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23

Catching Santa Claus [Ira]

Türchen 23

Schon wieder gähnend kämpfte sich Tobias in seine Hose. Er war es nicht gewohnt, nachmittags zu schlafen. Aber Santa hatte Recht, sie mussten fit sein, wenn sie die ganze Nacht unterwegs waren, um die Geschenke die sie gestern Mittag und heute Morgen noch in ihren Säcken auf den Schlitten gepackt hatten, zu verteilen.

Der Muskelkater beim zweiten Mal war dann nicht mehr ganz so schlimm gewesen und sein Schatz hatte seine Massagetechnik verbessern können.

Draußen wurde es jetzt langsam dunkel, weswegen der Wecker die beiden Schlafmützen geweckt hatte und sie sich nun anzogen, weil sie los mussten. Sonst würden sie das Zeitlich nicht schaffen.

Nachdem Tobias mit dich anziehen fertig war und dann nur noch Schuhe, Jacke sowie Mütze und Schal dazukommen würde, stahl er sich einen Kuss von seinem Freund und wartete dann, damit sie los konnten.

*

Niklas hatte sich auch dicke Sachen angezogen. Er würde ja den Weihnachtsmannanzug nicht tragen, da sein Vater diese Position die nächsten Jahre ja noch behalten würde. Lächelnd erwiderte er den Kuss und schnappte sich dann Tobis Hand. "Morgen kannst du dann wach bleiben. Dad und ich fliegen ja alleine", erinnerte Niklas und ging mit seinem Freund die Treppe runter, wo sie sich in Mantel, dicke Stiefle, Schal und Handschuhe hüllten, bevor Niklas sich noch mal in der Küche bei allen Geschwistern und seiner Mutter verabschiedete.

Santa war schon bei den Rentieren und so gingen sie kurz darauf auch schon zum Stall rüber, wo Santa in voller Weihnachtsmannmontur bereits auf sie wartete. "Hallo ihr zwei. Die Rentiere warten schon, dass die endlich vorgespannt werden!"

*

Auch Tobi verabschiedete sich brav, wie es sich gehörte und konnte es im Stall nicht lassen, mal kurz nach Yuki zu sehen, nachdem er dem Weihnachtsmann grüßend zugenickt hatte.

Aber der kleine Mann schlief selig vor sich hin, war bestimmt ein anstrengender Tag für so ein kleines Tier gewesen. Also streichelte er nur kurz Yrene über den Hals, bevor er wieder zu seinem Freund und dessen Vater eilte, weil sie nicht allzu viel Zeit vertrödeln konnte.

Na ja, jetzt mussten ihm wohl Vater und Sohn helfen, weil er noch die ein Tier vor einen Schlitten gespannt hatte. Kein Pferd und schon gar kein Rentier.

*

Niklas unterhielt sich gerade mit seinem Vater, als Tobi wieder zu ihnen stieß. "Okay, wir haben jetzt die Reihenfolge der Tiere bestimmt. Du kannst helfen, indem du eine Box nach der anderen öffnest. Du erkennst die Zugtiere an den Sternen auf der Stalltür, das hatte ich dir ja schon mal erklärt", erinnerte Niklas. "Die Rentiere kommen dann von selbst zu uns."

Damit hatte Tobias seine Aufgabe erhalten und Niklas und Santa gingen zu dem riesigen Schlitten, der seit gestern im Hof stand. Immerhin hatten sie darauf die Geschenke laden müssen.

*

Der Braunhaarige nickte und lief dann an den Boxen entlang und wann immer er einen Stern an der Tür sah, dann öffnete er diese auch und ließ so die Rentiere frei, die auch gleich aus dem Stall liefen.

Nachdem acht Stück an ihm vorbeigelaufen waren, folgte er ebenso nach draußen und beobachtete seinen Freund und Santa, wie sie die Tiere einspannten.

*

Ein Tier nach dem anderen spannten Santa und Niklas vor den Schlitten. Sie kannten die Namen und die speziellen Eigenschaften der Rentiere und konnten sie so genau an die entsprechende und vor allem praktischste Position setzen.

Es dauerte schon einige Minuten bis alle Rentiere standen und entsprechend am Schlitten und am Vorder- und Hinterrentier befestigt waren. Dann nickte Niklas seinem Freund zu, der sich mittlerweile zu ihnen gesellt hatte, und lächelte ihn zärtlich an. "Dann kann es ja jetzt losgehen!"

*

Neugierig und genau beobachtete der Braunhaarige alle Handgriffe und versuchte sie sich zu merken. Immerhin wollte er seinem Freund ja mal helfen, wenn der Weihnachtsmann wurde.

Tobias ließ seinen Freund und den Weihnachtsmann zuerst auf den Schlitten klettern, weil er auch gar nicht wusste, wo er sich hinsetzen konnte, ohne dass er im Weg war oder dann störte.

Erst als die beiden saßen, setzte er sich neben Niklas und kuschelte sich an den Blonden und unter eine Decke.

*

Lächelnd legte Niklas den Arm um Tobias und zog die Decke fester um sie beide, küsste ihn auf die Lippen. "Halt dich gut fest! Wir fliegen jetzt schneller als zu deinen Eltern", warnte er vor und dann gab Santa schon den Befehl zum losgehen, trieb die Rentiere an bis sie ein entsprechendes Tempo hatten und dann hoben sie ab.

*

Der Wuschelkopf erwiderte den Kuss und hielt sich dann doch lieber fest. Wenn der Tipp von Niklas kam, würde er schon richtig sein. Außerdem wollte er nicht noch einmal im Schnee laden und da waren sie ja nicht gerade schnell geflogen.

Eine Weile flogen sie über das dunkle Land, Tobias konnte gar nicht sagen wie lange es wirklich war oder in welche Richtung es ging, bis sie vereinzelt Lichter sahen.

*

"So dann fangen wir mal an", meinte Santa und blickte Tobias aufmunternd an. Zart löste sich Niklas von seinem Freund, der sie auch an seinem Arm festgehalten hatte. "Du musst dich jetzt mal am Schlitten festhalten. Und pass auf die Decke auf!", mahnte Niklas und erhob sich dann zusammen mit seinem Vater, lehnte sich in den hinteren Teil des Schlittens, wo mehrere große Säcke befestigt waren. Niklas zückte den Sack mit Elfenstaub und sein Vater band den ersten Geschenkesack auf, holte ein Geschenk daraus hervor und Niklas tat etwas Elfenstaub darüber, bevor Santa es einfach fallen ließ und das Geschenk dann ganz sanft und vorsichtig nach unten in den Kamin flog.

So machten sie es auch mit den anderen Geschenken und bald schon war der Sack leer. Wieder setzten sie sich hin und Niklas kuschelte sich unter die Decke. "Jetzt geht's zum nächsten Ort!"

*

Tobi beobachtete alles, ohne sich irgendwie in Gefahr zu bringen. Er war halt neugierig und wollte alles genau wissen, für später. Wenn Niklas dann der Weihnachtsmann wurde und solange sie noch keine Kinder hatten, würde er ihm helfen. Zu weit ging es nämlich schneller, was ja wichtig war, denn es wurden ja immer mehr Kinder, die etwas wollten.

Nachdem sie hier fertig waren, kuschelte sich der Braunhaarige wieder an seinen Liebsten und weiter ging.

An jedem Ort lief es gleich wie am ersten. Die Geschenke wurden mit dem Elfenstaub bestreut und dann fanden sie von selbst sicher den Weg durch den Kamin unter den Weihnachtsbaum.

}|{

Zur selben Zeit war der Schlitten schon seit vier Stunden unterwegs, der Tobias Eltern und Freund holen sollte. Uli und Gabi würden zu Tobias Eltern fahren und dann eine Stunde nachdem die Rentiere gelandet waren, wieder zurück fliegen. Damit sie rechtzeitig vor Tobias wieder da war und der seine Überraschung nicht schon davor sah.

Stumm betete der Dunkelhaarige, dass alles gut ging.

*

Derzeit wanderte Leonie in der Schweiz auf und ab. Sie hatte bereits ihre Koffer gepackt und Stefan ebenso, doch der saß gemütlich in seinem Sessel und wartete auf die Ankunft von Gabi und Uli. Sie waren ganz schön erstaunt gewesen, als plötzlich ein Brief von Michel, Niks Bruder bei ihnen per Eulen eingetroffen waren. Kurz darauf hatte Gabi angerufen und ihnen erzählt, dass auch sie und Uli eine Eule erhalten hatten.

Sie hatten sich ausgemacht sich hier bei ihnen zu treffen und Michel dann geantwortet. Der hatte zugesichert einen Schlitten um acht bei ihnen eintreffen zu lassen und genau auf diesen wartete Leonie jetzt aufgeregt. Ebenso wie auch auf Gabi und Uli, die aber wohl gleich eintreffen würden.

*

"Schatz, jetzt setzt dich doch hin. Von deinem Herumgelaufe geht das auch nicht schneller. Weder der Schlitten kommt schneller, noch Gabi und Uli. Gedulde dich einfach noch ein wenig", meinte Stefan ruhig und trank seinen Tee.

Seine Frau war einfach gerade so aufgeregt, weil sie ihren Sohn wieder sah und dem Weihnachtsmann begegnen würde. Auch wenn sie eigentlich schon lange nicht mehr daran glaubte.

Leoni setzte sich endlich auf das Sofa und nahm sich eines der Plätzchen, um es zu essen. So als Nervennahrung.

Aber als fünf Minuten später die Klingel ging, hielt die Hausfrau nichts mehr. Sofort sprang sie auf und rannte zur Tür. Freudig begrüßte sie Tobias Freunde mit einer Umarmung und fragte gleich mal, ob die beiden draußen einen Schlitten gesehen hatten.

*

Gabi lachte leise, kannte sie Tobis Mutter doch schon seit Jahren und wusste auch wie aufgeregt Leoni immer war, wenn etwas anstand. "Es tut mir Leid aber nein, wir haben keinen Schlitten gesehen. Es ist ja auch noch nicht acht Uhr. Noch zehn Minuten... ." Gemeinsam mit Uli betrat Gabi das Haus der Walts und setzte ihre Tasche neben dem Eingang ab. "Hallo erst mal."

*

Leoni wurde unweigerlich rot. Es war ihr doch etwas peinlich, wie sie sich benahm. Aber sie konnte nicht anders, sie wollte doch wissen, wie die Sache mit Tobias verschwinden ausgegangen war, denn bisher hatten sie weder von ihrem Sohn noch von Niklas etwas gehört.

Leise seufzte die 43-Jährige auf und führte die beiden jungen Leute ins Wohnzimmer, wo sie Stefan begrüßte. Nach seiner Meinung verging die Zeit viel zu langsam, aber Stefan wusste sich zu beherrschen und es nicht unbedingt zu zeigen.

"Ich hab deine Frau noch nie so aufgeregt gesehen", erklärte Uli und setzte sich einfach, weil er nicht wusste, wie pünktlich die Rentiere waren.

*

"Ich dafür schon sehr oft", lächelte Stefan und Leoni schnappte nach Luft, setzte sich dann endlich aufs Sofa, wobei Gabi ihr nach kurzer Zeit Gesellschaft leistete. "Es ist schön, dass ihr gekommen seid", begann Leoni, "Immerhin habt ihr ja eigene Familien und könntet auch dort das Weihnachtsfest verbringen."

*

"Schon", begann Uli und schenkte sich dann selbst eine Tasse Tee ein, weil ja genug auf dem Tisch stand. "Aber ich verbringe mit dem Kleinen auch gerne seinen Geburtstag und meine Eltern sind dieses Weihnachten gar nicht da. Die sind irgendwo auf den Malediven unterwegs. Sie wollten warme Weihnachten und ich bin ja schon alt genug, so ihre Begründung."

Uli machte das nichts aus, er hatte schon Anfang Dezember, als er das gehört hatte beschlossen, eben mit seinem besten Freund zu feiern. Und wenn der am Nordpol feierte, dann würde er eben dorthin gehen.

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"Und meinen Eltern habe ich eben einfach abgesagt, weil man ja nicht alle Tage dem Weihnachtsmann begegnet. Natürlich habe ich ihnen das nicht gesagt, sondern einfach gemeint, dass ich mit Freunden feiern will und sie dann später zu einer nachträglichen Feier besuche!", erklärte nun auch Gabi und lauschte dann, als draußen Hufgetrappel zu hören war. "Ist das der Schlitten??"

*

Auch Stefan hörte das Hufgetrappel, sprang allerdings nicht wie seine Frau auf und rannte zum Fenster, sondernd stand langsam auf und lief in den Flur, um sich fertig zu machen. Er hatte, genauso wie seine Frau die dicksten Sachen herausgesucht die er hatte finden können.

Gerade als er seine Frau holen wollte, wurde sie schon von Uli und Gabi hergeschleppt, weil sie einfach nicht vom Fenster hatte wegwollen. Manchmal verstand er seine Frau einfach nicht.

Während sich Leoni also fertig machte, überschlug er im Kopf, ob sie auch alles hatten. Als alles so weit war, griff sich jeder seine Tasche und geschlossen verließen sie das Haus. Sie wollten ihre Sachen schon einmal auf den Schlitten stellen und sich die Rentiere anschauen.

*

Gemeinsam gingen sie zu dem großen Viererschlitten, vor dem vier Rentiere gespannt waren. Er war leer, bis auf ein paar Decken, die sie unter dem Sitz fanden, sowie eine Nachricht von Michel, dass sie sich warm- und festhalten sollten.

Doch wie sie es vorher schon abgemacht hatten würden sie den Rentieren etwas Zeit zum Verschnaufen lassen. Und somit stellen sie erst mal ihre Taschen unter die Sitze und Stefan ging danach wieder ins Haus, um vier Eimer mit Wasser zu füllen und diese vor die Rentiere zu stellen.

*

Gabi und Leoni waren von den Tieren hin und weg und näherten sich ihnen langsam, um sie ein wenig zu streicheln. Man sah eben nicht jeden Tag vier lebendige Rentiere von so nahem.

Uli hingegen besah sich lieber den Schlitten genauer, weil er doch skeptisch war, dass der Schlitten sie alle vier tragen konnte. Stefan vergewisserte sich lieber, dass ihre Sachen auch gut verstaut waren. Nicht das sie nachher noch vom Schlitten fielen.

So verging die Stunde auch ziemlich schnell und nachdem Stefan die Eimer wieder ins Haus gebracht hatte und das Licht gelöscht sowie abgeschlossen war, bestiegen die vier Erwachsenen den Schlitten.

Wie Michael es ihnen geschrieben hatte, hielten sie sich gut fest und Stefan nahm die Zügel in die Hand. Auch wenn die Tiere wohl nicht auf ihn hören würden, gab es ihm doch ein klein wenig Sicherheit.

*

Die Rentiere bemerkten, dass ihre Gäste nun im Schlitten saßen und nahmen einen kurzen Anlauf, bevor sie abhoben und auf den Nordpol zuhielten... .



Braune Blätter [Chaotizitaet]

23 – Joshua



Der Drache sah uns eine Weile schweigend an. „Als Kind der Ersten, Sohn der Götter, wie man mich auch nennt, habe ich die Fähigkeit, das Metall, aus dem einst der magische Kessel geschmiedet wurde, neu zu formen. Ich kann und werde die Bruchstücke zu einem Siegel formen, das ich sodann über die ganze Anderswelt ausdehne. Dabei wird das Metall so dünn werden, dass es mit bloßem Auge nicht mehr sichtbar ist. Doch die Struktur wird die gleiche sein, wie beim ursprünglichen Kessel.“

„Quasikristallin“, hauchte ich, doch der Drache tat als habe er mich nicht gehört.

„Allerdings brauche ich eure Hilfe.“ Und er sah uns direkt an. „Ihr seid diejenigen, die dafür sorgen könnt, dass die Wurzeln sich zurückziehen, während ich das Siegel spanne. Denn nur so bleiben eure Bäume unverletzt. Das Metall ist giftig für Paradiesbäume, wie ihr gesehen habt, daher würden die Bäume absterben, sollten die Wurzeln im Siegel gefangen werden.“

Wächter und Scouts blickten einander an. Ich schluckte. Wir würden dafür mit den Bäumen reden müssen... mit den Bäumen zu reden hieß aber unseren Tod besiegeln.

Gewiss, es war nicht das erste Mal, dass ich mich selbst mit der Frage konfrontierte, ob ich bereit war, für die Welt gegebenenfalls mein Leben zu opfern. Und wie zuvor, wusste ich, dass die Antwort nur ‚Ja’ lauten konnte. Aber zugleich sträubte sich in mir alles. Ich wollte nicht sterben. Ich wollte leben! Gab es wirklich keinen anderen Ausweg? Verzweiflung machte sich in mir breit.

„Dann... sollte ich mich besser von dir verabschieden“, sagte Josh da und trat auf Nisien zu. Er hob seine Hand und strich dem anderen damit über die Wange. „War schön gewesen, dich kennen zu lernen. Schön, durch dich zu erkennen, dass Cal nicht der einzige für mich sein muss.“ Ein kleines, reumütiges Lächeln schlich sich über seine Züge.

Die Endgültigkeit, mit der Josh dies sagte, beendete den Zweifel in uns anderen. Denn wenn Josh, der vielleicht am meisten zu verlieren hatte, der in den letzten Wochen – so schlimm sie auch gewesen waren – erst zu leben gelernt hatte, bereit war, mit den Bäumen zu sprechen und damit sein Ende in Kauf zu nehmen, dann konnten wir nicht länger zögern.

Ich griff nach Calebs Hand und drückte sie.

Cal hingegen stand verloren da.

„Was wird aus den braunen Blättern?“, fragte Josh da und wandte sich an den Drachen. „Wenn wir nicht mehr sind – und ich bezweifle, dass die Bäume hiervon etwas ahnten und die Keimlinge unserer Nachfolger schon existieren – wird es fünf Jahre dauern, ehe es neue Wächter und Scouts gibt, die in der Lage sind, die notwendigen Rituale durchzuführen.“

Wir blickten stumm zu den vielen braunen Blättern, die uns umgaben. Ich sah Conrad, Nathalie, Khristov und all die anderen. Wenn wir starben, gab es die nächsten fünf Jahre keine Möglichkeit für sie, zurückzukehren. Würden ihre Körper so lange am Leben erhalten werden?

Ein glucksendes Lachen begegnete uns. „Sehr tapfer von euch, dass ihr euch für die Welt opfern wollt. Aber ihr scheint einen wichtigen Aspekt dieses Ortes vergessen zu haben: Wir sind hier in der Anderswelt. Und wenn man einmal von dem Gift der Wurzeln eurer Paradiesbäume absieht, dann sind hier alle unsterblich. Das Gift aber werden wir mit dem Siegel vertreiben. Jedoch...“ Er hob eine seiner mächtigen Pranken, um dem Freudentaumel, in den wir spontan auszubrechen drohten, Einhalt zu gebieten. „Ohne ein Opfer geht es nicht. Deswegen ist eure Besorgnis um die braunen Blätter durchaus angebracht. Denn die Paradiesbäume werden sehr wohl versuchen, euch zu töten. Einzig die Kraft dieses Ortes wird euch am Leben halten. Aber die Bäume werden euch der Fähigkeiten, über die ihr als Wächter und Scouts verfügt, berauben. Ihr werdet also nicht mehr in der Lage sein, die Rituale durchzuführen.“

Das war ein herber Schlag! Erst sich dafür entscheiden zu müssen, in den Tod zu gehen, dann zu erfahren, dass man leben würde, aber irgendwie seines halben Lebensinhalts beraubt wäre, kam mir reichlich unfair vor. Doch rasch unterdrückte ich diesen egoistischen Impuls. Hier ging es immerhin um die Welt. Und war ich nicht eben noch bereit gewesen, dafür mein Leben zu geben? Also bedeutend mehr als bloß einen Teil meines Lebensinhalts? Was machte es da schon, dass ich nicht mehr Wächter wäre? Caleb wäre am Leben, Josh und Cal ebenso, ich hätte immer noch das Twice. Wobei, wäre es noch mein Twice? Oder wäre es Joshs Twice? Wie würde es werden, wenn die Bäume uns nicht mehr voneinander trennten? Oder würde die Trennung weiterhin bestehen? Dann aber traf mich die Erkenntnis, dass ich bei diesen Fragen die wichtigste bislang ignoriert hatte: Wie sollten die braunen Blätter zurückkehren, wenn wir nicht mehr in der Lage wären, sie zurück zu schicken?

„Leider weiß ich keine Antwort auf diese Frage“, gestand Mabinogi.

Erst da stellte ich fest, dass ich den letzten Gedanken wohl laut ausgesprochen hatte.

„Fakt ist doch aber, dass wenn ihr dieses Siegel nischt spannt und die Wurzeln weiter’in hier die Luft vergiften, dann geht die Welt unter“, mischte sich jetzt Nathalie ein. „Und dann ist es egal, ob wir braune Blätter sind und bleiben oder nischt. Was sind schon ein paar braune Blätter gegen die ganze Welt.“ Etwas leiser setzte sie nach: „Ist ja nischt so, als würde misch jemand zu ’ause vermissen.“



Es hatte lange gedauert, ehe mir Nathalie erzählt hatte, warum sie keinen Wert auf eine baldige Rückkehr legte. Und ehrlich, ich konnte sie verstehen. Sie war der lebende Beweis dafür, dass die Gesellschaft einen mit immer neuen Abgründen überraschen konnte. So war ihre kleine Schwester zugleich ihre Nichte, und weil ihr Bruder und ihre Mutter unbedingt darauf bestanden hatten, ihr gemeinsames Liebesglück auszuleben, indem ihr Bruder leugnete das Kind seiner Mutter zu sein und die Rolle des Lebensgefährten übernahm, hatten sie Nathalie, die als seine Schwester und Tochter ihrer Mutter einfach zu viele Familienähnlichkeiten aufwies, zum Großvater abgeschoben. Doch statt eines idyllischen Landlebens mit alten, stets sich wiederholenden Geschichten aus Opas Jugend, erwartete Nathalie ein Hugh Hefner Verschnitt, sofern das in der Abgeschiedenheit der Normandie möglich war. Ständig war er von neuen jungen Frauen umgeben, und nicht selten wurde Nathalie von den männlichen Gästen mit einem dieser ‚Bunnys’ verwechselt. Den einzigen Trost hatte sie im Kirchenchor gefunden, auch wenn sie sich deswegen jeden Tag neuerlichen, höhnischen Bemerkungen von ihrem Großvater aussetzen musste.



„Du weißt schon, dass wir hier von ein paar hundert braunen Blättern reden?“, meinte Cal mit hochgezogenen Augenbrauen.

„Du weißt schon, dass wir ’ier möglischerweise von ein paar Milliarden braunen Blättern reden?“, konterte Nathalie. „Die letztlisch keiner mehr zurückschicken kann, weil es weder die Anderswelt noch unsere Welt mehr gibt?“

„Aber du kannst nicht für alle sprechen, Nathalie“, mischte ich mich ein. „Du magst ja bereit sein, dich zu opfern, aber die anderen?“

„’aben wir denn wirklisch die Wahl?“ So leicht ließ sie sich nicht einschüchtern. „Ihr wart doch auch bereit, euer Leben zu geben, damit diese Erde sisch weiter um die eigene Achse der’en kann!“

„Wir hatten aber auch schon länger Zeit, uns mit dem Gedanken anzufreunden“, mischte sich nun auch Caleb ein.

„Versteht ihr denn nischt?“, fuhr sie uns an. „Selbst wenn ihr alle braunen Blätter heute noch zurückschicktet... es würde nischts daran ändern, dass wir dem Untergang geweiht wären. Vielleischt nischt ’eute, vielleischt nischt morgen, aber spätestens dann, wenn die Wurzeln die Anderswelt zerstört ’aben oder das Siegel die Bäume zum Absterben gebracht ’at. Ob frü’er oder später, macht kaum einen Unterschied. Dann doch lieber aus freien Stücken, anstatt mit den Schuldgefühlen leben zu müssen, dass wir vielleischt den Weltuntergang ’ätten ver’indern können!“

Ich wollte schon erwidern, dass diejenigen, die nach dem Verlust unserer Kräfte zu braunen Blättern wurde, diese Wahl nicht hätten. Dann aber wurde mir bewusst, dass diese Seelen so oder so keine Wahl hatten. Entweder sie gingen zugrunde, weil niemand ihnen zurück in ihre Ebene helfen konnte, oder sie gingen zugrunde, weil die ganze Welt aufhörte zu existieren.

„Also dann...“, sagte Cal entschlossen.

Mabinogi nickte zustimmend. Schließlich ging es hier auch um sein Überleben.

Der Drache hob beide Schwingen und auf dieses Zeichen hin erhoben sich alle Vögel, die zuvor auf dem Boden, in den Sträuchern und Ästen der Bäume zur Ruhe gekommen waren, um die verstreuten Teile des magischen Kessels vor dem Drachen auf einen Haufen zu sammeln.

Alsdann wandte er sich an uns. „Steigt auf meinen Rücken, ich werde euch zu den Wurzeln empor tragen.“

Ich sah an dem riesigen Koloss von Drachen empor. Dort hinauf, auf den Rücken sollte ich? Wo war denn da die Leiter?

Den anderen schienen ähnliche Gedanken durch den Kopf zu gehen, jedenfalls machte keiner von uns Anstalten als erster den Drachen zu erklimmen.

Doch gleich darauf waren alle Gedanken ad absurdum geführt, als wir uns in die Luft katapultiert fanden. Mabinogi hatte uns die Entscheidung, wie wir auf seinen Rücken gelangen sollten, abgenommen, indem er uns einfach mit einer der riesigen, ledernen Schwingen empor geworfen hatte. Mit einer Präzision, wie sie wohl nur ein uralter, mächtiger Drache, Kind der Götter haben konnte, landeten wir tatsächlich unbeschadet auf dem Rücken Mabinogis. Wir hatten kaum Zeit, uns wieder zu fangen und zu versuchen, uns an den ledrigen Schuppen festzukrallen, als der riesige Körper sich auch schon in die Luft erhob.

Trotz seiner Größe, flog der Drache erstaunlich ruhig und beinahe schon graziös. Leider hatten wir keine Gelegenheit diese Erfahrung auch nur im Ansatz zu genießen. All zu bald prangten dicht über unseren Köpfen die Wurzeln der Paradiesbäume in dichtem Gewirr. Es wurde ernst.

Ich schloss die Augen und atmete noch einmal tief durch, versuchte, meinen eigenen Herzschlag zu ignorieren – was angesichts der Tatsache, dass es im Akkord schlug alles andere als einfach war, um nicht zu sagen unmöglich –, um das vertraute Pochen des Baums des Lebens zu fühlen und die richtigen Wurzeln zu berühren.



Und dann war irgendwie alles ganz einfach. Meine Hand schien ein Eigenleben zu entwickeln und als ich die Augen öffnete, berührten meine Finger glatte Fasern. Doch das Faszinierendste war, dass es weder schmerzte noch brannte, dem Baum die Kommunikation aufzuzwingen. Es schien als habe der Baum darauf gewartet, mit uns zu sprechen. Als sehe auch er darin die einzige Möglichkeit, der momentanen Bedrohung Herr zu werden. Trauer schwang in den Bildern und Worten, mit denen er uns, Caleb und mich, begrüßte. Er wusste, dass er uns nach dem Ende des Gesprächs töten musste. Wir verstanden ihn. Aber wir hatten ja auch die Hoffnung, dass die Kraft der Anderswelt uns am Leben halten würde. Dennoch konnten wir nicht umhin, ihm unsere Sorge bezüglich der nächsten fünf Jahre mitzuteilen. Doch hier war es der Baum, der uns Hoffnung gewähren konnte. Stumm vor Staunen sahen wir die Möglichkeit eines Stellvertreterrituals sich vor unserem inneren Auge entfalten. Konnte es wirklich ein derart gutes Ende nehmen?

Als mein Blick sich endlich von dem Baum löste und auf die anderen fiel, wusste ich, dass auch sie die Botschaft klar und deutlich vernommen hatten. Dann zogen sich die Wurzeln zurück. Und in dem Maße, wie sie sich von uns entfernten, fühlte ich, wie etwas meinem Inneren entzogen wurde. Langsam, Stück für Stück, und auch wenn der Prozess an sich nicht schmerzhaft war, schmerzte die Leere die zurück blieb. Eine Leere, die unsere Körper mit aller Macht aufzufüllen versuchten und doch nicht dazu in der Lage waren. Als wäre in uns ein schwarzes Loch ausgebrochen, das zu füllen mehr Energie brauchte als unsere Körper besaßen. Dies also war der Tod, der uns als Wächter und Scouts beschieden wäre, würde nicht auf der anderen Seite die Anderswelt uns davor bewahren, von der Leere gänzlich aufgezehrt zu werden.

Eine plötzliche Welle der Trauer erfasste mich, als mir bewusst wurde, was für einen friedlichen Tod uns letztlich die Bäume bereitet hätten. Ein Dahinscheiden, das wir nun aufgaben. Und wer wusste, welcher Tod uns bei unserem tatsächlichen Ableben – später einmal, irgendwann, in ferner Zukunft – beschieden war?



Ich kam wieder zu mir und fand mich auf dem Boden liegend wieder, neben mir Caleb, Josh und Cal. Wie es schien, war der Entzug unserer Fähigkeiten kraftraubend genug gewesen, um uns für einige Minuten das Bewusstsein zu rauben. Minuten, in denen Mabinogi uns sicher zur Erde gebracht hatte.

Ich musste nicht nach oben blicken, um zu wissen, dass der Himmel wurzelfrei war. Ich wusste auch so, dass sich über uns makelloses Blau wölbte.

Dann fiel mir wieder die Botschaft der Bäume ein und aufgeregt setzte ich mich auf. Im nächsten Moment bereute ich meine vorschnelle Bewegung, denn augenblicklich brummte mir der Schädel.

„Nicht so hastig mit den jungen Pferden“, lachte der Drache gutmütig. „Eure Körper sind noch geschwächt. Es ist zwar gut zu sehen, dass ihr den Entzug der Paradiesbäume so gut überstanden habt, denn all zu viel Zeit bleibt uns nicht, das Siegel zu wirken, ehe die Wurzeln erneut hier einzudringen versuchen, aber ihr solltet es dennoch langsam und mit Bedacht angehen lassen.“

Wie schön, dass wenigstens Mabinogi darüber lachen konnte. Doch wir, das heißt Josh und ich, hatten noch eine Aufgabe zu erfüllen, und die mussten wir erledigen, ehe das Siegel errichtet war und die Bäume keinerlei Anwesenheit mehr in der Anderswelt hatten. Die Bäume hatten uns nämlich mehr verraten, als Mabinogi preis zu geben bereit gewesen war. Denn nicht nur wir würden ein Opfer bringen müssen. Das Siegel würde nicht nur die Paradiesbäume am Eindringen hindern, sondern alles Leben. Sprich wenn die Bewohner der Anderswelt je diese Welt verließen, würden sie nicht zurückkehren können. Und um die Anderswelt verlassen zu können, bedurfte es Körper und Seele. Wir mussten die braunen Blätter hier heraus schaffen, oder sie wären auf immer in dieser Welt gefangen. Zugleich war aber die Anderswelt der einzige Ort, an dem wir die braunen Blätter sehen und hören konnten. Schickten wir sie einfach so hinaus, hatten wir keine Möglichkeit mehr, ihnen die Botschaft der Bäume mitzuteilen.

Josh rappelte sich mühsam auf. Unsere Blicke kreuzten sich und wir nickten einander zu. Ich griff in meine Hosentasche und holte meinen Taschenspiegel heraus. Aus den Augenwinkeln sah ich Josh das selbe tun, sah aber auch den leicht wehmütigen Blick, mit dem er die reich verzierte Dose betrachtete. Doch er hatte sich sogleich wieder gefangen.

Wir schritten langsam zu den versammelten braunen Blättern.

„Hört zu“, begann Josh, noch immer ein wenig erschöpft, „es gibt einen Weg, wie ihr alle zurückkehren könnt. Einen Weg, wie auch die nächsten fünf Jahre jedes braune Blatt den Weg nach Hause gewiesen bekommen kann.“

Ich hielt meinen Spiegel hoch, als ich mit der Erklärung fortfuhr. „Im Spiegel leben ein Wächter und ein Scout. Edgar und Cassandra kennen das Ritual und können genau bestimmen, welche Engelszeichen für jede Person benötigt werden. Aber sie können sie nicht selbst auf den Boden zeichnen, weil sie im Spiegel leben. Ein braunes Blatt aber, welches mit Edgar und Cassandra kommuniziert und mit den Bäumen im Einklang ist, kann die Zeichen an ihrer Statt schreiben.“

„Ihr habt in den vergangenen Tagen und Wochen bewiesen, dass die braunen Blätter in der Lage sind, einander zu erkennen“, nahm Josh den Faden wieder auf. „Ihr wäret also in der Lage, einen jeden Neuankömmling aufzuspüren.“

„Was wir jetzt brauchen, sind Freiwillige. Ein braunes Blatt für jede Ebene, das bereit ist, fünf Jahre in diesem Zustand auszuharren, Neugestrandete aufzuspüren und mit der Hilfe von Edgar und Cassandra das Ritual durchzuführen. Aber...“ Hier sah ich die allzu eifrig dreinblickenden Blätter ein wenig mahnend an. „Aber bedenkt, dass fünf Jahre eine lange Zeit sind. Daher möchte ich darum bitten, dass nur diejenigen sich freiwillig melden, die sicher sind, dass ihr Körper von Familie und Freunden auch fünf Jahre lang am Leben gehalten wird. Denn stirbt euer Körper, sterbt auch ihr und dann wird es erst mit den neuen Wächtern und Scouts wieder Rituale geben. Stellvertreter kann nur ein einziges braunes Blatt werden. Ihr könnt die Aufgabe nicht einem neuen Blatt übertragen.“

Khamisi blickte ein wenig betrübt drein. Es war Cal, der inzwischen zu uns getreten war, der ihm Mut zusprach. „Ich weiß, die Aufgabe hätte dich gereizt, aber ich bin froh zu sehen, dass du realistisch genug bist zu wissen, dass deine Familie wohl kaum die medizinischen Kosten tragen könnte, deinen Körper fünf Jahre am Leben zu erhalten. Aber das, was dich zu Hause erwartet ist eine mindestens genauso wichtige Aufgabe, wie du sie hier hättest.“

Zu meiner Überraschung machte auch Nathalie keinerlei Anstalten, sich in den Vordergrund zu drängen, wo sie doch sonst so darauf bedacht gewesen war, hier bleiben zu können. Ich fand es schade, denn meiner Meinung nach hätte sie eine hervorragende Stellvertreterin abgegeben.

Als hätte sie meine Gedanken gelesen, sagte sie resigniert: „Meine Familie würde spätestens nach einem Jahr auf den Rat der Ärzte ’ören und die Maschinen abschalten lassen. Grandpère wäre wohl bereit, dafür zu zahlen, aber für die anderen wäre es eine elegante Lösung ihres Problems eines unliebsamen Mitwissers.“

Leider war das eine nur all zu realistische Einschätzung.

Da trat Brent, ein US-Amerikaner, den Caleb vor etwa drei Tagen als braunes Blatt gefunden hatte, vor. „Also, meine Familie würde mich am Leben lassen, aus dem einfachen Grund, dass in meinem Testament – das meiner Familie allseits bekannt ist – eine Klausel enthalten ist, dass derjenige mit einer Extrasumme bedacht wird, der mich nach besten medizinischen Standard bis zuletzt gepflegt hat. Und da es sich in Anbetracht meines Vermögens um eine siebenstellige Summe handelt, werden sie sich hübsch lange darum streiten, wer derjenige ist, der mich am besten pflegt. Jeder wird einen anderen Arzt konsultieren, was die beste Pflege sei und das wird sich bestimmt fünf Jahre hinziehen.“ Er zuckte mit den Schultern. „Eigentlich hatte ich damit nur sicher stellen wollen, dass ich im hohen Alter nicht in irgendein heruntergekommenes Heim abgeschoben werde, oder dass ein privater Pfleger anständig entschädigt wird, aber es gibt keinen Grund, weshalb die Klausel nicht auch jetzt gelten sollte.“ Dem amüsierten Grinsen nach zu urteilen, dachte Brent gerade an die sich gegenseitig ankeifenden Verwandten, die Ärzte und die Luxuspflege, die er jetzt wohl gerade erfuhr.

„Also, wenn jemand dafür sorgen würde, dass niemand bei mir die Maschinen abschaltet, dann bin ich gerne bereit, fünf Jahre euren Job zu machen“, sagte unvermittelt Conrad und sah uns vier an. Schließlich lebten wir in der gleichen Stadt wie er und könnten so Einfluss auf seine Familie nehmen.

„Ehrensache!“, sagte ich. „Und wenn wir die Kosten selbst übernehmen müssen.“

Die anderen drei nickten.

„Wir werden dir auch deinen Stammplatz im Twice freihalten“, versprachen Josh und ich. Dann übergaben wir Conrad und Brent unsere Taschenspiegel.

„Passt gut auf sie auf.“ Die Ermahnung konnte ich mir nicht ersparen.

„Erbstück?“, wollte Brent wissen und sah mit hochgezogenen Augenbrauen auf den Spiegel in Conrads Hand.

„Das weniger“, gab ich gelassen zurück. „Aber hier ist der einzige Ort, wo wir euch etwas Körperliches geben können und ihr es annehmen könnt. Wenn ihr die Höhle verlassen habt und in die normale Welt zurückkehrt seid, werden die Spiegel nur noch in ihrem Seelenzustand existieren. Wenn ihr sie verliert, gäbe es nur noch die Möglichkeit über fest montierte Spiegel mit Edgar und Cassandra zu kommunizieren, nicht mehr nach Gutdünken über die Taschenspiegel. Denn keiner von uns wird hierher zurückkehren können, um euch einen neuen Spiegel zu geben.“

Die Eröffnung, dass keiner hierher würde zurückkehren können, ließ die Auswirkungen des Siegels für alle mit einem Mal schmerzlich real werden.

Ich hörte, wie Neil überrascht aufkeuchte. Mein Blick schnellte zu ihm hinüber. Seine Augen waren vorwurfsvoll auf Mabinogi gerichtet. „Soll das heißen, dass wir nicht mehr frei sein werden, zu kommen und zu gehen?“

Bedauern zeichnete das Gesicht des Drachen. „Die Trennung muss gänzlich erfolgen. Zu gering ist sonst die eigene Kraft der Anderswelt, um gegen die Einflüsse anderer Glauben bestehen zu können. Du wirst die Anderswelt zwar verlassen können, aber du würdest ihr damit endgültig den Rücken kehren müssen. Ein Eindringen von außen wird nicht mehr möglich sein. Doch jetzt...“ Der Drache richtete sich zu seiner vollen Größe auf und breitete seine Schwingen aus.

Ich wusste, was jetzt kommen würde. Es war Zeit, das Siegel zu erschaffen. Ohne, dass wir ein weiteres Wort verlieren mussten, drängten Caleb, Josh, Cal und ich die braunen Blätter zu jener Felsöffnung, durch die wir die Anderswelt betreten hatten.

Erst als das letzte Blatt durch die Öffnung verschwunden war und auch der Strahl unserer Taschenlampe nichts mehr von ihnen erhaschen konnte, kehrten wir zurück.

Verwundert sah uns Nisien an. „Wieso seid ihr noch hier?“

„Wir helfen. Wir können auch später noch, wenn das Siegel in Kraft ist, die Anderswelt verlassen. Es ist nicht so, dass wir wirklich hier her gehörten und es somit als Verlust empfinden würden, dass es, wenn wir erst wieder in Sheffield sind, keine Rückkehr an diesen Ort mehr für uns gibt. Aber das heißt nicht, dass wir diesen Ort nicht schätzen würden und dazu beitragen wollen, dass er erhalten bleibt. Und so wie ich das verstehe, misst sich die Kraft des Siegels an der Anzahl derjenigen, die geholfen haben, es über diese Welt zu spannen. Vier Menschen mehr bedeutet also etwas mehr Kraft“, erklärte Josh und sein Blick sagte deutlich: Wir wollen nicht, dass deine Heimat zerstört wird, Neil.

„Sie haben Recht“, mischte sich Mabinogi ein. „Je stärker das Siegel, desto sicherer der Schutz für die Anderswelt. Lasst uns beginnen. Tretet alle zurück!“

Weshalb wir gebeten wurden, etwas Abstand zu wahren, wurde uns klar, als der Drache tief die vergiftete Luft einsog, nur um sie gleich darauf in Form einer blau-violetten Flamme auszustoßen. Das Feuer umhüllte die Kesselsplitter, brachte das Metall zum Schmelzen, erhitzte es weiter, bis es zu flirren zu begann. Dann brach der Flammenstrahl ab und ein riesiger Tropfen flüssigen, bebenden Metalls hing in der Luft.

Mit den Flügeln einen Wirbelsturm hervorrufend, ließ Mabinogi den Tropfen höher und höher steigen. Und während ich noch dem Schauspiel mit gebanntem Blick folgte, drängten sich mir Worte auf, die aus meiner Kehle auszubrechen versuchten. Unfähig und auch unwillig, ihnen Widerstand zu leisten, öffnete ich den Mund. Nie zuvor hatte ich solche Worte vernommen, geschweige denn gesprochen. Wäre Conrad noch anwesend gewesen, so hätte er uns sagen können, dass wir alle, einschließlich der Andersweltbewohner und sogar des Drachen, in Urgälisch eine Hymne zu singen begannen, deren Musik nicht von dieser Welt zu stammen schien. So aber fand ich es einfach nur ätherisch schön. Es war, als könnte man die Wörter, die Noten selbst sich in den Himmel schwingen sehen, wo jeder Klang ein Molekül zu greifen und mit sich fortzutragen begann. Weiter und weiter, bis sie den ganzen Himmel bedeckten, bis unsere Stimmen bis zum Horizont und darüber hinaus reichten.

Erst als das letzte Molekül seinen Platz in der quasikristallinen Struktur eingenommen hatte und von dem ursprünglichen Tropfen nichts mehr übrig war, verstummten wir. Erschöpft sanken wir gegeneinander und zu Boden. Dankenswerterweise wurden wir nicht wieder bewusstlos. So berauschend diese Ereignis gerade eben auch gewesen war, jetzt da es vorbei war, wollte ich nur noch eines: nach Hause und eine Nacht sorgenfrei durchschlafen!



Die Charaktere gehören nicht mir, sondern alle dem Serienschöpfer. Aber ich liebe Supernatural und dadurch ist diese Geschichte entstanden.

Ein Geschenk zum Jahrestag [Laila]


Pfeifend stand Dean Wincherster an der Kasse des Drucks Stores und blickte auf das Kassenband. Dort stapelte sich sein kleiner Einkauf.
Heute war ihr erster Jahrestag.
Nun war er schon ein Jahr mit Sam zusammen.
So viel hatte sich in der kurzen Zeit geändert, nachdem ihm Castiel aus der Hölle geholt hatte.
Nie hätte er gedacht, dass es jemals glücklich werden konnten und dann auch noch mit seinem kleinen Bruder Sam.
Sie taten etwas verboten und dreckiges, dass war den Winchester Brüdern klar, aber dennoch konnten sie die Finger nicht voneinander lassen.
Viel zu sehr brauchten und begehrten sie sich.
Es war fast wie ein Zwang, aber ein schöner.
Noch nie hatte sich Dean so wohl gefühlt. Es war fast wie ein Traum.

Nie hätte er gedacht, dass er jemals solche Gefühle haben konnte. Schließlich war er Dean Winchester, der kühle und berechnende junge Mann. Aber nun liebte er seinen Sammy.
Nichts und niemand konnte ihn davon abhalten. Auch die Prophezeiung der Engel nicht. Er würde Sam nicht töten.
Ein breites Grinsen flog über sein Gesicht, als er auf das Gleitgel und die Kondome blickte. Dieser Abend sollte etwas Besonderes werden.
Zwar war Dean kein Romantiker und er würde es auch nicht werden, aber dennoch hatte er Erdbeeren, Weintrauben, Sahne und Schokosoße gekauft.
Heute sollte ein kleiner Sextraum von ihm Realität werden.
Die Verkäuferin blickte ihn an und grinste.

„Oh, da wird sich ihre Freundin aber freuen,“ sagte sie.
Routiniert zog sie alle Waren über die Kasse und nannte dann den Preis.
„Na das will ich doch hoffen,“ entgegnete Dean.
Immer noch grinsend zahlte er seinen Einkauf.
Schnell war alles in eine Tüte gepackt und er verließ den Laden.
Nun fehlte nur noch etwas zu essen und ein paar andere Kleinigkeiten.
Dean verstaute seinen Einkauf im Kofferraum des schwarzen Impala und stieg ein.
Als er los fuhr, ertönte auch schon Enter Sandmann von Metallica. Er liebte diesen Song einfach.
Dean steuerte auf einen größeren Supermarkt zu, der nicht weit entfernt lag. Dort schnappte er sich einen Korb.
Heute hatte er sich freiwillig für den Einkauf gemeldet, obwohl er das sonst ungern tat. Sam wollte noch ein paar Fakten über ihren neuen Fall herausfinden.
Die Lebensmittel waren schnell gekauft. Dazu noch eine Flasche Massageöl und Teelichter.
Ein bisschen konnte man ja den Schein waren.
An der Kasse musste er wieder warten.
Seine Gedanken wanderten zu Sam und wieder musste er grinsen.
Vor mehr als einem Jahr hatte es angefangen, kaum das er aus der Hölle zurückgekehrt war.
Zuerst waren es nur Blicke gewesen. Dann immer mehr zufällige Berührungen, die nicht mehr zufällig gewesen waren.

Sie hatten regelrecht die Nähe des anderen gesucht.
Zwar hatten sie sich schon immer sehr nahe gestanden, aber das jetzt war anders.
Sam war immer wieder zu ihm gekommen, wollte mit ihm etwas unternehmen.
Dean genoss diese Nähe. Sie tat gut nach all der Zeit der Folter.
Eines Abends war es dann doch passiert.
Sie hatten zusammen einen Film geschaut und Sam war eingeschlafen. Direkt an Deans Schulter.
Der Jüngere hatte sich fest an Dean geklammert. Den Arm um ihn geschlungen.
Irgendwann war auch Dean eingeschlafen. Bewegen konnte er sich nicht mehr und das wollte er auch nicht. Dazu hätte er Sam wecken müssen, was er nicht wollte.
Dieses Bild, wie sein Kleiner an seiner Schulter schlief, war einfach zu süß. Auch wenn er diesen Gedanken nie zugegeben hätte.
In dieser Nacht fühlte er sich das erste Mal geborgen und zu Hause.
Als er am nächsten Morgen die Augen öffnete, lag er mit Sam auf der Seite. Sie hatten sich beide auf der Couch ausgestreckt, die Gesichter einander zugewandt.
Es hatte einen Moment gedauert, aber Dean hatte die Hand auf seiner Haut gespürt. Weiche Finger streichelten seinen Rücken, während Sams Abend sein Gesicht streifte.
Im ersten Augenblick war er wie erstarrt, aber dann schloss er wieder die Augen und genoss die Berührung.
Sein Bein war um Sam geschlungen und er sah keine Notwendigkeit dies zu ändern. Viel lieber ließ er seine Finger über Sams Hüfte gleiten.
Sein Kleiner schlief noch und das sollte auch so bleiben.
Ihre Gesichter waren sich so nah, dass sich ihre Nasen berührten.
„Dean,“ flüsterte Sam heiser.
Der junge Mann wand sich ein wenig, drückte sich dabei noch näher an den Älteren.
Dieser konnte nur grinsen.
Sie lagen eine Ewigkeit so da.
Immer wieder murmelt Sam den Namen des Älteren, machte sonst aber keine Anstallten wach zu werden.
Es war bereits weit nach Mittag, als er dann doch endlich die Augen öffnete und direkt in Deans grüne Welten sah.
Für einen Moment setzte sein Herzschlag aus.
War das wirklich real, was er da sah? Oder war es wieder einer seiner Träume?
Er schluckte schwer, konnte sich kaum bewegen.
„Guten Morgen. Nach auch wieder wach?“ brach Dean die Stille.
Nur zu deutlich spürte er die Blicke seines Bruders. Sie machten ihn nervös.
Sah er da Angst in den braunen Augen? Hatte er es doch falsch gedeutet und Sam dachte nicht so wie er?
Sam blinzelte, aber Dean war immer noch da.
„Guten Morgen. Ja, bin ich etwa hier eingeschlafen? Haben wir so geschlafen?“
Zu spät wurde ihm bewusste, wo seine Hand lag.
Beschämt senkte er den Blick, als er spürte wie er hart wurde.
Das Herz in seiner Brust raste. Wieso? Wieso jetzt?
„Sammy, alles in Ordnung? Du bist bei dem Film eingeschlafen und ich wollte sich nicht wecken.“
Die Worte waren so leise und ruhig.
Dean wusste nicht was er tun sollte.
Auf der einen Seite wollte er Sam nicht los lassen, auf der anderen hatte er Angst, dass er ihn erdrückte und damit verscheuchte.
Ihre momentane Lage war alles andere als eindeutig.
Halbherzig versuchte Sam etwas von ihm abzurücken. Er schämte sich und hatte Angst, wie Dean reagieren würde.
Als er die Kante die Couch spürte und drohte abzurutschen, zog Dean ihn wieder fest in seine Arme.
„Sachte,“ sagte er.
Nun gab es kein Entrinnen mehr.
Hart presste sich Sams Erektion an Deans Körpermitte.
Der holte überrascht Luft und musste dann grinsen.
„Ich wusste gar nicht, dass ich dir so gefalle. Aber mir geht’s nicht besser,“ hauchte er.
Kaum hatte er die Worte ausgesprochen, starrte ihn brauen Augen an.
Sam öffnete den Mund um etwas zu sagen, aber ihm fehlten die Worte.
War das jetzt Realität? Hatte Dean das Ernst gemeint?
Zitternd schob Sam seine Hand unter Deans Shirt. Seine Wangen zierte eine feine Röte, als er Dean ins Gesicht sah.
Dort lag nichts weiter als Wärme.
Langsam nickte Sam. Er räusperte sich, bevor er endlich sprach.
„Dean. Meinst du das wirklich Ernst? Ich begehre dich schon so lange und sehne mich nach jeder noch so kleinen Berührung.“
Nun war es Dean, der nicht wusste war er sagen sollte. Sein Herz machte einen Sprung.
Diese kleinen Worte, war alles was er jemals hören wollte.
Stumm nickte er, schlang seine Arme dabei fester um seinen Kleinen.
Seit diesem Tag waren sie ein Paar.
Vor einem Jahr hatten sie sich endlich ihre Liebe gestanden und das erste Mal geküsst.
Es war so völlig anders, wie das was Dean sonst konnte.
Die Liebe zu Sam hatte ihm Kraft geschenkt, machte ihn glücklich. Da konnten auch die Engel reden, es war ihm egal.
Sollte die Welt doch glauben, was sie wollte, er liebte seinen Sammy.
Kurz musste er an Castiels Gesichte denken, als dieser sie das erste Mal zusammen gesehen hatte. Der Engel hatte sie nur stumm und ungläubig gemustert. Das war alles nicht geplant gewesen.
Dean bezahlte brav seine Einkäufer und machte sich dann auf den Weg zum Impala. Dort landeten die Tüten bei der anderen. Schnell räumte er noch das Massageöl in die anderen Tüten. Dann machte er sich auf den Rückweg.
Sam und er hatte sich ein kleines Ferienhaus gemietet. Beide hatten die Nase voll von den herunter gekommenen Hotelzimmern, in denen sie sonst abstiegen.
Da es außerhalb der Saison war, war es recht günstig.
Vor dem kleinen Häuschen parkte er seinen geliebten Wagen.
Da er nicht wusste, ob sein Freund schon da war, zog er den Schlüssel aus der Tasche und nahm die Einkäufe.

Kaum hatte er den Flur betreten, kam Sam ihm bereits entgegen.
„Hey, da bist du ja endlich. Ich habe dich schon vermisst,“ meinte er.
Schnell ging er auf Dean zu und raubte sich einen kleinen Kuss. Er ließ seine Finger sanft über Deans Wange gleiten.
In seinen Zügen lag ein verliebtes Lächeln, als er Dean ansah.
Sie waren sich so unglaublich nah.
Dean grinste nur. Das war etwas was er liebte.
Endlich gab es jemanden, der auf ihn wartete wenn er nach Hause kam. Der sich um ihn sorgte und ihn liebte.
Die zwei Tüten landeten auf den Boden, dann beugte er sich nach vorn, presste seine Lippen auf die des Jüngeren.
Augenblicklich öffnete Sam den Mund und hieß die fremde Zunge willkommen. Sie umspielten sich, berührten und kämpften miteinander.
Es war ein kleines, sanftes Spiel, was beiden Spaß machte.
Hart presste sich Sam an ihn. Seine Arme umschlangen Dean und seine Finger schlüpften unter das dünne Shirt.
Er stöhnte in den Kuss hinein. Er konnte einfach nicht genug von Dean bekommen, auch wenn sie sich schon so oft geliebt hatten. Es war immer wieder neu und anregend.
Es war wie eine Sucht die gestillt werden musste.
Fahrig glitten Deans Hände über Sams Rücken und schoben sich in dessen Hose.
Sein Hunger nach seinem Bruder kannte keine Grenzen mehr.
Wild umzüngelten sich ihre Zungen, tanzten umeinander. Sie neckten sich gegenseitig, machten Lust auf mehr.
„Sammy“, stöhnte Dean.
Hart presste er sich an den Größeren. Rieb sich sanft an ihn.
Auch wenn er vorher schon verrückt nach Sex war, so war er jetzt verrückt nach Sex mit Sam.
Unwillig trennten sie sich voneinander und sahen sich schwer atmend an.
„Hast du mich so sehr vermisst?“ fragte Dean nach einer Weile.
Er lehnte seitlich an der Wand, da seine Füße drohten zu versagen.
Sam grinste nur unschuldig.
„Und wenn es so wäre? Du warst lange weg, da kann man schon auf anderen Gedanken kommen,“ antwortete er.
Die Worte wehten über Deans Gesicht und der grinste.
„Sehr gut. Dann wird das ja ein geiler Abend. Wenn du mich immer so empfängst, macht es Spaß von dir getrennt zu sein. Hast du was raus gefunden?“
Er liebte es, wenn Sam so offen war. Aber er musste auch nach dem Job fragen. Schließlich wollten sie den so schnell wie möglich beenden.
Der Jüngere nickte, machte aber keine Anstallten Dean los zulassen.
„Ja, habe ich. Ich habe ein paar interessante Dinge über das Haus herausgefunden. Als es gebaut wurde, sind dort viele Unfälle passiert. Mehrere Arbeiter sind gestorben. Die Besitzer haben es aber zu Ende bauen lassen. Irgendetwas geht da drin vor. Wir sollten uns dort umsehen,“ erklärte er.
Dann fiel sein Blick auf die Tüten.
„Hast du alles bekommen?“
Dean nickte zustimmend. Das konnte noch einiges an Arbeit bedeuten.
„Ich denke, wir sollten damit ein paar Tage reichen. Bringst das in die Küche und dann räume ich den Rest weg.“
Damit reichte er Sam den Beutel mit den Lebensmitteln. Den anderen brachte er ins Schlafzimmer und verstaute den Inhalt in einem der großen Schränke.
Sam sah ihm verwundert nach. Wusste er doch nicht, was sein Bruder da noch erworben hatte.
Kopfschüttelnd ging er in die kleine Küche und verstaute die Lebensmittel im Kühlschrank.
Das Kaffeepulver und das Bier kamen in einen der Hängeschränke.
„Was hast du eben versteckt?“ fragte er, als Dean wieder kam.
Der zuckte nur die Schultern. Sein Lächeln wirkte unschuldig.
„Gar nichts,“ sagte er.
Schnell hauchte er Sam einen Kuss auf die süßen Lippen, bevor sich umwandte.
Dein Bruder zog eine Brau nach oben. Er glaubte Dean kein Wort. Dafür kannte er ihn einfach zu gut.
„Schon klar, Baby. Was war es? Sag es mir,“ forderte der Jüngere.
Langsam ging er auf Dean zu und umarmte ihn. Er schlang seine Arme um den Kleineren und legte seinen Kopf auf dessen Schulter.
Seine Hände schlängelten sich über den begehrten Leib, der nur ihm gehörte. Oh, wie sehr er Dean doch liebte.
Dean schloss die Augen und genoss diese kleinen Berührungen. Ein leises Schnurren entrann seiner Kehle, was sogar nicht zu einem Dean Winchester passte. Aber bei Sam konnte er sich gehen lassen. Ihm vertraue er.
Warme Finger legten sich in seinen Schritt und ließen ihn zusammen zucken. Damit hatte er nun nicht gerechnet.
„Sammy,“ keuchte er.
Ja, seit dem sie zusammen waren, wusste der Jüngere genau was er tun musste um Dean willenlos zumachen.
Die Finger drückten ein wenig zu, aber nicht so dass es unangenehm wäre.
„Ja, Baby. Hast du etwa Geheimnisse vor mir?“
Leise, verführerische Worte.
„Das ist eine kleine Überraschung für heute Abend. Aber wir können es uns schon gerne jetzt etwas bequem machen,“ flüsterte Dean.
Seine Worte waren pure Verführung und ließen keinen Zweifel daran was er meinte.
Er lehnte an Sam, ließ sich die Berührungen gefallen. Konnte unter ihnen nur leise Stöhnen.
Ein leises Lachen an seinem Ohr ließ ihn erschaudern. Normalerweise war er der Verführer. Aber das hier gefiel ihm auch so.
„Du hast an unserem Jahrestag gedacht? Oh Dean. Was denn hier in der Küche?“
Sam klang ein bisschen erstaunt, aber er musste dennoch grinsen.
Seine Hand schob sich in Deans Hose und umschloss das Glied.
Augenblicklich stöhnte der Ältere auf.
Das Blut schoss in seine Lenden und er spürte deutlich wie er hart wurde.
Sein Po rieb sich besitz ergreifend über Sams Vorderseite.
Er war jetzt schon heiß. Wie konnte man nur so verrückt nach jemanden sein, denn man schon sein ganzes Leben kannte?
Dean drehte seinen Kopf, die Augen immer noch geschlossen, suchte er Sams Lippen.
Dieser atmete heftig.
Ganz langsam neigte er den Kopf, küssten sich über das geliebte Gesicht.
„Sammy.“
Immer wieder stöhnte er dessen Namen.
Blut raste durch seine Adern. Hitze machte sich in ihm breit.
Auch wenn er die Berührungen genoss, drehte er sich in Sams Arme um ihn anzusehen.
Dessen Wangen waren leicht gerötet und seine Augen glasig.
Begierig, aber ohne Hast küsste er Sam. Presste seine Lippen auf die des Jüngeren.
Seine Arme umschlangen den großen Körper und legten sich auf Sams Po.
Hart massierte er die Backen, dann wanderten seine Hände unter das dünne Shirt.
Seine Finger kribbelten als er die heiße Haut berührte.
Sam stöhnte in ihren Kuss hinein und presste sich näher an Dean.
Die Sucht nach Dean war übermächtig, da war es ihm auch egal, dass sie in der Küche standen und Dean ihn an die Wand drückte.
Das einzige war zählte, waren ihre Küssen, die Berührungen und das Verlangen nacheinander.
Dean drängte sich immer näher. Sein Knie schob sich zwischen Sams Beine.
Wilde Lust jagte durch Sams Körper. Dieser innere Hunger.

Teil 2:

Gerade als er seine Hände unter Deans Hemd schieben wollte, ertönte ein lautes Klingeln. Zuerst nahmen es beide Brüder nicht wahr. Aber das Geräusch verschwand nicht.
Irritiert trennte sich Dean von den süßen Lippen und knurrte böse.
Seine Blicke flogen durch die Küche und das Geräusch ertönte erneut.
„Die Klingel,“ murrte Sam.
Unwillig befreite er sich etwas aus der Umarmung.
Wer bitte musste sie jetzt stören? Immer dann wenn es am schönsten war.
„Wenn das Castiel ist bringe ich ihn um,“ knurrte Sam.
Nachlässig richtete er sich seine Kleidung, hauchte Dean einen Kuss auf die Lippen und ging in den Flur.
Vor der Tür blieb er stehen. Sein Blick wanderte zu der Waffe, die in dem kleinen Regal lag.
„Hier ist Bobby. Macht auf Jungs.“
Als Sam die Tür öffnete, starrte der ältere Mann ihn an. Kurz musterte er Sam und betrat dann das kleine Ferienhaus.
Der jüngere Winchester schloss für einen Moment die Augen und betete dass sich Dean richtig angezogen hatte.
Auch wenn Bobby ein wirklich guter Freund der Familie war und sie quasi bei ihm aufgewachsen waren, so hatten sich Dean und er darauf geeinigt Bobby nicht zu sagen, dass sie zusammen waren. Schließlich waren sie Brüder und das was sie taten, verboten.
Es fiel ihnen jedes Mal aufs Neue schwer sich Bobby gegenüber normal zu verhalten. Die Küssen und Berührungen waren einfach schon normal.
„Hey Bobby. Was machst du denn hier und wie hast du uns gefunden?“ fragte Sam schließlich.
Er war dem Älteren gefolgt und ließ sich nun auf die Couch nieder.
Bobby grinste und beanspruchte einen Sessel für sich.
„Hey Sam. Ich habe von euren Job gehört und dachte mir, ich komme einfach mal vorbei. Ich war bei einem anderen Jäger in Springfild und da lag es auf dem Weg,“ erklärte er.
Sein Blick schweifte durch die kleine Wohnung. Es war so völlig anders wie das, was er sonst von den Brüdern gewöhnt war.
Währenddessen machten sich Dean einen Kaffee. Er hatte schon gehört, dass Bobby sie besuchte. Aber im Moment war er nicht in der Lage dem anderem gegenüber zu treten.
Seine Gedanken kreisten nur um Sam und er wusste, dass er sich wie ein kleines verliebtes Mädchen benahm.
Genervt stützte er seine Hände auf die Arbeitsplatte und schloss die Augen.
War ein bisschen Ruhe zu viel verlangt? Er wollte doch nur Sex mit Sam.
Sich an dem anderen Körper reiben, sich in ihm versenken.
Er war einfach süchtig nach seinem Kleinen, der ihn jetzt schon mehr als einen Kopf überragte.
Ein Lächeln huschte über seine Züge
Dann würde sie das ganze eben auf heute Abend verschieben. Dann erst würde er über Sam herfallen und die Führung übernehmen.
Kurz dachte er an seine Einkäufe die er versteckt hatte.
Oh ja, er würde den Abend genießen.
Auch wenn er kein Romantiker war und es nie werden würde, so stand er doch auf heißen, wilden Sex und den würde es geben.
Immer noch grinsend schenkte er den Kaffee in drei Tassen und ging damit ins Wohnzimmer.
„Hey Bobby,“ begrüßte er den Jäger.
Der grüßte zurück und nahm dankbar den Kaffee an.
Die andere Tasse gab er Sam. Wie zufällig berührten sich ihre Finger. Sam schenkte ihm ein strahlendes Lächeln.
Er würde nichts lieber tun, als sich mit Dean durch die Laken zu wälzen, aber das musste warten.
Dafür würden sie heute Abend Zeit haben. Dann würde er Dean ein kleines Geschenk zum Jahrestag machen.
Seine Gedanken wanderten zu der kleinen Schachtel in seiner Reisetasche und er grinste verstohlen. Auch er hatte sich Gedanken über diesen Tag gemacht. Auch wenn er nicht wusste, ob es Dean gefallen würde, hatte er zwei schöne Silberringe gekauft. Es war echtes Silber und er hatte ihre Namen und das Datum ihres ersten Kusses eingravieren lassen. Zudem waren noch ein paar Runen dazu gekommen und er hatte die Ringe von Castiel segnen lassen.
Schließlich konnten sie nie wissen was auf sie zukam. Sie waren Jäger und das Leben gefährlich. Da war es zum Teil recht praktisch einen Engel zu kennen.
Außerdem hoffte Sam, dass damit die ständigen Annäherungsversuche der Frauen aufhörten. Wenn es nach ihm ginge, konnten alle wissen dass er mit Dean zusammen war, außer den Menschen, die sie als Brüder kannten. Da war es ihm peinlich. Immerhin taten sie etwas, was die Gesellschaft nicht billigte.
Bobby bekam von alle dem nichts mit. Er wusste, wie unterschiedlich und zum Teil verrückt die Brüder waren. Aber er wusste auch, dass Dean alles für Sam tun würde.
So unterhielten sie sich der lange über den neuen Fall. Bobby konnte dank seiner langen Erfahrung noch einiges beitragen.
Dean kümmerte sich nebenbei immer wieder um neuen Kaffee. Er musste sich einfach ablenken, bevor er noch einen Fehler machte.
„Ich bin kurz im Bad Jungs,“ sagte Bobby und erhob sich.
Kaum war die Badtür zugefallen, stand Sam auf und ging vor Dean in die Hocke.
Seine Finger umschlossen die seines Bruders und er grinste.
Sie sahen sich einfach nur an. Einen Kuss konnten sie nicht riskieren. Wenn sie es taten konnten sie für nichts mehr garantieren. Dann gab es kein zurück mehr.
„Machen wir nachher dort weiter wo wir aufgehört haben?“ fragte der Jüngere leise.
Dean konnte nur nicken. Sein Grinsen war Antwort genug.
Oh ja, er wollte mehr. Viel mehr und das würde er auch bekommen. Schließlich hatte er heute noch viel vor mit Sam.
Ein Finger wanderte über Sams Gesicht. Strich zärtlich über dessen Wange.
Der Hunger in den Augen seines Kleinen machte ihn tierisch an.
Dennoch war er auf der Hut. Bobby durfte sie so nicht sehen.
„Du wirst diesen Abend nie vergessen. Vor einem Jahr fing es an mit uns und ich will dass du immer daran denkst,“ hauchte Dean.
Auch wenn er nie zu geben würde, dass er sentimental war, so konnte es heute bei Sam nicht leugnen.
Noch nie hatte er eine Beziehung die so lange dauerte. Die ihn so glücklich machte. Früher war es schneller, harter, unverbindlicher Sex, heute wollte er etwas anderes.
Da ertrug er ab und an sogar Sams romantische und weibliche Anwandlungen. Schließlich hatte er auch immer etwas davon.
Der Jüngere grinste breit. Sein Lächeln war ein Strahlen mit dem sich sonst niemand messen konnte. Es schickte alleine kleine Hitzewelle durch Deans Körper.
„Du hast daran gedacht? Oh Dean. Ich werde diesen Tag nicht vergessen,“ flüsterte er.
Seine Stimme nichts weiter als ein Hauch.
Es freute ihn unbändig, dass sein Geliebter daran gedacht hatte.
Dieser verzog verärgert das Gesicht.
„Was hast du denn gedacht? Soll ich etwa den besten Sex meines Lebens vergessen? Das wirst du nachher büßen.“
Es war eine Drohung und ein Versprechen zugleich. So kam ihm sein Kleiner nicht davon.
Verwundert zog der eine Braue nach oben.
Schnell hauchte er seinem Bruder einen Kuss auf die Lippen. Zu mehr konnte er sich nicht hinreisen lassen. Wenn er einmal begonnne hatte, konnten sie nicht mehr aufhören.
Fest sah er Dean in die Augen als sich ihre Nasen berührten.
Unendliche Liebe lag in diesen Blick.
„Du machst mich damit glücklich. Ich hatte gehofft, dass du daran denkst. Das Versprechen werde ich mir merken.“
Die Augen halb geschlossen, spürte Dean den warmen Atem auf seinem Gesicht.
Wilde, reine Lust rann durch seinen Leib. Sie versenkte alles.
In diesem Moment existierte nichts weiter als sein Bruder Sam, seine Liebe zu ihm.
Er würde alles für den anderen tun und das hatte er schon. Er war für Sam in die Hölle gegangen und er würde es wieder tun, wenn er seinen Kleinen damit retten konnte.
Allerdings wusste er auch, dass Sam es nicht wieder zulassen würde.
Ein Keuchen entschlüpfte seinen sinnlichen Lippen.
Sam grinste, öffnete den Mund und leckte mit seiner Zunge über Deans Lippen.
„Ich liebe dich,“ hauchte er.
Unfähig zu denken, saß Dean nur da. Da war die reinste Folter. Wie sollte er sich denn so vor Bobby benehmen?
Kaum war der Gedanken in seinem Kopf aufgeblitzt, hörte er die Badezimmertür.
Ruckartig zog sich Sam zurück.
Seine Wangen glühten rot, als er sich neben Dean in den Sessel fallen ließ.
Der Ältere Winchester saß eine Moment wie erstarrt da.
Seine Finger zitterten leicht, als sie auf seinen Schoss zwang.
Es war selten, aber selbst ein Dean Winchester konnte das Opfer einer Verführungsattacke werden. Leider hatte Sam sehr schnell gelernt, wie man Dean verführen konnte und setzte das auch immer zu seinem Vorteil ein.
Innerlich strafte er sich und sah Bobby entgegen.
Der musterte die beiden Jungs und hob dann verwundert eine Augenbraue.
„Ist alles OK bei euch? Ihr benehmt euch in letzter Zeit ja sehr seltsam.“
Der ältere Mann schüttelte den Kopf und ließ sich wieder auf die Couch nieder.
Abwartend sah er die Brüder an.
„Es ist nichts. Du kennst uns doch. Wir haben immer mal unsere kleinen Streitereien. Mach dir um uns keine Sorgen,“ erklärte Sam.
Das es nichts mit Streitereien zu tun hatte, musste Bobby ja nicht wieder.
Dieser nickte wenig überzeugt, wollte sich aber auch nicht einmischen. Die Jungs waren alt genug und kamen sehr gut alleine zurecht. Zumindest meistens.
Innerlich seufzte Sam auf. Es tat ihm weh, Bobby belügen zu müssen, aber sie waren noch nicht so weit der Welt zu zeigen, dass sie zusammen waren. Zumindest die Leute, die wussten dass sie Brüder waren.
Dieser Gedanke tat weh. Aber damit mussten sie leben.
Sie unterhielten sich noch eine ganze Weile. Als es langsam dunkel wurde, streckte Bobby sich und stand auf.
„So Jungs. Ich werde mich wieder auf den Weg machen. Ich wünsche euch viel Glück mit eurem Geist. Ihr schafft das schon,“ sagte er.
Die Angesprochenen erhoben sich ebenfalls und brachten den anderen Jäger zur Tür.
„Danke für deine Hilfe. Klar packen wir. Ist ja nicht der erste Geist. Pass auf dich auf,“ meinte Dean.
Sie umarmten sich und Bobby stieg in seinen Wagen.

Kaum war die Tür ins Schloss gefallen, lehnte sich Sam dagegen und grinste.
Dean trat zu ihm und blieb direkt vor ihm stehen.
„Endlich alleine,“ murmelte er.
Wie von alleine fanden seine Händen den Weg zu Sams Shirt. Sie schoben sich darunter, liebkosten die warme Haut.
Sam beugte sich etwas nach vorn, damit er Dean küssen konnte.
Ihre Münder berührten sich und dann gab es kein halten mehr. Ausgehungert fielen sie übereinander her. Drängten sich näher, berührten sich, konnten kaum genug voneinander bekommen.
Wild und leidenschaftlich umzüngelten sich ihre Zungen. Fochten einen erotischen Kampf.
Hände suchten sich Wege unter die Kleidung um sich endlich nackt zu spüren.
Sam zog ihm das Shirt über den Kopf. Seine Finger glitten über die festen Muskeln.
Er zog kleine Kreise um Deans rechte Brustwarze, brachte den anderen damit zum erbeben.
„Nicht hier,“ flüsterte Dean.
So hatte er sich das nicht gedacht.
„Lass uns duschen gehen und dann zeige ich meine Überraschung.“
Er packte Sams Handgelenk und zog ihn mit sich ins Bad.
Dort drehte er das Wasser auf.
Schnell erledigten sich ihre Sachen und stiegen in die Dusche. Sie sollte nur ein kleines Vorspiel werden. Den Hauptgang gab es nachher im Bett.
Sam stöhnte hemmungslos, als sich Finger um seine Härte schlossen. Darauf hatte er schon den ganzen Tag gewartet.
„Dean,“ keuchte er immer wieder.
Hart rieb er sich an seinen Bruder. Von dem heißen Wasser bekam er nicht viel mit. Dafür war die Lust in seinem Inneren zu groß.
So dauerte es auch nicht lange bis er kam.
Stöhnend kam er in Deans Hand. Die Augen geschlossen, lehnte er an der Wand in seinem Rücken und genoss die Nachwehen des Orgasmus.
Dean plünderte erbarmungslos seine Lippen und er ließ es sich nur zu gern gefallen.
Nachlässig wuschen sich beide. Nur für das Abtrocknen nahmen sich mehr Zeit.
„So Sammy. Das war der erste Teil. Heute Nacht brauchst du einen langen Atem. Warte bitte hier, bis ich dich rufe.“
Damit raubte sich Dean einen Kuss und verschwand.
Verwundert sah ihm der Jüngere hinterher. Was war denn heute mit Dean los?
Zuerst war er versucht ihm nachzugehen, aber dann blieb er doch stehen.
Ungeduldig trat er von seinem Bein auf das andere. Seine Blicke durchschweifte das kleine Bad und blieben schließlich an dem Spiegel hängen.
Kurz musste er sein Spiegelbild. Da er immer noch nackt war, sah er den kleinen Knutschfleck, welchen Dean ihm verpasst hatte.
Als die Tür aufging, sah er seinen Geliebten erwartungsvoll an.
Dieser grinste breit.
Zu Sams Glück hatte er sich noch nicht angezogen.
Er trat auf Sam zu und nahm seine Hand.
“Im Schlafzimmer erwartet dich eine kleine Überraschung,“ flüsterte er dicht an Sams Ohr, so dass es ihm eine Gänsehaut bescherte.
Seine Wangen glühten rot, als er über den Flur in ihr kleines Reich trat.

Teil 3:
Was er dort sah, ließ ihn den Atem stocken. Wie angewurzelt blieb er stehen, nahm diesen Anblick in sich auf.
Überall auf dem Boden standen Teelichter und spendeten warmes Licht. Auf dem kleinen Nachtschrank stand eine Schale mit Erdbeeren und eine mit Weintrauben. Daneben die Sahne und Schokosoße, sowie eine Flasche Wein.
Leise Musik rundete das Bild ab.
Sam war sprachlos. Tränen schossen in seine Augen. Es war wunderschön und das reichte nicht mal als Beschreibung.
Wärme stieg in dem Jüngeren auf und griff nach seinem Herzen. Es machte einen Sprung, als ihm bewusste wurde, dass Dean das nur für ihn gemacht hatte.
Langsam wandte er sich zu seinem Geliebten und fiel ihm in die Arme. Hart presste er sich an ihn und unterdrückte das Schluchzen. Ganz wollte er sich dann doch nicht blamieren. Gerade wenn Dean so eine tolle Stimmung schaffen wollte.
„Danke Baby. Das ist wundervoll,“ hauchte er.
Er war kaum fähig zu sprechen. Viel zu sehr war er gerührt.
„Ich hatte gehofft, dass es dir gefällt. Alles Gute zum ersten Jahrestag. Ich liebe dich Sammy und wehe du erzählst, das hier jemanden.“
Deans Stimme war ebenfalls rau. Es machte ihn unendlich glücklich, dass er Sams Geschmack getroffen hatte.
Der Jüngere nickte schüchtern. So viel Romantik hatte er von Dean nicht erwartet und es machte ihn wirklich glücklich.
Stürmisch küsste er seinen Liebsten. Plünderte gnadenlos dessen Mund.
Seine Arme umschlangen den Kleineren und streichelten die weiche Haut. Er ließ eine Hand über Deans Rücken zu dessen Po wandern. Langsam glitten seine Finger zwischen die Spalte und ließen Dean in den Kuss aufstöhnen.
Hart presste er sich an Sam. Spürte dessen Hitze und Erregung.
Diese Nacht würde nur ihnen gehören.
Unwillig löste er sich von den begehrlichen Lippen und dirigierte Sam Richtung Bett. Dieser legte sich auf den Rücken und sah Dean erwartungsvoll an.
Hart schluckte er, als sein Liebster einen schwarzen Seidenschal nahm und erst den rechte und dann den linken Arm an das Bett fesselte.
Die Fesseln waren recht locker, so dass sich Sam immer noch befreien konnte.
Hungrig ließ er seine Blicke über Sam wandern. Er leckte sich die Lippen und grinste. Ja, genau so wollte er ihn. Ihm völlig ausgeliefert.
Es war ein erregendes Gefühl, den Mann seiner Träume völlig willenlos und ausgeliefert vor ihm liegen zu haben.
Sam schluckte schwer. Eine Gänsehaut überzog seinen schönen Leib. Aber er hatte keine Angst. Bei Dean war er sicher, dass wusste er. Ihm vertraute er.
Dennoch war es neu. So etwas hatten sie noch nie getan.
Dean kniete zwischen seinen geöffneten Beinen und genoss diesen Anblick. Noch nie war Sam so schön gewesen.
Die Wangen leicht gerötet, die Augen glasig vor Lust.
„Vertraue mir. Du wirst es nicht bereuen,“ schnurrte der Ältere.
Langsam beugte er sich nach vorn, strich mit einem Finger über Sams Brust und genoss dabei das sanfte Erschaudern unter seinen Fingern.
„Du bist so schön.“
Sam konnte nur schwer schlucken. Leicht ruckelte er an den Fesseln.
„Ich vertraue dir Dean. Bring uns zu den Sternen.“
Als ob dies ein Startschuss gewesen wäre, nahm Dean einer der Erdbeeren in die Hand. Sein Blick ruhte dabei in den Augen seines Bruders.
Langsam führte er sie zu den begehrlichen Lippen. Sein Körper berührte dabei Sams und beiden stöhnten leise auf.
Sie waren aufs äußerste erregt und jede kleine Berührung jagte Wellen der Lust durch ihre Leiber.
Die Spitze der Erdbeere ruhten einen Moment auf Sams Lippen, bevor dieser sie öffnete und die Frucht in seinen Mund glitt.
Seine Zunge schnellte nach vorn und umkreiste das feste Fruchtfleisch.
Die Blicke ruhten ungebrochen in Deans grünen Welten.
Dieser keuchte leise, genoss mit allen Sinnen dieses kleine Spiel. Dabei war es erst der Anfang.
Immer wieder zog er die Erdbeere etwas zurück und sah zu, wie Sam sich in den Fesseln streckte. Der große Körper bäumte sich auf, presste sich dabei immer wieder an Dean.
„Du kleines Biest. Es wird noch besser,“ flüsterte er.
Er ließ die Frucht in Sams Mund gleiten und dieser biss ein Stückchen ab. Langsam kaute er, sich immer bewusste, dass Dean jede Bewegung verfolgte.
Dieses Spiel gefiel ihm.
Dean schluckte hart. Dann ließ er den Rest der Erdbeere in seinem Mund verschwinden.
Sein Schwanz war jetzt schon hart, dabei hatte er noch gar nichts weiter gemacht. Aber das wollte er für den Moment ignorieren.
Jetzt galt es Sammy glücklich zu machen.
Dieser sah ihn mit glänzenden Augen an.
Dean beugte sich weit nach vorn, hauchte einen sanften Kuss auf diese schönen Lippen. Mehr wollte er jetzt nicht.
Viel lieber wollte er spielen. Sein Blick wanderte über den Schrank und er nahm sich die Flasche Schokosoße.
„Schau mal was ich hier habe. Willst du kosten?“
Da war er wieder. Dieser verführerische Ton eines Dean Winchester, dem Sam noch nie widerstehen konnte.
Er leckte sich über die trockenen Lippen und nickte.
„Ja, lass mich kosten,“ bat er.
Wieder grinste Dean. Langsam drehte er die Flasche in seinen Fingern, sich bewusst, dass Sam ihn beobachtete.
Der Jüngere keuchte überrascht auf, als die dunkle, kühle Soße seine Brustwarze traf.
„Dean,“ war alles was er sagte.
Aber dieser lächelte nur diabolisch. Dann setzte er auch auf die andere Brustwarze einen kleinen Klecks.
Der warme Körper unter ihm erschauderte, als er mit der Schokosoße kleine Kreise zog und dann weiter zum Bauchnabel wanderte.
Auch dort setzte er einen dicken Klecks.
Kurz begutachtete er sein Werk, leckte sich dabei abwesend über die Lippen. Das sah lecker aus. Aber Sammy war immer lecker. Egal wie.
„Jetzt bist du in Schokoladensoße getaucht. Ich könnte dich fressen,“ säuselte Dean.
Dann beugte er sich nach vorn und leckte über die kleinen Kleckse.
Sam stöhnte wild. Sein Körper bäumte sich auf, als Dean ihn berührte.
Mit der Zunge umkreiste er die rechte Brustwarze, saugte die süße Sünde in sich auf. Unter seinen Berührungen wurden sie augenblicklich hart und reckten sich dem Älteren entgegen. Genau wie etwas anderes.
Immer wieder leckte und saugte er an der rechten Warze, kümmerte sich dann aber genau so hingebungsvoll um die Andere.
Sam keuchte und stöhnte unter ihm. Reckte sich den Liebkosungen entgegen. Er wollte mehr davon.
Es fühlte sich komisch an, sich nicht bewegen zu können. Er war Dean völlig ausgeliefert, aber er genoss er mit jeder Zelle.
Dabei wäre es ein leichtes für ihn gewesen sich zu befreien.
Als sich Dean an ihn presste, schlang er die langen Beine um seinen Freund.
Weiche Lippen plünderte seine und er schmeckte Schokolade. Hungrig küsste er Dean. Konnte kaum genug bekommen.
Sein Leib stand bereits in Flammen. Reine, wilde Lust jagte durch ihn hindurch und wollte gestillt werden. Aber Dean wollte spielen.
Dieser rieb sich hart an ihn, verschmierte so die dunkle Sünde zwischen ihnen.
Atemlos sah er Dean an, als dieser sich von ihm löste.
„Du machst mich wahnsinnig, Baby. Und du bist lecker,“ grinste er.
Der Ältere stupste ihn mit der Nase an.
„Das will ich doch hoffen. Aber es geht noch weiter.“
Er stemmte sich auf die Arme und richtete sich auf.
Auch wenn alles in ihm nach Sam schrie, so war er noch nicht so weit.
Kurz musterte er die Sauerei auf Sams Bauch und grinste wieder.
Ohne weiter darüber nachzudenken, nahm er erneut die Soße zur Hand. Unter den begehrlichen Blicken seines Liebsten gab er ein paar Tropfen auf dessen schöne Lippen. Sie zitterten leicht, als die Schokolade über sie lief.
Die klebrige Flüssigkeit rann über die Mundwinkel und Dean leckte sofort darüber. Er schnurrte leise, bevor er seinen Mund auf Sams presste.
So schmeckte sein Kleiner noch besser.
Willig gab sich Sam den Kuss hin. Er schmeckte Dean und die Schokolade, eine leckere Variante.
Leidenschaftlich umkreisten sich ihre Zungen.
Schwer atmend löste sich Dean jedoch von ihm. Keuchen sah Sam ihn an. Konnte kaum genug von dem anderen bekommen.
Dean grinste wieder, als er nach der Sahne griff und diese schüttelte. Oh ja, jetzt würde es richt losgehen.
Er nahm eine Erdbeere aus der Schale und sprühte diese ein. Kleine, weiße Funken flogen durch die Luft und hinterließen kleine Punkte auf ihren Körpern.
Sam funkelte die Erdbeere an. Sein Blick war Lustgetränkt. Das hier war die reinste Folter.
Breit grinsend führte Dean die Erdbeere zu den begehrten Lippen. Diese öffneten sich augenblicklich. Sams Zunge schnellte nach vorn und leckte über die Sahne. Immer und immer wieder.
Hart presste sich Deans Geschlecht an seine Körpermitte, trieb ihn damit noch mehr an.
Der Ältere schluckte hart. Dieser Anblick reichte aus, um ihn fast kommen zu lassen.
Dabei hatte er das Gefühl diese Lippen an seinem Schwanz spüren zu können.
Ein Stöhnen entrann seiner Kehle.
Wie konnte ein einzelner Mann nur solche Gefühle in ihm auslösen?
Sam knabberte an der Erdbeere. Von der Frucht schmeckte er dennoch nicht viel. Sein ganzes Denken und Fühlen galt den Berührungen.
Wenn das so weiter ging, würde er bald kommen.
Sein Adamsapfel hüpft, als er immer wieder schluckte.
Schweiß glänzte auf dem leicht gebräunten Körper. Aber das war Dean egal.
Langsam zog er mit der Sahne kleine Kreise und Linien auf dem begehrten Leib. Er sprühte die Brustwarzen ein und zog dann eine dicke Spur zu Sams Körpermitte.
Direkt vor dessen Scham hielt er inne.
Nur zu deutlich spürte er das Verlangen seines Liebsten. Der unbändige Wunsch nach Berührungen.
Als er den Kopf hob und in diesen wunderschöne Augen blickte, wusste er, warum er das alles tat.
Mit der Zunge folgt er dem Weg der Sahne. Leckte und saugte sie in sich auf, spürte dabei das Beben unter sich.
Unruhig zerrte Sam an seinen Fesseln. Der junge Körper wand sich vor Lust.
Es war nur seiner Selbstbeherrschung zu verdanken, dass er nicht seine Kräfte nutzte um sich zu befreien.
Er wollte Dean endlich spüren. Er sollte ihn nehmen. In ihm sein.
„Dean, bitte,“ flehte er.
Aber dieser dachte nicht daran.
Viel lieber ließ er seine Zunge in dem Bauchnabel kreisen.
Erst nachdem er die Spuren der Sahne vernichtete hatte, folgte er dem Drängen.
Sein Kopf senkte sich über das harte Glied.
Sam stöhnte auf und hob sein Becken etwas an. Früher hatte er nie um Sex gebettet, aber jetzt war es anders. Er war süchtig nach Dean und all den unanständigen Dingen, die sie taten, auch wenn er das nie zugeben würde.
Eine vorwitzige Zunge strich über die Schwanzspitze, aber nur kurz. Dann wanderte sie weiter zu den weichen Hoden. Immer wieder stupste Dean mit der Zunge dagegen und hinterließ eine feuchte Spur.
Der Jäger leckte und knabberte über jedes bisschen Haut, was er erreichte, wusste er doch, das er Sam damit wahnsinnig machte.
Der keuchte und stöhnte. Jeder klare Gedanke war aus seinem Kopf verschwunden. Im Moment zählte nur Deans Zunge, die ihn wahnsinnig machte.
Der Atem floh nur so aus seiner Lunge.
Lust und Gier jagten durch seinen Körper. Er wollte endlich mehr.
„Dean, Baby. Ich komme gleich.“
Das spürte auch Dean.
Kurz hauchte er ein paar Küsse auf das heiße Fleisch, dann richtete er sich langsam auf. Sein Blick traf den seines kleinen Bruders. Das Herz in seiner Brust machte einen wilden Sprung. In den schönen braunen Augen lag Lust und Liebe.
Harsch küsste er ihn. Zwängte seine Zunge in das fremde Reich und plünderte alles was er kriegen konnte.
Sam wand sich unter ihm, gab sich dem Kuss hin. Die Lust in ihm brauchte einen Kanal.
Überrascht keuchte er in den Kuss hinein, als er Finger an seinem Damm spürte. Sanft liebkosten sie ihn und drangen in ihn ein.
Sein Körper bäumte sich auf und drängte sich näher.
Das war die reinste Folter. Süß und unwiderstehlich.
„Nimm mich endlich,“ keuchte Sam zwischen den Küssen.
Er hielt es nicht mehr aus. Der Finger, der ihn massierte war schön, aber er wollte den harten Schwanz in sich haben.
„Ich soll dich vögeln? Willst du mich in dir spüren?“
Deans Stimme war dunkel vor Lust. Es machte ihm Spaß seinen Schatz zu reizen.
Liebte er es doch, wenn Sam bettelte.
Aber er wollte es genau so.
Ein leises Knurren antworte ihm. Mehr brachte der junge Mann nicht zu standen.
Er wollte endlich genommen werden.
Nur zu gern kam Dean dieser Aufforderung nach. Schnell schnappte er sich das Gleitgeil und verteilte eine große Portion auf seinem Penis.
Mit weit geöffneten Beinen lag der Jüngere unter ihm, so, als könnte er es nicht mehr erwarten von Dean genommen zu werden.
Kurz hauchte er einen Kuss auf die sinnlichen Lippen, bevor er vorsichtig in ihn eindrang.
Wild keuchend, hob Sam sein Becken und kam seinem Liebsten entgegen.
Der Schmerz war nichts im Vergleich zu der wilden Lust, die ihn fesselte. Alles in ihm schrie nach Dean.
Langsam schob dieser sich immer weiter in den engen Leib.
Es war immer wieder neu und eng. Aber er liebte es.
Sofort umschlang Sam ihn mit seinen langen Beinen und zog ihn näher. Ließ aber immer noch genug Spielraum, damit dieser sich bewegen konnte.
Auch wenn alles in ihm schrie seinen Freund endlich zu berühren.
Sein Körper war bis aufs äußerte angespannt, als er Dean ganz in sich spürte.
Dieser hielt still und hauchte sanfte Küsse auf die breite, haarlose Brust.
Sam stöhnte laut auf, als sich Dean langsam bewegte.
Zuerst waren die Stöße langsam und zaghaft, aber bald wurde er schneller und wilder.
Schnell hatten sie einen gemeinsamen Rhythmus gefunden.
Der Raum wurde von lauten und zügellosen Stöhnen erfüllt. Keiner der beiden konnte und wollte sich zurück nehmen.
Die Lust fraß sich durch ihre Leiber und drängte immer weiter.
Dean berührte den magischen Punkt in Sam und ließ ihn Sterne sehen. Fast hätte er die Kontrolle verloren und sich losgerissen, aber er wollte es genießen.
Dean stieß immer wieder zu, während seine Hand Sams Penis massierte und ihn damit noch weiter trieb.
Mit einem letzten Kraftvollen Stoß, ergoss er sich in seinem Liebsten und der folgte ihm Augenblicklich über den Rand hinweg.
Der Fall ließ ihn Sterne sehen und raubte ihm all seine Kraft.
Immer wieder keuchte er Deans Namen, als der Samen aus seinem Körper floss.
Schwer atmend sank er auf den großen Körper unter ihm.
Es dauerte lange bis sich seine Atmung und Herzschlag wieder beruhigt hatte.
Sein Körper glänzte vor Schweiß, aber er war unendlich glücklich.
Erst als er Finger in seinem kurzen Haar spürte, blickte er auf.
Sam hatte die Fesseln mit Hilfe seiner Kräfte gelöst und streichelte ihn sanft.
„Alles liebe zum Jahrestag,“ hauchte Dean.
Träge hob er den Kopf und raubte sich einen Kuss.
Sofort gab sich Sam diesem Kuss hin und erwiderte ihn willig.
„Danke, Baby. Das war der Hammer. Du bist der Hammer,“ flüsterte er.
Eine ganze Weile lagen sie einfach nur da. Berührten und küssten sich. Eine sanfte Zufriedenheit lag über den Brüdern.
Nur die leise Musik war zu hören und die Kerzen spendeten Licht.
Glücklich schmiegte sich Sam an den warmen Körper und spürte dessen Herzschlag.
„Dean? Ich habe auch noch ein kleines Geschenk für dich,“ sagte er leise.
Verwundert hob der Ältere den Kopf. War er doch fast eingeschlafen.
Seine grünen Augen folgten Sam, als dieser sich unter Protest erhob und zu seiner Tasche ging. Gekonnt wackelte er mit dem Hintern und registrierte zufrieden das leise Schnauben.
Seine Finger zitterten leicht, als er nach dem kleinen Kästchen griff und damit zurück zum Bett ging.
Schwer ließ er sich darauf nieder und lächelte schüchtern.
Grüne Welten musterten ihn. Dean legten den Kopf schief, sah ihn einfach nur an.
Sam schluckte schwer.
„Die hier habe ich machen lassen. Ich.., ich will das jeder weiß, dass du mir gehört. Ich hoffe es gefällt dir.“
Leichte Angst schwang in den Worten mit, als er den Deckel des kleinen Kästchens öffnete und Dean die Ringe zeigte.
Dieser starrte sie an und schluckte schwer.
„Sammy, sie sind wunderschön. Danke,“ flüsterte er.
Seine Stimme klang belegt, als er einen der Ringe in die Hand nahm und ihn leicht drehte. Das Silber glänzte im schwachen Licht der Kerzen.
Sam atmete geräuschvoll aus und lächelte leicht.
Dean hielt den Ring näher ans Licht, damit er die Inschrift lesen konnte.
Dean. 27.11.2009
Sein Blick wanderte zu seinem Liebsten und er musste ebenfalls grinsen.
„Du hast unsere Namen und das Datum des ersten Kusses eingravieren lassen? Du bist verrückt. Aber sie sind toll.“
Er wollte den Ring über seinen Finger schieben, aber er passte nicht.
Ein leises Lachen ertönte, als Sam ihm den richten Ring gab und ihn über Deans Finger schob.
„Ein Zeichen meiner aufrichtigen Liebe zu dir. Bitte trag ihn. Castiel hat sie für uns geweiht und geschützt.“
Damit presste er sich an den begehrten Leib.
Dean schlang seine Arme um ihn, zog ihn näher an sich.
Sanft strichen seine Finger über Sams Rücken.
„Ich werde ihn immer tragen. Dann weiß jeder, dass wir zusammen gehören. Und ich dachte, du machst mir einen Antrag.“
Gekonnt hob er eine Augenbraue und grinste.
Sam starrte ihn kurz an und schüttelte dann den Kopf.
„Das mein Lieber wäre dann dein Part. Du bist der Ältere.“
Damit warf er sich auf Dean und begrub ihn unter sich.
Leidenschaftlich küssten sie sich, genossen die Nähe des jeweils anderen.
In dieser Nacht bekamen sie nicht viel Schlaf, aber das war es ihnen wert.
Niemand wusste was morgen oder in einem Jahr passieren würde.
Nur ihre Liebe war ihnen sicher.


~~~~~OWARI~~~~~