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Die Chaos-WG - Sidestory - Teil 1 - 3

Kapitel 1
Flughafen Calgary (21.12. vier Tage vor Weihnachten 22.50 Uhr)

Cole streckte sich und strich sich eine seiner halblangen Strähnen aus dem Gesicht. Daniel versuchte schon seit Jahren ihn zum Friseur zu schleppen, doch solange es Benaja gefiel, war es in Ordnung. Der Blonde blickte nach rechts und ein Lächeln machte sich auf seinen Lippen breit. Der Polizeirekrut beugte sich zu seinem Freund rüber und hauchte ihm ein “aufwachen Schatz, wir sind da“ ins Ohr.

Ben knurrte nur ungehalten etwas und drehte sich um.
“Schon? Wir sind doch eben erst in Salt Lake City weg“, nuschelte der Kubaner und öffnete träge ein Auge. Er fühlte sich, als hätte er keine Minute geschlafen. Benaja gab einen überraschten Laut von sich als er feststellte, dass sie die einzigen Passagiere im Flugzeug waren. Der Barkeeper seufzte leise und streckte sich dann.

Das Lächeln auf Coles Lippen vertiefte sich und sanft meinte er: “Aus Salt Lake City sind wir vor zwei Stunden weg. Du bist gleich nachdem wir auf unseren Plätzen saßen, eingeschlafen. Du hast die zweite Hälfte des Fluges verpasst.“
Der Polizeirekrut beugte sich über seinen Freund und küsste ihn sanft.
“Komm, lass uns aussteigen. Bevor die Stewardessen noch die Flughafenpolizei rufen.“

Ben hörte seinem Freund gar nicht zu. Für ihn war nur der Kuss wichtig, den er sanft erwiderte. Der Schwarzhaarige nickte und fuhr seinem Geliebten durch die Haare, bevor er den Gurt löste und aufstand. Aus dem Gepäckfach über ihnen zog er ihre Mäntel und reichte Cole seinen. Nachdem er sich winterfest eingepackt hatte, zog er ihr Handgepäck aus dem Fach.

Cole löste selbst seinen Gurt und stand auf, nahm dankend seinen Mantel entgegen. Als er ebenfalls fertig war, nahm er seinem Freund eine der Taschen ab und verschlang seine Finger mit denen von Ben. Verliebt zog er den Jüngeren hinter sich her aus dem Flugzeug in die Haupthalle und wünschte der Stewardess im Vorbeigehen gleich mal noch schöne Weihnachten.

Ben schloss sich den Wünschen an und hatte Probleme, die Tränen zurück zu halten. Er war es einfach noch immer nicht gewohnt, dass man auch in der Öffentlichkeit zu ihm stand. Aber Cole war eben in jeder Beziehung anders als Kevin. Der Kubaner schniefte leise. Verdammt, er wollte doch nicht mehr weinen. Immerhin war er glücklich mit dem Blonden an seiner Seite.

Cole ließ seine Tasche einfach fallen als er das Schniefen hörte und wandte sich Ben zu. Sanft legte er ihm eine Hand auf die Wange und küsste ihm die Tränen weg.
“Ich weiß was du denkst. Und du weißt, dass ich dich liebe. Ich zeig mich gern mit dir in der Öffentlichkeit und geb mit dir an, mein Schöner.“
Behutsam verschloss er ihm die Lippen mit seinen und Cole war es grad egal, wer ihn alles sah.

Ben schloss seine Augen, erwiderte den Kuss und blendete alles um sich herum aus.
“Te amo, mi querido“, flüsterte der Barkeeper leise. Er schenkte seinem Freund ein strahlendes Lächeln und hauchte ihm noch einen Kuss auf den Mund.
“Lass uns gehen. Hier ist es nicht wirklich gemütlich.“

Der Blonde leckte sich leicht über die Lippen und griff dann wieder seine Tasche, zog seinen Freund hinter sich her zum Gepäckband. Dort fuhren ihre Reisetaschen als Einzige noch eine Ehrenrunde. Leider musste Cole nun die Hand seines Freundes loslassen. Er seufzte nur leise und griff nach seiner Tasche, die eben an ihm vorbeifuhr.

Dem Kubaner schlich sich ein Lächeln auf die Lippen, als er das leise Seufzen hörte. Ben griff ebenfalls nach seiner Tasche und schenkte dem Älteren ein sanftes Lächeln. Gemeinsam strebten sie den Ausgang an. Dort wartete bereits ein älterer Mann, der ein Schild mit der Aufschrift “Rush“ trug. Sie hatten sich bevor sie losgeflogen waren, einen Wagen mieten lassen.

Der Polizeirekrut trat zu dem augenscheinlich Einheimischen und redete kurz auf ihn ein. Danach wechselte ein Schlüssel den Besitzer und der Fremde verabschiedete sich. Cole drückte auf den kleinen Sender und gleich darauf blinkten die Lichter an einem Land Rover auf.
“Unser Wagen für die nächsten Tage“, stellte er noch überflüssigerweise fest.

Ben besah sich das Ganze nur und trat dann auf den Wagen zu. Seine Tasche verstaute er im Kofferraum und schloss ihn dann, nachdem Cole seine Sachen dazugelegt hatte. Der Schwarzhaarige machte es sich automatisch auf dem Beifahrersitz bequem und gurtete sich an.

Cole stieg auf der Fahrerseite ein und das Erste, was er tat nachdem er den Schlüssel ins Schloss gesteckt hatte war, die Heizung aufzudrehen. Hier war es wirklich schweinekalt um diese Jahreszeit.
“Du kannst ruhig ein bisschen schlafen. Wir sind jetzt noch zwei Stunden mit dem Auto unterwegs. Die Hütte liegt ne ganze Ecke außerhalb von Calgary“, informierte er seinen Freund und schnallte sich dann selbst an.

Der Barkeeper nickte nur und kuschelte sich automatisch in seinen Mantel. Cole hatte ihn ja gewarnt das es kalt werden würde, aber das es so kalt sein würde, hatte der sonnenverwöhnte Kubaner nicht gewusst. Er bekam noch mit wie sich eine Hand auf seinen Oberschenkel legte und gewohnheitsmäßig verschlang er seine Hand mit der seines Freundes. Ein Hoch auf Automatikautos. Dann schlief er ein.

Der 19-Jährige lächelte leicht und drehte mit seiner anderen Hand das Radio leise an, bevor er aus der Parklücke und vom Parkplatz fuhr. Geschickt fädelte er sich in den fließenden Verkehr ein und machte sich auf den Weg raus aus Calgary. Immer wieder warf er einen Blick auf seinen Freund, bevor er sich wieder auf die Straße konzentrierte.

***

Cole gähnte als er den Wagen anhielt und war froh, dass er das Haus erreicht hatte. Da das Wecken bei seinem Freund überhaupt nichts brachte, trug der Blonde erst einmal ihr Gepäck ins Haus und kehrte dann zum Auto zurück. Dort hob er seinen Geliebten vorsichtig auf seine Arme. Leise trug er ihn ins Haus und dann in den oberen Stock, wo er ihn in ein Schlafzimmer brachte.

Ben murrte etwas Unverständliches, als er einen weichen Untergrund unter sich fühlte. Auf das liebevolle “schlaf einfach weiter“, brummte er nur und schlief wieder ein. So bekam er gar nicht mehr mit, wie sein Freund ihn auszog. Instinktiv kuschelte er sich in die Decke, die über ihm ausgebreitet wurde.

Der Polizist entledigte sich ebenfalls seiner Kleidung und stellte die Heizung auf die niedrigste Stufe, damit sie heizte. Danach kroch er selbst unter die Decke und kuschelte sich an seinen Freund. Die beiden hatten es sich angewöhnt, nackt zu schlafen. Sie liebten es, wenn sie den Körper des Anderen an ihrem spürten. Sein Kopf landete neben Bens, eine Hand auf dessen Hüfte und ein Bein zwischen denen seines Freundes. Leise murmelte er noch ein ’gute Nacht’, bevor er selbst einschlief. Der Flug und die Fahrt forderten ihren Tribut.


Kapitel 2
Ferienhaus (22.12. drei Tage vor Weihnachten 8.15 Uhr)

Der Kubaner wachte am nächsten Morgen erst auf, als ihm das Sonnenlicht ins Gesicht schien. Er brummte unwillig und rückte näher an seinen Freund. Es war gerade so gemütlich und bestimmt noch viel zu früh zum aufstehen. Immerhin hatte ihm Kris frei gegeben und die Zeit wollte er mit seinem Freund faul genießen. Schließlich war Cole schon immer weg, wenn Ben aufwachte.

Cole war schon eine ganze Weile wach, war aber liegen geblieben um den Köper seines Freundes an seinem zu genießen. Er beobachtete ihn gerne im Schlaf, dann sah er noch schöner aus. Als er spürte, das Ben wach war, begann er die Haut unter seiner Hand zu streicheln und flüsterte ein: “Guten Morgen, mein Schöner“, in die Stille des Zimmers.

Der Grünäugige seufzte leise auf als er die streichelnde Hand spürte und öffnete todesmutig seine Augen.
“Morgen, querido“, nuschelte der Jüngere und hob eine Hand, begann den Blonden im Nacken zu graulen. “Schon so wach und das ganz ohne Kaffee“, stellte er fest und richtete sich leicht auf, um seinen guten morgen Kuss abzuholen. Ein sanftes Lächeln bildete sich auf seinen Lippen.

“Sicher bin ich wach. Immerhin haben wir Urlaub. Das heißt, ich muss nicht so früh aufstehen und ich kann mit dir in meinem Arm aufwachen. Was brauch ich mehr, um wirklich wach zu werden“, erklärte Cole nachdem er den Kuss erwidert hatte und schloss leise seufzend die Augen. “Was hältst du davon, wenn du duschen gehst und ich in der Zwischenzeit das Frühstück mache? Danach können wir den heutigen Tag planen.“

“Die Idee ist verlockend“, meinte Ben und leckte dem Älteren kurz über die Lippen. “Und du willst wirklich, dass ich alleine, in die große, böse Dusche steige?“, fragte er schnurrend und presste seine Lippen auf die Anderen. Geschickt mogelte er seine Zunge in Coles Mund begann ein Duell mit seinem Gegenpart. Von diesen Küssen würde er wohl nie genug bekommen.

Cole erwiderte den Kuss leidenschaftlich und zog den kleineren Körper einfach auf seinen. Er seufzte in den Kuss hinein als er den nackten Körper seines Freundes auf seinem spürte und ließ seine Hände wandern. Die eine stoppte im Nacken, den sie anfing zu graulen und die andere legte sich auf den Po des Kubaners.
“Fragst du mich das jetzt allen ernstes wo du mich so geküsst hast? Du weißt doch, das ich dich am liebsten den ganzen Tag im Arm halten würde“, fragte der Amerikaner atemlos und drückte den Jüngeren an sich.

“Ja, das frage ich dich. Aber wenn du nicht willst, es zwingt dich keiner“, erklärte Benaja und stahl sich noch einen Kuss, bevor er sich von Cole löste und aufstand. Wie Gott ihn schuf, durchquerte er ihr Schlafzimmer und strebte das Bad an. Sie hatten sich vor dem Abflug Bilder im Internet angesehen. Ben stieg gleich in die Dusche und drehte den Hahn auf, genoss das warme Wasser auf seinem Körper. Wie lange Cole wohl auf sich warten ließ?

Der Blonde dachte, er würde nicht mehr richtig sehen. Flink verließ er ihr Bett ebenfalls und folgte seinem Freund. Er öffnete die Kabine und trat hinter Ben.
“Das war aber gar nicht nett, mich einfach alleine zurück zu lassen, mein Schöner“, flüsterte er dem Kleineren in den Nacken und überhäufte ihn dann mit Küssen. Eine seiner Hände schlich sich auf die Brust den Schwarzhaarigen und begann seine Brustwarzen zu verwöhnen.

Ben ließ seinen Kopf nach vorne fallen und schloss seine Augen.
“Ja, ich bin ein unartiger Junge“, murmelte er und seufzte bei den Küssen und Berührungen leise auf. Er drängte sich näher an den Körper hinter sich und begann sich leicht an Cole zu reiben. Er wusste eben, was er wollte. Und von Cole bekam er es wie selbstverständlich. Ben musste nicht betteln und konnte die Zärtlichkeiten genießen. Der Kubaner drehte seinen Kopf und verschloss die Lippen seines Freundes mit seinen.

Cole stöhnte leise auf und erwiderte den Kuss nur zu gerne. Sanft knabberte er an Bens Unterlippe und freute sich, als der Kleinere seinen Mund sofort öffnete. Sanft ließ er seine Zunge sich mit der Ben’s duellieren, während seine Hand die andere Brustwarze dieselbe Behandlung angedeihen ließ. Seine andere Hand wanderte in Bens Schoß und umschloss behutsam dessen Glied.

Der Barkeeper löste den Kuss und legte seinen Kopf stöhnend in den Nacken.
“Wollen wir das nicht lieber im Bett fortsetzten? Dort ist es bequemer.“ Ben schloss seine Augen und biss sich stöhnend auf die Unterlippe, als Cole einfach begann sein Glied zu reiben und ihm somit eine Antwort schuldig blieb. Er war zwar scharf auf seinen Freund, aber bis zum Bett würde er es auch noch aushalten.

Der 19-Jährige hatte nicht vor den Ort zu wechseln und im Moment wollte er auch nicht mit Ben schlafen. Sonst würden sie den ganzen Tag nicht mehr aus dem Bett kommen. Einen Orgasmus konnte er ihm auch so bescheren. Mit einer Hand verwöhnte er weiterhin die Erregung des Kleineres, lies seinen Daumen über die Eichel reiben, während seine andere Hand nach dem Duschgel griff. Er ließ den Verschluss aufschnappen und musste leider kurz von seinem Freund ablassen, um zwei seiner Finger mit dem Gel zu netzen.

Enttäuscht murrte Ben als die wohltuende Hand einfach aus seinem Schritt verschwand. Er hörte einen dumpfen Aufschlag und wusste, wohin die andere Hand verschwunden war. Ben stöhnte auf und zitterte leicht, weil er schon wusste was jetzt als nächstes passieren würde. Er legte seinen Kopf in den Nacken und stöhnte laut auf, als er erneut die Hand von Cole in seinem Schritt spürte. Cole war einfach immer so sanft und um ihn besorgt. Das liebte er besonders an dem Älteren.

Sanft knabberte der Polizeirekrut an der dargebotenen Kehle des Kleineren und intensivierte die Reibung seiner Hand um Bens Glied. Seine andere Hand wanderte zur Kehrseite Bens und verschwand zwischen den Pobacken. Vorsichtig umkreiste er den Eingang und massierte sanft das Gel ein, bevor er behutsam mit einem Finger eindrang und immer wieder innehielt, damit der Schwarzhaarige sich daran gewöhnen konnte.

Ben stöhnte auf als er den Finger erst an seinem Muskelring und dann in sich spürte. Er war Cole dankbar das er ihm Zeit zum Gewöhnen ließ. Er keuchte, als der Finger sich in ihm bewegte und stöhnte laut auf, als er seine Prostata streifte. Ben schenkte seinem Freund einen leidenschaftlichen Blick und presste seine Lippen auf Coles, schob harsch seine Zunge in den anderen Mund und lieferte sich ein Duell mit der anderen Zunge.

Cole grinste in den Kuss hinein und ließ seinen Finger erneut über den Lustpunkt seines Freundes geistern. Nach einer kurzen Zeit ließ er einen zweiten Finger in Ben gleiten und stupste gleich wieder gegen die Prostata, damit sein Freund gar nicht erst die Zeit dazu hatte, Schmerzen zu verspüren.

Der Kleinere spürte alles andere als Schmerzen. Kalte Schauer rannen ihm über den Rücken, während in seinem Inneren ein Vulkan zu toben schien. Das wollte ihm zumindest sein Blut weiß machen, das wie flüssige Lava durch seinen Körper rauschte. Cole könnte ihm niemals wehtun, aber er war ihm trotzdem für seine Vorsicht dankbar. Nur kurz huschte der Gedanke das er gerade nur empfing und nicht gab durch seinen Kopf, doch war er auch gleich wieder verschwunden, als Cole noch einen Finger in ihn gleiten ließ.

Ein breites Grinsen schlich sich auf Coles Gesicht, als er sah wie sein Freund seinen Kopf in den Nacken warf und laut stöhnte, als er mit den drei Fingern die Prostata reizte. Er begann an Benajas Hals zu knabbern, während er den Rhythmus mit dem er seine Finger in der heißen Höhle versenkte anzog und seine Liebkosungen an der fremden Erregung anpasste. Lange würde sein Freund es nicht mehr aushalten, das verriet ihm der zitternde Körper in seinen Armen. Und es war jedes Mal ein Erlebnis wenn Benaja seinen Orgasmus erlebte.

Ben klammerte sich an Cole, denn seine Beine hätten ihn nicht mehr lange getragen, so stark zitterten sie. Das war einfach Wahnsinn pur was der Ältere da mit ihm anstellte. Lange würde er es nicht mehr aushalten. Sein Glied pulsierte und der Daumen auf seiner Eichel, der gerade Lusttropfen verstrich machte es auch nicht gerade besser, denn er trieb in noch weiter. Unaufhaltsam auf die Klippe zu. Der sanfte Biss den er kurz darauf in seinem Hals spürte, gab ihm den Rest. Laut stöhnend warf der Kubaner den Kopf in den Nacken und ergoss sich in Coles Hand.

Cole hatte seine eigene Erregung nicht mehr ausgehalten, dafür war er bereits zu hart. So hatte er eben einen Teil seiner Lust in dem Biss kanalisiert. Dass dadurch Ben kam, konnte er ja nicht wissen. Der Blonde stöhnte laut, als er den Samen auf seiner Hand fühlte und seine Finger immer wieder von Bens Muskeln eingekesselt wurden. Der 19-Jährige erinnerte sich an den Biss und leckte besänftigend mit seiner Zunge über die Stelle, während er Ben so gut es ging stützte. Ein Knutschfleck würde wohl trotzdem zurückbleiben.
“Ich liebe dich, Benaja“, flüsterte er leise gegen die Haut. Er hatte jede Minute das Bedürfnis das zu ihm zu sagen. Aber irgendwann würden sie wohl abgedroschen klingen und so ließ er es. Meistens jedenfalls.

Zitternd klammerte er sich an Cole und versuchte Luft in seine Lungen zu pumpen. Ben keuchte leise als er die Zunge an seinem Hals spürte. Noch war seine Haut ziemlich sensibel. Enttäuscht murrte er auf, als die Finger aus ihm verschwanden, doch schnurrte er im nächsten Augenblick genießend auf, als die Hand seinen Rücken streichelte. Langsam öffnete er seine Augen und blickte seinen Freund liebevoll an.
“Ich liebe dich auch, Cole.“ Sanft küsste er den Älteren und kuschelte sich an ihn.

Gerne hätte er den Samen beseitigt, doch das hatte das Wasser schon für ihn erledigt. Liebevoll erwiderte er den Kuss, unterbrach ihn dann laut stöhnend, als Ben sich an ihn kuschelte und damit mit seinem Bein Coles Erregung streifte. Bisher hatte er sie gekonnt ignoriert um seinen Freund zu verwöhnen, doch jetzt machte sie sich wieder bemerkbar.
“Einfach ignorieren. Ich dusch nachher kalt, wenn du draußen bist“, meinte Cole und bückte sich, hob das Duschgel wieder auf. Er liebte es die Haut Benajas zu berühren und da würde er es sich sicher nicht nehmen lassen ihn einzuseifen.

Ein kleines Grinsen schlich sich auf Bens Gesicht.
“Bist du dir sicher?“, fragte er unschuldig nach und umschloss das aufgerichtete Glied mit einer Hand, begann leicht zu massieren. Das Stöhnen das daraufhin erfolgte, war ihm Antwort genug. Sanft verschloss er Cole den Mund und ging dann in die Knie. Seine Hand verließ den Schoß des Älteren und fest sah er Cole in die Augen, während er seine Zunge über die Länge gleiten ließ und sie dann schluckte.

Cole stöhnte auf und lehnte seinen Kopf weit in den Nacken. Das war gar nicht gut was Ben da machte. Gar nicht gut. Er wollte gerade protestieren, als er auch schon sanft die weichen Lippen des Kleineren auf seinen spürte. Gefühlvoll erwiderte er den Kuss und leckte sich über seine Lippen, als sie sich trennten. Leise murrte er als die Hand verschwand, doch dachte er gar nicht daran den Blickkontakt abreißen zu lassen. Der Blick ging ihm durch und durch und ließ ihn leicht erschauern. Cole stöhnte laut, als er die warme Höhle um sein Glied spürte, doch unterbrach er den Blickkontakt noch immer nicht. Es war einfach viel zu erregend, wie es immer in Bens Mund verschwand. “Ben, du musst das nicht...“, setzte er an, doch musste er den Satz dann abbrechen, als sein Freund eine Schluckbewegung machte.

Ben machte einfach weiter und legte seine Hände an Coles Hüften, hielt ihn so ruhig. Er wusste das Cole es nach der eiskalten Dusche nicht lange ausgehalten hätte. Außerdem, wenn er schon in den Genuss eines guten Orgasmus kam, durfte sein Freund das aus. Der Schwarzhaarige machte erneut eine Schluckbewegung und hielt den Blick aus den blauen Augen gefangen. Viel würde der Ältere nicht mehr brauchen und so war es auch. Nach ein paar Minuten ergoss sich Cole in Bens Mund, der alles schluckte und noch einen Kuss auf die Eichel hauchte, bevor er sich erhob.

Cole sah kleine Pünktchen vor seinen Augen tanzen und doch brach er den Blick nicht. Mit Bens Namen auf den Lippen kam er schließlich, als er es nicht mehr aushielt und lehnte sich zittrig an die Wand in seinem Rücken. Cole zog Ben an sich und hauchte ihm einen Kuss auf die Lippen, konnte sich noch leicht schmecken. “Danke mein Schöner. Jetzt lass uns aber fertig duschen und dann essen.“ Sanft wusch er erst seinen Freund, bevor er sich dann selbst abduschte.

Ben genoss die Hände auf seinem Körper und schnurrte leise auf. Während sein Freund sich noch fertig wusch, trat der Kubaner aus der Dusche und trocknete sich schon einmal ab, schlang das Handtuch dann um seine Hüften. Leicht lächelnd hielt er Cole eines hin und ließ er sich nicht nehmen, ihn abzutrocknen, nachdem er fertig war und das Wasser abgestellt hatte. Während Cole in ihr Schlafzimmer ging, machte sich Ben auf den Weg in die Küche, und setzte schon einmal Kaffee auf und stellte den Backofen an.

Cole kramte aus seiner Tasche eine Jeans und einen Wollpullover sowie Unterwäsche und packte sich dann ein. Er warf noch einen Blick auf ihre Taschen und beschloss, sie nach dem Essen auszuräumen. Der Blonde ging hinunter in die Küche und konnte es nicht lassen, seinem Freund einen Kuss in den Nacken zu hauchen. “So gerne ich dich auch so sehe, geh dir etwas anziehen. Sonst kann ich nicht für dich garantieren“, murmelte Cole und hauchte noch einen Kuss in den Nacken, bevor er die Brötchen in den Ofen schob und den Tisch zu ende deckte.

Ben seufzte leise auf und nickte schließlich, stahl sich noch einen Kuss bei seinem Freund und machte dann, dass er ins Schlafzimmer kam. Langsam wurde ihm nämlich kalt. Schnell war er warm angezogen und konnte es einfach nicht lassen, packte ihre Taschen aus. Er mochte es nicht, wenn etwas unfertig herumstand. Und schließlich brachte es ihn nicht um, wenn er das Zeug verräumte. So liefen sie schon nicht Gefahr, über die Taschen zu stolpern. Bei weitaus angenehmeren Sachen als Taschen auspacken. Als der schließlich fertig war, ging er zurück in die Küche.

Dort hatte Cole inzwischen schon alles was sie für ein gemütliches Frühstück brauchten auf den Tisch gestellt und er hatte natürlich auch an den heißen Kakao für seinen Schatz gedacht. Ohne würde dieser den Tag nicht überleben. Gerade fischte er die Brötchen aus dem Backofen und quartierte sie in einen kleinen Korb um, als das Knarren der Holzdielen seinen Freund ankündigte. Ein liebevolle Lächeln setzte sich auf seinem Gesicht fest als er seinen Freund ansah und verschwand auch nicht, als er die Brötchen auf den Tisch stellte und sich dann setzte.

Benaja erwiderte das Lächeln und ließ sich dann auf einen Stuhl fallen. Bei den ganzen Sachen die auf dem Tisch standen, lief ihm das Wasser im Mund zusammen. “Guten Appetit, mi querido“, wünschte er seinem Freund und begann dann mit Essen. “Und was möchtest du heute machen? Auf alle fälle müssen wir uns in den nächsten zwei Tagen Gedanken machen, was wir über die Feiertage essen wollen, damit wir dann auch einkaufen können.“ Fragend blickte er seinen Freund an und leckte sich über die Lippen, nachdem er einen Schluck Kakao getrunken hatte.

Cole ließ sich das Essen ebenfalls schmecken und aß erst sein Ei zu ende, bevor er antwortete: “Was hältst du von einem Spaziergang? Ich bin irgendwie noch erschlagen vom Flug. Mit mir wird heute nicht groß was anzufangen sein.“ Entschuldigend blickte er den Jüngeren an und übte sich in einem Hundblick.

Ben lächelte liebevoll und beugte sich über den Tisch, küsste leicht den anderen Mund. “Schon okay Schatz, ich bin dir nicht böse. Machen wir einen Spaziergang und gehen den Rest des Tages langsam an.“ Kurz verschloss er die anderen Lippen noch mit seinen und wandte sich dann wieder seinem Frühstück zu. Immer wieder hob er seinen Kopf und schenkte seinem Freund einen sanften Blick oder ein Lächeln.

Zusammen erledigten sie den Abwasch nachdem sie das Frühstück beendet hatten und wenig später konnten sie sich dann in ihre Mäntel kuscheln, bevor sie das Haus verließen und hinter sich abschlossen. Sofort kuschelte sich sein Freund an ihn und Cole ließ es sich nicht nehmen, einen Arm und die Schultern des Kleineren zu legen. Er zeigte sich gerne in der Öffentlichkeit mit dem Jüngeren und stand auch zu ihm. Schließlich liebte er ihn über alle Maßen und das konnte auch jeder sehen. Er bewunderte den Schnee, der hier in Maßen lag. In New York lag nur an wenigen Stellen so viel Schnee und genau das gehörte doch zu Weihnachten dazu.

Ben wäre am liebsten in seinen Freund hineingekrabbelt. Da das aber nicht ging, schmiegte er sich eben so dicht wie es ging. Er genoss es von seinem Freund im Arm gehalten zu werden und so durch die verschneite Landschaft zu laufen. So viel Schnee hatte er noch nie gesehen. In Kuba – wo er die ersten 4 Jahre seines Lebens verbracht hatte - schließlich gab es keinen Schnee und der, der ab und an im Central Park gelegen hatte, war schnell von den Hunden oder den spielenden Kindern zerstört worden. Umso mehr genoss er das weiße Pulver und die Anwesenheit seines Freundes jetzt.

***

Erst Stunden später kehrten die Beiden durchgefroren wieder zu ihrem momentanen Domizil zurück. Ben hatte es einfach nicht lassen können und hatte eine Schneeballschlacht angezettelt, die sein Freund nur zu gerne erwidert hatte. Sieger war schließlich keiner gewesen, denn die beiden hatten sich küssend im Schnee wieder gefunden. Ben raubte sich noch einen Kuss als sie wieder im Haus waren und ging dann hinauf in ihr Schlafzimmer, um seine Kleidung zu wechseln und die Nasse im Bad aufzuhängen.

Cole indessen, feuerte im Wohnzimmer den Kamin an und grinste dann zufrieden, als nach kurzer Zeit ein lustiges Feuerchen prasselte. Vor einem Kamin hatten die beiden bisher auch noch nicht zusammen gesessen. Als er schließlich niesen musste, machte auch er sich auf den Weg ins Schlafzimmer und sah zu, dass er aus den Klamotten heraus kam, bevor er noch krank wurde. Schließlich wollte er Weihnachten mit Ben zusammen verbringen und nicht krank im Bett liegen.

Ben, der eben fertig geworden war, nahm sie nassen Sachen die Cole einfach vor dem Schrank hatte fallen lassen an sich und hängte sie ihm Bad auf, bevor er nach unten in die Küche ging und eine Kleinigkeit zum Essen zauberte. Das Raufen im Schnee hatte ihn hungrig gemacht. Mit belegten Broten und Tee begab er sich ins Wohnzimmer und ein seliges Lächeln breitete sich auf seinem Gesicht aus, als er den brennenden Kamin sah.

Cole hatte sich in seine Schlapperklamotten von zuhause geworfen. Er mochte sie nun mal am liebsten und sie gaben warm. Als er wieder nach unten kam, musste er leicht lächeln als er seinen Freund mit einem entrückten Gesichtsausdruck vor dem Kamin sah. Der Blonde trat hinter den Kleineren und schlang seine Arme um ihn, platzierte sein Kinn auf der Schulter. “Ich dachte mir, wir könnten den Abend vor dem Kamin mit ein bisschen kuscheln ausklingen lassen.“ Sanft hauchte er einen Kuss auf den Hals und erst dann fiel sein Blick auf das Tablett, das auf dem Tisch stand. “Mh... du hast was zu Essen gemacht. Danke, mein Schöner.“ Er schnappte sich ein Brot und hielt es seinem Freund hin.

Ben schmiegte sich an den warmen Körper hinter sich und biss dann von dem Brot ab. “Ja, ich hatte Hunger und hab dann von mir auf dich geschlossen. Schließlich kannst du zu jeder Tages- und Nachtzeit essen.“ Der Schwarzhaarige griff selbst nach einem Brot und machte es sich dann auf der Couch bequem, blickte in das Feuer.

Cole schnappte sich das Tablett, stellte es auf den Boden vor dem Sofa damit sie besser dran kamen und setzte sich dann selbst auf das braune Möbelstück. Sofort zog er seinen Freund an seine Seite und schlang seinen freien Arm um ihn, während er sich das Brot schmecken ließ. “Ich liebe deine Kochkünste“, nuschelte er mit vollem Mund. In dem Moment vergaß er seine Erziehung vollkommen, dafür schmeckte es einfach zu gut. Nachdem er das erste Brot vernichtet hatte, hauchte er seinem Freund einen Kuss auf die Wange und griff dann nach dem Nächsten.

“Danke, mi querido. Das höre ich immer gerne“, meinte Ben leise und kuschelte sich noch mehr an seinen Freund. Nachdem er seine Brote und den Tee vernichtet hatte, legte er seinen Kopf auf Coles Schulter und graulte den Älteren leicht im Nacken. Er wollte sich versichern dass es wirklich passierte und nicht nur irgendein Traum war, aus dem er jeden Augenblick aufwachen konnte.

Als Cole fertig war, zog er seinen Freund mit sich und legte sich auf die Couch, sortierte seinen Freund auf sich. Leise seufzend schloss er seine Augen und genoss das Gewicht auf sich, streichelte leicht den Rücken durch den Pullover. Schade dass es so nicht immer sein konnte. Aber da machten ihm der Job seines Freundes und seine Ausbildung einen Strich durch die Rechnung. Und die Wochenenden war es auch nicht besser. Nur am Samstag hatten sie für sich Zeit und das war bei weitem nicht genug. Irgendwann fielen ihm die Augen zu, er konnte gar nichts dagegen machen.

Benaja genoss die streichelnde Hand und konnte gar nicht anders, er fing leise mit schnurren an. Er liebte es mit seinem Freund zu kuscheln und nahm was er bekommen konnte. Er döste leicht vor sich hin und fühlte sich rundum wohl. Als er Hand auf seinem Rücken nicht mehr streichelte, hob er träge seinen Kopf und lächelte liebevoll, bei dem friedlichen Gesicht. “Schatz, aufwachen. Das Sofa ist bestimmt nicht gerade bequem zum schlafen“, flüsterte Ben liebvoll und hauchte seinem Freund einen Kuss auf die Lippen.

Cole brummte verschlafen und öffnete langsam seine Augen. Er legte eine Hand in Bens Nacken und zog ihn so noch mal zu sich, als dieser sich grade aufrichten wollte und küsste ihn sanft. “Du hast Recht, mein Schöner. Mir würde morgen jeder Knochen wehtun und dann könnten wir keinen Weihnachtsbaum kaufen gehen.“ Sanft küsste er den Kleineren noch einmal und schob ihn dann sanft vor sich. Stöhnend richtete er sich auf und streckte sich kurz, bevor er zum Kamin trat und diesen löschte. Er hatte wenig bis keine Lust, das ihnen die Hütte abbrannte, nur weil sie unachtsam waren.

Nur widerwillig löste sich Benaja von seinem Freund und streckte sich wie eine Katze. Er griff sich das Tablett und brachte es in die Küche, verräumte das Geschirr in den Geschirrspüler. Danach löschte er das Licht und hauchte seinem Geliebten einen Kuss in den Nacken, bevor er nach oben ging und sich schon einmal im Bad fertig machte. Fertig trat er in ihr Schlafzimmer und entledigte sich seiner Kleidung, legte sie über einen Stuhl. Eine Gänsehaut bildete sich auf seinem Körper als er in das ausgekühlte Bett kroch und sofort mummelte er sich in die Decke ein, wartete auf seinen Freund.

Dieser löschte noch das Licht im Wohnzimmer bevor er ins Bad ging und sich beeilte. Schließlich wollte er seinen Freund nicht so lange warten lassen. Zurück in ihrem Zimmer zog er sich aus und ließ seine Sachen einfach auf den Boden fallen. Auch wenn er wusste, das Ben das auf den Tod nicht ausstehen konnte. Aber Cole schlief schon fast im Stehen ein und da war ihm das herzlich egal. Das Licht war dann schnell gelöscht und sofort grabbelte er zu seinem Freund in das Bett. Er spürte noch wie Ben sich an ihn kuschelte und automatisch legte er einen Arm um ihn, zog ihn näher zu sich bevor er auch schon einschlief.

Ben kuschelte sich noch näher an seinen Freund und hauchte ihm einen Kuss auf die Brust, bevor er seinen Kopf darauf legte. Er konnte schon verstehen das Cole müde war. Er hatte ja auf der Autofahrt schlafen können, während Cole hatte fahren müssen. Leicht lächelte er als er die gleichmäßigen Atemzüge seines Freundes hörte und schloss dann seine Augen, um selbst Schlaf zu finden. Allerdings dauerte dass eine ganze Weile, in dem Bewusstsein, das er morgen wieder zusammen mit seinem Geliebten aufstehen konnte.


Kapitel 3
Schlafzimmer (23.12. zwei Tage bis Weihnachten 10.30Uhr)

Coles Lider flatterten und langsam aber sicher tauchte er aus seinem Schlaf auf. Verschlafen tastete er mit kleinen Augen über die Stelle neben sich, doch alles was er fand war das leere, kalte Lacken. Er knurrte leise auf und rieb sich seine Augen. Da hatte er schon einmal Frei und das Glück das er mit seinem Freund in den Armen aufwachen konnte und dann war der schon wach. Als er jedoch die Hand in seinen Haaren war nahm, legte sich die Enttäuschung wieder und er fing leise an zu schnurren. “Morgen mein Schöner“, nuschelte er und musste noch einmal gähnen.

Der Kubaner hatte einfach nicht lange schlafen können. So hatte er sich von seinem Freund gelöst und war duschen gegangen. Danach hatte er sich in einen Jogginganzug geworfen und war mit einem Buch zurück ins Bett gekrabbelt. Während er an der Wand gelehnt saß und das Buch verschlang, strich er mit der anderen Hand durch Coles Haare. Das Grummeln zauberte ein Lächeln ins Gesicht. Ben legte sein Buch zur Seite und beugte sich über den Älteren, hauchte ihm einen Kuss auf die Lippen. “Morgen Cole“, wisperte er sanft.

Sanft erwiderte er den Kuss und legte eine Hand in Bens Nacken, zog ihn so auf sich. “Viel besser. Du warst viel zu weit weg“, nuschelte er und hauchte seinem Freund noch einen Kuss auf die Lippen. “Bist du schon lange wach, mein Schöner?“ Leicht fing er an den Kubaner im Nacken zu graulen und lächelte leicht, als er das Schnurren hörte.

“Eine Weile. Ich konnte nicht mehr schlafen, wollte dich aber nicht wecken“, gab Benaja zu und hauchte noch einen Kuss auf Coles Lippen. Zufrieden schnurrend bettete er seinen Kopf auf der Brust des Blonden und lauschte seinem Herzschlag.

Der Polizeirekrut drehte seinen Kopf und warf einen Blick auf die Uhr an der Wand. “Was hältst du davon, wenn ich mich fertig mache, wir uns ins Auto setzten und nach Calgary rein fahren? Dort gehen wir dann Mittagessen und danach schauen wir nach einem Baum und Weihnachtsschmuck. Und heute Mittag backen wir zusammen Plätzchen. Das hab ich dir ja Anfang Dezember versprochen.“

“Mh... das ist eine gute Idee, querido. Und während du duschen gehst, mach ich dir einen Kaffee.“ Kurz noch stibitze er sich einen Kuss und stand dann auf. Der Grünäugige ging nach unten in die Küche und füllte die Kaffeemaschine, stellte sie dann an und verschwand wieder nach oben, um sich etwas Wärmeres anzuziehen. Im Haus war es zwar schön warm, aber draußen herrschten eisige Temperaturen und er hatte nicht vor, jetzt noch krank zu werden. Danach kehrte Ben in die Küche zurück und füllte den fertigen Kaffee in eine Tasse und den Rest in eine Thermoskanne.

Cole erwiderte kurz den Kuss und stand dann auf, nahm sich frische Unterwäsche aus dem Schrank und verschwand damit im Bad. Dort beeilte er sich mit Duschen und kehrte dann in Boxershorts in ihr Schlafzimmer zurück. Er zog sich eine dicken Pullover, eine warme Hose und Socken an und ging ebenfalls in die Küche. “Danke mein Schöner“, hauchte er Ben in den Nacken und küsste ihn dann dort, bevor er sich an den Tisch setzte und einen Schluck Kaffe trank. “Weißt du schon was du in Calgary essen möchtest oder entscheiden wir das ganz spontan?“

“Ich würde sagen, das entscheiden wir ganz spontan“, bestimmte der Kubaner und strich Cole leicht über den Nacken, bevor er ins Wohnzimmer ging. Dort lagen ihre Geldbeutel und der Wagen- sowie der Hausschlüssel. Alle vier Sachen nahm Ben an sich und kehrte damit zurück in die Küche. “Müssen wir sonst noch etwas mitnehmen?“, wollte Ben wissen, legte die Mitbringsel auf den Tisch und stibitze sich eine Traube aus dem Fruchtkorb, der darauf stand.

Cole genoss seinen Kaffee, trank ihn aber seinem Freund zuliebe ein bisschen schneller. Außerdem freute er sich auch schon auf das Essen. Seine nun leere Tasse stellte er in den Geschirrspüler und griff sich dann seinen Geldbeutel, sowie den Schlüssel. “Nein, sonst müssen wir nichts mehr mitnehmen. Wir sollten uns nur gut einpacken.“ Der Blonde hauchte seinem Freund noch einen Kuss auf den Mund und verließ die Küche, zog sich ihm Flur fertig an.

Der Kleinere folgte seinem Freund und machte sich ebenfalls fertig. “Hoffentlich finden wir noch einen schönen Weihnachtsbaum. Und den Schmuck dürfen wir auch nicht vergessen“, fasste Ben noch mal das Wichtigste zusammen. Er hielt dem Älteren galant die Tür auf und schloss sie dann, nachdem auch er vor dem Haus stand, ab. “Dann auf ins Getümmel“, meinte er freudig und lief vor zum Wagen.

***

Ben schlug die Wagentür hinter sich zu und rieb sich seine prickelnden Hände. Nur schnell die Tüten geholt und dann ins Warme. Er mochte diese Kälte einfach nicht, war sie nicht gewohnt. Aber seinem Freund zuliebe meckerte er nicht. Immerhin hatte Cole sich so sehr auf wirklich weiße Weihnachten gefreut. Der Kubaner öffnete die hintere Tür des Land Rovers und griff sich die Taschen, die auf dem Rücksitz lagen. Schmücken würden sie den Baum dann morgen. In Silber. Das hatte im Geschäft wo sie den Baumschmuck gekauft hatten, so wunderbar ausgesehen.

Der Amerikaner war mit dem bisherigen Verlauf des Tages mehr als nur zufrieden. Das Essen war einfach wundervoll gewesen und sie hatten einen schönen und noch dazu günstigen Baum bekommen. Und beim Einkaufen für die Plätzchen und der Baumschmuck, hatten, sie genügend Platz zum Laufen und Atmen gehabt. Sie mussten morgen unbedingt noch das Essen für die Feiertage kaufen. Heute hatte er keine Lust dazu gehabt und Ben und er konnten sich einfach nicht entscheiden. Morgen Früh mussten sie Nägel mit Köpfen machen. Cole stieg aus dem Wagen und trat zum Kofferraum, den sie hatten mit Seilen verschließen müssen, weil der Baum nicht ganz hinein gepasst hatte.

Ben beobachtete seinen Freund liebevoll und meinte dann: “Ich bring die Taschen schon mal ins Haus und helfe dir dann mit dem Baum.“ Schon im Laufen kramte der 17-Jährige den Hausschlüssel aus der Hosentasche und schloss damit die Haustür auf. Die Taschen stellte er unter die Garderobe und machte dann gleich wieder kehrt, um seinem Freund zu helfen. Die zwei Jacken daran, fielen ihm gar nicht auf.

Der Blonde löste die Seile und öffnete die Klappe. Cole legte seinen Kopf schief, betrachtete sich den Baum genau und neigte den dann zur anderen Seite. Wie bekam er den Baum jetzt am Besten von hier ins Haus ohne einen Ast abzubrechen? Er nickte sich unbewusst selber zu und zog dann vorsichtig den Baum zu sich, damit er ihn besser tragen konnte. Es würde schon schief gehen. Er suchte sich zwei Stellen wo er mit seinen Händen am wenigsten anrichten konnte und hob den Weihnachtsbaum an. Zu zweit war es vorhin einfacher gewesen, da hatte ihnen der Händler geholfen. Aber Cole wollte nicht, das sein Schöner sich verletzte.

Der Schwarzhaarige beeilte sich als er sah das Cole den Baum schon alleine trug. “Warte, ich helfe dir. Das Ding ist doch viel zu unhandlich und schwer für dich.“ Er wollte schon zugreifen, als sein Freund den Kopf schüttelte. “Es geht schon. Hauptsache die Tür ist offen und es steht nichts im Weg“. Ben blieb nichts anderes übrig als mit den Schultern zu zucken und seinem Freund platz zu machen. Wenn er sich nicht helfen lassen wollte, konnte er auch nichts machen.

Cole hob sich den Baum richtig auf die Arme und lief dann langsam damit auf das Haus zu, spähte dabei am Baum vorbei, damit er nicht gegen die Wand lief. Er war schon fast im Haus, als der Baum doch noch ins Rutschen kam und das, wo er sich doch extra Mühe gegeben hatte. Er sah geistig den Baum schon mit einer menge abgeknickter Äste am Boden liegen, als es stoppte und er nicht mehr das ganze Gewicht trug. “Hab ich dir nicht gesagt, dass du mir nicht helfen brauchst Ben? Trotzdem danke.“ Als er die Stimme von Ben neben sich hörte, der ihm beteuerte, das er doch gar nicht helfen würde, drehte er erstaunt seinen Kopf und fragte dann: “Aber wenn du hier neben mir stehst, wer hilft mir dann gerade?“

Gerade stand er mit seinem Freund in der Küche und bereitete den Küchentisch für das kommende Plätzchenintermetze vor, als er den Schlüssel in der Haustür hörte. “Ich dachte wir hätten das Haus über Weihnachten für uns alleine“, stellte der Braunhaarige mehr für sich selber fest und lugte mal um die Ecke der Küchentür. Alles was er sah, war eine offene Haustür, ein paar Taschen unter der Garderobe und ein Weihnachtsbaum, der auf das Haus zugelaufen kam. So beeilte er sich in seine Schuhe zu schlüpfen und dem Träger zu helfen. Das Ding sah nämlich nicht gerade leicht aus. Dann müssen wir also keinen Baum mehr kaufen, ging es ihm durch den Kopf, als er mit anpackte. Als er zwei bekannte Stimmen hörte, musste er lachen. “Schatz, wir müssen keinen Baum mehr kaufen“, rief er in seiner Sprache Richtung Haus.

Er hatte sich so sehr auf die gemeinsamen Ferien mit seinem Freund gefreut, denn endlich hatten sie mal etwas Zeit für sich. Es war für keinen der beiden einfach, vor Allendingen wegen seinem Job. Es war halt nicht einfach eine Beziehung zu führen, wenn er öfters in Hotels schlief als bei seinem Freund. Deswegen freute er sich auch schon auf das Plätzchenbacken mit seinem Schönen. Verwirrt blickte er dem Jüngeren nach als dieser etwas murmelte und dann die Küche verließ. Der Schwarzhaarige zuckte mit den Schultern und arbeitete fleißig weiter. Als er seinen Freund etwas rufen hörte, wischte er sich kurz die Hände an einem Geschirrtuch ab und trat dann aus der Küche. Nur gut das er Deutsch im Internat gelernt hatte. So konnte er seinem Freund nämlich einen Gefallen tun und in seiner Muttersprache reden. Das vermisste der Jüngere nämlich seitdem er in Amerika lebte. “Warum denn das, mein Herz?“, fragte er ebenfalls in Deutsch zurück.

Cole war jetzt fürs erste grad egal wer ihm da half, langsam wurde der Baum nämlich wirklich schwer, obwohl sie das Ding zu zweit schleppten. “Könnten wir vielleicht erst einmal den Baum abstellen?“, fragte er nach und als er ein Ja auf Englisch bekam, trugen sie das Ding ins Haus und stellten es in eine Ecke im Wohnzimmer. Dort würde der Baum keinen stören und dann konnten sie ihn morgen gleich schmücken. “Vielen Danke“, meinte der Blonde und drehte sich um, um seinem Helfer ins Gesicht sehen zu können, als er plötzlich stockte. “Kevin, Rahmiris, was macht ihr denn hier?“

Ben hatte die Stimme gleich erkannt, obwohl sie eine andere Sprache gesprochen hatte. Wenn man zwei Jahren mit dem Besitzer dieser Stimme zusammen war, dann erkannte man sie überall. Allerdings war er viel zu überrascht um etwas zu sagen und so trottete er den dreien hinterher ins Haus, schloss die Tür hinter sich. Als sie schließlich ihm Wohnzimmer standen, brachte er ein “Rah“ heraus und kuckte von seinem Ex zu seinem großen Bruder und wieder zurück. “Sie machen Ferien hier“, hörte Ben sich selber sagen und sah dann seinen Freund an. “Rah hat mir erzählt, dass sie über die Feiertage in eine Hütte fahren, um dem ganzen Trubel in New York zu entkommen. Das sie auch hier sind, muss ein Zufall sein. Oder hast du den beiden erzählt, wo wir hin fahren?“

Der Blonde schüttelte seinen Kopf, vielleicht würde er so ja alles verstehen und wandte seine Aufmerksamkeit dann wieder seinem Freund zu. “Nein, ich hab den beiden nichts gesagt. Ich wusste ja noch nicht einmal, dass sie über Weihnachten wegfahren. Aber es ist schön, das wir dann zusammen feiern können“, meinte Cole und schüttelte den beiden die Hand. “Ach übrigens Rahmiris, du bist da weiß an der Wange.“ Dabei deutete der Blonde auf seine linke Wange.

Kevin hatte unbewusst die Luft angehalten und entließ sie nun lautlos wieder. Er war froh, das Cole und Ben nicht gleich wieder flüchten würden, nur weil sie auch hier waren. Das Verhältnis zwischen ihm und Cole war immer noch angespannt. Genauso wie zwischen den anderen vieren. Aber er konnte es ihnen nicht einmal verübeln. Einzig Benaja behandelte ihn normal, so normal es eben war seinem Ex ab und an eine reinzuhausen, wenn ihm danach war. “Klar. Mit Freunden macht Weihnachten noch mal soviel Spaß. Und das Beste daran, wir müssen nicht arbeiten“, grinste er breit wie in kleiner Junge.

Auch Rahmiris war das Recht. So konnte er noch mehr Zeit mit seinem Bruder verbringen und ihn wieder besser kennen lernen. Das Verhältnis hatte halt schon gelitten als er damals auf dass Internat in Europa gekommen war und Ben dann ins Weisenhaus hatte müssen. Bei Cole Worten stutzte er und wischte sich denn mit dem Daumen über die Wange. “Wie ist denn dass Mehl dahin gekommen?“, fragte er mehr zu sich selber und ging in Gedanken noch einmal durch, wie das hatte passieren können. “Habt ihr Lust, Plätzchen zu backen? Kevin und ich wollten gerade anfangen, als ihr herein geschneit kamt.“

Bei dem Wort Plätzchen leuchteten Benajas Augen auf. “Sicher doch. Das wollten wir heute Mittag sowieso machen. Ich geh mir nur schnell was Bequemes anziehen und dann können wir anfangen.“ Der Kubaner stibitze sich bei seinem Freund noch einen Kuss und stürmte aus dem Wohnzimmer. Im Flur zog er sich die Schuhe aus, hängte die Jacke auf und verschwand im ersten Stock in ihrem Schlafzimmer. Schnell hatte er die warme Kleidung gegen bequeme getauscht und hatte sich noch schnell die Hände gewaschen, bevor er wieder Richtung Küche unterwegs war und Cole nur zunickte als der an ihm vorbei die Treppe rauf ging. In der Küche fiel sein Blick sofort auf den Küchentisch, der schon mit Mehl bestreut war. “Gefreiter Hunt meldet sich zum Dienst“, grinste er breit.

Der Amerikaner konnte über der Freude seines Freundes nur den Kopf schütteln und ging das Ganze langsamer an. Ihm Flur zog er seine Schuhe aus, stellte sie sauber neben die anderen und bückte sich nach Ben’s Jacke, die ob der Ungeduld des Schwarzhaarigen gleich wieder einen Abgang gemacht hatte. Seine hängte er daneben und machte sich schließlich auf den Weg ins Schlafzimmer. Als Ben ihm auf der Treppe strahlend entgegen kam, legte sich ein verliebtes Lächeln auf seine Lippen. Also beeilte er sich auch etwas Bequemeres anzuziehen und folgte seinem Freund. Er mochte Plätzchen, keine Frage, nur um das backen riss er sich nicht gerade. Er hätte es seinem Freund zuliebe getan. Dann konnte er sich jetzt ja um das verzieren kümmern.

Kevin und Rahmiris schüttelten synchron die Köpfe und machten sich dann wieder auf den Weg in die Küche. Dabei vielen dem Deutschen die Taschen wieder ein und so nahm er sie mit. In der Küche stellte er sie erst einmal auf die Arbeitsplatte und packte sie aus. Die weiteren Zutaten auf einen Haufen und den Schmuck auf einen anderen. Bei Ben’s Satz musste er lachen. “Gut. Dann kannst du erst einmal das Zeug für den Baum unter eben diesen legen. Denn in der Küche brauchen wir es nicht.“ Er konnte gar nicht so schnell kucken, wie der Kleinere sich die Schachteln gegriffen hatte und auf und davon war.

Zufrieden betrachtete sich Rahmiris die Zutaten die sein Freund aus der Weite der Taschen zutage gefördert hatte und er wusste schon jetzt, dass sie heute nicht alle Sorten machen konnten. Na ja, würden sie eben morgen noch mal welche backen. Es mussten ja nicht alle morgen zum einkaufen gehen. Zwei würden da schon reichen. Rah schmunzelte über die Freude seines kleinen Bruders und machte sich dann daran, den ersten Teil des Teiges auf dem Tisch auszurollen. Zimtsterne. Einfach nur lecker. Hoffentlich hatten sie dann auch genügend Schüssel für das ganze Gebäck.

Benaja war Happy dass er Weihnachten mit seinen Freunden feiern konnte, wobei nur mit seinem Freund wäre es bestimmt auch schön geworden. Vielleicht im nächsten Jahr. Die Schachteln mit dem Baumschmuck stellte er vorsichtig unter den Baum und tapste in die Küche zurück. Dort stibitze er sich einen Kuss bei Cole der an der Wand lehnte und versuchte möglichst nicht im Weg zu stehen. Der Schwarzhaarige blickte Rah über die Schulter und leckte sich gleich mal die Lippen. Diese Teile liebte er. Er griff sich einen der Sternformen die auf dem Tisch lagen und war nicht mehr zu halten, als Rah den Teig fertig ausgerollt hatte.

Der Blonde rollte nur stumm mit den Augen und suchte sich dann die Zutaten für den Zuckerguss heraus. Allerdings war das etwas, von dem er nie naschen würde. Pur schmeckte das Zeug einfach zu Süß. Aber nachher auf dem Zimtsternen, da konnte er dann schon den einen oder anderen essen. Ab und an warf der 19-Jährige einen verliebten Blick zu seinem Freund und irgendwann schaltete er das Radio an, summte zu den Weihnachtslieder mit.

Der 20-Jährige schüttelte ob soviel Kindlicher Freude den Kopf und begann schon mal, den neuen Teig anzusetzen. Kokosmakronen. Für diese Dinger würde er sogar töten. Na ja, ausgenommen seinen Freund natürlich. Mit dem teilte er gerne. Nachdem alle Zutaten in der Schüssel zu einer Masse verrührt waren, lehnte Kevin sich mit seiner Hüfte an die Arbeitsplatte und sah dem Treiben am Tisch zu. “Habt ihr euch eigentlich schon Gedanken gemacht, was es über die Feiertage zu Essen geben soll?“, wollte der Deutsche wissen und kuschelte sich dann in die Arme seines Freundes, als dieser mit dem letzten Mal Teig ausrollen fertig war und zu ihm trat. Nur zu gerne erwiderte er den sanften Kuss und stellte gleich mal fest: “Du hast genascht mein Schatz.“

Rahmiris schmunzelte ob der Freude seines kleinen Bruders und rollte für diesen gerne den Teig wieder und wieder aus. Denn so schnell wie dieser die Sterne ausstach und sie auf den Backblechen verteilte, konnte er gar nicht kucken. Das lief ja wie am Fließband. Noch mal würde sich das ausrollen nicht lohnen und so legte er die Teigrolle zur Seite und holte sich ein paar Kuscheleinheiten und einen Kuss. Immerhin hatte er schon seid einer halben Stunde keinen mehr bekommen. So ging das ja nicht. Das war ja keine Art einen Kubaner zu halten. Schuldbewusst zog der um wenige Zentimeter Kleinere den Kopf ein. “Du weißt doch, dass ich bei so was immer schwach werde“, rechtfertigte er sich.

Benaja stach die Teigsterne aus wie ein Weltmeister. Früher hatte er das auch immer gerne im Weisenhaus mit dem blauen Pinguin gemacht. Als er dann hatte ausziehen müssen, hatte er nie wieder Weihnachtsplätzchen gemacht. Nicht einmal, als er mit Kevin zusammen gewesen war. Deswegen genoss er das jetzt umso mehr. Und selbstgemacht schmeckten sie doppelt so gut. Zufrieden betrachte er sich die drei vollen Bleche und legte dann die Ausstechform beiseite. “So, ich bin fertig. Jetzt müssen sie nur noch in den Backofen.“ Gleich darauf griff er sich zwei der Bleche und trat mit ihnen zum Backofen, schob sie hinein nachdem Kevin die Klappe geöffnet hatte.

***

Cole, der seid einer ganzen Weile nichts mehr zu tun hatte, kramte ein bisschen im Kühlschrank und räumte dann den Platz in der Küche, indem er mit seinem Fund in das Wohnzimmer ging und dort ein paar Brote machte. Immerhin war es schon beinahe wieder sechs und kochen konnte er zu Zeit nicht, dafür hatten sie keinen Platz, denn auf dem Herd stand schon der nächste Teig. Zimtsterne, Vanillegipfel, Kokosmakronen, Schwarzweißgebäck, Butterplätzchen. Jetzt fehlten nur noch die Linzer und dann waren sie fertig. Viel mehr konnten sie zu vier eh nicht essen und sie hatten unter Garantie zu viele gemacht. Na ja. Würden sie es eben mit nach Hause nehmen und Kris und Martin welche schenken.

Kevin seufzte nur leise auf als er sah mit welcher Begeisterung der Kubaner sich auch noch auf die Linzer stürzte. “Man sollte meinen, das man nach vier Stunden keine Lust mehr hat“, murmelte er leise zu Rah und stahl sich einen Kuss, bevor er aus der Küche schlich. Im Wohnzimmer ließ er sich wie erschlagen neben Cole auf das Sofa fallen und drehte müde seinen Kopf zur Seite. “Ist er immer so lange aufgedreht?“, fragte er den Amerikaner mit einem amüsierten Unterton und grinste leicht. Es war sofort klar, auf was sich diese Frage bezog.

Rahmiris, der die Lust noch immer nicht verloren hatte, küsste seinen Freund zurück und stürzte sich dann ebenfalls auf die Linzer. Die mochte er am liebsten und da würde er schon aufpassen, dass sie richtig gemacht wurden. Nicht das er seinem kleinen Bruder nicht vertraute, aber Vorsicht war besser als Nachsicht. Und er wurde unausstehlich, wenn er über die Feiertage keinen Linzer essen konnte. Der Modedesigner übernahm es freiwillig den Teig in die Formen zu bekommen, denn bei der Marmelade konnte man nicht viel falsch machen.

Ben war gar nicht aufgefallen, das sie nur noch zu zweit in der Küche waren. Mit demselben Eifer arbeitete er weiter und füllte die Marmelade auf den Teigboden. Er freute sich schon jetzt auf Kaffee und Plätzchen morgen Nachmittag. Nachdem Rahmiris auch noch die Teigstreifen auf die Marmelade gelegt hatte, pinselte er das Ganze mit Eigelb ein und schob sie dann in den Backofen. Das würden die letzten für heute sein. Sie hatten keine Zutaten mehr und wenn er sich die Dosen die sich auf der Arbeitsfläche stapelten besah, dann reichte das sogar um noch zwei Leute mehr zu versorgen. Es sei denn, sie wollten Bauchschmerzen bekommen weil sie sich überfressen hatten.

Cole wandte bei der Frage seinen Kopf und grinste nur als Antwort. Bisher konnte er sich nicht beklagen und außerdem liebte er den Jüngeren viel zu sehr. Er wandte sich wieder dem Abendessen zu und schmierte das letzte Brot zu ende, legte es zu den anderen auf die Platte. “So, nun fehlt nur noch was zu trinken und unsere Partner und dann können wir essen.“

Kevin nickte nur auf das Grinsen, denn das war ihm Antwort genug. “Rah, Ben, es gibt essen. Und bringt was zu trinken mit, wenn ihr schon mal in der Küche seid.“ Dann wandte er sich wieder Cole zu. “Wie sieht denn das aus. Frühstücksachen haben wir da, oder?“ Er wolle morgen ungern verhungern. “Ja. Frühstückseier und Aufbackbrötchen. Diverse Marmeladen“, zählte der junge Mann neben ihm auf und sofort lief Kevin was Wasser im Mund zusammen. “Gut“, kommentierte er nur und nickte sich selber zu.

Rahmiris schob auch noch die letzten beiden Formen in den heißen Backofen und schloss die Klappe. Leise seufzte er auf und streckte sich, verzog leicht das Gesicht als seine Wirbel knackten. “Du hast die Herren der Schöpfung gehört. Es gibt Essen.“ Verwundert hob er eine Augenbraue, als Benaja jetzt noch wirklich aufräumen wollte. “Lass nur, Kleiner, ich mach das später. Du musst wohl erst einmal deinen Freund wieder versöhnlich stimmen. Nach seiner heldenhaften Hilfe bei den Weihnachtsplätzchen. Er hat mir nämlich schon vor einer Woche anvertraut, dass er das eigentlich nicht so gerne macht und nur dir zuliebe welche mit dir backen wird.“

Ben, hielt mit dem Aufräumen inne, als sein Bruder meinte, er würde es später machen. Bei den folgenden Sätzen legte sich ein liebevolles Lächeln auf seine Lippen. Schnell wischte er seine Hände an einem Handtuch ab und ging dann ins Wohnzimmer. Dort setzte er sich einfach auf Coles Schoß, nahm dessen Gesicht in beide Hände und küsste ihn liebevoll. “Danke Cole. Ich liebe dich“, meinte er schlicht und kuschelte sich dann an ihn.

Der Amerikaner wusste gar nicht wie ihm geschah, aber er erwiderte den Kuss einfach mal. “Gern geschehen mein Schöner. Ich liebe dich auch.“ Nun konnte er sich denken warum sich Ben gerade bei ihm bedankt hatte. “Lass uns Essen und dann schlafen. Wir müssen morgen ausgeschlafen sein, wenn wir uns in das Gedränge zum Einkaufen begeben wollen.“ Er stibitze sich noch einen Kuss und nahm sich eines der Brot von der Platte, hielt es seinem Freund vor die Nase.

Der Deutsche wartete erst gar nicht auf seinen Freund, sondern schnappte sich ein Brot und biss genießend hinein. Cole hatte wirklich ganze Arbeit geleistet. Er schenkte seinem Freund ein Lächeln als dieser mit dem Trinken kam und stand dann gleich mal auf, um Rah platz zu machen. Zwar hatte es genügend Platz auf der Couch nachdem die beiden Jüngeren schon so nah aufeinander saßen, aber genau das tat er selber gerne. Auf dem Schoß seines Geliebten zu sitzen und sich an ihn zu kuscheln.

Rahmiris sah seinem kleinen Bruder nur lächelnd hinterher und wischte sich selber die Hände ab. Schnell war die Eieruhr gestellt damit auch ja die leckeren Linzer nicht anbrannten. Er kramte vier Gläser aus dem Schrank und klemmte sich dann noch eine Flasche Wasser unter den Arm, betrat damit das Wohnzimmer. Er lächelte leicht als er Cole und Ben zusammen sah und sein Lächeln vertiefte sich, als Kevin aufstand. Schnell stellte er das Trinken auf den Tisch und setzte sich auf die Couch, zog den Größeren an seinen Hüften dann auf seinen Schoß. “Viel besser“, seufzte er und ließ sich gleich mal ein Brot reichen. Im Moment kam er schlecht daran.

Der jüngere Hunt ließ es sich sichtlich schmecken und verdrückte ein Brot nach dem anderen. Aber seiner Meinung nach durfte er das auch. Immerhin hatte er eine menge Plätzchen gemacht und sie auch gleich in die Dosen gepackt. Langsam ließ die Freude die er noch während dem Plätzchen backen gespürt hatte nach und er gähnte immer öfters. Schlafen war vielleicht doch keine so schlechte Idee. So wünschte er Kevin und Rah eine gute Nacht als er fertig war und trabte nach oben in den ersten Stock, wo er nur kurz einen Stopp im Bad einlegte und dann gleich ins Schlafzimmer weiter wanderte. Seine Klamotten
ließ er einfach auf dem Boden liegen, krabbelte einfach so ins Bett und kaum das er lag, schlief er auch schon.

Cole war bestimmt genauso müde wie sein Freund und das, obwohl er so gut wie gar nichts gemacht hatte. So brachte er nachdem alle gesättigt waren die Platte und übrig gebliebenen Zutaten in die Küche und verräumte brav alles. Rahmiris und Kevin wünschte er eine gute Nacht und ging dann ebenfalls in den ersten Stock. Sein Besuch im Bad fiel genauso kurz wie der von Benaja aus und als er in ihr Zimmer kam, musste er schmunzeln. Der Saubermann, der sonst alles aufhob und verräumte was nicht niet und nagelfest war, hatte sich gehäutet wie eine Schlange und einfach alles liegen lassen. Leise räumte er alles auf, zog sich dann selber aus und löschte das Licht, bevor er ins Bett kroch. Sofort kuschelte sich seine bessere Hälfte an ihn und Cole konnte noch seinen Arm um ihn legen, bevor er selber einschlief.

Kevin sah den beiden anderen lächelnd nach und erhob sich schließlich ächzend. “Lass uns das Chaos in der Küche noch beseitigen und dann auch schlafen gehen. Glaub mir, einkaufen mit dem Kleinen ist noch schlimmer als mit mir“, grinste Kevin und stahl sich noch einen Kuss. Er trat in die Küche und begann das Chaos zu beseitigen: er wischte das Mehl von der Arbeitsplatte, verräumte die Zutaten die übrig geblieben waren und verschloss die Dosen mit den Plätzchen, damit sie nicht hart wurden. Dann klingelte der Kurzzeitwecker und nichts war mehr wichtig. So nahm der Braunhaarige sich die Ofenhandschuhe und rettete die Linzer vor dem Schwarz werden.

Nur zu gerne erwiderte der Kubaner den Kuss und schnappte sich dann die Flasche und die Gläser, trug sie in die Küche. Brav verräumte er die Gläser und das andere Geschirr das sie gebraucht hatten im Geschirrspüler und was nicht mehr platz hatte, wurde eben morgen gewaschen. Nachdem Kevin die Linzer aus dem Backofen geholt hatte, stellte er ihn aus und zog dann seinen Freund an der Hand hinter sich her. Er wollte auch ins Bett, der Flug hatte ihm zu schaffen gemacht. Vor Allendingen, wo er fliegen doch nicht mochte. Auf ihrem Weg löschte er das Licht und ließ das Bad einfach mal ausfallen, sah zu das er gleich in ihr Schlafzimmer kam. Nur kurz hielten sich beide noch mit dem aus – und anziehen ihrer Schlafboxershorts auf, bevor sie zu Bett gingen. Einträgliche Stille herrschte ihm ganzen Haus.