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Secret Love

Secret Love

Fanfiction zu Yu-Gi-Oh

( Seto / Mokuba)


Noch völlig verschlafen, öffnete Seto Kaiba seine Augen. Er brauchte einen kleinen Moment um sich überhaupt zu orientieren. Da bemerkte er die ruhigen und gleichmäßigen Atemzüge neben sich. Ein lächeln huschte über seine Lippen als er den schlafenden Jungen neben sich betrachtete. Vorsichtig fuhr er mit seiner Hand durch das dichte schwarze Haar. Die kleine Gestalt bewegte sich etwas und öffnete schließlich die Augen. Sofort fiel sein Blick auf Seto der ihn liebevoll anlächelte.
„Und hast du gut geschlafen, Brüderchen?“ fragte er leise. Der schwarzhaarige grinste zurück.
„Ja. So gut wie in dieser Nacht hab ich noch nie geschlafen. Das war die schönste Nacht meines Lebens,“ antwortete Mokuba genau so leise.
In seinen Augen lag eine unendliche Zufriedenheit. Wie sehr hatte sich doch nach so einer gemeinsamen Nacht mit seinem Bruder gesehnt.

Flaschback:

Mokuba saß in der Schule und starrte vor sich hin. Der Unterricht war mal wieder extrem langweilig. In letzter Zeit konnte er sich eh nicht mehr so recht auf den Unterricht konzentrieren. Immer wieder musste er seinen großen Bruder Seto denken. Wie er vor ihm stand, wie er sprach, wie er ging. Entnervt schüttelte der schwarzhaarige Junge den Kopf und blickte sich um. Die anderen aus seiner Klasse waren über ihr Buch gebeugt und schrieben irgendetwas ab. Noch bevor Mokuba seinen Nachbarn fragen, konnte stand sein Lehrer vor ihm.
„Bist du schon fertig, oder warum sitzt du hier rum und starrst Löcher in die Luft?“ wollte der Mann wissen.
Der Angebrochne schluckte kurz und lächelte verkrampft.
„Es tut mir leid. Ich hab bloß überlegt,“ antwortete er.
Obwohl sein Bruder sehr einflussreich in der Stadt war und fast alle Leute ihn respektierten, schon wegen ihrer Firma der Kaiba Corporation, galt das leider nicht für ihn.
„So, so. Wenn du so weiter machst muss ich mal wieder mit deinem Bruder reden. Das möchtest du aber sicher nicht,“ erklärte der Lehrer und wandte sich ab.
Da war es schon wieder, SEIN Bruder. Immer sein Bruder. Konnten die nicht mal aufhören, immer von seinen Bruder zu reden? Nicht das es ihn irgendwie gestört hätte den Namen zu hören, aber so musste er immer zu an Seto denken. In seinem Kopf gab es fast keine anderen Gedanken mehr, außer Seto. Wütend schlug er sein Buch auf und begann irgendetwas abzuschreiben. Aber er merkte sehr schnell, dass das was er da schrieb nichts mit der Schule zu tun hatte. Vor ihm auf dem Blatt stand kein Geschichtlicher Text, sondern er hatte einen Brief an seinen Bruder verfasst. Überrascht las er es sich durch.
Hallo Seto!
Ich muss dir unbedingt etwas sagen. Allerdings bin ich mir nicht sicher. Aber ich muss immer zu an dich denken. Ich kann mich auf nichts anderes mehr konzentrieren. Warum weiß ich nicht. Na ja, oder ich weiß es vielleicht doch. Du würdest mich dafür aber bestimmt hassen und mich aufs bitterste verachten. Ja, das würdest du tun. Nur so kenne ich dich und liebe ich dich.
Ja, es stimmt. Ich Mokuba Kaiba gebe es zu, ich habe mich in meinen großen Bruder verliebt. Ich weiß dass es abartig und verboten ist, aber für meine Gefühle kann ich doch auch nichts. In letzter Zeit war ich fast immer bei dir. Hab immer deine Nähe gesucht. Nur bei dir ging es mir wirklich richtig gut. Da habe ich mich wohl gefühlt. Wenn du bei mir bist schlägt mein Herz schneller und ich kann kaum sprechen. Wenn du mich berührst, sei es auch nur ganz flüchtig, bekomme ich eine richtige Gänsehaut.
ICH LIEBE DICH.

MOKUBA

Völlig verwirrt starrte er den Brief an. Hatte er das jetzt wirklich geschrieben? Das waren seine ganz persönlichen Gefühle über Seto. Ja, genau. Das was er empfand hatte er gerade nieder geschrieben. Ein trauriges lächeln huschte über sein Gesicht. Diesen Brief würde sein Bruder nie Gesicht bekommen und wenn doch dann könnte er sich schon mal ein Grab suchen. Obwohl das ein sehr schönes Liebesgeständnis war.
>Ich wünschte mir bloß Seto könnte genau so fühlen. Aber davon kann ich doch bloß träumen. Mein Bruder mag mich, aber mehr ist da nicht und mehr wird da auch nicht sein.< Immer noch völlig in Gedanken versunken bemerkte er nicht wie es klingelte. Die ganze Klasse geriet in Bewegung, bis auf den schwarzhaarigen Jungen.
„Hey Leute. Unser kleiner Mokuba hat hier grad ein Liebesgeständnis oder so etwas geschrieben,“ rief Faris und deutete auf den Brief.
Bei diesen Worten war Mokuba hoch geschreckt.
>DER BRIEF< warnte eine innere Stimme.
Der junge Millionenerbe wurde so schon immer geärgert, würde die anderen jetzt auch noch erfahren das er auf Männer stand und besonderst auf seinen eigenen Bruder, dann hätte er überhaupt keine Ruhe mehr. Fast die gesamte Klasse hatte sich um ihn herum versammelt.
„Zeig doch mal was du da geschrieben hast.“
„Los sag schon, wenn liebst du?“ Die Stimmen wurden immer lauter und drängender. Jeder wollte den Brief lesen. Mokuba hatte das Stück Papier kurzer hand in seine Hosentasche gesteckt. Faris zerrte an den Schulbüchern und suchte den Brief.
„Sag schon, wo ist er? Zeig ihn uns,“ fuhr er den Jungen an.
Doch Mokuba dachte nicht daran. Das wäre sein sicherer Untergang gewesen und das konnte er sich nicht leisten.
„Hab dich nicht so und zeig es uns endlich,“ bellte Deacon. Der schwarzhaarige sammelte seine Sachen zusammen und wollte diese wegpacken. Aber er kam gar nicht dazu. Eine Hand schnellte nach vorn.
„An eurer Stelle würde ich das mal schön lassen. Finger weg von meinem kleinen Bruder,“ erkönnte eine eiskalte und gebieterische Stimme. Alle Köpfe wanderten in Richtig Tür. „Oh, Seto Kaiba,“ sagte Faris überrascht.
Er hatte für diese Familie überhaupt nichts übrig. Und dass der große und berühmte Seto Kaiba jetzt hier stand, interessierte ihn auch nicht wirklich. Ein großer junger Mann in einem weißen Trenchcoat trat auf sie zu.
„Sollte ich noch einmal sehen das ihr meinen Bruder anmacht, dann werdet ihr das bereuen, verstanden?“
An Mokuba gewandt meinte er, „komm bitte mit. Es gibt noch Arbeit. Ich möchte dass du dabei bist. Mit der Schulleitung habe ich schon gesprochen.“
Der Junge wusste im ersten Moment gar nicht was er sagen sollte. Dann raffte er sich auf und packte seine Sachen zusammen.
„Nun, ich erwarte eine Antwort. Habt ihr mich nun verstanden, oder seit ihr nur so blöd wie ihr ausseht?“
Die herrische Stimme schalten durch den Raum und lies die Jungs zusammenzucken. Seto Kaiba war ganz schön sauer. Er konnte es auf den Tot nicht ausstehen, wenn jemand seinen kleinen und für ihn den wichtigsten Menschen auf Erden geärgert, oder beleidigt wurde. Faris zuckte mit den Schultern und grinste gelassen. Der Kerl konnte ihn doch mal gewaltig.
„Ja, ja. Ist ja schon gut. Es macht einfach Spaß den kleinen zu ärgern. Und dann kommt auch noch sein großer Bruder. BAH,“ entgegnete er und wandte sich zum gehen.
Kaiba schluckte hörbar.
Wut stieg in ihm auf. Wusste der Typ denn nicht, wenn er vor sich hatte? Wie konnte er es bloß wagen, ihn den großen Seto Kaiba so zu beleidigen? Wütend machte er einen Schritt auf den Jungen zu.
„Was hast du grad gesagt? Anscheinend willst du wirklich Ärger haben,“ brüllte er ihn an. Da mischte sich Mokuba ein.
„Lass das. Komm wir gehen nach Hause. Reg dich doch nicht so auf,“ versuchte der Junge zu schlichten.
Nur sehr widerwillig und mit einem vernichtenden Blick verließ er mit seinem kleinen Bruder den Klassenraum. Vor der Schule wartete schon eine schwarze Limousine auf die beiden. Sie stiegen ein und fuhren nicht wie von Mokuba erwartet in die Stadt zur Arbeit, sondern zu ihrer Willa am Stadtrand.
„Warum sind wir jetzt hier? Ich dachte es gibt Arbeit,“ wollte der Junge wissen. Sein großer Bruder wandte sich ihm zu und lächelte leicht.
„Tja. Ich habe die Arbeit hier her bringen lassen. Es gibt ein paar neue Karten zu entschlüsseln. Ich brauche dabei deine Hilfe. Du kannst mit dem Computer besser umgehen als ich,“ erklärte der junge Mann.
Das überzeugte den Kleinen und er nickte zustimmend. Die beiden begaben sich auf den Weg in die große, geräumige Villa. Der Jüngere steuerte zielstrebig auf das Büro seines Bruders zu. Der folgte ihm mit gewissem Abstand, da er dem Personal noch einige Befehle erteilte.
Mokuba saß bereits am Computer und sah sich die neuen Karten etwas genauer an. Es waren Karten aus der Unterwelt. Mit einer mächtigen Frau in Schwarz und zwei Dämonenkarten. So etwas hatte Mokuba noch nie zuvor gesehen. Sie strahlten schon von dem Bildschirm her eine ungeheure Macht auf ihn aus.
„Und kannst du etwas damit anfangen? Die Karten sehen sehr mächtig aus,“ fragte Seto leise neben ihm.
Unwillkürlich zuckte der Junge zusammen als er die sanfte Stimme an seinem Ohr vernahm. Eine Schauer jagte über seinen Rücken und lies ihn erschaudern. Wie sehr er doch diese dunkle, raue Stimme liebte. Er musste schwer schlucken um Seto nicht um den Hals zufallen.
Der starrte seinen Bruder einen Moment verwundert, dann lächelte er aber. Vorsichtig legte er eine Hand auf seine Schulter und rückte noch ein Stück näher.
„Ist alles mit dir in Ordnung? Du wirkst in letzter Zeit immer so abwesend,“ wollte er wissen.
Wieder zuckte Mokuba zusammen. Aber diesmal nicht wegen der sanften Worten, sondern wegen der Hand auf seiner Schulter.
„Nichts. Es ist nichts. Mach dir keine Sorgen um mich,“ stotterte er leise.
Das klang aber selbst in seinen Ohren nicht sehr überzeugt. Seto runzelte leicht die Stirn. Was war denn mit seinem Bruder los?
„Bist du dir ganz sicher? Ich glaube dir nämlich nicht. Wenn du irgendwelche Probleme hast, kannst ruhig immer mit mir reden. Dafür sind wir doch Brüder, eine Familie,“ gab er schließlich zurück.
In den paar Worten schwang Sorge und etwas das nach Verzweiflung klang mit.
>Ach das bilde ich mir bloß ein. Warum sollte er verzweifelt sein?,< dachte Mokuba.
„Das weiß ich doch. Ich möchte jetzt einfach nicht darüber reden. Lass mich meine Arbeit machen, bitte.“
Der braunhaarige zog eine Augenbraue hoch. Irgendetwas stimmte hier ganz und gar nicht und er würde noch herausfinden was es war. So kannte er den Kleinen einfach nicht.
Das war schon recht seltsam.
Dennoch zog er sich zurück und setzte sich auf seine schwarze Ledercouch. Sollte der Junge erst mal seine Arbeit machen. Heute Abend würde er einfach mit Mokuba essen gehen und dann konnte sein Bruder ihm ruhig alles erzählen. Tief in Gedanken versunken beobachtete er Mokuba. Der hämmerte auf der Tastatur herum und achtete auf nichts weiter. Seine Suche blieb eine ganze Weile erfolglos.
Seto fing langsam an sich zu langweilig. Hier konnte er nicht sehr viel tun. Also beschloss er noch mal kurz sich etwas zu trinken zu holen. Auf dem Rückweg fiel ihm Mokubas Schultasche auf. Sie stand immer noch im Flur.
>Hatte ich dem Dienstmädchen nicht gesagt sie soll sie wegräumen? Also wirklich. Gutes Personal ist echt schwer zu finden,< dachte er.
Kurzer Hand schnappte er sich die Tasche und brachte die in das Zimmer seines kleinen Bruders. Als er sie auf den Stuhl stellte, kippte sie um und die ganzen Bücher verteilten sich elegant auf dem Fußboden.
Seto zog eine Augenbraue hoch und stöhnte entnervt. Musste das auch noch jetzt passieren? Was hatte er bloß verbrochen. Grummelt bückte er sich um die Bücher wieder aufzuheben, als ihm ein Blatt Papier ins Augen fiel.
Geschmeidig setzte er sich auf den Boden und faltete den Brief auseinander. Er war doch schon immer neugierig gewesen. Außerdem störte er den Kleinen sonst recht wenig, wenn er einen Blick in seine Sachen warf. Überrascht riss er die wunderschönen blauen Augen auf, als er seinen Namen lass.
Sein Gesicht verzog sich immer mehr, als er den Rest überflog. Zuerst spiegelten sich Überraschung und Verwunderung in seinen Blick. Sie wurden jedoch schnell von Entsetzen und Erkennen abgelöst. Dennoch lag auch Freude in seinen Augen. Jetzt wusste er endlich was mit Mokuba los war. Schnell steckte er den Brief in seine Hosentasche und verlies das Zimmer. Heute Abend würde er ihn danach fragen. Mit schnellen Schritten und einem lächeln im Gesicht ging er aus dem Zimmer. Das konnte heute Abend noch sehr interessant werden.
>Ich hätte nie gedacht das du so für mich empfindest. Aber es gefällt mir. Mein kleiner Schatz,< dachte der Millionenerbe.
Sein kleiner „Schatz“, wie er ihn genannt hatte, hockte immer noch vor dem Computer. Ein Glas Saft stand neben ihm. Was ihm wahrscheinlich das Dienstmädchen gebracht hatte. „Und Kleiner, wie schaut es aus? Hast du schon was gefunden? Es ist sehr wichtig,“ fragte er leise und riss Mokuba so aus seinen Gedanken.
Erschrocken blickte der Junge auf. Er hatte gar nicht mitbekommen, wie sein Bruder den Raum betreten hatte.
„Oh, du bist wieder da. Nein, es tut mir leid, aber ich habe noch nichts gefunden. Es ist gar nicht so einfach, aber ich versuche es weiter. Der Tag ist ja noch lang. Ich denke bis heute Abend habe ich etwas gefunden,“ gab er schnell zurück.
Sein Blick ging zu Seto. Der lies sich in einer gekonnten Pose auf dem Sofa nieder und grinste den schwarzhaarigen frech an.
Was diesem eine Gänsehaut bescherte.
Was war den heute mit seinem Bruder los? Schon eine gewisse Zeit benahm der sich etwas seltsam. Unwirsch schüttelte der Jungen den Kopf. Er wollte nicht daran denken. Nicht jetzt. Die Gedanken an seine Gefühle für seinen großen Bruder schmerzten immer mehr und Schmerz wollte er jetzt nicht ertragen. So wandte er sich wieder seiner Arbeit zu. Diese konnte ihn wenigstens etwas ablenken.
Seto saß immer noch auf dem Sofa und beobachtete Mokuba. Der hämmerte weiter auf den Tasten herum und schien Seto nicht weiter war zunehmen, oder er wollte es vielleicht auch gar nicht.
Wer wusste das schon?
Die Zeit verging und es wurde langsam Dunkel. Mokuba hatte nicht sehr viel Glück gehabt. Über die Karten gab es keine bestimmten Informationen. Alle waren unvollständig oder auch verwirrend gewesen. Worüber Seto Kaiba sich sehr geärgert hatte. Das durfte doch einfach nicht sein. Da hatten sie so viel Arbeit hinein gesteckt und es hatte doch rein gar nichts gebracht. Wütend hockte der Firmenchef auf dem Sofa und starrte die Karten an. Leise trat der schwarzhaarige Junge zu ihm und legte eine Hand auf dessen Schulter.
„Es tut mir so leid. Wenn du willst, setze ich mich die ganze Nacht an den Rechner und versuche noch etwas herauszufinden,“ flüsterte er. Seto hob ob dieser Worte den Kopf und lächelte schief.
„Nein, das machst du nicht. Du hast schon lange genug gearbeitet. Jetzt ist Schluss. Komm, wir gehen essen. Ich habe Hunger,“ meinte dieser. Sanft zog er seinen Bruder zu sich und nahm ihn in seine Arme. Wuschelte den kleinen durch die schwarzen Haare. Das hatte er auch schon immer früher mit ihm gemacht. Allerdings hatte er zu diesem Zeitpunkt noch nichts von Mokubas Gefühlen für ihn gewusst.
Aber das sollte so nichts an ihrer Beziehung zu einander ändern. Er würde dem kleinen einfach noch nichts davon sagen. Vielleicht tat der Junge es ja noch von alleine. Seto wollte erst einmal abwarten.
Der Schwarzhaarige Junge kuschelte sich an ihn und gurrte zufrieden. Er fühlte sich einfach zu wohl in der Gegenwart seines Bruders. Bei ihm war er sicher und das wusste er auch. Bei seinem Seto konnte ihm nichts passieren und das war das schönste. Glücklich lächelt ließ er sich durch die Haare streicheln.
„Los, zieh dir was anderes über, damit wir los kommen,“ meinte schließlich sein großer Bruder. Ein leichtes Grinsen lag dabei in seinen Zügen.
Erschrocken fuhr Mokuba nach oben. Etwas irritiert blickte er Seto in die blauen Augen.
„Ich sagte doch dass ich Hunger habe. Wir werden uns heute mal etwas Leckeres gönnen. Du hast es dir schließlich nach so viel Arbeit verdient“, antworte Seto auf die unausgesprochene Frage.
Etwas verwirrt nickte sein kleiner Bruder und erhob sich.
Er war mal wieder weit weg in Gedanken gewesen. Hatte gar nicht mitbekommen wie spät es schon war, vor allem das sein Magen rebellierte.
Schnell wandte er sich um und ging in sein Zimmer. Dort atmete erst einmal tief durch. Seine Gefühle hatten ihn einfach schon wieder übermahnt.
Mokuba fühlte sich so hilflos. Wie sollte er denn bitte mit Seto essen gehen, wenn er bloß an etwas anderes dachte? Wenn er sich lieber an ihn gekuschelt hätte um sich küssen zu lassen?
Fluchend sauste sein Hand auf die Matratze des Bettes nieder. Es war einfach nicht zum aushalten. War es vielleicht doch besser es Seto zu sagen? Aber was war wenn dieser ihn dann hasste oder wegschickte?
Das hätte der Junge auch nicht überstanden.
Langsam ging er zu seinem Schrank und suchte sich etwas zum anziehen.
Nach einer Weile stand er in einer engen, dunkelblauen Jeans und einem Hemd in der Eingangshalle. Seine schwarzen, unbändigen Haare, waren wie immer.
Sein Bruder war bereits da und streifte sich seinen Mantel über.
Als er Mokuba erblickte, riss er erstaunt die Augen auf. Der kleine sah ja verdammt gut aus. Richtig zum anbeißen.
Hatte er sich etwa nur wegen ihm so schick gemacht? So etwas trug der Junge doch sonst nicht. Allerdings konnte Seto nicht verhindern das ihm dieser Anblick gefiel.
Das wäre dann glatt gelogen.
„Können wir dann los? Ich sterbe gleich vor Hunger“, meinte der kleine und grinste.
Ihm war der Blick seines Bruders nicht entgangen.
Vielleicht war es doch eine gute Idee gewesen sich so herauszuputzen. Er war einfach bloß einem Impuls gefolgt.
„Ja sicher. Unser Auto wartet draußen“, antworte Seto.
Der Junge nickte und zog sich seine Jacke über.
Dann verließen beide das Haus. Jeder in seine eigenen Gedanken verstrickt.
Die Fahrt zum Restaurant war fast schweigend verlaufen. Sie hatten sich nur mit Blicken gemessen und immer wieder bedacht.
Seto wusste nicht so recht was er davon halten sollte. Zwar hatte Mokuba noch nichts gesagt, dennoch machte es ihn verrückt.
Er mochte seinen kleinen, das stand unumweichlich fest. Aber mehr? Liebe?
Er, Seto Kaibe, hatte noch nie jemanden geliebt. Es gab bloß Mokuba in seinem Leben. Der kleine war immer für ihn da gewesen. Hatte sich um ihn gekümmert.
Das der Schwarzhaarige hässlich war, konnte Seto auch nicht sagen. Der Junge war schon eher eine Augenweide.
Warum verliebte er sich gerade in ihn? In den herzlosen Firmenchef?
Vielleicht,..... vielleicht konnte er......?!
Weiter kam Seto nicht mit seinen Gedanken.
Die Limousine hatte gehalten und der Fahrer öffnete die Tür.
Etwas irritiert blickte der Braunhaarige nach draußen, stand jedoch auf.
Sein kleiner Bruder folgte ihm.
Es war eins der besten und teuersten Restaurante in der Stadt. Aber die Brüder konnten es sich ja leisten.
Sie wurden von einem Kellner begrüßt und dann zu einem Tisch geführt. Seto hatte hier schon immer einen Stammplatz. Eine kleine, wunderschöne Nische direkt am Fenster. Von hier aus hatte man einen traumhaften Blick auf den großen und gepflegten Park der zu dem Restaurante gehörte.
Mokuba zog seine Jacke aus und bot seinem großen Bruder damit einen wunderschönen Anblick. Das Hemd saß so eng das es Mokubas Oberkörper perfekt betonte.
Der Junge war kein Sportler und auch nicht sehr durchtrainiert, dennoch war er gut gebaut. Was er aber nur sehr selten zeigte.
Viel lieber lief er in normaler Kleidung herum. Aber jetzt hier für seinen Bruder hatte er es gewagt so etwas anzuziehen.
Die Getränke und das Essen waren sehr schnell bestellt. Da die Kaibas hier bekannt waren, hatte sie auch viel Ruhe beim Essen.
Das Gespräch verlief eher zwanglos. Seto hatte noch nicht vor, irgendwelche anderen Themen anzuschneiden. Er hatte auch immer noch die Hoffnung das Mobuka von selber damit anfing.
Dieser bedachte seinen Bruder immer wieder mit seinen grünen Welten. Seine Blicke tauchten tief in die Setos ein. Zu sehr liebte er die blauen Augen, die nur für ihn Wärme und Liebe ausstrahlten.
Seto war immer sehr kaltherzig gewesen. Was vielleicht auch daran lag, das er schon in sehr jungen Jahren ein Millionenimperium führen musste. Das hatte ihn gestählt.
Ihre Eltern waren sehr früh gestorben, also gab es nur Mobuka. Dieser war seine ganze Familie. Sein ein und alles.
Mit einer eleganten Bewegung strich er sich seine braunen Haare wieder nach hinten. Sie waren zwar nicht so wild wie die seines Bruders, aber dennoch hatte er mit ihnen seine Probleme. Er war aber nicht bereit sie schneiden zu lassen.
Gekonnt lehnte Seto sich etwas nach vorm und gewährte Mokuba so noch einen besseren Blick auf seine rasierte Brust.
Nur für den kleinen hatte er sich in eine enge Hose gezwängt und sich ein kurzärmliches schwarzes Hemd angezogen. An diesem hatte er ein paar Knöpfe offen gelassen.
Mokuba streckte seine rechte Hand etwas aus und legte sie in die Tischmitte. Er sehnte sich so sehr nach Berührungen das es fast schon schmerzte.
Sein Bruder war so unglaublich schön. Er konnte das leise Lächeln in den Augen sehen, was er nur ihm schenkte.
War da etwa Schmerz in den sanften grünen Augen?
Das Kinn auf die rechte Hand gestützt, bedachte er seinen kleinen Schatz.
Ohne darüber nachzudenken, streckte er seine linke Hand aus und legte sie auf die seines Bruders. Der zuckte etwas zurück und schluckte schwer, verflocht aber ihre Finger miteinander.
Es war wie ein Blitzschlag der durch seinen Körper zuckte, als er Setos Finger auf seinen spürte. Obwohl er seinen Bruder nicht ansah, wusste er das in dessen Augen unausgesprochene Fragen standen.
„Mokuba, ich wünschte es wäre so wie früher und du würdest mit mir reden. Ich sehe doch das dich etwas bedrückt und du möchtest aber nicht mit mir reden. Du weist das ich immer für dich da bin, egal um was es geht,“ brach Seto die Stille.
Überrascht hob der Kleine den Kopf und sah seinem Bruder direkt in die Augen.
Dort spiegelte sich so viel Wärme. Aber noch etwas anderes lag in den blauen Augen. Etwas was Mokuba noch nicht deuten konnte.
Seine Stimme klang belegt als er antwortete.
„Ich weis und dafür liebe ich dich. Du bist immer für mich da. Aber das was ich jetzt empfinde kann ich nicht in Worte fassen. Du würdest mich verachten und wegschicken und das ertrage ich nicht.“
Die Worte hingen einen Moment zwischen ihnen.
Bis Seto sich erhob, aber ohne ihre Finger voneinander zu lösen. Er setze sich auf die Bank neben seinen Kleinen.
Dieser hatte das nur mit großen Augen verfolgt. Sein Herz fing an zu rasen, als das Objekt seiner Begierde immer näher rückte.
„Du musst keine Angst haben, mein kleiner Schatz. Ich würde dich nie verachten oder wegschicken und das weist du auch. Du bist der einzige Mensch der mich wirklich kennt.“
Mit diesen Worten zog er seinen kleinen Bruder in seine Arme und presste ihn an sich. Er konnte und wollte ihn jetzt nicht loslassen.
Mokuba zitterte am ganzen Körper. Er wusste einfach nicht was er tun sollte. Die Nähe seines großen Bruders machte ihn verrückt. Brachte ihn zum schwitzen.
Unbewusst lehnte er sich an ihn und genoss diese Nähe.
Der Junge brachte keinen Ton heraus, er konnte einfach nur genießen. Diese Gefühle die sein Bruder ihm schenkte waren einfach zu köstlich.
Wie lange sehnte er sich schon nach dieser Nähe?
Liebevoll fuhren ein paar Finger durch seine wuscheligen schwarzen Haare. Berührten dann hauchzart sein Gesicht.
Seto fuhr mit seinen Fingern langsam die Wangen entlang. Zeichnete sanft die Konturen der Augen und Wimpern nach.
Das Zittern in dem jungen Körper nahm zu. Wäre Mokuba nicht schon durcheinander gewesen, so hätte es Seto jetzt geschafft.
Atemlos ließ er die Zärtlichkeiten über sich ergehen. Die grünen Welten hatte er fest geschlossen. Aus Angst das dies ein Traum war.
Ein schlanker Finger berührte seine Lippen und entlockte dem verstörten jungen Mann ein leises Keuchen.
„Bitte sieh mich an. Ich möchte so gerne in deine Augen sehen, mein kleiner.“
Die Worte waren heiser. Zeigten das auch Seto tief berührt war.
Ganz langsam öffnete der Angesprochene seine Augen und blickte direkt in zwei blaue Welten. Dort lass er so viel Zärtlichkeit das es ihn fast zerriss.
Ganz leicht hob Mokuba den Kopf. Ihre Lippen berührten sich beinahe. Er spürte den warmen Atem seines Bruders und erschauderte.
„Ich würde dich so gerne küssen, dich berühren, mit dir Eins sein,“ flüsterte er.
Kaum hatte er das ausgesprochen bereute er es auch schon wieder. Gepeinigt schloss er die Augen und wartete darauf das sein Bruder sich von ihm abwandte. Aber nichts der gleichen geschah.
Seto rückte kein Stückchen weg. Nur seine Umarmung wurde etwas fester. Er legte seinen Kopf an Mokubas Halsbeuge und atmete tief durch.
Nur zu deutlich spürte er das Zittern, die Angst in dem jungen Körper. Und er verstand sie nur zu gut. Aber er würde seinem kleinen Schatz nie wehtun.
Nur was sollte er jetzt machen?
Die leisen Worte hatten sein Herz so tief berührt. Er empfand so viel Liebe für den Kleinen. Nur war das auch die Liebe die Mokuba erwartete? Er wusste es nicht.
Aber der Gedanke, diese wunderschönen zarten Lippen zu küssen, brachte seinen Bauch zum kribbeln und schickte das Blut in die unteren Regionen.
„Warum tust du es dann nicht,“ hörte er sich sagen.
Oh ja, er wollte es. Wollte diese roten Lippen kosten.
Völlig verwirrt hob der Jüngere den Kopf und ihre Nasen berührten sich. Seine grünen Augen glühten dabei.
Er wollte etwas sagen, aber kein Ton kam über seine Lippen. Zu erstaunt war er.
Zaghaft kam er der Aufforderung seines Bruders nach.
Ganz leicht berührten sich ihre Lippen. Nur ein winziger Hauch. Aber das reichte um kleine Stromstöße durch Mokubas Körper zu schicken.
Sein Herz raste, als sich ihre Münder aufeinander pressten. Vorsichtig öffnete er die Lippen um mit seiner Zunge in die fremde Mundhöhle zu stoßen.
Seto war im ersten Moment wie erstarrt. Dann jedoch erwiderte er den Kuss. Viel zu gut fühlte sich das an.
Dass sie sich in einem Restaurante befanden und sie Brüder waren, war in diesem Moment komplett vergessen.
Einer seine Hände grub Seto in die schwarze Mähne, zog so Mokuba noch weiter an sich. Vorsichtig befühlten sich ihre Zungen, nur um dann einen heißen Tanz zu beginnen. Wild und ungezügelt.
Ganz langsam löste sich Mokuba von seinem Bruder und schaute ihn in die blauen Seen. Dort lass er nur Liebe und Verlangen.
„Seto. Ich weis gar nicht was ich sagen soll. Das war so unglaublich schön. Schon viel zu lange wollte ich dich so spüren. Dich einmal küssen. Mein ganzer Körper verlangt danach,“ flüsterte Mokuba.
„Du wolltest mich nur einmal küssen? Was ist denn wenn ich gefallen daran gefunden habe und dich weiter küssen möchte? Mein Kleiner, du weist das du das wichtiges für mich bist. Du bist der einzige Mensch den ich über alles liebe. Ich gebe dich nicht her. Dafür war das eben zu schön und zu intensiv.“
Ungläubig starrte Mokuba seinen Bruder an. Sein Herz machte bei diesen Worten einen Sprung. Waren das nicht die Worte die er hören wollte?
Ein freudiges Lächeln breitete sich auf seinem Gesicht aus. Glück stand in seinen Zügen. Sein ganzer Körper bebte vor Freude.
Zärtlich streichelten seine Finger über Setos Wange.
„Ist das wahr? Du liebst mich und möchtest mich nochmals küssen? Du weist gar nicht wie glücklich du mich machst. Nie hätte ich gedacht das du so empfindest. Ich hatte solche Angst es dir zu sagen,“ meinte Mokuba und lächelte schief.
Ein dunkles, volltönendes Lachen ertönte.
Unwillkürlich bekam der Jüngere eine Gänsehaut und kuschelte sich näher.
„Ja mein kleiner Schatz, das will ich. Vielleicht sollte ich dir sagen das ich deinen Brief gelesen habe. Ich hatte bereits etwas Zeit um darüber nachzudenken. Du hättest es mir sagen können. Ich hätte dich nie geschimpft, schließlich kribbelt es jedes Mal wenn du mich berührst. Nur weis ich nicht ob ich zu wahrer Liebe fähig bin,“ entgegnete Seto.
Ihre Blicke verfingen sich ineinander.
Ein Kellner räusperte sich zaghaft und zerstörte damit die sinnliche Stimmung. Sofort nahmen Setos Augen einen kalten Ton an. Er hasste es gestört werden. Die Umarmung löste er aber nicht. Nur seine Haltung änderte sich.
„Was?“ fuhr er den Mann an.
Dieser hielt den Kopf gesenkt und errötete leicht.
„Es tut mir leid Sie zu stören, Herr Kaiba, aber es gibt einen Anruf für Sie.“
Ein leises Knurren ertönte von Seiten Setos. Er hatte mit Absicht kein Handy mitgenommen. Er wollte nicht gestört werden.
Seine Augen sprühten Funken als er sich erhob und sich damit von Mokuba lösen musste. Der hatte mit glühenden Wangen den Kopf gesenkt.
Wenn jemand sie gesehen hatte wie sie sich küssten?
Unter den schüchternen Blicke des Kellners, küsste Seto seinen Bruder auf den Kopf und flüsterte ihm ein, bis gleich zu.
Dann folgte er dem Angestellten in seiner gewohnt kalten Art.
Ein verwirrter Mokuba blieb zurück, der seinem Bruder nach blickte.
Ihm gingen die verrücktesten Gedanken durch den Kopf. Er konnte einfach nicht glauben was ihm Seto eben gesagt hatte.
Er hatte den Brief gelesen. Er hasste ihn nicht, sondern hatte ihm ein Liebesgeständnis gemacht. Hatte ihn so umwerfend geküsst. Fast schon verzehrend.
Mokuba war sich mit jeder Faser seines Körpers bewusst das er etwas Verbotenes tat, aber er wollte es. Wollte es wie nichts anderes in seinem Leben. Sein Bruder war das einzige was er wollte. Nur die Liebe zu ihm zählte.
„Ich weis das du zu wahrer Liebe fähig bist,“ flüsterte er.
Dafür kannte er ihn zu gut. Zu deutlich spürte er noch das Kribbeln in seinem Körper. Seine Lippen brannten von diesem Kuss.
Es dauerte nicht lange, da erschien Seto wieder an ihrem Tisch. Dessen Gesicht erhellte sich als er Mokuba erblickte. Aber anstatt sich zu setzen, gab er seinem Kleinen die Hand und zog ihn nach oben.
„Ich habe eben bezahlt. Wir fahren nach Hause. Ich will jetzt nicht an Arbeit denken. Das war die Firma. Aber darum kümmern wir uns morgen. Jetzt bist du mir wichtiger,“ erklärte Seto mit einem Grinsen.
Erstaunt erwiderte es Mokuba. Wieder fing sein Herz an zu rasen, als sein Bruder ihn so intensiv anblickte.
Er nickte einfach nur und folgte dann Seto. Der Wagen wartete bereits auf sie.
Seto gab dem Fahrer die Anweisung sie in zur Villa zu bringen.
Etwas zaghaft legte Mokuba seine Hand auf Setos Knie. Immer darauf bedacht das sein Bruder es ablehnen würde. Aber nichts der gleichen geschah.
Stattdessen legte dieser seine Hand auf Mokubas und verflocht ihre Finger miteinander.
Seto Kaiba hatte sich entschlossen. Er hatte nach dem Telefont sich noch einen kleinen Moment Zeit zum überlegen gegönnt.
Er wusste jetzt das er die Gefühle für seinen kleinen Bruder erwiderte. Das er ihn ebenfalls liebte. Schon alleine dieser kleine Kuss hatte seinen Körper und seine Gefühle in Wallung gebracht. Wäre dieser Kellner nicht aufgetaucht...
Vielleicht hätte er noch etwas ganz anderes getan.
Die warme Hand die auf seinem Schenkel lag, tat so unglaublich gut. Noch nie hatte er so etwas gefühlt. Sicher Seto hatte schon mehrere Freundinnen gehabt, aber das was er jetzt bei Mokuba empfunden hatte, hatte ihm keine Frau schenken können.
Leicht drehte er den Kopf und sah seinen Kleinen an. Dieser wirkte etwas schüchtern, was Seto lächeln ließ.
„Ich habe meine Meinung nicht geändert. Ich möchte immer noch das du mich küsst. Die Scheiben nicht verspiegelt und der Fahrer hört uns nicht.“
Das Grinsen was dabei in Setos Zügen lag, ließ Mokubas Herz höher schlagen.
Ohne weiter darüber nachzudenken, setzte er sich rittlings auf Setos Schoss und blickte ihm tief in die Augen.
Sein Mund näherte sich dem seines Bruders und schon versanken sie in einen tiefen Kuss. Der Ältere hatte seine Arme um ihn geschlungen und er drückte ihn fest an sich.
Erst als die schwarze Limousine auf dem Kaiba Anwesen hielt, lösten sich beide atemlos voneinander.
Der Fahrer hatte die Tür geöffnet und beide Brüder verließen mit roten Wangen den Wagen und betraten die Villa.
Da keine Diener mehr anwesend waren, konnten sie sich frei bewegen, ohne auf jemanden oder etwas zu achten.
Zielstrebig steuerte Seto mit seinem kleinen Schatz an der Hand sein Schlafzimmer an. Der Kleine hatte ihm Lust auf mehr gemacht.
Nur zu deutlich hatte er gespürt das es Mokuba genau so ging.
Mit zittrigen Knien betraten sie den großen Raum. Das Bett wirkte sehr einladend.
„Bleibst du heute Nacht bei mir? Ich möchte dich gerne in meinen Armen halten,“ brach Seto die Stille.
In Mokubas grünen Welten erschien ein begieriges Leuchten. Und wie er wollte.
Statt einer Antwort sprang er seinen Bruder an und küsste ihn stürmisch. Dieser grinste in den Kuss hinein und zog ihn mit zum Bett.
Dort ließ Mokuba sich auf die weiche Matratze sinken und zog Seto auf sich. Seine Finger vergruben sich in den braunen Haaren.
Die Leidenschaft und die Lust waren nur zu deutlich spürbar.
Setos Herz raste. Er wollte mehr. Seine Hose spannte bereits. Es wurde langsam doch recht eng in der Jeans.
Da spürte er die Finger seines Bruders über seinen Körper wandern bis hinunter zu dem festen Po. Ein Keuchen entrann seinen süßen Lippen, als Mokuba ihn in den Hintern kniff.
Noch nie hatte er so etwas gefühlt.
Keine Frau hatte es bis jetzt geschafft ihn so anzumachen, wie Mokuba.
Seto drückte sich weiter an ihn und spürte dabei das es Mokuba auch nicht kalt ließ. Er spürte deutlich die Härte, die sich an seinen Bauch drückte.
Ein leises Lächeln schlich sich in seine Züge, welches auch Mokuba spürte.
Etwas verwirrt starrte der ihn an.
Mit einem Grinsen griff Seto zwischen sie und brachte den Jüngeren zum stöhnen.
Dieser warf den Kopf zurück und bot seinem Bruder den Hals an. Begierig küsste dieser über die weiche Haut. Während deine Finger vorsichtig Mokubas Hose öffneten.
Kaum war diese offnen und ein Stück nach unten gezogen, sprang die Männlichkeit heraus. Stolz ragte sie nach oben und verlangte nach Aufmerksamkeit.
Seto fuhr mit den Finger über die sensible Haut und spürte das Zittern in den jungen Körper.
Auch Mokuba war nicht untätig. Seine Finger wanderten über den schlanken Körper. Er wollte alles erkunden. Jedes bisschen Haut kosten.
So streichelte er über die Seiten bis zu den Hüften und machte sich an den Knöpfen der Jeans zu schaffen. Er spürte das sein Bruder befreit werden wollte. Der Druck war einfach zu groß. Auch das Hemd folgte.
Bewundernd ließ der Kleine seine Blicke über die harte Männlichkeit wandern. Sie war unglaublich schön und rasiert. Aber sein Bruder war überall schön.
Ehrfürchtig ließ er seine Fingerspitzen über die heiße Haut gleiten und ergötzte sich an dem lauten Keuchen.
Seto schob seine Hände unter das enge Hemd und zog es über den Kopf seines Bruders. Nun lag Mokuba ganz nackt vor ihm. Der Millionenerbe gönnte sich einen langen hungrigen Blick. Seine Augen wanderten von diesem wunderschönen Gesicht über die Brust bis hinab zu der aufgerichteten Härte.
Wildes Verlangen stand in den blauen Seen als er sich herab beugte und an den Brustwarzen saugte. Sofort keuchte Mokuba auf und krallte seine Hände in Setos Haare.
Eine feuchte Zunge umkreiste die sensiblen Brustwarzen, die sich in freudiger Erwartung aufgerichtet hatten.
Langsam leckte sich die Zunge weiter. Verweilte einen Moment am Bauchnabel um dann ihr eigentliches Ziel zu erreichen.
Seto vergrub seine Nase zwischen den weit gespreizten Schenkeln.
Obwohl er noch nie etwas mit einem Mann gehabt hatte, wusste er genau was er tun musste um seinen Bruder die höchsten Töne zu entlocken.
Die jüngere wand sich unter ihm, als Setos Lippen über den Schaft glitten und in ihn sich aufnahmen. Lautes Stöhnen verriet Seto das er alles richtig machte.
Sein Bruder grub die Finger in dessen Haar. Überall glänzte der Schweiß.
Begierig leckte die Zunge über den Schaft, bevor sie sich den weichen Hoden näherte und auch diese verwöhnte.
„Seto. Seto. Oh, man ist das geil. Ich kann mich kaum beherrschen. Ich will dich in mir spüren. Bitte,“ keuchte Mokuba.
Er war kurz vor seinem Höhepunkt. Viel zu lange hatte er auf solche Zärtlichkeiten gewartet. Da hielt er jetzt nicht lange aus.
Der Angesprochene schloss seine Lippen noch einmal über den Schwanz und reizte die Vorhaut. Auch er spürte deutlich das sein Bruder bald kam.
Nur ungern ließ er von diesem schönen Körperteil ab. Sofort verschloss er mit seinen Mund den Mokubas.
Als sie sich ansahen, glänzten ihre Augen vor wilden Verlangen und Lust.
Nur zu gern wollte Seto diesen Wunsch erfüllen. Er wollte seinen kleinen Schatz spüren. In ihm versinken.
So stemmte er sich etwas in die Höhe und ließ den Jüngeren sich auf die Seite drehen. Augenblicklich drückte Seto sich von hinten an ihn.
Seine Finger streichelten die erhitze Haut, während sie sich wild küssten. Vorsichtig wanderten die schlanken Finger über den festen Po. Zwischen die Beine.
Seto schob ein Knie zwischen Mokubas Beine. Dieser hob das oberen sofort etwas an. Er konnte es kaum erwarten seinen Bruder zu spüren. Sein ganzer Körper verlangte danach, diese Finger, den großen Mann in sich zu spüren.
Seto befeuchtete seine Finger etwas und schob sie in die enge Öffnung. Augenblicklich verspannte sich Mokuba.
Er spürte den Schmerz und dann wieder diese Zunge. Welche ihm Sicherheit versprach.
Ganz langsam schob Seto seinen Finger weiter hinein.
Mokuba war unglaublich eng und er zitterte vor Schmerz. Aber dann drückte er sich den Fingern entgegen. Er schob sein Becker etwas weiter nach hinten, als Aufforderung für seinen Geliebten weiter zu machen.
Dieser nahm noch einen Finger und dehnte die enge Höhle noch etwas weiter. Erst als er sicher war, das es genug war, nahm er etwas Spucke und strich damit über seinen eigenen Schwanz. In Gedanken verfluchte er sich kein Gleitmittel im Nachtschrank zu haben. Aber es musste jetzt auch so gehen.
„Bereit, mein Schatz,“ hauchte Seto.
Der Kleine konnte nur nicken.
Seto platzierte seinen Schwanz an dem engen Eingang und drang langsam in Mokuba ein. Der keuchte vor Schmerz auf, als er die Härte spürte.
Das tat so unglaublich weh. Aber er wollte es ja.
Da spürte er die Lippen die seine Schulter küssten und die Hand die sich um seine eigene Männlichkeit legte. Dort begann die Hand in langsam zu massieren. Somit entspannte sich Mokuba und drückte sich schließlich an seinen Bruder.
Dieser ließ seinen Schwanz ganz in ihn gleiten.
Der Jüngere stöhnte laut auf als er die ersten Stöße spürte. Sie waren sehr zaghaft. Er drückte sein Becken immer weiter nach hinten. Er wollte mehr. Viel mehr.
Die Hitze in seinem Körper war unerträglich. Das hatte er immer gewollt.
Die Stöße passten sich recht schnell den Bewegungen an wie Seto über seinen Schaft rieb.
Lange würden es beide nicht aushalten. Dafür waren sie viel zu ausgehungert.
Seto stieß immer heftiger zu. Wie im Wahn rieb seine Hand über die harte Erregung.
Sein Körper war zum zerreisen gespannt.
Er wollte die Erlösung. Und sie kam.
Mit einem letzten heftigen Stoß glitt Seto in die heiße Enge. Mit einem erstickten und erlösenden Schrei entlud er in dem geliebten Leib.
Nur Sekunden später folgte Mokuba.
Der Orgasmus trieb beide weit mit sich.
Erschöpft sang der Jüngere gegen die breite Brust. Er hatte sich noch nie so glücklich gefühlt. Sein ganzer Körper brannte.
Es dauerte lange bis sich beide Brüder wieder unter Kontrolle hatten.
Zärtlich küssten sich Seto über die Schweißnasse Haut der Schulterblätter. Sein Herz raste immer noch im wilden Galopp.
Aber er war glücklich. So unbeschreiblich glücklich.
„Das war so geil Seto. So wie jetzt habe ich mich noch nie gefühlt. Sag mir bitte nie wieder das du nicht zu wahrer Liebe fähig bist. Denn etwas anderes war das nicht.“
Mit diesen Worten drehte sich Mokuba in den Armen seines Bruders und sah ihn an.
In diesen wunderschönen Eisblauen Augen stand Freude und Liebe.
Er zog Mokuba noch etwas enger an sich und schlang eines seiner langen Beine um ihn. Ein breites Grinsen dabei im Gesicht.
„Ja das stimmt. So etwas Aufregendes habe ich noch nie erlebt. Und Ja, ich liebe dich. Du bist das einzig gute in meinem Leben. Du hast mich nie ausgelacht oder dich abgewendet. Du bist das einzige was ich je geliebt habe. Ich hätte viel früher merken müssen, was ich für dich empfinde. Denn aus meinem Bett kommst du so schnell nicht wieder.“
Bei diesen Worten schlug Mokubas Herz um einige Takte höher. Stürmisch fiel er über Seto her und küsste ihn.
Vergessen war die Tatsache dass sie Brüder waren. Das sie etwas Verbotenes taten. Nur diese Einzigartigen Gefühle zählten. Das sie sich liebten.
Was der Rest der Welt dachte, war beiden egal.
Der kaltherziger Seto Kaiba gierte nach jeder kleinen Berührung und wollte mehr von diesen traumhaft schönen Zärtlichkeiten.
Viel Schlaf bekamen beide in dieser Nacht nicht. Aber das war egal. Es galt nur ihre brennende Lust zu schüren und sich dem anderen ganz hinzugeben.
Sie entdeckten ganz neu die Liebe.



OWARI