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Chaos-WG - Side 5

Kapitel 5
Schlafzimmer Ben und Cole (25. 12. Weihnachten 9.01 Uhr)

Cole grummelte leise als ihm die Sonne direkt ins Gesicht schien und wollte sich umdrehen, als er das Gewicht auf sich spürte. Sofort verflog der leichte Ärger und machte einem Lächeln platz. “Morgen mein Schöner“, murmelte er leise und begann den Rücken des Kubaners sanft zu streicheln. Als Ben sich regte, setzte er ein “Frohes Weihnachten“ daran.

Der Kubaner wollte am liebsten in seinen Freund hinein kriechen. Es war bestimmt noch zu früh zum aufstehen und sie hatten doch Sonntag. Da musste er erst abends zur Arbeit. Sein Gehirn lief noch nicht auf Hochtouren. Er schnurrte leise auf als er die Hand auf seinem Rücken spürte und schlug langsam seine Augen auf. “Dir auch frohe Weihnachten“, wünschte er seinem Freund als sein Kopf das Gesagte in etwas Verständliches umgewandelt hatte.

Der Blonde lachte leicht über die verschlafene Stimme seines Freundes und küsste ihn sanft. “Lass uns aufstehen und Frühstücken. Ich hab Hunger und du brennst doch sicherlich darauf, dein Geschenk zu bekommen.“ Leicht klapste er dem Jüngeren noch auf den knackigen Po, bevor er ihn von sich runter schob und aufstand. Er trat vor den Kleiderschrank und zog sich seine Kleidung heraus.

Leise seufzend erhob sich der Schwarzhaarige und tat es seinem Freund gleich. Er hatte ja Recht und alleine im Bett war es nur halb so schön. “Fürs erste ist mir ein Frühstück und eine heiße Schokolade wichtiger. Damit ich dann nachher auch richtig wach bin, um das Geschenk zu würdigen“, erklärte Ben und klapste dann seinem Freund auf den Po, als er schon fertig war. Er verließ ihr Schlafzimmer und machte sich auf den Weg in die Küche.

Kris war schon seid einer Weile wach, hatte aber noch die Nähe zu seinem Freund genossen. Als Martin sich schließlich regte, stand der Blonde auch auf und zog sich bequeme Sachen an. Sie würden ja nicht gerade jetzt schon vor die Tür gehen um einen Spaziergang zu machen. Wenn es soweit war, konnte er sich immer noch umziehen. “Ich wünsch dir Frohe Weihnachten, mein Schatz“, meinte er Liebevoll und beugte sich über seinen Freund, der noch immer im Bett lag und nicht wirklich daraus hinaus kam, küsste ihn leicht. “Ich bin schon mal in der Küche und mach dir einen Kaffee, damit du richtig wach wirst.“ Und schon war er aus dem Schlafzimmer verschwunden und wünschte Ben frohe Weihnachten, als er ihn auf der Treppe traf.

Der Kubaner blickte noch einmal auf seinen Freund und verließ dann leise das Zimmer. Kevin sah immer so süß aus wenn er schlief und da wollte er ihn jetzt nicht wecken. In der Küche war eh noch nichts für das Frühstück gerichtet und da konnte sein Schöner noch ein wenig schlafen, bis alles so weit war. Als er Kris und seinen kleinen Bruder auf der Treppe sah, trat er zu ihnen und umarmte die beiden, wünschte ihnen gleich mal noch frohe Weinachten. Zusammen gingen sie in die Küche und Rah staunte nicht schlecht, als der Tisch schon gedeckt war. Nur noch die Lebensmittel fehlten. “Haben wir seid neustem Heinzelmännchen?“, fragte er verwundert nach.

Benaja trat zum Kühlschrank und suchte alles Relevante heraus. “Nein, haben wir nicht“, meinte er schlicht und stellte dann den Backofen an, machte sich an den Kaffee und den Kakao. “Mir war gestern Nacht danach, damit wir heute zu Weihnachten weniger machen müssen.“

Kris und Rah zuckten synchron mit den Schultern und machten sich dann daran, alle Zutaten auf dem Tisch zu verteilen und die Brötchen, auf das Blech zu legen. Kris stellte das Radio leise ein damit es niemanden störte und summte leise mit, während er ein paar Plätzchen aus den Dosen in eine Schüssel legte und von dem Linzer einen Stück abschnitt, ihn bei Rah auf den Teller legte.

Rah beobachtete das ganze nur zufrieden und nickte sich selber zu, nahm dann seinem Bruder die vollen Tassen ab und stellte sie an die richtigen Plätze. Nun mussten nur noch die Brötchen fertig werden und die anderen drei aus ihren Zimmern auftauchen und sie konnten das Weihnachtsfrühstück begehen. Danach gab es dann Bescherung. Blieb nur zu hoffen, dass Kevin sein Geschenk gefiel. Aber da musste er eben durch, schließlich konnte er nicht hellsehen oder Gedanken lesen.

Die anderen drei hatten sich inzwischen aus ihren Betten erhoben und sich fertig angezogen und waren dann auf dem Weg nach unten, gleichzeitig an der Treppe angekommen. Sie wünschten sich gegenseitig frohe Weinachten und machten sich dann auf den Weg in die Küche. Auch hier fand das große Glückwünschen statt und am Ende lag jeder mal jedem im Arm. Danach setzten sie sich alle um den großen Tisch, wobei dieses Mal Kevin auf dem Schoß seines Freundes saß und in stiller Eintracht aßen die sechs Süßen ihr Frühstück.

Genauso harmonisch räumten sie eine halbe Stunde später nach dem Essen wieder alles in den Eisschrank und den Geschirrspüler. Cole, Martin und Rahmiris nahmen jeweils ihren Partner an die Hand und schenkten ihnen ein Lächeln, bevor sie die anderen ins Wohnzimmer zogen. Kris löste sich kurz von seinem Freund und steckte den Weihnachtsbaum an. So saß das Ganze doch viel besser aus.

Stumm blickten sich die drei an und traten dann zu dem Weihnachtsbaum. Während jeder ein kleines, schwarzes Samtkästchen aufnahmen, sahen sich Benaja, Kevin und Kris nur verständnislos an. Was hatten ihre Freunde denn nun schon wieder geplant? Als die drei dann synchron vor sie traten und in die Knie gingen, fiel bei den anderen der Groschen. Die wollten doch nicht wirklich? Doch, sie wollten. Immer noch gleichzeitig hielten sie ihren Angebeteten das Kästchen hin.

“Ich weiß, wir kennen uns noch nicht so lange, aber für mich bist du mein Leben. Ohne dich fühle ich mich einfach nur als halber Mensch. Willst du mich Heiraten, Ben?“, fragte der Amerikaner und seine Augen leuchteten dabei vor Liebe. Jetzt war der Augenblick da. Der, indem Ben jetzt ja sagen und ihm um den Hals fallen würde oder er nein sagen würde und somit alles vorbei war. Gespannt hielt der Blonde seinen Atem an.

Benaja war so gerührt, das er kein Wort heraus brachte. Er konnte nur nicken. Daraufhin beobachtete er, wie Cole vorsichtig den Ring aus der Schachtel nahm und ihm an den Finger stecke. Der Kubaner fiel seinem Freund um den Hals und küsste ihn sanft und gefühlvoll. Er wusste gar nicht was er sagen sollte, so überrascht war er von dem Antrag.

Vier Jahre waren sie nun schon zusammen und Kris war sich noch immer so sicher wie im ersten Jahr, dass er sein restliches Leben mit Martin an seiner Seite verbringen wollte. Er hatte sich so oft schon überlegt, was er sagen wollte, doch in diesen Moment war es weg. “Oh man, ich hab mir das so oft überlegt was ich in dem, Augenblick sagen will und jetzt ist alles weg“, begann Kris und sah seinen Freund hilflos an. “Du weißt dass ich dich mehr liebe als mein eigenes Leben, Martin. Willst du dein restliches Leben mit mir verbringen?“

Der Deutsche starrte wie gebannt auf das Kästchen und nahm, die Worte nur am Rande war. Vorsichtig nahm er dem Älteren das Kästchen ab und klappte es auf. Zum Vorschein kam ein weißgoldener Ring, der ziemlich teuer aussah. “Ich liebe dich auch. Ich könnte mir nicht schöneres vorstellen“, erwiderte Martin mit einem leichten Lächeln und sanft küsste er seinen Freund. Das war das schönste Weihnachten, das er jemals gefeiert hatte. Als Kris ihm den Ring an den Finger steckte, konnte er seinen Tränen nicht mehr zurück halten.

Rahmiris lächelte ob der Anträge seiner Freunde und den Reaktionen dessen Liebsten. Verliebt blickte er seinen Freund an. Er wollte gerade zu seiner Rede ansetzten, als ihm Kevin zu vorkam. “Ich will“, rief dieser und fiel dem Kubaner um den Hals. “Hat dir niemand erklärt, wie so ein Antrag gemacht wird?“, wollte Rah lachend wissen und umarmte seinen Freund fest. Als sie sich wieder trennten, öffnete er das Kästchen und holte den Ring heraus. Mit den Worten “ich liebe dich“, steckte er seinem Geliebten den Ring an.

Kevin hatte einfach nicht mehr abwarten können bis sein Freund die alles entscheidenden Worte gesagt hatte und war ihm zuvor gekommen. Nur widerwillig löste er sich von Rahmiris, aber auch er wollte den Ring an seinem Finger sehen und sich dann angemessen bedanken. “Doch, man hat es mir erklärt. Aber ich konnte und wollte einfach nicht mehr warten. Ich liebe dich, Rah“, meinte er liebevoll und küsste seinen Freund sanft. Lächelnd beobachtete er, wie die Liebe seines Lebens den Ring aus dem Kästchen nahm, und ihn an seinen Finger steckte. Kevin kuschelte sich an seinen Freund und betrachtete die anderen beiden Paare. “Das gibt ja dann wohl eine dreifach Hochzeit. Wer will wetten, dass Daniel Steve auch einen Antrag gemacht hatte?“

Daraufhin herrschte einstimmiges Gelächter. Cole löste sich dann allerdings doch kurz von seinem Freund, um den kaltgestellten Champagner aus dem Kühlschrank zu holen. Nur gut das bei ihnen allen das Brauch war, so war die Flasche nicht weiter aufgefallen. Mit der Flasche und einem Tablett voller Gläser kam er zurück. Die Flasche wurde geöffnet, ihr Inhalt in die Gläser verteilt und jeder bekam eines überreicht. “Frohe Weihachten und jedem das Beste für die gemeinsame Zukunft“, sprach Kris, woraufhin alle mit einstimmten und sich gegenseitig zuprosteten. Das würde ein schönes neues Jahr werden und schon jetzt freuten sich alle auf die Hochzeit im Kreis ihrer Liebsten. Allerdings war ihnen noch nicht klar, wie stressig das Ganze werden würde.