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24

Catching Santa Claus [Ira]

Türchen 24

Um zwei Uhr morgens drehten Santa und Niklas gerade zum nächsten Ort ab. Sie hatten schon fast alle Europäischen Länder besucht und nur noch drei Säcke. Dann konnte es nach Hause gehen und Niklas freute sich schon, denn er wollte mit Tobi wieder ins Bett und kuscheln. Zumal seit zwei Stunden Weihnachten war und sie dann gleich nach dem aufstehen feiern konnten.

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Tobias hielt sich tapfer, aber trotzdem nickte er zwischendurch immer mal kurz ein. Daran würde er sich auch noch gewöhnen, da war der Braunhaarige sich sicher.

Er war auch froh, dass es nicht mehr allzu viel war. Denn langsam aber sicher wurde Tobi kalt, da halfen auch die dicken Sachen oder die Decke nicht viel. Eine Weile würde er das schon noch aushalten, aber sie waren ja auch schon so gut wie fertig.

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Niklas bemerkte, dass Tobi mit den Zähnen klapperte und zog ihn in den Arm, küsste ihn liebevoll auf die Lippen. "Du siehst ja, wir haben nur noch die drei Säcke und dann geht es wieder nach Hause. In ungefähr drei Stunden sind wir daheim. Dann können wir uns noch mal ins Bett kuscheln."

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Der inzwischen 24-Jährige nickte und kuschelte sich näher an Niklas. Drei Stunden, dann würden sie schlafen gehen und seinen Geburtstag gebührend beginnen.

Das hörte sich doch nach einem guten Plan an.

Auch wenn er ihn ohne Freunde und Familie verbringen würde. Er hatte sich für ein Leben an Nikis Seite entschieden, da würde es schon nicht so schlimm werden.

"Hört sich gut an. Bis dahin werde ich es schon aushalten."

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"Natürlich. Mit vierundzwanzig kannst du doch tapfer durchhalten", lächelte Niklas sanft und küsste Tobi auf die Wange. "Apropos... alles Gute zum Geburtstag Liebling. Ich wollte dir eigentlich kurz nach Null Uhr gratulieren, aber da war ich ja gerade am Geschenke verteilen und somit kann ich erst jetzt."

"Auch von mir alles Gute. Geschenke gibt es dann zu hause", wünschte Santa von der Seite und lachte Tobias an.

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Tobi strahlte die beiden an. "Danke euch beiden. Aber ich braue doch keine Geschenke, weil ich doch dich habe, Niklas. Du bist mir mehr wert als alle Geschenke zusammen", erklärte der Braunhaarige und holte sich dann einen richtigen Kuss von seinem Freund.

Mit ein bisschen Kuscheln wäre das ganze jetzt schöner, aber er wollte sich nicht beklagen und sie würden es ja nachhole. Also meckerte der Spielzeugmacher nicht und sah lieber dem Moment entgegen, wenn sie wieder am Nordpol landeten und er sich mit seinem Freund ins Bett kuscheln konnte.

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}|{

Am Nordpol landete gerade der Schlitten mit Tobis Familie und Freunden. Die Rentiere waren so schnell geflogen, wie sie konnten, so wie Michel es ihnen gesagt hatte. Immerhin mussten sie vor dem Weihnachtsmann wieder da sein und das hatten sie geschafft.

Michel lief stürmisch aus dem Haus und begrüßte die Neuankömmlinge, brachte sie ins Haus und erklärte ihnen wo sie schliefen und bot ihnen Essen und Trinken an, bevor er zurück zum Schlitten huschte und ihn und die Rentiere an den richtigen Platz zurück brachten. Immerhin sollte keiner erfahren, dass sowohl Rentiere als auch ein Schlitten ausgeborgt worden waren.

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Leoni und Stefan bedankten ich bei dem jungen Mann und entscheiden dann, erst einmal schlafen zu gehen. Immerhin wollten sie fitt sein, wenn ihr Sohn kam und sie ihm zum Geburtstag und Weihnachten gratulieren konnten.

Uli und Gabi hingegen in ihrem Zimmer, entschieden sich, erst einmal etwas zu essen. Sie hatten schon früher oft in einem Bett geschlafen, somit war das für sie kein Problem. Und da sie, schon ziemlich lange beste Freunde waren und sie wussten, dass sie nichts voneinander wollten, erst recht nicht.

So zogen sich die beiden nach einer kurzen Mahlzeit um und legte sich dann ebenso schlafen.

Wenig später waren beide Zimmer wieder dunkel und ruhig.

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Gegen fünf Uhr morgens landete der große Weihnachtsmannschlitten wieder im Hof, nur leere Säcke und die drei Geschenkeverteiler an Bord. Müde stieg Niklas aus und half Tobias aus dem Schlitten, fing ihn sicher auf, als er strauchelte, und küsste ihn liebevoll auf die Lippen. "Wir sind daheim. Gleich kannst du ins Bett", versprach der Blonde und führte mit Santa die Rentiere nacheinander zurück in den Stall. Um den Schlitten würden sich die Elfen kümmern. Reinstellen würden sie ihn nicht, denn heute würde er wieder beladen werden und heute Nacht ging es ja dann gleich weiter.

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Tobias nickte nur träge und lief zum Haus, lehnte sich dort an die Wand damit er nicht einfach umkippte. Er war wirklich müde und dabei hatte er gar nicht so viel gemacht. Er konnte sich das auch nicht erklären. Aber sie würden ja gleich ins Bett kommen.

Der Wuschelkopf wäre beinahe eingeschlafen, wenn in dem Augenblick nicht Niklas wieder gekommen wäre und ihn mit ins Haus gezogen hätte. Mühsam schälten sich beide aus den Sachen und schlichen dann eher die Treppe hinauf. Und wenn sie einer stören würde, konnte er sich warm anziehen.

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Oben im Zimmer angekommen, schloss Niklas als erstes wieder ab und zog Tobias dann an sich, bedeckte langsam und sanft seine Lippen, nur kurz. "Entschuldige. ich wollte dich nur nochmal küssen und lieb haben. Du bist müde, ich weiß. Ab ins Bett!", lächelte er und zog Tobi dann rasch aus.

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Der Kleinere erwiderte den Kuss und leckte sich dann über die Lippen. “Wir können ja noch ein wenig im Bett kuscheln, bevor wir einschlafen“, murmelte er und half dann auch Niklas mehr schlecht als recht aus dessen Klamotten.

Danach griff er nach der Hand des Blonden und zog ihn mit zum Bett und dort dann auf sich. Mh... er mochte den Körper auf sich und das Gewicht. “Ich bin froh dich zu haben und das du mich so akzeptierst wie ich bin.“ Sanft holte sich der Braunhaarige noch einen Kuss.

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Niklas schnurrte auf und begann sanft über Tobis Arme zu streicheln, während er den Kuss liebevoll erwiderte. Gerne hätte er jetzt mit Tobias geschlafen, hatte richtig Lust auf ihn, doch Tobi war müde. Also löste er bedauernd den Kuss und lächelte zärtlich nach unten. "Schlaf jetzt Süßer."

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Das Letzte was Tobias noch mitbekam bevor er einschlief, waren die Worte von Niklas und wie er seine Arme um ihn schlang, damit er nicht so einfach abhauen konnte. Der Blonde war ihm ja nicht so schwer und so konnte er ruhig auf ihm liegen bleiben.

Zufrieden und mit einem Lächeln träumte Tobi von ihrer gemeinsamen Zukunft.

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Niklas betrachtete voller Liebe das Gesicht seines Freundes, küsste die Nase und Stirn und schloss dann die Augen. Auch er war müde und wenn er jetzt schlief, erwachte er womöglich gemeinsam mit Tobias und sie konnten sich doch noch lieben. Bis dahin würde Niklas einfach davon träumen.

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Ein paar Stunden waren seitdem die beiden ins Bett gefallen waren schon vergangen und Tobi hatte gerade einen ziemlich lebhaften Traum. Nur warum er da Niklas Sklave war, war nicht so ganz ersichtlich.

Aber dem Braunhaarigen schien der Traum trotzdem zu gefallen, denn er wurde erregt und weil sie irgendwann im Schlaf die Positionen getauscht hatten, rieb sich Tobi noch halb schlafend an seinem Freund.

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Niklas erwachte aus einem erotischen Traum mit Tobias, weil ihn irgendetwas störte. Seine Libido. Grummelnd erwachte er und spürte nach und nach den weichen Körper Tobis an sich, speziell eine nicht ganz so weiche Stelle tiefer gelegen.

Sofort stöhnte er auf und war hellwach. Mensch, da ging aber einer ran! "Wow Tobi...", murmelte er erregt und erwiderte die Reibung, legte sofort beide Hände auf Tobias' Knackpo und zog ihn fest an sich.

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Als sich die Reibung so plötzlich erhöhte, stöhnte Tobias auf. Denn das spürte er sogar noch bis in seinen Traum. Das fühlte sich so real an. Der Wuschelkopf murmelte ein: “Macht mit mir was Ihr wollt Herr. Ich gehöre euch“, während er begann an Niklas Hals zu knabbern.

Er war zu sehr in seiner Phantasie und in der Vorstellung gefangen, als das er bemerkte, dass er das wirklich sagte.

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Niklas stutzte und grinste dann versaut. Sklavenspielchen? So kannte er Tobi ja gar nicht! Aber er würde auf ihn hören. Schnell drehte er Tobi auf den Rücken und begann sich sinnlich an Tobis Körper hinab zu küssen, bis er ihm die Boxershorts ausziehen und dessen Glied küssen konnte. Nebenbei fischte er nach der Gleitgeltube, die sie vorgestern auf den Nachttisch gelegt hatten, und strich sich etwas davon auf die Finger, bevor er einen zart eindringen ließ.

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Der Jüngere stöhnte auf, als er den feuchten Mund um sein Glied spürte und der erste Finger, der in ihn drang. Der Traum war einfach nur heiß.

Tobias bog seinen Rücken durch und hob sich dem Finger entgegen. "Herr, bitte. Mehr! Füllt mich aus. Mach mich zu eurem Eigentum", bettelte Tobi.

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Niklas erzitterte bei der Bitte Tobis. Was hatte sein Freund nur für versaute Gedanken. Aber er kam gerne dessen Wunsch nach. Schnell weitete er den Dunkelhaarigen mit zwei, dann drei Fingern, bevor er sein Glied mit Gleitgel beschmierte und zart in Tobi glitt. Er hatte keine Ahnung wie das mit den Kondomen ging, also musste es ohne gehen.

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Seit Blut pumpte sich immer schneller durch seinen Körper, je mehr Tobias geweitet wurde. Als er Niklas Glied in sich fühlte, schrie er laut auf und riss seine Augen auf.

Tobi verdrehte seine Augen, als er an sich herabblickte und sah, wie der Blonde immer wieder in ihn hinein glitt und sich zurückzog.

Seine Hände verkrallten sich im Laken, damit er Niklas nicht wehtat. "Gott Niki, mach weiter. So gut", murmelte er rau.

Der Traum war ja schon heiß gewesen, aber das gerade, überbot alles. Er musste sich auch in der Wirklichkeit an Niklas gerieben haben und der hatte das als Aufforderung verstanden.

Nicht das der 24-Jährige etwas dagegen hätte, so wurde er gerne geweckt.

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"Kein 'Herr" mehr?", grinste Niklas und wischte sich den Schweiß von der Stirn, drang immer wieder tief in Tobi ein und zog sich zurück, um gleich wieder zu kommen. Es war so wundervoll verbunden zu sein. Niklas liebte das und Tobi offensichtlich auch.

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Tobias sah gerade so intelligent aus wie ein Meter Feldweg. /Herr?/, brachte er seine Gedanken mühsam zum Arbeiten, während er immer wieder aufschrie, wenn Niklas so richtig den einen Punkt in ihm traf.

Oh Gott. Er hatte geredet, während er geträumt hatte. Dann war es kein Wunder, das Niklas so ran ging.

"Wenn es Euch besser gefällt, dann nenne ich Euch wieder Herr", erwiderte der Braunhaarige und bewegte sich mit seiner Hüfte gegen Niklas. "Bitte Herr, nehmt mich fester. Ich brauche es. Euer hartes Glied in mir, wie es mich weiter pfählt."

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Das war Niklas dann doch zu viel. "Lieber doch nicht mehr dieses Sklavengerede, ja?"; bat er und lehnte sich vor, um Tobi liebevoll zu küssen. Offenbar hatte sein Schatz nur geträumt und nicht wirklich dieses ganze 'Herr'-Gerede sagen wollen. Jetzt wollte er ihn nicht dazu zwingen und außerdem fand der Blonde es viel viel schöner, wenn sie zwei sich Liebende waren und nicht Herr und Sklave.

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Der Braunhaarige nickte nur und während er den Kuss erwiderte, frech mit seiner Zunge in Niklas Mund eindrang und alles plünderte, schlang er seine Arme um seinen Freund. Die eine Hand streichelte über den feuchten Rücken, während die andere eine der knackigen Backen massierte.

Schwer atmend löste Tobi irgendwann denn Kuss und hauchte ein liebevollen: "Ich liebe dich Niklas und weiß gar nicht, womit ich dich verdient habe. Du bist das Beste was mir passieren konnte."

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"Ich liebe dich auch Tobi... das weißt du und ich hoffe du wirst es nie vergessen!", stöhnte Niklas und schloss die Augen, ließ sich dann ganz auf der Welle der Lust treiben, stieß immer wieder und wieder in Tobias und schob schließlich eine Hand in Tobis Schoß, um dort das steife Glied zu umfassen und im Takt seiner Stöße zu massieren.

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Die Lieder schlossen sich über den grauen Augen, damit sich Tobias nur noch aufs Fühlen konzentrieren konnte. Die Stöße von Niklas waren so genau richtig, trafen immer öfters seine Prostata.

Rau schrie Tobias den Namen seines Freundes, denn die Hand die sich um seine pralle Erregung legte und sie so richtig massierte, machte ihn Wahnsinnig. Nun war er der Erste der es nicht mehr lange aushalten würde.

"Engelchen, ich kann nicht mehr lange", keuchte der 24-Jährige abgehackt, krallte sich stärker in das Laken. Sein Becken hob er so gut es ging den Stößen entgegen.

Und wirklich, kurz nachdem Tobias es gesagt hatte, kam er schreiend in Niklas Hand und seine Muskeln verengten sich um die Erregung des Blonden.

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Niklas schrie leise auf und biss sich auf die Unterlippe, als Tobi sich rhythmisch um ihn verengte, ihn mit riss und er schließlich tief in seinem Freund vergraben kam. Erschöpft sackte er auf dem Dunkelhaarigen zusammen und atmete schwer, vergrub das Gesicht in Tobis Halsbeuge, küsste die empfindliche Haut dort

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Schwer atmend aber glücklich lag Tobias da und genoss es noch immer mit seinem Freund verbunden zu sein.

Träge streichelte er über den Rücken und die Haare, während er die Küsse auf seinem Hals genoss. "Das war einfach nur unglaublich, Niki", murmelte der Braunhaarige. "So wache ich gerne auf." Leise kicherte er und hauchte seinem Freund einen Kuss auf die feuchte Stirn.

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"Ich auch! Ich hoffe es stört dich nicht, dass ich kein Kondom genommen habe. Ich wusste nicht wie...", murmelte Niklas und schloss die Augen, genoss ihre Nähe. "Hoffentlich weckt uns so früh keiner. Ich würde gerne noch mal schlafen... ."

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Beruhigend wanderte die Hand vom Rücken zu der Seite und streichelte sie. "Nein, ist schon in Ordnung. Solange wir nicht mit anderen Männern schlafen, brauchen wir eigentlich auch keine. Aber du warst gestern so fasziniert davon", erklärte Tobias und nickte dann.

"Ja, das wäre äußerst unpassend. Aber vielleicht schlafen die anderen auch noch alle. Dein Vater ganz bestimmt. Der ist ja auch erst spät ins Bett gekommen."

Tobi löste seine Hand aus den Haaren und angelte nach der Decke, damit Niklas nicht kalt wurde. Er lag hier ja ganz gut unter seinem Freund. Die Decke breite er dann über sie beide aus.

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"Hm ich habe nicht vor mit anderen Männern zu schlafen, überhaupt mit keinem anderen.", murmelte Niklas müde und war schon wieder kurz davor einzuschlafen. Es war schön noch in Tobi gebettet zu sein, die Verbindung noch weiter aufrechterhalten zu können. Es dauerte nicht lange, dann war er auch schon wieder tief im Land der Träume versunken.

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"Das weiß ich", wisperte Tobias und hauchte einen Kuss auf die Haare.

Ein warmes Lächeln schlich sich auf die Lippen des Braunhaarigen, als er wenig später die tiefen Atemzüge seines Freundes hörte. Er war wirklich noch einmal eingeschlafen.

"Träume schon", murmelte der Jüngere und schloss dann selbst noch einmal die Augen, um ein wenig zu dösen.
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}|{

Stunden später, um halb zwölf um genau zu sein, ertönte ein zaghaftes Klopfen an der Tür. "Hey ihr zwei. Es gibt bald Mittag. Vielleicht wollt ihr aufstehen und duschen?", erklang Cloes Stimme und Niklas blinzelte, drehte sich zur Tür und murmelte ein "Wir kommen", bevor er sich auf den Rücken rollte - dabei aus Tobi rausrutschend. Müde streckte er sich und blickte dann zu Tobi rüber, hob eine Hand und streichelte die weiche Wange. "Hey mein Hübscher. Stehst du mit mir auf?"

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Tobias grummelte leise und öffnete dann seine Augen. "Ist doch gerade so bequem. Aber gut, sonst verhungere ich und ich muss doch was essen, damit wir die Kalorien dann wieder abtrainieren können", grinste der Kleinere frech und hamsterte sich noch einen Kuss, bevor er aufstand und sich ein Handtuch nahm.

Er konnte die Kleidung von gestern noch mal nehmen, die war vollkommen in Ordnung. "Kommst du Engelchen oder muss ich alleine unter die große böse Dusche?"

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"Ich lass dich an solch gefährliche Orte doch nicht alleine gehen", schmunzelte der blonde Lockenkopf und suchte sich frische Sachen aus dem Kleiderschrank, bemerkte dabei mal wieder, dass nur seine Sachen in dem Kleiderschrank hingen. "Sag mal Schatz. Magst du im neuen Jahr nicht mal mit mir gemeinsam zu dir fliegen und deine Sachen herholen?"

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"Das ist gut, dass du mich da nicht alleine hin lässt. Sonst ertrinke ich noch", kicherte Tobias albern.

Der 24-Jährige, der sich gerade das Handtuch um die Hüften band, blickte bei der Frage auf. "Sicher, Engelchen. Nichts lieber als das. Wollte ich eigentlich schon lange, aber dann kam ja die Sache mit Michel dazwischen. Aber gleich im neuen Jahr, wenn du Zeit hast, holen wir das nach. Ich muss ja auch meine Wohnung und so kündigen", überlegte der Braunhaarige.

Da musste eine Menge gemacht werden und er musste schauen, ob er die Eisenbahn irgendwo aufstellen konnte.

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"Wir können dann ja vielleicht auch das Zimmer umräumen, damit auch einige Sachen und vor allem Möbel hier rein passen", überlegte Niklas. "Aber im Grunde hat das ja noch Zeit. Gehen wir erst mal duschen, dann gibt es Mittag und dann wird dein Geburtstag gefeiert!", strahlte Niklas und küsste Tobi noch mal sanft auf die Lippen, bevor er sich wieder ein Handtuch umband und ins Bad stiefelte.

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Schmunzelnd erwiderte der Kleinere den Kuss. Eben, sie hatten noch Zeit und Möbel die er behalten wollte, hatte er nicht so wirklich. Sie würden sehen.

Mit seinen Sachen auf dem Arm folgte Tobias seinem Freund und schloss dann die Badtür ab. Danach legte er seine Sachen wie sonst auch immer auf den Badewannenrand inklusive Handtuch und trat dann unter die Dusche, wo er das Wasser schon einmal anstellte.

Angenehm warm rann es über seinen Körper und Tobi schloss seine Augen, legte den Kopf in den Nacken, um das Wasser auch über sein Gesicht laufen zu lassen.

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Es dauerte nicht lange, da gesellte sich Niklas zu seinem Freund und ließ sich ebenfalls vom Wasser bedecken, seifte sich ordentlich ein und sorgte dafür, dass sowohl er als auch Tobias sauber wurden.

Erst als er zufrieden und frisch war stieg er aus der Dusche, trocknete sich ab und putzte sich dann die Zähne, bevor er in seine Kleidung stieg und noch mal die blonden Locken kämmte. "Also von mir aus könnten wir."

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Der Wuschelkopf folgte seinem Freund und nachdem er sich abgetrocknet und angezogen hatte, putze er sich seine Zähne.

Tobias versuchte zwar, seine Haare zu bändigen, aber sie machten einfach was sie wollten. Er hatte sich eigentlich schon daran gewöhnt, wollte es aber zumindest versucht haben, weil ja heute Weihnachten war. "Gut, gehen wir. Lassen wir deine Familie nicht warten", meinte der Spielzeugmacher.

Obwohl er sich um einen freundlichen Ton bemüht hatte, hörte man doch die Traurigkeit heraus, dass er das erste Mal Weihnachten ohne seine Familie und Freunde feiern würde. Aber das ließ sich nicht ändern.

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"Hey... komm mal her. Ich seh dir doch schon wieder an, dass du deine Familie vermisst", seufzte Niklas und zog Tobias in seine Arme, küsste ihn liebevoll auf die Stirn. "Oh Tobi... ich wünschte ich könnte dir deine Traurigkeit abnehmen...", flüsterte er und legte einen Arm um die Schulter seines Freundes. Hoffentlich hatte Michel es geschafft Tobis Freunde und Eltern hierher zu bringen... .

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Leise seufzend kuschelte Tobias sich in die starken Arme. "Ich... ich will es ja gar nicht zeigen, aber es passiert trotzdem. Ich bin glücklich, dass ich dich habe und dass ich mit dir meinen Geburtstag feiern kann. Auch Weihnachten. Aber ich vermisse nun mal meine Lieben. Tut mir leid, wenn ich dir die Stimmung verderbe", murmelte der Grauäugige zum Schluss leise.

Der Tag sollte nur schnell vorbei gehen und dann konnte Tobias sich unter der Decke verkriechen und hatte ein Jahr ruhe vor Weihnachten und seinem Geburtstag. Vielleicht konnten seine Freunde und seine Eltern nächstes Jahr mit ihm feiern.

"Lass uns runter gehen. Deine Familie wartet sicher schon", erklärte Tobi und lächelte tapfer.

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Tröstend gab Niklas seinem Liebsten nochmal einen Kuss, bevor er dessen Bitte nachkam und, immer noch einen Arm um Tobi gelegt, diesen in die Küche runter führte. Davor angekommen öffnete er die Tür und blieb dann lächelnd stehen. Michel hatte es geschafft! Dort am Mittagstisch saßen tatsächlich Stefan, Leoni, Gab und Uli und strahlten ihren Tobias an.

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In Gedanken war er bei seiner Familie, als Tobi mit seinem Freund zur Küche ging. Mit der Situation überfordert stand er kurz darauf in der Küchentür und glaubte, seinen Augen nicht zu trauen. Da saßen sie: Uli, Gabi, Mum und Dad und strahlten ihn an.

Wer auch immer dafür verantwortlich war, er war ein Engel. Ohne dass Tobias es verhindern konnte oder wollte, liefen Tränen über sein schönes Gesicht. Er war einfach so glücklich mit seinen liebsten Menschen feiern zu können.

"Mama, Papa. Gabi, Uli. Wie kommt ihr denn hier her?", wollte er leise wissen.

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"Oh das war Niklas Bruder Michel. Er schickte uns Eulen und ließ uns von den Rentieren abholen", erklärte Leoni und erhob sich, um ihren weinenden Sohn in den Arm zu nehmen und zu trösten. Währenddessen ging Niklas zu Michel und wuschelte ihm liebevoll durchs Haar. "Gut gemacht kleiner Bruder." Dann setzte er sich direkt neben ihn und betrachtete den glücklichen Tobi.

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Glücklich klammerte sich der 24-Jährige an seine Mutter, konnte es immer noch nicht wirklich glauben, dass sie hier waren. Nach einer Weile wurde er weiter gereicht an seinen Vater und schließlich an seine beiden Freunde. Die ganze Zeit lachte Tobias und diesmal liefen die Tränen vor Freude.

Als alle durch waren, stürzte er sich ohne Vorwarnung auf Michel, drückte ihn dann fest. "Danke Michel. Danke, dass du das gemacht hast", murmelte der Jüngere.

"Danke", murmelte er noch einmal, bevor er sich von Michel löste und sich frech auf Niklas Schoß setzte, ihn einfach in einen vernichtenden Kuss zog. Er hätte sich denken können, dass sein Freund etwas plante, denn er konnte ihn ja nie traurig sehen.

"Danke Engelchen. Das ist beim bestes Weihnachten und Geburtstag den ich je hatte. Ich liebe dich", wisperte er leise, so dass es keiner hörte.

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Niklas strahlte, weil sein Schatz wieder so glücklich war. "Du musst dich bei mir nun wirklich nicht bedanken. Ich hatte zwar die Idee, aber hätte es gar nicht schaffen können ohne Michel. Aber ich bin froh, dass du dich nicht auch so bei ihm bedankt hast", lachte er dann und der Rest am Tisch lachte mit.

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Gespielt schmollend boxte er dem Blonden leicht in die Seite. "Immerhin bist du mein Freund, da küsse ich nicht fremd. Außerdem liebe ich dich, da würde ich nie etwas mit einem Anderen anfangen."

Tobias nahm die Hand an der Niklas den Ring trug in seine und blickte lächelnd auf die beiden Ringe. "Du machst mich zum glücklichsten Menschen auf der Welt. Da geb ich dich sicher nicht mehr her."

Er stahl sich noch einen Kuss. "Sitzen bleiben oder soll ich auf meinen eigenen Stuhl damit du essen kannst?", wollte er leise wissen.

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"Wenn wir alleine wären, würde ich diese Position bevorzugen, doch deine Eltern wollen dich sicher ordentlich auf einem Stuhl sitzen sehen, wo sie sich doch extra den weiten Weg hierher gemacht haben", meinte Niklas und lächelte seinem Schatz sanft zu.

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Lautlos seufzend stibitze sich Tobi noch einen Kuss und rutschte dann von Niklas Schoß und setzte sich brav auf den Stuhl neben seinem Freund.

Er wollte ja auch mit seinen Eltern reden, wenn sie schon mal da waren.

Santa lachte leise in sich hinein und begrüßte dann selber noch Tobias Familie und Freunde, bevor er das Essen eröffnete.

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}|{

Das Mittagessen hatten sich alle schmecken lassen und während alle dann im Wohnzimmer saßen und redeten, waren Santa und Niklas schon wieder auf dem Rückweg mit dem Weihnachtsbaum, den sie noch geholt hatten.

Der Weihnachtsmann war das ja schon gewohnt und würde auch ohne Schlaf auskommen. Aber bei Niklas war er sich nicht so sicher.

Aber sie würden den Weihnachtsbaum dann erst einmal ins Wohnzimmer bringen und ihn dann alle zusammen schmücken. So wie eben jedes Jahr.

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Sanft landete der große Schlitten mit einem schönen großen Tannenbaum im Hof neben dem Weihnachtsmannschlitten und Santa und Niklas stiegen aus, schnappten sich gemeinsam den Baum und trugen ihn ins Haus hinein und dort dann ins Wohnzimmer. Niklas hatte sich dagegen entschieden den Nachmittag im Bett zu verbringen. Er wollte mit seinem Freund und seiner ganzen Familie Weihnachten feiern, anstatt zu schlafen.

"Hohoho, wir sind wieder da!", rief Niklas in die Wohnung.

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Tobias hatte sich irgendwann dazu entschieden, Carol beim Tragen der Kartons zu helfen, in denen der Christbaumschmuck lagerte.

Gerade trug er den letzten Karton ins Wohnzimmer, als er auch schon Niklas rufen hörte.

"Willkommen zurück Engelchen. Dann können wir jetzt ja schmücken", begrüßte er seinen Freund und hauchte ihm im Vorbeigehen einen Kuss auf die Wange.

Die Zwillinge wollten sich um die Lichterkette kümmern, während Luci ganz als letztes den Stern auf die Spitze stecken durfte. Um den Rest durften sich die anderen streiten.

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Niklas und Santa stellten den Baum, den sie bereits im Wald spitz gehackt hatten, in den Tannenbaumständer und schraubten ihn fest, achteten darauf, dass er gerade stand und lächelten sich dann zu. "Perfekt." Gemütlich ließen sich die beiden Männer auf das Sofa fallen und betrachteten den Rest der Familie, der wild zu schmücken begann.

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Der 24-Jährige machte es sich auf dem Schoß seines Freundes bequem und besah sich das Schmücken. Er würde nachher Luci hochheben, damit sie den Stern auf den Baum stecken konnte. Darum hatte die Kleine ihn gebeten.

So kuschelte er sich jetzt an seinen Freund und griff sich dessen Arme, schlang sie um sich. "Du bist kalt, Engelchen. Nicht das du mir nachher krank wirst, wenn du wieder raus musst", meinte Tobi besorgt.

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Niklas lachte amüsiert und küsste Tobi auf die Wange. "Ach Süßer. Ich bin das doch gewöhnt. Da brauchst du wirklich keine Angst du haben!", versicherte Niklas und fuhr zart durch Tobis Haar. "Ich würde dir nachher ja gerne ein Geschenk unter den Baum legen, doch da wir uns erst so kurz kennen und ich da absolut nicht zum Einkaufen, geschweige denn etwas selber machen, gekommen bin, musst du dieses Jahr mal mit meiner Liebe vorlieb nehmen.

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Sein Freund war einfach nur süß.

Tobias drehte leicht seinen Kopf und wisperte leise in Niklas Ohr: "Du kannst ja dich mit einer Schleife um deinen Körper unter den Baum legen. Aber das wäre nicht jugendfrei", raunte er leise und leckte einmal über das Ohrläppchen, bevor er sich wieder richtig hinsetzte und den anderen beim Dekorieren zusah.

Es sah wirklich gut aus und keinesfalls überladen, so wie in den Filmen sonst.

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Niklas grinste und schob unauffällig eine Hand unter Tobis T-Shirt, streichelte die weiche Haut darunter. "Wir haben uns da ja eigentlich heute Morgen schon beschenkt...", lachte er und küsste Tobias auf die weichen Lippen, blickte dann zu Luci, die mit dem Stern auf Tobi zu gerannt kam. "Ich will ihn draufsetzen Tobias."

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Beinahe hätte er bei den Streicheleinheiten geschnurrt, doch Tobias konnte sich beherrschen.

Der 24-Jährige lachte leise und genoss die Hand. Das war einfach schön. Aber gerade in dem Augenblick kam Luci. Sanft lächelte der Grauäugige, gab seinem Freund noch einen Kuss, bevor er aufstand.

"Dann wollen wir mal Mäuschen. Stecken wir den Stern auf die Spitze", sprach der Schweizer und hob das kleine Mädchen hoch, trug sie zum Baum.

Er hob Niklas Schwester so weit hoch, dass sie den Stern ohne Probleme drauf stecken konnte. Dann kassierte er noch ein Küsschen auf die Wange, von dem er nicht wusste, womit er ihn verdient hatte und stellte Luci dann wieder auf den Boden.

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Niklas betrachtete die Szene und lachte auf, als er den verdutzen Gesichtsausdruck Tobis saß bei Lucis Küsschen. "Da scheint meine Jüngste ja wirklich an jemand was gefressen zu haben!", meinte Santa und sofort rannte Luci zu ihm und hopste ihm auf den Schoß. "Papa, hast du mir auch schon Geschenke gebracht?"

"Natürlich Liebling. Doch Mama hat sie noch nicht unter den Baum gelegt."

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So drückte Luci ihrem Dad einen Kuss auf die Wange, rutschte von seinem Schoß und rannte dann zu ihrer Mutter, um sie mit großen Augen anzusehen. "Mama, kannst du die Geschenke unter den Baum legen? Bitte?"

Tobias kicherte leise. Bei dem Blick, wenn er direkt auf ihn gerichtet wäre, würde er sicherlich schwach werden. "Deine Schwester bekommt immer alles, was sie will, oder?", flüsterte er leise zu Niklas.

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"Na klar. Sie ist der kleine Sonnenschein der Familie und weiß genau wie sie jeden von uns um den Finger wickeln muss. Die Männer werden ihr später einmal zu Füßen liegen", grinste Niklas und zog Tobi gleich wieder auf seinen Schoß, küsste ihn zart. "So wie ich dir auch schon zu Füßen liege."

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Nur zu gerne ließ er sich wieder auf den Schoß den Blonden ziehen und erwiderte den Kuss liebevoll. "Es reicht mir schon, wenn du auf mir liegst", erklärte Tobias leise und lehnte sich dann an Niklas Brust.

Stefan sowie Leoni, Gabi und Uli betrachteten die ganze Szene amüsiert. Die beiden passten einfach zusammen. Sie waren froh, dass Tobias endlich den Mann fürs Leben gefunden hatte, der ihn auch zu schätzen wusste.

Kurz darauf wurden Gabi und Uli von Cloe in ein Gespräch gezogen, weil sie Tobias Freunde über ihn ausfragen wollte. Immerhin war der Braunhaarige ja ihr zukünftiger Schwager, da sollte man schon etwas über ihn wissen.

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So verging der Nachmittag. Die Kinder bewunderten den Baum und stellten dann die Geschenke für ihre Geschwister drunter, während Leonie und Stefan sich mit Santa und Caroline unterhielten und Tobis Freunde angeregt mit Cloe in ein Gespräch verwickelt waren. Niklas und Tobi schwebten in ihrer eigenen Welt, kuschelten lange und ausgiebig und warfen sich immer wieder verliebte Blicke und Koseworte zu.

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Irgendwann verabschiedete sich dann Caroline und Leoni, um zu kochen. Leoni hatte sich nicht davon abbringen lassen und so hatte Niklas Mutter eben nachgegeben. Weihnachten war nicht der richtige Augenblick zum Streiten.

So arbeiteten die Frauen in der Küche und irgendwann gesellte sich Michel auch noch dazu, weil er doch etwas traurig war. Sicher, er gönnte seinem Bruder sein Glück. Aber heute Morgen, als Tobi ihn zum Dank umarmt hatte und er die beiden jetzt die ganze Zeit gesehen hatte, war ihm bewusst geworden, das er auch gerne jemanden an seiner Seite hätte. Und um sich abzulenken und den anderen nicht das fest zu verderben, half er jetzt eben den beiden Frauen.

Tobi bekam von seiner Umwelt kaum noch etwas mit, so sehr war er auf seinen Freund fixiert. Er musste ein wenig Nähe tanken, wenn Niklas nachher schon wieder los musste.

*

Liebevoll betrachtete Niklas seinen Freund und küsste ihn immer wieder liebevoll auf die Lippen, streichelte seinen Bauch. "Mein vierundzwanzig Jähriger Schatz. Jetzt sitzt du schon eine ganze Weile bei mir. Magst du dich vielleicht lieber zu Uli oder Gabi setzen? Immerhin sind sie wegen dir hier."

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"Das schon", murmelte Tobias und deutete auf die beiden Genannten. "Aber schau doch, die werden gerade von Cloe ein Loch in den Bauch gefragt und eins zu hundert, dass es um mich geht. Sie will wohl wissen, womit sie mich am besten Ärgern kann. Du musst mich vor deiner Schwester beschützen, Engelchen."

Leise kicherte der Braunhaarige, weil er sich einbildete, die Löcher schon sehen zu können. "Aber wenn es dir lieber ist und du noch ein wenig Ruhe brauchst, dann setzte ich mich zu den dreien."

*

"Ich brauche keine Ruhe und genieße deine Nähe außerordentlich, doch ich finde schon, dass du dich zu ihnen gesellen solltest. Ich dachte jedoch daran, dass ich mit dir rüber gehe und wir uns zu viert unterhalten", schlug Niklas sanft vor.

*

Das war natürlich eine Option, die Tobias viel mehr gefiel. So stand er auf, griff sich Niklas Hand und zog ihn hinter sich her zu seinen Freunden.

Dort ergatterte er sich einen Platz, drückte den Blonden darauf und machte es sich dann wieder auf seinem Schoß bequem, bevor er sich in die Unterhaltung mit einklinkte.

So würde die Zeit bis zum Abendessen auch schneller vergehen und Niklas Geschwister konnten endlich ihre Geschenke aufmachen, denn Luci fragte schon die ganze Zeit, wann es denn soweit war.

*

Und es war tatsächlich so, dass die Unterhaltung sie so sehr einnahm, dass sie erst beendeten - und vor allem bemerkten wie spät es schon war - als Leoni und Caroline sie alle zum Abendessen riefen.

Geschlossen gingen sie in die Küche und erblickten dort einen riesigen Gänsebraten. "Wow Mum, der ist toll!", lobte Niklas und auch seine Geschwister und die heutigen Gäste priesen die wohlgeratene Gans und deren Beilagen!

*

Tobias lief das Wasser im Mund zusammen und weil es den anderen auch so ging, ließen sich alle am Tisch nieder, wünschten sich einen guten Appetit und frohe Weihnachten und dann wurde geschlemmt was das Zeug hielt.

Aber es war einfach auch zu lecker und nicht nur einer überfraß sich und hatte dann keinen Platz mehr für den Nachtisch, der aus Eis und heißen Himbeeren bestand.

Der Wuschelkopf war so froh wie schon lange nicht mehr, denn er hatte alle hier, die er sich zu diesem Fest und zu seinem Geburtstag wünschte: Die Zwillinge fütterten sich gegenseitig mit Eis, Luci ließ sich von ihrer Mama füttern, die verschiedenen Paare blickten sich verliebt an und auch Niklas und Tobias fütterten sich gegenseitig. Gabi und Uli saßen lächelnd da und beobachteten alles, während Cloe und Michel mit Charlie über den Sinn von Weihnachten stritten, weil jeder etwas anderes meinte.

*

Es war laut und fröhlich am Tisch, so wie es zu Weihnachten sein sollte und alle wurden glücklicherweise satt, was bei der Menge an Leuten ja nicht automatisch der Fall war. Doch dieses Jahr reichte es für alle - was Caroline sehr erfreute, denn die Gäste hatte sie ja ursprünglich nicht mit eingeplant.

Sie verstand sich sehr gut mit Leoni und Stefan und wenn die beiden wollten konnten sie ab jetzt immer Weihnachten gemeinsam feiern. Das würde sie ihnen aber erst bei deren Abreise anbieten.

Nachdem schließlich alle Nachtischschüsselchen leer waren, ging die ganze Meute zum Baum und ein Geschenk nach dem anderen wurde ausgepackt.

*

Glücklich lächelnd setzte sich Tobias auf einen Sessel und beobachtete, wie die Kinder des Hauses ihre Geschenke tauschten und aufpackten.

Gerne hatte er ihnen auch etwas geschenkt, aber hier am Nordpol konnte man so schlecht einkaufen gehen und er kannte Niklas Geschwister noch zu wenig, als das er eine Ahnung gehabt hatte. So freute er sich lieber mit den anderen und besonders mit Luci, denn die hatte neue Bundstifte bekommen und verkündete gleich jedem, dass sie ihren Bruder und dessen Freund malen wollte.

*

"Morgen aber erst, denn ich bin nicht mehr lange da", erinnerte Niklas seine kleine Schwester und hob sie neben sich aufs Sofa - sein Schoß war ja von Tobias besetzt. Ja, ja, lange Zeit hatten sie nicht mehr. Sie mussten bis nach Amerika ja noch eine Weile fliegen.

*

Leise seufzte Tobias auf. Er würde heute ohne Niklas in Bett gehen und wenn er Pech hatte, würde der Blonde auch erst wieder am nächsten Morgen kommen, wenn der 24-Jährige schon wach war. Aber es war ja nur einmal im Jahr, wenn überhaupt.

Denn der Wuschelkopf hatte sich vorgenommen, zu trainieren, damit er die Kälte besser vertrug und er dann nächstes Jahr auch mit nach Amerika konnte. Sie würden sehen, was die Zeit ihnen brachte.

Tobias stahl seinem Freund einen Kuss und versprach Luci dann, das sie ihn morgen zusammen mit ihrem Bruder malen durfte. Damit war die Blonde dann auch einverstanden. Denn Niklas und Tobias hatten ja nicht ganz abgelehnt.

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Damit huschte Luci von dannen und suchte sich ein nächste Opfer, denn schließlich wollten die Buntstifte heute schon fachmännisch getestet werden und nicht erst morgen.

So ließ sie Niklas und Tobias alleine zurück, die die letzten Momente genossen, bevor sich Santa erhob. "So es ist so weit. Der Rest der Welt wartet noch auf seine Geschenke."

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Der 24-Jährige unterdrückte ein Seufzen. Er hatte es ja gewusst. So was ließ sich nicht ewig von sich schieben. So drehte Tobias seinen Kopf und verwickelte seinen Freund in einen liebevollen, tiefen Zungenkuss.

So überlebte er die Stunden ohne seinen Freund vielleicht. "Pass auf dich auf Engelchen und mach keine Dummheiten. Das du mir heil wieder nach Hause kommst", murmelte Tobi nachdem der Kuss beendet war an den weichen Lippen des Älteren und küsste sie immer wieder.

Er wollte sich eigentlich gar nicht von einem Freund trennen, aber die Kinder warteten auf den Weihnachtsmann.

*

Niklas erwiderte den Kuss sehnsüchtig und schaffte es dann nach einigen Minuten sich zu trennen. Liebevoll strich er über Tobis Wange. "Wir sehen uns morgen zum Mittag spätestens. Und ich krabbele dann morgen früh zu dir ins Bett!", versicherte er und verabschiedete sich dann noch von der Familie. Sie würden weiter feiern, während Nik und Santa unterwegs waren.

*

Tobias blickte seinem Freund sehnsüchtig hinterher und würde ihn am Liebsten zurückholen, aber das ging ja nicht. Niklas war nun einmal der zukünftige Weihnachtsmann und als solcher hatte er seinem Vater zu helfen.

Lieber wandte er sich seiner und Niklas Familie zu, um sich abzulenken. Sicher, seine Gedanken gingen immer wieder zu Niklas, aber im Großen und Ganzen war er schon in der gemütlichen Wohnstube, in der sich die Danny und Clemens um die Geschenke stritten - weil der eine Tauschen wollte und der andere nicht.

Zufrieden betrachtete der Spielzeugmacher den Baum und war wieder einmal froh, dass er Niklas kennen gelernt hatte und sie zusammen gekommen waren.

Ein zufriedenes Lächeln schlich sich auf die Züge des Braunhaarigen, als er die Glöckchen hörte, die am Schlitten und an den Rentieren befestigt waren. Nun war sein Freund und Santa also auf dem Weg, wieder Geschenkte zu verteilen.


Manchmal kann das Leben echt wundersame Wege gehen und besonders zu Weihnachten, passiert so etwas öfters. Es ist nicht um sonst, eine heilige und wunderbare Zeit.




Braune Blätter [Chaotizitaet]

EPILOG

(Josh)



„Guten Morgen und Frohe Weihnachten!“ Sichtbar gut gelaunt kam Joshua die Treppe herunter, bereit bei den Vorbereitungen für das Weihnachtsbrunch zu helfen.

Ich schüttelte nur leicht mürrisch den Kopf. „Dir auch frohe Weihnachten. Ob dein Morgen bislang gut war, brauch ich dich nicht zu fragen, ihr wart laut genug.“

Wie üblich besaß Joshua noch nicht einmal den Anstand, rot zu werden, wenn man ihn auf sein morgendliches Möbelrücken mit Caleb ansprach.



Es war merkwürdig gewesen, nach den Ereignissen in der Anderswelt wieder in den Alltag zurück zu finden. Aber der Alltag stellte eine Gewalt dar, der man sich nicht entziehen konnte. Angefangen mit der Tatsache, dass die beiden bislang getrennten Twice zu einem verschmolzen waren.

Die logistische Meisterleistung, derer es bedurft hatte, als uns bewusst geworden war, dass der nächste Tag Weihnachten wäre und wir plötzlich doppelt so viele Reservierungen bei gleichem Platzangebot für das Weihnachtsbrunch unterzubringen hatten, allein war nur der Anfang.

Allgemein hatte der Gästestrom sich gefühlt verdoppelt, da nunmehr alle Gäste das gleiche Twice aufsuchten. Es war wohl den eigentümlichen Kräften der Paradiesbäume geschuldet, dass unsere Gäste uns nicht als eineiige Zwillinge wahrnahmen und es so zu merkwürdigen Fragen kam. Wer uns zuvor bereits gesehen hatte, nahm den jeweils anderen in anderer Gestalt war, sprich für Catherine war ich immer noch der selbe Josh, während Joshua ihrer Aussage zufolge mir gar nicht ähnlich sah, während neue Gäste zwar eine gewisse Ähnlichkeit feststellten, diese aber zu allgemein war, um Anlass für Spekulationen zu bieten.

Das Positive an dem doppelten Gästerummel: Es gab so viel zu tun, dass keiner der Angestellten, die ja nun eigentlich doppelt vorhanden waren, um seinen Arbeitsplatz fürchten musste. Der Nachteil an dem verschmolzenen Twice: Es gab nun zwei Chefs, die nicht immer einer Meinung waren und es so durchaus mal zu Reibereien kam. Wobei ich ehrlich genug bin, zu gestehen, dass ich meist dann Streit suchte, wenn mir Joshua und Caleb ihre traute Zweisamkeit mal wieder penetrant unter die Nase rieben. Denn Neil hatte sich, sehr zu meinem Leidwesen, entschlossen, in der Anderswelt zu bleiben. Auch wenn ich es ihm nicht wirklich verübeln konnte – schließlich war er in unserer Welt nicht wirklich Zuhause – tat es weh, den einzigen Mann, in den außer Cal mich zu verlieben ich bereit gewesen war, so zu verlieren.

Cal selbst hatte sich nicht so rar gemacht, wie ich anfangs befürchtet hatte. Aber das lag vielleicht daran, dass auch Brown’s Engineering Services nicht länger zweifach existierte und Caleb und er zusammenarbeiteten. Was bedeutete, dass auch er ständig von Calebs privatem Glück zu hören bekam, und auch wenn es in Cal nicht die gleiche Sehnsucht wie in mir auslöste, so brauchte er manchmal doch eine verständnisvolle Seele, bei der er sich über so viel romantisches Gesülze auskotzen konnte. Und wer konnte ihn da besser verstehen als ich? Andererseits war es ja nicht so, als wäre Cals Liebesleben auf der Strecke geblieben. Zwar tat er noch immer mehr Fehl- als Glücksgriffe, was die Wahl seiner Freundinnen betraf, aber irgendwann würde ihm noch die Richtige begegnen. Sehr zu Nathalies Leidwesen.

Die junge Französin hatte nach ihrer Rückkehr damals den Kontakt zu uns gehalten und als Jessy und Jenny zum Studium nach New York gezogen waren, angefragt, ob sie nicht bei uns als Pianistin arbeiten könnte. Wie hätten wir ihr diese Bitte abschlagen können? Und da ihr Klavierspiel wirklich gut war, gehörte sie nun seit bald drei Jahren zu unserer kleinen Familie. Drei Jahre, in denen ich zunehmend hatte beobachten können, wie sie demselben Fluch erlag, wie ich seinerzeit: Mittlerweile war sie bis über beide Ohren in Cal verliebt, aber dieser schenkte ihr diesbezüglich nicht die geringste Beachtung. Vermutlich, weil sie zu jung für sein Jagdschema war. Aber ich war zuversichtlich, dass sie diese Phase irgendwann auch hinter sich lassen würde.



„Weißt du, was heute für ein Tag ist?“, unterbrach Joshua da meinen reminiszenten Gedankengang.

„Weihnachten?“, entgegnete ich ein wenig frustriert, wartete doch ein Haufen Arbeit auf uns und mein Kompagnon machte keinerlei Anstalten sich am Falten der Stoffservietten zu beteiligen.

„Nein! Sieh doch!“ Und er schob mir die Feiertagsausgabe der Zeitung hin. Er hatte den Teil mit den Notizen aus aller Welt aufgeschlagen.

‚Ein echtes Weihnachtswunder - Amerikanischer Multimillionär nach fünf Jahren aus dem Koma erwacht!’

Brent!, schoss es mir durch den Kopf. Waren wirklich schon fünf Jahre vergangen?

Joshua grinste mich an. „Ich hab mit Heather und Marcia gesprochen. Sie haben versprochen die Stellung zu halten, während wir – das heißt du, Cal, Caleb und ich – jetzt ins Krankenhaus fahren und Conrad abholen!“ Er war dabei so aufgeregt seinen alten Freund und Stammgast wieder unter den Lebenden zu wissen, dass es richtig ansteckend war.

Darüber hatten wir beide nicht gehört, wie die Restauranttür ging. „Hättet ihr vielleicht noch einen Platz bei euch im Auto frei?“, fragte eine männliche Stimme, die mir irgendwie vertraut vorkam, die ich aber nicht gleich einzuordnen wusste.

Als ich aufblickte, verschlug es mir wortwörtlich die Sprache. Vor mir stand niemand anderer als Neil! „Du???“, fragte ich schließlich ungläubig, nachdem ich meine Stimme wieder gefunden hatte.

Dieser kratzte sich etwas verlegen am Kopf. „Tut mir leid, dass ich dich so lange hab warten lassen. Eigentlich hatte ich nur eine Nacht darüber schlafen wollen, damit mein Kopf nachvollziehen konnte, was mein Herz schon längst erkannt hatte: Dass mein Zuhause nicht mehr in der Anderswelt sondern bei dir ist. Aber wie das so mit der Anderswelt ist... da ticken die Uhren ein wenig anders und ehe man es sich versieht, sind fünf Jahre vergangen...“

Plötzlich spürte ich einen Stoß im Rücken. Funkelnd fuhr ich zu Joshua herum, doch dieser grinste mich nur an. „Geh schon! Du hast schließlich lange genug auf ihn gewartet! Aber auf manche Weihnachtsgeschenke lohnt das Warten...“



FROHE WEIHNACHTEN



Es ist eine Challenge in der diese 4 Worte drinnen vorkommen müssen:
Claim 17 Hasenstall, Kalender, trinken, Palme


Kennen sie Tribbels? [Jabba]

"Wumm, wumm, wumm..."
Ein Hämmern klang über den Hof vom Fuchsbau. In einem Winkel nahe des Hauses waren George und Fred vor einer abenteuerlichen Konstruktion aus Holzplanken und kleinen Pfosten zu sehen. Mit großer Begeisterung zäunten sie ziemlich unbeholfen ein Stück des angrenzenden Rasens mit Maschendrahtzaun ein.
Als sie dann auch noch zu zwei Spaten griffen, um diesen etwas in die Erde einzugraben, scholl ein Lachen über den Hof. Bill kam sichtlich amüsiert zu ihnen herüber geschlendert.
"Also wirklich, ihr könnt doch nun wirklich mal zu euren Zauberstäben greifen."
Stolz und frech richteten die Zwillinge sich auf und lachten zu ihrem Bruder zurück.
"Du weißt doch, dass wir uns vorgenommen haben..." "...unsere kleinen Freunde komplett ohne jegliche Magie aufzuziehen. Die Muggel..." "...können das doch auch!"
"Aber die verschenken nicht alle 3 Wochen Dutzende von ihnen an unschuldige Muggel auf dem Muggelmarkt." Bill schnalzte mit seinem Zauberstab gegen einen Spaten und die ganze Schaufelfläche war mit flauschigem Pelz überzogen
"Aber wir verschenken die gar nicht. Die Muggel... ""...gewinnen sie ganz ehrlich beim Hütchen-Spielen. Und bei allen Wettbewerben von Weasleys Zauberhaften...""... Zauberscherzen sind Gewinne garantiert." "Und unsere Gewinne sind..." "...exquisit. Die gibt's sonst nirgends mehr..." "...in der ganzen Galaxie." Fred entwendete Bill seinen Zauberstab und wog ihn ein paar Male abschätzend in den Händen. Er runzelte die Stirn, tippte in äußerster Konzentration gegen sein misshandeltes Werkzeug und versetzte es wieder in seinen Ausgangszustand.
"Das macht ihr doch nur weil keiner von uns die mehr auf dem Tisch sehen kann. Weder gebraten noch gekocht und schon gar nicht lebend." Charlie kam zu dem kleinen Grüppchen hinzu und stütze sich auf Bill ab. "Komm, lass den Kleinen ihren Spaß. Mir ist lieber, sie bauen denen einen Hasenstall, als dass die Viecher wieder überall rumwuseln und alles anknabbern. Ich kann mir Schöneres vorstellen, als die Biester nochmal einfangen zu müssen."
"Hast du das gehört? Kinder?" "So nennt er uns doch nicht wirklich?" George richtete sich zu seiner vollen Größe auf und überragte Charlie um beinahe einen halben Kopf.
"Viecher?" "Biester?" "Aber die sind doch so niedlich. Weich wie Samt..." "...und geben die herrlichsten Töne von sich!" Unbewusst hatten die Zwillinge ihre Spaten gegen zwei der Tierchen ausgetauscht und standen nun, das Pelztierchen in ihren Armen streichelnd, vor ihren Brüdern.


Noch während sie sich gegenseitig ins Wort fielen, veränderte Charlie den Druck um Bills Hals und zog ihn sanft und unerbittlich zurück zum Haus. "Lass den Zwillies doch ihren Spaß. Irgendwann kommt eh das Ministerium vorbei und tut hier auch die letzten Tribbels beschlagnahmen. Dann können sie sich nur glücklich schätzen, dass sie mit ihrem Laden Berge von Galleonen scheffeln. Auf unregistrierte Haltung, Züchtung und Verbreitung illegaler Magischer Wesen gibt es nun mal in jedem Land ziemliche Strafen. Da können die mir noch so sehr erzählen, die Viecher seien in einem schillernden Lichtfleck direkt vor ihnen aus dem Nichts aufgetaucht." Charlie löste den Griff um Bills Hals und sein Arm rutschte an dessen Rücken hinab. "Was mich aber dann doch ein bisschen interessiert ist, wie die Viecher es schaffen, schnurrend die Welt kurz und klein futtern zu können und gleichzeitig nie auch nur... hng" Charlies beginnende Fachsimpelei wurde im Keim erstickt, als raue Lippen sich warm und fest auf die Seinigen legten.
"Charlie! Du hast Urlaub! Und ich auch! Ich kenn da einen Beduinen... Wenn du willst, können wir sofort nach Abu Dhabi apparieren, uns unter Palmen in die Sonne legen, im Wasser schnorcheln und dieses Irrenhaus hier hinter uns lassen. Und nach dem ägyptischer Kalender sollen in ein paar Tagen Wepet-renpet beginnen, da seien die Sterne am Schönsten..." Auf den Klaps auf seinen Hintern schnurrte Bill nur leise und verlangend, dann schlenderten die Brüder weiter über den Hof zum Besenschrank, als wäre die kleine Episode eben nie geschehen.


Als das Schnurren in ein leichtes Quieken überging, schenkte George wieder dem pelzigen Tierchen in seine Armen Beachtung. "Hey Fred, guck mal, das hat sich schon wieder vermehrt!"
"Cool! Aber lass uns endlich das Gehege fertig bauen, Mom bringt es fertig und schleift uns an den Ohren zum Gemüse-Putzen..." "...als wären wir noch Schuljungen."
Die Zwillinge ergriffen ihr Werkzeug und machten sich wieder an die Arbeit.

Nach einer Weile hielt George inne und richtete sich dicht neben Fred auf. "Was meinst du, werden Bill und Charlie jemals irgendeinem von uns was von sich erzählen?"
"Weiß, nicht." Auch Fred rammte seinen Spaten ins Gras und legte seinen Arm um Georges Hüfte. "Ich glaub, das trauen die sich doch nicht. Egal, was für große Abenteurer sie auch sonst sind."
"Wir könnten nachhelfen, und..." George grinste verschmitzt, hielt aber inne als er Freds andere Hand auf seine Brust spürte. "...Nein? Was denkst du, Bruder?" Er lehnte seine Stirn nach vorne, so dass sie jetzt Stirn an Stirn, Arm in Arm neben ihrem Drahtzaun standen.
"Was, wenn es schief geht?"
"Was soll denn schief gehen? All unsere Streiche haben bislang funktioniert, die schlechtesten waren nur gut, die besten mehr als perfekt. Wir verdienen..."
"...mehrere Millionen damit im Monat, ich weiß. Aber das mein ich nicht. Das hier geht tiefer..."
"... und du weist nicht, wie Mom und Dad darauf reagieren würden?
"Ja. Oder was die anderen...."
George streifte flüchtig mit seinen Lippen über die seines Zwillings. Dies war ihr Zeichen, um dem anderen zu sagen, dass er nichts mehr sagen brauchte, dass er verstanden hatte, dass er mit allem einverstanden war.
"Ok, wir tun gar nichts. Tun wir sie decken?"
"Wenn sie's brauchen ja, aber wenns..."
"...gut enden könnte dann stehen wir ihnen einfach nur bei."
Einen Moment lang lehnte sich Fred in die seit so vielen Jahre vertraute Umarmung, dann wanderte seine Hand an Georges Rücken hinab, zupfte an seinem Shirt und strich mit dem Daumen hauchzart über die frei gewordenen Haut.
"Hey, du Blödmann, ich bin nicht Bill!" George quiekte auf.
"Und ich nicht Charlie!" grinste Fred frech zurück "Und so gern ich dich hab, ich würd es nicht ausprobieren wollen."
"Na zum Glück sind wir auch jetzt einer Meinung." Als Revanche tätschelte George Freds Hinterteil, dann nahmen beide wieder ihre Spaten und kümmerten sich nun wirklich um das Gehege für ihre Tribbels.



Unbemerkt von allen 4 Jungen Männern stand Arthur Weasley unterm Giebel des Fuchsbaus verfluchte sich dafür, Molly Überredungskünste nach einem Gläschen Saft abgeschlagen zu haben. Auch wenn es nur Kürbissaft zu trinken gewesen wäre, er hätte sich wenigsten am Glas festhalten können. Geschockt rutsche er mit dem Rücken an der Wand neben dem Fenster hin und seine Söhne entschwanden einer nach dem anderen seinem Sichtfeld.
"Was hab ich nur falsch gemacht? Was, bei Merlins Willen, hab ich all die Jahre bloß falsch gemacht?"