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Weihnachten 2013 - 08

8. Dezember

ein Gruß von Chaotizitaet

Gute Fee oder Märchenprinz - Kapitel 2 - Der Fluch am Valentinstag ein Single zu sein

„Diese Woche dürfte tatsächlich die umsatzstärkste Woche des Monats gewesen sein. Es freut mich natürlich, wenn Menschen ihrem oder ihrer Liebsten ein Buch statt schnöder Rosen schenken, aber jedes Buch, das ich in den letzten Tagen in rotes Geschenkpapier gewickelt habe, hat mich daran erinnert, wie einsam es in meinem Leben ist.“

 

„Auch Ihnen einen schönen Valentinstag“, sagte Josh zu dem etwas gestresst wirkenden Mann im Anzug, der sichtlich erleichtert mit dem Buch unter dem Arm von dannen zog. Er schmunzelte noch immer, während er nun endgültig den Laden abschloss.

Er hatte schon vor einer viertel Stunde die Tür abgeschlossen gehabt, jedoch das Licht im Laden noch angehabt, war er doch dabei gewesen die Kasse abzurechnen, als es fast schon ein wenig panisch an der Tür geklopft hatte. Der Mann hatte wohl bis zum Feierabend vollkommen verdrängt gehabt, dass heute Valentinstag war und als er das große Herz im Schaufenster des ‚Turn a Page’ gesehen hatte, hatte er den Geistesblitz gehabt, seiner Frau noch rasch ein Buch zu kaufen, um den Haussegen zu bewahren. Natürlich hatte Josh den armen Mann nicht ohne Buch heimschicken können und so den Laden noch mal für ihn geöffnet. Und er hatte ihn auch davon überzeugt, dass ein Kochbuch nicht wirklich das passende Geschenk für eine Frau war, sofern sie es sich nicht explizit wünschte. Frauen konnten da leicht pikiert reagieren und je nach Humor erhielt der Gefährte die nächsten drei Jahre selbst nur Haushaltshilfebücher zu Weihnachten und dem Geburtstag, oder aber es herrschte die nächsten Wochen Eiszeit. Wenn schon ein Buch mit Essen, dann lieber einen Schokoladenkrimi verschenken. Schade nur, dass ihm selbst niemand einen Schokokrimi schenken würde.

Josh seufzte einmal kurz, drängte dann aber den unliebsamen Gedanken entschieden beiseite. Er wollte keinen Trübsal blasen! Auch nicht an einem Tag wie heute.

Das Problem nur: Egal was er auch zu tun gedachte, so ziemlich überall wurde er mit der Nase auf diesen dusseligen Valentinstag gestoßen. Den Foltertag für alle Singles. Und alle, die Rosa nicht mochten.

Er konnte ja nicht einmal bei Natalie anrufen und sie einfach den halben Abend zutexten, wie er es seit Silvester so ziemlich alle zwei Wochen einmal tat. Denn auch wenn sie ihm für gewöhnlich gerne zuhörte, ja sich sogar freute, wenn er anrief, war sich Josh ziemlich sicher, dass heute die Großeltern auf Meredith aufpassten und Natalie und Dan den Abend für sich hatten. Da wäre ein Dauertelefonat mit dem besten Freund nicht wirklich die passende Abendgestaltung. In den Pub gehen schied auch aus, würde es dort doch von verliebten Pärchen wimmeln und das Fernsehprogramm hielt auch nur Schnulzen bereit. Wo war das Fernsehen für Kerle, wenn man es mal brauchte? Er hätte sich tausendmal lieber alle fünf Teile von ‚Stirb langsam’ angesehen als auch nur eine einzige Rosamunde Pilcher Verfilmung.

Es war ja auch nicht so, dass er etwas gegen verliebte Pärchen und Romantik hatte. Es war nur so: alleine machte das keinen Spaß. Wie aber sollte er es anstellen, nicht mehr allein zu sein? Wie jemanden finden, mit dem er sein Leben teilen konnte, diesen besonderen Jemand? Wer würde sich schon mit einer Nulpe wie ihm einlassen? Er taugte ja doch zu nichts. Er...

Wütend auf sich selbst, dass er doch wieder dabei war, sich selbst herunter zu ziehen, schlug Josh mit der Faust gegen den Türrahmen, nur um gleich darauf jaulend und sich die schmerzende Hand haltend durch die Küche zu hüpfen. Das war zwar nicht die beste Lösung gewesen, aber immerhin hatte der Schmerz seine Gedanken wieder einigermaßen geklärt.

Er war nicht langweilig! Oder zumindest nicht unheilbar langweilig! Genau! Er würde einfach schauen, was die interessanten Leute machten, von ihnen lernen und schließlich selbst interessant sein. So interessant, dass es dann kein Problem mehr für ihn wäre, einen neuen Partner zu finden.

Und wie fand man heraus, was die interessanten Leute machten? Nun, das war in der heutigen Zeit ganz einfach: Man ging ins Internet und suchte nach den passenden Leuten. Natürlich nicht nach Stars, die waren zu weit von der Realität entfernt, um noch interessant zu sein. Nein, Josh würde nach dem ganz normalen Forumsuser suchen. Na ja, normal und dennoch interessant. Und Foren hatten den Vorteil, dass er dort gleich ein paar Grundkriterien abklären konnte. So wäre es in seinem Fall definitiv ratsamer etwa Buchhändlerforen oder auf jeden Fall auch Schwulenforen zu beobachten als etwa Orchideenforen. Schließlich konnte der Mensch sich in seiner Persönlichkeit nur zu einem gewissen Grad ändern. Und da war es besser, wenn er mit den interessanten Studienobjekten zumindest schon mal etwas gemeinsam hatte. Also entweder Buchhändler oder schwul...

Josh hatte in den vergangen Wochen schon ein paar Mal damit geliebäugelt die moderne Partnervermittlung Internet zu nutzen, sich aber nie getraut, sich irgendwo anzumelden. Auch wenn das Internet einem selbst dann zunächst einmal die Möglichkeit bot, diskret im Hintergrund zu bleiben und alles zu beobachten. Aber wer wusste schon zu sagen, was für Irre dort lauerten? Und wer wusste schon zu sagen, ob der normale User nicht ihn, Josh, für solch einen Irren hielt? Dennoch hatte er der Versuchung immerhin schon soweit nachgegeben, dass er bereits ein paar Mal bei Google nach entsprechenden Foren gesucht hatte und sich dort sogar einen groben Überblick verschafft hatte, ob die Foren ihm vom allgemeinen Themenangebot und Forenaufbau zusagten. Heute würde er also einen Schritt weitergehen und lesen, was andere für so interessant hielten, dass sie darüber schrieben.

 

„Ich weiß zwar, dass es in Bristol einen sehr tatkräftigen und erfolgreichen LGBT-Verband gibt, der eng mit dem Stadtrat zusammen arbeitet und schon viel erreicht hat, damit diese Stadt eine Stadt wird, in der die Menschen, ungeachtet ihrer Sexualität, ein gleichberechtigtes, offenes und integriertes Leben in der Gemeinschaft führen können, aber so sehr ich diese Gruppe auch bewundere, fehlt mir doch der Mut, mich einer ihrer Aktionen anzuschließen. Ich weiß, dass ich ein Feigling bin. Es ist weniger, dass ich mich schäme schwul zu sein, denn das tue ich nicht. Es ist auch nicht, dass ich fürchte auf der Straße für meine Homosexualität angepöbelt oder gar zusammengeschlagen zu werden, obwohl diese Drohung irgendwo latent im Hintergrund leider vorhanden ist. Andererseits liest man immer wieder in der Zeitung, das Leute offenbar grundlos zusammengeschlagen werden. Von daher leben wir wohl alle mit der gleichen Gefahr. Aber ich bin nicht der Mensch, der sich in eine Regenbogenfahne einhüllt und anderen damit seine Sexualität aufdrängt. Ich würde mich dann wie ein Tier im Zoo fühlen. Was wohl für ein Schild an meinem Käfig stünde? Seltener Regenbogenmaulwurf? Lebt bevorzugt zwischen Büchern und in einer Phantasiewelt? Bitte nur mit anderen Männchen seiner Rasse in einen Käfig sperren??? Aber worauf ich vielleicht hinaus will ist: Ist Sexualität eine Privatsache oder muss ich, bloß weil ich schwul bin, sie in die Öffentlichkeit tragen? Zumal mich meine Freunde nicht anders behandeln, bloß weil ich schwul bin. Oder ist das nur ein weiterer Beweis dafür, dass ich feige bin? Fakt ist jedenfalls, dass ich momentan das Internet vorziehe.“

 

Josh fand es erstaunlich, wie schnell man lernte, die Spreu vom Weizen zu trennen, wenn es um Foreneinträge ging. Und so waren es überraschenderweise die Bereiche, in denen User über ihre Reisen berichteten, die ihn am meisten fesselten. Vielleicht lag das auch daran, dass man dort nur selten über die an diesem Tag sonst so häufigen Titel wie ‚Single und deprimiert’ oder ‚Verschenke virtuelle rote Rosen’ stolperte. Außerdem hätte Josh gerne mehr von der Welt gesehen, wäre gerne selbst gereist, doch irgendwie hatte es nie sein sollen. Und so mussten eben die Reiseberichte anderer herhalten. Ein User schrieb besonders amüsant, ein gewisser Eiswürfel, den aber andere, die auf seine Posts antworteten, mit Tristan anredeten. Dieser war offenbar derzeit auf einer der antarktischen Forschungsstationen – welche es sei, dürfe er leider nicht verraten, sonst würde der Geheimdienst der Pinguine ihn kalt machen – und beköstigte in seiner Funktion als Koch das Forschungsteam. Und glaubte man Eiswürfel, so war seine Funktion die wichtigste überhaupt an Bord der Station, würden doch sonst die hochwohlgeborenen Wissenschaftler bald im ewigen Eis durchdrehen. Josh wusste selbst, wie sehr seine eigene Laune vom Essen abhängig war, daher hatte er keinen Grund Tristans Worte zu bezweifeln, so übertrieben sie auch klingen mochten.

Amüsiert las er von der ersten Begegnung des Kochs mit dem Rest des Teams, der Erste-Hilfe-Ausbildung, aber auch den Tücken und Pannen im alpinen Überlebenstraining, bei dem die Mannschaft Teamgeist und allerlei Rettungsaktionen gelernt hatte. Schließlich konnte in der antarktischen Nacht nicht mal eben der Krankenwagen anrücken, wenn jemand auf dem Eis ausrutschte und sich den Knöchel verstauchte. Dann die Ankunft in der Station, die ersten Erkundungstouren, die erste Begegnung mit echten Pinguinen. Ob nun Geheimdienst-Pinguine oder nur friedliche Bewohner der Antarktis ließ Tristan, trotz der Sticheleien der anderen User, bewusst ungesagt.

Josh war so gefesselt von diesem Reisebericht, dass er Stunden später beinahe erschrocken feststellte, wie spät es bereits geworden war. Dennoch schaffte er es nicht, sich vom Computer zu lösen und ins Bett zu gehen. Stattdessen...

 

„Ich habe es getan. Ich habe mich in dem Forum angemeldet. Und ich habe Tristan angeschrieben. Ich weiß zwar, dass da eh nichts draus wird, dass ich schon von Glück reden kann, wenn er überhaupt einem Langweiler wie mir antwortet, aber selbst wenn das Höchste der Gefühle eine flüchtige E-Mail-Bekanntschaft ist, konnte ich nicht widerstehen. Der Kerl ist so interessant... Was andererseits bedeutet, dass er vermutlich meine E-Mail als Spam abtut. Ach, egal. Wer weiß, vielleicht antwortet er ja doch!“

 

***

 

„Bitte um Märchenprinz, Bitte um Märchenprinz, Bitte um Märchenprinz.“ Liam saß grummelnd vor seinem Bildschirm und verfluchte die Römer und Christen und die Gebrüder Grimm. Die Römer dafür, dass sie den Priester Valentin, der heimlich Paare nach christlichem Ritus getraut und ihnen hinterher noch ein paar Blumen aus seinem Garten geschenkt hatte, getötet hatten. Die Christen dafür, dass sie diesen Valentin ein paar Jahrzehnte später zum Heiligen und Patron der Liebenden ernannt hatte. Und die Gebrüder Grimm für ihr fleißiges Sammeln von Märchen, in denen nur allzu oft das Mädchen am Ende ihren Traumprinzen geschenkt bekam. All das zusammen sorgte dafür, dass am Valentinstag zahllose schmachtende Singleherzen nichts besseres in ihre Tagebücher zu schreiben wussten, als die Bitte um den Märchenprinzen, der bestimmt irgendwo auf der Welt auf sie wartete.

„Pah, Märchenprinz.“

„Pass auf, dass du nicht zu einem Valentins-Scrooge wirst“, witzelte Ted vom Bildschirm neben Liams.

„Märchen – bah Humbug!“, gab Liam prompt zurück.

„Hey, bestimmte Aspekte der Märchen sind immerhin war. Die Guten Feen gibt es tatsächlich.“

Liam seufzte. „Ich weiß. Aber ehrlich, das Konzept von einem Märchenprinzen ist hoffnungslos überzogen. Und so was von realitätsfremd.“

Ted, der ahnte, dass Liam nicht eher ruhen würde, bis er sich nicht all seinen Frust über das menschliche Verständnis von Märchen von der Seele geredet hatte, holte sich einen heißen Kakao und sagte dann: „Schieß los! Was verkennen die Menschen deiner Ansicht nach bei den Märchen?“

„Wo soll ich da anfangen...?“

„Bei dem ‚Es war einmal’?“

„Das war eine rhetorische Frage“, knurrte Liam, doch Teds freches Grinsen zeigte ihm, dass dieser dies sehr wohl gewusst hatte. „Es war einmal eine hässliche Schwester, die das Pech hatte, von ihrer Mutter vollkommen verzogen worden zu sein und zudem Aschenputtel als Stiefschwester zu haben.“

„Klingt interessant.“

„Ist es auch... Natürlich würde die hässliche Stiefschwester es nie zugeben, aber ehrlich, sie triezte Aschenputtel nur, weil diese immer so devot war. Und wo sie schon so hässlich war, wer konnte es ihr da verdenken, dass sie versuchte, mit möglichst hübschen Kleidern das Beste aus sich zu machen? Konnte ja schließlich nicht jeder wie Aschenputtel auch in Sack und Asche noch blendend aussehen. Wobei... vielleicht war ja die Asche ein geheimes Schönheitsmittel? Egal, der große Ball stand bevor und auch wenn ihre nicht minder hässliche leibliche Schwester ebenfalls dort sein würde, war die hässliche Schwester fest entschlossen, sich dort einen brauchbaren Ehemann zu angeln und so Aschenputtels Präsenz zu entkommen. Zumal ihr das Glück sogar hold zu sein schien und Aschenputtel nicht mit zum Ball durfte. Gut, vielleicht war es etwas hoch gegriffen, wenn ihre Mutter meinte, sie oder ihre Schwester hätten gar Chancen, sich den Prinzen höchstpersönlich zu angeln, aber schmeichelhaft war es allemal. Und jeder wusste schließlich, dass Schmeicheleien gut fürs Ego waren, dafür sorgten, dass man gute Laune hatte und entsprechend mehr als nur bereit war, in dieser Stimmung sein strahlendstes Lächeln aufzusetzen. Aber nein, irgend so eine Gute Fee musste ja daher kommen und alles ruinieren. Erst hetzte sie einen Haufen Tauben auf, Aschenputtel bei der Arbeit zu helfen, dann ließ die Fee auch noch heimlich Ballkleider vom Baum am Grab der Mutter regnen und schwupps war Aschenputtel auf dem Ball um allen anderen die Schau zu stehlen. War es da verwunderlich, wenn die hässliche Schwester plötzlich regelrecht sauertöpfisch dreinblickte? Doch alles Ränke schmieden seitens der pragmatisch denkenden Mutter – so schön wie Aschenputtel war, konnte man diese auch noch problemlos verheiraten, wenn sie jenseits der fünfundzwanzig war, während ihre eigenen Töchter dann längst als alte, hässliche Jungfern gelten würden, weshalb also die eigenen Töchter zuerst unter die Haube gebracht werden mussten – half nichts, Aschenputtel versaute den hässlichen Schwestern auch die nächsten beiden Abende den Ball. Doch eine Hoffnung blieb noch: der Ballschuh. Natürlich konnte Aschenputtel nicht irgendeine normale Schuhgröße wie etwa 39/40 haben, nein, sie hatte höchstens 35/36. Oder chinesische Schnürfüße, aber das wäre ja wieder hässlich gewesen. Fakt war jedoch, dass bei der Schuhprobe die Mutter nichts besseres zu tun hatte, als ihre hässlichen Töchter zur Selbstverstümmelung aufzurufen. Hallo? Mit etwas Pech hätte diese Küchenmesseroperation dazu führen können, dass eine oder beide verblutet wären, ehe sie den Palast des Königs erreicht hätten. Und wer sagte, dass das Messer sauber war? Über so was Reales wie Blutvergiftung schreiben die Grimms natürlich nicht. Und als ob das nicht schon genug wäre, muss unsere hässliche Schwester mit ansehen, wie Aschenputtel den Prinzen heiratet – noch kann sie sehen, wenn auch nur einäugig – nur um nach der Trauung endgültig ihr Augenlicht zu verlieren. Und sie lebte glücklich bis an ihr Ende? Wohl kaum.“

„Wow, ich wusste gar nicht, dass sich Hitchcock von den Grimms hat inspirieren lassen“, lachte Ted.

Auch Liam konnte wieder lächeln. „Fakt ist aber: Auf jedes Aschenputtel kommen zwei unverheiratete Stiefschwestern, die ohne Märchenprinzen dastehen.“

„Ganz zu schweigen davon, dass die heutige Generation nicht erst Jahre im Dienst der Stiefmutter unter widrigsten Bedingungen schuften will, um sich den Märchenprinzen zu verdienen“, fügte Ted hinzu.

„Und wer sagt ihnen, dass Aschenputtel mit dem Prinzen dauerhaft glücklich geworden ist? Was weiß sie denn über den Prinzen? Sie hat ihn schließlich nur drei Mal gesehen. Und das waren offizielle Bälle, also Anlässe des besten Benehmens. Wer weiß, vielleicht ist er ein Frauenheld, Säufer und Spieler? Und was weiß er über sie? Vielleicht will er sie ja nur, weil er denkt, dass sie auch im Schlafzimmer hübsch devot ist?“

„So betrachtet also eindeutig lieber keine Märchenprinzen.“

„Zumindest nicht ohne eingehende Prüfung. Besonders dann, wenn eine Gute Fee ihre Finger im Spiel hat.“ Liam beugte sich verschwörerisch zu Ted hinüber. „Esmeralda hat damals Glück gehabt und ist nur mit einem Verweis davongekommen. Aber auch nur, weil damals die meisten Ehen ähnlich rücksichtslos arrangiert wurden und persönliches Glück ganz unten auf der Prioritätenliste stand.“

Ein Signal ertönte an Liams Bildschirm und als er nachsah, was ihn da zur Arbeit rief, musste er lächeln. Josh Turner. Und offenbar war dieser bereit, sich selbst um seinen Märchenprinzen zu kümmern. Denn egal ob dieser Tristan Eiswürfel antwortete oder nicht, egal ob er derjenige für Josh war oder nicht, Josh hatte zumindest einen ersten Schritt gewagt und dem würden auf der Suche nach dem Märchenprinzen bestimmt noch weitere folgen. Liam war stolz auf Josh.