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The Gift - Teil 0 bis 5

Vielen Dank an Jono, die sich die Mühe gemacht hat, dieses und die noch kommenden Kapitel zu korrigieren!


Prolog

Seit dem damaligen Vorfall waren 6 Monate vergangen. 6 Monate in denen sie Ruhe hatten. Keine Geister, keine Visionen. Zumindest versicherte Joey dies seinem Liebsten. Ob dies wohl der Wahrheit entsprach? Nur eins war sicher und zwar die Tatsache, dass erneut eine dunkle Bedrohung auf sie zukommen würde.

Kaibaland Sonntagnachmittag

"Seto sieh mal!" rief Mokuba seinem Bruder und dessen Freund zu, während er gleichzeitig auf die neue Achterbahn des Freizeitparks deutete. "Wenn du willst können wir gleich damit fahren!" erwiderte Seto. Er freute sich, dass die neue Achterbahn Mokuba zu gefallen schien, schließlich war sie seine neueste Entwicklung für den Park. "Was meinst du Joey?" blickte er anschließend seinen Geliebten fragend an. "Sehr gern!" erwiderte dieser. Seto ergriff daraufhin Joeys Hand und zog diesen mit sich in Richtung Achterbahn, Mokuba, der vor ihnen herlief, dabei immer im Auge behaltend. "Und die Achterbahn hast du in nur 3 Monate entwickelt und bauen lassen?" fragte Joey erstaunt. "Ich bin halt ein Genie!" kam es daraufhin mit einem Nicken von Seto. "Ein Genie also! Dann sind wir jetzt also ein Genie und ein von den toten auferstandenes Medium!" sagte Joey. Daraufhin zuckte Seto zusammen. Noch immer verfolgten ihn die Vorkommnisse der damaligen Nacht.

Unerwartet blieb Seto daraufhin stehen und zog Joey in seine Arme. "Ich ... Seto, es tut mir leid!" kam es leise von Joey. Er hätte wissen müssen, dass er mit dieser dummen Bemerkung alte Wunden bei Seto aufreißen würde. Dieser hielt Joey noch einen Moment in seinen Armen, ohne auf dessen Entschuldigung einzugehen, bevor er den Blonden losließ. "Ich liebe dich und du brauchst dich nicht zu entschuldigen!" kam es daraufhin von Seto, bevor er Joey einen sanften Kuss gab, den dieser nur zu gern erwiderte. Das sich einige der anderen Besucher zu ihnen umdrehten störte die Beiden nicht. Von Anfang an hatten sie sich nicht versteckt. Sie liebten einander. Warum also sollten sie diese Liebe vor der Öffentlichkeit verstecken.

In dem Moment in dem sich ihre Lippen berührten bekam Joey eine Vision.

Er sah Mokuba mit einem Fremden, dessen Gesicht er nicht erkennen konnte das Gelände des Vergnügungsparks verlassen. So wie es schien tat Mokuba das nicht freiwillig, doch war er einfach nicht stark genug sich gegen den stahlharten Griff des Mannes zu wehren.

Dann wechselte der Ort des Geschehens plötzlich. Er befand sich nun im Leichenschauhaus. Dort sah er Seto, sich und einen älteren Herrn vor einer Trage, auf der ein unter einem weißen Lacken verhüllter Körper zu liegen schien stehen.

"Mr. Kaiba, es tut mir leid, doch sie müssen ihn identifizieren, erst dann können wir seine Leiche freigeben!" kam es von dem älteren Gerichtsmediziner. Seto blickte den Mann daraufhin an und drückte dann Joeys Hand, um sich zu vergewissern, dass dieser bei ihm war. Dieser stand tränenaufgelöst neben Seto. Kurz atmete Seto daraufhin noch einmal ein, bevor er den Gerichtsmediziner ein Zeichen machte das er nun bereit sei. Dieser nickte ihm zu und zog das Lacken dann bis zu den Schultern des toten Körpers zurück. Doch nichts hätte ihn auf diesen Anblick vorbereiten können.

Geschockt blickte Joey auf die sich abspielende Szene. Das konnte, das durfte nicht sein. Nicht Mokuba war sein einziger Gedanke in dem Moment in dem er einen Blick auf die Leiche werfen konnte. Wie es schien wurde Mokuba erwürgt, denn er konnte frische Würgemale auf dem Hals des Jungen erkennen.

Voller Trauer und Wut blickte Seto mit leeren Augen auf den toten Körper seines kleinen Bruders. Tränen benetzten unablässig seine Wangen. Joey schlug geschockt vor Entsetzen eine Hand vor den Mund. Im ersten Moment erschien es so, als würde Mokuba nur schlafen doch Seto und Joey wussten es besser. Ihr kleiner Sonnenschein war Tod! Ermordet worden von einem Fremden. Nachdem Seto Joeys Hand losgelassen hatte strich er Mokuba einige seiner schwarzen Haarsträhnen aus dem Gesicht.

Warum? Warum? fragte er sich immer wieder. Warum hatte sein kleiner Bruder sterben müssen? Wieso hatte er ihn nicht beschützen können? Er schwor sich den Kerl der Mokuba das angetan hatte leiden zu lassen. Nur dieser Gedanke hielt ihn jetzt noch davon ab zusammenzubrechen.

Erneut wechselte der Schauplatz und diesmal befand er sich auf dem Friedhof. Die Beerdigung schien gerade vorüber zu sein, denn nur er und Seto standen noch vor dem frischen Grab. Es brach ihm beinahe das Herz seinen Liebsten so zu sehen, so voller Trauer, Verzweiflung und Wut.

Erst jetzt schien Seto klar geworden zu sein, dass sein kleiner Bruder wirklich Tod war und niemals wieder kommen würde. Immer wieder schrie er mit Tränenbenetzten Wangen nach dem Warum, doch darauf würde er niemals eine Antwort erhalten. Weinend brach er vor dem Grab zusammen. Sofort ließ sich auch Joey zu Seto nieder. Sanft zog er Seto in seine Arme, wiegte diesen beruhigend hin und her. Gemeinsam weinten sie um ihren kleinen Bruder, denn das war Mokuba in Joeys Augen schon seit einer ganzen Weile gewesen.

Geschockt löste Joey den Kuss und wich dann, sich panisch nach Mokuba umsehend, von Seto. Verwirrt blickte Seto Joey an. "Was ist los?" wollte dieser besorgt von seinem Geliebten wissen. "Mokuba! Wo ist er?" schrie Joey schon fast panisch, als er Mokuba nicht sehen konnte. Sofort blickte sich auch Seto suchend um, doch auch er konnte Mokuba nicht sehen. Hatte Joey eine Vision gehabt? Was sollte Joeys Verhalten nur bedeuten und wo verdammt noch mal war Mokuba, er war doch gerade noch vor ihnen gewesen. War sein kleiner Bruder etwas in Gefahr? "Joey?" versuchte Seto nochmals dessen Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Dieser blickte Seto ernst und voller Angst an. "Seto, Mokuba ... er ... er ist in Gefahr! Wir müssen ihn finden!" kam es noch panischer von Joey. Nun bekam auch Seto Angst. Sein Magen verkrampfte sich. Panisch blickte er sich suchend um, konnte aber erneut Mokuba in der Menschenmenge nicht ausmachen. Plötzlich hatte Joey eine Erscheinung, er sah einen jungen Mann mit fast weißem Haar und unglaublichen grünen Augen einige Meter vor sich stehen. Er schien ihm etwas zuzurufen und deutete in eine bestimmte Richtung. Joey war sich sicher, dass es ein Hinweis auf Mokubas Aufenthaltsort sein sollte und so rannte er, Seto hinter sich herziehend, einfach los. Dieser passte sich schnell seinem Tempo an und so rannten sie, wie Joey nach einem kurzen Moment merkte, in Richtung des Riesenrads.

Von weitem konnten sie Mokuba und einen älteren Mann, der Mokuba mit sich zog, ausmachen. Sofort beschleunigten die beiden ihr Tempo noch. "Mokuba!" schrie Seto um diesen auf sich aufmerksam zu machen. Dieser richtete augenblicklich seinen Blick auf seinen Bruder und Joey. Joey meinte in diesem Blick einen Anflug von Panik, aber auch Erleichterung erkennen zu können. Der Mann der die beiden nun auch bemerkt hatte ließ Mokuba daraufhin los um zu verschwinden, doch Seto war schneller. Während Joey den völlig aufgelösten Mokuba in seine Arme zog, warf sich Seto auf den Mann und verdrehte diesem anschließend den Arm auf den Rücken, so dass dieser nicht doch noch entkommen konnte. Daraufhin rief er den Sicherheitsdienst des Parks und ließ dann die Polizei kommen. Am liebsten hätte er den Kerl umgebracht, doch er wusste, dass ihn sein kleiner Bruder nun mehr brauchte als jemals zuvor und darum übergab er den Kerl der Polizei.

Erleichtert atmete Joey auf, als er Mokuba in seine Arme zog. "Mokuba, geht's dir gut?" wollte Joey daraufhin besorgt von Mokuba wissen. Diesem liefen Tränen über die Wangen und er zitterte vor Angst. Zwar war er jetzt nicht mehr in Gefahr, doch allein die Erinnerung an diesen Mann, verursachte ihm eine Gänsehaut. "Es ... es geht schon!" antwortete Mokuba schniefend während er sich fester an Joey drückte. Dieser erwiderte die Umarmung mit derselben Intensität. Er sah noch immer das Bild von einem leblosen Mokuba vor sich und musste sich selbst beweisen, dass diese Vision nicht eingetreten war.

Nun trat auch Seto zu den beiden. Erleichtert blickte er auf Mokuba und Joey, dabei versicherte er sich auch, dass Mokuba sich nicht verletzt hatte. Wäre Mokuba etwas zugestoßen, dann hätte er sich das niemals verziehen. "Mokuba!" kam es leise von Seto, um diesen nicht zu erschrecken. Daraufhin blickte Mokuba zu seinem großen Bruder auf, um sich anschließend von Joey zu lösen und sich in dessen Arme zu werfen. Fest drückte Seto seinen kleinen Bruder an sich. "Alles in Ordnung?" wollte Seto wissen. Mokuba nickte daraufhin hielt sich aber immer noch an seinem Bruder fest. Da Mokuba sich anscheinend nicht von ihm lösen wollte nahm Seto Mokuba auf seinen Arm und gemeinsam mit Joey machte er sich anschließend auf den Weg nachhause. Mokuba brauchte nun Ruhe und ihnen war die gute Stimmung für heute mehr als vergangen.

Kurz blickte sich Joey noch nach dem jungen Mann um, den er gesehen und der sie zu Mokuba geführt hatte, doch da er ihn nirgends entdecken konnte folgt er Seto und Mokuba zum Ausgang. Im Stillen bedankte er sich für die Hilfe.

Später erfuhren die beiden von Mokuba, dass er durch die Menschenmenge von den beiden getrennt worden war und dass ihn dann dieser Mann angesprochen habe, der ihm angeblich den Weg zeigen wollte, doch da er von seinem Bruder eingebläut bekommen hatte mit keinem Fremden zu gehen, hatte er sich geweigert, doch der Mann hatte nicht locker gelassen. Zum Glück waren sie dann gekommen um ihn zu retten.

Die Polizei berichtete ihnen später, dass der Mann der Mokuba entführen wollte, Seto damit erpressen wollte. Er hatte den Jungen im Freizeitpark erkannt und da er Seto nicht in seiner Nähe gesehen hatte, hatte er beschlossen ihn mit zu nehmen. Doch er hatte nicht damit gerechnet, dass Mokuba sich wehren, noch das Seto und Joey so plötzlich auftauchen würden. Nach Joeys Vision wäre der Entführer dann nach der Entführung in Panik geraten und sah die einzige Chance aus dieser Sache wieder herauszukommen darin, Mokuba zu töten und zu verschwinden. Zeitgleich erfuhren die beiden von der Polizei, dass Mokuba vor Gericht nicht würde aussagen müssen, denn der Entführer habe den Versuch der Entführung gestanden. Wie es aussehe würde er mindestens 10 Jahre bekommen mit anschließender Sicherheitsverwahrung. Nach Setos Meinung war dies noch eine viel zu milde Strafe, doch war er dennoch froh, dass dieser Mann in Zukunft keine Gefahr mehr für die Öffentlichkeit darstellen würde. Wer weiß was er als nächstes getan hätte?



Geständnis

1. Kapitel

Sonntagabend

Zuhause angekommen brachte Seto seinen kleinen Bruder erstmal ins Bett. Anschließend blieb er noch solange bei Mokuba bis dieser eingeschlafen war. Mit Grauen erinnerte sich Seto an den Vorfall von heute. Niemals wieder sollte so etwas noch einmal geschehen können. Bevor er nun das Zimmer verließ um sich zu Joey zu begeben, deckte er Mokuba noch mal richtig zu und gab ihm anschließend noch einen sanften Kuss auf dem Kopf. Daraufhin schaltete er die Nachtischlampe aus und schloss die Tür hinter sich. Anschließend begab er sich zu Joey, der in ihrem gemeinsamen Schlafzimmer schon auf ihn wartete.

Sofort als Seto das Zimmer betrat blickte Joey, der im Schneidersitz auf dem Bett saß und sich einige Unterlagen bezüglich der Eröffnung einer Zweigstelle von Tristans Agentur in Domino-City ansah auf. "Wie geht es Mokuba?" wollte er auch gleich besorgt von Seto wissen, denn noch immer verfolgten ihn die Bilder der Vision. Dieser setzte sich mit dem Rücken zu Joey aufs Bett und antwortete "Er ist endlich eingeschlafen, doch es wird noch eine Weile dauern bis er das heutige Erlebnis verarbeitet hat!" Joey legte daraufhin seine Unterlagen zur Seite, um anschließend Seto von hinten zu umarmen. Dieser genoss die Wärme die Joey ausstrahlte und kuschelte sich noch fester an Joey. Genau das brauchte er jetzt, die Liebe und Wärme seines Freundes. Doch eine Frage beschäftigte Seto dennoch. Woher hatte Joey gewusst, dass Mokuba in Gefahr war?

"Joey, heute, das war eine Vision, oder?" wollte er mit ernster Stimme wissen. Daraufhin versteifte sich Joey. Seto der dies spürte löste sich aus der Umarmung, um sich umzudrehen und Joey in die rehbraunen Augen zu schauen. "Also! Ich warte auf eine Antwort!" wurde Seto langsam ungeduldig.

Nach einem leisen Seufzer nickte Joey zur Bestätigung. Er hatte gehofft dieses Gespräch noch eine Weile aufschieben zu können. "Was hast du gesehen?" wollte Seto daraufhin wissen. "Seto, die Bilder die ich gesehen habe belasten mich schon sehr, tu dir das bitte nicht an!" versuchte Joey Seto davon zu überzeugen, es nicht wissen zu wollen, doch dieser blieb hartnäckig und so erzählte Joey Seto alles. Dieser wurde daraufhin blass. "Seto, alles in Ordnung?" fragte Joey besorgt. Dieser nickte kurz. Es brauchte noch einen Moment bis sich Seto wieder gefasst hatte und er wieder einen Ton herausbringen konnte. Wie konnte man einem Kind so was nur antun? Und wie konnte Joey mit solchen Visionen noch immer ein so fröhlicher und liebevoller Mensch sein. Seto war sich sicher, dass er schon längst unter der Last dieser Bilder zusammengebrochen wäre. "Ich ... ich danke dir, Joey! Ohne dich hätte ich meinen kleinen Bruder verloren!" kam es nun voller Liebe und Aufrichtigkeit von Seto während er Joey in seine Arme zog. "Seto, du brauchst mir nicht zudanken. Ich liebe Mokuba, als wäre er mein eigener Bruder. Und ich würde niemals zu lassen, dass ihm ein Leid geschieht!" erwiderte Joey liebevoll. Seto war froh, dass Joey Mokuba so sehr zu mögen schien, doch da war noch etwas, dass Seto beschäftigte, hatte Joey ihm damals als sie sich kennen lernten nicht gesagt, dass er Visionen aus der Vergangenheit empfangen kann? Wie konnte es also sein, dass er sehen konnte, was in der Zukunft geschehen wäre?

Sanft löste sich Seto nun von Joey. "Joey, gibt es da nicht noch etwas das du mir sagen willst? Zum Beispiel wieso du plötzlich Visionen aus der Zukunft hast?" blickte Seto Joey mit seinen durchdringenden blauen Augen fragend an. Dieser musste erstmal schlucken, Seto hatte es also doch bemerkt. "Ich ... Meine Gabe hat sich seit dem damaligen Vorfall verändert!" erwiderte Joey leise. "Inwiefern?" wollte Seto augenblicklich wissen. "Neuerdings habe ich auch Visionen aus der Zukunft. Zuerst waren es nur kurze Visionen z. B. ob es heute regnen wird oder das du früher nachhause kommst, doch heute war es anders, heute war es eine richtige Vision. Zudem kann ich die Visionen nicht mehr steuern, es passiert einfach so!" klärte Joey Seto auf. "Seit wann? Du hast gesagt neuerdings, seit wann genau?" kam es nun in einem eiskalten Tonfall von Seto. "Es fing etwa zwei Monate nach der Sache mit Seth und Jono, an. Meiner Meinung nach haben sich meine Fähigkeiten durch meinen Tod und die daraus resultierende Wiederauferstehung verändert." Seto konnte es kaum fassen. Joey hatte ihn angelogen. Vier ganze Monate hatte er ihm das Verschwiegen, sich ihm nicht anvertraut. "Wie konntest du mir das verschweigen?" schrie er Joey wütend an während er sich vom Bett erhob. Dieser zuckte zusammen. "Ich ... Seto, ich wusste nicht wie ich dir das sagen sollte!" erwiderte Joey kleinlaut. "Du hättest einfach nur den Mund aufmachen und etwas sagen müssen, doch das hast du nicht getan und ich dachte du würdest mich lieben und mir vertrauen!" kam es noch wütender von Seto. Joeys Herz zog sich bei diesen Worten schmerzhaft zusammen. Wie konnte Seto nur glauben er würde ihn nicht lieben und vertrauen. "Seto, es ..." doch weiter kam Joey nicht. "Ich will jetzt nichts mehr hören!" und mit diesen Worten verließ Seto wütend das Zimmer und knallte die Tür hinter sich zu. Geschockt blickte Joey Seto hinterher. Was hatte er da nur angerichtet? War sein einziger Gedanke in diesem Moment.

Als Seto nach 15 Minuten noch immer nicht zurück war machte sich Joey auf die Suche nach Seto. Diesen fand er unten in seinem Arbeitszimmer. Seto stand mit dem Rücken zu ihm am großen Panoramafenster. "Seto?" kam es leise von Joey. Doch dieser reagierte nicht. "Ich ... es tut mir wirklich leid!" versuchte sich Joey trotz Setos abweisenden Verhalten bei diesem zu entschuldigen. Doch noch immer reagierte Seto nicht auf Joey. Langsam ging Joey deshalb nun am Schreibtisch vorbei zu Seto hin. Sanft schlang er seine Arme von hinten um Seto und drückte sich anschließend an dessen Rücken. Erst in diesem Moment schien Seto bewusst geworden zu sein, dass Joey bei ihm im Zimmer war, denn er zuckte kurz vor Schreck zusammen, befreite sich aber nicht aus der Umarmung. Joey nahm dies erleichtert auf. "Seto, es tut mir wirklich leid, ich hätte es dir sagen müssen, doch ich hatte Angst, dass du die Neuigkeit nicht gut aufnehmen würdest." 

"Trotzdem hättest du es mir sagen müssen!" kam es nun niedergeschlagen von Seto. "Ich weiß! Aber ich hatte Angst, Angst, dass du mich nicht mehr wollen würdest! Ich weiß doch, wie empfindlich du auf meine Fähigkeiten reagierst!" erklärte Joey. "Joey, ich liebe dich genauso so wie du bist! Ich habe von Anfang an gewusst, dass du ein Medium bist und ich denke es wäre nur fair gewesen, wenn du auch in dieser Hinsicht ehrlich zu mir gewesen wärst!" erwiderte Seto ernst während er sich aus der Umarmung befreite und sich zu Joey umdrehte. Sanft legte er seine rechte Hand an Joeys Wange. "Im Grunde habe ich nur Angst um dich. Joey, ich habe dich damals schon einmal verloren, sollte ich dich ein zweites Mal verlieren würde ich das nicht überleben und darum wollte ich, dass du in allen Dingen ehrlich zu mir bist und besonders in Hinsicht auf deine Fähigkeiten, denn nur so kann ich dich beschützen!" erklärte Seto Joey seine Gefühle. Joey der sich in Setos sanfte Berührung geschmiegt hatte blickte Seto liebevoll an. "Du wirst mich niemals verlieren!" versicherte er seinem Liebsten. "Ich verspreche dir ..." doch weiter kam er nicht, denn schon hatte Seto seinen Lippen mit den seinen zu einem zärtlichen Kuss verschlossen. Einen Augenblick später löste sich dieser wieder von Joey. 

"Versprich mir nichts! Du hast mir schon einmal versprochen, dass dir nichts geschehen würde und einen Moment später lagst du Tod in meinen Armen!" erwiderte Seto ernst. Als Joey den Schmerz in Setos Augen sah, die diese Erinnerungen in ihm auslösten zog er Seto in seine Arme. "Ich liebe dich und von nun an werde ich dir alles sagen. Wirklich alles!" versicherte Joey Seto. Dieser verstärkte die Umarmung. Erst einige Minuten später ließen die beiden wieder voneinander ab. "Verzeihst du mir?" blickte Joey seinen Liebsten daraufhin mit seinem besten Hundeblick an. Dieser schmunzelte leicht und erwiderte dann aber ernst "In Ordnung! Aber von nun an bist du wirklich ehrlich zu mir!" "Vollkommen ehrlich!" erwiderte Joey glücklich, hatte er doch seine Beziehung mit Seto schon zu Bruch gehen sehen.

"Weißt du eigentlich, dass dich dein Hundeblick einfach unwiderstehlich macht!" kam es nun mit rauchiger Stimme von Seto während er Joey zu einem leidenschaftlichen Kuss an sich zog. Dieser war zwar einen momentlang überrascht erwiderte den Kuss aber dann genauso leidenschaftlich. Einen Augenblick später löste Seto kurz den Kuss, mit einer raschen Handbewegung fegte er alle Sachen, die sich auf seinem Schreibtisch befanden von ebbend diesen. Joey war über Setos Verhalten mehr als erstaunt, so leidenschaftlich war dieser schon eine Weile nicht mehr gewesen. Kurz darauf hatte Seto Joeys Mund erneut mit seinem verschlossen, seine Hände an Joeys Hüften gelegt und diesen auf seinen Schreibtisch gehoben. Anschließend strich er mit seinen Händen sanft über Joeys Rücken während er immer wieder mit seinen Lippen sanft über Joeys Lippen fuhr. Diese sanften und doch leidenschaftlichen Berührungen brachten Joey zum erzittern und unwillkürlich beschleunigte sich sein Atem. Joeys aber auch Setos Verlangen nacheinander stieg von Sekunde zu Sekunde, dass der Schreibtisch dabei ein wenig ungemütlich für ihr Vorhaben war störte die beiden in diesem Moment herzlich wenig. In diesem Augenblick waren nur sie und ihr Verlangen nacheinander wichtig. Immer wieder küssten sie einander.

Joey schlang dabei seine Arme um Setos Hals und vergrub seine Finger in Setos braunes Haar. Gerade als sie beginnen wollten sich von ihren hinderlichen Anziehsachen zu befreien hörte sie draußen vor der Bürotür Mokubas Stimme.

"Seto? Joey? Seid ihr hier?" kam es ängstlich von Mokuba. Sofort ließen die beiden von einander ab. Bevor Seto nun seinem Bruder antwortete, dass sie hier seien, flüsterte er Joey noch ins Ohr, dass sie dies früher oder später noch fortsetzen würde, vielleicht nicht gerade hier an diesem Ort aber sie würden es tun. Dieser wurde daraufhin ein wenig rot und richtete dann sein T-Shirt. Seto hingen hatte sein Hemd schon gerichtet und trat zu Mokuba nach draußen auf den Flur.

Dort stand ein nur mit seinem Spongebob-Pyjama bekleideter, barfüssiger, seinen Lieblingsteddy im Arm haltender Mokuba der ihn erleichtert und mit Tränen in den Augen anblickte. "Mokuba, was ist los?" wollte Seto besorgt wissen während er vor Mokuba in die Hocke ging. "Ich hatte einen Alptraum, der Mann war wieder da und diesmal konntet ihr mir nicht helfen!" kam es schluchzend von Mokuba. Sofort zog Seto seinen kleinen Bruder in seine Arme. "Glaub mir, niemand wird dir jemals wieder wehtun, das verspreche ich dir und schon gar nicht der Mann von heute!" versicherte Seto Mokuba, dass er in Sicherheit sei. Dieser beruhigte sich langsam wieder und löste sich dann von seinem großen Bruder, der daraufhin wieder aufstand. Einen Augenblick später trat Joey aus dem Büro. "Alles in Ordnung Mokuba?" blickte dieser den kleinen Bruder seines Freundes besorgt an. Dieser nickte und richtete sich dann an die beiden. "Darf ... Darf ich heute bei euch schlafen?" Mokubas Schüchternheit brachte Joey zum Lächeln und er antwortete liebevoll "Natürlich! Lauf schon mal vor, wir kommen gleich nach!" Dies wiederum brachte Mokuba zum Lächeln und so lief er nach dem er sich bedankt hatte schon vor.

"Er ist ein wirklich liebes Kind!" sagte Joey zu Seto. "Da hast du Recht! Und ich bin froh, dass ihr euch so gut versteht!" kam es nun von Seto. "Darüber bin ich auch sehr froh, denn ich denke nicht, dass du mit mir zusammen sein würdest, wenn ich etwas gegen deinen kleinen Bruder hätte oder er gegen mich!" stellte Joey ernst fest. "Woher willst..." doch weiter kam Seto nicht, denn Joey hatte ihm mit seinem Zeigefinger die Lippen verschlossen. "Du musst dich nicht rechtfertigen oder es leugnen. Ich weiß wie viel dir Mokuba bedeutet und das ist einer der Gründe wieso ich dich so sehr liebe!" und mit diesen Worten und nach einem sanften Kuss griff Joey nach Setos Hand, um diesen mit sich nach oben in ihr Schlafzimmer zu ziehen.

Oben angekommen sahen sie, dass Mokuba es sich in der Mitte ihres großen Bettes gemütlich gemacht hatte und schon eingeschlafen war. Nachdem sie sich auch ihre Pyjamas angezogen hatten legten sie sich zu dem Kleinen ins Bett. Dieser kuschelte sich an seinen Bruder und wenig später waren auch Seto und Joey eingeschlafen.

Sonntagnacht

Mitten in der Nacht hatte Joey einen merkwürdigen Traum, er sah den jungen Mann aus dem Freizeitpark, er schien ihm etwas sagen zu wollen, doch er konnte die Worte nicht hören nur drei Worte waren es schließlich, die er verstand und diese lauteten

"Bitte, hilf mir!"

Durch den Traum zu aufgewühlt, um weiter zu schlafen begab sich Joey nachdem er sich versichert hatte, dass Seto und Mokuba friedlich weiterschliefen nach unten in die Küche. Dort angekommen kochte er sich erst einmal Tee. Anschließend setzte er sich mit dem Tee ins Wohnzimmer, um über seinen Traum in Ruhe nachzudenken.

Eine halbe Stunde später erwachte auch Seto und als er Joeys Platz in ihrem Bett leer vorfand machte er sich, nachdem er Mokuba richtig zugedeckt hatte, auf die Suche nach seinem Geliebten. Diesen fand er im Wohnzimmer, im Schneidersitz auf der Couch sitzend mit einer Tasse Tee in den Händen. "Joey, was tust du hier?" fragte er diesen mit liebevoller Stimme. Doch der Angesprochene reagierte nicht auf seine Frage. Also setzte sich Seto zu Joey aufs Sofa und musterte diesen besorgt. Joey schien seiner Meinung nach gerade ziemlich Weitweg mit seinen Gedanken zu sein, denn dieser sah einfach durch ihn hindurch. Daraufhin lehnte sich Seto ein wenig vor und berührten Joeys Lippen sanft mit den seinen. Dieser blinzelte daraufhin kurz und sah Seto dann irritiert an. "Seto, was tust du denn hier?" fragte Joey seinen Liebsten erstaunt, während er die Teetasse auf den Wohnzimmertisch stellte. "Das wollte ich eigentlich dich fragen!" kam es nun von Seto. "Ich hatte einen Traum, der mich beschäftigt hat! Danach konnte ich einfach nicht wieder einschlafen!" antwortete Joey ernst, schließlich hatte er Seto versprochen von nun an vollkommen aufrichtig zu sein.

"Worum ging es in diesem Traum?" wollte Seto daraufhin auch schon interessiert wissen. "Ich hab dir doch von dem jungen Mann erzählt, den ich im Park gesehen habe, der, der mir die Richtung gezeigt hat in der sich Mokuba und der Mann befanden" kam es nun erklärend von Joey. "Ja, ich kann mich erinnern!" erwiderte Seto. "Und dieser junge Mann war in deinem Traum?" blickte Seto Joey fragend an. "Ja, das war er! Er schien so verzweifelt und bat mich um Hilfe, nur weiß ich nicht wie ich ihm helfen könnte, ich hab nicht mal einen Ansatzpunkt wer der junge Mann sein könnte und wobei ich ihm helfen soll! Ich kann im Moment noch nicht einmal meine Fähigkeiten gezielt einsetzen!" erwiderte Joey niedergeschlagen. Seto tat es im Herzen weh Joey so verzweifelt zu sehen und darum versuchte er ihn auch aufzumuntern.

"Joey. Hey! Sieh mich an!" forderte Seto Joey auf ihn anzusehen, als dieser nicht den Anschein machte dies zu tun, hob er Joeys Kinn an, damit dieser ihm in die Augen sah. "Joey, du bist ein wunderbarer Mensch und ein hervorragendes Medium, wenn jemand dem jungen Mann helfen kann, dann bist du es! Und sieh doch mal ohne dich und deine neue Fähigkeit hätte ich heute sicherlich meinen kleinen Bruder verloren" versuchte Seto Joey Mut zu machen. "Außerdem hast du doch schon eine menge von Fällen für Tristan gelöst." Joey war erstaunt, aber auch froh, dass Seto so ein Vertrauen in ihn und seine Fähigkeiten zu haben schien, doch im Moment hatte er dieses in sich selbst nicht. "Ach, Seto. Da hatten sich meine Fähigkeiten aber nicht verändert und ich hatte einen Ort an dem sich das alles abgespielt hat, doch diese Angelegenheit ist etwas ganz neues für mich!" erwiderte Joey ernst.

"Vielleicht wäre es nicht schlecht, wenn du morgen zu Tristan nach Tokio fliegst und mit ihm die Sache mit deinen veränderten Fähigkeiten besprichst! Er hat dir damals als du ein Medium wurdest schon geholfen deine Fähigkeiten gezielt einsetzen zu können, vielleicht schafft er das wieder!" erwiderte Seto daraufhin ernst, denn ihm war klar geworden, dass er in dieser Angelegenheit nicht der richtige Ansprechpartner für Joey war. Verwirrt sah Joey Seto an. "Meinst du das ernst?" wollte Joey von Seto wissen. Dieser bejahte daraufhin die Frage bat Joey aber vorsichtig zu sein. "Das werde ich!" versicherte dieser Seto. Vielleicht hatte Seto Recht und Tristan würde ihm helfen können, dachte Joey. "Jetzt gibt es wohl nur noch ein Problem! Was machen wir mit Mokuba?" kam es nun von Seto. "Wie meinst du das?" fragte Joey nachdem er durch Setos Stimme aus seinen Gedanken gerissen wurde. "Du fliegst morgen nach Tokio und ich muss morgen Abend nach Hokkaido fliegen, um am nächsten Tag an einem wichtigen Geschäftstermin teilzunehmen. Also wer soll auf Mokuba aufpassen? Yami wird die nächsten 2 Wochen noch in China bei seinem Bekannten Yugi sein und ansonsten würde ich niemanden auf Mokuba aufpassen lassen und mitnehmen kann ich ihn auch nicht! Am liebsten würde ich den Termin ja absagen, denn ich lasse Mokuba nach gestern nur sehr ungern allein, doch der Termin ist verdammt wichtig!" erklärte Seto Joey nun die verzwickte Situation.

Nun fiel auch Joey wieder ein, dass Seto morgen nach Hokkaido musste, durch die Aufregung hatte er das glatt vergessen, doch da kam ihm eine Idee. "Wenn du willst kann ich ihn doch mit nach Tokio nehmen. Tristan würde sich bestimmt freuen und außerdem hat Mokuba doch diese Woche wegen der Renovierung seiner Schule frei, also wäre es doch kein Problem ihn mit zunehmen. Zudem lasse ich ihn nach gestern auch nur ungern allein und ein Besuch bei Tristan würde ihn bestimmt ein wenig ablenken!" unterbreitete Joey Seto seine Idee. "Das wäre wirklich toll! Ich danke dir!" erwiderte Seto, der Joey zum dank einen sanften Kuss gab. "Nichts zu danken, dann habe ich wenigstens jemand der mit mir nach dem Gespräch mit Tristan shoppen geht! Schließlich haben wir es nun Anfang November und solange dauert es nun auch nicht mehr bis Weihnachten!" kam es daraufhin von Joey nachdem sie ihren Kuss wieder gelöst hatten. "Ich werde euch dann morgen mit dem Firmenjet nach Tokio fliegen lassen und euch dann Dienstagabend nach dem Geschäftstermin aus Tokio abholen, dann können wir zusammen zurückfliegen!" richtete sich Seto an seinen Geliebten. "Ich denke du kannst uns dann bei Tristan abholen, ansonsten sage ich dir noch bescheid, wo wir untergekommen sind" erwiderte Joey daraufhin bevor er Seto mit sich ziehend aufstand. "Aber nun sollten wir schlafen gehen, schließlich haben wir beide morgen einen anstrengenden Tag vor uns!" kam es nun von Joey woraufhin er auch schon leicht gähnte. "Da hast du Recht!" kam es nun von Seto und gemeinsam machte man sich wieder auf den Weg nach oben und in ihr Bett.



Gespräch mit Tristan

2. Kapitel

Am nächsten Morgen war Joey als erstes auf und so beschloss er, nach dem er geduscht und sich angezogen hatte, für seine beiden Liebsten das Frühstück schon einmal vorzubereiten. Seitdem Roland vor 2 Monaten in den Ruhestand getreten war und sie in 4 Wochen das neue Haus (1) in einem der gehobenen Stadtviertel von Domino-City beziehen würden, versorgten sie sich selbst.

Als er nun gerade dabei war die letzten Sandwichs zuzubereiten schlangen sich plötzlich zwei Armen von hinten um seine Taille. Erschrocken zuckte Joey daraufhin zusammen. "Tut mir leid! Ich wollte dich nicht erschrecken!" kam es daraufhin leise von Seto, während er Joey einen sanften Kuss auf den Nacken hauchte. Dieser seufzte wohlig auf, denn er liebte es wenn Seto ihn an dieser Stelle küsste. Anschließend drehte er sich in der Umarmung so herum, dass er Seto ansehen konnte, dann stellte er sich auf die Zehnspitzen und gab seinem Liebsten einen zarten Kuss zur Begrüßung. Als Joey sich nun wieder von Seto trennen wollte, intensivierte dieser den Kuss noch, sie würden sich bis morgen Abend nun mal nicht sehen und somit mussten sie doch Vorarbeit leisten, damit sie die endlos langen Stunden bis zu ihrem Wiedersehen überstehen würden. Doch wenige Augenblicke später wurden sie von einem "hmm ... hmm" unterbrochen. Ein wenig verlegen lösten sich die beiden voneinander und so konnten sie nun auch den Störenfried erkennen. Es war Mokuba, der mit einer leichten Röte auf den Wangen vor den beiden stand. Noch immer war es ihm ein wenig peinlich Seto und Joey in einer solchen Situation zu erwischen, doch er war sich sicher, dass es das mit der Zeit nicht mehr so sein würde.

"Mokuba! Guten Morgen! Setz dich doch schon mal an den Frühstückstisch, wir können sofort frühstücken!" kam es nun freundlich von Joey. Mokuba nickte kurz und setzte sich dann. "Seto würdest du die Kannen mit Kaffee und Kakao zum Tischen tragen?" blickte Joey Seto bittend an. "Mach ich!" antwortete daraufhin Seto, der sich sogleich die Kannen schnappte, die auf der Küchenzeile standen und sich damit an den Frühstückstisch setzte. Anschließend goss er sich und Joey Kaffee und Mokuba Kakao in ihre Tassen. Einen Moment später setzte sich dann auch Joey mit dem Teller mit den Sandwichs an den Tisch und man konnte beginnen zu frühstücken. "Mokuba, was hältst du davon, wenn wir heute nach Tokio fliegen? Ich würde gern Tristan besuchen und er würde sich bestimmt freuen, dich mal wieder zu sehen!" kam es einige Zeit später von Joey, während er einen Schluck von seinem Milchkaffee nahm. "Nach Tokio?" blickte Mokuba Joey interessiert an. "Können wir dann auch shoppen gehen?" "Natürlich, was hast du den gedacht!" antwortete Joey auf Mokubas Frage. "Ok!" kam es daraufhin begeistert von Mokuba, bevor er sich ein weiteres Sandwisch nahm und genüsslich Hineinbiss. 

"Und was ist mit dir Seto? Kommst du auch mit?" wollte Mokuba zwischen zwei Bissen wissen. Bedauernd sah Seto seinen kleinen Bruder an "Würde ich gerne, doch ich muss morgen Abend nach Hokkaido zu einem wichtigen Geschäftstermin, ansonsten wäre ich liebend gern mit euch gekommen." "Schade!" murmelte Mokuba daraufhin traurig. "Hey, kleiner Bruder! Ich verspreche dir, dass wir nächsten Monat ein ganzes Wochenende nur zu Zweit verbringen werden!" versuchte Seto Mokuba ein wenig aufzuheitern, denn er konnte es kaum ertragen Mokuba so niedergeschlagen zu sehen. Ein Seitenblick zu Joey zeigte ihm, dass dieser damit einverstanden war. "Wirklich!" kam es aufgeregt von Mokuba. "Wirklich!" versicherte Seto nochmals. "Super!" und mit einem Lächeln biss Mokuba nun erneut von seinem Sandwich ab. Endlich würde er mal wieder nur etwas mit seinem Bruder unternehmen, nicht, dass er was gegen Joey hätte, denn dieser war schon längst zu so etwas wie seinem zweiten Bruder geworden, nur manchmal fehlte ihm die Zeit in der er noch alleine mit seinem Bruder gewesen war. "Übrigens, steht der Jet ab 10 Uhr zum Abflug bereit, so haben wir noch genügend Zeit zum Packen und ich kann euch noch auf dem Flughafen verabschieden!" kam es nun von Seto. "Aber musst du nicht in die Firma?" blickte Joey seinen Liebling fragend an. "Die werden wohl mal 3 Stunden ohne mich auskommen und außerdem werde ich es mir nicht nehmen lassen meine Familie persönlich zum Flughafen zu bringen!" erwiderte Seto daraufhin in einem Tonfall, der sich weitere Diskussionen verbat. Außerdem war Joey im Grunde mehr als froh, dass Seto sie zum Flughafen bringen wollte, zeigte dieses Verhalten ihm doch wie viel sie einander schon bedeuteten.

Eine halbe Stunden später waren die drei mit dem Frühstück fertig und nachdem sie aufgeräumt hatten packten sie ihre Sachen und fuhren zum Flughafen.


Flughafen

Am Flughafen angekommen brachte Seto Joey und Mokuba zum abflugbereiten Firmenjet. Bevor die beiden nun einstiegen ging Seto noch kurz vor seinem kleinen Bruder in die Hocke. "Sei brav und hör auf das was dir Joey sagt!" sah er Mokuba ernst an. Dieser versicherte ihm auf Joey zu hören und drückte Seto noch kurz zum Abschied. Seto drückte seinen kleinen Bruder daraufhin fest an sich, als sie dann die Umarmung gelöst hatten stand Seto wieder auf, ließ es sich aber nicht nehmen Mokubas Haar zu zertrubeln. Daraufhin blickte Mokuba seinen Bruder empört an versuchte aber gleichzeitig seine Frisur zu richten. Dies wiederum brachte Seto und Joey zum lächeln. Der Kleine war aber auch zu niedlich. Nun wendete sich Seto an Joey. "Passt auf euch auf und sollte irgendwas sein, dann ruf mich auf meinem Handy an!" blickte er Joey ernst an. "Das werde ich!" versicherte Joey Seto, genau dies zu tun, sollte irgendetwas vorfallen. "Ihr werdet mit fehlen!" kam es nun traurig von Seto. Seit dem damaligen Vorfall waren sie fast unzertrennlich gewesen, warum musste auch ausgerechnet heute die erste Geschäftsreise seit 6 Monaten stattfinden. "Du uns auch! Aber wir sehen uns morgen Abend ja schon wieder!" erwiderte Joey. Auch ihm viel es unheimlich schwer sich von Seto zutrennen, doch es musste nun mal sein, denn er musste unbedingt mit Tristan sprechen. Kurz gaben sich die beiden noch einen Abschiedskuss bevor Joey und Mokuba in das Flugzeug stiegen. "Joey!" wurde dieser von Setos Stimme noch aufgehalten, bevor er ihm Flugzeug verschwunden wäre. "Ja?" blickte Joey seinen Liebsten fragend an. "Ich liebe dich!" Daraufhin fing Joey geradezu an zu strahlen. "Ich liebe dich auch!" antwortete er liebevoll, dann verschwand er im inneren der Maschine. Er wollte es ihnen nicht noch schwerer machen sich zu verabschieden, denn dann würden sie wohl noch bis morgen früh hier stehen.

Wenige Minuten später befand sich die Maschine mit Joey und Mokuba an Bord auf ihren dreistündigen Flug nach Tokio und Seto auf dem Weg in die Firma.


Tokio

Drei Stunden später landete die Maschine in Tokio woraufhin sich Mokuba und Joey ein Taxi, dass sie zu Taylor Investigations brachte, nahmen. Dort angekommen gab der Fahrer ihnen ihre Taschen aus dem Kofferraum und Joey bezahlte ihre Fahrt. Mit ihren Taschen in den Händen standen die beiden nun vor einem großen alten Haus im amerikanischen Kolonialstil, mit weißen Säulen. (So wie das Haus in Fackeln im Sturm) Da Tristan zur Hälfte amerikanischer Herkunft war, war es kein Wunder, dass er sich eines der wenigen Häuser als Firmensitz (2) gekauft hatte, die nach amerikanischem Vorbild gebaut worden waren. "Hier hast du mal gearbeitet?" blickte Mokuba, den Freund seines Bruders fragend an. "Ja!" erwiderte Joey knapp. Dieses Haus brachte viele schöne Erinnerungen zurück, aber auch schmerzliche Erinnerungen an sein Leben bevor Tristan ihn zu sich geholt und ihm geholfen hatte. Lass uns reingehen! forderte Joey Mokuba nun freundlich auf ihm zu folgen.

Wenig später standen sie vor dem Empfangsschalter hinter dem Tea, Tristans Sekretärin, saß. Als diese Joey erkannte sprang sie sofort auf, lief um den Schalter herum, um Joey zu begrüßen. Dazu umarmte sie Joey kurz, der die Umarmung erwiderte. Er freute sich Tea mal wieder zu sehen, sie war so was wie die gute Seele der Firma, auch wenn sie manchmal ganz schön nerven konnte. "Joey, wie geht's dir den? Willst du zu Tristan?" blickte sie ihren alten Kollegen fragend an. "Mir geht's gut und ja du hast Recht, ich möchte zu Tristan! Ist er da?" erwiderte Joey. "Wenn du willst kannst du sofort zu ihm, er hat heute keine Termine mehr!" kam es von Tea. "Übrigens wer ist der niedliche kleine Junge da hinter dir?" "Darf ich dir vorstellen, dass ist Mokuba Kaiba, Setos kleiner Bruder!" stellte er Mokuba Tea vor, wobei er diesen vor sich schob. "Hallo, ich bin Tea, eine alte Freundin von Joey!" stellte sich Tea vor. "Guten Tag!" verbeugte sich nun Mokuba kurz vor Tea. "Also nun kann ich verstehen, wieso du in Domino-City geblieben bist! Wenn dein Seto nur halb so gut aus sieht wieder dieser junge Mann hier, dann wäre ich auch dort geblieben!" richtete sich Tea nun an Joey. Daraufhin verfärbten sich Mokubas Wangen rot. Joey der dies bemerkt hatte wandte sich nun an Tea "Tea, du bringst den Jungen ja in Verlegenheit!" "Tut mir leid, aber er ist einfach zu niedlich!" erwiderte Tea mit einem verschmitzten Lächeln, woraufhin Mokuba noch roter zu werden schien. Es war ihm ein wenig peinlich, was Tea da sagte, aber dennoch mochte er die junge Frau vor sich auf anhieb.

"Tea würdest du mir einen Gefallen tun?" blickte Joey seine alte Freundin fragend an. "Würdest du solange ich mit Tristan rede auf Mokuba aufpassen!" "Mach ich doch gern, wir könnten eine Runde Mensch ärgere dich nicht spielen, im Moment ist es eh ruhig und ich habe nicht wirklich viel zu tun" antwortete Tea erfreut. "Mokuba, ich hole dich dann gleich wieder hier ab und dann gehen wir shoppen, Ok?" richtete sich Joey nun an Mokuba. Da dieser verstand, dass Joey alleine mit Tristan reden musste erklärte er sich damit einverstanden und ließ sich von Tea mit hinter den Empfang ziehen.

Einen Moment später stand Joey dann auch schon vor Tristans Bürotür. Nach dem dritten Klopfen wurde er auch endlich hereingebeten. Da Tristan aber nicht aufgesehen hatte, dachte er Tea hätte sein Büro betreten. "Tea, was gibt es?" "Tea ist im Moment beschäftigt, ich hoffe du nimmst auch mit mir vorlieb?" richtete sich Joey an Tristan. Dieser blickte mehr als überrascht auf, hatte er Joey hier doch nicht erwartete. Erfreut seinen Freund zu sehen stand er auf und ging zu Joey. Kurz umarmten sich die beiden zur Begrüßung. "Schön, dass du da bist!" kam es, nach dem sie die Umarmung gelöst hatten von Tristan. "Das freut mich auch, es ist lange her, dass wir uns gesehen haben!" antwortete Joey. "Da hast du Recht!" "Also was gibt's, dass hier ist doch wohl nicht nur ein einfacher Besuch, oder?" wollte Tristan nun ohne Umschweife wissen während er wieder hinter seinen Schreibtisch und Joey sich in einen der Stühle davor setzte. Daraufhin musste Joey lächeln. Tristan kannte ihn einfach zu gut. "Du hast Recht, ich bin aus einem bestimmten Grund hier!" erwiderte nun Joey ernst. "Läuft es bei dir und Seto nicht mehr gut, oder ist etwas passiert?" blickte Tristan seinen Freund besorgt an. "Bei mir und Seto ist alles in Ordnung, es geht um mich, mich und meine Gabe!" und daraufhin erzählte Tristan alles, was in letzter Zeit geschehen war und natürlich alles über seine veränderte Gabe.

Geschockt und doch interessiert lauschte Tristan Joeys Ausführungen. "Aber Mokuba geht es gut?" wollte Tristan besorgt wissen, nach dem Joey seine Ausführung beendet hatte. Noch immer konnte er nicht glauben, dass man einem so lieben Kind Gewalt antun wollte. "Keine Sorge, es geht ihm gut, wenn du willst kannst du dich selbst davon überzeugen, er spielt im Moment mit Tea Mensch ärgere dich nicht!" erwiderte Joey. "Er ist hier?" blickte Tristan Joey überrascht an. "Ja, Seto muss heute Abend nach Hokkaido und Yami ist in China, also habe ich ihn mitgenommen. Ich hoffe, dass ihn das von dem gestrigen Vorfall ablenkt!" antwortete Joey. "Seto wird uns dann morgen Abend nach seinem Geschäftstermin hier abholen" erzählte er weiter. "Habt ihr schon ein Hotel?" wollte Tristan daraufhin wissen. "Nein?" erwiderte Joey wahrheitsgemäß. "Wenn ihr wollte übernachtet doch bei mir und Duke. Er wird sich freuen, dich und Mokuba mal wieder zu sehen!" machte Tristan daraufhin Joey den Vorschlag bei ihm zu übernachten. "Das wäre wirklich nett! Danke!" nahm Joey Tristans Einladung dankend an. "Ist doch kein Problem! Aber lass uns nun zu deinem eigentlichen Problem kommen!" kam es nun von Tristan.

"Seit wann hat sich deine Gabe noch mal genau verändert?" wollte Tristan neugierig wissen. "Ungefähr 2 Monate nachdem dem Vorfall mit Seth und Jono!" erwiderte Joey. "Du kannst nun auch in die Zukunft sehen, wenn ich das richtig verstanden habe und du hast keinerlei Kontrolle darüber?" blickte Tristan Joey fragend an. "Genau, doch was mich am allermeisten belastet ist, dass ich nicht weiß wie ich dem jungen Mann aus meinen Traum helfen soll. Er braucht meine Hilfe dringend, das habe ich gespürt, doch ich weiß weder wer er ist, noch ob er ein Geist oder ein lebendiger Mensch ist!" erklärte Joey verzweifelt seine momentane Situation. "Wie steht es mit deinen Visionen aus der Vergangenheit? Kannst du die noch steuern?" fragte Tristan. "Ich weiß nicht, ich hatte in letzter Zeit nicht viel Gelegenheit es auszuprobieren!" antwortete Joey ernst. "Also gut, dann probieren wir es mal!" erwiderte Tristan während er ein altes Holzkästchen aus seiner Schreibtischschublade nahm und sie Joey reichte. "So nun mach deinen Geist frei und lass die Visionen kommen, so wie ich es dir beigebracht habe!" forderte er Joey auf. Dieser nickte kurz und schloss dann die Augen. Vorsichtig strich er über das Kästchen in seinen Händen und plötzlich war die Vision da.

Er sah einen älteren Mann in einem Schlafzimmer. Er versteckte etwas in einem Hohlraum unter dem Holzboden.

Dann war die Vision zu ende. "Was hast du gesehen?" wollte Tristan nun wissen. "Ein Mann, er hat etwas versteckt unter dem Holzboden in einem Schlafzimmer!" klärte Joey Tristan über den Inhalt seiner Vision auf. "Siehst du, du kannst es noch!" stellte Tristan fest. "Wenigstens etwas, dass ich steuern kann!" erwiderte Joey daraufhin sarkastisch. "Joey, ich denke, dass sich deine Fähigkeit in die Zukunft zu sehen, erst richtig entfaltet, wenn etwas passiert, das nicht passieren sollte oder zu verhindern gewesen wäre!" versuchte Tristan seine Vermutung zu erklären. "Das soll also heißen, wenn ich eine Zukunftsvision bekomme, dann ist es meine Aufgabe, zu Versuchen, dass darin gesehene zu verhindern!" blickte Joey Tristan fragend an. "Davon gehe ich aus. Aber bitte setz dich nicht unterdruck, denn man kann nun mal nicht immer jeden retten!" warnte er Joey davor sich zu emotional auf diese Visionen einzulassen. Dieser nickte ihm verstehend zu, er würde es versuchen, doch ob er es schaffen würde war eine andere Sache. "Geht es dir jetzt besser?" blickte Tristan seinen Freund fragend an. "Ja, danke, du hast mir sehr geholfen!" erwiderte Joey ein wenig erleichtert. "Ich bin mir sicher, dass du dem Jungen aus deinem Traum helfen wirst! Du hast bis jetzt jedem helfen können, der dich um Hilfe gebeten hat und diesmal schaffst du das auch!" machte Tristan Joey Mut. "Danke!" erwiderte Joey daraufhin, vielleicht hatte Tristan Recht, nein ganz bestimmt hatte er Recht, er würde es schaffen, so schnell würde er nicht aufgeben.

"Tristan die Vision die ich vorhin hatte, habt ihr den Fall schon abgeschlossen?" wollte Joey interessiert wissen. "Ja, der Geist des Mannes blieb nach seinem Tod im Haus seiner Witwe. Durch seinen Tod steckte die Witwe nun in finanziellen Schwierigkeiten, er wollte sie durch seine Anwesenheit auf die Wertpapiere aufmerksam machen, die er unter dem Holzboden versteckt hatte. Nach dem die Frau die Wertpapiere nun hat und ein sorgenfreies Leben führen kann, kann ihr verstorbener Mann nun in frieden Ruhen" klärte Tristan Joey über den Fall auf. "Er muss sie sehr geliebt haben, wenn er ihr unbedingt nach seinem Tod noch helfen wollte!" kam es nun von Joey. "Ja, das hat er wohl!" erwiderte Tristan. "Ich werd dann mal Mokuba von Tea erlösen. Ich habe ihm versprochen, dass wir noch shoppen gehen" kam es nun lächelnd von Joey. "Dann will ich dich mal nicht aufhalten. Lasst eure Taschen bei Tea stehen, ich werde sie nachher mit nachhause nehmen. Wir sehen uns dann später!" sagte Tristan nun, während er und Joey aufstanden. "Warum kommst du nicht mit?" blickte Joey Tristan fragend an. "Ich hab noch viel Papierkram zu machen, denn ich schon viel zulange aufgeschoben hatte!" erwiderte Tristan bedauernd, er konnte sich wirklich was Besseres als den Papierkram zu machen vorstellen, doch es ging nun mal nicht anders. "Schade, dann bis später!" kam es nun von Joey während er Tristans Büro verließ und Tristan die Tür hinter ihm schloss und sich zurück an seinen Schreibtisch setzte. Er hoffte wirklich, dass er Joey geholfen hatte und dieser auf sich aufpassen würde, auch er erinnerte sich nur zu gut an die damaligen Vorkommnisse.

Beim Empfang angekommen sah er Tea und Mokuba sitzen, die gerade ihr Spiel beendeten. "Hallo Joey, da bist du ja schon wieder!" kam es fröhlich von Mokuba, ihm hatte das Spielen mit Tea sichtlich Spaß gemacht. "Na, wer hat gewonnen?" wollte Joey auch sogleich neugierig wissen. "Das erste Mal Tea und die nächsten zwei Spiele habe ich gewonnen!" erwiderte Mokuba fröhlich. "Dann herzlichen Glückwunsch!" kam es liebevoll von Joey. "Danke noch mal Tea, dass du auf ihn aufgepasst hast!" bedankte sich Joey nun bei Tea. "Hey, kein Problem!" winkte Tea ab während sie das Spiel wieder in den Schrank stellte. "Mokuba, wollen wir dann los!" richtete sich Joey nun wieder an Mokuba. Dieser nickte Joey zu und richtete sich dann an Tea. "Vielen Dank fürs spielen und auf Wiedersehen!" bedankte und verabschiedete sich Mokuba noch bei Tea bevor er mit Joey die Firma verließ und sich zum shoppen aufmachte.





(1) Seto erinnert das Anwesen zu sehr daran, dass er Joey beinahe verloren hat und darum ziehen sie in ein neues Haus. Das Anwesen hat einer gemeinnützigen Organisation gespendet, dass ein Waisenhaus daraus machen wird.

(2) Tristan beschäftigt 20 Angestellte, darunter Tea. Zudem werden Kurse dort angeboten, die über paranormale Phänomene informieren und verschiedene Gaben trainieren. Demnächst wird er eine Zweigstelle in Domino-City eröffnen, die Joey für ihn führen wird.



Angst

3. Kapitel

Nach vier endlosen Stunden des Shoppings kamen Mokuba und Joey voll beladen mit Einkaufstüten bei Dukes und Tristans Penthouse an. Nachdem Mokuba geklingelt hatten öffnete ihnen Duke auch schon die Tür. "Hallo ihr beiden! Da habt ihr aber reichlich eingekauft!" kam es auch gleich freundlich von Duke. "Da hast du Recht! Das meiste sind Weihnachtsgeschenke und der Rest Kleinigkeiten für uns!" antwortete Mokuba daraufhin fröhlich. "Na dann kommt mal rein!" bat Duke die beiden nun einzutreten. Anschließend führte er Mokuba und Joey ins Gästezimmer, damit sie ihre Einkäufe abstellen konnten.

Wenig später saß man gemütlich in der Küche und unterhielt sich bei einer Tasse Tee. Mokuba durfte währenddessen mit der Playstation 3 ihrer Gastgeber spielen. "Und wie geht es dir?" blickte Duke Joey fragend an. "Es geht mir gut!" antwortete dieser und trank dann einen schluck Tee. "Wie läuft es in der Firma?" wollte Joey nun interessiert von Duke wissen. "Bestens, wir bringen demnächst ein neues Dungeon Dice Spiel auf den Markt und hoffe, dass es denselben Erfolg haben wird wie das vorherige!" erwiderte Duke geschäftsmäßig. "Aber lass uns nicht von der Arbeit sprechen! Wie läuft es mit dir und Seto?" wurde Joey fragend angesehen. "Wir sind glücklich und demnächst ziehen wir in ein kleineres Haus um!" erwiderte Joey glücklich. "Tristan hat so was erwähnt!" kam es nun von Duke. "Und bei dir und Tristan wie läuft es da?" wollte Joey nun seinerseits wissen. "In letzter Zeit sehen wir uns nicht so oft, doch wir lieben uns noch immer wie am ersten Tag!" versicherte Duke Joey, dass in seiner und Tristans Beziehung alles gut lief. "Das freut mich!" erwiderte Joey aufrichtig. Für ihn waren Duke und Tristan eines der besten Paare überhaupt. Die beiden ergänzen sich einfach hervorragend.

"Hallo!" hörten sie dann plötzlich Tristans Stimme aus dem Flur. Sie hatten gar nicht mitbekommen, dass dieser hereingekommen war. "Wenn man vom Teufel spricht!" kam es daraufhin neckisch von Duke bevor dieser aufstand um seinen Schatz zu begrüßen. Joey folgte ihm. "Hallo, Schatz!" warf sich Duke dann auch schon in die Arme von Tristan, nach dem dieser Joeys und Mokubas Taschen ins Gästezimmer gebracht hatte. Dieser erwiderte die Umarmung nur zu gern und gab Duke, dann noch einen leidenschaftlichen Begrüßungskuss. Joey musste bei diesem Anblick schmunzeln. Nun verstand er wie Mokuba sich fühlen musste, wenn er sie mal wieder in solch einer Situation überraschte. Nachdem die beiden sich voneinander gelöst hatten ging man zurück in die Küche. Duke und Joey setzten sich schon hin, während sich Tristan nun auch eine Tasse mit Tee füllte und sich zu ihnen setzte. Anschließend redete man über Gott und die Welt, als es nun Zeit fürs Abendessen wurde bestellte man sich etwas beim Italiener um die Ecke.

Wenig später saß man gemütlich am Esszimmertisch um zu essen. Auch Mokuba, der sich endlich von der Playstation losreißen konnte, hatte dieser doch noch nicht einmal mit bekommen, dass Tristan nach Hause gekommen war. "Warum ist Seto eigentlich nicht mit gekommen!" kam es während des Essens von Duke und somit das Gespräch auf Seto zurück. Tristan hatte ihm zwar bescheid gesagt, dass Mokuba und Joey bei ihnen übernachten würden, doch hatte er nicht erwähnt warum Seto nicht dabei war. "Er muss morgen zu einem wichtigen Geschäftstermin in Hokkaido und holt uns morgen hier ab!" erwiderte Joey. Dann griff er nach seinem Wasserglas auf dem Tisch und erstarb in seiner Bewegung.

Er sah einen jungen Mann vor sich, doch er konnte diesen nur von hinten sehen und somit nicht dessen Gesicht. Er trug eine Uniform des Domino-City Flughafens (1), sowie eine Baseballcap, unter dem er sandfarbenes Haar erkennen konnte. Der junge Mann schien den Firmenjet der Kaiba Cooperation zu manipulieren, in dem er ein winziges Loch in des Schlauch der Treibstoffleitung bohrte. Plötzlich war da auch wieder der junge Mann aus dem Vergnügungspark er erschien neben dem jungen Mann und flehte ihn an, dass nicht zu tun, doch der Mann in der Uniform schien ihn zu ignorieren oder er konnte ihn schlichtweg nicht hören. Auf einmal sah der junge Mann mit den unglaublich grünen Augen zu ihm und er konnte dessen flehende Stimme hören "Bitte, halte ihn auf!"


Dann befand er sich plötzlich im Firmenjet der KC. Seto war an Bord.


"Mr. Kaiba!" kam es plötzlich von vorne aus dem Cockpit. Sofort erhob sich Seto und ging zu den Piloten. "Was ist los!" "Irgendetwas mit der Treibstoffversorgung stimmt nicht! Es sieht so aus als würden wir Treibstoff verlieren. Wenn es so weiter geht schaffen wir es nicht mehr bis zum Flughafen!" klärte der Pilot Seto über die gefährliche Situation, in der sie sich zurzeit befanden auf. "Verdammt!" war dessen einziger Kommentar in diesem Moment.

"Können sie irgendwo Zwischenlanden?" wollte Seto daraufhin wissen. "Nein, hier sind weit und breit nur Wälder und Berge!" erwiderte der Pilot ernst. "Haben sie mit dem Tower gesprochen?" kam es nun von Seto. "Wir befinden uns im Moment wie es scheint in einem Funkloch und somit ist der Kontakt unterbrochen!" antwortete diesmal der Co-Pilot. Plötzlich ging ein Ruck durch die Maschine. "Was war das?" verlangte Seto sofort zu wissen." Eins der Triebwerke ist ausgefallen. Sie sollten sich setzten und anschnallen. Wie es aussieht wird in wenigen Minuten auch das zweite Triebwerk ausfallen und das heißt wir werden trotz der Umgebung eine Notlandung riskieren müssen!" forderte der Pilot Seto auf sich zu setzen und anzuschnallen. "Gut! Geben sie ihr bestes!" kam es nun von Seto. Er hatte Angst, furchtbare Angst Joey und Mokuba niemals wieder zusehen und sie alleine zurückzulassen. Doch er verbarg seine Angst geschickt vor den Piloten, was hätte es ihm auch gebracht sie ihnen zu zeigen. Sie mussten jetzt alle einen klaren Kopf bewahren. Seto der sich zurück auf seinen Platz begab lief geradewegs durch einen durchsichtigen Joey, der die Situation mit Entsetzen beobachtete.

Als Seto nun angeschnallt war verkrampften sich seine Hände in den Sitzlehnen. Das Flugzeug verlor immer mehr an Höhe und als nun erneut ein Ruck durch das Flugzeug ging wusste er, dass auch das zweite Triebwerk ausgefallen war. Immer schneller steuerte der Jet auf den Wald unter sich zu. Der Pilot versuchte, die Geschwindigkeit zu verringern, doch letztendlich brachte es nichts. Seto hingegen hatten seinen Kopf nach unten gebeugt und hoffte auf ein Wunder. Mit der einen Hand hielt er seine Kette mit dem Kartenanhänger in der Hand und die andere lag verkrampf in seinen Schoß. Joey rannte zu Seto, er wusste er konnte ihm nicht helfen, doch er wollte an seiner Seite sein. Leise murmelte Seto etwas vor sich hin, zuerst verstand Joey die Worte nicht, doch als Seto sie ein zweites Mal wiederholte verstand er sie doch noch. "Mokuba, Joey es tut mir leid! Ich liebe euch!" Entsetzt keuchte Joey auf. Nein, das durfte nicht sein. Seto durfte sich nicht aufgeben, dass durfte er einfach nicht. Als das Flugzeug nun auf den Wald unter sich auftraf gab es eine gewaltige Explosion.

Einen Moment später befand sich Joey im Wald wieder, überall lagen Wrackteile und vereinzelt brannte es um ihn herum. Als er nun ins Cockpit der Maschine sah, sah er überall nur Blut. Einer der Piloten war von einem dicken Ast aufgespießt worden, der andere hatte einen Genickbruch und zum Teil schwere Verbrennungen davon getragen. Beide waren Tod. Wäre es möglich gewesen hätte sich Joey übergeben, doch es war nun mal nur eine Vision, eine erschreckend reale Vision. Doch sofort riss er sich wieder zusammen und ein einziger Gedanke beherrschte seine Gedanken Seto!

Nach einigen Minuten des Suchens fand er ihn. Vor entsetzten schlug er eine Hand vor den Mund. Wie es schien war Seto durch die Wucht des Aufpralls aus seinem Sitz und somit aus der Maschine gerissen worden. Reinäußerlich konnte man ihm keine Verletzung ansehen und dennoch war der junge Firmenchef Tod wie Joey mit Schrecken feststellen musste. Denn als er näher trat blickten ihn Setos leblose Augen an. In der einen Hand hielt er noch immer seine Kette mir dem Kartenanhänger. Nur, dass dieser Anhänger nun auf war und ein Bild von Seto mit Mokuba und eines mit Joey zeigte. Geschockt ließ sich Joey neben Setos Leiche fallen. Immer wieder liefen ihm Tränen über die Wangen und er wiegte sich vor und zurück. "Das durfte nicht sein, niemals!" schrie er in die Dunkelheit des Abends hinein.

Einen Augenblick später befand er sich, wie es ihm langsam zur Gewohnheit zu werden schien, im Leichenschauhaus von Domino-City. "Joey, willst du das wirklich tun?" hörte er Tristan auf sein Ebenbild einsprechen. "Ich muss! Ich muss ihn sehen, um mir darüber klar zu werden, dass er niemals wieder kommen wird!" brachte Joey daraufhin schluchzend hervor. "Gut! Dann komme ich mit!" kam es daraufhin von Tristan. Dankbar drückte Joey nun Tristans Hand und gemeinsam ging man in die Leichenhalle. Dort lag auf einer metallenen Liege Seto. Ein weißes Lacken bedeckte ihn bis zu den Schultern, so dass man ihm noch ins Gesicht sehen konnte. Langsam fast zögerlich trat Joey auf die Liege zu. "Hat er leiden müssen?" blickte er den Gerichtsmediziner an, der mit ihnen im Raum war. "Nein, er war sofort Tod. Durch den Aufprall der Maschine ist er aus dieser heraus geschleudert worden, dabei hat er sich eine Hirnblutung zugezogen, die ihn auf der Stelle getötet hat!" erklärte der Gerichtsmediziner. Joey war erleichtert darüber, dass Seto nicht hatte leiden müssen und doch verursachte sein Tod einen großen Schmerz und eine unendliche Leere in ihm. Nun endlich konnte er sich vorstellen, was Seto durchgemacht haben musste, nachdem er damals für einen kurzen Moment Tod gewesen war, nur dass Seto nicht wieder zurückkommen würde und er mit dem Schmerz des Verlustes den Rest seines Lebens leben musste. "Ich werde sie dann mal alleine lassen!" kam es nun von dem älteren Mann. Daraufhin nickte Joey diesem dankbar zu. Nun trat auch Tristan zurück, damit sich Joey in Ruhe von Seto verabschieden konnte. Es tat ihm im Herzen weh Joey so leiden zu sehen und doch konnte er nichts tun, oder sagen, um diesem seinen Schmerz zu nehmen.

Wenn man nicht gewusst hätte, das Seto Tod war hätte man meinen können er würde nur schlafen, doch so war es nicht. Setos Gesicht sah entspannt und makellos aus wie immer. Zärtlich strich Joey durch Setos Haar, über dessen Gesicht und versuchte sich dabei jedes Detail dieses geliebten Gesichtes einzuprägen, um es niemals zu vergessen. Zu letzt widmete er sich Setos erkalteten Lippen. Zuerst fuhr er sanft mit seinen Fingern darüber bevor er ihm einen letzten liebevollen Kuss auf die Lippen hauchte. Anschließend flüsterte er ihm ins Ohr, dass er die Liebe seines Lebens gewesen wäre und immer sein würde und er hoffte, dass sie sich in ihrem nächsten Leben wieder sehen würden. Zu dem bat er ihn sich keine Sorgen zu machen, denn er würde sich um Mokuba und die Firma kümmern. Daraufhin brach Joey zusammen. Bewusstlos sank er zu Boden. Sofort war Tristan zur Stelle, der ihn auffing.

Wenig später befand er sich zuhause in dem Bett, dass er bisher immer mit Seto geteilt hatte, nur dass diesmal Mokuba neben ihm lag. Dieser blickte ihn aus verweinten Augen an. "Joey, du verlässt mich doch nicht auch noch! Oder?" wollte dieser mit weinerlicher Stimme wissen. Sofort schloss Joey den Kleinen in seine Arme und antwortete "Nein, ich lasse dich nicht alleine, niemals!" Daraufhin weinten beiden um den Mann, denn der eine so sehr als Bruder geliebt hatte und der andere, um den Mann, den er über alles in dieser Welt geliebt hatte.

Auch wenn Joey es vorkam, als hätte seine Vision ewig gedauert, so war für die anderen nicht einmal eine Minute vergangen. Als Joey nun wieder zu sich kam viel das Glas, dass er so ebbend noch in seiner Hand gehalten hatte scheinbar in Zeitlupe zu Boden, um dort zu zerschellen. Geschockt blickten ihn die anderen an. "Joey! Was ist los?" wollte Tristan besorgt wissen, denn aus Joeys Gesicht war sämtliche Farbe gewichen und das Entsetzten stand in seinem Gesicht geschrieben. Einen Augenblick später sprang Joey ohne zu antworten auf und rannte in das Gästezimmer. Tristan lief ihm mehr als besorgt nach. Mokuba, der den beiden nachlaufen wollte wurde von Duke davon abgehalten. "Nicht! Tristan kümmert sich schon um Joey!" kam es von diesem. Daraufhin blickte Mokuba den beiden noch einen Moment hinterher blieb aber sitzen. "Mokuba, hilfst du mir beim abräumen?" versuchte Duke Mokuba von der momentanen Aufregung abzulenken. "Ok!" kam es leise von diesem und gemeinsam begann man den Tisch abzuräumen und die Scherben aufzusammeln. Dabei fiel Mokuba zum Glück auch nicht Dukes besorgter Blick auf, der auf die Tür des Gästezimmers gerichtet war.

"Joey! Was ist los?" versuchte Tristan etwas aus Joey heraus zu bekommen. Doch dieser antwortete nicht sondern suchte panisch in seiner Jacke nach seinem Handy. Als er es endlich hatte rief er sofort Seto an. Sein einziger Gedanke in diesem Moment war, bitte lass es noch nicht zu spät sein. Doch das einzige das er zu hören bekam war die Ansage "Die Person, die sie erreichen möchten ist momentan nicht erreichbar. Versuchen sie es später noch einmal!" Entsetzt blickte Joey auf das Handy in seiner Hand. "Joey!" versuchte es Tristan noch mal. Verängstigt blickte Joey auf. "Seto, er ist in Gefahr!" war das einzige das er hervor brachte, bevor erneut versuchte diesen über sein Handy zu erreichen. Erschrocken sah Tristan Joey an. Wenn sich Joey so benahm, dann musste das was er gesehen hatte die reinste Hölle gewesen sein. Da Joey wieder nur die Ansage vom Band hörte überlegte er krampfhaft was er noch tun konnte und plötzlich kam ihm eine Idee. "Tristan such mir sofort die Telefonnummer des Domino-City Flughafens heraus!" brüllte er Tristan geradezu an, während er Setos Nummer ein weiteres Mal wählte. Verdammt! Warum ging Seto denn nicht ran! fragte sich Joey. Es konnte, nein durfte noch nicht zu spät sein! dachte Joey immer wieder.

Während dessen saß Seto gerade in der Maschine. In wenigen Minuten würde man starten. Plötzlich hörte er einen penetranten Piepton, der wie sich herausstellte von seinem Handy kam, dessen Akku leer war. Scheiße! dachte Seto, was wenn Joey versuchte ihn zu erreichen. Im selben Moment begann sich die Maschine Richtung Starbahn zu bewegen.

Joey, der von Tristan, die Telefonnummer, die er wollte bekommen hatte, stauchte in diesem Moment einen von den Angestellten im Tower des Flughafens zusammen. "Ich will, dass sie dem Jet der KC die Starterlaubnis entziehen und mich mir der Maschine verbinden haben sie verstanden?" brüllte er den Mann an. Verdammt noch mal! Verstand dieser Idiot den nicht, dass es hier um Leben und Tod ging. "Das ... das können wir nicht tun, dass ist gegen die Vorschriften!" brachte der Mann mühsam vor. "Sie wissen wohl nicht wer ich bin oder? Ich bin Joey Wheeler, der Lebensgefährte von Seto Kaiba und wenn sie nicht tun was ich von ihnen verlange, dann sind sie ihren Job los und ich werde bzw. mein Mann wird dafür sorgen, dass sie auch niemals wieder einen bekommen!" drohte er nun in einem Tonfall der einem kalt den Rücken herunter lief. "Ok!" wimmerte der Mann und tat nun doch was man von ihm verlangte. Tristan konnte kaum glauben, wie eiskalt Joey sein konnte, wenn es sein musste, er jagte sogar ihm einen Schrecken ein.

Als sich der Jet plötzlich nicht mehr bewegte ging Seto, nach dem er sich abgeschnallt hatte, zu den Piloten nach vorne. "Was ist los? Warum bewegen wir uns nicht mehr?" wollte Seto aufgebracht wissen. "Uns wurde die Starterlaubnis entzogen!" erklärte der Pilot. "Warum?" fragte Seto gereizt, der Termin war wichtig und nun sollten sie nicht starten können, das war doch lächerlich. "Das hat man mir nicht gesagt, doch man stellt gerade ein Gespräch für sie von einem gewissen Joey Wheeler durch!" fuhr der Pilot mit seiner Erklärung fort. Joey! Das konnte nur heißen, dass irgendwas passiert sein musste! Bei diesem Gedanken krampfte sich Setos Herz schmerzhaft zusammen. "Ich stelle ihn nach hinten durch!" kam es diesmal vom Co-Piloten. "Ok!" brachte Seto kurz hervor bevor er eilig nach hinten ging. Einen Augenblick später nahm er das Gespräch auch schon an.

"Joey! Was ist passiert?" wollte er auch sofort mehr als besorgt wissen. Erleichtert, Seto zu hören und zu wissen, dass es ihm gut ging und er nicht Tod war atmete Joey auf. "Mit uns ist alles in Ordnung!" versicherte Joey Seto, das es ihm und Mokuba gut ging. "Aber du bist in Gefahr!" erklärte Joey Seto seinen Anruf. "Was meinst du!" wollte Seto daraufhin irritiert wissen. "Seto, wenn ihr startet, werdet ihr abstürzen und alle sterben!" brachte Joey mühsam und unter Tränen hervor. Die Erinnerung an das was er gesehen hatte brachte ihn beinahe um den Verstand. "Liebling, bitte du musst mir glauben, ich habe es in einer Vision gesehen! Jemand hat die Treibstoffzufuhr manipuliert, sobald ihr startet wird die Leitung ganz reißen und der Jet abstürzen!" flehte Joey Seto an ihm zu glauben, doch dieser glaubte ihm schon längst. "Danke Joey! Du hast unser Leben gerettet!" brachte Seto mit zitternder Stimme hervor. "Ich ... Seto ich hatte solche Angst, dich zu verlieren!" kam es nun von Joey. "Hast du nicht und wirst du auch niemals!" versuchte Seto Joey trotz seiner eigenen Besorgnis zu beruhigen. "Joey, ich werde die Maschine überprüfen und den Termin in Hokkaido verschieben lassen und dann nehmen ich den nächsten Linienflug nach Tokio! Keine Angst mir wird nichts passieren!" sprach Seto auf Joey ein. "Ok!" kam es Tränen erstickt von diesem. "Seto?" "Ja, Joey!" "Ich liebe dich!" "Ich liebe dich auch mein Engel!" und mit diesen Worten beendeten die beiden ihr Gespräch.

Langsam ließ Joey nun seine Hand mit dem Handy nach unten sinken. "Joey! Alles in Ordnung?" blickte Tristan Joey besorgt an. "Es geht ihm gut, er kommt so schnell es geht her!" waren Joeys letzte Worte, bevor seine Augen stumpf wurden und er sich in sich zurückzog. Dabei entglitt ihm auch sein Handy, das beinahe geräuschlos zu Boden fiel. Erschrocken blickte Tristan auf Joey, legte Joey, der während des ganzen Telefonats auf dem Bett im Gästezimmer gesessen hatte, hin. Noch immer blickten Joeys Augen ins Nirgendwo. Anschließend verließ er das Zimmer um einen Arzt zu Rufen. Joey hatte einen schweren Schock und er hatte Angst, dass es vielleicht noch zu einem ernsthaften Kreislaufzusammenbruch kommen würde. Vor der Tür erwartete ihn schon Duke. "Was ist los!" wollte
dieser sofort wissen. "Seto war in Gefahr! Joey hat es in einer Vision gesehen und ihn gewarnt! Seto ist nun auf dem Weg hierher und Joey ist in einen Schockzustand gefallen und braucht unbedingt einen Arzt!" erklärte Tristan Duke in Kurzfassung was vorgefallen war. "Wo ist Mokuba?" wollte Tristan dann von dem geschockten Duke wissen. "Er ist auf der Couch eingeschlafen!" beruhigte Duke seinen Lebensgefährten. "Duke rufst du den Arzt, ich lasse Joey nur ungern alleine" "Mach ich!" erwiderte Duke während er zum Telefon ging und Tristan zurück zu Joey. Joey tat Duke leid, es musste furchtbar sein eine Vision zu haben und zu sehen, wie einem ein geliebter Mensch genommen wird. Er hoffte nur, dass sich Joey von seinem Schock erholen und Seto schnell hier sein würde.

10 Minuten später traf der Arzt ein. Dieser gab Joey ein Schlafmittel, das ihn bis mindestens morgen Mittag vielleicht sogar Nachmittag schlafen lassen würde, falls sich Joeys Zustand dann nicht geändert hätte sollten sie sich noch mal bei ihm melden. Ansonsten ließ er noch ein leichtes Beruhigungsmittel da, dass Joey je nach bedarf einnehmen sollte. Tristan bedankte sich daraufhin hin bei dem Arzt und begleitete ihn zur Tür. Tristan war erleichtert gewesen als Joey begann einzuschlafen, dieser fruchtbar leere Blick in Joeys Augen hatte ihn sichtlich mitgenommen und er war froh gewesen, als Joeys Augen begannen sich langsam zu schließen und er nach einem kurzen Moment den ruhigen Atem seines Freundes hören konnte.

Nachdem der Arzt nun gegangen war ging Tristan noch einmal zu Joey um diesen Richtig zu zudecken. Anschließend verließ er das Zimmer ließ die Tür aber angelehnt, damit er hören konnte falls irgendwas mit Joey sein sollte. In der Küche erwartete ihn Duke schon. "Wie geht es ihm jetzt?" blickte er Tristan fragend an. "Er schläft alles Weitere sehen wir morgen!" erwiderte er müde. Daraufhin zog Duke ihn in seine Arme. "Es wird schon alles wieder gut!" versuchte er seinen Lebensgefährten aufzubauen. "Das hoffe ich!" antwortete dieser und küsste Duke daraufhin liebevoll. Er war froh, einen solch verständnis- und liebevollen Mann an seiner Seite zu haben und er würde ihn niemals wieder hergeben. Wenn er daran dachte, dass Duke etwas zustoßen könnte krampfte sich sein Herz schmerzhaft zusammen und er drücke Duke noch ein wenig enger an sich. Nachdem sie sich nach einer Weile wieder von einander gelöst hatten sahen sie noch kurz nach Mokuba, den sie zudeckten und gingen dann ins Bett, mit der Hoffnung, dass es Joey morgen besser gehen würde.

Seto währenddessen ließ den Jet überprüfen, wie sich später herausstellte hatte Joey recht gehabt. Es musste sich jemand an der Treibstoffzufuhr zuschaffen gemacht haben und dies hätte unweigerlich zu einem Absturz der Maschine geführt. Nachdem er diese Information erhalten beauftragte er seinen eigenen Sicherheitsdienst der Sache nach zu gehen und den Schuldigen zu finden. Zudem ließ er den Termin in Hokkaido verschieben bevor er dann auch schon im nächsten Flieger nach Tokio saß. Er machte sich große Sorgen um Joey. Seto wollte sich gar nicht vorstellen, was dieser in seiner Vision gesehen haben musste.


Dienstag - Vormittag

Domino-City

Warum? Warum hatte sein Plan nicht funktioniert? Er hatte doch alles bestens durchdacht und vorbereitet fragte sich der junge Mann der den Jet manipuliert hatte. Doch nichts, nichts stand über den Tod von Seto Kaiba in der Zeitung oder wurde im Fernsehen erwähnt. "Wieso verdammt noch mal war der Mann, der meinen Verlobten auf dem Gewissen hatte nicht Tod?" schrie er und warf dabei alles möglich seiner Einrichtung auf dem Boden um seiner Wut Luft zu machen. Nachdem er sich wieder beruhigt hatte schwor er sich, dass es damit noch nicht zu Ende sein würde, er würde seine Rache bekommen so oder so und mit diesen Gedanken begann er sich einen neuen Plan auszudenken. Der Geist seines Verlobten aber betrachtete seinen Geliebten traurig und hoffte gleichzeitig, dass der Junge Mann, der Seto Kaiba so viel bedeutete ihm würde helfen können diesem Wahnsinn ein Ende zu machen.




(1) Der Attentäter hatte diese Uniform noch, da er dort einmal als Aushilfe gearbeitet hat! Somit
wusste er auch, was er an der Maschine zu manipulieren hatte, damit diese abstürzen würde.





Seto in Tokio

4. Kapitel

Tokio

Als Seto in Tokio ankam ließ er sich sofort zum Penthouse von Duke und Tristan bringen. Dort angekommen wurde ihm auch sogleich von Tristan die Tür geöffnet. "Seto! Gott sei Dank bist du hier!" kam es von diesem. "Komm rein!" wurde er anschließend aufgefordert einzutreten. "Tristan, was ist los? Ist etwas mit Joey?" wollte Seto sogleich besorgt beim Eintreten wissen. Tristan schien aufgewühlt zu sein und das war kein gutes Zeichen. Irgendetwas musste gestern noch vorgefallen sein. "Nach eurem Gespräch gestern fiel Joey in einen Schockzustand, der Arzt hat ihm dann etwas zu schlafen gegeben. Er meinte Joey würde dadurch bis heute Mittag durchschlafen, sollte sich sein Zustand nicht verändert haben sollen wir ihn noch mal anrufen!" klärte Tristan seinen Freund über die gestrigen Vorkommnisse auf. "Bitte bring mich zu ihm!" bat Seto Tristan ihn zu Joey zu bringen. Nachdem was Tristan ihm gerade erzählt hatte musste es seinem Engel wahrlich nicht gut gehen. Tristan führte Seto daraufhin in das Gästezimmer und blieb dann im Türrahmen stehen während Seto zu Joey ging, der schlafend im Bett lag.

Erschrocken blickte Seto Joey an. Dieser sah furchtbar blass aus. Langsam setzte er sich zu diesem auf die Bettkante und nahm dann dessen Hand in die Seine. "Ich lass dich dann mal alleine! Wenn du uns suchst wir sind in der Küche!" kam es nun von Tristan. "Tristan, was ist mit Mokuba?" wollte Seto dann aber noch wissen. "Er schläft im Wohnzimmer auf der Couch! Keine Sorge! Ich denke er wird noch eine Weile schlafen! Der gestrige Tag war sehr anstrengend für ihn, zuerst der Flug nach Tokio, dann das Shopping, dass war wohl alles ein wenig zu anstrengend für den Kleinen!" erwiderte Tristan. Verstehend nickte Seto seinem Freund kurz zu. "Danke, dass du auf die beiden aufgepasst und dich um sie gekümmert hast!" bedankte sich Seto bei Tristan. "Nichts zu danken!" wiegelte dieser ab und ließ Seto dann mit Joey alleine.

Dieser sah seinen Engel besorgt an. Sanft strich er mit seiner Hand Joey einige seiner Haarsträhnen aus dem Gesicht. Leise flüsterte ihm zu "Es wird alles wieder gut! Das verspreche ich dir!" Anschließend blieb er noch eine Weile bei Joey sitzen bevor er sich zu Duke und Tristan in die Küche begab. Doch vorher warf er noch einen kurzen Blick auf Mokuba. Dieser schlief friedlich auf der Couch im Wohnzimmer. Kurz gab er seinem Bruder noch einen Kuss auf dessen schwarzen Haarschopf bevor er nun endgültig in die Küche ging. Dort angekommen wurde er auch sogleich von Duke aufgefordert sich zu setzen. Daraufhin drückte ihm dieser eine Tasse Kaffee in die Hand, um sich dann wieder mit an den Tisch zu setzten. "Wie geht es Joey?" wollte Duke dann auch schon wissen. "Er schläft noch! Doch langsam bekommt er wieder Farbe ins Gesicht. Ich weiß nicht was er gesehen hat aber es muss grauenvoll gewesen sein. So grauenvoll, dass er sich in sich zurückziehen musste, um damit klar zu kommen. Ich hoffe nur, dass er damit fertig wird. Ich will ihn nicht verlieren!" erwiderte Seto besorgt. "Ich würde mir da keine Sorgen machen!" warf nun Tristan in den Raum. "Joey ist willensstark und wenn er die gestrige Vision verarbeitet hat wird er wieder der alte sein." "Das hoffe ich!" kam es nun von Seto.

"Seto!" kam es plötzlich von der Küchentür her. Sofort richteten sich drei Augenpaare auf den in der Tür stehenden Joey. Einen Augenblick später war Seto aufgesprungen und zu diesem hin gelaufen. Fast zögerlich streckte Joey einer seiner Hände nach Setos Gesicht aus, um dessen Wange zu berühren und sich zu vergewissern, dass Seto wirklich hier war. Als er nun die warme Haut unter seiner Hand spürte, begann er zu schluchzen und ließ sich von Seto an diesen ziehen. "Seto, ich hatte solche Angst!" brachte Joey mühsam hervor. "Schhht, die brauchst du nicht mehr zu haben, es geht mir gut und ich bin hier bei dir!" versuchte Seto Joey zu beruhigen. Dieser sackte daraufhin in sich zusammen, so dass Seto ihn auf seine Arme nahm und in das regungslose Gesicht seines Engels, der wieder eingeschlafen war, sah. Erschrocken waren Duke und Tristan aufgesprungen, als Joey in sich zusammen sackte. "Was ist mit ihm?" wollte Duke besorgt wissen. "Er ist wieder eingeschlafen! Keine Sorge!" beruhigte Seto die beiden. Daraufhin brachte er Joey wieder in das Gästezimmer, um ihn dort auf das Bett zu legen.

Einige Minuten später wachte Joey erneut auf. Zuerst war er einen Moment verwirrt, war er ebbend nicht noch in der Küche gewesen. Doch als er neben sich blickte lag Seto neben ihn und ihm wurde klar, dass dieser ihn zurück ins Bett gebracht haben musste. Besorgt blickten ihn dessen blauen Augen an. "Geht es dir besser?" wollte dieser von ihm wissen. "Ja!" antwortete Joey daraufhin schwach. Sanft strich Seto daraufhin Joey über dessen Wange, bevor er ihm einen innigen Kuss gab, denn dieser nur zu gern erwiderte. "Seto, erinnerst du dich noch an den jungen Mann von dem ich dir erzählt habe, denn den ich im Park gesehen habe?" blickte Joey Seto fragend an, nach dem sie sich wieder voneinander gelöst hatten. "Ja!" erwiderte Seto knapp. "Ich bin mir nun sicher, dass es sich bei diesem Jungen um einen Geist handelt und er in Zusammenhang mit dem Anschlag auf dich steht!" kam es ernst von Joey. "Inwiefern?" wollte Seto daraufhin wissen. "Ich hab ihn in meiner Vision gesehen, er hat den jungen Mann angefleht den Jet nicht zu manipulieren, doch dieser konnte ihn nicht hören. Die beiden jungen Männer müssen in irgendeiner Verbindung zu einander gestanden haben, die durch den Tod des einen zerstört wurde. Nun verstehe ich auch, was der Geist des jungen Mannes von mir wollte, als er mich um Hilfe bat! Er wollte, dass ich ihm helfe den anderen aufzuhalten!" klärte Joey Seto über seine Vermutung auf. Dieser sah ihn skeptisch an. "Bist du dir sicher!" "Ja, das bin ich! Und nun da ich weiß, worum es geht! Werde ich ihm helfen können!" kam es optimistisch von Joey.

"Du wirst nichts tun!" erwiderte Seto nun aufgebracht. Verwirrt blickte Joey seinen Liebsten an "Was?" "Du hast schon richtig verstanden, du wirst nichts tun! Wenn du eine Vision hast, dann gibst du mir die Informationen und ich werde meine Leute darauf ansetzen, doch ich werde auf keinen Fall zu lassen, dass du in Gefahr gerätst und womöglich verletzt wirst! Hast du verstanden! Dem Kerl geht es nur um mich und ich bekomme das schon hin!" wurde Seto etwas lauter. Wenn er nur daran dachte, dass Joey etwas zustoßen könnte stieg Panik in ihm hoch. Niemals würde er zulassen, dass jemand Joey, obwohl man es eigentlich auf ihn abgesehen hatte, etwas antun würde. Niemals! "Aber! ..." wollte Joey etwas einwerfen, doch Seto unterbrach ihn. "Kein Aber! Verstanden!" Daraufhin nickte Joey trotzig. Er verstand Seto ja, doch er würde wohl kaum diese Visionen haben, wenn er in dieser Sache nichts unternehmen sollte. Also beschloss er sobald er zurück in Domino-City war heimlich der Sache nachzugehen. Seto der nichts von Joeys Plan ahnte atmete erleichtert auf. Nahm sich aber dennoch vor ein Auge auf Joey zu haben. "Bitte sei nicht böse auf mich! Ich will doch nur, dass dir nichts passiert!" versuchte Seto Joey nun gnädig zustimmen, denn dieser sah ihn immer noch ein wenig beleidigt an. Daraufhin entspannten sich Joeys Gesichtszüge und er küsste Seto kurz. "Ist Ok! Ich verstehe dich, mir würde es in deiner Situation nicht anders gehen!" kam es nun von Joey. Daraufhin zog Seto Joey in seine Arme und gemeinsam döste man vor sich hin. Jeder seinen eigenen Gedanken folgend.

Als Tristan später nach ihnen sah schliefen beide tief und fest. Mokuba der in der Zwischenzeit aufgewacht war spielte darum mit Duke und ihm Monopoly. Dabei erklärten sie ihm auch was gestern vorgefallen war. Natürlich war er ziemlich aufgebracht gewesen, doch nach dem sie ihm erklärt hatten, dass alles wieder in Ordnung kommen würde entspannte er sich wieder und wartete geduldig darauf, dass Seto und Joey aufwachen würden. Am liebsten hätte er ja sofort mit den beiden gesprochen, doch er sah ein, dass diese ihren Schlaf brauchten.


Einige Stunden später

Als Seto in die Küche getrottet kam war es ungefähr 15 Uhr. Sofort lief Mokuba auf seinen großen Bruder zu und warf sich in dessen Arme. Dieser hob seinen Bruder hoch und drückte ihn kurz an sich bevor er den Kleinen wieder absetzte. "Wie geht es Joey!" wollte Mokuba anschließend wissen. Duke und Tristan hatten ihm gesagt warum Seto hergekommen und was mit Joey los war. "Es geht ihm besser! Zurzeit packt er seine Sachen zusammen, damit wir mit dem nächsten Flieger nach Domino-City zurückfliegen können." "Und was ist mit mir?" wollte Mokuba überrascht wissen. "Mokuba, ich möchte, dass du hier bei Tristan und Duke bleibst!" kam es nun ernst von Seto. "Was?" riss Mokuba erschrocken seine Augen auf. "Ich hoffe, dass ihr mir den gefallen tut?" blickte Seto die beiden bittend an. "Das ist kein Problem!" antwortete Duke. Anschließend zog er Tristan, der selbstverständlich auch damit einverstanden Mokuba vorübergehend bei sich aufzunehmen, mit ins Wohnzimmer, damit Seto in Ruhe mit Mokuba sprechen konnte. "Seto, ich will aber mit euch kommen und nicht hier bleiben!" sah Mokuba seinen Bruder trotzig an. So leicht würde er sich nicht abschieben lassen. Daraufhin bat er Mokuba sich mit ihm an den Küchentisch zu setzen. Nachdem sie nun saßen versuchte sich Seto Mokuba verständlich zu machen "Mokuba, ich liebe dich! Und ich möchte unter keinen Umständen, dass dir irgendwas geschieht, dass würde ich mir niemals verzeihen können. Aber wenn ich dich jetzt mit zurück nach Domino-City nehmen wirst du unweigerlich in Gefahr sein. Wie Duke und Tristan dir gesagt haben werden, gibt es dort jemanden, der mir etwas antun will und ich möchte nicht, dass du ins Kreuzfeuer gerätst und verletzt wirst. Also ist es die beste Möglichkeit, wenn du erst mal hier bleibst und ich dich sobald es in Domino-City wieder sicher ist zurückhole." Mokuba verstand seinen Bruder schon, doch er wollte ihn doch gerade wenn er in Gefahr war nicht allein lassen. "Warum darf Joey dann mit zurück?" wollte Mokuba daraufhin wissen. "Er ist erwachsen und kann auf sich aufpassen, doch du bist noch ein Kind!" erwiderte Seto ernst. Dachte Mokuba etwa, dass es ihm leicht fallen würde ihn hier zulassen. "Also gut, aber was ist mir der Schule?" "Ich werde dich solange hier auf eine Schule schicken, sieh es als so eine Art Schüleraustausch an. Du wirst sicher eine Menge neuer Freunde finden!" versuchte Seto seinen kleinen Bruder aufzumuntern. "Vielleicht hast du Recht!" und damit stimmte Mokuba seiner Bitte hier zu bleiben zu. "Habt ihr euch geeinigt?" kam es nun von Joey, der nun auch die Küche betreten hat. "Ja, haben wir!" erwiderte Seto erleichtert. "Joey?" sah Mokuba Joey nun fragend an. "Ja?" "Bitte pass gut auf Seto auf! Versprichst du mir das?" kam es nun bittend von Mokuba. "Das werde ich!" versicherte Joey dem Kleinen. Daraufhin lief dieser zu den anderen Beiden ins Wohnzimmer. Er wollte nicht, dass die beiden seine Tränen sahen.


"Es tut mir im Herzen weh ihn hier zu lassen!" brachte Seto leise hervor. "Ich weiß, mir auch! Doch im Moment ist es wirklich das Beste!" versicherte Joey Seto, das sie das Richtige taten bevor er seinen Liebsten, um diesen ein wenig zu trösten an sich zog. Dieser erwiderte die Umarmung in dem er sich ein wenig näher an Joey presste. Er hoffte, dass sie die Sache schnell aus der Welt geschafft haben würden, damit ihre Familie bald wieder vollständig sein konnte.

Währenddessen ließ sich Mokuba von Duke trösten, dieser hielt den Jungen in seinen Armen und streichelte ihm beruhigend über den Rücken und versicherte dem Kleinen immer wieder, dass er bald wieder zuhause sein würde. Mokuba beruhigte sich daraufhin bald wieder und versuchte optimistisch zu lächeln. Bestimmt! machte sich Mokuba selbst Mut. "Na kommt, wir sollten uns noch verabschieden, bevor die beiden zum Flughafen fahren, oder!" brachte sich nun auch Tristan ein, der bisher die sich vor ihm abspielende Szene stumm beobachtet hatte. "Ok!" kam es daraufhin von Mokuba und Duke und gemeinsam verabschiedete man sich nun von Seto und Joey. Beide drückten Mokuba liebevoll an sich und versprachen ihn schnell zu sich zurück zu holen. Seto ließ sich von Tristan versprechen ihm bescheid zu sagen falls etwas sein sollte und wenig später waren sie dann auch schon auf dem weg zum Flughafen. Am Flughafen angekommen stiegen sie in das nächste Flugzeug und waren somit auf den Rückweg nach Domino-City. Nicht wissend was noch auf sie zukommen würde.

Der unbekannte Attentäter hingegen hatte sich nach dem er erfahren hatte, dass Seto Kaiba nach Tokio geflogen war in den Rechner des Flughafens gehackt und herausgefunden, wann dieser wieder in Domino-City ankommen würde. Anschließend nahm er seine vierundvierziger aus seiner Schreibtischschublade, um diese zu laden. Daraufhin nahm er seine Wagenschlüssel und die Waffe und fuhr zum Flughafen. Nun endlich würde er seine Rache bekommen war sein einziger Gedanke in diesem Moment. Traurig folgte der Geist seinem Verlobten, er konnte nur hoffen, dass Joey es ein weiteres Mal schaffen würde seinen Liebsten vor dem Tod zu bewahren.




Zurück in Domino-City

5. Kapitel

Domino-City

Um 19 Uhr erreichte ihr Flieger Domino-City. Joey war erleichtert als er endlich wieder festen Boden unter sich hatte. Seit seiner Vision von dem Absturz graute es ihm mehr den je in ein Flugzeug zu steigen. Seto hatte zwar beruhigend seine Hand gehalten, doch das hatte nicht wirklich geholfen und so hatte er eine von den Beruhigungstabletten genommen, die ihm der Arzt gegeben hatte. So hatte er den Flug dann einigermaßen überstanden.

Gemeinsam verließen sie nun das Flughafengebäude, um zu der auf sie wartenden Limousine zu kommen. Diese hatte Seto vom Flugzeug aus herbestellt. Draußen angekommen griff Seto nach Joeys Hand. Genau in diesem Augenblick bekam Joey erneut eine Vision.

Sie beide liefen in Richtung der Limousine weiter, als plötzlich ein schwarzer Wagen mit dunklen Scheiben und abgeklebten Nummernschilden langsam an ihnen vorbei fuhr. Einen Augenblick später ertönte ein Schuss. Seto der bis dahin Joeys Hand gehalten hatte ließ diese los und fasst sich dann an seine Brust. Mit entsetzen musste er feststellen, dass diese augenblicklich voller Blut war. Geschockt sah Joey auf Seto. Der Wagen, der bis ebbend noch langsam gefahren war, fuhr nun mit Höchstgeschwindigkeit davon. Währenddessen brach Seto zusammen. Sofort ließ sich Joey neben Seto fallen, um diesen in seine Arme zu ziehen. Verzweifelt rief er nach einem Arzt, während er mit einem Stückstoff, dass er von Setos Mantel gerissen hatte versuchte die Blutung zu stoppen. "Joey!" brachte Seto mühsam hervor. Er hatte furchtbare Schmerzen und er konnte spüren wie ihn seine Kräfte durch den hohen Blutverlust verließen. Sofort richtete Joey seine Aufmerksamkeit auf seinen Liebsten. "Seto! Bitte halte durch der Arzt ist gleich hier!" versuchte er Seto dazu zubringen durchzuhalten. "Joey... ich ... ich sterbe!" röchelte Seto. "Nein, Nein sag so was nicht!" rief Joey verzweifelt. Unablässig liefen Tränen über seine Wangen. "Aber ... es ... es ist wahr!" kam es schwach von Seto während er versuchte Luft zu bekommen. Die Kugel musste ihn in die Lunge getroffen haben und diese füllte sich nun mit Blut. Bald würde es vorbei sein, da war er sich sicher, doch vorher musste er Joey noch etwas sagen. Unter größter Anstrengung schaffte es Seto seinen Arm zu heben und Joey seine Hand an die Wange zu legen. "Joey, ich ... ich liebe dich! Bitte ... vergiss das ... das niemals!" kam es stockend von Seto. "Und bitte ...kümmere ... kümmere dich um Mokuba, er ... er wird dich nun brauchen!" bat er Joey mit letzter Kraft." Ich liebe dich doch auch, Seto! Du darfst nicht sterben hörst du, du darfst nicht!" flehte Joey Seto unter Tränen an ihn nicht zu verlassen. Ein trauriges Lächeln legte sich auf Setos Lippen. "Bitte ... Bitte versprich mir, dass ... das du dich um Mokuba kümmern und ... und weiterleben wirst!" sah Seto Joey bittend fast flehend an, gleichzeitig lief ein wenig Blut aus einem von Setos Mundwinkeln. Joey beugte sich nun langsam vor, wischte das Blut von Setos Lippen und gab Seto einen letzten sanften Kuss, dann sah er Seto tief in dessen blauen Augen und sagte liebevoll "Ich verspreche es dir!" Daraufhin erschien ein sanftes und glückliches Lächeln auf Setos Lippen, die Hand die bis ebbend noch an Joeys Wangen gelegen hatte umfasste nun Joeys Hand, die auf seiner Wunde lag. Plötzlich zuckte Setos Körper in Joeys Armen. Krampfhaft versuchte Seto Luft zuholen, doch es ging nicht. Entsetzt sah Joey dabei zu wie auch das restliche Leben aus Seto wich. Ein letztes Mal noch versuchte Seto zu atmen, dann wurde er still. Verzweifelt suchte er den Blick seines Engels. Dieser blickte ihn liebevoll an und zeigte ihm damit, dass er bei ihm sein würde, wenn er nun sterben würde. Langsam wurde es dann schwarz um Seto herum. Joey konnte sehen wie alles Leben aus diesem wich. Dessen Augen die sonst immer so ausdrucksstark gewesen waren, waren nun gebrochen und als Setos Herz auf hörte zu schlagen fiel Setos Kopf leblos an Joeys Brust und seine Hand glitt zu Boden. Daraufhin begann Joey hemmungslos zu weinen. Vorsichtig wiegte er seinen Liebsten in seinen Armen, bevor er ihn auf den Boden gleiten ließ und ihm, die noch immer offenen Augen, durch eine zärtliche Geste zu schließen. Anschließend zog er seine Knie an sich und umschloss diese mit seinen Armen. Immer wieder wiegte er sich vor und zurück, während er herzergreifend weinte, den toten Körper seines Liebsten neben sich liegend.

Erstarrt blieb Joey nach dieser Vision stehen. Verwunderte blickte Seto zu "Joey! Joey ... Joey, was ist los?" wollte er von seinem nun kreidebleichen Engel wissen. Doch eigentlich konnte er sich das schon denken. Joey musste eine Vision gehabt haben.


Einen Moment später sah Joey auch schon den Wagen neben ihnen, den Wagen aus seiner Vision. Und auch der Geist war wieder da. Dieser rief verzweifelt "Pass auf!" Genau in diesem Moment sah Joey den Lauf der Waffe aufblitzen und er warf sich instinktiv auf Seto. Gleichzeitig fiel der Schuss. Joey spürte einen scharfen Schmerz an seinem linken Arm, bevor er mit Seto zusammen auf dem Boden aufprallte. Entsetzt blickte Seto Joey an. Es war alles so schnell gegangen, dass er im ersten Moment gar nicht verstand was los war, doch als er den Schuss hörte wusste er was passiert war. "Seto, bist du Ok?" wollte Joey besorgt wissen, während er noch immer auf diesem lag. "Ja, alles in Ordnung!" erwiderte dieser. Plötzlich zuckte Joey vor Schmerz zusammen. Joey! Was? doch weiter kam Seto nicht, denn die Hand mit der Joey instinktiv an die schmerzende Stelle gefasst hatte war voller Blut. Diesmal wich aus Setos Gesicht alle Farbe. Joey, der geschockt auf seine Hand sah wurde vorsichtig von Seto von sich runter geschoben. Anschließend suchte er den verletzten Joey nach einer Schusswunde ab. Wie es aussah hatte Joey an seinem linken Arm einen Streifschuss abbekommen, der aber zum Glück nicht sehr tief war. Seto verband den Arm notdürftig mit einem Stückstoff von seinem Mantel. Joey kam dadurch wieder zu sich. "Ist es schlimm?" wollte er wissen. "Das muss ein Arzt entscheiden" kam es mit zitternder Stimme von Seto.

Einen Augenblick später erreichten die Polizei und ein Krankenwagen den Tatort. Während Joey nun von den Sanitätern im Krankenwagen verarztet wurde gab Seto alles, was er zu dem Vorfall zusagen hatte zu Protokoll. Gleich danach befragte man auch Joey, der ihnen aber auch nicht wirklich mehr sagen konnte. Er gab zu Protokoll, das aus einem schwarzen Wagen mit getönten Scheiben und abgeklebten Nummernschildern auf sie geschossen worden sei und er den Täter nicht hätte sehen können. Anschließend kam Seto zum Krankenwagen herüber. "Kommt er wieder in Ordnung?" fragte er den Sanitäter, der Joey behandelt hatte, besorgt. "Keine Sorge, es ist nur ein Streifschuss gewesen, in zwei Wochen ist der Arm wieder wie neu. Bis dahin wechseln sie alle 2 Tage den Verband!" antwortete der Sanitäter, während er das Verbandsmaterial wieder wegpackte. "Wie geht's dir?" wollte Seto nun von Joey wissen. "Es geht mir gut!" versicherte dieser seinem Lebensgefährten, bevor er aus dem Krankenwagen ausstieg. "Mich interessiert viel mehr, ob es dir gut geht?" blickte Joey Seto fragend an. "Joey, verdammt! Warum denkst du immer nur an andere?" brachte Seto zornig hervor, bevor er Joey mit sich zur wartenden Limousine zog. Wenn sie zuhause sein würden, würde Joey erstmal was zu hören bekommen und anschließend würde er ihn in den nächsten Flieger nach Tokio setzten so viel stand für Seto schon mal fest. Obwohl er sich denken konnte, dass Joey das niemals zulassen würde. Als die beiden nun in der Limousine saßen sprach niemand auch nur ein Wort bis sie zuhause ankamen.


Kaiba Anwesen

Dort angekommen schleifte Seto Joey schon beinahe ins Haus. In der Eingangshalle standen sich die beiden dann gegenüber. "Seto? Was ist los?" wollte Joey besorgt wissen. "Was los ist? Du hättest verdammt noch mal vorhin draufgehen können! Ist dir das klar!" kam es zornig von Seto. Verstand Joey denn nicht, dass die Kugel ihn auch woanders hätte treffen und damit töten können. "Ja, ich weiß, aber hätte ich dich sterben lassen sollen?" blickte Joey Seto verständnislos an. Kam es Seto denn nicht in den Sinn, dass auch er es niemals ertragen würde, wenn Seto etwas zu stieße. Hatte dieser aus der Sache mit dem Jet, denn gar nichts gelernt. Daraufhin umfasste Seto mit seinen Händen Joeys Kopf, um dann seine Stirn an die von Joey zu lehnen. Anschließend blickte er diesen ernst in dessen rehbraunen Augen. "Joey! Versteh doch ..." wollte Seto gerade ansetzen, als Joey ihn unterbrach. "Das Telefon wird gleich klingeln, du solltest ran gehen! Ich werd mich solange waschen und umziehen und dann können wir gleich in Ruhe weiter sprechen!" kam es von Joey. Daraufhin ließ Seto Joey los. Im selben Augenblick läutete das Telefon. Irritiert blickte er zum Telefon und dann zu Joey. Dieser grinste und sagte dann "Manchmal hat es doch Vorteile so etwas wie ein Hellseher zu sein!" Daraufhin verschwand Joey nach oben und Seto ging ans Telefon.

Oben angekommen ging Joey sofort ins Badezimmer. Er wollte, dass Blut, das noch immer an seinen Händen klebte loswerden. Nachdem dies geschehen war sah er in den Spiegel über dem Waschbecken.

Und was er sah gefiel ihm nicht sonderlich. Er war blass und hatte leichte Schatten unter den Augen. Mit zitternder Hand fuhr er sich kurz durch die Haare. "Verdammt beruhig dich! Seto geht es gut!" versuchte er sich selbst zu beruhigen, doch noch war die Erinnerung an die Vision zu frisch. Wieder und wieder sah er Seto in seinen Armen sterben. Kurz schüttelte er den Kopf um die Erinnerung zu verscheuchen. Er durfte jetzt nicht noch einmal zusammenbrechen, denn das könnte zwangsläufig Setos Tod bedeuten war sein einziger Gedanke in diesem Moment. Daraufhin nahm er noch eine von den Beruhigungstabletten. Und schon nach wenigen Minuten hatte er sich weitestgehend unter Kontrolle, so dass er sich seinen Pyjama anziehen konnte.

Wenig später hatte auch Seto sein Telefonat beendet und so war er Joey nach oben gefolgt. Er betrat gerade das Zimmer, als Joey aus dem Badezimmer kam. Er konnte auf dem ersten Blick erkennen, dass es Joey nicht wirklich gut ging, doch dieser wollte dies anscheinend vor ihm verbergen. "Und wer hat angerufen?" blickte Joey Seto fragend an. er hatte zwar gewusst, dass es klingeln würde, doch nicht wer anrief. "Mokuba und Tristan! Sie wollten wissen, wie es uns geht. Anscheinend sind die Medien schon voll von Berichten über den Vorfall." "Wie geht es Mokuba?" wollte Joey daraufhin besorgt wissen, er konnte sich kaum vorstellen, was der Kleine für eine Angst gehabt haben musste, als er von dem Attentat erfahren hatte. "Er hat geweint und hatte Angst, doch Tristan hat ihn beruhigt und mir versichert, dass er sich um Mokuba kümmert und wir uns keine Sorgen machen müssen. Zudem hat er uns gebeten, dass wir auf uns aufpassen sollen!" erwiderte Seto ernst. "Joey! Ich denke ..." doch erneut wurde er von Joey davon abgehalten weiter zusprechen, diesmal durch einen leidenschaftlichen Kuss. Zuerst war Seto verwirrt, doch dann erwiderte er den Kuss. Als sie sich nun wieder von einander trennten blickte Joey Seto ernst an. "Ich weiß was du sagen wolltest und du kennst meine Antwort. Ich gehe nicht!" "Wieder eine von deinen Vorhersagen?" sah Seto seinen Engel fragend an. "Dazu muss ich nicht in die Zukunft sehen! Ich kenne dich einfach viel zu gut!" erwiderte Joey mit einem Grinsen auf den Lippen bevor er Seto erneut zu einem weiteren leidenschaftlichen Kuss an sich zog. Seto wusste, dass es keinen Zweck haben würde auf Joey einzureden, gegen diesen Dickschädel konnte er nicht ankommen, dass hatte er schon vor 6 Monaten erfahren müssen. Doch er würde dafür sorgen, dass Joey sich nicht unnötig in Gefahr begeben würde und wenn er ihn ans Bett ketten musste, dieses Mal würde Joey nichts passieren.

Als sie sich nun wegen Luftmangels von einander lösten zog Joey Seto mit sich zu ihrem Bett. "Erinnerst du dich noch an Sonntag? Du hast gesagt, dass wir noch beenden würden was wir angefangen haben! Ich denke jetzt ist der richtige Zeitpunkt dafür!" und mit diesen Worten zog er Seto mit sich auf ihr Bett. Joey wollte Seto spüren, ein unbändiges Verlangen brannte in ihm, vielleicht lag es daran, dass er Seto fast verloren hatte und er sich jetzt einfach vergewissern musste, dass dieser noch immer bei ihm war, doch zuerst wollte er seinen Drachen noch ein wenig verwöhnen. (1) Dazu kniete er sich über diesen, öffnete dessen Hemd und begann dann ganz sanft dessen Brust zu küssen. Joey konnte spüren wie sich Setos Herzschlag auf der Stelle beschleunigte. Als er seine Lippen nun übers Setos Hals gleiten ließ und er merkte, wie dieser ein Aufstöhnen unterdrückte musste zog er sich langsam zurück, um diesen noch ein wenig zappeln zu lassen. Nicht aufhören! brachte Seto daraufhin mühsam hervor. Diese Berührungen fühlten sich einfach zu gut an. Er wollte mehr davon, mehr von seinem Engel. Das Seto das zugab machte Joey unendlich glücklich und so streifte er neckisch mit seinen Lippen Setos Mundwinkel. Doch als er sich abermals zurückziehen wollte griff Seto in Joeys Haarschopf und presste seine Lippen verlangend auf dessen. Zuerst überrascht erwiderte dieser den Kuss und es entbrannte ein Zungenkampf, den keiner der beiden gewann. Seto der es kaum noch aushielt umfasste Joeys knackigen Po nun mit seinen Händen, bevor er diese langsam an dessen Waden hinauf gleiten ließ. An Joeys Hüften angelangt ließ er seine Hände erstmal dort ruhen. Währenddessen küsste Joey Seto erneut, dass Verlangen nach diesem stieg von Minute zu Minute in ihm an. Sanft biss er Seto in die Unterlippe, saugte leicht und ließ los. Lustvoll stöhnte Seto auf. Lange würde er sich nicht mehr zurückhalten können. Setos Hände die noch immer an Joeys Hüften lagen fuhren nun dessen Rücken hinauf, um dann ungestüm, fast verzweifelt Joeys Pyjamaoberteil aufzureißen. Als Setos Hände nun dessen Oberkörper zärtlich berührten sendeten sie so eine starke Hitzewelle durch Joeys Körper, dass auch dieser nun unwillkürlich aufstöhnen musste. "Seto, das ... das fühlt sich so gut an!" keuchte Joey, während er seinen Kopf in den Nacken warf.

Anschließend führte er Setos Hände zurück an seine Hüften, dann beugte er sich wieder vor um dessen Gesicht, dessen Hals mit Küssen zu bedecken und sich dann wieder auf den Mund zu konzentrieren. Daraufhin konnte sich Seto nicht mehr zurückhalten und er zog Joey besitzergreifend an sich, um sich dann mit diesen herumzurollen, so dass er nun auf Joey lag. Halb von Sinnen vor Begierde atmete er Joeys Duft ein. Und dann stöhnten sie beide, als er seine Lippen nach unten zu Joeys Brustwarzen gleiten ließ. So heiß, dachte Joey, während er von leidenschaftlichen Empfindungen überwältigt wurde. Sein Herzschlag raste ebenso wie Setos. Joey grub nun seine Finger in Setos Haar, um diesen wieder zu sich herauf zu ziehen. Tief sah er Seto in die Augen und dieser nickte verstehend. Mit einem harten Ruck öffnete er Joeys Hose. Lustvolle Laute drangen von Joeys Lippen und in diesem Moment gab es nur noch Joey für Seto, dessen betörender Duft, dessen sanften Kurven und er wollte mehr, darum schob er seine Finger in dessen Hose. Joeys leises Wimmern wich einem lustvollen Stöhnen. Daraufhin ließ Seto seine Lippen tiefer gleiten, Joey hingegen krallte seine Finger in die Decke unter ihm, um sich gegen den nächsten Anschlag auf seine Sinne zu wappnen. Er fühlte sich benommen von Begierde und Wollust, während die köstlichen Empfindungen sich seiner bemächtigten. Es war atemberaubend und Schwindelerregend, so viel zu fühlen und doch immer noch nach mehr zu lechzen. Seto zog Joey nun die Hose über die Hüften, begierig seinen Engel nackt zusehen. Als dieser nun nackt war brachte dieser Seto wieder unter sich. Da auch Joey es nicht mehr erwarten konnte zerrte und riss er Seto dessen dunkle Hose und Shorts gleichzeitig herunter, dann glitt sein Blick verlangend über den nackten Körper seines Liebsten. "Berühr mich, Seto, küss mich!" kam es auffordernd und mit vor Verlangen glitzernden Augen von Joey. Sofort legte Seto Joey eine Hand in den Nacken, um dessen Kopf zu sich herunter zu ziehen. Joey kostete den Kuss bis zur Neige aus. Und als sich Setos Hände über seinen Körper bewegten, spürte er, dass der Kuss fordernder wurde. "Sag mir, dass du mich willst!" flüsterte Joey. "Sag meinen Namen und sag, dass du mich willst!" "Joey! Ich will dich!" antwortete Seto voller Leidenschaft und Verlangen. Daraufhin richtete sich Joey über ihm auf und begann, ihn mir wild pochenden Herzen in sich aufzunehmen. Langsam begann sich Seto nun in Joey zu bewegen. Sie begannen langsam, um auch noch die klitzekleinste Empfindung auszukosten, bis sie, dass Gefühle haben würden, es nicht mehr ertragen zu können. Joey nahm nun Setos Hände von seinen Hüften und führte diesen über dessen Kopf. Anschließend verschränkte er seine Finger mit denen von Seto. Daraufhin begann sich auch Joey zu bewegen, zuerst langsam, dann immer schneller. Immer weiter trieben sie ihrem Höhepunkt entgegen. Seto spürte es als erstes, doch er zwang sich Joey den vortritt zu lassen. Und wenig später kam dieser auch schon, in dem Joey seinen Kopf in den Nacken warf und einen lustvollen Schrei ausstieß. Nun erst, da Setos Körper nach Erlösung schrie ergab er sich dem berauschenden Sinnestaumel dem ihm sein Höhepunkt bescherte. Erschöpft sank Joey auf Setos Brust. Dieser zog sich daraufhin vorsichtig um Joey nicht weh zutun aus diesem zurück und säuberte sie. Anschließend strich er Joey sanft über den Rücken während er sie mit der anderen Hand zudeckte. Als er nun in Joeys Gesicht blickte und dieser mit einem friedlichen Lächeln auf den Lippen schlief erlaubte auch er es sich dem erholsamen Schlaf hinzugeben.

In derselben Nacht noch suchte ein frustrierter Attentäter im Internet nach Informationen über den jungen blonden Mann, der ihm seine Chance auf Rache zu Nichte gemacht hatte. Wenig später hatte er die gewünschten Informationen. Wie er herausfand war der junge Mann der Lebensgefährte von Seto Kaiba und zudem noch ein Medium/Hellseher. Darum waren seine Pläne bisher alle daneben gegangen. Vielleicht war er es nun an der Zeit seinen Racheplan zu überdenken. Wenn er durch Joey Wheeler nicht direkt an Seto Kaiba herankam, dann würde er sich ebbend über diesen an Seto Kaiba rächen. Er würde ihn denselben Schmerz spüren lassen, den er nach dem Tod seines Verlobten hatte spüren müssen und noch immer spürte. Mal sehen, inwiefern Joey Wheelers Visionen ihn selber vor Gefahr retten würden. Der Geist konnte nicht fassen was sein Verlobter nun vorhatte. Wie konnte er nur ernsthaft daran denken so etwas zu tun. Und mehr den je wurde dem Geist klar, dass er diesen Wahnsinn beenden musste. Daraufhin löste er sich auf um zu dem einzigen Menschen zu gehen, der ihm helfen konnte. Joey Wheeler.

Mittwochmorgen

Noch vom Schlaf benommen öffnete Joey am nächsten Morgen die Augen. Es musste noch reichlich früh sein, denn so ebbend ging die Sonne auf. Als er Seto nun neben sich auf dem Bauch schlafend liegen sah ließ er es sich nehmen diesem einen zärtlichen Kuss auf die Schulter zu hauchen. Dieser gab daraufhin einen zufriedenen Ton von sich, bevor er sich fester in sein Kissen kuschelte. Dies brachte Joey zum lächeln und so legte er sich wieder auf seine Seite des Bettes. Eine zeitlang starrte er an die Decke und hing seinen Gedanken nach. Dieser Nacht war für ihn einfach unglaublich gewesen und er hoffte, dass Seto genauso fühlen würde. Doch unweigerlich kamen seine Gedanken auf seine Visionen zurück. Er musste herausfinden, in welchem Verhältnis der Geist zu dem Attentäter stand, nur so würde er den Wahnsinn beenden können. Seufzend drehte er auf die Seite, um Seto zu beobachten. Noch immer konnte er nicht glauben, dass er mit diesem wunderbaren Mann zusammen war und dass dieser ihn liebte. Niemals hatte er gedacht einmal solch ein Glück erleben zu dürfen und darum durfte er unter keinen Umständen zulassen, dass Seto etwas zu stieß. Und wenn es zu bedeuten hatte, dass er sein Leben für den Mann opfern sollte, den er über alles in der Welt liebte, dann würde er das ohne zu zögern tun. Durch seine Grübeleien hatte Joey nicht mitbekommen, dass nun auch Seto aufgewacht und sich zu ihm herum gedreht hatte. "Worüber denkst du nach?" blickte Seto Joey fragend an während er ihm sanft über die Wange streichelte. Ein wenig erschrocken zuckte Joey zusammen. "Oh! Entschuldige! Was hast du gesagt?" sah er seinen Liebsten entschuldigend an. "Ich wollte wissen worüber du nachdenkst?" kam es nun liebevoll von Seto. "Über nichts Wichtiges!" erwiderte Joey mit einem sanften Lächeln. "Bist du sicher!" verlangte Seto interessiert zu wissen. "Ja!" versicherte Joey und damit war für ihn die Sache erledigt. "Lass uns noch ein bisschen kuscheln, ja?" sah er Seto stattdessen bittend an. "Wie du willst!" und mit diesen Worten zog er Joey an sich, damit dieser sich an ihn kuscheln konnte. Joey der in Setos Armen lag streichelte nun zärtlich über dessen Arm, der ihn umschlungen hielt. "Joey?" kam es fragend von Seto. "Ja!" erwiderte Joey daraufhin schläfrig." Ich liebe dich!" "Ich liebe dich auch und wie ich schon sagte, ich werde nicht gehen!" brachte Joey noch hervor, bevor sich seine Augen schlossen und er wieder einschlief. Dickkopf! dachte Seto und doch wunderte er sich wie gut Joey ihn schon kannte. Sie mussten wirklich Seelengefährten sein! Vorsichtig um Joey nicht zu wecken nahm er nun die Hand mit der Joey ihn gerade noch gestreichelt hatte in die Seine. Anschließend verschränkte er seine Finger mit denen von Joey, um seinem Engel dann erneut in Reich der Träume zu folgen.

Ungefähr eine Stunden später erwachte Seto wieder, schnell warf er sich seinen Morgenmantel über, um dann nach unten zu gehen und seinem Engel Frühstück zu machen, dass er ihm ans Bett bringen wollte. 15 Minuten später kam er dann auch schon mit dem Frühstückstablett zurück. Dieses stellte er zuerst auf den Nachttisch, um dann seinen Engel zu wecken. Dazu setzte er sich auf das Bett. Anschließend beugte er sich über Joey und hauchte diesem einen sanften Kuss auf die Lippen. Dieser spürte die wärme an seinen Lippen und begann den Kuss zu erwidern. Einen Augenblick später öffnete er auch schon verschlafen seine Augen. "Morgen!" kam es nun leise von ihm. "Morgen mein Engel!" erwiderte Seto darauf und küsste Joey noch einmal kurz. "Ich habe uns Frühstück gemacht!" sprach Seto weiter, nachdem er den Kuss wieder gelöst hatte. Sofort begannen Joeys Augen zu strahlen. Daraufhin setzte er sich auf und Seto stellte das Tablett zwischen sie auf das Bett. Schweigend genossen sie ihr Frühstück.

Nachdem sie dann fertig waren blickte Seto Joey ernst an. "Joey, was hast du heute vor?" wollte er daraufhin wissen. "Nichts!" erwiderte Joey unschuldig. Er wollte Seto nicht belügen, aber was sollte er tun. "Ich kenne dich! Also?" kam es nun von Seto. "Wirklich nichts!" versicherte Joey erneut. "Ich werde heute einfach nur faul auf der Couch liegen und nichts tun." "Ich will hoffen, dass du mir die Wahrheit sagst, denn ansonsten bekommst du mächtigen Ärger mit mir! Hast du verstanden!" "Ja, hab ich!" erwiderte Joey ernst. Anschließend stellte er das Tablett neben das Bett auf den Boden, um sich dann an Seto zu Kuscheln. Dazu setzte er sich vor diesen, so dass er mit seinem Rücken nun an Setos Brust gelehnt saß. Dieser wiederum schlang seine Arme um Joeys Taille und drückte ihn näher an sich. "Joey, ich liebe dich und ich will einfach nicht das dir was zustößt!" kam es nun erklärend von Seto. "Ich weiß! Aber du musst auch verstehen, dass es mir genauso geht!" erwiderte Joey, der dabei mit Setos Fingern spielte. Daraufhin küsste Seto Joey auf die Schläfe und meinte "Du hast Recht! Aber bitte unternimm nichts auf eigene Faust! Bitte!" forderte er von Joey. "Keine Sorge!" erwiderte Joey daraufhin liebevoll. Seto hoffte, dass er Joey vertrauen konnte, obwohl man bei diesem Dickkopf nie wissen konnte was er als nächstes tun würde. Und Joey hoffte, dass Seto ihm seine Lügen verzeihen würde. Sie blieben noch eine Weile so sitzen bis es für Seto Zeit wurde zur Arbeit zufahren. Er ging nur ungern, doch die Arbeit musste erledigt werden. So begleitete Joey Seto noch zur Haustür. Dort angekommen gab er seinem Liebsten noch einen Kuss, um sich dann anschließend anziehen zu gehen.




(1) Für diesen Teil habe ich Auszüge aus dem Nora Roberts Buch "Ein königliches Juwel" verwendet und für meine Zwecke verändert. Ich habe weder die Rechte an diesem Buch noch will ich damit Geld verdienen.