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Gedichte

 

 

 

Kagiri nai [Zetsuai since 1989]

Kennt ihr das Lied "Zetsuai-Kizuna"? 
Das als Melodie, dazu und ein klarer Sternenhimmel. 
Da zieht die Ewigkeit an einem vorbei, so wie hier....

Kagiri nai

Sanft streicht der warme Wind über meinen erhitzten Körper,
kühlend und kosend.

Viel zu lang liege ich nun schon hier in der Dunkelheit,
lasse mich von der Nacht umfangen und warte wie immer auf Dich.
Sehne mich nach deiner Stimme und deinen kalten Augen
wie Eis blickten sie auf mich herab und ließen mich in arktischem Frost erstarren.

Wie oft hab ich dich schon gesucht,
bin nächtelang durch Städte gelaufen,
habe in allen dunklen Gassen gesucht
und in schmierigen Pub`s gesessen.

Nie habe ich auch nur deine Anwesenheit gespürt
und doch weiß ich das du in meiner Nähe bist,
mich beobachtest und beschützt,
wie sonst sollte man mein ständiges Überleben erklären.

Egal was ich mache,
wo ich hingehe,
wen ich herausfordere und beleidige
nie geschieht mir etwas.

Ich könnte sogar von einem der Bürotürme springen
und würde wohl sicher unten ankommen.

Letzte Nacht habe ich mir wieder einen Ersatz gesucht.

Dunkle halblange Haare und helle Haut
gleißend grüne Augen,
ein athletischer Körper,
und doch hat er mich nicht bewegt.

Selbst als die Wellen der Lust über mir zusammen schlugen,
berührte es mich nicht im geringsten,
blieb mein Inneres kalt und erstarrt.

Nun liegt er,
wie all die anderen,
irgendwo im Wasser des großen Sees
der gleich neben meinem Ruheplatz liegt.

Auch das habe ich von dir,
bin zu einem Mörder geworden,
der jeden im Augenblick der größten Lust
mit sich nimmt und für immer verstummen lässt.

Kommst du deshalb nicht mehr zu mir zurück?

Du,
der du erst einmal jemand am leben gelassen hast.

Mich

Und ich bin dir schon so ähnlich geworden,
so gleichgültig,
so kalt.

Außen Feuer
Innen Eis

 


 


Hirodule und Hirolator

Düstere Gesänge,
treiben empor,
aus alten Gewölben.
 
Heilige Hallen,
aus alter Zeit,
unvergessen.
 
Langsamer Reigen,
verhüllte Gestalten,
in blutrotem Samt.
 
Flackerndes Feuer,
Phalanx gegen Geister.
 
Tremolo wird Stakkato,
exstatische Stimmen,
schneidend ,
in Weihrauch geschwängerter Luft.
 
Heran tritt der eine,
gehüllt in Gold und Schwarz,
Farben von,
Herrschaft und Nacht.
 
Strecken sich mondbleiche Arme,
empfangen wird der Wandler,
goldene Haut auf Weißer.
 
Umschlingende Leiber,
in mitten des Kreises,
Lust schwappt empor,
reist alle mit.
 
Schreie und stöhnen,
durchbrechen die Klage.
 
Leben wird Lust,
Lust wandelt in Dunkelheit.
 
Einsam liegt das Gewölbe,
ein neuer Tag,
verflogen der Duft,
von edlen Harzen.
 
Kriechend,
die ersten strahlender,
 jungen Sonne,
erhellen klammen Stein.
 
Enthüllt wird der Kreis.
 
Goldene Haut auf mondbleicher,
liegen zwei umschlungene Leiber,
ruhige Gesichter,
kalte Glieder.
 
Darunter ein Teppich,
 aus stockendem Blut,
rot,.....
unter den beiden.
 
Hirodule und Hirolator. 

 


 


Engel ohne Flügel

Schwebend,..
,..gleite ich durch das Dunkel der Nacht.
Ruhelose Seele.
 
Beobachte die Länder unter mir,
fliege durch Städte.
Hell erleuchtete Fenster,.......
 
,.....unzählige Menschen,
vereint im Glück,
verbunden durch Freude.
 
Ich fühle Kälte,
wende mich ab und folge ihr.
 
Lautloser Flug.
 
Steinernes Gebäude,
einsam und kalt,
im Netzt der Nacht.
 
Grauer Block im nächtlichen Schwarz.
Einzelnes Fenster,
glänzendes Halbrund ,
eine Wand verschlingend.
 
Verlorene Gestalt dahinter,
silberhelles Spinnwebhaar,
fedrig, lang wallend,
über den Rücken.
 
Perlweise Haut,
spiegelnd im Mondlicht hell,
pressen sich zarte Hände,
an winterkaltes Glas.
 
Nackte Gestalt.
Göttlich schön.
Kalt.
 
Augen öffnen sich,
ich schwebe näher,.....
,....erkenne kühles Grau,
durchbrochen wie ein Gewitter,
von Grün und Blau.
 
Geschmiegt an das eisige Glas,
der nackte Leib,
beobachtet Schnee und Eis.
 
Glas öffnet sich,
das Fenster schwingt auf,
Eiswind umpeitscht die schlanke Gestalt.
 
Stumm vertraut sie sich ihm an,
begibt sich in seine Hände,
breitet die Arme aus,...
,......fliegt.
 
Ich folge diesem Engel,
hinab in die Tiefe,
bei seinem Flug.
 
Flatterndes Haar,
windgepeitscht,
dreht sich der nackte Leib,
schneidend kalte Luft.
 
Geöffnete,
gestreckte Arme,
schließen sich die Gewitteraugen.
Entspanntes Gesicht.
 
Am Boden,
Eis und Schnee.
 
Gebettet hinein,
die überirdische Gestalt.
 
Engel ohne Flügel.