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Vampirzwillinge - Teil 7 bis 8

7.Kapitel
Gefährlicher Moment

„Hm, das könntest du anziehen oder lieber das? Oje, lieber nicht“, murmelte Samir vor sich her und wühlte weiter in meinem Kleiderschrank herum. Ich saß hilflos daneben auf dem Bett und betrachtete das Chaos, das er während des Aussortierens hinter sich verursachte. Dann stand er auf und ging zu seinem Rucksack, den er mitgebracht hatte, und machte dort weiter.
Okay, er ist ein Vampir. Was ich, glaubte ich, verdaut hatte. Aber ein wahnsinniger Kleiderliebhaber? Dies war zu viel des Guten!
„Samir? Findest du nicht, dass du etwas übertreibst? Es ist nur eine Disco. Ein T-Shirt und eine passende Hose reicht doch vollkommen“, versuchte ich ihn aufzuhalten. Er schnaubte nur amüsiert und kramte weiter.
„Mag sein, dass es dir bis gestern gereicht hätte, aber du bist jetzt mit einem Vampir zusammen, mein Kleiner. Und ich möchte, dass du dich nicht versteckst, sondern auch zeigst, was du hast“, kam es postwendend zurück.
Ich schluckte unbehaglich. Wie weit würde Samir gehen?
Plötzlich schien er was gefunden zu haben, da er mit einer eleganten Bewegung aus der Hocke und zu mir herüber kam.

„Das ist perfekt! Hier, zieh das an.“ Er warf mir zwei Kleidungsstücke zu und ich ging widerstrebend und mit skeptischen Blick allein ins Bad. Mir sicher, dass ich von neugierigen Augen verfolgt wurde, schloss ich die Tür.
Misstrauisch betrachtete ich die ausgesuchten Stücke und zog sie mir an, vermied es dabei in dem großen Spiegel zu sehen. Erst als ich fertig war, atmete ich tief durch und sah hinein. Im ersten Moment erschrak ich. Das Oberteil war sehr eng und zeichnete meine Muskeln unter dem weißen Stoff deutlich nach, sowie die hautenge Jeans. Aber entgegen das, was ich erwartet hatte,... gefiel es mir, was ich sah. Fasziniert fuhr ich meine Brustmuskeln nach. War die Gestalt in dem Spiegel wirklich ich? Ein Klopfen riss mich aus dem Erstaunen.
„Hey, Marc. Bist du eingeschlafen oder was?“, dröhnte es durch die geschlossene Tür und riss mich dabei aus der Trance.
Noch einmal warf ich einen Blick auf mich und ging dann zögerlich ins Zimmer zurück, wo Samir wartete.

Samir kam langsam auf mich zu und betrachtete mich mit seltsam brennenden Augen. Er kam noch näher und schlang seine Arme um meinen Körper, wobei er mir tief in die Augen sah. „Du bist wunderschön“, flüsterte er und ich wurde unwillkürlich rot. „Rede keinen Unsinn“, meinte ich verlegen.
Schweigend legte er seine Lippen auf meine und verdeutlichte so seine Worte.
Als wir uns lösten, schob er mich Richtung Haustür und drückte mir gleichzeitig meine warme Jacke an die Brust.
„Geh schon mal zum Auto vor. Ich komme gleich nach“, bat Samir mich.
„Okay?“, murmelte ich verwirrt und ging hinaus.
Was sollte denn das?

Draußen war die Sonne schon lange untergegangen und es war empfindlich kalt geworden. Schnell zog ich meine Jacke an und ging auf und ab, um mich zu wärmen. Endlich hörte ich Schritte von meiner Wohnung her und drehte mich um. Als ich Samir ,sah wurden meine Augen groß und ich dachte nur: Heiß!
Samir hatte wohl, sobald ich weg war, sein Outfit übergeworfen.
Eng schmiegten sich die Sachen an ihn an und zeigten mehr als sie verhüllten. Ähnlich wie bei mir konnte man die Muskeln gut erkennen, nur das seine kräftiger und sehniger waren als meine.
Dann stand er vor mir mit verschränkten Armen und grinste.
„So, jetzt sind wir ausgehfertig. Aber du kannst ruhig wieder deinen Mund schließen. Dein Kinn macht ja fast Bekanntschaft mit dem Boden.“
Schnell befolgte ich seinen Rat. „Entschuldigung... ich war nur überrascht.“
Samir kam näher und ich spürte seinen heißen Atem an meinen Hals.
„Ich hoffe doch positiv.“
Ich bekam eine Gänsehaut. „Ja, sehr positiv“, antwortete ich und wurde von Samir in seinen silbernen Flitzer geschoben.

Diesmal war die Fahrt kurz und wir standen kurz darauf vor einen großen, hellen Gebäude. Samir stand neben mir und erklärte kurz: „Das ist ein Club namens ‚Moonlight’. Es ist sehr schön hier und man trifft mich oft dort.“
Ich blickte ihn kurz erschrocken an, er verstand und legte mir einen Arm um die Schulter. „Ja, ich gehe hier oft jagen. Aber ich habe heute schon gegessen und würde es auch nie in deinem Beisein tun, Marc“, versprach er mir.
„Okay...“, meinte ich etwas beruhigt. Etwas beschäftigte mich.
Samir war ein Vampir, das wusste ich. Doch hatte ich dies nur durch Worte erfahren. Auch wenn er vom Essen sprach, so waren es doch nur Worte. Was, wenn ich Samir in Aktion erlebte? Würde ich genauso gelassen reagieren wie jetzt? Oder renne ich panisch davon, wenn er seine Mahlzeit einnahm? Auf jeden Fall war ich ihm unendlich dankbar, dass er keine Anstalten machte ,mich es nicht nur nicht sehen zu lassen, sondern auch Rücksicht auf mich nahm.
„Marc, versinke nicht zu tief in deine Gedanken. Schließlich wollen wir hinein, oder?“, sprach mich Samir an und schüttelte mich leicht. Sofort hatte er meine Aufmerksamkeit. Ich räusperte mich: „Sorry, ich denke immer über zuviel und wahrscheinlich auch unnötig nach“, entschuldigte ich mich und lächelte schwach. Er beugte sich zu mir runter. „Kein Problem. Ich werde mir schon etwas einfallen lassen, um dich davon abzuhalten. Überlass es nur mir“, lachte Samir und zog mich ins Gebäude.

Wie wohl in jeder Disco, schlug mir laute Musik entgegen. Ich verzog kurz mein Gesicht, da es fast schmerzhaft in meinen Ohren dröhnte. Aber zum Glück gewöhnte ich mich schnell an den durchdringenden Bass. Die Tanzfläche war brechend voll. Doppelt so viele Menschen als in der letzten Disco, in der ich war. Kein Wunder, dass Samir hier bei so viel Auswahl herkommt.
Ich bekam nicht mit, wie Samir stehen blieb und prallte gegen ihn. Er sagte was, doch ich verstand kein Wort und sah ihm dementsprechend fragend an. Doch er nahm nur meine Hand und zog mich Richtung Tanzfläche.
Moment mal! Er wollte doch nicht wirklich mir tanzen?! Das konnte ich doch nicht! Hatte es noch nie ausprobiert!
Vorsichtig gab ich Widerstand, indem ich versuchte stehen zu bleiben. Samir blickte mich kurz an und schüttelte entschieden den Kopf und mit einen letzten Schritt standen wir zwischen tanzenden Leibern, wo ich mich sichtbar unwohl fühlte.
Plötzlich war Samir hinter meinen Rücken verschwunden. Ich wollte mich umdrehen, doch starke Hände hielten mich am Platz und gleichzeitig berührte ein Lippenpaar mein Ohr.
„Beruhig dich, Kleiner. Du brauchst keine Angst vor einer Blamage zu haben. Sieh dich um und du wirst sehen, dass hier viele untalentierte Tänzer vorhanden sind. Sie wollen auch keinen perfekten Tanz zeigen, sondern ihren Spaß haben. Und das wollen wir jetzt auch. Schließe die Augen, Marc. Und lass dich von der Musik führen und bewege dich mit ihr. Versuch es, ich werde dir helfen.“
Ich spürte, dass er grinste: „Schalte einfach deine Gedanken ab.“
Ich spürte, wie er anfing sich im Takt des Songs zu bewegen. Immer noch hatte er meine Hüfte fest im Griff und zwang mich so seine Bewegungen zu folgen.

Meine Gedanken abschalten? Das konnte Samir so leicht sagen. Schon seit ich lebe, hatte ich über das, was gerade tat, nachgedacht. Das Für und Wider auf eine Waage gestellt. Und ich hatte schon oft versucht, mich einfach fallen zu lassen. Mal nicht an die Konsequenzen zu denken. Ich hatte es nie geschafft.
Aber was jetzt passierte, war wie ein magischer Moment.

Resigniert, weil ich doch sowieso nicht weg kam, ging ich Samirs Rat nach und schloss meine Augen. Musste wohl ziemlich steif gewirkt haben, als mich Samir in seinen Armen führte. Doch mit der Zeit wurden meine Schritte weicher und eleganter. Ich sah nur Schwärze und hörte Musik. Sie drang durch meine ständig kreisende Gedanken und dämpfte sie. Der Strom verlangsamte sich, bis er vollständig zu erliegen kam und nur die Musik meinen Kopf durchdrang. Ich spürte, wie sich mein Körper sich an dem Rhythmus anpasste.
Jetzt führte mich Samir nicht mehr, sondern ich ging mit der Musik. Doch spürte ich immer noch seine Hände auf meinem Körper und die Wärme, die von ihnen ausging, beruhigte mich zusätzlich. Ich ließ mich einfach fallen. Hatte keine Angst hart aufzukommen, da ich Samir vertraute.
Ja, ich vertraute ihm...

Ich wusste nicht, wie lange ich tanzte, als die Bewegungen aufhörten und mich somit aus der Trance riss. Langsam öffnete ich meine Augen wieder und blickte in ein bekanntes glänzendes Augenpaar.
Zufrieden bemerkte er, dass ich von dem Tanz berauscht war und ich nur mühsam in die Realität wieder fand. Er deutete wortlos auf eine Treppe, die weiter nach oben ins Gebäude führte und ich nickte zustimmend. Oben fanden wir eine kleine, gemütliche Sitzecke und machten uns dort bequem. Hier war es nicht so laut wie unten auf der Tanzfläche und man konnte sich halbwegs verständigen.
„Und? Wie fühlst du dich?“, fragte Samir, der dicht neben mir saß.
Ich war immer noch etwas benommen und murmelte nur: „Unglaublich...“
Erschöpft lehnte ich mich an seine Seite und atmete tief durch.
„Sieht so aus, als hätten wir was gefunden, was dich ordentlich ablenkt“, flüsterte er mir ins Ohr und ich bekam eine Gänsehaut trotz der Wärme.
Für einen Moment schloss ich meine Augen und ruhte mich aus. Ich fühlte mich etwas kraftlos und merkte erst jetzt, wie kräftezehrend tanzen sein konnte. Ein Blick auf meine Armbanduhr sagte mir, dass wir über eine Stunde auf der Tanzfläche waren. Komisch, ich hatte nicht mit bekommen, wie die Zeit verging.

Plötzlich spürte ich, wie sich Samir ruckartig aufsetzte. Verwirrt öffnete ich die Augen um zu sehen, was ihn dazu verleitet hatte. Steif saß er da und blickte starr in die untere Etage. Verwirrt folgte ich seinen Blick und meine Augen weiteten sich. Ein grauhaariger Mann stand abseits und beobachtete die Menschen um ihn herum. An sich nichts schlimmes, außer das er vom Alter her nicht hierher passte und ich ihn verdammt nochmal von irgendwoher kannte.
Aber... das war doch der Kerl, weswegen Samir bei unseren ersten Treffen schnell verschwand!

„Samir?“, fragte ich verwirrt aufgrund der Situation und da ich langsam ein ungutes Gefühl bekam. Schnell bekam ich seine Aufmerksamkeit und genauso schnell stand er auf und zerrte mich mit. „Samir?!“, fragte ich nun etwas lauter.
Mein Verdacht verhärtete sich langsam und mein Freund bestätigte dies.
„Ruhig, Marc. Du vermutest richtig. Der Mann dort unten ist ein Vampirjäger.
Normalerweise verschwinde ich immer, wenn einer von ihnen auftaucht, was wir auch jetzt machen. Marc, hör mir gut zu! Ich möchte, dass du vor mir her zum Hinterausgang und sofort zum Auto gehst. Hier sind die Schlüssel.“
Er drückte mir die Schlüssel in die Hand und schob mich hin zu der Treppe.
Langsam bekam ich Angst. „Und was ist mit dir?“
„Ich bin direkt hinter dir. Ich möchte nur verhindern das er dein Gesicht sieht und dich wo anders wieder erkennen könnte. Schnell jetzt!“
Er schob mich in die Menge und ich versuchte mich durch den vielen Leibern durch zu drängen. Ich hatte längst den Überblick verloren und wusste nicht, weder wo der Vampirjäger noch wo wir waren. Doch Samir schien genau zu wissen wohin, was mich etwas erleichterte.
Plötzlich spürte ich seine Hände nicht mehr und mein Blick suchte hastig nach ihm. Ich sah ihn nicht!

Im ersten Moment überlegte ich, nach Samir zu suchen, doch dann erinnerte ich mich an seine Worte. Ich hoffte wirklich, ihm passierte nichts und kommt mir wie versprochen zum Parkplatz nach. Entschlossen sah ich um mich und entdeckte den Hinterausgang nicht weit von mir entfernt.
Ich schritt schnell los und blickte immer wieder um mich, aber Samir tauchte nicht auf. Langsam wurde ich nervös und ich fing an leicht zu schwitzen.
Wo blieb er nur?
Ich sah noch einmal hinter mir, umfasste die Türklinge und trat hinaus in die kalte Nacht. Meine Jacke hatte ich ja im Eingangsbereich abgegeben, sodass ich als Ersatz meine Arme um meinem Körper schlang, aber dies half nicht viel.
Ich schloss die schwere Tür wieder und lehnte mich schwer atmend an sie.
Abgeschnitten von der Discomusik war es hier unnatürlich still. Es dröhnte in meinen Ohren.

Wo blieb Samir nur? Er hatte doch gesagt, dass er hinter mir bleibt. Vielleicht hatte er ja einen anderen Ausgang genommen und wartete auf mich.
Dieser Gedanke weckte mich aus meiner Starre und ging mit hastigen Schritten auf dem Parkplatz zu. Hinter dem Haus gab es keine Lichter und ich musste mir den Weg sozusagen entlang tasten und orientierte mich zusätzlich am schwachen Mondlicht. Zum Glück war der Parkplatz nicht weit und ich beschleunigte meine Schritte. Unbeabsichtigt stieß ich gegen eine Tonne, die laut scheppernd umfiel. Aufgrund des Kraches kniff ich die Augen zu und wurde völlig unvorbereitet überrumpelt.
Etwas prallte gegen mich und schleuderte mich auf dem Boden. Das alles ging so schnell, dass ich nicht zum schreien kam und es auch nicht konnte. Der Angreifer stürzte sich auf mich und legte mir sofort eine Hand auf Mund und Nase, sodass ich kein Ton rausbrachte. Ich versuchte mich zu wehren, aber er schien kräftig zu sein. Mit Leichtigkeit kniete er sich auf meine Beine und umklammerte mit der anderen Hand meine beiden Handgelenke. Ich bäumte mich auf, wollte ihn von mir runter werfen, doch er verstärkte sein Griff schmerzhaft und ich musste aufgeben. Ich dachte er würde mir gleich ein paar Knochen brechen.

Doch unerwartet kam ich frei. Eine weitere Gestalt tauchte auf, packte meinen Angreifer von hinten und schleuderte ihn fort. Es war Samir!
Ohne inne zuhalten, sprang Samir dem Unbekannten hinterher und schickte den Überraschten mit einem Tritt gegen den Kopf ins Traumland. Schlaff fiel der Körper zur Seite und blieb reglos liegen.
Ich hatte dies nur aus dem Augenwinkel beobachtet, da ich eigene Probleme hatte. Der erstickende Griff war zwar nur kurz gewesen, aber vorher wurde mir die gesamte Atemluft bei dem Sturz herausgepresst. Auf der Seite liegend führte ich mir hechelnd Sauerstoff zu und blinzelte die schwarzen Punkte vor meinen Augen weg.

„Marc?! Hat der Mistkerl dich verletzt?“
Samir ist neben mich getreten, nachdem er sich überzeugt hatte, dass der Angreifer wirklich bewusstlos war. Seine roten Augen blitzten gefährlich, doch auch besorgt auf. Mühsam richtete ich mich auf und Samir half mir, indem er mich auf die Füße stellte. „Nein, ich bin Okay. Nur etwas durch den Wind“, krächzte ich und pumpte immer noch nach dem köstlichen Sauerstoff.
Er zog mich an sich und stützte mich. So kamen wir bei seinem Auto an und ich ließ mich mit einem erleichternden Seufzen auf den Sitz sinken. Kurz darauf saß auch Samir auf der Fahrerseite und startete den Motor. Nicht mal Zeit zum aufwärmen ließ er dem Flitzer und wir befanden uns schon auf den Straßen.

Jetzt, nachdem es vorbei war, kam der Schock. Ich fing an, unkontrolliert zu zittern und meine Zähne klapperten aufeinander. Samir hielt in einer Seitenstraße, um mich dann auf seinen Schoß zu ziehen. Ich lehnte mich an seine Brust und schloss die Augen. Er drückte mich noch näher an ihn und strich mir beruhigend über den Rücken.
„War das der Vampirjäger?“, fragte ich mit heißere Stimme. Mein Gesicht hatte ich in seiner Halsbeuge versteckt. Seine Wärme und die sanften Berührungen ließen meine Atmung und den Puls langsamerer werden.
„Nein, das war ein anderer. Wie konnte ich nur so dumm sein, davon auszugehen, dass er wie immer kein weiteres Mitglied dabei hätte. Dir hätte sonst was passieren können!“
Erschrocken blickte ich auf. Seine Stimme klang so wütend und gleichzeitig bitter. Doch sah ich in seinen Augen keine Wut auf mich, sondern Wut auf sich selbst. „Du kannst doch nicht auf alles achten“, meinte ich nur.
Samir lachte trocken. „Marc, ich habe mir geschworen auf dich aufzupassen. Und schon jetzt hätte ich dich verlieren können.“
„Dann mache es nächstes Mal einfach besser. Aber bitte hör auf, dir Vorwürfe zu machen“, versuchte ich. Zu meinem Erstaunen ließ er es beruhen.
Er seufzte: „Vielleicht hast du recht. Obwohl ich stark hoffe, dass es kein nächstes mal gibt.“

Für einen kurzen Moment war Ruhe und ich genoss die Streicheleinheiten auf meinem Rücken.
„Woher wusstest du, dass sie Jäger sind?“, fragte ich.


8.Kapitel
Unerwartete Wendung

Geschafft lag ich in Samirs bequemen Bett auf der Seite. Statt mich zu meiner Wohnung zu fahren, fuhr er direkt zu seinem Haus, das er ja mit Lorca teilte. Sein Zimmer kam mir schwer bekannt vor. Lag wohl daran, dass ich letztens nach meiner Bewusstlosigkeit hier aufgewacht war. Samir lag mir gegenüber und ich versuchte ihn mit meinen Blick zu durchbohren. Ich hatte auf meine Frage immer noch keine Antwort bekommen.
Samirs Augen wurden ernst: „Ja, ich kenne ihn sehr gut.“ „Wen meinst du?“, fragte ich. Schließlich waren da zwei Vampirjäger gewesen. Vielleicht sogar mehr, wer wusste das schon?
„Den Älteren oder auch einfach nur Zoran genannt.“
„Zoran...“, murmelte ich gedankenverloren. Irgendwie passte der Name zu dem grauhaarigen aber doch kräftig wirkenden Mann. Samir nickte.
„Er ist der Anführer seiner kleinen Gruppe. Umfasst vielleicht 4 bis 5 Jäger. So genau weiß ich es nicht.“
„Warum weißt du das nicht?“ Samir seufzte. Es klang traurig.
„Ich kenn nur Zoran persönlich und Lorca auch. Lorca ist nicht gut auf ihn zu sprechen. Einen Hinweis hatte ich dir schon gestern gegeben.“
Kurz musste ich überlegen welchen Hinweis Samir meinte.
„Du meinst, wo ich sagte, er wäre ziemlich abweisend und du mir sagtest, der Grund wäre ein verloren gegangenes Wesen?“
Samir nickte. Seine Augen wirkten abwesend, als wäre in seiner Vergangenheit versunken. Er schien mit sich zu hapern.
Auf einmal erregte eine Bewegung an der Tür meine Aufmerksamkeit. Lorca stand mit verschränkten Armen an der offene Tür. Seine Gesichtszüge waren ausdruckslos, doch auch irgendwie gequält.
„Ich werde es ihm erzählen, Samir“, bestimmte er. Samir nickte, froh, dass er es nicht hinter dem Rücken seines Bruders tat.
Warum wollte er es mir dann erzählen, wenn er es auch nicht gleichzeitig gegen den Willen seines Bruder machen wollte? Denn offenbar betrifft es hauptsächlich Lorca. Was war schreckliches passiert?

„Marc.“
Ich schreckte auf und sah schnell zu Lorca, der mich angesprochen hatte. Er hatte einen undefinierten Gesichtsausdruck.
„Ich erzähl das nur, damit Samir dir nichts verheimlichen muss. Da für Vampire ‚Vertrauen’ der wichtigste Schatz im Leben darstellt, verstehe ich meinen Bruder und möchte kein Hindernis für ihn sein.“
Bei seinen Worten wurde mir warm und ich blickte Samir dankbar an.
Vertrauen... auch wieder nur ein Wort, aber ich verstand es gut. Er erwiderte den Blick, voller Zuneigung und Liebe. Ich beugte mich zu ihm und küsste ihn. Ich war überwältigt von seinem Vertrauen, dessen ich gar nicht bewusst war.
Lorca hatte ein seltsam zufriedenes Lächeln auf dem Lippen. Doch als ich genauer hinsah, war es weg. Wahrscheinlich hatte ich eine Sinnestäuschung.

„Zoran...“, murmelte Lorca und es war Wut heraus zu hören.
„Vor ein paar Jahren hatte ich ein wundervolles Mädchen kennen gelernt. Sie war voller Lebensfreude und ich liebte ihre reizende Art. Und sie liebte mich. Dies änderte sich nicht ,als ich ihr erzählte, was ich war. Im Gegenteil schien es die Liebe zwischen uns sogar gefestigt zu haben“, erzählte er.
„Aber dann musste dieser verdammte Jäger, Zoran, auftauchen.“ Seine Hände ballten sich zu Fäusten, seine Arme zitternden unter der Anspannung.
„Er stellte sie vor der Wahl: Leben oder Tod. Und um mich zu schützen wählte sie den Tod.“ Das Zittern wurde stärker. „Ich konnte nichts machen.“
Unvermittelt drehte Lorca sich um und verschwand aus dem Zimmer. Laut knallte die Tür zu und es war Totenstille. Nach ein paar Minuten wagte ich die Ruhe zu unterbrechen, aufgewühlt von der Geschichte.
Mein Blick wanderte von der geschlossene Tür hin zu meinem Freund. Samir sah seinem Bruder nicht nach, sondern auf dem Bett hinunter. Ein schmerzlicher Ausdruck in den Augen. Ich rückte näher an ihn heran, der Leidensdruck gefiel mir nicht. Auch hatte ich das Bedürfnis Lorca nach zu gehen, einfach bei ihm zu sein. Doch ich blieb, wo ich war. Woher kam dieses Gefühl?

„Was tat Zoran?“
Samir drückte mich an sich und grub sein Gesicht in meine Halsgrube. Seine Stimme klang dumpf, aber ich verstand jedes Wort.
„Zoran wusste es vielleicht nicht, doch er stellte sie wirklich vor eine Wahl. In seinem verdrehten Denken hielt er es nicht für möglich, dass man auch zu ‚Monstern’ halten konnte oder auch noch für sie kämpfte.“ Er seufzte.
„Lorca und Zoran trafen sich zufällig und es kam zu einem Kampf. Lorca gewann knapp und der Jäger lag blutend auf dem Boden. Mein Bruder wies ihn an, dass er ihn auch töten könnte, doch wäre er nicht so eine Bestie wie manche Vampirjäger. Dann ging er auf Lyra zu, die zufällig dabei war. Er hielt den Hinweis für klar genug und wollte mit ihr verschwinden. Doch weit kam er nicht. Wie hätte er auch ahnen können, das ein Mensch so hinterhältig sein konnte. Auch ich hatte sowas noch nie erlebt, noch glauben können.
Zoran zog eine Beretta, geladen mit Silberkugeln. Wollte ihn, feige wie er war, in den Rücken schießen. Lorca stand vor Lyra und wollte sie berühren. Bekam nichts von der tödlichen Gefahr mit. Doch Lyra sah, was geschah, und wusste gleichzeitig, dass sie Lorca niemals rechtzeitig warnen konnte. So tat sie das einzige, was ihr in diesem Moment einfiel. Sie fasste Lorca an den Armen und drehte sich mit ihm, mit aller Kraft. Als die Umdrehung zuende war, hörte Lorca den lauten Schuss und spürte wie das Mädchen zusammen zuckte.
Entsetzt musste mein Bruder zusehen, wie Lyra in seinen Armen starb. Er wusste, dass jede Hilfe zu spät war. Als es vorbei und er seiner Umgebung wieder bewusst wurde, war der Vampirjäger verschwunden. Ich vermute, er hatte keine weitere Kugel und wollte nicht weiter sein Leben auf Spiel setzen. So ein elender Feigling...“

Voller Unglaube hörte ich zu. Samirs Griff wurde in den letzten Sätze immer kräftiger, bis ich dann ein Keuchen nicht unterdrücken konnte.
Sofort wurde die Umklammerung weicher. Samir blickte mich schuldbewusst an, doch gleichzeitig bemerkte ich die aufgewühlte Emotionen unter der Oberfläche brodeln.
Warum berührte ihn das so stark? Er war doch nicht dabei gewesen, oder?
Samir erriet meine Gedanken.
„Marc, denk immer daran. Wir sind Vampire und Zwillinge. Was mein Bruder fühlt, das fühle ich auch. Unsere Verbindung ist sehr stark.“
„Ich verstehe.“ Ich hatte es wirklich vergessen, aber jetzt wurde es mir bewusst, was Zwillinge wirklich verband oder eher gesagt speziell diese beiden Brüder.
„Es tut mir Leid.“ Ich wünschte niemand müsste sowas durch machen. Ein solch sinnloser Mord und der Mörder kam ungeschoren davon! Kein Wunder, dass Lorca so kalt und abweisend war.
Samir schüttelte den Kopf. „Es ist Vergangenheit und Zeit kann Wunden heilen“, murmelte er.

Meine Gedanken kreisten in wilden Spiralen. Das war doch unglaublich. Und das sollten Menschen sein? Es klang eher nach grausamen, gedankenlosen Bestien mit einem kalten Herz. Ob die anderen Jäger bei Zoran auch so waren? Ich wusste nicht warum, doch als ich daran dachte, tauchte vor meinen Augen das Bild von Andrew auf. Warum kam er plötzlich in meinen Gedanken vor?

„Ich bring dich zu deiner Wohnung.“
Ohne dass ich bemerkt hatte, hatte Samir seinen Kopf gehoben und blickte von oben auf mich herab. Irritiert starrte ich ihn. Wie kam er jetzt darauf.
„Hä?“, war meine geistreiche Frage darauf. Und warum sah er mich mit so einem besorgten Ausdruck im Gesicht an?
Doch im nächsten Moment lächelte er wieder und umfasste vorsichtig mein Gesicht. Wie immer waren seine Lippen weich und nachgebend.
„Noch mal zum Mitschreiben, Marc. Ich fahr dich jetzt zu deiner Wohnung und du packst deine Sachen, weil du eine Weile hier bleibst. Es war zwar dunkel, aber ich kann mir nicht sicher sein, ob der Vampirjäger, der dich überfallen hatte, auf irgendeine Weise wieder erkennt. Dann wärst du in Gefahr und dies will ich nicht riskieren. Verstehst du?“
Erst wollte ich protestieren. Denn wie sollte ich mein Verbleib Rick erklären? Aber dann tat ich es doch nicht. Zum einen aufgrund der begründeten Gefahr und zum anderen... gefiel mir der Gedanke für eine Weile Tag und Nacht in seiner Nähe sein zu können. Trotzdem gab ich nicht so leicht nach.
„Wie lange, denkst du, soll ich hier bleiben?“
Samir machte ein nachdenkliches Gesicht. „Grob geschätzt mindestens zwei Wochen. Höchst vermutlich werden sie jede Nacht nach uns Ausschau halten. Nach ungefähr sieben Tagen werden sie vermuten, dass wir nicht mehr in der Stadt sind. Sie bleiben nie lange an einem Ort, wenn sie denken es erfolgreich von Vampiren befreit zu haben. Da die Zeitspanne von mir nur eine Vermutung ist, bleibst du mindestens vierzehn Tagen.“
Sein Blick wurde bittend, aber auch gleichzeitig auffordernd.
„Natürlich nur, wenn du auch zustimmst. Denn gegen deinen Willen möchte ich nicht entscheiden.“
Er hatte verdammt nochmal Recht. Natürlich werden die Jäger versuchen uns zu erwischen. Wer weiß, was sie sich in ihrer verdrehten Denkweise einbildeten?
Bestimmt nicht, dass ich freiwillig mit einem Vampir unterwegs war.
„Nun gut, dann sollten wir langsam los. Und ich hoffe, du weißt, dass du mich die ganzen Tage an der Backe hast“, meinte ich scherzend.
„Es könnte mir nichts besseres passieren.“ Es schien, als wäre er von einer schweren Last befreit wurden.

Während der Fahrt im Auto, musste ich an Lorca denken. Ich hatte ihn seit seinem emotionalen Ausbruch nicht gesehen. Vielleicht war er auch gar nicht mehr im Haus. Ich machte mir Sorgen um ihn. Hoffentlich steigerte er sich nicht zu sehr in seine Vergangenheit. Das von vorhin schien alte Wunden aufgerissen zu haben. Warum nochmal machte ich mir so viele Gedanken und Sorgen?
Ich merkte, wie das Auto langsamerer wurde und erblickte meine Wohnung.
War ich der ganzen Fahrstrecke psychisch abwesend gewesen, dass ich es nicht mitbekam? Auch Samir sah etwas überrascht um sich.
War auch er in einer anderen Welt gewesen? Aber er war doch der Fahrer!
Als hätte er meine Gedanken erraten, legte er eine Hand auf meine Schulter.
„Keine Angst. Selbst wenn wir von der Fahrbahn abgekommen wären hätte ich schnell reagieren“, grinste er mich frech an.
„Ja, klar“, meinte ich ironisch, bevor er mich aus dem Auto schob, nachdem er neben der Bordsteinkante hielt. Ich sah ihn etwas verwirrt, weil er keine Anstalten machte auszusteigen.
„Willst du im Auto sitzen bleiben?“
„Nein, ich muss noch schnell wohin. Meinem Chef Bescheid sagen, dass ich Urlaub nehme. Er meinte sowieso letztens, dass es überfällig wird. Pack du nur deine Sachen und was du sonst noch brauchst. Ich werde dann in einer halben Stunde vor deiner Haustür stehen.“
„Okay, ich werde mich beeilen.“
Ich schlug die Tür zu und wartete bis Samir hinter der nächsten Kurve verschwand.

Ich atmete tief die eiskalte Luft ein. Die Straße lag im Dunkeln, sowie auch die Lichter in den Häusern erloschen waren. Kein Wunder, da es langsam auf 2 Uhr nachts zuging. Ich hörte ein näher kommendes Brummen, höchstwahrscheinlich ein Fahrzeug.
Etwas in mir, die Instinkte, raten mir ein Versteck zu suchen. Ohne das ‚Warum’ beantworten zu können, stellte ich mich hinter eine große Tonne. Jetzt konnte man mich von der Straße aus und zusätzlich im Dunkeln nicht sehen.
Scheinwerfer beleuchten nun die Straße vor mir und ein schweres, schwarzes Auto fuhr mit geringer Geschwindigkeit an mein Versteck vorbei. Direkt vor meiner Tonne wurde noch einmal an Geschwindigkeit abgenommen und mein Atem stockte. Doch, wer auch immer in dem dunklen Wagen saß, hielte nicht.
Warum auch? Es war unmöglich, dass sie mich entdeckt hätten.
Plötzlich gaben die Unbekannten Gas und rasten um die nächste Häuserecke.

Als der Wagen verschwand, setzte wieder mein Verstand ein. Behutsam normalisierte sich meine Atmung und ich schüttelte über mich selbst den Kopf.
Warum hatte ich mich verborgen? Dies war doch nur ein Fahrzeug. Und aufgrund des Fahrstils möglicherweise gesteuert von ein paar Betrunkene.
Wütend auf mich, stolperte ich ins Mietshaus und schloss meine Wohnungstür auf. Ohne Licht zu machen, ging ich durch die Zimmer, bis ich mein Schlafzimmer erreichte. Unter dem Bett zog ich einen großen Koffer hervor und begann wahllos Sachen hinein zu werfen. Es dauerte keine 10 Minuten bis ich das nötigste hatte und mich erschöpft auf dem Boden setzte, da mein Gepäck auf dem Bett lag.
Müde schloss ich für einen Moment die Augenlider und lehnte mich ans Bett. Beinahe wäre ich eingeschlafen, hätte ein aufsehenerregendes Geräusch mich nicht aus der wohltuende Müdigkeit gerissen.
Schritte...

Gespannt legte ich meinen Kopf auf eine Seite und horchte angestrengt.
Schritten waren eigentlich nicht ungewöhnlich, aber dass sie in meiner Wohnung erklangen, beunruhigte mich.
Leise stand ich auf und bewegte mich zu der angelehnten Tür. Das Geräusch war verstummt, doch an eine Einbildung wollte ich nicht glauben.
Nervös wurde mir bewusst, dass das Zimmer, wo ich mich befand als einziges erhellt war. Schneller als ich denken konnte, hatten meine Finger den Lichtschalter gefunden und drückten ihn.
Finsternis umhüllte mich und ich stand reglos an der Tür.
Was sollte ich jetzt tun? War da wirklich ein Eindringling? Wie lange verdammt nochmal brauchte Samir noch?
Ein Klirren ließ mich erschrocken zusammen zucken. Es kam aus der Küche.
Ich musste sofort von hier verschwinden!
Aufs Äußerste gespannt, öffnete ich die Tür in Zeitlupe. Wollte ein verräterisches Quietschen verhindern, was mein Standort verraten hätte. Doch vielleicht wusste der Unbekannte es schön längst. Hatte er vorher das Licht gesehen? Nein, sonst wäre er hier und nicht in der Küche.

Lautlos trat ich auf dem Flur. Die Geräusche waren verstummt und die Stille lag wie ein erstickendes Tuch auf mir.
Ich wusste nicht, ob der Eindringling noch in der Küche oder woanders rum geisterte. Ich spürte, wie die Angst mir die Kehle zu schnürte.
Mit lautlosen Schritte bewegte ich mich auf die Wohnungstür zu.
Plötzlich hörte ich ein Rascheln vor mir.
Mit angehaltenen Atem presste ich mich an die Wand und versuchte mich so schmal wie möglich zu machen. Irgendjemand schlich vor mir den Flur entlang und zwar auf mich zu.
Und dieser war wirklich fast lautlos, doch die Aufregung schärfte meine Sinne enorm. Fieberhaft tastete ich nach einem schweren Gegenstand. Ich ergriff etwas, eine Vase.
Ohne nachzudenken, holte ich mit dem schweren Ding aus und schlug zu.
Ich hörte ein schmerzhaftes Stöhnen, als ich traf und wie ein Körper zu Boden stürzte. Die Stimme kam mir bekannt vor. Egal, ich durfte die Chance nicht vorbei ziehen lassen. Ich stieg über die Person und strauchelte, als eine kräftige Hand mich Knöchel packte. Mit einem heftigen Ruck befreite ich mich und schaffte es irgendwie nicht zu fallen. Das Herz klopfte mir bis zum Hals.
Ich rannte zu der aufgebrochenen Wohnungstür und wollte sofort das Mietshaus verlassen. Doch etwas krachte völlig unerwartet in mich und schleuderte mich mit Wucht gegen die Wand neben der Tür. Ich keuchte vor Schmerzen und sank unwillkürlich zusammen. Im ersten Moment der Kräfte beraubt.

„Hallo, Marc. Schön, dich kennen zu lernen“, sprach eine Stimme, die mir völlig fremd war. Sie waren zu zweit gewesen!
Jemand hockte sich vor mich hin und tastete nach meinem Hals. Ich versuchte mich zu wehren, war aber noch immer von dem Aufprall mit der harten Wand benommen, sodass ich nur eine ungenaue Armbewegung zustande bekam. Finger fanden eine bestimmte Stelle im Halsbereich und drückten zu.
Im nächsten Moment sah ich schwarze Punkte vor meinen Augen, die immer größer wurden und dann alles verschlangen.
Bewusstlos sackte ich zusammen.