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The Gift - Teil 6 bis 10

Erkenntnisse

6. Kapitel

Joey war gerade dabei sich zu waschen als er erschrocken herum fuhr, er hatte den Geist gespürt. "Hast du mich erschreckt!" kam es tadelnd von ihm. Daraufhin konnte Joey bedauern spüren. "Ist schon gut!" versicherte er dem Geist, dass er ihm nicht böse war. "Bitte zeig dich mir!" bat Joey nun den Geist sich ihm zu zeigen. Daraufhin wurde dieser langsam sichtbar. "Du bist noch ein junger Geist, oder?" wollte Joey interessiert wissen. Er hatte es sich eigentlich schon gedacht, denn das sichtbar werden war für den Jungen noch recht schwer. Dieser nickte daraufhin. "Du hast mich wegen dem Attentäter um Hilfe gebeten nicht? Ich soll ihn aufhalten?" blickte er den Geist fragend an. Dieser nickte wiederum. "Dann musst du mir schon helfen! Ich brauche einen Anhaltspunkt, worum es eigentlich geht!" versuchte sich Joey dem Geist verständlich zu machen. Daraufhin streckte der Geist seinen Arm aus und forderte mit einem Blick Joey auf diesen zu berühren. Zwar ging das in Wirklichkeit nicht. Doch als Joey mit seiner Hand durch den Geist fuhr sah er eine Kreuzung vor sich, an einer Ecke stand eine Bäckerei namens Tatsumis Bakery. "Soll ich da Anfangen nach der Wahrheit zu suchen?" sah Joey den Geist fragend an. Dieser nickte abermals und verschwand dann. Der Geist hätte Joey zu gern noch mehr mitgeteilt, doch es ging nicht. Seine Geisterkräfte waren noch zu unausgebildet! Außerdem hatte er Angst, dass Joey ihm nicht mehr helfen würde, wenn er erfahren sollte, dass es sein Verlobter nun auch auf ihn abgesehen hatte. Er hoffte nur, dass Joey auf sich aufpassen würde.

Dieser zog sich nun eilig an und stieg dann in seinen Wagen. Falls Seto ihn anrufen sollte, würde er ihm später sagen, dass er gerade in der Badewanne gewesen sei und nicht ans Telefon hätte gehen können bzw. es erst gar nicht klingeln hätte hören. Er wusste, das war ne doofe Ausrede, doch er hoffte Seto würde ihm glauben. Vom Wagen aus rief er dann die Branchenauskunft an und ließ sich die Adresse der Bäckerei geben, die er in der kurzen Vision gesehen hatte. Anschließend fuhr er zu dieser Adresse.

Dort angekommen parkte er sein Auto, um dann zu der Kreuzung zu laufen. Dabei fiel ihm auch auf, dass die Kaiba Cooperation nur drei Straßen weiter seinen Firmenhauptsitz hatte. Als er nun an der Kreuzung ankam blickte er sich erst einmal um. Was konnte diese Kreuzung mit dem Geist und den Attentäter zutun haben? Konnte es sein, dass hier die Stelle war, an der der junge Mann den er als Geist kannte umgekommen war? Um der Sache nachzugehen wollte Joey nun die Straße überqueren und in der Bäckerei nachfragen, ob es hier vor einiger Zeit einen Unfall gegeben hatte. Dazu aber musste er den Knopf an der Ampel betätigen, damit es grün werden würde. Genau in dem Moment in dem er den Knopf berührte bekam er eine Vision.

Währenddessen versuchte Seto verzweifelt Joey zu erreichen, da dieser weder ans Haustelefon noch an sein Handy ging, machte sich langsam Panik in ihm breit. Daraufhin ließ er Joeys Handy orten. Er wollte wissen wo dieser sich aufhielt. Denn wie er Joey kannte konnte es durchaus sein, dass er trotz seiner Beteuerungen nichts zu unternehmen unterwegs war um den Attentäter aufzuspüren. Hinzu kam noch, dass seine eigenen Sicherheitsleute nichts herausfinden konnten. Sie konnten weder Fingerabdrücke des Attentäters, noch den Wagen finden aus dem man heraus auf ihn und Joey geschossen hatte. Und genau aus diesem Grund machte er sich sorgen. Im Moment konnte jeder der Täter sein, was wenn dieser sich Joey schon geschnappt und umgebracht hatte. Doch an dieser Möglichkeit wollte Seto gar nicht denken. "Mr. Kaiba! Laut Handyortung befindet sich Joey Wheeler nur drei Straßen von hier entfernt an einer Kreuzung!" kam es nun von einem seiner Sicherheitsleute. "Danke!" und mit diesem Wort schnappte Seto sich seinen Mantel und war unterwegs zu Joey.

Dieser wiederum sah den jungen Mann, den er nur als Geist kannte auf dem Fahrrad in Richtung der Kreuzung fahren.

"Hoffentlich komme ich nicht zu spät! Ich brauche diesen Job, ansonsten können wir diesen Monat unsere Miete nicht bezahlen!" dachte der Weißhaarige besorgt. Er war nun schon fast über der Kreuzung, als er mit viel zu hoher Geschwindigkeit von links einen dunkel blauen Wagen auf sich zu kommen sah. Bitte nicht! war sein letzter Gedanke bevor der Wagen ihn erfasste. Daraufhin prallte der Körper des jungen Mannes auf die Motorhaube des Wagens, um dann sofort wieder zu Boden geschleudert zu werden. Doch anstatt zu halten fuhr der Mann hinter dem Steuer einfach weiter und beging damit Fahrerflucht. Entsetzt schrieen die umstehenden Leute auf. Er spürte einen unglaublichen Schmerz und hörte die Schreie um sich, doch er konnte sich nicht bewegen. Zudem wurde es zunehmend schwärzer um ihn. Einen Augenblick später hörte er die Sirenen eines Krankenwagens, der irgendwo neben ihm zu stehen gekommen sein musste. Dann spürte er Hände auf sich, die sich um ihn bemühten. Er hörte, dass sie mit ihm sprachen, doch er konnte ihnen nicht antworten. Die Dunkelheit ergriff ihn immer mehr. "Verdammt! Er stirbt uns weg!" konnte er nun doch noch etwas von dem verstehen, was um ihm herumpassieren musste. War es das nun? fragte er sich. Würde er nun sterben? Sterben ohne den Menschen, denn er am meisten auf dieser Welt geliebt hatte noch einmal zu sehen, ihm ein letztes Mal sagen zu können, dass er ihn geliebt hatte. Er wollte nicht sterben nicht jetzt, nicht so, doch er wusste auch, dass es zu spät war, dass sich dieser Wunsch nicht erfüllen würden. Denn mit jeder Minute spürte er das Leben aus sich weichen. Bald würde es vorbei sein. Dann plötzlich hörte er eine Stimme nach ihm rufen, die Stimme seines Liebsten. Spürte dessen Hand, die die seine fest umschlossen hielt. "Ryou! Baby! Halt durch! Bitte verlass mich nicht! Ich liebe dich!" flehte die Stimme ihn an nicht aufzugeben, doch er konnte seinen Tod nicht verhindern. Er merkte wie ihm das Atmen immer schwerer fiel und sein Herz langsam aber sicher seine Arbeit einstellte. Dann war es vorbei. Leblos glitt sein Kopf zu Seite. Eine einzelne Träne lief über seine Wange. Als sein Geist sich nun von seinem Körper löste hörte er den gepeinigten Aufschrei seines Liebsten. Und es zerriss ihm schier das Herz.

Kurz darauf sah Joey wie die Sanitäter den toten Körper Ryous in einen Leichensack legten und diesen dann verschlossen. Anschließend hoben sie diesen auf eine Trage, um diesen dann in den Krankenwagen zuschieben. "Herzliches Beileid!" richtete sich einer der Sanitäter an einen jungen Mann, der mit dem Rücken zu ihm stand, so dass auch Joey ihn in der Vision nicht erkennen konnte. "Wie hieß ihr Verlobter?" wollte er dann noch mitfühlend wissen. "Ryou. Ryou Bakura!" kam es mit gebrochener Stimme. Anschließend rannte der junge Mann davon. Er konnte es nicht ertragen. Nicht ertragen, den wichtigsten Menschen in seinem Leben verloren zu haben.

Einen Moment später befand sich Joey in einer verdunkelten Wohnung. Der junge Mann von vorhin saß mit dem Rücken zu ihm vor dem Fernseher, auf dem Bildschirm befand sich ein Standbild von Seto." Du wirst bezahlen! Wegen dir habe ich Ryou verloren!" murmelte er jungen Mann immer wieder vor sich hin. Neben dem jungen Mann konnte er Ryou sitzen sehen, der seinen Verlobten traurig ansah. Dann richtete sich sein Blick plötzlich auf Joey." Hilf uns!" hörte er die leise Stimme von diesem. Als Joey nun zu dem jungen Mann gehen wollte, um in dessen Gesicht zu sehen war die Vision vorbei und er befand sich wieder an der Kreuzung.

Plötzlich hörte Joey Setos Stimme die ihn rief, irritiert sah er sich um und sah Seto, der auf ihn zu lief. "Joey? Was tust du hier!" brachte dieser erleichtert hervor, während er versuchte Luft zu bekommen. "Ich ... Ich musste herkommen!" antwortete Joey. "Warum! Ein Vision nicht wahr!" blickte Seto Joey böse an. "Ja, verdammt noch mal!" erwiderte Joey scharf." Ich weiß nun wer der Geist war und ich glaube auch zu wissen wer der Attentäter sein muss, doch ich weiß nicht aus welchem Grund er solch einen Hass für dich empfindet!" klärte Joey Seto auf. "Los erzähl!" wollte Seto sofort wissen, was Joey herausgefunden hatte. "Nicht hier, lass uns in die Firma fahren. Du hast doch einen Zugriff auf so ziemlich alle Datenbanken des Landes, oder?" sah Joey Seto fragend an. "Ja, klar!" erwiderte dieser irritiert. "Gut, dann lass uns gehen!" kam es nun von Joey während er Seto mit sich in die Richtung zog, aus der dieser gekommen war. Sie mussten nun nur noch die Straßenseite wechseln, um zu seinem Wagen zu kommen.

Genau in dem Moment in dem Joey die Straße betrat schoss der schwarze Wagen von neulich um die Ecke, um dann genau auf ihn zu zufahren. Entsetzt schrie Seto auf, bevor er Joey mit einem Ruck von der Straße und in seine Arme zog. Durch zu viel Schwung lagen beide nun auf dem Boden. Joey unter Seto. Seto hörte nur noch die quietschenden Reifen des Wagens, als dieser um die nächste Kurve schoss, bevor er sich Joey zuwandte. "Joey? Alles in Ordnung?" blickte er seinen Engel besorgt an. "Ja, alles Ok!" erwiderte dieser und sah dabei Seto ernst an. Anschließend rappelten sich die beiden wieder auf.

Nachdenklich blickte sich Joey um. "Joey! Was ist?" wollte Seto noch immer besorgt wissen. "Ich verstehe nicht, warum ich das nicht vorhergesehen habe!" richtete sich Joey mit einem fragenden Blick an Seto. Dieser wurde daraufhin ärgerlich. "Warum, du das nicht vorhergesehen hast? Das kann ich dir sagen! Weil der Kerl es diesmal nicht auf mich sondern auf dich abgesehen hatte!" kam es wütend von Seto, während er Joey an sich zog. Fest hielt er ihn im Arm. Er wollte sich gar nicht vorstellen, was passiert wäre, wenn er Joey nicht gesucht hätte. Vermutlich wäre dieser nun Tod gewesen. Wenn er diesen Kerl in die Finger bekommen würde, konnte der was erleben. Konnte das sein? Konnte es sein, dass seine Zukunftsvisionen in Bezug auf sich selbst versagten? Vielleicht hatte Seto Recht! dachte Joey. der kaum mitbekam, dass Seto ihn an sich drückte. "Komm lass uns gehen!" kam es nun von Seto, der einen noch immer nachdenklichen Joey nun mit sich über die nun sichere Straße zu Joeys Wagen zog. Dort angekommen ließ er sich von Joey den Schlüssel geben und verfrachtete diesen dann auf den Beifahrersitz. Dann fuhren sie auch schon los. Während der Fahrt griff Seto nach Joeys Hand. Dieser reichte ihm seine nur zu gern. Er brauchte jetzt einfach Körperkontakt, damit er sich wieder beruhigen konnte, denn nun erst verstand er wirklich was gerade ebbend vorgefallen war. Er hätte sterben können.

Verdammt warum hatte es den schon wieder nicht geklappt? fragte sich Ryous Verlobter nun schon zum dritten Mal. Warum musste sich diesmal ausgerechnet Seto Kaiba einmischen. Endlich hatte er sich am Ziel seiner Rache gesehen und dann schon wieder nichts. Doch noch einmal würde er nicht versagen. Das schwor er sich. Daraufhin besorgte er sich einen grünen Geländewagen und fuhr zum Kaiba Anwesen. Früher oder später würde er Joey alleine erwischen und wenn nicht, würde sich dafür auch eine Lösung finden lassen. Er würde seine Rache bekommen und dann konnte er endlich wieder mit seinem Ryou zusammen sein können. Verzweifelt sah Ryou seinen Verlobten an. Konnte er denn wirklich nichts tun um ihn aufzuhalten.


Kaiba Cooperation

Kurz darauf befanden sich die beiden in Setos Büro in der Kaiba Cooperation. Seto saß an seinem Schreibtisch vor seinem Laptop während Joey hinter ihm stand und gespannt auf den Bildschirm blickte. "Und hast du was über Ryou herausgefunden?" wollte Joey nun schon fast ungeduldig wissen. "Einen Moment noch! Hier habe ich was!" antwortete Seto und deutete dann auf den Bildschirm vor ihm.

Darauf war so etwas wie ein Steckbrief von Ryou zusehen, zusammen mit einem Bild von diesem.

Ryou Bakura geboren 23.03.19XX, verstorben am 12.11.2004. Danach war Ryou gerade mal 19 Jahre alt gewesen. Die Eltern Sakura und Koji Bakura sind verstorben, kurz nach dem der Junge vier geworden war. Aufgewachsen ist er bei der Schwester seine Mutter Akiko Naoe. Sie starb kurz vor seinem 19. Geburtstag. Er hat die Oberschule abgeschlossen und sich mit Gelegenheitsjobs durchgeschlagen bis zu dem Tag seines Todes.

"Das heißt in zwei Tagen ist sein Todestag!" fiel Joey auf das in genau zwei Tagen der 12.11 sein würde. Zu dem hatte er Mitleid mit dem Jungen. "Fast alle Menschen, die ihm je etwas bedeutet haben sind vor ihm gestorben und dann musste er auch noch so jung sterben!" kam es traurig von Joey. Seto erging es nicht anders, auch ihm tat Ryou leid. "Steht da noch etwas über Beziehungen, oder so?" wollte Joey nun wissen. "Nein, kein Wort!" erwiderte Seto. "Nachdem was du mir auf dem Weg hierher erzählt hast gehst du also davon aus, dass Ryou mit einem jungen Mann verlobt war und dieser sich nun wegen Ryous Tod an mir rächen will!" blickte Seto Joey fragend an. "Ja! Etwas anderes kann ich mir nicht vorstellen! Ich weiß nur nicht warum, du hast den Unfall doch nicht verschuldet!" erwiderte Joey ernst. "Hast du sonst noch etwas gefunden!" sah er Seto daraufhin fragend an. "Ja, einen Artikel über den Unfall an der Kreuzung!" und mit diesen Worten rief er den Artikel auf, damit Joey sich den durchlesen konnte.

Am Vormittag des 12.11.2004 kam es zu einem bedauerlichen Unfall, der einem jungen Menschen das leben kostete. Der junge Ryou Bakura (19) überquerte so ebbend mit seinem Fahrrad die Kreuzung in der Nähe Kaiba Cooperation, als ein betrunkener Autofahrer mit viel zu hoher Geschwindigkeit den jungen Mann erfasste. Das Unfallopfer erlag noch am Unfallort seinen schweren Verletzungen. Der Autofahrer, der Fahrerflucht begangen hatte setzte 5 km hinter dem Unfallort seinen Wagen mit 180km/h gegen einen Brückenfeiler und erlag wenig später seinen Verletzungen im Krankenhaus.

"Zumindest ist der Kerl, der ihm das angetan hat nicht ungeschoren davon gekommen!" kam es von Joey, während er aus dem Panoramafenster, des 25 Stockwerks, in Setos Büro sah. Zwar hätte er dem Kerl nicht den Tod gewünscht, aber bestraft werden hätte er gemusst und zwar hart. Wie konnte man einen Menschen überfahren und dann einfach abhauen. Er verstand es nicht! Seto der nun auch aufgestanden war umarmte Joey von hinten, um diesen ein wenig zu beruhigen. Es brachte ihnen jetzt nichts sich aufzuregen. "Seto, kannst du herausfinden wo Ryou zuletzt gewohnt hat!" kam es nun von Joey. "Ja, aber warum willst du das wissen?" wollte Seto nun wissen. "Ich will mich morgen dort umsehen!" erwiderte Joey ernst. "Du willst was?" kam es aufgebracht von Seto, während dieser Joey zu sich herumdrehte. War Joey nun durchgedreht! "Ich will mich dort umsehen! Keine Sorge, die Wohnung wird entweder leer stehen oder neu vermietet sein! Also werde ich dem Kerl schon nicht in die Arme laufen, der es auf uns abgesehen hat!" versuchte Joey Seto zu beruhigen. Da Seto wusste, dass Joey es auch ohne seine Hilfe tun würde lenkte er ein, aber unter einer Bedingung. "Gut! Aber ich möchte, dass dich einer meiner Sicherheitsleute dorthin begleitet." "Verstanden!" kam es nun von Seto und er meinte es mehr als ernst. Zuerst wollte Joey etwas dagegen einwenden, doch als er in Setos Augen sah, sah er ein, dass dieser sich das nicht ausreden lassen würde. Egal was Joey sagen würde. "Also gut! Wenn es dich beruhigt, dann bin ich einverstanden!" ergab sich Joey seinem Schicksal. Daraufhin schrieb Seto ihm die Adresse auf.

Anschließend regelte er das mit dem Bodyguard für Joey, um anschließend mit Joey nachhause zu fahren. Nach der ganzen Aufregung heute, hatte er einfach nicht mehr den Nerv zu arbeiten. Sein Stellvertreter würde die wenigen Termine, die heute anstanden, schon alleine bewältigen.

Zuhause angekommen verbrachten die beiden den restlichen Tag mit Faullenzen und der Frage warum es Ryous Verlobter wohl auf sie abgesehen haben könnte. Dabei waren sie der Lösung näher als sie glaubten.


Später in der Nacht

Seto warf sich unruhig im Bett herum. Er träumte, und zwar ausgesprochen schlecht.

Er sah sich wie er den leblosen Körper Joeys in seinen Armen hielt. Über all war Blut, doch er konnte nicht erkennen wo Joey verletzt war. Nur eines konnte er mit Gewissheit sagen und das war, dass Joey Tod war. Joeys Kopf lag an seiner Brust und dessen Augen blickten gebrochen in Nichts. Kein Atemzug kam mehr über Joeys Lippen und auch sein Herz hatte den letzten Schlag schon getan. Immer wieder rief er verzweifelt nach dem Warum? Warum hatte er ihn nicht beschützen können? Warum musste gerade sein Engel sterben? Doch er würde niemals eine Antwort erhalten. Das einzige das er zu hören bekam war das wahnsinnige Lachen eines Verrückten.

Als Seto sich immer unruhiger im Bett hin und her warf und schrie war Joey aufgewacht. Verzweifelt versuchte er Seto durch leichtes Schütteln zuwecken. Doch erst nach einigen Minuten kam dieser zu sich. "Seto? Ganz ruhig, es war nur ein Traum!" versuchte Joey seinen Liebsten zu beruhigen während er ihm sanft über dessen Wange strich. Seto musste etwas wirklich Schlimmes geträumt haben, wenn er sich dermaßen im Bett herumwarf. Seto, der Joey nun neben sich erkannte zog diesen fest an sich. Verwirrt ließ Joey es zu. "Joey! Zum Glück du lebst!" brachte Seto mühsam hervor. "Was?" fragte Joey verwirrt nach dem er sich von Seto gelöst hatte. "Ich ... Ich habe ... habe geträumt, du wärst Tod!" kam es nun mit zitternder Stimme von Seto während er Joey immer wieder berührte, um sich zu vergewissern, dass dieser wirklich hier neben ihm lag. Daraufhin zog diesmal Joey Seto zu sich, so dass dieser nun mit seinem Kopf auf dessen Brust lag und Joeys Herzschlag lauschen konnte. "Hörst du!" forderte Joey Seto auf seinem Herzschlag zu lauschen. "Es schlägt nur für dich!" kam es liebevoll von Joey. Daraufhin nickte Seto leicht und lauschte dann weiter und so schlief er wenig später friedlich ein. Joey wiederum streichelte währenddessen sanft durch Setos Haar, um diesen noch zusätzlich zu beruhigen. Doch nach einer Weile schlief auch er wieder ein. Seine Hand auf Setos Rücken ruhend.


Donnerstag

Am nächsten Morgen erwachte Joey zuerst. Noch immer lag Seto mit seinem Kopf auf seiner Brust. Daraufhin begann er, wie er es schon in der Nacht getan hatte, damit sanft durch Setos Haar zu streichen. Liebevoll blickte er in das ruhige Gesicht seines Liebsten. Er war froh, dass Seto trotz des Alptraums, den Rest der Nacht durchgeschlafen hatte. Als dieser sich nun regte und ihm mit verschlafenen Augen anblickte musste Joey Lächeln. Seto sah in diesem Moment einfach zu niedlich aus mit seinem vertrubbelten Haar und dem verschlafenen Ausdruck im Gesicht. "Morgen!" brachte dieser nun noch immer recht müde hervor. Der Alptraum hatte ihm ganz schön zu gesetzt und er hoffte, dass es sich dabei nicht um ein schlechtes Omen handelte. "Morgen!" erwiderte nun Joey, wobei er noch immer durch Setos Haar strich. Dieser schnurrte daraufhin und zeigte Joey damit, dass ihm gefiel was dieser im Moment tat.


"Willst du immer noch zu der Wohnung?" kam es nach einiger Zeit von Seto. "Ja!" erwiderte Joey daraufhin knapp. Seto hatte gehofft, dass Joey es sich überlegt hatte, doch bei dem Dickschädel, konnte wohl niemand Joey sein Vorhaben ausreden. Zumindest würde einer seiner Sicherheitsleute an Joeys Seite sein. "Keine Angst mir wird nichts passieren!" holte Joeys Stimme Seto aus seinen Gedanken. "Das hoffe ich, das hoffe ich!" murmelte Seto leise, noch immer hatte er die Bilder seines Traumes vor Augen und er hoffte wirklich, dass dies kein schlechtes Omen gewesen war. Doch Joey hatte seine gemurmelten Worte dennoch gehört sagte aber nichts dazu. Eine Weile blieben die beiden noch so liegen bis es Zeit wurde aufzustehen. Nachdem waschen, anziehen und frühstücken war Seto dann auch schon auf dem Weg zur Arbeit während Joey auf die Ankunft des Sicherheitsmannes wartete. Seto hatte ihm bei seiner Abfahrt eingebläut keines Falls alleine zufahren sondern auf den Sicherheitsmann zu warten. Nachdem Joey Seto versicherte hatte dies zu tun und er seinem Liebsten noch einen Abschiedskuss gegeben hatte, war dieser dann doch noch zur Arbeit gefahren. Zwar widerwillig, doch er war gefahren. Doch Seto wurde das Gefühl nicht los, das irgendetwas geschehen würde und das es nichts gutes sein würde. Joey war ja froh, dass Seto sich so um ihn sorgte, doch manchmal schien er seiner Meinung nach zu übertreiben. Ihm würde schon nichts zustoßen, wie den auch, wie hoch war die Wahrscheinlichkeit, dass Ryous Verlobter noch immer in dieser Wohnung lebte falls er jemals mit Ryou zusammen gelebt haben sollte.

Eine halbe Stunde später traf der Sicherheitsmann bei ihm ein. Der Mann war ein Schrank von Mann, den würde sicherlich niemand so leicht auf die Matte legen war sich Joey sicher. Groß, breitschultrig, mit Glatze und einen schwarzen Anzug mit weißem Hemd und schwarzer Krawatte tragend. Zusammen mit Tanaka wie sich der Mann bei Joey vorstellte fuhr er dann auch sogleich zu der Wohnung, um sich diese genauer anzusehen Er hoffte nur, er würde falls die Wohnung neu vermietet sein sollte, den neuen Mieter erklären können warum er die Wohnung unbedingt sehen musste, ohne gleich als Verrückter angesehen zu werden. Was die beiden nicht merkten, als sie aus der Ausfahrt fuhren, war das ihnen ein grüner Geländewagen unauffällig folgte.

In dem Wohnviertel angekommen in dem Ryou gewohnt hatte musste Joey feststellen, dass dies eines der einfachen Wohnviertel war, in denen die einfachen Arbeiter der Gesellschaft zu wohnen pflegten. Er selbst hatte seine Kindheit in solch einem Viertel verbracht und kannte sich daher mit den Menschen, die hier lebten aus. Niemand würde ihnen hier etwas erzählen, allein schon aus dem Grund, sich keinen Ärger einhandeln zu wollen. Nun gut, so würde sich wenigstens auch niemand für sie interessieren.


Wenig später hatten sie ihn dem mehrstöckigen Haus, im dritten Stock, die angegebenen Adresse gefunden, die einmal Ryous Wohnsitz gewesen war. Als er auf das Namensschild sah las Joey Marik Ishtar. Das musste also der neue Mieter der Wohnung sein. Der Name hörte sich für ihn recht ägyptisch an. Er konnte nur hoffen, dass der Mieter da sein und ihn in die Wohnung lassen würde, doch leider war niemand da, denn es reagierte keiner auf sein Klopfen und aus der Wohnung kam kein Laut. "Verdammt!" kam es daraufhin frustriert von Joey. Er musste diese Wohnung sehen. Er musste. "Mr. Wheeler?" ertönte es plötzlich neben ihn. Tanaka hatte ihn angesprochen. "Dürfte ich mal!" bat der Schrank von einem Mann Joey ihm platz zu machen. Dieser trat daraufhin einen Schritt zur Seite und ließ Tanaka somit an das Schloss der Tür. Daraufhin holte Tanaka einen Dietrich aus seiner Brieftasche und öffnete ihm mit wenigen Handgriffen die Tür. "Danke!" kam es verblüfft von Joey. Unverholen musterte er den Mann, der ihm nun den Vortritt ließ. Tanaka der den Blick bemerkte erklärte daraufhin, dass er nicht immer ein gesetzestreuer Mitmensch gewesen sei. Jeder hatte wohl so seine verborgenen Talente und dunkle Geheimnisse. Daraufhin schmunzelte Joey betrat aber die Wohnung. Nun, da sie schon offen war, warum sollte er sich da nicht ein wenig umsehen.




Erkenntnisse 2

7. Kapitel

Bei der Wohnung handelte es sich um eine kleine Zweizimmerwohnung mir Küche und Bad. Nichts großartiges, doch die Wohnung war gemütlich eingerichtet. Als Joey nun das Wohnzimmer betrat blieb Tanaka, der Sicherheitsmann, den Seto ihm als Bodyguard mitgegeben hatte, im Flur zwischen Wohnzimmer und Wohnungstür stehen, um mit zu bekommen, wenn jemand kommen sollte.

Joey fand, dass das Wohnzimmer liebevoll eingerichtete worden war. Es gab eine dunkle Couch und einen passenden Sessel, einen Couchtisch, zwei Bücherregale, vereinzelt hingen Landschaftsbilder an der Wand zudem gab es natürlich einen Fernseher und allen anderen technischen Schnickschnack. Es waren zwar nicht die allerneusten Geräte aber immerhin. Als Joey sich nun weiter um sah wurde er auf ein Bild, das in einem weißen Bilderrahmen in einem der Regale stand, aufmerksam. Langsam ging er darauf zu. Nun da er direkt vor dem Bild stand erkannte er, dass er einen großen Fehler begangen hatte. Einer der beiden jungen Männer auf dem Bild war Ryou. Auf dem Bild wurde dieser von einem anderen jungen Mann von hinten umarmt. Dieser hatte schulterlanges sandfarbenes Haar, einen dunklen Teint und lilane Auge. Bei diesem Mann musste es sich um Marik Ishtar und somit Ryous rachsüchtigen Verlobten handeln und das hieß er hatte sich unbeabsichtigt in die Höhle des Löwen begeben. Das einzige das er nun hoffen konnte war das dieser nicht so schnell wieder nach hause kommen und ihn hier antreffen würde. Als er nun nach dem Bilderrahmen griff, um sich das Bild genauer anzusehen bekam er wie erwartet Visionen, Visionen aus der Vergangenheit von Ryou und Marik. Endlich würde er herausfinden, warum es Marik auf Seto abgesehen hatte.

Marik war durch einen Zufall an diesem Tag an der Strandpromenade gelandet. Nach seiner letzten Vorlesung an diesem Tag hatte er einfach ein wenig mit seinem schwarzen Wagen herumfahren wollen und war letztendlich hier gelandet. Nun da er schon mal hier war, wanderte er an der Promenade entlang und genoss den herrlichen Ausblick auf das Meer. Als sich dann sein Magen meldete machte er sich auf die Suche nach einem Cafe oder so etwas. Wenig später hatte er eines entdeckt. Es nannte sich Pancake und da er keine Lust hatte nach einem anderen Cafe zu suchen ging er rein. Gerade als er durch die Tür trat wurde er angerempelt. Dem jungen Mann, der das getan hatte fielen dadurch sein Bestellblock und sein Stift zu Boden. Sofort knieten sich beide hin, um die heruntergefallenen Sachen aufzuheben. Als beide nun nach dem Stift griffen und sie sich versehentlich dabei berührten ging durch beide ein angenehmes kribbeln. Überrascht blickten sich die beiden daraufhin an.

Marik, der nun dem ihm fremden jungen Mann in die Augen sah, war vom ersten Moment an von diesem bezaubert. Dessen alabasterfarbene Haut, die leichte Röte auf den Wangen und die hellen fast weißen Haare hatten es ihm angetan. Doch was ihn noch weit aus mehr anzog waren diese unglaublichen grünen Augen des Jungen vor ihm, die ihn nun entschuldigend anblickten. "Es ... es tut mir leid! Ich bin so ein Schussel!" entschuldigte sich der junge Mann bei ihm, bevor sie nun beide wieder aufstanden. "Schon gut! Kein Problem!" antwortete Marik daraufhin noch immer reichlich verwirrt und reichte dem jungen Mann seinen Stift. Dieser nahm ihn dankbar an, bevor er sich wieder an seine Arbeit machte.

Von diesem Tag an kam Marik jeden Tag in dieses Cafe, nur um den jungen Mann, dessen Name Ryou war, wie er bei seinem zweiten Besuch in dem Cafe erfahren hatte, zu sehen. Er konnte einfach nicht mehr aufhören an diesen zu denken und wenn er seine Augen schloss sah er immer und immer wieder dessen sanften grünen Augen vor sich. Ryou bemerkte natürlich, dass er immer zu von diesem fremden jungen Mann angesehen wurde und obwohl es ihm eigentlich unheimlich sein sollte genoss er diesen Blick, denn auch er fand den jungen Mann sehr attraktiv. Er war einen Kopf größer als er, hatte unglaubliche lilane Augen, sandfarbenes Haar und einen dunklen ausländischen Teint. Das gefiel ihm und gerne hätte er den Fremden angesprochen, doch er war einfach zu schüchtern und so begnügte er sich damit den Fremden ab und an heimlich zu beobachten, wenn dieser in mal einen momentlang nicht ansah. So schwänzelten beide um einander herum, doch beide trauten sich nicht den jeweils anderen anzusprechen.

Doch das Schicksal meinte es gut mit ihnen. An einem verregneten Tag kam Marik recht spät! Gerade noch so kurz vor Ladenschluss. In der Uni hatte es ewig gedauert und dann hatte ihn auch noch der Stau aufgehalten. Da er aber nicht darauf verzichten wollte Ryou zu sehen war er dennoch hergekommen. Als Marik nun durch die Tür des Cafes eintrat bemerkte er, dass er wohl der einzige Gast zu sein schien, die anderen waren entweder schon alle gegangen, oder es war wegen des Wetters niemand gekommen.

Als Ryou die Glocke hörte, die ihm anzeigte, dass ein Gast gekommen war ging er nach vorne. Wir ... brachte er noch hervor bevor er verstummte. Vor ihm stand sein Traummann und sie waren beide alleine. Unsicher blickte er den anderen an. Auch dieser sah ihn überrascht an! Hatte er doch nicht geahnt, dass er und Ryou heute die einzigen in diesem Cafe sein würden. Nachdem sich Ryou wieder zusammen gerissen hatte lächelte er seinen Gast freundlich an. "Eigentlich schließen wir sofort, doch bei einem so treuen Stammkunden mache ich eine Ausnahme! Setzen sie sich doch!" bat Ryou Marik am Tresen Platz zu nehmen. Er wollte nicht, dass dieser schon wieder ging! Vielleicht würde sie ja noch irgendwie ins Gespräch kommen! Hoffte er! Marik stellte daraufhin seinen Regenschirm zur Seite und setzte sich. Daraufhin brachte Ryou diesem einen schwarzen Kaffee, extra stark und ein Stück Blaubeerkuchen, denn das bestellte der Fremde immer bei ihm. Dieser nickte dankbar und begann zu essen. Ryou währenddessen versuchte sich seine Aufregung nicht anmerken zu lassen und räumte daraufhin weiter auf. Er musste gleich nur noch das Geschirr spülen, dann würde er für heute fertig sein und er konnte den Laden abschließen. Der Geschäftsführer vertraute ihm blind und so hatte er vor einiger Zeit den Schlüssel zum Laden bekommen. Ryou hoffte, dass er noch eine ganze Weile hier arbeiten können würde, denn es gefiel ihm hier. "Vielen Dank!" wurde er nun durch die Stimme des Fremden aus seinen Gedanken gerissen. Sofort drehte er sich zu diesem um. Dieser wollte gerade sein Geld herausholen um zu zahlen, als Ryou meinte, dass es aufs Haus gehe.

Marik antwortete daraufhin, dass er das doch nicht annehmen könne. Doch Ryou winkte ab. "Das ist schon Ok!" Daraufhin gab sich Marik geschlagen, denn Ryou sah zu süß aus, wenn er keine Widerworte hören wollte. "Wenn ich schon nicht bezahlen darf, dann helfe ich dir bei der Arbeit!" kam es nun von Marik. Ryou konnte es kaum glauben, sein Traummann wollte ihm tatsächlich beim Putzen helfen. Also was soll ich tun! wollte Marik nun voller Tatendrang wissen. "Ich muss nur noch das Geschirr spülen!" erwiderte Ryou noch reichlich überrascht. "Dann lass uns mal anfangen"! erwiderte Marik und folgte Ryou anschließend in die Küche. "Übrigens ich bin Marik. Marik Ishtar!" stellte sich Marik Ryou vor. "Ryou. Ryou Bakura!" kam es daraufhin lächelnd von Ryou. Woraufhin sich Mariks Herzschlag unwillkürlich beschleunigte.

Wenig später waren sie dann auch mit dem Spülen fertig und konnten sich auf den Nachhause weg machen. Da es draußen noch regnete begleitete Marik Ryou noch bis zu seinem Fahrrad. "Soll ich dich nicht ebbend nachhause bringen?" blickte Marik Ryou fragend an. "Ist schon Ok! Ich wohne nicht weit von hier und ich mag den Regen!" kam es daraufhin von Ryou. "Aber danke für dein Angebot" und dann tat Ryou etwas, dass er sich nie erträumt hatte. Er stellte sich auf die Zehnspitzen und küsste Marik. Es war ein sanfter Kuss und doch fühlten sich beide als würden tausend Schmetterling in ihrem Bauch herumfliegen. Als Ryou nun von Marik abließ wurde ihm bewusst was er da gerade getan hatte. Beschämt nahm er sein Fahrrad, um sich dann aus dem Staub zu machen. Am liebsten wäre er jetzt in Grund und Boden versunken. Was hatte er sich dabei nur gedacht? "Ich ... es tut mir leid!" brachte er mühsam hervor bevor er sein Fahrrad zügig davon schob. Marik der sich noch immer in einem Freudentaumel befand, wurde durch Ryous Worte wieder in die Wirklichkeit zurückgeholt. Was? Nein Ryou durfte nicht gehen! war sein einziger Gedanke in diesem Moment, so ließ er seinen Regenschirm einfach fallen und rannte Ryou hinterher.

"Ryou! Warte!" rief er dem weißhaarigen hinterher. Dieser blieb daraufhin stehen. Einen Augenblick später war Marik auch schon neben ihm. "Ryou! Du hast nichts falsch gemacht, ich wollte es doch auch, aber ich habe mich nicht getraut! Wie hätte ich auch von einem so wunderschönen Geschöpf annehmen können, dass es jemanden wie mich anziehend finden könnte!" klärte Marik Ryou über seine Empfindungen auf. Dieser blickte ihn daraufhin überrascht an. Marik ging es anscheinend genauso wie ihm. "Du ... Du magst mich?" blickte ihn Ryou fragend an. "Ja! Ich habe mich an dem Tag in dich verliebt, an dem wir uns das erste Mal sahen bzw. anrempelten!" erwiderte Marik ernst. "Ich auch!" kam es leise von Ryou. Daraufhin strich Marik Ryou sanft über die Wange bevor er ihn küsste. Doch dieser Kuss war nicht so sanft wie Ryous, nein er war leidenschaftlich! Ganz kurz nur war Ryou überrascht, doch dann erwiderte er den Kuss nicht minder leidenschaftlich. Wie sehr hatte er sich doch danach gesehnt! In diesem Moment schien die Welt für die beiden stehen geblieben zu sein und sie hofften, dass es für immer so sein würde, wie in diesem Augenblick.

Von diesem Tag an sahen sich die beiden öfters und mit der Zeit entwickelte sich eine zarte Liebe, die von Tag zu Tag stärker wurde.

Dann gab es anscheinend einen Zeitsprung von einigen Wochen.

Ryou saß auf seiner Couch und las ein Buch als es an der Tür klopfte. Also sprang er auf um sie zu öffnen. Davor stand ein geknickt aussehender Marik sowie dessen hab und gut verstaut in einem Karton und einer großen Reisetasche. Verwirrt blickte Ryou seinen Schatz an. "Schatz! Was ist passiert?" wollte er sofort wissen. "Die haben mich aus dem Studentenwohnheim geschmissen!" kam es traurig von Marik. "Komm erst mal rein!" kam es nun von Ryou während er Marik half seine Sachen in die Wohnung zu schaffen. Anschließend zog er diesen mit sich ins Wohnzimmer auf die Couch. "Und nun erzähl! Warum haben die dich rausgeworfen?" blickte Ryou Marik interessiert an. Es ging doch nicht, dass man seinen Schatz einfach so raus warf. "Du weißt doch, dass ich ein Stipendium habe. Leider nur für das Studium selbst, für Unterkunft und Verpflegung muss ich selber aufkommen. Leider gab es in den letzten Wochen kaum Jobs, die ich machen konnte und so konnte ich auch meine Miete nicht zahlen. Na ja und da haben sie mich nach der dritten Mahnung rausgeworfen!" erzählte Marik. Traurig blickte Ryou seinen Schatz an. "Warum hast du mir den nichts gesagt? Ich hätte dir doch ausgeholfen!" kam es nun von Ryou. Ein wenig enttäuscht war er ja schon, dass Marik ihm nichts gesagt hatte. "Ich wollte dich damit nicht belasten! Außerdem hast du doch selbst so wenig Geld, da kann ich dir doch nicht noch auf der Tasche liegen!" erwiderte Marik ernst. "Ach Schatz!" kuschelte sich Ryou nun an Marik. Daraufhin schlang Marik seine Arme um Ryou und drückte diesen an sich. Er hoffte, dass Ryou ihn verstand. Er wollte selbstständig sein und nicht andere für sich zahlen lassen. "Ryou wäre es möglich, dass ich solange hier bleibe bis ich was Neues gefunden habe?" kam es nun leise von Marik. Daraufhin hatte Ryou eine Idee. "Bleib doch für immer!" entgegnete er nun. "Was? Ist das dein Ernst?" schob Marik Ryou daraufhin ein wenig von sich, um diesen ins Gesicht zu sehen. Meinte Ryou das wirklich ernst? "Warum nicht! Ich liebe dich und ich bin gern mit dir zusammen! Warum sollten wir dann nicht zusammenziehen?" blickte Ryou seinen Marik ernst an. Dieser war im ersten Moment einfach überrascht! Hatte Ryou gerade wirklich gesagt, dass er ihn lieben würde. "Du ... du liebst mich?" kam es nun von Marik. Erst jetzt wurde Ryou klar was er gerade gesagt hatte und in dem Moment wusste er, dass es wahr war. Er liebte Marik über alles! "Ja! Ja, ich liebe dich!" bekräftigte er das so ebbend ausgesprochenen noch einmal. Marik war sprachlos. Bisher hatten sie sich als Verliebst bezeichnet und als Paar, doch bisher hatte noch niemand von beiden wirklich von Liebe gesprochen, bis jetzt. Daraufhin zog Marik Ryou an sich und sagte "Ich liebe dich auch! Über alles! Und ja ich ziehe gern bei dir ein! Aber die Kosten teilen wir uns!" Ryou strahlte daraufhin geradezu, hatte Marik ihm doch auch seine Liebe gestanden. Nach einer Weile ließ Marik von Ryou ab. Anschließend gaben sie sich einen sanften Kuss, um anschließen Mariks Sachen zu verstauen. Von diesem Tag an lebten die beiden also zusammen.

Nach dieser Vision sah Joey ein paar kurzen Szenen aus dem Leben der beiden. Ryou und Bakura beim Kochen. Wie sie gemütlich auf der Couch zusammen kuscheln und ein Buch lesen. Ihren ersten gemeinsamen Urlaub, für den sie ewig gespart hatten. Ihr erstes Mal, dass für beide die Erfüllung ihrer Beziehung gewesen war. Von diesem Tag an hatten sie sich als wirkliches Paar gesehen und ihre gemeinsame Zukunft geplant.

Daraufhin machte Joey wieder einen Zeitsprung. Es schienen diesmal ein paar Monate vergangen zu sein.

Marik hatte ein romantisches Abendessen gekocht und wartete nun auf Ryous Rückkehr. Heute wollte er ihm die alles entscheidende Frage stellen und er hoffte, dass Ryou ja sagen würde. Dieser kam wenig später nach hause und war von dem romantischen Ambiente überwältigt. "Marik! Was?" blickte er seinen Schatz fragend an. "Bitte setz dich!" überging Marik einfach Ryous Frage. Daraufhin aßen die beiden während gleichzeitig leise Musik im Hintergrund lief. Nachdem essen führte Marik Ryou auf die Feuertreppe vor ihrem Fenster und gemeinsam sah man in die Sterne. Anschließend kniete sich Marik vor Ryou hin und hielt ihm dann einen billigen Ring aus einem Kaugummiautomaten hin. Ryou verschlug es die Sprache. Sollte das ein Antrag sein! "Ryou! Ich liebe dich und ich möchte den Rest meines Lebens mit dir verbringen, darum Frage ich dich willst du mich heiraten!" blickte Marik Ryou fast flehend an. "Ich will!" kam es daraufhin von Ryou. Daraufhin steckte Marik Ryou den Ring an den Finger. "Ich weiß, der Ring ist nichts wert! Doch ..." aber weiter kam er nicht, denn Ryou hatte ihn zu sich heraufgezogen und ihn geküsst. Nachdem die beiden nach einer Weile von einander abließen sprach Ryou nun "Dieser Ring ist wundervoll, so wie er ist und ich bin glücklich, dass du mich für den Rest deines Lebens an deiner Seite haben willst, denn das ist auch mein Wunsch." Überglücklich zog Marik Ryou daraufhin in seine Arme.

Wenig später lagen die beiden erschöpft nach dem was sie gerade mit einander getan hatten in ihrem gemeinsamen Bett. Ryou lag dabei in Mariks Arm und betrachtete seinen Ring. Dieser war nicht mehr als ein, zu einem Ring geformtes Metallplättchen, doch er war Stolz diesen Ring zutragen. Er wusste, dass Marik kein Geld hatte und sich nichts anderes leisten hatte können und dennoch hatte er ihn gebeten ihn zu heiraten. Irgendwann, werde ich dir einen richtigen Ring kaufen dachte Marik, während er Ryou beobachtete, spätestens dann, wenn er ihren Traum erfüllt hatte. Marik wollte Arzt werden, darum studierte er fleißig, was leider auch hieß, dass er nicht immer die Zeit für Ryou hatte, die dieser verdient hätte. Doch Ryou war Stolz auf Marik und unterstützte ihn tatkräftig. Wenn Marik Arzt geworden war, dann wollte Ryou sich zum Arzthelfer ausbilden lassen. Anschließend wollten sie dann in ihrem Viertel eine Armenklinik aufmachen um den Sozialschwachen zu helfen. Das war ihr Traum und beide arbeiteten hart dafür diesen Traum eines Tages wahr zumachen.

Wiederum gab es einen Zeitsprung. Diesmal schien es Herbst, schon beinahe Winter zu sein und das hieß, dass Ryous Tod unmittelbar bevor stand.

An diesem Morgen mussten beide Früh raus. Marik war der erst der ging. Er wollte sein Versprechen, dass er sich gegeben hatte heute einlösen. Nebenbei hatte er ein wenig Geld gespart und davon einen Ring gekauft. Die Gravur würde heute fertig sein und er wollte den Ring abholen, damit er Ryou heute Abend damit überraschen konnte. Ryou ließ er in dem Glauben, er müsse heute zur Uni. Dieser brachte ihn nun zur Tür. "Lern fleißig und drück mir die Daumen!" kam es nun von Ryou. "Werd ich!" erwiderte Marik. "Ich liebe dich!" "Ich liebe dich auch!" und mit diesen Worten verabschiedeten sich die beiden mit einem Kuss von einander. "Bis nachher!" rief Ryou seinem Schatz noch lächelnd hinterher, nicht wissend, dass er für ihn kein nachher nach diesem Tag mehr geben würde.

20 Minuten später verließ auch er seine Wohnung um zu seinem Vorstellungsgespräch in der Poststelle der Kaiba Cooperation zu fahren. Nachdem das Pancake, in dem er zuvor gearbeitet hatte wegen Insolvenz zu gemacht hatte, musste er nun unbedingt einen neuen Job finden. Bitte lass mich bei der KC anfangen können! betete er leise vor sich hin. Dann schwang er sich auf sein Fahrrad und fuhr los.

10 Minuten später

"Hoffentlich komme ich nicht zu spät! Ich brauche diesen Job, ansonsten können wir diesen Monat unsere Miete nicht bezahlen!" dachte der weißhaarige besorgt. Er war nun schon fast über der Kreuzung, als er mit viel zu hoher Geschwindigkeit von links einen dunkel blauen Wagen auf sich zu kommen sah. Bitte nicht! war sein letzter Gedanke bevor der Wagen ihn erfasste. Daraufhin prallte Ryous Körper auf die Motorhaube des Wagens, um dann sofort wieder zu Boden geschleudert zu werden. Doch anstatt zu halten fuhr der Mann hinter dem Steuer einfach weiter und beging damit Fahrerflucht.

Entsetzt schrieen die umstehenden Leute auf. Er spürte einen unglaublichen Schmerz und hörte die Schreie um sich, doch er konnte sich nicht bewegen. Zudem wurde es zunehmend schwärzer um ihn. Einen Augenblick später hörte er die Sirenen eines Krankenwagens, der irgendwo neben ihm zu stehen gekommen sein musste.

Sofort stiegen die Sanitäter aus, um sich dann neben Ryou nieder zu lassen. Dieser hatte eine kleine Platzwunde an der Stirn, ein Schädelhirntrauma und das linke Handgelenk gebrochen. Zudem waren mehrere Rippen gebrochen und eine davon bohrte sich in seine Lunge. Wie die Sanitäter auf den ersten Blick erkennen konnten sah es sehr schlecht für das Unfallopfer aus. "Junge, kannst du uns hören?" sprach einer der Männer auf Ryou ein, doch dieser antwortete nicht. Daraufhin leuchtete er kurz in dessen Augen, doch diese zeigten kaum eine Reaktion, somit musste der Junge ohne Bewusstsein sein. Der andere Sanitäter wiederum schnitt, nachdem er Ryous grünen Mantel geöffnet hatte dessen T-Shirt auf, um vorsichtig dessen Rippen abzutasten. "Mindestens drei Rippen sind gebrochen und den Atemgeräuschen nach bohrt sich eine davon in die Lunge" sagte der eine Mann zu dem anderen. Daraufhin überprüfte man auch den Puls. "Verdammt! Er stirbt uns weg!" kam es nun aufgeregt von dem Sanitäter, der den Puls und den Blutdruck überprüft hatte, denn der Puls war schwach und unregelmäßig, zudem sank auch der Blutdruck.

Marik, der gerade bei dem Juwelier genau an dieser Kreuzung war hörte ein furchtbaren Knall und dann das aufschreien von Menschen. Sofort stürmte er, während er die Schachtel mit dem Ring in seien Tasche steckte, nach draußen, um zu sehen, ob er helfen konnte. Doch da hielt gerade schon der Krankenwagen. Als er nun, dass völlig zerstörte Fahrrad des Unfallopfers sah schien ihm sein Herz stehen zu bleiben. Dieses Fahrrad würde er unter Millionen erkennen, es war das seines Verlobten. Sofort bahnte er sich seinen Weg durch die Menschen, die um die Unfallstelle herum standen. Dann blieb er erstarrt stehen. Vor ihm lag Ryou. Furchtbar blass mit geschlossenen Augen und zwei Sanitäter bemühten sich um diesen. Einen Moment später ließ sich Marik völlig verzweifelt neben seinen verletzten Verlobten fallen. Ryous Platzwunde war nun mit einem Wundpflaster versorgt worden und auch ansonsten konnte man kaum eine Verletzung ausmachen, doch Marik wusste, dass so etwas täuschen konnte. Schließlich war er Medizinstudent im 6. Semester. "Mr.! Sie können hier nicht bleiben!" versuchte ihn einer der Sanitäter davon zu überzeugen zu gehen. Doch er schüttelte nur seinen Kopf. "Er ist mein Verlobter!" kam es leise von Marik, während er Ryous unverletzte Hand mit der seinen umschloss. Daraufhin verstummte der Sanitäter, er wusste, dass nicht mehr viel Hoffnung bestand und so ließ er den jungen Mann bei seinem Verlobten. Als dieser nun schwer zu atmen begann bekam Marik Panik, verzweifelt flehte er "Ryou! Baby! Halt durch! Bitte verlass mich nicht! Ich liebe dich!" Doch er wusste bereits das es zu spät war, auch wenn er diesen Gedanken verdrängte. Ryou begann immer schwerer Luft zu bekommen und dann hörte er gänzlich auf zu atmen. Ein kleines Rinnsal Blut lief aus einem seiner Mundwinkel. Einen Augenblick später hörte sein Herz auf zu schlagen, sein Kopf glitt leblos zur Seite und eine einzelne Träne rann über seine Wange.

Sofort leiteten die Sanitäter Reanimationsmaßnahmen ein, doch die blieben ohne Erfolg. Ryou war Tod. Gestorben mit gerade mal 19 Jahren. Als Marik begriff, dass Ryou Tod war schrie er Schmerz gepeinigt auf und die Menge erstarrte. Immer wieder bat er Ryou seine Augen zu öffnen. Zu ihm zurück zukommen. Doch auch ein sanftes Schütteln konnte diesen nicht mehr wecken. Daraufhin nahm Marik den Ring aus der Schachtel in seiner Hosentasche. Anschließend nahm er sanft Ryous Hand in die seine, streifte ihm den alten Ring vom Finger und den Neuen, den er ihm gekauft hatte nun über den Ringfinger. "Siehst du ich habe dir doch noch einen richtigen Ring gekauft!" sagte er leise zu Ryou. "Er hat auch eine Gravierung Marik + Ryou Für immer und das Datum unseres ersten Treffens." Unablässig liefen Marik nun Tränen über die Wangen. Vorsichtig beugte er sich nun über Ryou und küsste diesen zum letzten Mal auf dessen nun erkaltenden Lippen. Dann zog er dessen leblosen Körper in seine Arme. Er wollte seinen Geliebten noch ein allerletztes Mal im Arm halten. Dessen Kopf ruhte nun an seiner Schulter und dessen Arme hingen leblos zu Boden, anstatt ihn wie sonst immer zärtlich zu umarmen. Bedrückt sahen die Menschen um ihn herum zu. Dieser junge Mann tat ihnen unendlich leid.

Nach einem weiteren Moment ließ Marik Ryou wieder zu Boden gleiten. Daraufhin legten die Sanitäter dessen Körper in einen Leichensack und verschlossen diesen. Danach hob man die Leiche auf die Trage, um sie mit dem Krankenwagen abzutransportieren. "Herzliches Beileid!" richtete sich einer der Sanitäter nun an Marik, dieser stand mit seinem Rücken zu diesem. "Wie hieß ihr Verlobter?" wollte er dann noch mitfühlend wissen. "Ryou. Ryou Bakura!" kam es mit gebrochener Stimme. Anschließend rannte Marik davon. Er konnte es nicht ertragen. Nicht ertragen, den wichtigsten Menschen in seinem Leben verloren zu haben.

Anschließend befand sich Joey auf dem Friedhof. Marik stand ganz in schwarz gekleidet vor dem Grab seines Geliebten. An dessen Ringfinger konnte er den Ring aus dem Kaugummiautomaten entdecken.

"Ich schwöre dir Seto Kaiba wird für deinen Tod büßen. Wenn du den Termin bei der KC nicht gehabt hättest, dann wärst du heute noch am leben!" kam es ernst von Marik. "Er wird mit seinem Leben dafür bezahlen und dann werden wir wieder zusammen sein, dass schwöre ich dir!" und mit diesen Worten verließ Marik das Grab und den Friedhof, um seine Rachepläne in die Tat umzusetzen. Kurz nachdem Marik fort war erschien Ryous Geist. Er war zurückgekommen um Marik aufzuhalten. Er hatte dessen Schmerz, Trauer, Wut und Hass gespürt und konnte diese Welt noch nicht hinter sich lassen. Nicht, bis er Mariks Rache vereitelt und ihm geholfen hatte seinen Verlust zu akzeptieren und weiterzuleben.

Dann waren die Visionen vorbei und Joey zurück in der Gegenwart. Doch, dadurch, dass er gerade ziemlich weitweg war hatte er nicht mitbekommen, wie sich Marik hinter ihnen in die Wohnung schlich und Tanaka mit einer robusten Blumenvase niederschlug. Daraufhin tränkte Marik ein Tuch mit Chloroform. Dieses hatte er im Krankenhaus, in dem er zurzeit aufgrund seines Studiums arbeitete, mitgehen lassen. Anschließend schlich er sich an Joey heran.

Joey stellte nun das Bild zurück ins Regal. Nun verstand er Mariks Beweggründe. Nach Ryous Tod musste er seine Wut und den Hass irgendwie loswerden und da der Autofahrer, der Ryous Tod zu verschulden hatte, selbst gestorben war verlagerte er seinen Hass auf Seto, denn diesem gab er nun, wegen dem Vorstellungsgespräch das Ryou am Tag seines Todes bei der KC gehabt hätte, die Schuld für den Unfall. Marik tat ihm leid! Doch dieser musste einsehen, dass Seto und er keine Schuld an dem Tod Ryous trugen.

Als Joey nun plötzlich von hinten ein Tuch auf Mund und Nase gepresst bekam zuckte dieser erschrocken zusammen. Anschließend geriet er in Panik und er versuchte sich zu befreien, doch die Umarmung in der er gehalten wurde war einfach zu fest, er hatte keine Chance zu entkommen. Verzweifelt kämpfte er dagegen an das Bewusstsein zu verlieren. Doch langsam aber sicher wurde es dunkel um ihn herum. Mehrmals fielen ihm die Augen zu, doch ein paar Mal schaffte er es sie wieder zu öffnen. Doch dann hatte er den Kampf verloren. Seine Augen schlossen sich und er sank in eine tiefe Bewusstlosigkeit.

Marik merkt wie sich Joey gegen die drohende Bewusstlosigkeit wehrte und drückte darum das Tuch noch fester auf Nase und Mund seines Opfers. Dieser verlor daraufhin endgültig sein Bewusstsein und sackte in sich zusammen. Daraufhin nahm Marik Joey auf seinen Arm und legte ihn dann auf die Couch. Anschließend sucht er dessen Handy und notierte sich die Nummer von Seto. Daraufhin versicherte er sich, dass der Sicherheitsmann noch eine weile schlafen würde, um Joey dann runter in seinen Wagen zu schaffen. Joeys Handy warf er dann noch neben den Sicherheitsmann. Niemand sollte sie eventuell orten können. Bevor er nun ging legte er auch noch eine kurze Mitteilung auf den Wohnzimmertisch. Seto sollte doch wissen, in wessen Gewalt sich dessen Geliebter befand.

Anschließend hob er Joey wieder auf seine Arme. Dessen Kopf lag auf seiner Brust und die Arme baumelten herunter. Bei seinem Wagen, den er hinter dem Haus geparkt hatte, damit ihn niemand bei seiner Tat beobachten konnte, angekommen verfrachtete er Joey in den Kofferraum seines Wagens. Dann fesselte er diesen, um anschließend an einen bestimmten Ort zu fahren. Denn Ort an dem alles Angefangen hatte und Enden würde. Heute würde er Seto noch in der Ungewissheit lassen, ob dessen Geliebter schon Tod war oder nicht und morgen dann, an Ryous Todestag, würde er seine Rache bekommen und er wusste auch schon genau wie diese aussehen würde.




Konfrontation

8. Kapitel


Nach ungefähr einer halben Stunde kam Tanaka wieder zu sich. Als er die Scherben, der Vase um sich herum liegen sah, war ihm klar was passiert sein musste. Er wurde niedergeschlagen. Augenblicklich viel im Joey ein und er stand leicht schwankend auf, um nach diesem zu sehen. Tanaka hoffte, dass Joey nichts angetan wurde, denn ansonsten konnte er sich schon einmal von seinem Job, wenn nicht sogar seinem Leben verabschieden. Doch nirgendwo in der Wohnung konnte er Joey finden. Das einzige das er fand war eine kurze Mitteilung und in dieser stand:

Ich werde meine Rache bekommen, nun da ich deinen Freund in meiner Gewalt habe!

Marik Ishtar

"Verdammt!" fluchte Tanaka. Er hatte versagt! Daraufhin fuhr er so schnell es ging zurück zur Kaiba Cooperation, er musste seinen Boss wohl oder übel, über den Vorfall aufklären. Schließlich ging es hier um Leben und Tod.


Kaiba Cooperation

In der KC angelangt rannte er so schnell es geht ins Büro von Seto. Dieser sah erschrocken von seinem Laptop auf als Tanaka in den Raum stürmte. Als sein Blick nun dem von Tanaka begegnete und er Joey nirgendwo sehen konnte war ihm klar, dass etwas Furchtbares geschehen sein musste. "Wo ist Joey!" schrie er den Mann vor ihm an. "Er ... er ist entführt worden!" und mit diesen Worten überreichte er Seto die kurze Mitteilung, die er gefunden hatte, sowie Joeys Handy. Daraufhin musste sich Seto erst einmal setzen, seine Beine fühlten sich wie Pudding an. Das ... das durfte nicht sein! war sein einziger Gedanke in diesem Moment. Er hatte es gewusst, denn ganzen Tag über hatte er schon so ein komisches Gefühl gehabt, das etwas passieren würde! Warum hatte er nicht darauf gehört!

Nach wenigen Augenblicken hatte er sich dann aber wieder weitestgehend gefangen und nun stieg Wut ich ihm auf. Auf sich, auf Joey und Tanaka. Warum hatte er Joey dorthin gehen lassen! Warum hatte Joey nicht auf ihn gehört und warum verdammt noch mal hatte Tanaka Joey nicht beschützt? Doch er war jetzt nicht in der Stimmung jemanden nieder zu machen. Er wollte Joey zurück! Jetzt und zwar Heil und Gesund! "Gehen sie und versuchen sie diesen Marik zu finden!" kam es erschöpft von Seto. Daraufhin verbeugte sich Tanaka kurz, um dann zu gehen. Er wusste, dass sein Versagen später noch zur Sprache kommen würde und mit diesem Gedanken ging er, um sich auf die Suche nach Marik zu machen. (1)

Seto währenddessen suchte im Internet Infos über Marik. Er wollte wissen mit wem er es zu tun hatte.

Marik Ishtar. 21 Jahre alt. Vater unbekannt. Mutter Makoto Ishtar, geb. Hino, verstorben, als der Junge 14 war. Von da an in einem Heim aufgewachsen. Ausgesprochen begabt. Medizinstudent im 6. Semester. Erhält hierfür ein Stipendium.

Viel war es nicht das er herausfinden konnte. Vom Vater war nichts bekannt, doch dem Foto nach, dass er gefunden hatte, musste dieser Ägypter sein, doch das brachte ihn nun auch nicht weiter. Verdammt! Wie sollten sie diesen Kerl und Joey nur finden. Was war, wenn Joey längst Tod war! Nein, daran durfte er nicht denken! Joey lebt! Er war sich sicher, dass er es spüren würde, wenn Joey nicht mehr am Leben wäre. Nun hieß es nur noch Ruhe bewahren und auf eine Nachricht des Entführers warten. Doch das viel ihm mehr als schwer. Vielleicht sollte er die Polizei rufen? Doch diesen Gedanken verwarf er wieder, er hatte Angst das Marik dann in Panik geraten und Joey auf der Stelle töten würde. Nein, er musste Joey da alleine wieder rausholen.


Die Stunden vergingen und nirgendwo fand man keine Spur von Marik geschweige denn von Joey. Die Angst um Joey machte Kaiba fast Wahnsinnig. Er geriet immer mehr in Panik und musste sich zwingen nicht kopflos durch die Gegend zu rennen um Joey zu suchen, denn das würde nichts bringen. Er musste einen klaren Kopf bewahren bläute er sich immer wieder ein, doch die Angst nagte weiter an ihm. Vor 6 Monaten hatte er Joey schon einmal für einen kurzen Moment verloren. Sollte er ihn diesmal für immer verlieren würde er es nicht überleben. Joey war neben seinem kleinen Bruder zu seiner Welt geworden und er konnte sich nicht vorstellen ohne einen der beiden weiter leben zu können. Besorgt blickte Seto aus seinem Panoramafenster auf die Nightline von Domino-City. "Joey, wo bist du?"


Freitagmorgen

Seto hatte die ganze Nacht kein Auge zu getan. Er wollte nicht schlafen, er hatte Angst vor den Alpträumen, die bestimmt kommen würden. Teilweise hatte er sogar das Telefon angestarrt und es angefleht endlich zu klingeln. Doch es hatte sich nicht gerührt. Mit zitternden Händen griff er nun nach der Kaffeetasse, die ihm seine Sekretärin gebracht hatte, um an seinem Kaffee zu nippen. Ruf an! dachte er dann zum vielleicht tausendsten Mal. "Verdammt! Melde dich endlich!" schrie er schon beinahe. Daraufhin warf er seine Kaffeetasse wütend an die nächste Wand. Er wollte gerade die Scherben aufheben, als das Telefon klingelte. Erschrocken blickte er nun auf dieses. Jetzt da es klingelte, hatte er beinahe schon Angst abzunehmen. Aber er tat es trotzdem.

"Kaiba, am Apparat!" brachte er mit zitternder Stimme hervor. "In einer Stunde am Pier 6! Keine Polizei, kein Handy oder dein Freund ist so gut wie Tod!" kam es von einer kalten Stimme, die zu Marik Ishtar gehörte. "Gut! Was ist mit Joey? Geht es ihm gut?" wollte Seto daraufhin wissen. "Ich will mit ihm sprechen!" forderte er Marik auf ihn mit Joey sprechen zu lassen. "Ich fürchte dazu ist er im Moment nicht in der Lage!" entgegnete Marik und legt auf! "Was!" kam es panisch von Seto, doch die Verbindung war schon unterbrochen. Was sollte das bedeuten Joey war nicht in der Lage mit ihm zu sprechen! Hatte der Mistkerl entgegen seiner vorherigen Forderung Joey etwa schon etwas angetan?


Währenddessen bei Marik und Joey

Joey kam nun langsam zu sich und fand sich an einen Stuhl gefesselt vor. Was? fragte er sich, als er dies registrierte und auch wo er sich befand. In einem alten baufälligen Cafe. Sofort erinnerte er sich an das Cafe aus seiner Vision. Das leere Gebäude hier musste einmal das Pancake gewesen sein, der Ort an dem sich Marik und Ryou einst das erste Mal getroffen hatten. "Auch mal wieder wach!" hörte er plötzlich eine Stimme hinter sich. ,Marik!' war sein einziger Gedanke in diesem Moment. Marik hatte ihn in dessen Wohnung betäubt und hierher gebracht! ,Wirklich toll Joey! Wo hast du dich da diesmal wieder reingeritten?' Dann hatte er plötzlich Seto vor Augen. Er wollte sich gar nicht vorstellen, was dieser im Moment gerade durch machen musste. "Falls du dich nach deinem Freund sehnst, der wird in einer dreiviertel Stunde hier sein und dann werde ich endlich meine Rache bekommen!" kam es nun mit kalter Stimme von Marik. Dieser stand nun vor Joey und schaute ihn direkt an. "Marik! Das ist doch Wahnsinn! Seto hat mit Ryous Tod nichts zu tun!" redete Joey auf Marik sein. Er wollte nicht, dass einer von ihnen zu schaden kam. "Doch ... Doch die hat er! Wäre Ryou nicht auf dem Weg zur KC gewesen, dann wäre er jetzt noch hier!" kam es leicht verunsichert von Marik. "Woher willst du das wissen? Ryou hätte auch auf dem Weg zum Supermarkt oder der Bücherei verunglücken können, würdest du diese dann in die Luft jagen oder deren Geschäftsführer für den Tod deines Verlobten verantwortlich machen!" blickte Joey Marik ernst an. Dieser wich seinem Blick aus, er wollte das was Joey sagte nicht hören und so langsam machte ihn dieser wütend. "Was ist mit Ryou, denkst du er hätte gewollt, dass du seinetwegen zum Mörder wirst!" sprach Joey weiter. Wütend blickte Marik Joey daraufhin an und verpasste diesem anschließend eine schallende Ohrfeige. "Sag mir niemals wieder was Ryou gewollt hätte oder nicht, er ist Tod!" und mit diesen Worten verließ er den Raum ohne, dass Joey noch etwas erwidern konnte. Dieser bekam nun langsam einen blauen Fleck auf der Wange und auch seine Lippe hatte es, durch die Wucht der Ohrfeige erwischt, denn diese war unten rechts aufgeplatzt. Verdammt! dachte Joey während er versuchte den Schmerz zu verdrängen und die aufkommenden Tränen zu unterdrücken.


Bei Seto

Wenig später nach dem Anruf, war Seto auf dem Weg zum vereinbarten Treffpunkt. Dort angekommen stand er vor einem alten verfallenen Cafe, in das er nun hinein ging. Seine Sinne waren bis aufs äußerst geschärft, schließlich musste er jeden Moment damit rechnen, dass er angegriffen werden würde. "Wie schön, dass du dich zu uns gesellst!" erschallte plötzlich Mariks Stimme in dem Haus. Sie schien von allen Seiten zu kommen, so dass sich Seto verzweifelt umsah, doch niemanden entdecken konnte. "Immer geradeaus und dann links!" sagte die Stimme nun und zeigte ihm somit den Weg.

Dort angekommen blieb Seto wie erstarrt stehen. Joey war ungefähr 2 Meter links von ihm entfernt an einen Stuhl gefesselt und Marik stand ungefähr 2 Meter rechts von ihm und zielt mit einer Waffe auf diesen. So standen sie in einer Art Dreieck. Seto der nun einen genaueren Blick auf Joey warf, konnte sehen, dass dieser geschlagen worden sein musste, doch er unterdrückte seine Wut auf Marik, er durfte nun keinen Fehler machen, wenn er Joey retten wollte. "Marik! Lass ihn gehen! Du willst doch nur mich!" sprach Seto nun auf Marik ein. Doch dieser sah ihn hasserfüllt an und antwortete "Das war einmal! Nun will ich, dass du denselben Schmerz erleidest wie ich! Ich will, dass du dabei bist, wenn dein Geliebter stirbt." Geschockt blickt Seto zwischen Joey und Marik hin und her, das durfte nicht geschehen! Doch er konnte die tödliche Entschlossenheit in Mariks Blick sehen. Daraufhin nahm Setos Angst um Joey umso mehr zu! Joey durfte nicht sterben! Bitte nicht und schon gar nicht wegen ihm! Auch Joey war erschrocken zusammengezuckt. Das war es also was Marik mit ihm vorhatte und er konnte die nackte Angst in Setos Augen erkennen, denn dieser blickte beinahe panisch zu ihm herüber. Doch auch ihm ging es nicht anders, doch er verdrängte seine Angst, er musste sich, Seto und auch Marik retten, komme was wolle!

Plötzlich spürte er, dass sie nicht mehr allein waren. Ryou war nun auch da und Joey konnte Bedauern, Angst und Trauer fühlen. "Bitte mach dir keine Vorwürfe, wie hättest du ihn aufhalten können!" sprach Joey leise zu Ryou. Sofort richteten Marik und Seto ihren Blick auf Joey, um zu sehen, dass dieser nicht mit ihnen zu sprechen schien. "Was zur Hölle hat das zu bedeuten?" brüllte Marik nun Joey an. Dieser blickte ihn ernst an und erwiderte "Ich tröste nur Ryou!" "Was?" kam es ungläubig von Marik. Ryou war Tod, was sollte also dieser Scheiß. "Ich dachte du hättest mehr über mich herausgefunden, als das ich nur Seto Kaibas Freund bin. Wie du eigentlich wissen müsstest bin ich ein Medium und als Medium kann ich Geister spüren und sehen, wenn sie es wollen!" klärte Joey Marik auf. "Und ich kann dir eins sagen. Ryou ist hier in diesem Raum und er ist dir seit seinem Tod niemals von der Seite gewichen, denn er hat deine Trauer, Wut und den Hass in dir gespürt und wollte verhindern, dass du eine Dummheit begehst und dein Leben zerstörst. Darum ist er auch zu mir gekommen, er wollte, dass ich dich aufhalte. Wie du siehst habe ich es zweimal geschafft und dennoch habe ich versagt, denn nun sitze ich hier und du zielst mit einer Waffe auf mich!" redete Joey weiter. Verunsichert blickte Marik Joey an. Wollte dieser ihn reinlegen? Konnte es wirklich sein, dass Ryou hier war? Langsam begann Mariks Hand, in der er die Waffe hielt, zu zittern, so dass er sie ein wenig senkte. Fahrig fuhr er sich mit seiner anderen Hand durch sein Gesicht. Er wusste nicht mehr was er denken sollte. Joey konnte Hoffnung in Ryou aufkeimen spüren.

"Ryou! Du musst sichtbar werden für uns! Ich weiß es ist schwer, doch wenn du dich konzentrierst schaffst du es!" forderte Joey Ryou auf es zu versuchen, er wusste, dass nur Ryou es letztendlich schaffen würde Marik aufzuhalten. Ryou begann sich daraufhin zu konzentrieren und einen Augenblick später nahm er langsam seine Geistergestalt an. Ungläubig blickt Marik auf Ryou, der nun langsam für ihn sichtbar wurde. Er konnte es nicht glauben. Vor sich sah er seinen Ryou! Seto hingegen beeindruckte dieses Spektakel nicht mehr im Geringsten, denn er kannte es schon von der Sache mit Seth und Jono her. Als Marik nun seiner Meinung nach abgelenkt genug war ging er langsam zu Joey herüber um diesen von seinen Fesseln zu befreien. Er konnte nur hoffen, dass Ryou Marik endgültig von seinen Racheplänen würde abbringen können.

"Joey, geht es dir gut!" wollte Seto sofort wissen als er bei Joey ankam. Dieser sah ihn müde an und erwiderte "Alles Ok!" Daraufhin befreite Seto Joey von seinen Fesseln. Einen Moment später fand sich Joey auch schon in Setos Armen wieder. "Ich hatte solche Angst um dich!" brachte dieser unter Tränen hervor. Jetzt, da er Joey wieder in seinen Armen hielt fiel ihm ein Stein vom Herzen und er konnte seinen unterdrückten Gefühlen freien Lauf lassen. "Seto, es ist alles gut! Mir ist nichts geschehen!" versuchte Joey Seto zu beruhigen, während er diesem beruhigend über den Rücken strich. Dieser nickte nur, verstärkte dabei aber seine Umarmung, nicht gewillt Joey jemals wieder loszulassen. Joey musste daraufhin lächeln. Wie sehr sie doch schon aneinander hangen! dachte er in diesem Augenblick. Einen Moment später löste sich Joey aus Setos Umarmung. Anschließend strich er diesem die Tränen von den Wangen und blickte ihn liebvoll an." Ich liebe dich!" "Ich liebe dich auch!" Daraufhin beugte sich Seto zu Joey und hauchte diesem einen sanften Kuss auf die Lippen, er hätte ihn gern leidenschaftlicher geküsst, doch das würde diesem wegen der aufgeplatzten Lippe nur Schmerzen bereiten und das wollte er nicht. Joey schenkte ihm daraufhin ein wunderschönes Lächeln, dass Setos Herz schneller schlagen ließ. Anschließend lehnte sich Joey mit seinem Rücken an Setos Brust, woraufhin dieser seine Arme um Joey legte. Gemeinsam blickte man nun zu Marik und Ryou und hoffte das Beste. Natürlich hätten sie auch gehen können, doch sie mussten sicher sein, dass Marik keine Gefahr mehr für sie darstellen würde.

"Ryou! Bist du es wirklich!" blickte Marik Ryous Geist fragend an. Dieser nickte leicht. Es fiel ihm noch schwer zu sprechen, doch er würde es um Mariks willen hinbekommen. "Ryou! Ich vermisse dich so sehr!" kam es nun sehnsuchtsvoll von Marik, während er die Waffe zu Boden fallen ließ. "Du ... du hast mir ... mir auch gefehlt!" brachte Ryou mühsam heraus, doch das sprechen wurde schon leichter. Als Marik nun nach Ryou greifen wollte glitt er durch dessen fast durchsichtigen Körper hindurch. Traurig blickte er daraufhin auf seine Hand und auch Ryou spürte eine tiefe Traurigkeit in sich. Zugern hätten sich die beiden noch einmal berührt und wenn auch nur für einen einzigen Augenblick. Plötzlich erstrahlte Ryou in einem gleißenden Licht, so dass sich alle davor mit ihrem Händen schützen mussten. Als das Licht nun wieder weg war. Stand Ryou mit einem weißen Kaftan mit weiten Ärmeln und einer dazupassenden weißen Hose in fester Gestalt vor ihnen. Ungläubig blickte er an sich herab und auch die anderen waren mehr als erstaunt. Vorsichtig fast schon zögerlich streckte Marik nun seine Hand nach Ryou aus. Sanft berührte er dessen Wange. Daraufhin schmiegte sich Ryou in diese Berührung und seufzte leise. Wie sehr hatte er dieses Gefühl vermisst.

"Joey! Wie ist das möglich?" frage Seto Joey verwirrt. "Ein Geschenk!" erwiderte dieser knapp und blickte dann nach oben! Seto der Joeys Blick folgte nickte verstehend. Die beiden hatten sich so sehr gewünscht sich noch ein letztes Mal berühren und somit verabschieden zu dürfen, dass man ihnen diesen Wunsch gewährt hatte wurde es Seto klar bevor er seinen Blick wieder auf Ryou und Marik richtete so wie Joey es schon getan hatte.

"Aber wie?" wollte Marik daraufhin wissen. "Ich weiß es nicht!" erwiderte Ryou aufrichtig, doch er war dafür dankbar, auch wenn er wusste, dass dieser Zustand nur wenige Minuten andauern würde. "Ryou! Warst du wirklich die ganze Zeit bei mir?" sah Marik seinen verstorbenen Verlobten fragend an. "Ja!" erwiderte dieser. "Aber warum? Warum bist du nicht ins Licht gegangen?" wollte Marik von Ryou wissen. "Wie Joey schon sagte, ich wollte dich davon abhalten einen unverzeihlichen Fehler zu begehen!" antwortete Ryou liebevoll auf Mariks Frage. "Aber Kaiba hat es verdient! Nur seinetwegen bist du Tod!" entgegnete nun Marik aufgebracht. Verstand ihn den niemand hier? fragte er sich verzweifelt. "Das ist nicht wahr und das weißt du auch!" erwiderte Ryou mit einem ernsten Blick. "Du wolltest deine Wut und deinen Hass loswerden und darum hast du diese Gefühle auf Seto Kaiba gelenkt! Doch er kann nichts dafür! Niemand kann das, es war ein Unfall, ein bedauerlicher Unfall!" kam es nun von Ryou, er hoffte, dass Marik es endlich begreifen würde. "Aber!" versuchte dieser zu erwidern, doch Ryou hinderte ihn dadurch, dass er einen seiner Finger auf Mariks Lippen legte daran weiter zu sprechen. "Kein Aber! Du musst damit aufhören Seto Kaiba für meinen Tod verantwortlich zu machen und zu bedrohen!" kam es nun streng von Ryou. Daraufhin musste Marik lächeln Ryou sah wieder einfach mal zu niedlich aus, wie er versuchte streng auszusehen. "Versprich mir, dass du es sein lässt und dir Hilfe holst, um mit meinem Tod fertig zu werden!" holte Ryous Stimme Marik aus seinen Gedanken. Daraufhin nickte dieser ergeben. "Ryou hatte Recht!" "Gut und nun erfüll mir bitte noch einen letzten Wunsch. Versprich mir, dass du unseren Traum erfüllen wirst! Wir haben so hart dafür gearbeitet, lass das nicht umsonst gewesen sein!" blickte Ryou Marik bittend an. "Ich ... es ist so schwer ohne dich!" erwidert Marik niedergeschlagen. Jetzt da seine Wut und der Hass, die ihn bisher beherrscht hatten fort waren kam der Schmerz zurück. "Ich weiß, du wirst es schaffen! Und eines Tages werden wir wieder zusammen sein, daran glaube ich felsenfest. Spätestens in unserem nächsten Leben und dann werden wir glücklich zusammen alt!" versicherte Ryou Marik, das sie sich wieder sehen würden. "Also versprich mir unseren Traum zu erfüllen! Bitte!" "Ich verspreche es dir!" erwiderte Marik mit einem leichten Lächeln. Daraufhin strahlte Ryou geradezu. Doch dann merkte er, dass er sich wieder aufzulösen begann. Auch Marik bemerkte dies. Verzweifelt zog er Ryou in seine Arme. "Ich liebe dich!" kam es nun von diesem. "Ich liebe dich auch!" erwiderte Ryou. Anschließend gaben sie sich noch einen letzten sanften Kuss. Kurz darauf war Ryou wieder ein Geist und als dieser wurde er nun hinauf in ein weißes Licht gezogen. "Lebt wohl!" flüsterte dieser leise.

In dem Moment in dem Ryou ins Licht gezogen wurde, wurde Marik klar, dass er diesen nun für immer verlieren würde und die Verzweiflung nahm überhand in ihm. "Joey, Seto! Es tut mir leid was ich euch angetan hab und Ryou verzeih mir, doch ich kann ohne dich nicht weiterleben!" und mit diesen Worten hob er blitzschnell seine Waffe vom Boden, auf um sie sich anschließen an seine Schläfe zu halten und abzudrücken. Ryou und auch Joey und Seto blickten mit entsetzen auf die sich vor ihnen abspielende Szene. "Nein! schrie Ryou. "Wenn du Selbstmord begehst, dann ist deine Seele auf ewig verdammt und wird niemals wiedergeboren werden, dass heißt wir werden uns niemals wieder sehen!" schrie Ryou Marik noch verzweifelt an, bevor er in dem Licht verschwand. Doch niemand konnte ihn hören bis auf Joey. Dieser blickte panisch zu Marik. "Das durfte nicht geschehen!" war sein einziger Gedanke in diesem Moment und so befreite er sich aus Setos Armen und stürzte sich auf Marik. Verzweifelt versuchte er dessen Arm mit der Waffe runterzudrücken und ihm die Waffe abzunehmen, doch dieser wehrte sich vehement. Plötzlich löste sich ein Schuss und alles schien erstarrt zu sein.




(1) Tanaka wird später von Seto zum Wachdienst im Parkhaus der KC verdonnert, als Strafe für sein
Versagen.





Entscheidung

9. Kapitel

Als Joey sich aus seinen Armen befreite und sich auf Marik stürzte schien Setos Herz still zu stehen. Dann plötzlich ertönte ein Schuss. Geschockt blickte er auf Marik und Joey.

Geschockt weiteten sich Joeys Augen, als der kalte Stahl der Kugel in seinen Bauch eindrang. Auch Marik blickte ihn mehr als Erschrocken an und ließ dann die Waffe fallen. Als Joey nun eine Hand auf seinen Bauch legte und diese sofort Blut beschmiert war starrte er diese einen Moment lang geradezu hypnotisiert an. Anschließend verließen ihn seine Kräfte und er drohte auf den kalten Boden aufzuschlagen. Doch dazu kam es nicht, denn Seto hatte sich aus seiner Starre gelöst und ihn aufgefangen. Entsetzt sah er auf Joey und das viele Blut das dieser durch die Schusswunde verlor. "Joey, halt durch! Es wird alles wieder gut!" versuchte er sich und Joey Mut zu machen. Doch im Grunde wusste er, dass es nicht gut aussah.

"Ich .. ich ... das wollte ich nicht!" kam es nun mit zitternder Stimme von Marik, der geschockt auf Seto und Joey blickte. "Ich weiß! Du bist doch Medizinstudent also hilf uns verdammt noch mal!" antwortete Seto barsch. Daraufhin riss sich Marik zusammen, er öffnete Joeys Mantel und sah sich dann die Wunde an. "Gib mir deinen Mantel!" forderte er Seto auf, ihm dessen weißen Mantel zu geben. Daraufhin zog dieser sich den Mantel etwas umständlich aus, da er Joey noch immer in seinen Armen hielt, und gab ihn Marik. Dieser nahm den Mantel und riss davon genug Stoff ab um Joey einen notdürftigen Druckverband anzulegen. Joey verlor viel Blut und dies könnte unweigerlich dessen Tod bedeuten. Als er Joey nun den Verband anlegte biss dieser vor Schmerzen die Zähne zusammen. "Ich weiß, es tut weh! Doch der Verband muss so stramm sein!" kam es nun von Marik. Daraufhin nickte Joey verstehend. Seto hingegen hätte Joey zu gern dessen Schmerzen abgenommen, denn er konnte es nicht ertragen, dass sein Engel so leiden musste. "Wir brauchen einen Krankenwagen! Draußen im Wagen ist ein ..." doch weiter kam Seto nicht. "Bis der hier ist, könnte es schon zu spät sein. Der braucht mindestens 15 - 20 Minuten. Wenn wir schnell fahren schaffen wir es in 10 - 12 Minuten, das Krankenhaus zu erreichen!" unterbrach Marik Seto. Dieser nickte ihm zu. "Hol den Wagen, ich komme mit Joey hinterher!" und mit diesen Worten warf er Marik seinen Schlüssel zu. Dieser lief sofort los.

"Joey, es tut mir leid, doch dass wird jetzt wehtun!" richtete sich Seto nun mit bedauern in der Stimme an Joey. "Ist schon gut!" versicherte dieser ihm, dass es ihn Ordnung sei. Daraufhin hob Seto Joey in seine Arme und stand auf. Gequält stöhnte Joey vor Schmerz auf. Die Schmerzen schienen immer schlimmer zu werden und er wusste nicht wie lange er es noch aushalten würde. "Geht es!" blickte Seto Joey besorgt an. Dieser nickte benommen und blickte ihn aus leicht glasigen Augen an. Einen Augenblick später waren sie auch schon draußen vor dem alten Cafe. Dort wartete auch schon Marik auf sie, der ihnen die Tür zum Rücksitz offen hielt.

Einem Moment später waren die drei auf den Weg zum Krankenhaus. Marik fuhr den Wagen, während Seto mit Joey im Arm auf dem Rücksitz saß. Besorgt sah Seto in das immer blasser werdende Gesicht seines Engels, das dieser immer wieder vor Schmerz verzog. "Joey, du musst nur noch einen kurzen Moment aushalten! Wir sind gleich im Krankenhaus, dann wird man dir helfen!" versuchte Seto Joey dazu zubringen durchzuhalten. Dieser lächelte leicht und antwortete schwach "Ok!" Sanft strich Seto durch Joeys Haar. ,Joey durfte nicht sterben, nicht heute, nicht so!' war sein einziger Gedanke in diesem Moment. Plötzlich bemerkt Seto, dass sich Joeys Augen geschlossen hatten, sofort tätschelte er dessen Wange. "Joey! Joey komm schon mach die Augen auf!" rief er verzweifelt, er hatte Angst das Joey schon Tod sein könnte. Dieser öffnete daraufhin träge seine Augen.

"Seto, du musst ihn wach halten er darf nicht einschlafen, hast du verstanden!" kam es panisch von Marik, denn sollte Joey einschlafen könnte dies unweigerlich Joeys Tod mit sich bringen. Marik konnte noch immer nicht begreifen wie so etwas hatte geschehen können. Sollte Joey sterben, war er sich sicher, dass er niemals mit der Schuld einen Menschen getötet zu haben weiterleben würde können, was hatte er sich nur dabei gedacht sich an Seto Kaiba rächen und ihn sogar töten zu wollen.

"Ich bin so müde!" kam es nun von Joey, dieser musste sich gerade dazu zwingen seine Augen offen zuhalten. Immer wieder vielen sie ihm zu und er öffnete sie dann mühsam wieder. Sein Körper fühlte sich auf einmal furchtbar taub an und die Schmerzen schienen verschwunden zu sein. "Joey, hörst du! Du darfst nicht einschlafen!" flehte Seto Joey an auf das zu hören was Marik so ebbend gesagt hatte. "Bitte Joey, ich will dich nicht noch einmal verlieren!" blickte Seto Joey verzweifelt an. Tränen benetzten unentwegt seine Wangen. Schwach hob Joey seine Hand hoch, um Seto die Tränen aus dem Gesicht zu wischen. "Ich liebe dich und du wirst mich niemals verlieren!" kam es nun mit schwacher Stimme von Joey, während er die Hand wieder runter nahm. In diesem Moment wurde Seto klar, dass er den Rest seines Lebens mit Joey verbringen wollte. "Joey, heirate mich!" sah er Joey daraufhin bittend an. Dieser glaubte sich verhört zu haben. "Was?" blickte dieser Seto aus müden Augen fragend an. "Joey, ich will den Rest meines Lebens mit dir verbringen, also willst du mich heiraten?" wiederholte Seto noch mal seine Bitte. Liebevoll blickte Joey Seto daraufhin an. "Ja, das will ich!" brachte er mühsam hervor. "Ich habe keinen Ring, aber du be ...". Doch da wurde Seto unterbrochen, in dem Marik ihm den alten Ring von Ryou nach hinten hielt. "Nimm ihn, es ist nichts Besonderes aber Ryou hätte sich bestimmt gefreut!" kam es von Marik, der nun auch mit den Tränen am kämpfen war. Er betete, dass diese Sache gut ausgehen würde. Als Joey Seto nun zu nickte nahm dieser den Ring und steckte ihn Joey an den Ringfinger. "Danke!" richtete sich Joey an Marik, dann blickte er zu Seto. Dieser lächelte ihn an und beugte sich dann zu ihm herunter. Sanft küssten sie sich. "Und nun halt durch, ja? Denn sobald du wieder gesund bist heiraten wir sofort! Ok?" kam es anschließend von Seto. Daraufhin nickte Joey kurz aber glücklich.

"Wir sind sofort da!" sagte Marik erleichtert und deutete auf das Krankenhaus direkt vor ihnen. Seto blickte nun kurz nach vorne. Währenddessen nahm Joeys Müdigkeit wieder zu. Einen Augenblick später schlossen sich seine Augen und er versank in eine tiefe Dunkelheit. "Hörst du Joey! Wir sind sofort da!" richtete sich Seto erleichtert an Joey. Doch sofort stieg Panik in Seto auf. "Joey! Joey was ist mit dir? Wach doch auf!" schüttelte er Joey sanft, doch dieser antwortete nicht. "Marik!" schrie Seto verzweifelt. Im selben Moment hielt Marik vor dem Krankenhaus. Panisch stieg er aus und half Seto Joey aus dem Wagen zu bekommen. Gleich darauf rannte Seto mit Joeys leblosen Körper auf dem Arm in die Notaufnahme. Marik folgte ihm im selben Tempo.

"Bitte! Ich brauche Hilfe!" schrie Seto verzweifelt. Sofort erstarben alle Geräusche in der Notaufnahme und man sah auf den blutbeschmierten jungen Mann, der einen leblosen Körper in seinen Armen hielt. Einen Sekunde später nahm man ihm Joey ab, um diesen auf eine fahrbare Liege zu legen und ihn in einen Behandlungsraum zu bringen. Völlig fertig mit dem Nerven sah Seto Joey hinterher. Anschließend wurde er von einer Krankenschwester mit sich gezogen, diese gab ihm grüne OP-Kleidung, damit er aus seiner blutigen Kleidung kommen konnte. Währenddessen erklärte Marik, dem behandelnden Arzt wie Joey verletzt worden war.

Joey hingegen wurde in den Behandlungsraum gebracht. Daraufhin zog man ihm seinen grauen Mantel aus, um anschließend den notdürftigen Verband zu entfernen und dessen Sweatshirt zu zerschneiden, um besser an die Schusswunde zukommen. "Das sieht nicht gut aus!" kam es vom behandelnden Arzt während er einen neuen Verband anlegte. "Bestimmen sie die Blutgruppe und lassen sie vier Konserven Blut herbringen!" wies er eine von den zwei anwesenden Krankenschwestern an das Blut zu besorgen. Einen Augenblick später war die Krankenschwester auch schon unterwegs. Währenddessen steckte die andere Krankenschwester Joey einen Klipp über den Finger, mit dem man dessen Vitalwerte überwachen konnte. Nachdem dies erledigt war ertönte ein schwaches Piep Piep und auf dem Monitor des Gerätes sah man eine sich heben und senkende Line. "Legen sie einen Zugang und geben sie ihm 500 ml Ringerlösung. Anschließend benachrichtigen sie den OP! Die müssen alles für eine Notoperation vorbereiten!" richtete sich der behandelnde Arzt nun an seinen Assistenzarzt, der mit im Raum war. Dieser machte sich sofort an die Arbeit. "Dr.! Er atmet nicht mehr!" kam es plötzlich aufgeregt von der Krankenschwester. Sofort war der Arzt bei ihr, um Joey zu intubieren. Dazu neigte der Arzt Joeys Kopf nach hinten, um dann einen Kunststofftubus bis in dessen Luftröhre zu schieben anschließen schloss er Joey dann an das Notfallbeatmungsgerät an. Dieses übernahm dann für Joey das Atmen.



Nachdem man Joey durch die Blutkonserven, die einen Moment später gebracht worden waren, einigermaßen stabilisiert hatte, war dieser 5 Minuten später auf dem Weg in den OP.

Seto und Marik wurden nachdem man ihnen dies mitgeteilt hatte zum Warteraum vor dem OP gebracht. Dort warteten sie schon seit gut 2 Stunden darauf, dass man ihnen sagen würde, wie es um Joey stand. Marik lief dabei immer wieder den Gang auf und ab. Er unterbrach seine Tätigkeit nur kurz, um Tristan bescheid zugeben, denn Seto hatte ihn darum gebeten. Seto hingegen starrte ins Leere und bete immer wieder in Gedanken darum, dass Joey überleben würde. Er wollte seinen Engel nicht verlieren. Nicht schon wieder!

Nachdem Tristan erfahren hatte, dass Joey angeschossen worden war buchte er den nächsten Flug nach Domino-City. Leider würde dieser erst am morgigen Vormittag sein. Er hoffte, dass Joey überleben würde und er machte sich Gedanken darüber wie Mokuba die Neuigkeit wohl aufnehmen würde.

Nach einer weiteren Stunde qualvollen Wartens kam endlich ein Arzt zu den beiden Wartenden. "Mr. Kaiba!" richtete sich dieser an Seto. Dieser sprang sofort auf. "Wie geht es Joey? Wird er wieder gesund?" wollte er sofort wissen. "Zum Glück waren keine Organe verletzt und wir konnten die Blutung stoppen, doch er der hohe Blutverlust und die Tatsache, dass ihr Freund noch immer beatmet werden muss, bereiten uns Sorgen. Sein Zustand ist sehr kritisch und wir werden die nächsten Stunden abwarten müssen!" klärte der Arzt Seto über Joeys Zustand auf. Dieser blickte ihn aus leeren Augen an. Joey lebte, war aber noch nicht über den Berg, wurden ihm die Worte des Arztes bewusst. "Kann ich zu ihm!" blickte er den Arzt daraufhin bittend an. "In Ordnung! Eine Schwester wird sie gleich zu ihm bringen!" erwiderte der Arzt mitfühlend. Er konnte sich vorstellen wie sich der junge Mann vor ihm fühlen musste. "Ich werde nach hause fahren!" richtete sich Marik nun an den noch ziemlich verstörten Seto. "Ok!" und mit diesen Worten ließ dieser Marik stehen, um der Schwester, die gerade gekommen war zu folgen.

Marik würde sich früher oder später mit Seto und der gesamten Situation auseinander setzten, doch jetzt war der gänzlich unpassendste Moment dafür. Morgen nahm er sich vor würde er wieder herkommen und sich nach Joey erkundigen.

Seto hingegen wurde auf die Intensivstation und dann in Joeys Zimmer geführt. Das Zimmer war mit einem monotonen Piep Piep Ton erfüllt, dass Joeys Herzschläge anzeigte. In Joeys Mund führte ein Schlauch, der zu einer Beatmungsmaschine führte und Joeys Atmung aufrechterhielt. Ansonsten trug Joey nun ein weißes Krankenhaushemd, mit dessen Farbe Joeys Gesicht glatt Konkurrenz aufnehmen konnte. Zudem hatte Joey eine Kanüle auf dem rechten Handgelenk, an dem ein Tropf mit Schmerzmitteln angebracht war. Alles in allem bot sich Seto ein erschreckendes Bild. Sein Engel, der sonst immer so voller Leben war, lag nun völlig leblos in diesem Krankenhausbett vor ihm. Es bracht Seto schier das Herz Joey so zu sehen. Daraufhin ging er zum Bett. Vorsichtig beugte er sich über Joey und hauchte diesem einen Kuss auf die Stirn. Anschließend setzte er sich zu Joey ans Bett und nahm dessen linke Hand in die Seine. Traurig und doch voller Hoffnung blickte er in das ruhige Gesicht seines Geliebten darauf hoffend eine kleinste Regung von Joey zu erhalten, doch diese blieb aus. Leise redete er mit Joey in der Hoffnung, dass dieser in hören und spüren konnte. Er sprach über ihre bisherige gemeinsame Zeit, die Hochzeit und über ihre Zukunft.

Irgendwann war Seto wohl eingeschlafen, denn als er zu sich kam lag er mit seinem Kopf auf Joeys Bett immer noch Joeys Hand in der Seinen haltend. Als er auf seine Armbanduhr sah erkannte er, dass er ungefähr eine Stunde geschlafen haben musste. Kurz darauf kam eine Krankenschwester ins Zimmer, die Joeys Vitalwerte zusätzlich zu den Geräten kontrollierte und den Tropf austauschte. "Wie geht es ihm?" blickte er die Schwester fragend an. Diese antwortete "Den Umständen entsprechend, wir werden abwarten müssen. Hoffen wir, dass keine Komplikationen auftreten." Daraufhin schenkte sie Seto ein aufmunterndes Lächeln und verließ dann da Zimmer. Da Joey ruhig zu schlafen schien erlaubte sich Seto kurz das Zimmer zu verlassen, um sich einen Kaffee aus dem Automat am Ende des Ganges zu holen.

Seto war gerade 2 Minuten aus dem Zimmer, als Joeys Herz anfing unregelmäßig zu schlagen. Einen Augenblick später ertönte ein lang gezogener Piepton. Herzstillstand. Sofort rannten ein Arzt und zwei Krankenschwestern mit dem Notfallwagen in das Zimmer. Nehmen sie ihn vom Beatmungsgerät und beatmen sie ihn mit dem Beutel wies der Arzt eine der Schwester an. Sofort tat diese was man ihr auftrug. Der Arzt wiederum begann mit der Herzmassage. Dazu legte er seine Hände übereinander auf Joeys Brustkorb und begann dann Druck auszuüben immer und immer wieder. Nebenbei blickte er immer wieder auf den Monitor des EKG-Gerätes, doch zeigten seine Bemühungen keinen Erfolg und so machte er weiter. Stirb mir nicht weg! dachte der Arzt unablässig.

Seto der den Tumult mitbekommen hatte ließ seinen Kaffeebecher fallen, dessen Inhalt sich nun auf dem Boden verteilte, und rannte dem Arzt und den Krankenschwestern hinterher in das Zimmer seines Engels. Als er den langen Piepton hörte blieb er wie erstarrt stehen. Seine einzigen Gedanken in diesem Moment war Bitte nicht! und Joey, das kannst du mir nicht antun! Als der Arzt ihn nun bemerkt bat er eine Schwester ihn herauszubringen, doch er weigerte sich standhaft und so ließ man ihn bleiben. Geschockt blickte Seto nun auf die sich abspielende Szene. Joey, der einen Herzstillstand hatte und der Arzt der sich bemühte ihn zurück zuholen.

Joey konnte spüren, wie jemand unablässig Druck auf seinen Brustkorb ausübte, doch wurde er unbarmherzig fortgezogen, er konnte sich einfach nicht wehren. Plötzlich befand er sich an einem Ort tiefster Finsternis und in der Mitte dieser Finsternis gab es ein strahlendes Licht, dass ihn anzuziehen schien. "Joey! Was machst du hier!" hörte er auf einmal eine ihm vertraute Stimme und er sah sich Ryou gegenüber. "Ryou? (1) Was? Wo bin ich?" blickte Joey diesen Fragend an. "An der Schwelle des Todes!" erwiderte Ryou ernst. Hatte Marik Joey doch noch ermordet? "Hat ... Hat Marik dich ..." kam es mit brüchiger Stimme von Ryou. "Nein, es war ein Unfall!" erwiderte Joey beruhigend. Ryou atmete daraufhin leicht auf, doch dann blickte er Joey besorgt an. "Joey, wenn du hier bist, dann liegst du gerade im sterben und hier kannst du dich entscheiden, ob du leben oder aber in das Licht gehen willst!" erklärte Ryou Joey nun seinen Aufenthalt hier. "Hattest du auch die Wahl?" sah Joey Ryou fragend an. "Nein, meine Zeit war gekommen, doch deine noch nicht! Also geh zurück so lange du noch kannst!" antwortete Ryou besorgt. Als Ryou die Zweifel und Joeys Blick in Richtung des Lichts sah bekam er Angst. Konnte es sein, dass Joey gar nicht zurück wollte? "Ich ... ich weiß nicht! Dort wartet Schmerz auf mich und ich bin so unendlich müde!" richtete sich Joey an Ryou, während er wieder zu dem Licht blickte. "Joey, das kannst du nicht tun! Seto liebt dich!" doch Joey hörte ihn schon nicht mehr, denn das Licht zog ihn immer mehr an und er begann sich langsam vorwärts darauf zu, zu bewegen. "Joey! Nicht!" schrie Ryou und versuchte dabei Joey aufzuhalten, doch dieser ging einfach weiter.

Verdammt! Das darf nicht passieren! dachte Ryou. Er musste Joey aufhalten und er wusste auch schon wie, auch wenn es schwer sein würde seinen Plan auszuführen, den er war nicht gerade ungefährlich.

"Immer noch nichts!" kam es von dem Arzt, der nun schon eine Minute um Joeys Leben kämpfte, doch im Moment sah es nicht gut für diesen aus. Da die Herzdruckmassage keinen Erfolg zeigte zog er Joey nun dessen Krankenhaushemd runter, damit er auf dessen nackter Brust die Elektroden des Defibrillators anlegen konnte eine über dem Brustbein und die andere links unterhalb der linken Brustwarze über der Herzspitze. Anschließend löste er den Stromstoß aus, um das Herz wieder zum schlagen zubringen. Daraufhin ruckte Joeys Körper kurz unter dem Stromstoß auf. Doch noch immer schlug sein Herz nicht. "Geben sie ihm 5 mg Atropin! Schnell" wies der Arzt die Krankenschwester an, Joey das Mittel zu spritzen. Anschließend versetzte der Arzt Joey noch einen Stromstoß und erneut ruckte dieser hoch, doch wieder hörte man nur den lang gezogenen Piepton.

Seto konnte nicht glauben, dass das hier wirklich passierte. Vorhin sah alles noch gut aus und nun rang Joey mit dem Tod. Warum nur? Warum musste ihnen das passieren? fragte er sich verzweifelt. Plötzlich spürte er eine leichte Berührung an der Schulter, als er sich umblickte sah er Ryou. "Was? Was tust du hier?" fragte er leise. Dieser antwortete "Es geht um Joey! Er steht an der Schwelle zum Tod und im Moment sieht es so aus als würde der Tod gewinnen. Du musst mit ihm sprechen und ihn zurückholen, er hat nicht mehr viel Zeit!" erklärte Ryou Seto sein auftauchen. "Wie?" wollte Seto nur wissen. "Ich helfe dir dabei deine Seele einen momentlang, höchstens für anderthalb Minuten von deinem Körper zu lösen, dann kannst du zu Schwelle des Todes und mit Joey reden, doch du musst vor Ablauf der Zeit zurück sein ansonsten bricht dein Körper Tod zusammen!" erklärte Ryou sein Vorhaben. "Einverstanden!" erwiderte Seto. Er wollte Joey nicht verlieren und wenn es die einzige Möglichkeit war diesen zu retten, dann würde er es tun. Daraufhin nickte Ryou Seto zu und fuhr diesem anschließend über die Augen. Einen Augenblick später verloren dessen Augen seinen Glanz und er starrte ins Leere. Setos Seele hingegen wurde von Ryou zur Schwelle des Todes gebracht.

Verwirrt blickte sich Seto um, dies war also die Schwelle des Todes. Doch dann erkannte er Joey und er lief auf diesen zu. Es waren nun nur noch wenige Meter bis Joey sterben würde, wenn Seto ihn nicht aufhalten konnte. "Joey!" rief Seto und Joey der bisher nicht auf die Rufe von Ryou reagiert hatte blieb stehen. Einen Moment schüttelte er benommen den Kopf, dann sah er Seto an, der nun neben ihm stand. "Seto? Was ... was tust du hier?" wollte Joey besorgt wissen. Seto konnte doch nicht auch Tod sein, oder? "Dich vor einer Dummheit bewahren! Joey du musst zurück! Bitte du darfst nicht sterben!" flehte Seto Joey an zurück zukommen. Dieser sah zwischen dem Licht und Seto hin und her! Was sollte er nur tun! Er liebte Seto, aber andererseits würde er in dem Licht endlich Frieden finden. "Seto, ich kann nicht mehr! Alles ist im Moment zu viel für mich. Die grauenhaften Bilder der Visionen aus der letzten Zeit, die Schwierigkeiten mit meiner Gabe, ich fühle mich einfach nur unendlich müde!" kam es nun von Joey. "Joey, dass meinst du nicht ernst! Ich liebe dich, Mokuba liebt dich und du hast Freunde die dich brauchen, du kannst das doch nicht wegwerfen! Egal was dich zurzeit belastet, wir schaffen das zusammen, nur gib jetzt nicht auf! Hast du vergessen, dass wir heiraten wollen? Joey bitte geh nicht! Tu mir das nicht an!" kam es in einem leicht wütenden und doch flehenden Tonfall von Seto. Müde blickte Joey Seto an. "Es tut mir leid!" und mit diesen Worten wollte er einfach weitergehen.

Doch da rief Seto "Gut! Wenn du sterben willst, dann gehe ich mit dir!" Seto wusste, dass diese Drohung, die letzte Hoffnung war Joey zu retten und wenn er sich doch entscheiden sollte zu gehen, dann würde er ebbend mitgehen. Geschockt drehte sich Joey zu Seto um. "Ich habe noch genau 45 Sekunden, wenn du solange noch warten kannst, dann komme ich mit dir!" kam es nun todernst von Seto, während er auf Joey zutrat. "Aber ... Aber das ... das kannst du nicht tun! Was ist mit Mokuba und der Firma?" blickte Joey seinen Liebsten fragend an. "Mokuba wird bei Yami aufwachsen und Tristan wird bis zu dessen Volljährigkeit seine Konten und die Firma verwalten, so habe ich es in meinem Testament festgelegt. Wäre ich vor dir gestorben und du noch am Leben, dann hättest du Mokuba bekommen!" erwiderte Seto auf Joeys Frage. "Mokuba braucht dich, du darfst nicht sterben?" flehte Joey Seto an wieder zurück zugehen, doch dieser ging nicht. "Er braucht uns! Und ohne dich gehe ich hier nicht weg! Ich liebe dich und ein Leben ohne dich ist für mich nichts wert! Ich werde Mokuba sehr vermissen, doch ich weiß er ist in guten Händen!" sagte Seto, während er Joey ernst in die Augen sah. "Noch 20 Sekunden!" brachte sich nun auch Ryou in das Gespräch der beiden mit einer Zeitansage ein. Gehetzt sah sich Joey um. Was sollte er tun? Er wollte nicht das Seto seinetwegen starb. Als er nun in Setos Gesicht sah und damit dessen Liebe zu ihm und seine Entschlossenheit ihm ihn den Tod zu folgen, da wusste er das er Leben wollte, mit Seto an seiner Seite. Daraufhin zog er Seto an sich. "Ich liebe dich und ich will leben, mit dir!" kam es mit ernster Stimme von Joey. Daraufhin begann Seto erleichtert auszuatmen. "Ich liebe dich auch und nun lass uns zurückgehen! Alles andere regeln wir später! Ok?" sagte Seto liebevoll. Joey löste sich daraufhin von Seto und blickte diesen voller Liebe an. "Danke!" "Kein Problem! Wofür sind Verlobte den sonst da?" grinste Seto Joey an, bevor er diesem einen Kuss raubte.

"Seto du musst gehen!" kam es nun von Ryou. "Gut! Joey kommst du!" richtete sich Seto nun an Joey, nachdem sie den Kuss wieder gelöst hatten. "Geh schon vor! Ich komme sofort nach!" antwortete dieser. Als er Setos skeptischen Blick sah, sagte Joey "Ich verspreche es! Ich komme dir sofort nach!" Seto nickte daraufhin und verschwand. Er hoffte nur, dass Joey sein Wort hielt.

"Ryou, ich danke dir! Ohne deine Hilfe wäre ich jetzt wahrscheinlich Tod!" richtete sich Joey nun an Ryou. "Du hast so viel für mich und Marik getan, das war das mindeste was ich für dich ... euch tun konnte!" kam es nun von diesem. "Joey? Marik lebt doch, oder?" wollte Ryou nun besorgt wissen. "Keine Sorge es geht ihm den Umständen entsprechend gut!" antwortete Joey aufrichtig. "Dann bin ich beruhigt! Bitte hab ein Auge auf ihn nicht das er doch noch eine Dummheit begeht!" blickte Ryou Joey bittend an. "Das mach ich! Keine Sorge!" versicherte Joey Ryous Bitte zu erfüllen. "Ich werde dann mal gehen" und mit diesen Worten umarmte Ryou Joey noch kurz zum Abschied, bevor er endgültig ins Licht ging. "Sag Marik, dass ich ihn liebe und dass ich will, dass er glücklich wird!" kam es noch kurz von Ryou und dann war er auch schon im Licht verschwunden. "Das mache ich!" rief Joey. "Das mache ich!"

Währenddessen kehrte Seto zurück in seinen Köper. Einen momentlang war ihm schwindelig und er fasste sich an den Kopf, doch dann ging es schon wieder. "Ist alles in Ordnung!" wollte eine der Krankenschwestern von ihm wissen. "Ja, Ja!" erwiderte er barsch. Anschließend konzentrierte sich wieder auf den Arzt vor ihm. Dieser bemühte sich noch immer um Joeys Leben. Doch als er auch nach dem 5. Stromstoß keine Reaktion von Joey bekam gab er auf. "Bitte notieren sie Zeitpunkt des Todes 13:19 Uhr" richtete er sich an eine der Schwestern. Diese nickte betreten, es war immer hart einen Menschen zu verlieren und zu dem auch noch einen so jungen.

Nein, das durfte nicht sein! war Setos einziger Gedanke in diesem Moment. Joey wollte doch Leben! Warum war er ihm nicht gefolgt. Er hatte es ihm doch versprochen!

Daraufhin entfernte der Arzt den Tubus aus Joeys Mund, den Rest über nahm eine der Schwestern. Diese schaltete nun das EKG-Gerät aus, entfernte den Clip von seinem Finger und nahm Joey vom Tropf. Anschließend zog sie ihm das Krankenhaushemd wieder zu Recht, dann deckte sie ihn richtig zu und legte ihm anschließend die Hände auf seiner Brust über einander. Danach verließ sie mit einem mitleidigen Blick auf Seto das Zimmer. Dieser begab sich nun zum Bett. Er konnte nicht glauben, dass sein Engel fort sein sollte. Er hatte ihn doch überzeugt weiterzuleben! Warum war er dann jetzt nur Tod? War es schon zu spät gewesen? Hatte Joey schon nicht mehr zurückgekonnt! Oder hatte Joey sich doch noch umentschieden? Alles Fragen auf die er wohl niemals eine Antwort erhalten würde. Ein unendlicher Schmerz bemächtigte sich seiner und über seine Wangen liefen Tränen. Sanft strich er Joey einige Haarsträhnen aus dem Gesicht. Dann fiel sein Blick auf den Ring an Joeys Hand! Daraufhin griff er nach dieser Hand, um diese dann an seinen Mund zu führen und sie sanft zu küssen. Auch wenn sie nicht mehr heiraten konnten, so war Joey in seinem Herzen dennoch sein Ehemann. Kurz darauf legte er dessen Hand zurück auf Joeys Brust. Anschließend beugte er sich vor und gab Joey noch einen letzten Kuss. Dann setzte er sich auf die Bettkante und legte nun seinen Kopf auf Joeys Brust. Immer mehr Tränen benetzten seine Wangen und dabei fragte er immer wieder nach dem Warum!

Plötzlich spürte er eine Bewegung. Es waren Joeys Finger die sich bewegt hatten. Erschrocken richtete sich Seto auf. Konnte es sein? War Joey doch noch am Leben? Als dieser nun langsam seine Augen öffnete und ihn müde ansah konnte er sein Glück kaum fassen. Joey lebte! Dieser lächelte ihn liebevoll an. "Dr.!" schrie Seto. Auf der Stelle kam der Arzt angerannt und dieser konnte kaum glauben was er sah. Sein Patient lebte. Für ihn war das ein Wunder!

"Joey! Bin ich froh!" sagte Seto während er sich erleichtert und überglücklich über Joey beugte und diesen sanft küsste. Dieser meinte daraufhin schwach "Ich hab dir doch versprochen zurückzukommen!" Daraufhin schlief er wieder ein. ,Schlaf nur mein Engel!' dachte Seto noch, bevor ihm schwarz vor Augen wurde und er zusammenbrach. Sofort kümmerte sich der Arzt um Seto.




(1) Ryou ist dort, weil er durch das Licht an der Schwelle des Todes gehen muss, um seinen Frieden zu finden.



Gespräche

10. Kapitel

Samstagmorgen

Als Joey das nächste Mal zu sich kam lag Seto in einem Bett direkt neben ihm. Verwunderte blickte er seinen schlafenden Liebsten an. Sanft strich er diesem nun durch dessen Haar, doch Seto wachte davon nicht auf. Einen Moment später kam eine Krankenschwester ins Zimmer. "Wie geht es ihnen Mr. Wheeler?" blickte diese Joey freundlich an. "Es geht!" antwortete dieser noch reichlich schwach und benommen. "Was ... Was ist mit Seto?" wollte er nun besorgt wissen. "Er ist gestern Mittag zusammengebrochen, doch es ist nichts ernstes, er war nur übermüdet. Mit ein wenig schlaf wird das schon wieder!" beruhigte die Schwester Joey. Dieser nickte daraufhin und war wenigen Augenblicke später auch schon wieder aufgrund der starken Schmerzmittel die er bekam eingeschlafen.

Auch von den nächsten Tagen bekam er kaum etwas mit. Er hatte zwar Stimmen gehört, hatte aber nicht verstanden was sie gesagt hatten. Erst am Dienstag wurde er das erst Mal wieder richtig wach.

Die Stimmen, die er gehört hatte, gehörten Marik, Tristan, Duke, Mokuba und Seto. Alle hatten sie an Joeys Bett wache gehalten. Auch Marik! Zwar war Seto noch immer verärgert und wütend auf diesen, doch er sah ein, dass Marik kein schlechter Mensch war. Zu dem konnte Seto gut nachvollziehen, wie sehr Marik gelitten haben musste, kannte er diese Schmerzen doch zur genüge.

In dem Augenblick, als Joey wieder zu sich kam war Seto gerade anwesend. Mokuba war noch mit Tristan auf dem Kaiba Anwesen und würde später herkommen. Alle hatten sich furchtbare Sorgen gemacht. Tristan konnte zuerst gar nicht begreifen wie es nur dazu hatte kommen können. Doch er war froh, dass Joey die Verletzung überlebt hatte. Mokuba und Duke ging es nicht anders. Leider hatte Duke schon früher nach hause gemusst, es gab einen dringenden Notfall in der Firma und darum war er am gestrigen Tag zurück nach Tokio geflogen, aber nicht ohne Joey Genesungswünsche bestellen zu lassen.

Benommen schlug Joey nun seine Augen auf. Einen Augenblick lang fragte er sich wo er war, doch dann kamen die Erinnerungen zurück. "Joey!" hörte er nun auch Setos erleichterte Stimme. Dieser stand, wie Joey jetzt erst bemerkt, mit besorgtem Gesichtsausdruck über ihm gebeugt. Daraufhin musste Joey ein wenig lächeln. Er war froh, dass Seto hier bei ihm war. Hasste er doch Krankenhäuser wie die Pest. "Seto! Hast du was zu trinken!" fragte Joey schwach. Daraufhin nahm Seto ein Glas Wasser vom Nachtschrank und hielt es Joey an den Mund. Damit dieser nun trinken konnte stützte Seto ihn. Dankbar trank Joey das Wasser. Seine Kehle fühlte sich rau an und er war froh etwas Wasser trinken zu können. Als Joey nun genug hatte, stellte Seto das Glas wieder weg und stellte dann den Kopfteil des Bettes hoch, damit Joey etwas aufrechter sitzen konnte. "Hast du Schmerzen?" wollte dieser nun besorgt wissen. "Nein, es geht schon!" erwiderte Joey. Daraufhin setzte sich Seto zu Joey ans Bett und nahm dessen Hand in die Seine. "Jag mir niemals wieder so einen Schreck ein! Hast du verstanden!" kam es nun im tadelnden Tonfall von Seto, wenn er nur daran dachte, dass er Joey beinahe ein zweites Mal verloren hätte, krampfte sich sein Herz wieder schmerzhaft zusammen. "Ich werde es versuchen!" erwiderte Joey schwach, lächelte aber dabei. "Aber was ist mit dir, du bist zusammengebrochen hörte bzw. habe ich gesehen. Ich war Samstagmorgen kurz wach und hab dich neben mir liegend gesehen!" richtete sich Joey nun besorgt an Seto. "Ich war übermüdet und dazu die Sorge um dich, waren dann doch zu viel für mich! Aber es geht mir wieder gut!" kam es nun beruhigend von Seto. Joey brauchte nun seine ganze Kraft um wieder gesund zu werden, da wollte er nicht, dass dieser sich auch noch um ihn Sorgen machen musste. "Dann bin ich froh!" sagte Joey und strich Seto dabei zärtlich durch die Haare. "Ich ..." wollte Seto gerade weiter sprechen, doch da klopfte es an der Tür.

Einen Augenblick später stand Marik (1) im Zimmer. "Hallo!" sagte dieser leise, unsicher, ob er nicht doch wieder gehen sollte, schließlich schien er gerade zu stören. "Ich lass euch dann mal kurz alleine!" sagte Seto nun, um anschließend den Raum zu verlassen, er wusste, dass die beiden miteinander reden mussten und darum ließ er sie alleine. "Komm her zu mir!" bat Joey Marik nun sich zu ihm zu setzen.

Dieser folgte Joeys Aufforderung und setzte sich zu diesem aufs Bett. "Ich ... Joey es, es tut mir leid!" brachte Marik mühsam hervor. Daraufhin fasste Joey nach Mariks Hand und sah ihn dann eindringlich an. "Marik, es war ein Unfall, nichts weiter! Wie du siehst lebe ich und damit lass uns die Sache vergessen! Ok?" kam es nun von Joey. Er wollte nicht, dass Marik sich weiter selbst Vorwürfe machte! Dieser würde genug damit zu tun haben Ryous Tod zu verarbeiten. "Meinst du das ernst!" sah dieser ihn überrascht an. Er konnte kaum glauben, dass Joey ihm einfach so verzieh. "Ja! Ich meine es ernst!" versicherte Joey noch einmal. "Was wirst du jetzt tun?" blickte Joey Marik fragend an. "Zuerst einmal werde ich mir einen Therapeuten suchen, der mir dabei hilft über Ryous Tod hinweg zukommen und dann werde ich versuchen unseren Traum zu erfüllen!" erwiderte Marik ernst. "Also willst du dich nicht mehr umbringen?" sah Joey den jungen Mann vor sich fragend an. Dieser blickte ihn traurig an. "Nein! Ich werde weiterleben, ohne Ryou und es wird hart werden, doch ich gebe nicht auf! An dem Tag an dem ich dich ... du weißt schon ..., da ist mir klar geworden, dass ich meinen Schmerz überwinden muss um weiterzuleben und was für einen Fehler ich begangen habe, Seto für Ryous Tod verantwortlich zu machen!" erwiderte nun Marik aufrichtig. Er hatte seinen Fehler wirklich eingesehen und sich vorgenommen nur noch nach vorne und nicht mehr zurück zu schauen. "Das freut mich und Ryou bestimmt auch! Ich soll dir von ihm sagen, dass er dich liebt und das er sich wünscht, dass du glücklich wirst!" sagte nun Joey, schließlich hatte er Ryou versprochen Marik das auszurichten. Daraufhin begann Marik zu weinen. "Marik! Was ist los!" wollte Joey sofort besorgt wissen. "Nichts, es geht schon wieder! Ich habe nur gerade an Ryou gedacht, er hat wirklich immer nur an andere gedacht!" antwortete Marik mit einem leichten Lächeln, während er sich seine Tränen von den Wangen abwischte. "Ich denke ich geh dann mal besser! Seto ist immer noch nicht gut zu sprechen auf mich und ich kann es ihm nicht verübeln!" sagte Marik nun bevor er aufstand. Joey konnte sich gut vorstellen, wie wütend Seto sein musste, doch er war ihm dankbar, dass er seine Wut gebremst hatte. "Lass dich mal wieder blicken. Und stell nichts Dummes an, denn ich werde dich im Auge behalten!" kam es nun von Joey. "Werd ich nicht!" antwortete Marik, dann küsste er Joey kurz auf die Wange, um dann zu gehen.

Doch in dem Moment in dem er aus der Tür wollte, trat ein Krankenpfleger ins Zimmer und es kam wie es kommen musste, die beiden stießen zusammen. Dem jungen Krankenpfleger fiel daraufhin die Box mit den Schmerzmitteln herunter und er bückte sich sofort um diese aufzuheben. Dasselbe tat auch Marik. Als der Krankenpfleger nun auf und in Mariks Augen sah, konnte dieser seinen Blick nicht mehr abwenden. Die Augen des jungen Mannes waren genauso grün, wie es Ryous Augen gewesen waren und auch der sanfte Blick war derselbe. Verlegen richteten sich die beiden jungen Männer nun wieder auf und Marik reichte dem anderen die Box. Vom Aussehen her unterschied sich der jungen Mann eindeutig von Ryou, denn der junge Mann hatte im Gegensatz zu Ryou kurzes, schwarzes und verstrubbeltes Haar und von der Statur her war er schlank, aber nicht zierlich und nur einen halben Kopf kleiner als Marik. "Ich bin Izumi. Izumi Shiro!" stellte sich der junge Mann nun Marik vor, dieser tat es ihm gleich "Mein Name ist Marik. Marik Ishtar!" Ein sanftes Lächeln legte sich nun auf Izumis Gesicht. "Es ist schön dich kennen zu lernen!" erwiderte er aufrichtig. Irgendwas hatte dieser Marik Ishtar an sich das ihn anzog dachte Izumi. "Gleichfalls. Vielleicht sieht man sich ja mal!" entgegnete Marik, bevor er nun mit klopfenden Herzen das Zimmer verließ. Vielleicht hatte er ja so ebbend eine neue, alte Liebe gefunden.

Joey hatte dem ganzen mit einem sanften Lächeln auf den Lippen zu gesehen. Vielleicht war Ryou ja doch schneller wieder geboren worden als er gedacht hatte. Aber dennoch durfte man Ryou und Izumi nicht als ein und dieselbe Person sehen, denn beide haben einen unterschiedlichen Charakter, auch wenn sie sich in gewissen Dingen recht ähnlich sein werden. Auf jeden Fall wünschte er Marik alles Glück der Welt, vielleicht würde dieser ja bald wieder glücklich sein. Wer weiß!

Izumi gab Joey nun seine Schmerztabletten und war einen Moment später auch schon wieder weg. Dafür kam Seto mit Tristan und Mokuba wenig später zu ihm. Sofort lief Mokuba zu Joey. "Joey, wie geht es dir? Alles in Ordnung?" blickte der Kleine ihn fragend an, während er sich zu Joey aufs Bett setzte. "Es geht mir gut!" versicherte Joey Mokuba, dass er sich keine Sorgen mehr machen bräuchte. Anschließend drückte er den Kleinen kurz. Er hatte Mokuba schrecklich vermisst und war froh, dass dieser nun wieder bei ihnen sein würde. Daraufhin kamen nun auch Tristan und Seto zum Bett. "Na! Wie geht es unserem Helden denn?" wollte nun Tristan wissen, während er Joey einen Kuss auf die Wange gab und ihm einen bunten Blumenstrauß überreichte, den Seto ihm abnahm um ihn in eine Vase zu tun und auf den Nachtisch zu stellen. "Gut!" antwortete Joey. Er war zwar ein wenig genervt das alle paar Minuten gefragt zu werden, doch er wusste auch, dass man sich nur Sorgen um ihn machte. "Wo ist Duke?" blickte Joey Tristan fragend an. "Er musste gestern leider zurück nach Tokio, doch ich soll dir liebe Grüße und gute Besserung bestellen" erwiderte Tristan. "Richte ihm meinen Dank aus, ja?" bedankte sich Joey. Danach redete man noch ein wenig über dieses und jenes, über den Unfall und was nun noch werden sollte. Besonders in Bezug auf die Hochzeit, den Umzug und Tristans Zweigstelle in Domino-City.

Zwei Stunden später war Tristan dann mit Mokuba auf den Weg zurück zum Kaiba Anwesen und Joey wieder mit Seto alleine. Dieser setzte sich nun erneut zu Joey aufs Bett. Daraufhin zog er Joey vorsichtig, um ihm nicht wehzutun in seine Arme. Eine ganze Weile hielten sich die beiden so umschlungen. Dann durchbrach Joey die Stille in dem er sich bei Seto bedankte "Seto, ich danke dir, ohne dich währe ich jetzt wahrscheinlich Tod!" "Ich ... Joey, ich hatte solche Angst dich zu verlieren und ich bin froh, dass ich es geschafft habe dich zurück zu holen. Nur bring dich bitte nicht mehr in solch eine Gefahr!" entgegnete Seto, während er Joey nun ernst ins Gesicht sah. "Ich werde nicht mehr aktiv arbeiten, Ok? Tristans Zweigstelle wird bald eröffnet und dann werde ich mir eigene Leute suchen, die die Fälle aufklären werden! Was hältst du davon?" entgegnete Joey. "Einverstanden!" sagte Seto erleichtert, er wollte Joey einfach nicht mehr in Gefahr wissen, denn über kurz oder lang hätte es ihn wahnsinnig gemacht. Daraufhin küsste Joey Seto zärtlich. Er hoffte wirklich, dass er das, was er Seto so ebbend gesagte hatte einhalten konnte, doch man konnte nie wissen. Versuchen würde er es, denn er wollte auf jeden Fall mit Seto zusammen alt werden.




(1) Seto zeigte Marik nicht an, dennoch musste dieser sich wegen unerlaubten Waffenbesitzes und
fahrlässiger Körperverletzung vor einem Gericht verantworten. Er bekam 5 Monate auf
Bewährung sowie die Auflage 200 Sozialstunden zu verrichten und sich einen Therapieplatz zu
suchen. Da ihm aufgrund seiner Verurteilung das Stipendium entzogen worden ist, kommt nun auf Joeys Bitte hin, die KC für Mariks Studium auf. Dieser hat nur unter der Bedingung zugestimmt, dass er das Geld später zurückzahlen darf.





Epilog

Es dauerte noch zwei Wochen bis Joey entlassen werden konnte. Anschließend waren die drei gleich umgezogen. Und nun befanden sie sich auf Hawaii zusammen mit allen ihren Freunden, denn heute würden Seto und Joey heiraten.

Die Trauung wurde am Strand vollzogen. Beide trugen kurze, beigefarbene Hosen und weiße Hemden. Zudem standen all ihre Freunde inklusive Mokuba hinter ihnen, von denen einige fleißig Bilder schossen, damit man diesen Augenblick niemals vergessen würde. Eingeladen hatten sie Duke und Tristan, Yami und Yugi, Tea sowie Marik und Izumi. Es war kurz vor Sonnenuntergang und der Priester stellte gerade die alles entscheidenden Fragen.

"Willst du, Joseph Jay Wheeler, den hier anwesenden Seto Kaiba, zu deinem rechtmäßigen Ehemann nehmen, ihn lieben und ehren bis das der Tod euch scheidet? So antworte mit Ja, ich will." Dieser blickte seinem zukünftigen Ehemann liebevoll in die Augen und antwortete "Ja, Ich will." Daraufhin steckte er diesem seinen Ring auf den Finger. Dieser war, wie der seine, aus Silber mit einer wellenförmigen Goldverzierung rund um den Ring. Anschließend richtete sich nun der Priester an Seto "Willst du, Seto Kaiba, den hier anwesenden Joseph Jay Wheeler, zu deinem rechtmäßigen Ehemann nehmen, ihn lieben und ehren bis das der Tod euch scheidet? So antworte mit Ja, ich will." Seto sah nun seinerseits Joey tief in dessen rehbraunen Augen und antwortete "Nein!" Geschockt blickte Joey seinen Verlobten an. Und auch der Rest der Hochzeitsgesellschaft blickte die beiden erstarrt an. Doch bevor auch nur irgendjemand etwas sagen konnte sprach Seto auch schon weiter. "Ich liebe dich und ich nehmen dich zum Mann, doch nicht bis das der Tod uns scheidet, sondern bis in alle Ewigkeit!" und mit diesen Worten steckte er Joey seinen Ring an den Finger. Dieser sah ihn noch immer leicht geschockt an, lächelte aber schon wieder. Im ersten Moment hatte Joey tatsächlich gedacht, dass Seto ihn doch nicht heiraten wollte, doch zum Glück hatte er sich dabei getäuscht. Nachdem sich nun auch der Priester wieder gefangen hatte machte dieser nun mit der Trauung weiter "Hiermit erkläre ich sie zu Eheleuten. Sie dürfen sich jetzt küssen." Daraufhin zog Seto Joey zu einem leidenschaftlichen Kuss an sich. In diesem Moment gab es nur sie beide für einander und so nahmen sie die Begeisterungsrufe ihrer Freunde gar nicht wahr.

Anschließend feierten sie auf der großen Terrasse ihres Ferienhauses eine kleine aber ausgelassene Hochzeitsfeier, die erst weit nach Mitternacht endete. Als ihre Freunde nun soweit alle zurück in ihr Hotel verschwanden und Mokuba schon eine ganze Weile friedlich in seinem Zimmer schlief, beschlossen die beiden nun auch schlafen zu gehen, schließlich war dies hier ihr Hochzeitsnacht und die wollten sie auf jeden Fall auskosten.

Und so stolperten sie, sich von ihrer störenden Kleidung befreiend und gleichzeitig zärtlich und doch leidenschaftlich küssend, aufs Bett zu. Als sie nun auf dem Bett lagen und Joey erneut seine Lippen leicht öffnete, küsste Seto diesen leidenschaftlich. Als Joeys Zunge nun die seine suchte, stöhnte er leise auf. Mit einem langen zufriedenen Seufzer fühlte Joey Setos nackte Haut auf der seinen. Daraufhin schloss er seine Augen und spürte, wie Setos Herzschlag mit dem seinen wetteiferte. Daraufhin glitten Setos Lippen fieberhaft über Joeys Gesicht, dessen Hals. Als er nun mit seiner Zunge über Joeys Brustwarzen fuhr bäumte sich dieser unter ihm auf. Joeys Erregung erreichte einen vorläufigen Höhepunkt, als er Setos Zähne spürte, das plötzliche Zugreifen seines Mundes. Mit einem Aufstöhnen, das tief aus seiner Kehle kam, presste er Setos Kopf fest an sich. Er begehrte Seto und bot ihm an, was er verlangte. Mehr noch. Das Bett ächzte unter ihnen und das Mondlicht drang durch die Vorhänge ein und tauchte das Zimmer in ein sanftes Licht. Jedes Mal wenn Seto Joey nun berührte, schien hinter dessen schweren Lidern eine Explosion in allen Farben des Regenbogens stattzufinden. Seto hatte Joey dahin bringen wollen, dass er langsam den höchsten Gipfel der Leidenschaft erklomm. Dabei fiel es ihm nicht leicht, seine eigenen Wünsche zu bezwingen, aber er schaffte es, Joey immer noch mehr zu geben, sie beide weiter hinzuhalten, und es war eine große Befriedigung für ihn, als dieser seinen Namen ausrief. Daraufhin streichelte er nun Joeys lange, schlanke Schenkel, dann küsste er ihn. Anschließend drang er vorsichtig in Joey ein. Miteinander verschmolzen, bewegten sie sich instinktiv im gleichen, wundervollen Rhythmus. Und dann erfasste eine ungeheuere Glutwelle ihre Körper und nach Luft ringend kamen sie zum Höhepunkt. Anschließend zog sich Seto vorsichtig aus Joey zurück, dann säuberte er sie und deckte sie zu. Kurz darauf war Joey mit seinem Kopf auf Setos Brust eingeschlafen. Ein zufriedenes und glückliches Lächeln zierte dessen Lippen. Daraufhin gab Seto Joey noch einen zärtlichen Kuss auf die Stirn, bevor auch er zufrieden, seinen Ehemann fest in den Armen haltend, einschlief.

Als Seto am nächsten Morgen aufwachte lag Joey dicht an ihn gekuschelt in seinen Armen. Glücklich drückte er diesen noch etwas enger an sich. Er war froh, dass Joey noch lebte und das sie von nun an ihr restliches Leben gemeinsam verbringen würden. Als Joey nun verschlafen die Augen öffnete und ihn anblickte lächelte Seto Joey glücklich an und in diesem Moment bekam Joey eine Vision.

Er sah sich und Seto als alte Männer zusammen auf einer Veranda in Schaukelstühlen sitzen. Sie blickten sich lächelnd an und hielten einander an den Händen. Anschließend richteten sie ihren Blick wieder auf den Sonnenuntergang vor ihnen.

Nach dieser Vision wusste Joey, dass sie von nun an glücklich zusammen leben würden und alle Schwierigkeiten, die noch kommen würden durchstehen würden. Daraufhin gab er seinem Liebsten einen sanften Kuss und schmiegte sich dann mit einem wissenden Lächeln wieder an dessen Brust, um Setos ruhigen Herzschlag zu lauschen.


Ende


Ich hoffe euch hat die FF gefallen und ich bekomme viele Kommis von euch! Bis zur nächsten FF!

Alles Liebe!!!

Noa-Willow^^