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Das Geisterhaus - Teil 8 bis 12

Sorge

8. Kapitel

"Ihr Freund hatte großes Glück! Außer einer leichten Gehirnerschütterung, der Platzwunde am Kopf, geprellten Rippen und einem verstauchten Arm ist er ansonsten in Ordnung. Wir hätten ihn gern diese Nacht über hier behalten, doch das hat er kategorisch abgelehnt. Also bitte ich sie darauf zuachten, dass er die nächste Woche das Bett hütet und sich so wenig wie möglich bewegt" klärte der Arzt die beiden über Joeys momentanen Zustand auf. Erleichtert atmete Seto und Tristan auf. Zwar war Joey verletzt aber doch nicht so schwer wie sie gedacht hatten. "Können wir zu ihm?" fragte Seto den Arzt. "Natürlich. Bitte folgen sie mir!" antwortete der Arzt. "Seto, geh du zu ihm, ich werde den Wagen holen und treffe euch dann vor dem Krankenhaus" sagte Tristan zu Seto. Dieser nickte seinem Freund zu und folgte dann dem Arzt. Daraufhin begab sich Tristan zum Ausgang des Krankenhauses.

Als die Tür zum Behandlungsraum geöffnet wurde blickte Joey auf und sah sich dann saphirblauen Augen gegenüber, die ihn mehr als besorgt ansahen. Auf Joeys Stirn prangte ein weißes Pflaster und sein rechter Arm hatte er in einer Schlinge liegen. Joey der Setos blicken gefolgt war sagte "Der Arzt meint, dass der Arm schneller heilt, wenn ich ihn eine Woche lang nicht belaste!" "Verstehe!" antworte Seto und bewegte sich dann endlich auf Joey zu. "Was ist passiert? Ist Seth ungeduldig geworden?" wollte Seto von Joey wissen. Dieser sah ihn erschrocken an. OK, er war sich sicher, dass sein Sturz kein Unfall war, doch dass würde er Seto bestimmt nicht auf die Nase binden, damit dieser ihn womöglich tatsächlich noch raus warf. Niemals, nicht jetzt, da er sich endlich sicher sein konnte auf dem richtigen Weg zu sein. Hätte diese dunkle Aura ihn den sonst die Treppe herunter gestoßen.

"Wie kommst du den auf die Idee? Es war ein Unfall! Du musst nicht jedes Mal wenn mir etwas zustößt davon ausgehen, dass zwangsläufig ein Geist oder eine Vision dahinter stecken könnte" erwiderte Joey auf Setos Frage. Dieser sah ihn forschend an. Konnte er Joey glauben. "Du würdest mir aber sagen, wenn es kein Unfall war?" sah Seto Joey ernst an. Dieser blickte ihm tief in die Augen und antwortete "Natürlich, was denkst du denn!" Im Herzen tat es ihm weh Seto belügen zu müssen, doch was blieb ihm anders übrig. "Also gut, dann werde ich dir glauben, doch wenn du mich belogen hast, dann kannst du was erleben" erwiderte Seto todernst bevor er mit seiner Hand sanft über Joeys Wange strich und diesen dann zärtlich küsste. "Weißt du was ich für eine Todesangst um dich hatte!" kam es nun erschöpft von Seto nachdem er den Kuss wieder gelöst und seine Stirn an die von Joey gelehnt hatte. "Ich kann es mir nicht annähernd vorstellen" antworte Joey und blickte Seto dabei ernst an. Es schmerzte Joey Seto so zu sehen und auch noch daran schuld zu sein, dass es diesem so schlecht ging. "Ich liebe dich!" sagte Seto liebevoll. "Ich liebe dich auch Seto!" erwiderte Joey genauso liebevoll. "Bringst du mich bitte nachhause!" blickte Joey Seto bittend an. Dieser nickte ihm zu und half ihm anschließend auf die Beine. Gemeinsam verließen sie das Krankenhaus.

Draußen wartete schon Tristan mit dem Wagen auf sie. "Joey, geht es dir gut?" kam dieser sofort auf die beiden zugestürmt, als er sie das Krankenhaus verlassen sah. Joey der von Seto gestützt wurde blickte überrascht zu Tristan. Er hatte nicht damit gerechnet seinen Chef und gleichzeitig besten Freund hier zusehen. "Ich ... es geht mir gut! Aber was machst du hier?" wollte Joey wissen. "Ich hab den anderen Auftrag erledigt und hatte so das Gefühl, du könnest Hilfe gebrauchen!" antwortete Tristan auf die Frage. "Aber ich denke darüber sollten wir morgen sprechen" und mit diesen Worten half er Seto Joey auf den Rücksitz seines Autos zu verfrachten. Kurze Zeit später waren sie auch schon auf dem Rückweg zum Anwesen.

Während der Fahrt beobachtete Seto der vorne neben Tristan platz genommen hatte Joey mit Hilfe des Rückspiegels. Noch immer konnte er es kaum glauben, dass Joey so glimpflich davon gekommen war. Sein Engel musste eine Herde von Schutzengel um sich gehabt haben, denn ansonsten hätte dieser Sturz durchaus tödlich enden können. Joey bemerkte Setos Blicke, doch war er viel zu müde um diese zu erwidern, dass Schmerzmittel, dass man ihm im Krankenhaus gegeben hatte fing an seine volle Wirkung zu entfalten und so war er wenige Augenblicke später auf dem Rücksitz eingeschlafen.


Sonntagnachmittag

Am Anwesen angekommen hob Seto Joey, vorsichtig um diesem keine Schmerzen zu bereiten, auf seine Arme und trug ihn dann rauf in sein Schlafzimmer. Wobei ihm Tristan die Türen aufhielt. Anschließend schaffte er es zusammen mit Tristan Joey, ohne diesen aufzuwecken oder ihm weitere Schmerzen zu verursachen, dessen Pyjama anzuziehen und die Armschlinge wieder anzulegen. Anschließend ließ er Joey vorsichtig in die Kissen gleiten und deckte ihn dann zu. Daraufhin verließen Seto und Tristan das Zimmer und gingen anschließend nach unten ins Wohnzimmer.

Dort goss Seto sich und Tristan erst einmal ein Glass Whiskey ein und reichte diesem dann eines der Gläser. "Ich bin froh, dass es Joey nicht schlimmer erwischt hat!" kam es erleichtert von Tristan. Seto der mit seinem Glass vor dem Panoramafenster stand blickte sich zu Tristan um. "Das bin ich auch!" antwortete Seto bevor er sein Glass in einem großen Schluck leert und sich gleich das nächste eingoss. "Was hat Joey gesagt, sei passiert?" wollte Tristan wissen. "Er hat gesagt, dass es ein Unfall war, doch ich glaube ihm nicht!" antwortete Seto auf Tristans Frage. "Und darum musst du dafür sorgen, dass er das Haus sobald es ihm wieder besser geht verlässt!" blickte er diesen bittend an. "Ich werde mein möglichstes tun!" versicherte Tristan seinem Freund. Beide unterhielten sich daraufhin noch eine Weile über Joey, dessen Arbeit und einige belanglose Dinge.

Da es nun später Abend war ließ Seto Tristan ein Gästezimmer zu weisen, dieses befand sich direkt neben seinem eigenen Schlafzimmer. Auch Seto begab sich wenig später zu Joey. Schnell zog er sich um, um sich dann zu Joey zu legen. Sanft fuhr er mit seinem Zeigefinger dessen Gesichtskonturen nach. Seto konnte es noch immer nicht glauben. Innerhalb von 2 Tagen hätte er Joey schon 2 Mal fast verloren. Und er nahm sich vor es nicht noch einmal dazu kommen zu lassen. Zärtlich küsste er Joey auf die Lippen bevor er sich so nah wie möglich an Joey schmiegte und in wenigen Minuten einschlief. Seine Hand mit der unverletzten Hand Joeys verschlungen.

Seth war erleichtert gewesen, als er Seto und diesen Tristan mit Joey angekommen gesehen hatte. Anscheinend ging es Joey einigermaßen gut. Und er nahm sich vor, vorerst nicht von Joeys Seite zu weichen, diesen vor der dunklen Aura zu beschützen, komme was da wolle. Zu wichtig war Joey für ihn, zum einen um Jono zu finden und zum anderen, weil er langsam in diesem einen Freund sah und außerdem wollte er nicht, dass Seto so leiden musste wie er es vor 150 Jahren getan hatte und noch immer tat. Er hatte Setos Augen gesehen, als Joey leblos vor ihm gelegen hatte und diesen Blick wollte er niemals wieder sehen.

Die nächsten 2 Tage verschlief Joey weitestgehend. Nur wenn Seto ihn weckte, um ihm die Schmerztabletten, die der Arzt ihm mitgegeben hatte, zu verabreichen war er kurz mal wach. Erst Dienstagnachmittag kam er langsam wieder zu sich und sah sich gleich ein paar saphirblauer Augen gegenüber, die ihn liebevoll aber auch besorgt anblickten. "Hi!" kam es müde von Joey. "Hi! Hast du gut geschlafen?" wurde er von Seto gefragt. "Ja!" antwortete Joey schläfrig. "Wie lange habe ich den geschlafen?" fragte Joey Seto. "Von Montagabend bis Dienstagnachmittag!" antworte Seto auf Joeys Frage. Dieser sah Seto erschrocken an. "Wirklich so lange?" sah er Seto fragend an. "Ja, ich dachte schon du würdest gar nicht mehr aufwachen!" antwortete Seto während er Joey sanft ein paar Haarsträhnen aus dem Gesicht strich. Dieser blickte ihn daraufhin liebevoll an. "Bekomme ich einen Kuss?" fragte Joey mit seinem besten Hundeblick. Einen Augenblick später hatte sich Seto auch schon zu diesem heruntergebeugt und ihm einen zärtlichen Kuss gegeben. "Ich muss gleich noch mal kurz in die Firma!" sagte Seto als er sich von Joey gelöst hatte. "Aber ich bin in einer Stunde wieder da, Tristan wird dir solange Gesellschaft leisten, also stell keinen Blödsinn an!" kam es nun von Seto. "Blödsinn? Ich stelle niemals Blödsinn an!" kam es aufgebracht von Joey. Schmollend blickte er zum Fenster. Seto musste sich ein Lachen verkneifen zu niedlich war dieser Anblick. "Joey, es tut mir leid!" entschuldigte er sich stattdessen bei Joey. Dieser blickte ihn daraufhin wieder an. "Es tut mir wirklich leid!" versicherte Seto noch einmal und küsste Joey daraufhin noch einmal bevor er aufstand. "Seto?" richtete Joey sich an diesen. Seto drehte sich daraufhin noch einmal zu Joey herum. "Ich liebe dich!" "Ich liebe dich auch" antwortete Seto Joey bevor er das Zimmer verließ. Wenig später betrat Tristan mit Joeys Notizen in seiner Hand das Zimmer.




Gespräch

9. Kapitel

"Na, wie geht es dir?" fragte Tristan Joey nachdem er sich zu diesem auf die Bettkante gesetzt hatte. "Auf jeden Fall besser als Sonntag!" antwortete Joey mit einem leicht gequält wirkendem Lächeln auf den Lippen. Tristan durchschaute Joey sofort. "Und wie geht es dir wirklich?" wollte er nun mit einem ernsten Blick von seinem Freund wissen. "Dir kann man wirklich nichts vormachen!" kam es daraufhin von Joey. "Mein Kopf schmerzt und der Schmerz in meinem Arm bringt mich beinahe um den Verstand!" antwortete Joey diesmal ehrlich. "Dachte ich mir!" kam es daraufhin von Tristan der Joey umgehend eine der Schmerztabletten und das Glas Wasser gab, dass auf dem Nachtischschränkchen stand. Dieser nahm die Tablette dankend an. "Danke" kam es schwach von Joey und daraufhin steckte er sich die Tablette in den Mund und spülte sie dann mit einem Schluck Wasser aus dem Glas herunter. "Gern geschehen!" antwortete Tristan während er Joey das Glas wieder abnahm und zurück auf das Nachtschränkchen stellte.

"War es wirklich ein Unfall, oder steckt hinter deinem Sturz noch etwas anderes?" brachte Tristan das Gespräch erneut auf ein Thema, dass Joey gern vermieden hätte. "Es war ein Unfall!" versicherte Joey Tristan. Tristan wusste sofort, dass Joey in anlog, ging aber nicht weiter auf dieses Thema ein, den Joey würde garantiert nicht darauf eingehen. "Seto macht sich große Sorgen um dich!" kam es stattdessen von Tristan. "Ich weiß!" antwortete Joey. "Vielleicht hat Seto Recht und du solltest dieses Haus verlassen" sah Tristan Joey an. Dieser blickte ihn geschockt an. "Nicht du auch noch! Ich kann nicht gehen, nicht bis ich Jono und Seth nicht wieder vereint habe!" antwortet Joey genervt. "Joey, du wärst in den letzten Tagen beinahe schon zwei Mal ums Leben gekommen, denkst du nicht, dass du dich hier in Gefahr befindest und dir die Ermittlung langsam über den Kopf wachsen?" kam es sehr ernst von Tristan. "Tristan, ich kann doch nicht einfach gehen, nicht wenn ich so nahe dran bin Jono zu finden!" antwortete Joey mit einem verzweifelten Blick in Tristans Augen. "Und was ist mit Seto, wenn er dich verlieren sollte wird er das nicht verkraften. Die letzten Tage hat er an deinem Bett verweilt und dich keinen Moment aus den Augen gelassen, selbst in der Firma hat er sich vertreten lassen und das soll bei Seto Kaiba schon was heißen." "Er war die ganze Zeit hier?" blickte Joey Tristan fragend an. "Ja, die ganze Zeit!" antwortete dieser auf Joeys Frage. "Als du leblos am Fuße der Treppe gelegen hast, brach es Seto beinahe das Herz. Es war das erste Mal, dass ich ihn weinen gesehen habe!" kam es nun von Tristan. Erschrocken blickte Joey ihn an. "Joey, Seto liebt dich mehr als du dir vorstellen kannst. Ich kenne Seto schon einige Jahre länger und glaub mir, außer dir und seinem Bruder hat er noch niemals jemanden näher an sich heran gelassen. Verletz ihn bitte nicht! Denn sollte das geschehen, dann wird er wohl endgültig die Fähigkeit zu lieben verlieren" versuchte Tristan Joey um Setos Willen dazu zubringen, dass Haus zu verlassen. "Tristan, ich schwöre dir, dass ich ihn nicht verletzten werde, denn dafür liebe ich ihn einfach zu sehr, aber ich muss diese Sache zu ende bringen!" kam es von Joey. "Ich hoffe sehr, dass du dein Versprechen hältst!" antwortete Tristan daraufhin. Er war sich sicher, dass Joey Seto liebte, doch
gegen Joeys Dickkopf kam er einfach nicht an.

"Du denkst also, dass der Geist in diesem Haus Seth ist?" kam Tristan wieder auf die Arbeit zurück. "Ich bin mir mehr als sicher, dass es Seth ist!" antwortete Joey ernst. "Aus deinen Notizen entnehme ich, dass Seth einen Geliebten namens Jono hatte und dieser von Seth Vater getötet wurde, da sein Sohn nach dem Tod seines Geliebten immer noch nicht das tat was er verlangte ließ dieser ihn einmauern" kam es nun von Tristan. "Wo denkst du hat Gozaburo Kaiba Jonos Leiche hingebracht?" blickte Tristan Joey fragend an. "Mein Gefühl sagt mir, dass er hier auf dem Grundstück vergraben wurde!" antwortete Joey. "Dann wird es aber ziemlich lange dauern das ganze Grundstück abzusuchen!" erwiderte Tristan während er sich den Grundriss des Grundstückes ansah, der bei Joeys Notizen dabei war. "Ich hoffe noch immer darauf einen Hinweis zu bekommen, der mich zu ihm führt, doch bis jetzt hatte ich keine Vision mehr" erwiderte Joey erschöpft. "Und Seth kann er dir keinen Hinweis geben?" fragte Tristan Joey. "Nein, er war nicht dabei, als Jono getötet wurde!" antwortete Joey auf Tristans Frage. "Warum sucht Seth ihn den nicht draußen?" blickte Tristan seinen Freund fragend an. "Ich denke er ist an dieses Haus gefesselt, denn hier ist er gestorben und da Jono irgendwo auf dem Grundstück gestorben ist, hat er nicht die Möglichkeit ihn dort zu suchen. Meiner Meinung nach wollte er mit der Aktion in Mokubas Schlafzimmer Seto auf sich aufmerksam machen, nur hat er es dabei wohl übertrieben. Er wollte einfach nur Hilfe!" erklärte Joey seine Vermutung. "Und wo ist Seth zurzeit?" wollte Tristan wissen. "Er ist hier in diesem Zimmer, er hat es seit Sonntagabend nicht mehr verlassen. Ich denke er gibt sich die Schuld an dem Unfall und will mich nun beschützen" sagte Joey. Sofort sah sich Tristan im Zimmer um konnte aber niemanden sehen.

"Er zeigt sich nicht gern, aber ich spüre seine Anwesenheit!" sagte Joey daraufhin. "Es gibt aber etwas, dass mich verwirrt!" blickte Joey Tristan mit einem nachdenklichen Blick an. "In keiner der Visionen die ich hatte konnte ich die Gesichter von Seth und Jono deutlich erkennen, immer waren sie verschwommen." "Das ist wirklich merkwürdig!" antworte Tristan nachdenklich. Doch auch er wusste keine Erklärung dafür. Als Joey nun müde gähnte war sich Tristan sicher, dass Joey sich ausruhen sollte. Zudem würde Seto bald zurück sein und er wollte vor dem Abendessen noch die Suche auf dem Grundstück mit ihm absprechen. "Ich werd dich dann mal alleine lassen, ruh dich noch etwas aus. Seto wird dir dann nacher etwas zu essen bringen!" richtete sich Tristan an Joey. Dieser nickte ihm müde und doch dankbar für das Gespräch zu und ließ sich dann zurück in die Kissen gleiten. Wenige Augenblicke schlummerte er auch schon wieder vor sich hin und Tristan verließ das Zimmer in Richtung Wohnzimmer.

Seth ging langsam auf das Bett zu. Joey war einfach bemerkenswert, obwohl er, wusste dass er in Gefahr schwebte war es ihm dennoch ein Bedürfnis ihn und Jono wieder zusammenzubringen. Womit hatte er diesen Engel nur verdient und um so mehr nahm er sich vor Joey zu beschützen.

Plötzlich wurde Joeys Schlaf unruhig. Er sah immer wieder ein Buch und ein Medallion und einen Kamin vor sich. Er war sich sicher, dass er dies schon einmal gesehen hatte. Nur wo? Leicht verschwitzt wachte Joey auf. Und plötzlich wusste er wieder vorher er diese Szene schon kannte, er hatte sie schon einmal in einer seiner Visionen gesehen. Vielleicht hatte er endlich den Hinweis bekommen, der ihn letztendlich zu Jono führen würde.




Gefunden

10. Kapitel

Als Tristan unten in der Eingangshalle ankam trat gerade Seto durch die Tür. "Hallo!" begrüßte Tristan sofort seinen alten Freund. "Hallo! Wie geht es Joey?" kam es sogleich von Seto während sich dieser seinen Mantel auszog und an der Geradrobe auf hing. 'Wie immer kommt er gleich zum wesentlichen' dachte Tristan in diesem Moment. "Es geht ihm gut, er schläft jetzt wieder!" antwortete Tristan auf Setos Frage. "Und wird er gehen?" blickte Seto Tristan fragend an. "Nein!" antwortete Tristan knapp. "Dachte ich mir schon!" kam es leicht frustriert von Seto. 'Warum muss Joey nur so einen Dickkopf haben. Sieht er denn nicht, dass er in Gefahr schwebt?' fragte sich Seto.

"Seto, hättest du kurz einen Moment für mich?" wurde Seto von Tristans Stimme aus seinen Gedanken gerissen. "Ja, klar!" antwortete Seto daraufhin und dirigierte Tristan daraufhin zu seinem Arbeitszimmer.

Joey hatte sich währenddessen unter Schmerzen aus seinem Bett erhoben und tapste nun leicht schwankend in Mokubas Zimmer. Dort angekommen ging er zum Kamin. Vorsichtig strich er mit seiner unverletzten Hand über die Vertäfelung bis er eine kleine Vertiefung spürte. Aufgeregt, dass er den versteckten Öffnungsmechanismus gefunden hatte betätigte er diesen auch sogleich. Wenige Augenblicke später öffnete sich eine geheime Schublade am Kamin. Vorsichtig nahm Joey, das was sich darin befand an sich. Es war das staubbedeckte Tagebuch von Seth sowie das silberne Medallion, das dieser einst Jono schenkte. Mit diesen beiden Sachen in der Hand setzte sich Joey auf Mokubas Bett. Anschließend legte er das Tagebuch auf das Bett und besah sich dann in aller Ruhe das Medallion. Vorsichtig strich er darüber und öffnete sich dabei möglichen Visionen aus der Vergangenheit. Mit einem Mal wich, wie schon im Leichenschauhaus, alles Leben aus seinen Augen.

Er sah Jono, dieser lag regungslos vor Gozaburo Kaiba auf dem Boden. "Hättest du dich von meinem Sohn ferngehalten, hätte ich dir das niemals antun müssen und doch wird mir dein Tod nützlich sein" kam es eiskalt von Seths Vater. "Dein Tod wird meinen Sohn brechen und ihn zu einer willenlosen Marionette machen, die ich nach belieben steuern kann." Dann sah er das silberne Medallion um den Hals des toten jungen Mannes und er riss es ihm vom Hals. Das wird mir als Beweis für deinen Tod dienen, denn ich bin mir sicher, dass mein nichtsnutziger Sohn dir das als Zeichen seiner Liebe geschenkt hat. Anschließend grub er ein nicht sehr tiefes Loch unter dem Kirschbaum, hob den Leichnam Jonos hoch und warf ihn gefühllos in das Loch. Daraufhin schaufelte er das Loch wieder zu und grinste eiskalt auf das frische Grab." Eins sei dir noch gesagt, nicht einmal im Tod werdet ihr euch wieder sehen, dass schwöre ich euch!" und mit diesen Worten machte er sich auf den Weg zurück zum Haus. Dazu musste er an den Ställen vorbei.

Einige Minuten später kam Joey wieder zu sich. Nun wusste er endlich wo er Jono finden konnte, dass Grab musste laut dem neuen Grundriss irgendwo hinter den vor einem Jahr auf den alten Ställen errichteten Garagen sein. Plötzlich spürte Joey einen kalten Hauch an seiner Schulter und er konnte die Besorgnis Seths spüren. "Keine Angst, es geht mir gut!" beruhigte er den Geist. "Ich verspreche dir, dass ich Jono finden und hierher bringen werde und das noch heute!" richtete Joeys sich an Seth. Joey konnte nun Seth Hoffnung spüren aber auch immer noch eine Spur Angst um ihn. "Ich weiß du machst dir Sorgen wegen der dunklen Aura, aber ich passe schon auf mich auf!" versuchte er erneut den Geist zu beruhigen. Als Joey nun aufstehen wollte entglitt seiner Hand das Medallion, als es auf den Boden aufschlug öffnete es sich. Neugierig hob er es auf und einen Moment später schien ihm der Atem zu stocken. In dem Medallion befanden sich zwei Bilder das eine zeigte Jono und das andere Seth, doch was Joey am meisten schockte war die Tatsache, dass die beiden ihm und Seto aufs Haar glichen. Wie kann das sein! Waren die beiden ihre vorherigen Leben, lag ihm deshalb vielleicht so viel daran die beiden wieder zu vereinen? waren seine einzigen Gedanken in diesem Moment. Doch dann riss er sich wieder zusammen, schließlich hatte er eine Aufgabe zu erfüllen. Daraufhin schloss er das Medallion wieder und versuchte es sich anschließend umzulegen. Doch mit nur einer Hand war dies unmöglich. Plötzlich schwebte das Medallion vor ihm in der Luft bevor es sich sanft um seinen Hals legte. "Ich danke dir Seth. Ich weiß wie viel dir dieses Medallion bedeutet" sagte Joey in einem sanften Tonfall. "Sobald ich Jono gefunden habe gebe ich es dir zurück" und mit diesen Worten, zog er sich seine Schuhe an und machte sich dann leise auf den Weg nach unten, denn er wollte Seto und Tristan nicht in diese Angelegenheit mit hineinziehen. Die beiden würden sich nur unnötige Sorgen machen.

Seth war sich sicher, dass niemand würdiger war dieses Medallion zu tragen als Joey. Hoffnungsvoll sah er Joey hinterher. Er wünschte ihm viel Glück und betete gleichzeitig dafür seinen Geliebten endlich wieder in den Armen halten zu können. Plötzlich spürte er wieder diese dunkle Aura und sie schien Joey zu folgen. Sofort konzentrierte er sich darauf diese Aura nicht das Haus verlassen zu lassen. Wer weiß was sie Joey da draußen antun würde.

Joey hingegen schlich sich leise in die Küche und suchte dort nach einer Taschenlampe, denn es wurde draußen schon langsam dunkel. Diese fand er auch wenige Augenblicke später im Schrank unter der Spüle. Im Arbeitszimmer konnte Joey Tristan und Seto hören und so bemühte er sich keinen Lärm zu machen, damit diese nicht auf ihn aufmerksam werden würden. Anschließend verließ er das Haus durch die Terrassentür ihn der Küche.

Doch Joey hatte nicht mit Roland gerechnet, dieser trat wenige Augenblicke nach dem Joey das Haus verlassen hatte in die Küche und sah Joey gerade noch in Richtung der Garagen verschwinden. Sofort lief er zu seinem Chef, um ihm davon zu berichten. "Mr. Kaiba!" stürmte Roland in das Arbeitszimmer von Seto. Dieser sah ihn erstaunt an. "Roland? Was ist los?" wollte Seto sofort wissen. "Mr. Wheeler ...er ..." brachte Roland mühsam heraus. Sofort schnellte Seto aus seinem Stuhl auf und Tristan tat es ihm gleich. "Was ist mit Joey?" kam es mehr als beunruhigt von Seto. "Er hat vor wenigen Minuten das Haus in Richtung der Garagen verlassen!" sagte Roland. Entsetzt riss Seto die Augen auf. 'Was hatte dieser Dickkopf jetzt schon wieder vor?' War sein einziger Gedanke in diesem Moment. "Roland holen sie uns zwei Taschenlampen. Tristan, wir holen unserer Mäntel und treffen Roland dann gleich in der Küche!" kam es nun im Befehlston von Seto. Beide nickten ihm zu und schon liefen die drei los.

Wenig später trafen sich die drei in der Küche. Seto und Tristan hatten ihre Mäntel an und Roland überreichte ihnen die Taschenlampen. "Soll ich nicht doch mitkommen?" wollte Roland von Seto wissen. "Es ist besser wenn jemand hier ist, falls er zurückkommen sollte." Das verstand Roland natürlich und so machten sich Tristan und Seto auf die Suche nach Joey.

Dieser hatte den Weg zu den Garagen schon hinter sich gebracht und unterwegs noch eine kleine Handschaufel mitgenommen, die in einem der Blumenbeete im Garten steckte. Nun suchte er den Kirschbaum aus seiner Vision. Dabei ließ er sich von seinem Gespür leiten und wenig später war er sich sicher den richtigen Baum gefunden zu haben. Zwar tat ihm alles weh, doch die Schmerzen verdrängte er erst einmal, als er auf die Knie ging, die Taschenlampe neben sich legte und mit dem graben anfing, was sich mit nur einer Hand und noch immer im Pyjama recht schwierig gestaltete.

"Wenn ich diesen Idioten erwische, kann er was erleben!" murmelte Seto wütend vor sich hin. Tristan schaute diesem Schauspiel amüsiert zu. Wie sehr hatte sich Seto doch verändert. "Wir werden ihn schon finden!" versuchte er Seto zu beruhigen. Dieser nickte ihm zu und starrte dann wieder in die zunehmende Dunkelheit vor ihm. Zum einen war er richtig wütend auf Joey und zum anderen hoffte er nur, dass diesem nichts zugestoßen war und sie ihn endlich finden würden. "Seto, da!" wurde Seto plötzlich aus seinen Gedanken gerissen. Sofort blickte er auf und blieb anschließend wie angewurzelt stehen. Ungefähr 2 Meter vor ihm kniete Joey unter einem Kirschbaum und war am graben. 'Was zum Teufel sollte das schon wieder!' fragte sich Seto.

Keine Minute später standen die beiden hinter Joey. "Was soll das?" kam es wütend von Seto. Dieser zuckte erschrocken zusammen und blickte sich dann zu Seto und Tristan hoch. "Tristan, ich hab ihn gefunden!" richtete sich Joey an Tristan und überhörte einfach Setos Frage. Dieser sah erst Joey und dann Tristan wütend an. "Bist du dir sicher?" wurde Joey von Tristan gefragt. "Mehr als sicher!" versicherte er diesem. "Joey! Tristan!" wurden die beiden von Setos Stimme auf diesen Aufmerksam gemacht. "Seto, ich habe Jono gefunden!" kam es glücklich von Joey während er Seto anstrahlte. "Er ist da unten ich bin mir hundertprozentig sicher. Ich muss..." doch weiter kam er nicht benommen griff er sich an den Kopf. "Joey, was ist los?" wollte Seto sofort wissen als Joey nicht weiter sprach. "Nur ein leichter Schwindelanfall! Geht schon wieder!" versuchte Joey Seto zu beruhigen. "Tristan grab du weiter!" ordnete Seto im strengen Tonfall an bevor er Joey auf die Füße half. Tristan nahm daraufhin Joey die Schaufel ab und begann zu graben. Am liebsten hätte Seto Joey zur Schnecke gemacht für sein dämliches Verhalten, doch als er Joey so blass und erschöpft vor sich stehen sah wandelte sich seine Wut sehr schnell in Besorgnis.

"Joey, was machst du nur wieder!" kam es besorgt von Seto während er in Joeys blasses Gesicht sah. Als er merkte, dass Joey vor Kälte am zittern war zog er sich seinen Mantel aus und legte diesen Joey um die Schultern. "Danke" kam es daraufhin leise von Joey. "Ich ... es tut mir leid, dass ich einfach raus gegangen bin ohne euch bescheid zu sagen, aber ich wollte euch da nicht mit hineinziehen" richtete sich Joey an Seto. "Joey, ich liebe dich und ich bin doch schon längst in diese Angelegenheit involvier! Schließlich ist dies mein Anwesen und ich habe dich hergeholt!" erwiderte Seto ernst. Zärtlich zog er Joeys Gesicht zu dem seinen und senkte anschließend seine Lippen auf die von Joey. Dieser erwiderte den Kuss nur zu gern. "Tu so etwas nie wieder! OK!" sagte Seto mit einem liebevollen Blick in Joeys Augen. Dieser nickte erschöpft.

"Ich hab ihn gefunden!" rief Tristan einen Augenblick später. Sofort richteten Seto und Joey ihre Aufmerksamkeit auf Tristan. Vorsichtig traten die beiden näher und sahen in das Loch, dass Tristan gegraben hatte. Vor ihnen lag Jonos Skelett. Joey wollte dieses gerade anfassen als er von Seto grob zurück gerissen wurde. "Was soll das?" brachte Joey wütend hervor. "Was das soll? Das sollte ich wohl dich fragen? Hast du vergessen was das letzte Mal passierte als du ein Skelett berührt hast? Denkst du wirklich das ich das noch einmal zu lassen und dann auch noch in deinem momentanen Zustand?" brüllte Seto Joey mit blitzenden Augen an. Joey konnte Seto ja verstehen, doch er musste das Risiko eingehen, damit diese Sache nun endlich enden würde. "Seto, ich habe keine andere Wahl, wenn diese Angelegenheit endlich enden soll, dass muss ich die ganze Geschichte kennen und das kann ich nur wenn ich das Skelett anfasse!" kam es von Joey. Gequält sah Seto Joey an. Er wusste das Joey recht hatte, doch er hatte Todesangst um diesen. "Seto, er hat Recht!" mischte sich Tristan in den Streit der beiden ein. "Es muss enden und zwar heute Nacht! Lass ihn das Skelett berühren. Vertrau ihm!" versuchte Tristan Seto zu überzeugen. Stürmisch zog dieser daraufhin Joey an sich, dennoch bedacht diesem keine Schmerzen zu bereiten. Anschließend küsste er ihn voller Verzweiflung. Joey konnte diese Verzweiflung geradezu fühlen. "Ich liebe dich! Bitte pass auf dich auf!" flüsterte Seto Joey ins Ohr nachdem er den Kuss gelöst hat. "Ich liebe dich auch!" und mit diesen Worten löste er sich aus Setos Umarmung und trat dann auf das Skelett zu.

Zuerst löste Joey nun die Blockade und begann dann vorsichtig das Skelett abzutasten. Einen Moment später wich erneut alles Leben aus seinen Augen und die Visionen begannen und diesmal konnte er Seth und Jono klar und deutlich erkennen.

Schon oft hatte er Seth von weitem beobachtet. Dieser sah immer so traurig und einsam aus. Doch am meisten faszinierten Jono dessen saphirblauen Augen. Sie waren immer so eiskalt. Er fragte sich wie diese Augen wohl aussehen würden, wenn Seth einmal lachen würde.

Jono konnte es kaum glauben, er hatte Seth tatsächlich angesprochen, er wusste, dass es für ihn gefährlich war, doch er konnte einfach nicht anders, als er Seth einmal mehr traurig am Stall hatte vorbei laufen sehen. Und dann hatte dieser Idiot ihn auch noch angefahren, er hatte es doch nur gut gemeint. Aber dem, nahm er sich vor würde er noch Paroli bieten.

Am nächsten Tag hatte er dazu auch schon die Gelegenheit. Doch in dem Moment als er ihn unter dem Kirschbaum stehen sah waren alle Beschimpfungen, die er ihm an den Kopf hatte werfen wollte wie weggeblasen und er musste sich eingestehen, dass er sich in Seth verliebt hatte. Doch das peinlichste war ja noch, dass er sich in ihrem Gespräch dazu hinreißen ließ ihm das auch noch zu gestehen und ihn zu küssen. Doch am meisten hatte ihn gewundert, dass dieser den Kuss erwiderte anstatt ihn wegzustoßen.

Eng an seinen Liebsten gekuschelt lag Jono im Heu neben seinem Liebsten. Diese Nacht würde er sein leben lang nicht vergessen, da war er sich sicher. Er und Seth waren für einander bestimmt, dass hatte er in dieser Nacht ganz deutlich gespürt. Doch noch schöner als die vergangene Nacht war das was Seth zu ihm gesagt hatte, als er dachte er würde schlafen. Er hatte ihm gesagt, dass er ihn liebt und das bedeutete ihm mehr als alles andere auf der Welt. Doch tief in sich spürte er, dass in naher Zukunft etwas Schreckliches passieren würde. Diese Gabe hatte er schon immer besessen, doch jetzt in diesem Augenblick wollte er nicht darüber nachdenken, sondern die Zeit die er mit seinem Liebsten verbringen konnte genießen.

Als Seth im das silberne Medallion gab war Jono einen momentlang richtig sprachlos, so etwas Schönes hatte er noch niemals in den Händen gehalten, aber er konnte es unmöglich annehmen, dass war ein viel zu kostbares Geschenk für einen einfachen jungen Mann wie ihn. Doch als er Seth in die Augen sah und dieser ihn erwartungsvoll ansah, da konnte er das Geschenk nicht mehr ablehnen, er wusste, dass es Seth das Herz brechen würde. "Seth ... es ... ist wunderschön!" kam es nun von Jono. Daraufhin legte Seth Jono das Medallion zärtlich um den Hals. Das einzige, das Jono daraufhin sagen konnte war" Ich liebe dich!" und diese drei Wörter, waren für Seth ein kostbares Geschenk wusste er doch, dass Jono sie niemals ohne bedacht aussprechen würde.

Es war dunkel und nur der Vollmond war am Himmel zu sehen, Jono hoffte, dass sein Liebster nun bald kommen würde, denn er hatte Angst, dass man diesen beim verlassen der Villa erwischt haben könnte. Endlich hörte Jono Schritte hinter sich und drehte sich erfreut, seinen Liebsten endlich wieder in die Arme schließen zu können, zu diesem herum. Doch wenige Augenblicke später erkannte er, dass nicht sein Liebster sondern dessen Vater Gozaburo Kaiba vor ihm stand, dieser sah ihm eiskalt entgegen. Er hätte nun angsterfüllt versuchen können vor dem Mann zu flüchten doch das tat er nicht, er wusste, dass er sterben würde, sein einziger Wunsch war er es seinen Liebsten noch einmal sehen zu können. Ihm sagen zu können wie sehr er ihn geliebt hatte, doch dieser Wunsch blieb ihm verwehrt.

"Dafür, dass du meinen Sohn verführt hast wirst du sterben, ich lasse die Familienehre nicht von einem daher gelaufenen Köter wie dir beschmutzen" brüllte Gozaburo Kaiba Jono an. "Ich habe ihren Sohn nicht verführt. Wir haben uns in einander verliebt. In ihren Augen mag es vielleicht ein Verbrechen sein, doch für uns nicht!" erwiderte Jono ruhig. "Pah, verliebt du willst doch nur an unser Geld!" blickte Seths Vater Jono verächtlich an. "Wenn sie meinen! Ich für mich kenne die Wahrheit und auch wenn sie unsere Liebe verachten, werde ich Seth bis in alle Ewigkeit lieben und wenn wir in diesem Leben nicht zusammen sein können dann entweder im Jenseits oder unserem nächsten Leben" sagte Jono und blickte Gozaburo daraufhin ernst in die Augen. Wie konnte es dieser Stalljunge wagen so mit ihm zu reden und ihm auch noch frech in die Augen zu sehen waren Gozaburos Gedanken in diesem Moment. Einen Augenblick später hatte er sein Jagdmesser hervorgeholt und es Jono in den Bauch gerammt.

Als Joeys Augen alles Leben verloren trat Seto zu Joey. Besorgt wartete er auf die kleinste Regung von Joey. Plötzlich fasste sich dieser an seinen Bauch und schnappte geschockt nach Luft, um anschließend zu Boden zu gleiten. Entsetzt blickte Seto auf Joey bevor er diesen an den Schultern nahm und schüttelte um diesen aus seiner Trance zu holen.

Geschockt sah Jono auf das Blut an seinen Händen. Er hatte gleich nach dem er Gozaburo gesehen hatte gewusst, dass er sterben würde und dennoch war er überrascht gewesen, als dieser ihm sein Jagdmesser in den Bauch rammte. Mit einer Hand hielt sich Jono den Bauch, doch die Blutung war nicht mehr zu stoppen. Seine Sicht wurde immer verschwommener, doch als er auf den Boden sank konnte er trotzdem, den eiskalten und zufriedenen Blick Gozaburo Kaibas sehen. Immer mehr nahm die Schwärze um ihn herum zu, dann setzte sein Atem aus und wenige Augenblicke später sein Herz. Sein letzter Gedanke bevor es endgültig schwarz um ihn herum wurde war Seth. Zufrieden sah Gozaburo dabei zu wie der junge Mann vor ihm seinen letzten Atemzug tat und dessen Hand, die so ebbend noch auf dessen Bauch gelegen hatte zu Boden glitt. Das einzige das er nur schwer ertragen konnte waren die stumpfen, toten Augen die ihn vorwurfsvoll an zublicken schienen.

"Joey, Joey bitte komm zu dir!" hörte Joey von weit her eine verzweifelte Stimme nach ihm rufen. Mühsam öffnete er die Augen und sah sich den besorgten Augen Setos und Tristans gegenüber. "Geht es dir gut!" wollten die beiden gleichzeitig von ihm wissen. Langsam setzte sich Joey mit Hilfe von Seto und Tristan wieder auf. "Es geht mir gut! Keine Sorge!" beruhigte er die beiden. Daraufhin atmeten Seto und Tristan erleichtert auf.

"Und ist es wirklich Jono?" wurde Joey nun von Tristan gefragt. "Ja. Gozaburo Kaiba hat in erstochen, hier vergraben und geschworen, dass die beiden nicht einmal mehr im Tod zueinander finden würden" erwiderte Joey. Seto und Tristan sahen daraufhin geschockt zum Grab. Beide konnten nicht verstehen, wie man so etwas jemandem antun konnte. "Seto, hilfst du mir hoch?" blickte Joey Seto bittend an. Dieser half Joey umgehend auf die Beine, hielt ihn aber vorsichtshalber fest, nicht dass Joey ihm hier noch zusammenbrechen würden, den sein Engel sah noch blasser aus als zuvor.

Joey konnte spüren, dass es nicht mehr lange dauern würde bis Jono erscheinen würde und darum richtete er seine nächsten Worte an Seto. "Seto, ich möchte dich um etwas bitten. Egal was gleich geschehen mag, bitte gerate nicht in Panik." Verwirrt blickte Seto Joey an. "Was ..." doch weiter kam Seto nicht, den Joey hatte ihm seinen Zeigefinger auf die Lippen gelegt und ihn so am Weitersprechen gehindert. "Ich verspreche dir mir wird nichts geschehen! Aber eine Sache muss ich noch tun damit die beiden erlöst sind. Jonos Geist muss in mich fahren, nur so kann er das Haus betreten und wieder mit Seth vereint werden." sah er Seto ernst an. Dieser weitete vor entsetzten seine Augen. "Nein, dass kannst du nicht tun, dass ist viel zu gefährlich!" erwiderte Seto voller Angst nachdem Joey seinen Finger von seinem Mund genommen hatte. "Seto, glaub mit es wird mir nichts passieren!" versicherte Joey Seto noch einmal. "Versprich es mir!" verlangte Seto. "Ich verspreche es." erwiderte Joey, anschließend gab er Seto einen sanften Kuss und drehte sich dann in Richtung des Grabes um.

Gebannt sahen alle drei auf das Grab. Zuerst schien die Luft zu flimmern, doch dann schien sie eine Gestalt anzunehmen und plötzlich schwebte Jonos Geist über dem Grab.

Verwirrt und doch überglücklich endlich frei zu sein sah sich Jono um. Im ersten Moment glaubte er Seth zu sehen, doch dann erkannte er das dieser junge Mann der seinem Liebsten so ähnlich sah nicht Seth sein konnte. Dann traf sein Blick Joey. Er konnte es kaum glauben, die Ähnlichkeit zwischen ihnen war gravierend. War dieser junge Mann es gewesen der ihn aus seinem Grab befreit hatte?

Als Seto den Geist genau erkennen konnte war er einen Moment sprachlos, genauso wie Tristan. Der Geist sah aus wie Joey. 'Würde Seth dann aussehen wie Seto?' fragten sich die beiden verwirrt. Doch einen Moment später richteten sie ihre Aufmerksamkeit wieder auf Joey. Dieser trat näher an das Grab und lächelte den Geist freundlich an. "Ich weiß du bist verwirrt, doch du musst mir glauben ich bin hier, um dich zu Seth zu bringen. Er wartet auf dich!" sagte Joey in einem ruhigen Tonfall.

Konnte er dem jungen Mann glauben? fragte sich der Geist. Doch als er in Joeys Augen sah wusste er, dass dieser die Wahrheit sprach.

"Du musst in mich hineinfahren, nur so kannst du das Haus betreten!" sprach Joey nun weiter, nachdem er spürte, dass der Geist ihm vertraute. Dieser nickte ihm daraufhin zu. 'Gut' dachte Joey und bereitete sich dann darauf vor den Geist in sich eindringen zu lassen.

Auch Jono machte sich breit. Er konnte kaum glauben, dass dieser junge Mann das auf sich nahm. Als er dann so weit war trat er auf Joey zu.

Joey sah den Geist auf sich zu kommen und auch er war bereit für die Aufnahme. Seto und Tristan sahen gebannt dem zu was sich vor ihnen abspielte. Es schien als würden sich Jono und Joey umarmen und dann eins werden. Plötzlich ruckte Joey Kopf einmal in die Höhe um dann wieder auf seine Brust zu sinken. Sofort liefen Seto und Tristan zu ihm hin.

"Joey ist alles in Ordnung?" verlangte Seto besorgt zu wissen. "Joey, sag doch was!"



Opfer

11. Kapitel

Langsam öffneten sich Joeys Augen. Verwirrt blickte er sich um. „Joey, ist alles in Ordnung?“ wollte Seto erneut von Joey wissen. Dieser richtete sofort seine Aufmerksamkeit auf ihn. „Ich bin nicht Joey!“ antwortete eine fremde Stimme die durch Joey sprach. Es war Jonos Stimme. Entsetzt blickte Seto auf Joeys Körper. Jono der dessen Blick bemerkte versuchte ihn zu beruhigen. „Joey geht es gut, ich kann ihn spüren und sobald ich wieder bei Seth bin werde ich Joeys Körper wieder verlassen und alles wird wieder wie vorher sein!“ versicherte er Seto. „Tristan?“ blickte er zweifelnd zu seinem Freund. „Jono sagt die Wahrheit!“ versicherte ihm dieser, dass der Geist nicht log. „Gut, dann lasst uns ins Haus gehen, damit ich Joey so schnell es geht zurückbekomme!“ kam es nun wieder in einem Befehlston von Seto. Jono und Tristan nickten ihm zustimmend zu. Auch Jono konnte es kaum mehr erwarten seinen Liebsten wieder zu sehen.

Gerade als sie durch die Eingangstür die Eingangshalle betraten wurde Joeys Körper mit voller Wucht gegen die nächste Wand geschleudert. Geschockt rannte Seto zu diesem. „Jono/Joey, ist alles OK?“ wollte er besorgt wissen. Dieser sah gequält auf. „Ja, alles klar!“ "Tristan, was geht hier vor sich?“ verlangte Seto sofort zu wissen. „Ich weiß es nicht!“ Plötzlich erschien wie aus dem nichts Seth. Er hatte Gestalt angenommen, damit die anderen ihn auch sehen konnten. „Bringt sie hier heraus!“ schrie er Seto und Tristan an. „Er ist hier, Gozaburos Geist, er will nicht, dass wir wiedervereint werden und wenn ihr die beiden hier nicht wegbringt wird er sie beide töten!“ kam es panisch von Seth.

„Seth?“ kam es fragend von Jono. Sofort richtete dieser seine Aufmerksamkeit auf Joey. „Wenigstens habe ich dich noch einmal gesehen!“ sagte Seth voller Trauer. „Und nun verschwindet von hier, ich werde versuchen ihn aufzuhalten.“ „Nein, ich kann dich nicht schon wieder verlieren!“ schrie Jono panisch. Daraufhin blickte ihn Seth traurig an.

Tristan war schon an der Tür, doch diese ließ sich nicht öffnen. „Seth, die Tür sie öffnet sich nicht!“ „Verdammt!“ kam es von dem Geist. Voller Angst blickte er auf Jono/Joey. Diesem wurde gerade von Seto wieder auf die Beine geholfen, als eine dunkle Stimme durch die Halle hallte. „Diesmal werde ich dich endgültig vernichten. Ihr werdet niemals wieder zusammen sein.“ Sofort schob Seto Jono/Joey hinter sich. Wenn es sein musste würde er die beiden mit seinem Leben schützen und auch Tristan gesellte sich zu ihm. Leise flüsterte dieser ihm zu, wenn Jono Joeys Körper verlassen hat und mit Seth wiedervereint wurde, dann hat das alles sein Ende, dann wird der Fluch gebrochen. Sollte er aber Joey töten dann werden Jonos und auch Joeys Seele in alle Ewigkeit vernichtet sein. Verstehend nickten Seto und Jono Tristan zu. Daraufhin bereitete sich Jono darauf vor Joeys Körper wieder zu verlassen, während Seto und Tristan versuchten, diesen so gut es geht zu schützen.

Einen Augenblick später griff Gozaburo auch schon wieder an. Dieser hatte sich als schwarzer Schatten vor ihnen in der Halle materialisiert. Seto gelang es nur mit Mühe unter den Schockwellen die Gozaburo aussandte stehen zu bleiben, doch sein Wille Joey zu schützen gab ihm die nötige Kraft. Auch Tristan erging es nicht anders. „Lass sie ihn Ruhe!“ wurde Gozaburo von seinem Sohn angeschrieen. Doch dieser lachte nur gehässig „Was willst du schon gegen mich ausrichten, du Schwächling!“ Als dieser nun zu einem weiteren Angriff überging baute Seth einen Schutzschild auf, doch dieser, so wusste er würde nicht lange halten. „Beeilt euch, ich kann das Schutzschild nicht mehr lange aufrecht halten!“ rief er den anderen zu.

Plötzlich begann Joey in einem sanften Licht zu glühen und dann löste sich Jonos Geist von Joeys Körper. Wieder ruckte dessen Kopf einmal hoch, um dann wieder auf seine Brust zu sinken nur diesmal schien Joey vor Erschöpfung zu Boden zu fallen. Sofort war Seto bei ihm, hielt ihn aufrecht. Langsam öffnet Joey seine Augen und lächelte Seto dann erschöpft an. „Alles OK?“ fragte Seto besorgt. Daraufhin kam von Joey ein schwaches nicken bevor er seine Aufmerksamkeit auf Seth und Jono richtete und es ihm Tristan und Seto gleich taten.

Jono war zu Seth getreten. „Neeeein!“ schrie Gozaburos Stimme durch die Halle während seine Macht immer mehr abnahm und sich der Schatten aufzulösen begann. Daraufhin löste Seth den Schutzschild auf. „Jono, endlich!“ kam es liebevoll von Seth während er diesem seine Hand entgegenstreckte. Ein sanftes Lächeln erschien daraufhin auf Jonos Gesicht als er Seth Hand ergriff. Fest zog Seth seinen Geliebten an sich. Tränen der Freude liefen über ihre Wangen. „Ich habe dich so sehr vermisst!“ brachte Jono unter Schlurzern hervor. „Ich habe dich auch vermisst, doch nun wird uns niemand jemals wieder trennen!“ versicherte Seth seinem Geliebten. Sanft berührten sich ihre Lippen.

Gebannt sahen Seto, Joey und Tristan dieser Szene zu. Sie freuten sich unheimlich für die beiden. Doch dadurch, dass alle von Gozaburo abgelenkt waren sahen sie nicht, dass der seine letzten Kraftreserven sammelte, um einen letzten Angriff durchzuführen, wenn er schon vernichtet werden würde, dann würde er nicht alleine gehen. Ihm war es egal wenn es erwischen würde Hauptsache er würde seine Rache bekommen. Und dann griff er an, kurz danach löste er sich gänzlich in Nichts auf.

Joey spürte die Gefahr. Entsetzt blickte er auf die Stelle an der so ebbend noch Gozaburos schwarzer Schatten gestanden hatte. Mit entsetzten musste er mit ansehen, wie ein mächtiger blauer Energieball auf sie zugeschossen kam. Besser gesagt auf ihn und Seto. Er hatte nur einen Augenblick um zu handeln und er entschied für sich, dass ihm Setos Leben wichtiger war als das seine. Als er Seto von sich stieß schien für ihn alles in Zeitlupe zu laufen. Einen Augenblick lang sahen er und Seto sich in die Augen. Als Seto verstand was passieren würde war reines Entsetzen in seine Augen zu sehen. Dann hatte der Energieball sie erreicht. Joey wurde von dem Ball umschlossen und ein wenig in die Luft gehoben. Ein kurzer Schrei entfuhr ihm und dann war alles vorbei. Leblos glitt er zu Boden.

Voller Grauen sahen Seth, Jono und Tristan auf den leblosen Körper Joeys. Seto hingegen ließ sich kraftlos neben Joey auf die Knie fallen. Tränen benetzten seine Wangen. Sanft berührte er Joeys Gesicht. Daraufhin öffnete dieser mühsam seine Augen. „Joey!“ kam es erstickt von Seto, hatte dieser doch geglaubt Joey sei Tod. Mit seiner letzten Kraft streckte Joey seine Hand nach Seto aus berührte diesen an dessen Wange. Sofort legte Seto seine Hand auf die von Joey schmiegte sich so in Joeys Berührung. Ein liebevolles Lächeln erschien auf Joeys Lippen. Er war froh, dass er Seto gerettet hatte, nun konnte er in Frieden sterben. „Seto, ein Glück!“ brachte Joey noch über die Lippen bevor sich seine Augen schlossen, sein Kopf zur Seite glitt und seine Hand leblos zu Boden fiel. Ein lauter Schrei hallte durch die Einganghalle es war Setos Schrei, ein Schrei voller Verzweiflung und Wut.

„Joey, nein das kannst du mir nicht antun! Ich liebe dich doch! Komm zurück!“ schrie Seto immer wieder während er an Joeys Schultern rüttelte. Anschließend begann er damit Joey zu reanimieren, dazu neigte er Joeys Kopf nach hinten und beatmete ihn, um daraufhin die Herzmassage durch zuführen. Immer wieder flehte er Joey dabei an doch endlich seine Augen zu öffnen. Doch Joey zeigte keine Reaktion. Tristan der geschockt zu Boden geglitten war konnte nicht glauben, dass Joey Tod sein sollte. Langsam und mit zitternden Fingern griff er nach Joeys Handgelenk und versuchte anschließend dessen Puls zu finden, doch dieser war nicht mehr vorhanden. Joey war Tod.

Geschockt sahen Seth und Jono Seto, Joey und Tristan zu. Sie konnte die Verzweiflung, Trauer und Wut nur zu gut nachvollziehen, die Seto und auch Tristan in diesem Moment fühlten. Auch für sie war Joey zu jemand besonderen geworden.

„Seto, hör auf! Er ist Tod!“ versuchte Tristan Seto davon abzuhalten Joey weiterhin reanimieren zu wollen. Doch dieser wollte nicht auf seinen Freund hören. Daraufhin zog er Setos Hände von Joeys Brust. „Seto, sieh mich an!“ forderte er seinen Freund auf ihn an zusehen. Dieser blickte ihn mit leeren Augen an. „Er ist Tod!“ versuchte es Tristan daraufhin erneut. Plötzlich blitzte Wut in Setos Augen auf und er stieß Tristan unsanft von sich. „Nein, das ist nicht wahr!“ schrie er immer wieder und schüttelte dabei Joeys Körper, doch Joey zeigte kein Lebenszeichen. Nach und nach verebbte Setos Wut und machte einem unerträglichen Schmerz platz. Einem Schmerz der ihn bis ins Mark erschütterte. Kraftlos beugte er sich über Joey. „Du hast mir doch versprochen, dass dir nichts passieren würde!“ blickte er fragend in Joeys lebloses Gesicht. Doch dieser würde ihm niemals mehr antworten, ihn voller Liebe ansehen, ihn küssen oder in seinen Armen liegen. Joey sah so friedlich aus, als würde er nur schlafen, doch Seto wusste es besser. Sein Engel hatte ihn verlassen und damit auch sein Herz mit sich genommen. Er war sich sicher, dass er niemals wieder jemanden würde lieben können. Sanft küsste er seinen Engel noch ein letztes Mal, dann brach er weinend über diesem zusammen.


„Seto!“ wurde dieser von Jonos und Seths Stimmen aus seiner Lethargie gerissen. Die beiden hatten einen Entschluss gefasst. Seto blickte die beiden Stumm, aus leeren Augen an. „Wir wollen euch ein Geschenk machen!“ und damit kniete sich Jono neben Seto und Joey. „Ihr habt so viel für uns getan und letztendlich dafür einen hohen Preis gezahlt und nun wollen wir euch helfen.“ Kurz blickte Jono zu Seth, der hinter ihm stand auf, dieser nickte seinem Geliebten aufmunternd zu. Daraufhin streckte Jono seine Hand mit der Handfläche nach oben aus und es erschien eine Kugel aus weißem Licht. Vorsichtig ließ Jono diese nun auf Joeys Körper hinab gleiten. Wenige Augenblicke später drang die Kugel in Joey ein. Erfüllten dessen erkaltenden Körper mit neuem Leben. Kurz durchfuhr Joey ein leichtes beben, dann begann sich sein Brustkorb wieder zu heben und zu senken. Schnell überprüfte Tristan Joeys Puls und war glücklich als er diesen wieder ertasten konnte. „Seto, er lebt!“ rief Tristan und Tränen der Freude traten in seine Augen. Seto erging es nicht anders. Überglücklich zog er Joey in seine Arme nicht gewillt diesen jemals wieder loszulassen.

Jono war froh, dass die Wiederbelebung geklappt hatte. Langsam erhob er sich und wurde dann auch schon in Seth Arme gezogen. Dieser drückte ihn fest an sich.

’Ich danke euch,’ kam es nach einer Weile von Seto während er die beiden dankbar anblickte. „Nichts zudanken, ihr habt so viel für uns getan, da war es das mindeste was wir tun konnten. Joey wird noch eine Weile schlafen, doch macht euch keine Sorgen, er wird wieder ganz gesund!“ versicherten die beiden Seto und Tristan. „Passt gut auf ihn auf und richtet ihm unseren Dank aus, ohne ihn wären wir noch immer voneinander getrennt. Und noch etwas, bitte sagt ihm, dass er das Medallion behalten soll, als andenken an uns.“ und mit diesen Worten erstrahlten die beiden in immer hellerem Licht bis sie gänzlich verschwunden waren.

Glücklich und voller Liebe blickte Seto in das Gesicht seines Engels bevor er ihn auf seine Arme hob und mit ihm aufstand. „Ich werde ihn nach oben bringen. Würdest du bitte nach Roland sehen. Wollen wir hoffen, dass Gozaburo ihm nichts angetan hat!“ richtete sich Seto an Tristan. Dieser wischte sich die Tränen aus dem Gesicht und antwortete ein ’Mach ich.’ Kurz darauf war er auch schon auf den Weg in die Küche, denn dort hatte er Roland das letzte Mal gesehen. Seto hingegen brachte Joey nach oben in sein Schlafzimmer.

Dort angekommen legte er Joey vorsichtig auf das Bett, zog ihm anschließend die Schuhe aus, deckte ihn zu und setzte sich dann zu Joey ans Bett. Zärtlich strich er seinem blonden Engel einige Haarsträhnen aus dem Gesicht, dann beugte er sich langsam zu diesem hinab und küsste diesen sanft. Anschließend legte er sich neben Joey ins Bett und bettete dann seinen Kopf auf Joeys Brust. Als er Joeys Herz regelmäßig schlagen hörte entspannte er sich sichtlich. Vorsichtig schlang er einen Arm um Joeys Hüfte bevor er aufgrund der heutigen Strapazen einschlief.

Einige Augenblicke später betrat Tristan das Zimmer. Doch als er die beiden so friedlich da liegen sah brachte er es nicht übers Herz, Seto zu wecken. Eigentlich hatte er ihm sagen wollen, dass er Roland bewusstlos in der Küche vorgefunden habe, dieser aber schon wieder auf den Beinen sei und er ihn nach Hause fahren würde, doch das konnte er ihm auch noch später mitteilen.


Mittwochmorgen

Als Seto am nächsten Morgen aufwachte befand er sich noch immer in derselben Lage in der er gestern eingeschlafen war. Vorsichtig um Joey nicht zu wecken löste er sich von seinem Engel. Doch dieser schlug wenige Augenblicke später die Augen auf. Schläfrig blickte er Seto an. Diesem traten vor Freude und Erleichterung Tränen in die Augen. Joey streckte daraufhin seine Hand nach Seto aus und wischte diesem die Tränen von den Wangen. „Siehst du mir ist nichts passiert!“ kam es nun liebevoll von Joey. Das einzige, zu dem Seto in diesem Moment noch im Stande war, war ein zaghaftes Nicken, dann verschloss er Joeys Lippen mit den seinen und dieser erwiderte den Kuss nur zu gern.

Nach einer Weile lösten sich die beiden von einander. „Wie fühlst du dich?“ wollte Seto besorgt wissen. „Ganz OK!“ antwortete Joey wobei er Seto keinen Moment aus den Augen ließ. Diesem liefen noch immer Tränen über die Wangen. Zärtlich wurden ihm diese erneut von Joey aus dem Gesicht gewischt. „Bitte wein nicht! Es geht mit doch gut!“ versuchte Joey Seto aufzumuntern. Ein zaghaftes Lächeln erschien daraufhin auf Setos Lippen. „Ich weiß und ich weine ja auch nicht aus Trauer oder Besorgnis, sondern aus Freude!“ antworte Seto. „Ich bin so froh, dass du wieder am leben bist!“ Erschrocken blickte Joey Seto an. „Was soll das heißen wieder?“ verlangte Joey sofort zu wissen. „Ich … kannst … kannst du dich nicht mehr erinnern, was gestern geschehen ist?“ wollte Seto erschrocken wissen. „Ich weiß nur noch, dass dieser Energieball auf uns zu geflogen kam und ich dich von mir gestoßen habe, doch dann verschwamm alles. Als ich vorhin aufgewacht bin dachte ich, die Energieball hätte mich vielleicht nur gestriffen“ erwiderte Joey ernst. „Ich wünschte es wäre so gewesen, doch der Energieball hat dich umschlossen und umgebracht!“ erwiderte Seto wobei er ein schlurzen unterdrücken musste. Geschockt blickte Joey Seto an. Sanft zog er diesen an sich. Dieser legte seinen Kopf auf Joeys Schulter und verstärkte die Umarmung noch. Joey konnte sich gar nicht vorstellen, was Seto durchgemacht haben musste. Er wusste nur, dass es ihm schier das Herz zerreißen sollte, würde Seto etwas zu stoßen. Beruhigend strich Joey seinem Schatz durch dessen braunes Haar. „Seto, wie kann es dann sein, dass ich lebe?“ fragte Joey nach einer Weile der Stille. „Seth und Jono haben dich wiedererweckt und dafür werde ich ihnen bis in alle Ewigkeit dankbar sein!“ kam es leise von Seto während er seine Umarmung noch intensivierte. „Jono und Seth, also?“ dachte Joey voller Dankbarkeit. Vorsichtig löste er sich von Seto so dass dieser ihm ins Gesicht sehen konnte. „Ich liebe dich, Seto und es tut mir leid, dass ich dir solchen Kummer bereitet habe!“ kam es entschuldigend von Joey. Seto wischte sich daraufhin mit seinem Pulloverärmel die Tränen aus dem Gesicht und antwortete dann „Ich liebe dich auch und du brauchst dich nicht bei mir zu entschuldigen. Aber ich möchte dich um etwas bitten!“ blickte er Joey ernst in dessen rehbraunen Augen. Aufmerksam blickte Joey Seto daraufhin an. „Ich möchte dich bitten hier bei mir in Domino City zu bleiben, denn ich möchte, dass du ein Teil meiner Familie, meines Lebens wirst!“ richtete Seto seine Bitte an Joey. Einen momentlang schien es Joey so als würde sein Herz aussetzen, doch dann hatte er sich wieder gefangen. Hoffnungsvoll sah Seto Joey an. Würde dieser bei ihm bleiben?




Kennenlernen

Kapitel 12

Mittwochnachmittag

Seto verstaute gerade Tristans Koffer im Kofferraum von Tristans Wagen, als Tristan auf Joey zutrat. "Und du willst wirklich hier bleiben?" blickte Tristan seinen Freund fragend an. "Ja, das will ich. Hier bei Seto ist nun mein zuhause. Zudem hat er mich gebeten bei ihm zu bleiben, wie könnte ich da gehen," erwiderte Joey ernst. "Du liebst ihn sehr nicht wahr?" wollte Tristan wissen. Mit einem liebevollen Blick betrachtete Joey daraufhin Seto bevor er antwortete "Ja, mehr als alles andere auf dieser Welt! Aber ich werde dich schrecklich vermissen!" sagte Joey zu Tristan. "Du wirst mir auch fehlen, ich verliere nicht gern so einen guten Mitarbeiter und Freund," erwiderte Tristan. "Sieh mich doch einfach als deine Zweigstelle in Domino City. Hier gibt es bestimmt genug für mich zu tun und außerdem verlierst du mich doch nicht als Freund, ich werd dich auf jeden Fall besuchen kommen. Nächste Wochen werde ich sowieso nach Tokio kommen um meine Wohnung zu kündigen und meine Sachen zu packen" klärte Joey seinen besten Freund auf. "Ich freu mich schon darauf, dich zu sehen!" kam es daraufhin von Tristan.

"Worauf freust du dich?" wurden die beiden von Seto unterbrochen. "Joey, nächste Woche zu sehen!" antwortete Tristan. "Pass gut auf ihn auf, ansonsten bekommst du es mit mir zu tun!" kam es nun ernst von Tristan. "Das werde ich!" sagte Seto während er Joey fest in seine Arme zog. "Das will ich doch hoffen!" sagte Joey lächelnd. "Also gut, dann bis nächste Woche!" kam es nun von Tristan. Joey befreite sich daraufhin aus Setos Armen und umarmte, so gut es mit seiner Armschlinge ging, seinen Freund. "Grüß Duke von mir!" "Mach ich!" erwiderte Tristan. Nachdem sich die beiden wieder von einander gelöst hatten reichte Seto Tristan seine Hand zum Abschied. Dieser ergriff sie und versprach sich demnächst mal bei Seto zu melden. Daraufhin sieg Tristan in seinen Wagen und fuhr davon.

"Er wird mir fehlen" sagte Joey traurig während er dem Wagen hinterher sah. "Du hast doch mich und nächste Woche wirst du ihn doch schon wieder sehen!" kam es daraufhin von Seto. Lächelnd drehte sich Joey nun zu diesem um. "Da hast du Recht! Wann kommt eigentlich dein Bruder an?" wollte Joey nun wissen. "Ungefähr in einer Stunde bringt Yami ihn hierher" antworte Seto. "Denkst du er wird mich mögen?" fragte Joey Seto mit einem verunsicherten Blick. "Wie könnte dich jemand nicht mögen!" erwiderte Seto daraufhin und zog Joey zu einem leidenschaftlichen Kuss an sich. Nach einer Weile lösten sich die beiden von einander um ins Haus zu gehen.


In Yamis Auto

"Yami? Denkst du der Geist ist wirklich weg?" kam es fragend von Mokuba. "Keine Sorge, wenn dein Bruder sagt er ist weg, dann ist er auch weg!" erwiderte Yami ernst während er konzentriert auf die Straße vor ihm blickte. Er konnte den Kleinen verstehen, wer würde keine Angst vor einem Geist haben, besonders im Alter von 8 Jahren. "Gut!" kam es daraufhin erleichtert von Mokuba, denn er wollte sein zuhause auf keinen Fall mit diesem gruseligen Geist teilen. Was Yami im Moment mehr interessierte, war die Tatsache, dass Seto ihnen jemanden vorstellen wollte. Vielleicht eine Freundin? Aber wie sollte Seto so schnell eine gefunden haben? Wenige Minuten später kamen die beiden auch schon am Anwesen der Familie Kaiba an.


Kaiba Anwesen

Aufgeregt warteten Seto und Joey im Wohnzimmer auf die Ankunft von Mokuba und Yami. Seto, weil er Mokuba so lange nicht gesehen hatte und ihn endlich wieder bei sich haben wollte und Joey, weil er Mokuba und Yami kennen lernen würde und der nicht wusste, wie diese auf ihn reagieren würden.

Als es nun klingelte zuckten die beiden erst einmal kurz zusammen. "Ich mach auf!" rief Seto und daraufhin lief er los. Joey konnte einfach nicht warten und lief ihm hinterher. Als Seto die Haustür öffnete sah er sich direkt Yami und Mokuba gegenüber. Mokuba warf sich sofort in die Arme seinen großen Bruders und drückte diesen an sich. Dieser erwiderte die Umarmung genauso fest. "Ich hab dich vermisst großer Bruder!" kam es von Mokuba. "Ich habe dich auch vermisst!" erwiderte Seto ernst, aber auch liebevoll, während er seinen kleinen Bruder wieder aus seinen Armen entließ.

Abschätzend blickten sich währenddessen Yami und Joey an, richteten dann ihre Aufmerksamkeit aber wieder auf die Kaibabrüder. Man konnte sehen, wie sehr die beiden aneinander hingen. Ein sanftes Lächeln erschien auf Yamis und Joeys Lippen. "Seto, wer ist das da?" wollte Mokuba wissen während er mit seinem Zeigefinger auf Joey deutete. "Erst einmal zeigt man nicht mit seinem Finger auf andere Leute und zweitens ist das Joey, mein Freund!" erwiderte Seto ernst. "Freund?" wollten Yami und Mokuba sofort erstaunt wissen. Interessiert blickten sie Joey an.

Joey war daraufhin ein wenig verunsichert. Seto, der Joeys Nervosität bemerkte, trat zu diesem und nahm anschließend dessen Hand in die seine. "Joey, darf ich dir vorstellen, dass sind Mokuba, mein kleiner Bruder und das ist Yami, einer meiner besten Freunden!" deutete Seto aus die beiden. "Yami, Mokuba, dass ist Joey Wheeler mein Freund!" "Guten Tag!" riss sich Joey nun zusammen und begrüßte daraufhin die beiden Ankömmlinge. "Guten Tag!" erwiderten diese freundlich. "Lasst uns ins Wohnzimmer gehen" kam es daraufhin von Seto. Wenig später saßen die vier bei Kaffee/Kakao und Kuchen im Wohnzimmer.

"Wie habt ihr euch beide denn kennen gelernt?" fragte Yami nach einer Weile Joey. "Tristan hat mich, wegen den Untersuchungen bezüglich des Geistes, hierher geschickt und so haben wir uns kennen gelernt!" antwortete dieser ernst. "Dann bist du ein Geisterjäger, oder?" kam es mit strahlenden Augen von Mokuba. "Wenn du es so ausdrücken möchtest, Mokuba. Ja! dann bin ich ein Geisterjäger!" blickte er den Jungen freundlich an. "Cool!" kam es daraufhin von diesem. "Wobei haben sie sich eigentlich verletzt?" wollte Yami wissen während sein Blick auf die Armschlinge, in der Joeys rechter Arm lag, gerichtet war. "Ich bin gestürzt, aber in ein paar Tagen wird alles wieder in Ordnung sein!" antwortete Joey. Langsam aber sicher wurde es Joey etwas unbehaglich, Yamis Ton war doch recht eisig. "Denken sie eigentlich nicht, dass ihr beiden recht schnell zusammen gekommen seid? Wollen sie womöglich nur an Setos Geld heran?" blickte Yami Joey interessiert aus eisigen Augen an. Langsam aber sicher verlor Seto seine Geduld, wie konnte Yami nur so mit Joey umgehen. Dieser blickte Yami geschockt an. Wie konnte dieser so was nur von ihm denken. "Ich habe mein eigenes Einkommen und brauche kein Geld von ihm. Selbst wenn Seto bettelarm wäre würde ich bei ihm sein wollen!" wurde Joey etwas lauter bevor er aufsprang und das Zimmer verließ. Er musste erst einmal raus. Geschockt blickten ihm Seto, Yami und Mokuba hinterher.

"Yami wie konntest du nur?" wollte Seto aufgebracht wissen während er von der Couch aufstand. "Seto, es tut mir leid! Ich wollte nur sicher sein, dass er es ernst meint!" versuchte sich Yami für sein Verhalten bei Seto zu entschuldigen. "Denkst du nicht, das es meine Sache ist, dass zu beurteilen?" kam es von Seto während er Yami wütend ansah. "Ich werde ihn jetzt erstmal suchen und dann wirst du dich gefälligst bei ihm entschuldigen." "Nicht, lass mich ihn suchen, dann kann ich mich auch gleich entschuldigen!" sagte Yami nun. Seto nickte ihm daraufhin zu. Kurz darauf verließ Yami das Zimmer um Joey zu suchen.

"Seto? Du liebst Joey sehr, oder?" kam es fragend von Mokuba. Liebevoll sah Seto Mokuba an bevor er antwortete "Sehr sogar." "Und liebt er dich auch?" wollte Mokuba daraufhin wissen. "Ja, Mokuba, dass tut er." "Dann freu ich mich für euch beiden!" erwiderte Mokuba aufrichtig. Er war froh, dass sein großer Bruder endlich jemanden gefunden hatte, denn er außer ihm noch lieben konnte. Viel zu lange war Seto seiner Meinung nach schon alleine und vielleicht würde er nun annähernd so etwas wie eine richtige Familie bekommen, dachte Mokuba. "Danke Mokuba, das bedeutete mir wirklich viel!" sagte Seto während er Mokuba kurz durch dessen schwarzes Haar wuschelte. Dieser musste daraufhin grinsen. "Ich hab dich lieb großer Bruder!" "Ich dich auch Mokuba!" erwiderte Seto.

Währenddessen hatte Yami Joey in Setos Schlafzimmer gefunden. Joey saß mit dem Gesicht zum Fenster auf dem Bett und somit mit seinem Rücken zu Yami. "Joey?" wurde dieser nun von Yamis Stimme aus seinen Gedanken gerissen. Dieser drehte sich daraufhin zu Yami um. "Joey, es tut mir leid, was ich da gesagt habe!" begann sich Yami zu entschuldigen. "Ich ... es ist nur so, Seto ist ein ganz besonderer Mensch und zudem noch mein bester Freund. Ich möchte nicht, dass er oder sein Bruder verletzt werden, dafür sind mir die beiden einfach zu wichtig." Einen Moment herrschte daraufhin Stille.

"Ich verstehe! Aber eins sollen sie wissen. Ich liebe Seto und ich würde ihn oder seinen kleinen Bruder niemals verletzten!" versicherte Joey Yami. "Gut!" sagte Yami. "Verzeihen sie mir?" blickte Yami Joey fragend an. Dieser erhob sich daraufhin und stellt sich dann vor Yami und reichte diesem seine Hand "Guten Tag! Ich bin Joey Wheeler! Nenn mich ruhig Joey!" Daraufhin musste Yami erleichtert lächeln, hatte Joey ihm doch noch verziehen. "Ich bin Yami Atemu! Für dich Yami! Ich hoffe wir werden Freunde!" antworte Yami und reichte seinerseits Joey seine Hand. "Wollen wir runter gehen?" sah Yami Joey fragend an. "Ja!" antworte Joey mit einem Lächeln auf den Lippen. Wenige Augenblicke später waren sie auch schon auf den Weg nach unten.

Als die beiden das Wohnzimmer betraten richteten Seto und Mokuba augenblicklich ihre Aufmerksamkeit auf die beiden. "Es ist alles wieder in Ordnung!" sagte Yami. "Wirklich?" blickte Seto Joey fragend an. Dieser setzte sich zu Seto und antwortete "Ja! Alles in Ordnung!" "Dann ist ja gut!" erwiderte Seto während er Joey näher zu sich zog und seinen Arm um diesen legte. Yami hingegen setzte sich daraufhin in einen der Sessel. "Und was plant ihr so für die Zukunft?" blickte Yami Seto und Joey interessiert an. "Joey wird erst einmal hier einziehen, damit wir uns noch besser kennen lernen und dann hoffe ich den Rest meines Lebens mit Joey zusammen sein zu können!" antwortete Seto auf die Frage. "Von mir aus gern!" lächelte Joey Seto liebevoll an. "Also ich wünsch euch alles Gute!" sagte Yami daraufhin. "Ich auch!" kam es dann noch von Mokuba, was besonders Joey glücklich machte zeigte ihm diese Aussage doch, dass Mokuba mit der Beziehung zwischen ihm und Seto einverstanden zu sein schien. Danach redete man noch eine Weile über dieses und jenes bis es für Yami Zeit war nach Hause zufahren.


Mittwochabend

"Komm gut nach hause!" riefen Seto und Joey Yami hinterher als dieser mit seinem Wagen los fuhr. Zum Zeichen, dass dieser verstanden hatte winkte er den beiden kurz zu. Gemeinsam betraten Joey und Seto dann wieder das Haus. "Ich denke ich bringe Mokuba jetzt erstmal ins Bett!" sagte Seto zu Joey nachdem sie wieder im Wohnzimmer ankamen und Mokuba sahen, der schon vor gut einer Stunde auf der Couch eingeschlafen war. "Ist gut! Ich helfe dir dabei!" kam es nun von Joey. Vorsichtig um Mokuba nicht zu wecken hob Seto seinen kleinen Bruder auf seine Arme und trug diesen dann rauf in sein Zimmer. Dort angekommen zog er den Kleinen um und deckte ihn anschließend zu. Kurz gab er dann seinem Bruder noch einen Gute Nacht Kuss bevor er mit Joey das Zimmer verließ.

"Wollen wir schlafen gehen?" blickte Joey Seto müde an. "Gern" antworte dieser und zog Joey mit sich in ihr ab nun gemeinsames Schlafzimmer. Seto hatte sich relativ schnell umgezogen nur Joey hatte noch einige Probleme mit der Armschlinge, die er wieder anlegen wollte. "Seto, könntest du mir kurz helfen!" bat er Seto ihm beim anlegen zu helfen. Dieser ließ Joey auf das Bett setzen und half ihm dann seinen Arm in die Schlinge zu legen. Vorsichtig um Joey keine Schmerzen zu bereiten verschloss er anschließend den Klettverschluss der Armschlinge. "Danke" kam es daraufhin erleichtert von Joey. Das wiederanlegen war jedes Mal wieder die reinste Tortur. Wenn er nur an morgenfrüh dachte wurde ihm schon schlecht.

"Gehen die Schmerzen, oder soll ich dir eine Schmerztablette holen?" holte Setos Stimme Joey aus seinen Gedanken. "Nein, es geht und ich bin mir sicher, dass ich diese verdammte Armschlinge nächste Woche schon wieder abbekomme!" erwiderte Joey auf Setos Frage. "Das hoffe ich, ansonsten könnte es passieren, dass ich einfach über dich herfalle!" kam es mit einem anzüglichen Grinsen von Seto. Joey errötete daraufhin leicht. Vorsichtig drückte Seto Joey nun zurück in die Kissen. Anschließend strich er
diesem sanft durch sein blondes Haar. Daraufhin wurde Seto von Joey zu sich herunter gezogen.

Fasziniert sahen sie sich gegenseitig in die Augen. Saphirblau traf auf rehbraun. Kälte auf Wärme. Immer mehr näherten sich ihre Lippen. Kurz bevor sich ihre Lippen berührten schlossen die beiden ihre Augen. Gaben sich ganz diesem Moment hin.


Spät in der Nacht

Durch ein Geräusch wurde Joey geweckt. Vorsichtig befreite er sich aus Setos Umarmung um nach zusehen woher diese Geräusch wohl käme. Langsam schwang er sich aus dem Bett und tapste anschließend leise zur Zimmertür. Auf dem Flur konnte er erkennen, dass das Geräusch aus Mokubas Zimmer zu kommen schien. Leise öffnete er daraufhin dessen Zimmertür. Auf dem Bett konnte er Mokuba sitzen und weinen sehen. Das war es also gewesen, dass ihn geweckt hatte. Langsam ging er auf Mokuba zu. "Mokuba, was ist den los?" kam es sanft von Joey, um Mokuba nicht zu erschrecken. "Hattest du einen Alptraum?" fragte er den Kleinen, als dieser ihm nicht antwortete. Statt zu antworten nickte Mokuba einfach nur. Daraufhin setzte sich Joey zu Mokuba aufs Bett. "Was hast du denn geträumt?" fragte er Mokuba sanft. "Ich ... da war wieder ... wieder dieser Geist von neulich. Er ... Er wollte mich töten!" kam es schniefend von Mokuba. "Mokuba, das war nur ein Traum. Und der Geist wird dir nichts tun. Glaub mir, er ist jetzt weg und er kommt nie wieder!" versuchte Joey Mokuba zu beruhigen. "Wirklich?" blickte Mokuba Joey fragend an. Zärtlich wischte Joey Mokuba die Tränen von den Wangen. "Ich versichere dir, er ist nicht mehr hier!" sagte Joey ernst. "Umarmst du mich kurz?" blickte Mokuba Joey bittend an. Zuerst war dieser ein wenig überrascht, doch dann zog er den Jungen in seine Arme. Beruhigend strich er den Jungen durch dessen schwarzes Haar und über seinen Rücken. Nach einer Weile merkte Joey, dass Mokuba sich immer mehr entspannte und schließlich in seinen Armen einschlief. Als er Mokuba nun zurück in seine Kissen legen wollte wurde dieser kurz wieder wach. "Bitte nicht gehen!" kam es verschlafen von Mokuba. Daraufhin beschloss Joey noch eine Weile zu bleiben. Doch aus einer Weile wurden zwei Stunden.

Als Seto Joey in seine Arme ziehen wollte musste er feststellen, dass dieser nicht neben ihm lag. Überrascht richtete sich Seto daraufhin im Bett auf. Anschließend stand er auf, zog sich seinen dunkelblauen Bademantel an und machte sich auf die Suche nach Joey. Diesen fand er seelenruhig neben Mokuba schlafend in dessen Zimmer vor. Ein zartes Lächeln legte sich auf Setos Lippen, die beiden waren aber auch zu süß anzusehen. Vorsichtig hob er Joey auf seine Arme, um ihn anschließend zurück in ihr Zimmer zu bringen. Doch kaum hatte er Joey auf seinem Arm wachte dieser auf. "Was?" fragte der verschlafen. "Ich bring dich zurück ins Bett!" antwortete Seto. "Hmm ..." kam es von einem schon wieder eingeschlafenen Joey. 'Wie schön er doch ist!' dachte Seto bevor er Joey wieder in ihr Zimmer brachte. Morgen muss ich ihn fragen, was er bei Mokuba wollte. Eigentlich konnte er sich das schon denken, wahrscheinlich hatte Mokuba einen Alptraum gehabt und Joey hatte es gehört und ihn getröstet und war wie es ihm schon so oft ergangen war von Mokuba gebeten worden noch eine Weile dort zu bleiben.

In ihrem Zimmer angekommen legte Seto Joey wieder in ihr Bett. Anschließend legte er sich zu Joey. Dann zog er diesen ans sich. Dessen Kopf lag nun auf seiner Brust und ihre Finger hatten sie miteinander verschlungen. Eine Weile noch beobachtete Seto seinen Engel. Wie froh war er doch, dass doch noch alles gut geworden war. Joey war am Leben, Mokuba war mit Joey einverstanden und er zum ersten Mal im seinem Leben rundum glücklich. Nun konnte er nur noch hoffen, dass es auch so bleiben würde und mit dieser Hoffnung schlief er ein. 



Epilog

Eine Woche später

Familienfriedhof der Familie Kaiba

Nachdem Seto Gozaburo auf einen der öffentlichen Friedhöfe hatte umbeten lassen, hatten Seth und Jono nun auf dem Familienfriedhof der Kaibas ihre letzte Ruhe gefunden. Händchen haltend standen Joey und Seto vor dem Doppelgrab der beiden. "Denkst du, die beiden werden nun bis in alle Ewigkeit zusammen sein?" blickte Joey seinen Schatz fragend an. "Ich bin mir sicher das werden sie, genauso wie wir!" antworte mit einem liebevollen Blick in Joeys Augen bevor er diesen an sich zog. Sanft strich er Joey über die Wange bevor er Joey verlangend küsste. "Ich liebe dich!" kam es voller Liebe von Joey nachdem sie ihren Kuss gelöst hatten. "Ich liebe dich auch!" erwiderte Seto ernst. "Wie sehr?" blickte Joey Seto fragend an. Daraufhin zog Seto Joey mit sich in Richtung des Anwesens. Ein wenig verwirrt blickte Joey zu Seto. "Was hast du vor?" kam es fragend von Joey, er konnte sich keinen Reim auf Setos Verhalten machen. "Du willst doch wissen, wie sehr ich dich liebe, oder nicht?" sagte Seto daraufhin ernst, ohne sich aber zu Joey umzudrehen. "Ja!" antwortete dieser daraufhin. "Dann werde ich es dir in unserem Schlafzimmer zeigen!" erwiderte Seto. Joey errötete daraufhin leicht, ließ sich aber bereitwillig mitziehen.

In ihrem Schlafzimmer angekommen küsste Seto Joey verlangend. Dieser erwiderte den Kuss mit demselben verlangen, dass auch Seto in sich spürte. Vorsichtig und zärtlich zugleich befreite Seto Joey von dessen Kleidung. Während Joey wiederum ihn entkleidete. Nackt und sich immer wieder leidenschaftlich küssend steuerte die beiden auf ihr Bett zu, um erneut eine Nacht unbändiger Liebe und Leidenschaft miteinander zu verbringen.


Ende 




Ich hoffe meine FF hat euch gefallen. Im Moment denke ich darüber nach eine Fortsetzung zu schreiben. Also wenn ihr eine wollt, dann hinterlasst mir viele Kommentare!

Alles Liebe!!!

Noa-Willow^^