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Alles was zählt - Teil 73

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Eine weitere Woche war ins Land gegangen, als Endre zusammen mit JJ den Couchtisch ein bisschen dekorierte. Weil die Bauarbeiten so gut vorangegangen waren, dass nur noch das Schwimmbad und die äußere Fassade zu machen waren und der Innenausbau beendet war, konnten sie in den nächsten Tagen umziehen. Deswegen hatte Endre beschlossen, noch eine kleine Auszugsparty zu geben, ehe alles eingepackt wurde. Viele Leute kamen nicht. Nur seine Zwillinge und Jochen mit Tiara. Peter musste leider noch arbeiten und Sven und Sören, die Endre ebenfalls eingeladen hatte, als er sie am Telefon über die neusten Ereignisse informiert hatte, konnten leider auch nicht kommen, versprachen aber zur Einweihung der Villa zu erscheinen.

Im Gegensatz zu den Jüngsten wussten Michael und Gerrit noch nicht, dass Leif und er sich verlobt hatten. Er hatte ein wenig Sorge vor deren Reaktion. Anders als Sven und Sören wussten die beiden schließlich alles, auch die Schwierigkeiten, die es mit Viktor gegeben hatte und deswegen wusste er auch nicht, wie die beiden darüber denken würden. Sicher, es war ziemlich schnell gegangen und sie kannten sich noch nicht so lange – aber manchmal genügte ein Augenblick, um zu wissen, was los was. Bei ihnen beiden war es wohl so gewesen.

„Pass auf, Maus“, rief Endre und rettete das Glas vor dem endgültigen Absturz, weil JJ gerade etwas unglücklich mit dem Kinderbesteck für ihn und Tiara kämpfte. Eigentlich kämpfte er weniger mit dem Besteck als mit Gustav, der JJ schon wieder nicht vom Bein ging und mit seiner neugierigen, großen Nase alles vom Tisch riss. Musste das Vieh auch seinen Rüssel in alles stecken, was ihn nichts anging? „JJ, können wir Gustav nicht einfach auf die Couch setzen und er guckt uns nur zu?“, versuchte Endre vorzuschlagen und schenkte Leif einen bösen Blick, der lachend in der Wohnzimmertür stand und seine beiden Jungs beobachtete. Dabei machte er ein paar Bilder. Vielleicht fingen sie an und erstellten ein kleines Familienalbum.

JJ wirkte hin und her gerissen. Er verstand schon, dass Gustav ihn mehr behinderte als unterstützte, doch wenn sein Schaf so unbeaufsichtigt herum lag und Tiara kam, dann hatte sie es vielleicht beim Wickel, ehe JJ es verhindern konnte. Das war nicht so leicht! Er wusste nämlich noch ganz genau, wer Tiara war. Er mochte das Mädchen, doch das hieß ja noch lange nicht, dass er seinen Gustav mit ihr teilen musste. So weit ging die junge Liebe ja nun doch nicht.

Der einzige, der sich von dem ganzen Stress nicht stören ließ, war Rudi. Der lag auf dem Rücken unter dem Couchtisch und schlief, alle Fünfe von sich gestreckt. Damit der kleine Kater nämlich seinen Auslauf bekam, musste er jeden Tag mit, wenn Endre und JJ zum Spielen aus dem Haus gingen. Dabei ließ Endre JJ aber nie aus den Augen. Nicht dass noch jemand auf die Idee kam, die beiden zu kidnappen. Er hatte seinen Frieden mit Viktor nämlich noch nicht gemacht und rechnete jeden Tag mit einem weiteren Angriff.

Heute allerdings hatte Rudi mit JJ im Garten getobt, denn sie waren wieder auf der Baustelle gewesen, zur Endabnahme der Innenräume. Sie waren wunderschön geworden – vor allem die Bäder. Ein paar der Elemente aus dem Katalog hatte Leif noch mit einfließen lassen. Zum Beispiel die zwei Ebenen, die kindgerechte Ausstattung zu mindest in einem der Bäder und die Dusche mit dem einen Quadratmeter Regen. Eine schöne, große Eckwanne für das Bad zu zweit, ein Whirlpool zur Entspannung und eine kleine Badewanne für alle Tage, weil Endre nicht immer so viel Wasser verplempern wollte, wenn er nur mal baden wollte.

JJs Reich war ebenfalls fertig und die drei Räume waren sehr schön geworden. Sie hatten sich überlegt, das Spielzimmer und das Schlafzimmer zu trennen, ebenfalls das Arbeitszimmer, wenn er dann erst einmal in die Schule kam. Es war vielleicht besser, wenn er am Schreibtisch saß und keine Spielzeuge in der Nähe hatte, dann wurde er nicht so abgelenkt. Ein paar der Möbel, die sie für JJ gekauft hatten, standen auch schon drinnen, doch die übrigen Räume würden erst nach und nach ausgestattet werden. Bei einigen Möbeln, die Leif bestellt hatte, dauerte die Fertigung und Lieferung eben ihre Zeit, weil es noch Handarbeit war. Anfangs hatte Endre noch geredet, aber Leif hatte eben seine eigene Vorstellung, da war er nicht umzustimmen.

Mittlerweile saß Gustav doch auf der Couch, weil er mit seinem dicken Hintern wieder Besteck vom Tisch gefegt hatte und JJ trug nun Becher und Teller für sich und Tiara von der Küche zum Tisch. Er war geschäftig dabei, Endre zu helfen, denn das machte er gern. Dann fühlte er sich ganz groß.

Im Gegensatz zum Kindergarten, da war die alte Begeisterung noch nicht wieder entflammt. Zwar musste Gustav nicht mit, aber dafür ließ JJ Endre nicht gehen. Egal um was es ging, Endre musste bei ihm sein. Entweder hielt er JJs Hand oder der Junge klammerte an seinem Bein. Zwar ging es mittlerweile wieder, sodass es reichte, wenn Endre im Zimmer war. Doch sobald der auf den Flur ging, weil er hoffte, JJ würde es nicht merken, war der Kleine hinter ihm her und wollte wissen, wo er hin ging. Da mussten sie wohl wirklich Geduld haben.

Außerdem wusste er von Florian, dass sich auch Frau Krüger vom Jugendamt in der Einrichtung umgesehen und sich erkundigt hatte, wie sich JJ so machte. Auch er hatte kein Blatt vor den Mund genommen und geschildert was er sah, nämlich dass JJ seit diesem Wochenende ein verängstigtes Kind war.

„Der Lieferservice“, sagte Leif, der in der Küche am Fenster gestanden hatte und ließ den Boten ein, der ein paar kalte Platten und ein paar warme Gerichte brachte. Er war schlicht dagegen gewesen, dass Endre sich den ganzen Tag in die Küche stellte und kochte und tat und machte und er selbst die Abnahme ihres Hauses alleine machte. Das kam doch gar nicht in die Tüte. So hatte er wie üblich die Proteste seines Lieblings mit einem Kuss erstickt und einen Catering-Service beauftragt. So hatte er nämlich mehr von seinem Liebling und das war purer Eigennutz. Endre hatte es hinterher auch eingesehen, dass es bequemer war, doch der obligatorische Protest hatte sein müssen, damit Leif klar war, dass er nicht alles über Endres Kopf hinweg entscheiden konnte.

Fremde Leute machten JJ immer noch etwas Sorgen und so verschwand er unauffällig hinter dem Couchtisch. Endre seufzte leise, als er sah, dass auch Gustav mit hinter den Tisch gezerrt wurde.

Nein, JJ hatte das noch nicht verwunden. Hoffentlich konnte er seine Angst bald abschütteln, denn es schränkte den kleinen Kerl doch ziemlich ein. Er brachte sich um viel Spaß, vor allem im Kindergarten.

Leif bezahlte gleich die Rechnung, damit nichts offen blieb und vereinbarte einen Termin, an dem die leeren Pfannen wieder geholt werden sollten und als die Tür wieder zu war, kam JJ neugierig in die Küche. Übrigens auch Rudi, denn der Duft nach Essen lockte diesen Kater grundsätzlich überall her und überall hin. So strichen Zwei Leif um die Beine und versuchten etwas zu ergaunern, was Endre wiederum in Bildern festhalten musste. Und weil er gerade im Flur neben der Wohnungstür stand, konnte er sie öffnen, als es klingelte.

Jochen und Tiara waren etwas zeitig, doch so konnten die Kinder noch ein bisschen spielen. „Hallo“, begrüßten sie sich und als JJ Tiaras Stimme hörte, flitzte er gleich an ihnen vorbei zu Gustav, um ihn vor Zugriffen jeglicher Art zu beschützen.

„Er erinnert sich an uns“, lachte Jochen, während Tiara feststellte, dass derartiges Verhalten nicht in Ordnung wäre. Das fand allerdings auch Endre.

„Maus, wir haben Gäste. Magst du denen nicht einmal guten Tag sagen?“, fragte er. Doch der einzige, der kam, war Rudi. Na, von der Katze war ja Tiara noch begeisterter als von dem riesigen Schaf und nun hatte JJ den Salat.

„Lass Rudi“, kommandierte er und setzte Gustav auf die Couch, während er zu Tiara gelaufen kam. Doch Endre fing ihn auf, damit er wenigstens Jochen erst einmal guten Tag sagte. Sonst war er ja ein wohlerzogener Junge, aber Tiara verwirrte ihn immer und da vergaß er alles.

„Süß“, lachte Jochen und strich sich die langen, grünen Haare hinter das Ohr, als er zu Leif in die Küche kam. „Und dass ich dich noch mal als Hausmann erlebe, hätte ich auch nicht gedacht.“

„Was tut man nicht alles, um seinem Liebling Arbeit abzunehmen“, erklärte Leif grinsend. Jochen war und blieb immer noch einer seiner besten Freunde, auch nachdem er die Firma verlassen hatte und so war er auch der einzige, der wusste, dass Leif sich wieder verlobt hatte.

„Ja, ja“, lachte Jochen und lehnte sich neben Leif an die Arbeitsplatte, auf der die Speisen standen. Leif kämpfte derweil mit Baguette und kleinen Brötchen, während im Ofen Pommes aufknusperten.

„Hat Viktor sich noch mal irgendwie gemeldet?“, fragte er leise, weil Endre gerade mit den Kindern im Schlafzimmer tobte. Er wusste, dass dieses Thema für den jungen Mann ein Reizthema war und vermied es gern, in dessen Gegenwart.

„Ja, er wird aus dem Apartment ausziehen und fragt, ob ich ihm so lange noch Bleiberecht einräumen kann, bis er etwas Entsprechendes gefunden hat.“ Leif war selbst überrascht gewesen, wie sachlich er plötzlich mit seinem Ex hatte reden können. Auch er wusste nicht, ob das nur eine Masche war oder nicht, denn er hatte in den letzten Wochen Seiten an Viktor kennen gelernt, die selbst ihm neu gewesen waren.

„Ach echt? Er hat gar nicht gesagt, dass er umziehen will“, sagte Jochen und verschränkte die Arme vor der Brust.

„Ich habe ihm ja gesagt, dass er nicht ausziehen muss, nur würde ich gern einen Mietvertrag mit ihm machen. Ich meine, ich würde keine horrenden Summen zahlen lassen, aber...“ Leif zuckte die Schultern. „Er sagte, er müsste ausziehen. Er hätte verstanden, dass ich nicht zurückkehren würde und deswegen müsste er auch neu anfangen.“ Und so wie Viktor geklungen hatte, schien er es ernst zu meinen. Vincenzo mochte ein guter Darsteller in seinem Metier sein, doch er war ein schlechter Schauspieler. Man merkte, wenn er log und genau das hatte Leif eben nicht gespürt.

„Vielleicht hat er ja wirklich begriffen, dass nichts mehr zu retten ist.“ Jochen konnte das nur lieb sein, denn er war immer in Sorge um seinen Freund gewesen, nachdem er erfahren hatte, was alles passiert war. Er wollte gerade noch einmal nachhaken wegen JJ, doch da klingelte es schon wieder.

„Machst du mal auf?“, fragte Leif und Jochen ging zur Tür.

Die Zwillinge guckten nicht schlecht, als der fremde Mann öffnete. Sie kuckten auf das Klingelschild und Michael fragte: „Sind sie der Nachmieter? Wir wollten eigentlich zu Endre.“

Im ersten Moment begriff Jochen nicht, was das sollte, doch dann grinste er und schüttelte den Kopf. „Mein Mann wäre nicht so erbaut, wenn ich ohne ihn einfach umziehe. Ich bin Jochen, Leifs Freund!“, stellte er sich vor und trat aus der Tür, damit die beiden Mechaniker eintreten konnten. Die Ähnlichkeit zu Endre war nicht zu leugnen.

„Oh“, machte Michael grinsend und begrüßte den Neuen, während sich Gerrit – Leif kurz einen Gruß zuwerfend – auf die Suche nach seinem großen Bruder machte.

„Setzt euch schon mal. Wer zuerst kommt, hat einen Platz in Sessel und Couch“, sagte Leif und griff sich die ersten Platten. Im Wohnzimmer wurde Endre gerade mit großem Hallo begrüßt und JJ ließ sich von seinen beiden Hilfs-Onkeln beknuddeln. Aber nicht lange, denn mit einem fiesen Grinsen hatte sich Tiara den wehrlosen, weil unbeaufsichtigten, Gustav gegriffen und sich auf ihn geworfen – armes Schäfchen!

„Vielleicht sollten wir ihr auch eines schenken“, überlegte Leif und stellte die kalten Platten ab. Doch Jochen schüttelte lachend den Kopf. „So verrückt ist sie gar nicht nach dem Plüschtier. Aber sie ärgert gern JJ, hat sie mir zumindest vorhin mal gesagt, als ich sie gefragt habe, warum sie sich so freut.“

„Echt?“ Leif lachte laut. Das musste Liebe sein!

Nach und nach sammelten sich alle um den Tisch, während Endre von den warmen Gerichten etwas in Schüsseln tat, die auf dem Tisch noch Platz fanden. Die Kinder stürzten sich freilich gleich auf die Pommes und Gerrit und Michael okkupierten die Schüssel mit den Königsberger Klopsen. Als Endre ihnen Brötchen reichte, blieb Gerrits Blick an dessen Ring hängen und er griff in einem Reflex zu. „Was ist das denn?“, fragte er und beguckte sich gleich Leifs Hand, an der der gleiche Ring glitzerte.

„Ein Ring“, sagte Endre und schluckte. So hatte das nicht laufen sollen. Er hatte es seinen Brüdern schon selber sagen wollen, doch die Gelegenheit hatte sich nie ergeben.

„Seid ihr etwa...?“ Gerrit guckte Endre ungläubig an. Noch ungläubiger, als Endre nickte und sich zu seinem Verlobten verzog, damit das Folgende nicht zu schlimm wurde und er beschützt werden konnte.

„Hab ich euch das noch nicht gesagt?“, fragte Endre dann allerdings, obwohl er genau wusste, dass er das nicht getan hatte.

„Würde ich sonst so blöd fragen?“, knurrte Gerrit, der sich ziemlich verarscht vorkam, mehr noch, als Michael ansetzte zu erklären, dass er das schon oft tat, weil er vieles vergaß. „Danke, Schatz, du warst schon immer eine große Hilfe“, knurrte Gerrit und zog sich schmollend auf die Couch zurück.

So fühlte sich Endre genötigt zu erklären, wie das gelaufen war und Leif flocht immer wieder ein, dass er sich sicher war und woran er das alles festgemacht hatte und dass es ganz bestimmt keine übereilte Idee aus einer Laune heraus gewesen war.

Und schlussendlich wurden sie auch von den Zwillingen beglückwünscht und man beschloss spontan, heute nicht nur Hausauflösungsparty zu feiern, sondern auch Verlobung, denn so wie das geklungen hatte, hatten die beiden das wohl noch nicht wirklich gefeiert. Es wurde angestoßen und nachdem der größte Hunger gestillt war, kamen auch wieder Gespräche in Gang.



„Und was ist rausgekommen?“, fragte Jochen plötzlich Leif, der nicht gleich begriff, doch dann fiel der Groschen. Er hatte seinem Freund ja erzählt, dass er sich einen Agenten gesucht hatte, der seinen Marktwert einmal abklopfen sollte und erkunden, ob und wo Leif noch einmal in einen geregelten Job eintreten könnte. Wirklich etwas gelernt hatte er ja nicht, weswegen sein Agent vor allem einmal beim Film angeklopft hatte.

„Die Erkenntnis war, dass man für gute Komparsen vorerst immer etwas hat und man empfahl mir ein paar Schauspielstunden zu nehmen, um zu sehen, ob ich für das Fach überhaupt geeignet bin. Gut bezahlt wird da sicher nicht, aber es geht ja nicht ums Geld, ich hätte nur gern eine Beschäftigung und ein Ziel vor Augen.“

Das war übrigens auch Endre neu. Also, er wusste schon, dass Leif diesen Herrn Göbel engagiert hatte, doch was rausgekommen war, hatte Leif ihm auch noch nicht erzählt.

„Und wann soll das losgehen?“, fragte er und sah Leif forschend an.

„Ich sehe mich erst mal nach einer Schule um. Vor dem Umzug passiert noch gar nichts und hinterher auch nicht gleich. Es hetzt mich ja nichts und im Augenblick habe ich doch wirklich noch genug zu tun.“ Er küsste Endre entschuldigend, weil er das Gefühl hatte, etwas vor ihm geheim gehalten zu haben.

„Noch nicht einmal den Bund fürs Leben geschlossen und schon steht er unter dem Pantoffel“, lachte Jochen und duckte sich unter einem bösen Blick hinweg. Nicht dass der ihn noch im Gesicht traf und blaue Flecken machte. Die Zwillinge stimmten in das Lachen mit ein und weil die Kinder sowieso schon wieder raufend und quiekend im Schlafzimmer verschwunden waren, scheute sich Gerrit auch nicht, indiskret zu werden.

„Endlich ein eigenes Schlafzimmer, hm? Kein Kind mehr mit im Bett. Wie macht ihr das eigentlich momentan?“

Die Frage kam so überraschend und zusammenhanglos, dass Endre nicht gleich schaltet und wahrheitsgemäß erklärte, dass sie im Bad verschwanden, wenn JJ schlief und begriff zu spät, dass Gerrit ihn aus der Reserve gelockt hatte.

„Idiot“, knurrte er seinen lachenden Bruder an und versuchte ihn zu knuffen, doch der saß zu weit weg. Lieber ließ er sich von seinem Schatz mit einem Kuss trösten.

„Dass du dich auch immer wieder von ihm ärgern lassen musst? Du weißt doch selber, dass er ein perverser Lustmolch ist“, sagte Michael nur und jetzt war es Gerrit, der aufhörte zu lachen und seinen Geliebten mit Blicken tötete. Eine herrliche Diskussion kam in Gang, in der Jochen mehr von Endres Brüdern erfuhr, als er jemals hatte wissen wollen.

Nach und nach wechselten die Themen und man verabredete sich für nächsten Samstag zum Umzug. Viel kam aus Endres Reich nicht mit. Nur die Couch, denn an der hing er. Die kam in eines der Gästezimmer. Eigentlich brauchte man nicht so viele Leute, um ein paar Kisten mit Kleinkram und ein paar Geräte zu befördern, doch alle drei Gäste waren neugierig auf die Villa. Schon deswegen wollten sie sich am kleinen Umzug beteiligten.

Für das Ausräumen der Wohnung nach dem Auszug hatte Leif jemanden beauftragt. Die Leute vom Motz-Kaufhaus würden entrümpeln und mitnehmen, was noch genutzt werden konnte.

Irgendwann am Abend machten sich ihre Gäste wieder aus dem Staub und als JJ endlich eingeschlafen war, verschwanden sie beide wie jeden Abend im Bad.

Es wurde wirklich langsam Zeit, dass sie umzogen und ihr eigenes Schlafzimmer hatten!