eine solche Begierde gespürt. Rasch löste er sich von Joeys Lippen und quälte diesen anschließend mit seinen Küssen, wo auch immer er ihn berührte, doch besonders an seiner empfindlichsten Stelle. Daraufhin stieß Joey Setos Namen atemlos hervor. Er erschauerte vor Lust. Seine Hände die er in das Laken gekrallt hatte, wurden schlaff. Sekundenlang glaubte er zu schweben, dann entfachte Seto erneut das Feuer der Leidenschaft in ihm, in dem er vorsichtig in Joey eindrang.

Bereitwillig begann sich Joey mit Seto zu bewegen. Im Mondschein sah Seto Joeys Gesicht, benommen vor Leidenschaft, erhitzt vor Lust. Seine Hände an Joeys Hüften gelegt, zog er träge eine Spur von Küssen über Joeys Körper. Der Duft der Leidenschaft umhüllte sie beide, während ihre Haut feucht und heiß war. Joey hörte, wie sein Atmen in Seufzern und Stöhnen kam. Daraufhin erschauerte er und gab sich bereitwillig hin. Wenige Augenblicke später erreichten sie gemeinsamen ihren Höhepunkt.



Tristan und ein weiterer Schock

7. Kapitel

Sonntagmorgen

Seto war schon seit einer Weile wach. Mit einem Lächeln auf den Lippen betrachtete er Joey, der friedlich an ihn gekuschelt in seinen Armen lag. Als Seto an das dachte, was sie letzte Nacht getan hatten erschien eine leichte Röte in seinem Gesicht. Diese Nacht war einfach unbeschreiblich gewesen. Er hatte zwar schon vorher einige kurze Äffären gehabt, doch dass letzte Nacht war das schönste gewesen, dass er jemals erlebt hatte. Es war als wären sie eins gewesen. Sanft legte er nun seine Lippen auf die seines Engels. Dieser schnurrte leicht und öffnete anschließend verschlafen seine Augen. "Daran könnte ich mich gewöhnen!" kam es verschlafen von Joey. "An was?" kam es liebevoll von Seto während er Joey zärtlich durch dessen blondes Haar strich. "Mit einem Kuss geweckt zu werden" antworte Joey. "Und ich könnte mir vorstellen jeden Abend mit dir in meinen Armen einzuschlafen und am Morgen aufzuwachen" kam es ernst von Seto. "Das würde mir auch gefallen" antwortete Joey und kuschelte sich dann noch näher an Seto. Seinen Kopf legte er auf Setos Brust um dessen Herzschlag zu lauschen. Seto wiederum begann Joey zärtlich über dessen Rücken zu streicheln. Eine weile lang herrschte daraufhin Stille im Zimmer, jeder hing seinen eigenen Gedanken nach.

"Seto? Du weißt, dass ich nicht gehen werde!" wurde die Stille nach einiger Zeit von Joey durchbrochen und während er dies sagte sah er Seto ernst in dessen saphirblauen Augen. "Ich weiß!" antworte Seto daraufhin. "Aber versprich mir, dass du auf dich aufpassen wirst und keine Visionen mehr, wenn du alleine bist! Einverstanden?" blickte Seto Joey mehr als ernst an. "Einverstanden!" antworte Joey Seto mit einem Lächeln. Daraufhin erschien auch auf Setos Lippen ein zaghaftes Lächeln. Zwar wäre es ihm noch immer lieber Joey würde dieses Haus verlassen und sie sich woanders treffen, doch er wusste, dass er gegen Joeys Dickkopf nicht ankommen würde.

"Ich denke ich werde uns dann mal Frühstück machen" sagte Seto nach einer Weile zu Joey, während er sich sanft von diesem löste. Dieser murrte leise, ließ Seto aber aufstehen. "Schlaf noch ein wenig!" sagte Seto zu Joey und küsste diesen erneut sanft auf die Lippen. "OK!" kam es müde von Joey bevor sich dieser wieder in sein Kissen kuschelte. Seto verschwand daraufhin im Bad und kam 15 Minuten frisch geduscht und umgezogen wieder heraus. Seto trug eine schwarze Hose und einen schwarzen Rollkragen Pullover sowie seinen KC-Gürtel. Kurz blickte er zum Bett in dem Joey friedlich schlummerte bevor er sich in Richtung der Zimmertür bewegte. "Seto!" wurde dieser von Joeys Stimme gestoppt. Überrascht wandte sich dieser wieder zum Bett um. Joey hatte sich im Bett aufgerichtet und sah ihn ernst an. "Ich denke, es gibt das noch etwas, das du wissen solltest" kam es ernst von Joey. "Ich liebe dich auch!" blickte Joey Seto liebevoll an.

Setos Herz schien nach diesen Worten einen Hüpfer zu machen. Sofort lief er zum Bett und zog Joey in seine Arme. Keiner der beiden sagte in diesem Moment etwas, jeder der beiden wollte diesen Moment einfach nur genießen und nicht durch weitere Worte zerstören. Plötzlich hörten die beiden ein leichtes grummeln. Verschmitzt sah Joey Seto, nachdem sie ihre Umarmung gelöst hatten, an. "Na, dann werde ich mal das Frühstück machen" sagte Seto grinsend und machte sich anschließend auf den Weg in die Küche. Doch er ließ es sich nicht nehmen Joey noch einmal zu küssen bevor er das Zimmer verließ.

Dieser sah Seto mit einem glücklichen Lächeln hinter her. 'Du weißt gar nicht wie sehr ich dich liebe,' dachte Joey während er Setos saphirblauen Augen und dessen samtweiches braunes Haar vor Augen hatte. Anschließend ließ sich Joey wieder in sein Kissen fallen um ein wenig vor sich hin zu träumen.

Als Seto unten in der Küche ankam bereite Roland schon das Frühstück vor. "Guten Morgen, Roland!" kam es freundlich von Seto. Dieser richtete sich nun an Seto und wünschte diesem ebenfalls einen guten Morgen. Seto wollte gerade noch etwas zu Roland sagen, als es an der Eingangstür klingelte. "Ich geh schon!" sagte Seto zu Roland. Dieser nickte ihm dankbar zu, war er selbst doch noch mit dem Frühstück machen beschäftigt.

Als Seto nun die Tür öffnete stand er Tristan gegenüber. Überrascht blickte er seinen alten Freund an. "Hallo!" kam es reichlich verwirrt von Seto, hatte er Tristan hier doch nicht erwartet. "Hallo, kann ich rein kommen oder wollen wir hier wurzeln schlagen?" ging Tristan auf Seto verhalten ein. "Oh, klar komm rein" bat Seto Tristan endlich einzutreten. Dieser zog sich nachdem er eingetreten war seinen grauen Trenchcoat aus und hängte diesen an die Garderobe. Zudem stellte er seinen Koffer an der Eingangstür ab. Unter seinem Mantel kam ein grauer Anzug, eine schwarze Krawatte und ein weißes Hemd zu tage.

Seto führte Tristan daraufhin ins Wohnzimmer. Dort saßen die beiden nun und starrten sich an. "Wie geht es dir?" wollte Tristan nach einer Weile von Seto wissen während er an dem von Roland gebrachten Kaffee nippte. "Gut, obwohl die letzten Tage recht anstrengend waren" antwortete Seto daraufhin und nippte dann auch an seinem Kaffee. "Und wie hat Mokuba den Vorfall mit dem Geist verkraftet?" wurde Seto von Tristan gefragt. "Ganz gut, er ist zurzeit bei Yami. Um Mokuba ein wenig abzulenken ist Yami mit Mokuba nach Disneyland Tokio gefahren" erwiderte Seto auf Tristans Frage. "Ich hab ihm natürlich gesagt, dass er sich mit Mokuba vom Geisterhaus dort fernhalten soll" kam es scherzhaft von Seto. Daraufhin konnten sich beide ein Grinsen nicht verkneifen und die Stimmung lockerte sich sichtlich auf.

"Wie geht es Duke?" blickte Seto Tristan fragend an. "Es geht ihm gut, doch wir haben uns in letzter Zeit nicht oft gesehen, er hat viel in der Firma zutun und ich hatte einen Fall in Hokkaido." "Aber es läuft doch gut zwischen euch, oder?" wollte Seto interessiert wissen. "Mehr als gut!" antwortete Tristan mit einem verschmitzten Lächeln. "Wenn man sich eine Weile nicht gesehen hat, dann ist die Wiedersehensfreude groß, wenn du verstehst was ich meine" kam es leicht anzüglich von Tristan. "Ich denke ich verstehe dich schon richtig" erwiderte Seto grinsend. "Warum bist du eigentlich hier?" sah Seto Tristan nun fragend an. "Ich dachte ich sehe mal nach, wie weit Joey mit der Untersuchung vorangekommen ist!" antwortete Tristan daraufhin. "Wo ist Joey überhaupt?" wollte Tristan nun interessiert wissen. "Er ist oben und ruht sich noch ein wenig aus!" antwortete Seto erschöpft. Der Gedanke, dass er Joey gestern beinahe verloren hatte beschäftigte ihn noch immer. Tristan konnte genau erkennen, dass da noch mehr sein musste. "Ist irgendwas vorgefallen?" blickte Tristan Seto besorgt an. Joey war neben Seto einer seiner besten Freunde und er wollte sich einfach nicht vorstellen, dass diesem etwas zu gestoßen sein könnte. Auf Tristans Frage hin erzählte Seto ihm alles was vorgefallen war, bis auf die Dinge, die nur ihn und Joey betrafen. Tristan konnte kaum glauben, was geschehen sein sollte. "Aber es geht Joey gut?" wollte Tristan noch einmal von Seto bestätigt haben. "Ja, es geht ihm gut, doch es wäre mir lieber wenn er das Haus verlassen würde, doch er weigert sich standhaft" sagte Seto leicht verzweifelt. "Joey ist ein richtiger Dickkopf, besonders wenn es um etwas geht, dass ihm wichtig ist" erwiderte Tristan. "Wenn du willst spreche ich mal mit ihm. Ansonsten kann ich ihm immer noch die Anweisung geben sich von diesem Fall zurückzuziehen und diese Sache einem anderen zu überlassen. Schließlich bin ich sein Boss. Aber um ehrlich zu sein denke ich nicht, dass es etwas bringen würde" kam es ernst von Tristan. "Es wäre aber nett wenn du es versuchen würdest!" sah Seto Tristan bittend an. "Ich werde es versuchen!" versuchte Tristan Seto aufzumuntern. Er wusste, dass Seto ihm noch irgendetwas zu verschweigen schien, doch wollte er diesen jetzt nicht dazu drängen es ihm zu sagen. Früher oder später würde er schon erfahren, was Seto vor ihm zu verbergen versuchte. Doch im Augenblick war ihm Joey wichtiger. Als nächstes musste er erst einmal mit diesem sprechen. Wie es schien war Joey schon viel zu tief in die Vorgänge in diesem Haus herein gerutscht und das könnte für diesen böse Enden.

Joey hatte sich währenddessen umgezogen (er trug nun eine dunkle Hose und ein smaragdfarbenes Hemd) und folgte nun dem Kaffee- und frischem Brötchengeruch nach unten. Er konnte es kaum erwarten wieder bei Seto zu sein und zudem endlich was in den Magen zu bekommen. Doch plötzlich spürte er eine dunkle Aura hinter sich und dann eine schubs und schon verlor er das Gleichgewicht und stürzte die Treppe hinab. Mehrmals schlug er hart auf der Treppe auf bevor er leblos am Fuße der Treppe liegen blieb.

Auch Seth hatte die schwarze Aura gespürt, doch bevor er Joey warnen konnte war es schon zu spät. Er musste mit ansehen, wie dieser die Treppe hinab fiel und leblos liegen blieb.

Tristan und Seto hörten einen erstickten Aufschrei und dann ein poltern. Sofort waren die beiden auf den Beinen und rannte in die Eingangshalle. Dort blieben die beiden wie angewurzelt stehen. Mit weit aufgerissenen Augen sahen sie auf den leblosen Körper der am Fuße der Treppe lag. Auch Roland war zu den beiden gestoßen und betrachte die Szene vor ihm mit Schrecken. Nachdem sie sich wieder gefangen hatten rannte Seto und Tristan auf Joey zu. Geschockt ließ sich Seto neben diesen auf den Boden gleiten. Anschließend versuchte er mit zittrigen Händen Joeys Puls zu finden. Einen momentlang glaubte er schon Joey sei tot, doch dann atmete er erleichtert auf, als er endlich dessen Puls gefunden hatte. Währenddessen hatte Tristan sein Handy hervor geholt und einen Krankenwagen gerufen. "Der Krankenwagen ist unterwegs!" richtete er sich an Seto. "Ist er tot?"

Seto schüttelte den Kopf noch immer seinen Blick auf Joey gerichtet. Es sah beinahe aus als würde Joey nur schlafen würde nicht eine Platzwunde dessen Stirn zieren. Ansonsten konnte Seto keine Verletzung sehen, doch das hieß nichts, denn Joey könnte innere Verletzungen oder sich gar am Rückrat verletzt haben und darum wagte er es auch nicht Joey zu bewegen. Sanft strich Seto Joey über die blasse Wange bevor er Joeys Hand in die Seine nahm und diesen anflehte ja nicht zu sterben, dabei liefen ihm unablässig Tränen über die Wangen.

Tristan konnte kaum glauben was er sah. Er hatte Seto noch niemals weinen sehen. Anscheinend hatte sich sein Freund in Joey verliebt. Auch er betete inständig darum, dass Joey wieder gesund werden würde. Als er Joey dort liegen gesehen hatte schien es ihm einen momentlang so als würde sein Herz stehen bleiben. Doch dann hatte er sich wieder ihm Griff gehabt und einen Krankenwagen gerufen.

Dieser kam auch wenige Minuten später an. Daraufhin hatte Seto Joeys Hand zurück auf den Boden gelegt und sich anschließend von Tristan zur Seite ziehen lassen, damit die Rettungskräfte ihren Job machen konnte. Eine Minuten später schob man Joey in den Krankenwagen und fuhr mit diesem dann ins Krankenhaus. Seto und Tristan fuhren in Tristans Wagen dem Krankenwagen hinterher.

Vom Fenster aus beobachtete Seth wie Joey abtransportiert wurde und quälte sich mit Selbstvorwürfen, dass er Joey nicht rechtzeitig hatte warnen können. Zudem traf ihn Setos Anblick hart. Doch das einzige was er nun tun konnte war abwarten und zu hofften, dass sich sein Verdacht nicht bewahrheiten würde.

Seto der noch immer unter Schock stand wurde durch Tristans Stimme aus seinen Gedanken gerissen. "Du liebst ihn, nicht wahr?" Seto wischte sich daraufhin mit einem seiner Pulloverärmel die Tränen aus dem Gesicht und blickte dann Tristan an. "Ja, vom ersten Moment an, als ich ihn sah!" "Und er? Liebt er dich auch?" fragte Tristan weiter nach während er konzentriert auf die Straße vor sich sah. "Er hat es mir erst heute Morgen gesagt und nun sieht es so aus, als würde ich ihn endgültig verlieren" kam es verzweifelt von Seto. "Joey, ist eine Kämpfernatur, glaub mir es wird alles wieder gut!" versuchte Tristan Seto trotz seiner eigenen Sorge um Joey aufzumuntern. Dieser nickte Tristan zu und richtete dann seinen Blick aus dem Beifahrerfenster. Er wusste, dass Tristan ihn nur aufmuntern wollte, doch half ihm das auf keinster Weise. Seine Gedanken galten im Moment einzig und alleine Joey. Tristan hingegen freute sich, trotz seiner Sorge um Joey, für die beiden. Er konnte sich kaum jemanden vorstellen der besser zusammenpassen würde als die beiden. Vielleicht hatte er es unbewusst auch schon gewusst, als er Joey als seine Vertretung zu Seto schickte.

Als sie im Krankenhaus ankamen wurden sie gebeten im Warteraum der Notaufnahme zu warten. Nervös lief Seto immer wieder den Gang auf und ab. Warum kam den kein Arzt zu ihnen? War Joey vielleicht schon ... doch verbot er sich weiter zu denken. Joey war in Ordnung! Er würde ihn nicht verlieren. Gleichzeitig machte er sich aber auch Vorwürfe, dass er Joey aus den Augen gelassen hatte. Tief im inneren wusste er, dass er keine Schuld an dem Unfall hatte, doch fühlte er sich dennoch schuldig. "Du solltest dir keine Vorwürfe machen!" kam es von Tristan. Er konnte sich nur zu gut vorstellen, was nun in seinem Freund vorgehen musste. "Wie kann ich denn nicht, hätte ich ihn nicht aus den Augen gelassen und darauf bestanden, dass er das Haus verlässt, dann wäre dass hier nicht geschehen" kam es verzweifelt von Seto. "Red nicht so einen Stuss und reiß dich gefälligst zusammen! Joey braucht dich jetzt!" kam es aufgebracht von Tristan. Er konnte einfach nicht mit ansehen wie sich Seto selbstzerfleischte und außerdem war Joey jetzt ja wohl wichtiger.

Einen Augenblick später kam ein Arzt auf die beiden zu. Sofort liefen beide auf diesen zu. "Wie geht es Joey?" verlangte Seto sofort zu wissen. Die Sorge um Joey machte ihn noch Wahnsinnig. 




(1) Zum Teil habe ich Auszüge aus dem Buch "Ein königliche Hochzeit" von Nora Roberts verwendet. Ich besitze keinerlei Rechte daran und will damit auch kein Geld verdienen.