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Weihnachtswunder

Weiß Kreuz [NC-16] [abgeschlossen]

[lemon]

Pairing:
Aya & Schuldig

Einteiler

Inhalt:
Wie Aya und Schuldig zueinander finden und einen Traum ausleben.

 


 

 

Das Weihnachtswunder


Wie sehr hasste er doch Weihnachten und alles was dazugehörte. Das fröhliche Geteue der Menschen, die dahinter nur ihre Angst verstecken wollten. Das alles nervte den rothaarigen, jungen Mann über alles. Auch seine Freunden hatten sich dem Trubel der Menschen, außerhalb seines Reiches angeschlossen. Das Hauseigene Chibi Omi, sprintete durch die Küche und zupfte immer wieder an dem Adventskranz herum. Im Fenster stand ein Bogen und im Wohnzimmer waren Kerzen und der gleichen verteilt.

„Ach Aya mach doch nicht so ein böses Gesicht. Es ist doch bald Weihnachten. Die Zeit der Liebe und der Ruhe. Wir müssen ja auch mal nicht arbeiten,“ meinte der Kleine. Der Angesprochene lächelte müde.

„Lass gut sein Omi. Der ist zu Weihnachten immer so schlecht drauf,“ erklärte Ken, der gerade die Küche betrat. Der Weißleader gab ein leises Knurren von sich und stand auf. >Nichts wie weg,< schoss es ihm durch den Kopf. Mit schnellen Schritten hatte er die Küche verlassen und war in die Treppe hinauf.

>Die Jungs meinen es zwar bloß gut mit mir, aber es nervt mich trotzdem. Merken sie nicht das ich das nicht will? Ich hasse Weihnachten.< In seinem Zimmer angekommen, lies er sich aufs Bett fallen und starrte die kahle Decke an. Seine Gedanken schweiften ab und ließen das Bild eines großen, schlangen Deutschen vor seinem inneren Auge auftauchen. Ein trauriges lächeln umspielte seine Lippen. Wieder musste er an Omis Worte denken. „Das Fest der Liebe.“ Ja und, wen liebte er? Oder war es keine Liebe? War es bloß Neugierde?

„Warum hast du mich vor zwei Monaten vor Brad gerettet? Er hätte mich getötet. Ach Schuldig. Hast du wirklich diesen Dolch geworfen? Verdammt, warum nur? Warum immer ich? Was habe ich bitte schön getan, das ich Gefühle für diesen Mistkerl Namens Schuldig habe?“ flüsterte er leise. Diese Frage stellte sich Aya schon geraume Zeit. Er empfand ja schon lange keinen Hass mehr für den Deutschen. Es hatte sich schon so lange verändert. Da war ein Gefühl das Aya nicht kannte, was ihm aber Angst machte. Er konnte es sich einfach nicht definieren. Ganz klar, es war Neugierde. Hatte Schuldig ihn wirklich gerettet, oder war es bloß Einbildung gewesen? Zumal der Deutsche sich dann ihm gegenüber immer etwas zurück haltet verhalten hatte. Aber da war noch etwas anderes. Etwas viel stärkeres. Es waren eindeutig Lust und Verlangen. Die Lust Schuldig wieder zu sehen. Ihn danach zu fragen. Das tiefe Verlangen, was er immer versteckt hatte, ihn zu berühren. Ihn zu küssen. Diesen großen, gut gebauten Körper zu erkunden. Mit ihm Dinge zu tun, von denen er vorher nichts wissen wollte. Ja, er hatte sich verändert. Aber erst nachdem er sich selbst eingestanden hatte, das er etwas für Schuldig, seinen Feind und natürlich einem Mann empfand.

„Nur ein einziges Mal möchte ich glücklich vereint mit diesem Mann sein. Das ist der einzige Wunsch den ich habe. Einmal ganz allein mit Schuldig sein.“ Wieder musste der junge Mann lächeln. Wusste doch ganz genau das dieser Wunsch nie in Erfüllung gehen würde. Schuldig würde ihn nie lieben. Nie Gefühle für ihn empfinden. Eins wusste Aya aber, der Telepath stand auf Männer. Das war zwar nicht viel, aber besser als nichts.

Die Zeit bis Weihnachten zog sich ellenlang hin. Es waren noch fast zwei Wochen gewesen. Zwei Wochen in denen Schwarz und Weiß sich nicht einmal begegneten. Keine Arbeit, kein Auftrag. Das hieß kein Wiedersehen mit Schuldig. Wie sehr der Weißleader darunter litt, merkte niemand. Auch seinen Freunden fiel das nicht auf.

Schuldig erging es auch nicht besser. Er litt immer noch unter den Gefühlen für den gutgebauten Weißleader. In den letzten zwei Wochen hatte er ihn nicht einmal gesehen, nicht einmal seine Stimme gehört. Brad hatte erstaunlicher Weise nie ein Wort über den Vorfall in der Fabrik verloren. Das quälte Schuldig am meisten. Normalerweise wusste ihr Orakel doch immer alles. Aber seine Kräfte hatten in letzter Zeit auch sehr zu Wünschen übrig gelassen. Vielleicht hatte er ja wirklich nichts bemerkt. Schuldig seufzte tief und lächelte dann schief. Heute war Weihnachten und er wollte sich selber ein Geschenk machen. Nur ein einziges Mal.

>Soll er mich doch hinter her töten. Ist mir egal. Ich will ihn und ich werde heute zu ihm gehen.< Beschloss Schuldig und betrachtete Nagi der fröhlich den Weihnachtsbaum schmückte. Ja, früher hatte er auch mit seinem Vater zusammen, den Baum geschmückt. Aber das war schon lange her, sehr lange. Damals als kleines Kind hatte er Weihnachten geliebt, hatte sich immer darauf gefreut. Und heute? Heute war es ihm egal. Es war auch bloß ein ganz normaler Tag wie jeder andere auch. Die Menschen machten immer so einen Wirbel daherum. Eigentlich hatte er keine spezielle Abneigung gegen Weihnachten, aber in seinem Job, in seinem Leben war das fehl am Platz. Er konnte auch nicht einfach sagen, es war Weihnachten und er würde seine Gegner nicht töten. Dennoch lag der Hass gegen dieses Fest ganz tief in seiner Vergangenheit. Er strich sich eine orangene Strähne aus dem Gesicht und grinste. >Mal sehen, ob ich diese Nacht überlebe, oder ob mich mein Kätzchen töten wird.< Eigentlich war es Schuldig egal. Er wollte nur diese Nacht. Falls er dann durch die Hand des Menschen starb, den er liebte, war es auch nicht so schlimm. Jetzt musste er bloß noch einen Weg finden zu Aya durch zu dringen. Das war jedoch das geringste Problem.

Aya stand am Fenster und beobachtete die einzelnen Schneeflocken. In der Hand hatte er eine Karte. Es war eine Weihnachtskarte. An ihn adressiert, aber ohne Absender. Ken hatte am Morgen die Karte gefunden und sie Aya gegeben. Der hatte diese mit Skepsis begutachtete, dann jedoch gelesen. >>Lieber Aya, oder darf ich dich doch Ran nennen? Ich springe heute über meinen Schatten und schicke dir diesen Brief. Ich möchte dir bloß fröhliche Weihnachten wünschen. Mehr nicht. Ich hoffe das du dieses Fest der Liebe besser feierst als ich. Ich liebe dich und ich gebe es endlich zu. Dein Mister Unbekannt.<< Der rothaarige hatte nur schwer geschluckt. Wie konnte ein Mann ihm solche Worte schreiben? Die anderen Jungs hatten gelacht und sich darüber lustig gemacht das ihr Boss jetzt schon Männer anzog. Durch einen Blick des besagten war jedoch Ruhe gewesen. Nun stand er hier und hing seinen Fantasien mal wieder nach. Da die Karte keinen Absender hatte, konnte doch etwas ganz tief ihn ihm hoffen, das sie vielleicht von Schuldig war. Obwohl dieser Gedanke so unabwegig war. Nie im Leben würde der Deutsche ihm so eine Karte schicken. Aber wer war es? Es musste jemand sein der seinen richtigen Namen kannte. Ein seufzen entrann seiner Kehle. Seine violetten Augen leuchteten trübe und zeigte seine innere Sehnsucht.

„Was ist bloß mit Aya los? Der benimmt sich seit einer Weile echt seltsam,“ stellte Yohji fest. Ken und Omi, die Händchen haltend neben ihm standen, zuckte nur mit den Schultern. „Vielleicht ist er verliebt. Mag sein das Einbildung ist, aber ich habe immer das Gefühl das er mich und Ken, so sehnsüchtig und traurig anstarrt. Das ist seltsam. Aber sein Blick ändern sich dann immer. Es ist scheint so, als ob er an jemanden denkt, mit dem er genau so umgehen kann oder möchte,“ erklärte Omi. Ken und der Playboy starrte ihn verwirrt an. „Bist du sicher? Das ist mir noch nie aufgefallen. Er hat sich heute früh zwar über die Karte aufgeregt, aber er hält sie immer noch in Händen. Möchte ja zu gerne wissen von wem sie ist. Sie ist auf jeden fall von einem Kerl. Das heißt unser Boss steht auf Männer. Bin ja gespannt, ob er uns mal etwas erzählt,“ spekulieret Yohji. Ein kurzes Schweigen entstand. Ken griff nach der Kaffeekanne und schenkte sich und Omi noch einmal nach. „Am besten wir lasse ihn in Ruhe. Sonst gibt es bloß wieder Ärger,“ meinte der Ex- Fußballer. Die anderen beiden zuckten die Schultern. Kannten sie ihren Boss doch gut genug. Es war nicht ratsam ihn wütend zu machen.

Der Heilige Abend zog sich sehr langsam hin. Es wurde schon sehr früh dunkel. Dennoch leuchtete die Stadt in den verschiedensten Farben. Es war schließlich Weihnachten.

Ein völlig deprimierte und uninteressierter Aya hockte im Wohnzimmer und starrte den Tannenbaum an. Dank Omi war er festlich geschmückt und erhellte das Zimmer mit seinem goldenen Licht. Die Geschenke waren bereits verteilt.

Niemand hatte wirklich damit gerechnet das Aya für irgendwen Geschenke gekauft hatte, aber da hatten sie sich geirrt. Der junge Mann war zwar etwas einfallslos gewesen, hatte aber an alle gedacht. Für Yohji ein Schreibset und einen Block. Damit er nichts mehr vergas. Für Omi eine neue PC- Maus und für Ken einen neuen Fußball. Die Jungs bedankten sich bei ihm. Nach dem Essen verzog sich der Rotschopf in sein Zimmer. Für heute wollte er einfach nur seine Ruhe haben. Mit traurigen Blick bedachte er den Schokoweihnachtsmann auf seinen Schreibtisch und die weiße Rose. „Ach Schuldig.“ Eine Träne bahnte sich ihren Weg über sein Gesicht. Nichts wünschte er sich jetzt sehnlichster als die Nähe des Deutschen.

Der hatte gerade seinen weißen Mantel übergeworfen und eine kleine Packung in die Tasche gesteckt. Mit schnellen, aber doch unsicheren Schritten verlies er seine Wohnung und machte sich auf den Weg ins Katzenhaus. Immer wieder plagte ihn der Zweifel, ob er hier wirklich das richtige tat. Aber was sollte er sonst tun? Angst zu sterben hatte er schon lange nicht mehr. Das war in diesem Job auch nicht gerade angebracht. Geistesabwesend zog er eine Zigarette aus seiner Tasche und zündete sie sich an. Das hier war einer seiner schwersten Wege. Dennoch gab es nichts was er sich sehnlichster wünschte. Er atmete noch einmal tief durch, dann warf er die Kippe weg. Seine Füße hatten ihn gezielt zu seinem Kätzchen gebracht. Schuldig sah sich noch einmal um, dann sprang er üben den kleinen Zaun. Mittlerweile wusste er sehr gut wo Ayas Zimmer lag. Es war noch nicht sehr spät, gerade mal 9 Uhr, aber der junge Mann hatte nicht mehr länger warten können. In dem besagten Zimmer brannte bereits Licht.

>Wieso ist er jetzt in seinem Zimmer und nicht bei den anderen? Na ja, auch egal. Brauch ich nicht so lange zu warten,< dachte der Telephat. Als er vor dem Haus stand hatte er die restlichen Jungs im Wohnzimmer gesehen, deshalb war er jetzt etwas verwirrt was sein Kätzchen, in seinem Zimmer machte. Jetzt musste er nur noch ins Haus kommen, oder zumindest an Rans Fenster. Mit gerunzelter Stirn musterte er den großen Baum der davor stand. Flink wie eine Gazelle kletterte er den Baumstamm hinauf und klammerte sich in einem der Äste fest. Wahrscheinlich hätte ihm niemand so eine Schnelligkeit und Beweglichkeit zugetraut, schließlich benahm er sich des öfteren wie ein kleiner Tollpatsch. Aber Schuldig wusste schon immer wie er sein Umfeld verblüffen konnte. Von hier aus hatte er einen perfekten Blick in das Zimmer des Rotschopfes. Der lag mit dem Kopf zu ihm auf dem Bett und hatte die Augen geschlossen. In seiner Hand hatte er immer noch die kleine Karte, ohne Absender.

Schuldig schluckte schwer, als er den Traum seiner schlaflosen Nächte vor sich sah. Wie er da, oben ohne auf dem Bett lag. So wie es schien, schlief der junge Mann aber nicht. Eine ganze Weile hockte Schuldig unbewegt auf dem Ast. Wusste nicht ob er sein Vorhaben doch noch in die Tat umsetzten sollte. Aber jetzt war er schon einmal hier und da würde er das auch durchziehen. Der Deutsche atmete noch einmal tief durch, dann öffnete er mit zittrigen, aber geschickten Fingern das Fenster.

Kaum hatten seine Füßen den Boden erreicht, riss die Gestallt auf dem Bett die Augen auf. Sofort hatte sich Ran aufgerichtet uns starrte den Eindringling an. Violette Augen, trafen auf Katzengrüne und hielten sich eine Ewigkeit wie es schien in einem unsichtbaren Bann gefangen. Es dauerte eine ganze Weile bis sich der Weißleader wieder gefangen hatte. Der Anblick der sich ihm geboten hatte, war auch einfach zu umwerfend und unglaublich gewesen. Da stand Schuldig. SEIN Schuldig mitten in seinem Zimmer und lächelte ihn fröhlich an. Der orangene Haarschopf stand wild nach alle Seiten ab, wurde diesmal nicht von einem Stirnband gehallte. Von dem gutgebauten Körper konnte Ran nichts weiter erkennen, da er von einem langen weißen Mantel verdeckt wurde.

„Schuldig,..... Was.... was machst du hier?“ stotterte der Kleinere. Er war sichtlich um Fassung bemüht, was den Eindringlich schmunzeln lies. Langsam machte er einige Schritte auf Ran zu, dabei immer auf die Reaktion des andern achtend.

„Hallo Ran. Ist es so schlimm das ich hier bin? Ich dachte du freust dich vielleicht mich zu sehen,“ begrüßte er ihn mit leiser sanfter Stimme. Die Ran eine Gänsehaut bescherte. Der Rotschopf zuckte bei diesen Worten merklich zusammen.

>Weiß er es etwa? Woher weiß er das ich mich freuen würde ihn zu sehen?< schoss es ihm durch den Kopf. Im selben Moment hätte er sich eine Ohrfeige geben können. Schuldig lächelte noch immer. Er hatte die letzten Worten auch nur ausgesprochen, weil er von Ran ein sehr seltsames Gefühl empfangen hatte. Der junge Mann hob den Kopf und seine Augen und sein Gesicht wirkten wieder wie versteinert. Von der Überraschung, die immer noch in ihm tobte, war nichts mehr zu sehen. Wie immer waren seine Gefühle hinter dieser Maske verschwunden. Schuldig seufzte, als er den Hass in den hübschen Augen sah. „Wie kommst du denn bitte auf diese Idee? Ich kann deinen Anblick auf keinen Fall ertragen. Verschwinde, oder ich töte dich,“ fauchte Ran.

Aber der große Mann kam ihm immer näher. Unsicher wich Ran etwas weiter zurück. Bis er plötzlich mit den Rücken an die Wand stieß.

„Ich weiß es nicht, aber dir scheint meine kleine Weihnachtskarte sehr viel zu bedeuten. Ich bin nicht gekommen um dir etwas zu tun. Ganz im Gegenteil.“ Wieder klang seine Stimme leise. Die dunklen Worte hatten eine unglaubliche Wirkung. Langsam hob er seine Hand und berührte Rans Wange. Streichelte mit den Fingerspitzen zärtlich darüber. Dabei waren seine Augen nur auf das ihm umschlungene violette gerichtet. Er konnte spüren wie sich sein Kätzchen versteifte und scharf die Luft einsog. Die warmen Finger liebkosten die Haut, ließen Ran an sich selber Zweifeln.

>Ist das wirklich wahr, oder träume ich das jetzt bloß?< Der heiße Atem auf seiner Wange lies ihn erschaudern. //Das ist kein Traum, Kätzchen. Es ist die Wirklichkeit. Ich bin bei dir.// Verwirrt blickte Ran auf und starrte wieder in dieses so sanfte grün, was ihm den Atem raubte. „Aber warum...?“ murmelte er. „Weil ich es so will,“ hauchte Schuldig. Mehr konnte und wollte er auch nicht dazu sagen. Seine Sinne waren berauscht und verlangten nur noch nach Ran, nach seinem Ran.

„Wirf alle deine Befürchtungen und Ängste über Bord und schenke mir diese Nacht. Diese eine Nacht,“ wisperte Schuldig. Ran riss ob dieser Worte, die Augen weit auf. Aber er kam nicht mehr dazu etwas zu sagen. Weiche Lippen, legten sich auf seine und erstickten jede Gegenwehr. Im ersten Moment war der Japaner bloß verwirrt, dann entspannte er sich jedoch wieder. Schuldig leckte vorsichtig mit seiner Zunge über die Oberlippen und bat dann mit leichtem stupsen um Einlass. Der wurde ihm erstaunlicher Weise auch gleich gewährt. Sofort zuckte die neugierige Zunge nach vorn, auf der Suche nach der von Ran. Kaum hatten sich ihre Zungen berührt, zuckte der jüngere leicht zurück. Es war als hätte er einen elektrischen Schlag bekommen.

Die fremde Zungen ging auf Wanderschaft und glied an den Innenwänden entlang. Immer darauf bedacht der von Ran nicht zu nahe zu kommen. Schuldig wollte ihn erst spüren. Jeden auch noch so kleinen Millimeter von ihm kennenlernen. Ihn ganz und gar kennen. Da hob Ran den Kopf etwas an und presste sich enger an Schuldig. Seine Zunge suchte die seines Gegenübers und verwickelte diese in ein leidenschaftlichen Zungenspiel. Ein kleiner Kampf begann, bei dem es wohl keinen Gewinner geben würde. Schuldig musste durch die aufkommende Lust lächeln.

Was auch Ran nicht entging. Seine Hände hatten sich in den weißen Mantel gekrallt und zogen Schuldig noch enger. Jetzt war ihm alles egal. Schuldig war hier, bei ihm und küsste ihn. Das hatte er nie zu hoffen gewagt. Sein ganzes Leben zog an ihn vorbei, zeigte ihn seine Ängste und Sehnsüchte. Unwillkürlich würde sein Körper von einem Zittern erfasst, was ihn fast zu Boden riss. Währen da nicht diese großen Hände gewesen. Obwohl sich der Deutsche ungern von ihm gelöst hatte, schaute ihn jetzt verwundert an.

„Was ist los? Was hast du? Sag es mir,” keuchte Schuldig. Der sich mittlerweile schon große Sorgen machte. Er hatte etwas gespürt. Durch den Kuss hatte er eine perfekte Verbindung zu seinem Kätzchen gehabt. Die Gefühle von Ran waren sehr stark gewesen. Der hob den Kopf und seine Augen glänzten leicht.

„Nichts. Es ist schon wieder gut,“ antwortet er und grinste schief. Seine Hände krallten sich immer noch in Schuldigs Mantel. Wollten ihn nicht los lassen. Der Deutsche lächelte und fuhr mit deinen Fingern über den nackten Oberkörper. Den Blick dabei nur auf seine Finger gerichtet. „Sehr gut. Du wirst deinen Kraft noch brauchen,“ versprach eine heisere Stimme. Ran seufzte kurz. Eine feine Gänsehaut überdeckten seine Haut. Nie im Leben hätte er gedacht das Schuldig so eine erotische Stimme hatte.

Da spürte er wieder diese Lippen auf seinen. Diesmal öffnete er augenblicklich seinen Mund. Eine vorwitzige Zunge begrüßte seine und begann einen heißen Tanz. Mit geschlossenen Augen genoss er das Gefühl, was er schon so lange hatte spüren wollen. Die zittrigen Finger lösten sich aus dem weißen Stoff und begaben sich von ganz allein auf Erkundungstour. Unsicher, aber mit immer mehr steigender Lust, öffnete er die Knöpfe des Mantels. Kaum war dieser offen, schoben seine Hände ihn von den Schultern. Mit einem dumpfen Klatschen landete der schwere Stoff auf dem Boden. Darunter kam ein schwarzes Seidenhemd zum Vorschein.

Neugierig streichelten Rans Finger über den weichen Stoff und krallten sich wieder darin fest, als Schuldig ihn hart an die Wand presste und den Kuss löste. Er war kaum noch zu einem klaren Gedanken fähig. //Kätzchen, du berauscht mich. Du bist eindeutig die bessere Droge.// Der wusste ob dieser Gedanken nur lächeln und sah ihm wieder in die grünen Augen. //Danke. Das höre ich gerne. Mach weiter.//

Jetzt musste Schuldig grinsen. So ungeduldig kannte er ihn ja gar nicht. Aber er wollte sein Kätzchen auch nicht länger warten lassen. Noch ein Blick in die violetten Augen und er senkte den Kopf. Streifte hauchzart mit seinen Lippen über den Hals. Kurz saugte er an der sanften Haut und hörte kurz darauf ein verhaltenes Stöhnen. Ja, genau das wollte er hören. Sein kleiner Prinz sollte stöhnen und es sollte ihm gefallen. Was ja auch der Fall war. Der junge Mann genoss jede Berührung und wollte eindeutig mehr. Schuldig fuhr mit seinen Fingern immer tiefer. Streifte sanft die Brustwarzen. Neckte diese mit den Fingerspitzen. Lächelt drückte er seine Lippen auf die weiche Haut. Über seinen Kopf wurde das stöhnen etwas lauter. Ran war nicht mehr in der Lage es zu unterdrücken. Immer schneller wanderten seine Hände über das Seidenhemd. Wollte die Haut darunter spüren. Sie kosten und verschlingen, als gäbe es nicht anderes. Er wollte Schuldig, hier und jetzt. Der löste sich plötzlich von ihm und grinste fies.

„Leg dich aufs Bett,“ hauchte er. Ohne darüber nach zu denken gehorchte der Rotschopf. Er lies sich aufs Bett gleiten und sah Schuldig verlangend an. Der blieb davor stehen und grinste noch immer. Dann wanderten seine Hände zu den Knöpfen seines schwarzen Hemdes und öffnete diese einen nach dem anderen. Dabei wiegte er sich im Takt einer unhörbaren Musik. Ran starrte ihn nur gebannt an.

Mit jedem Knopf den der Deutsche öffnete kam auch etwas mehr Haut zum Vorschein. Schließlich streifte er es ab und lies es achtlos zu Boden gleiten. Das Begehren und das Verlangen in den violetten Augen, was ihm entgegen viel war einfach nur zu groß und spornte ihn gleichzeitig auch weiter an. Ran schluckte schwer, als er den nackten Oberkörpers des Killers vor sich sah. Die Haut war leicht braungebrannt. Sie war glatt uns sah unglaublich weich aus. Feine Muskelstränge zeichneten sich dicht unter der Haut ab und machten das Bild komplett. Niemand konnte behaupten das er dick war.

>Ich will ihn. Ich will ihn haben, ihn berühren,< dachte er. Schuldig grinste bloß. Hob eine Hand und streichelte damit sanft über seinen Oberkörper. Berührte seine eigenen Brustwarzen und lies seine Finger von seiner Kehle bis hinunter zum Bauchnaben wandern. Dabei war sein Blick starr auf den jungen Mann gerichtet. Der atmete schwer und folgte jeder Bewegung mit den Augen.

Lange würde er diesen Anblick nicht mehr aushalten. Warum musste der Deutsche ihn auch so quälen? Anscheinend machte dem das auch noch Spaß. Den der machte gerade Anstallten seine Hände in die sehr enge schwarze Hose zu schieben. Die Finger wollten gerade den Knopf öffnen als Ran nach vorn schoss. Ihn ansprang und fast hinten überwarf. Im letzten Moment konnte Schuldig sein Gleichgewicht noch halten. Der Rotschopf stand auf den Knien und hatte die Arme und Schuldig geschlungen. Er hob den Kopf und blickte in verliebte grüne Augen.

„Lass mich das lieber machen. Dieser Anblick treibt mich noch in den Wahnsinn,“ hauchte er. Der Deutsche lächelte und senkte seinen Kopf. „Nicht so ungeduldig, mein Kätzchen.“ Dann drückte er seine Lippen auf die seines Gegenübers. Der öffnete bereitwillig seinen Mund und lies die Zungen in sein Reich. Die begrüßten einander und nahmen das Spiel gern wieder auf. Schuldig lies seine Hände über den nackten Rücken wandern. Sie glitten tiefer bis sie den Bund der Hose reicht hatten. Dort hielten sie einen Moment inne. Dann fuhr er mit einer Hand hinein. Er konnte spüren wie sich Ran etwas verspannte und sich an ihn presste. Vorsichtig streifte Schuldig über die feste Haut und knetete die Pobacken. Die andere Hand wanderte zwischen ihre Körper und machte sich an dem Hosenknopf zuschaffen. Mit geschickten Fingern hatte er diesen geöffnet und schob nun den Stoff etwas nach unten.

Ran löste den Kuss als er warme Hände zwischen seinen Beinen spürte. Sein Atem ging rasend und das Blut raste nur so durch seine Adern. Schuldig hatte die Hose so weit herab gezogen, wie es nur ging. Nun ging er vor einem völlig verwirrten Ran in die Knie. Einen Arm hatte er um den blassen Leib geschlungen um ihn zu stützen. Die Finger der anderen Hand streichelten kurz Rans Gesicht, bevor sie weiter nach unten rutschten. Dort wanderten die Fingerkuppen hauchzart über die Brustwarzen und verbrannten die sensible Haut. Währenddessen seine Nase genau vor Rans Schritt war. Der zuckte augenblicklich zusammen, als sich diese unwiderstehlichen Lippen auf den Stoff seiner Shorts pressten. Die Zunge schoss nach vorn und leckte über die Spitze, zeichnete die Konturen nach. Machte Lust auf mehr. Und Schuldig konnte nur erahnen was sich darunter verbarg. Aber er sollte es bald herausfinden.

Rans Stöhnen war mittlerweile in ein tiefes Keuchen übergegangen. Unermüdlich leckte die Zunge über den Stoff und hieß die Regung gern willkommen. „Oh Gott, Schuldig. Befreie mich, bitte.“ Hörte er Ran wimmern. Dem Wunsch kam er nur zu gern nach. Geschwind zog er die Shorts herunter und hieß Rans stolze Männlichkeit mit einem Grinsen willkommen.

Dem Deutschen raubte es fast den Atem, so sehr war er von der Schönheit seines Kätzchens beeindruckt. Ran hatte seine Hände in die orangene Haarpracht vergraben und zerrte nun daran. Irritiert blickte Schuldig auf. Verschleiertes violett blitzte ihm entgegen. Dennoch erkannte er die ungeheure Lust und das Verlangen. Ran keuchte immer noch und drückte mit aller Kraft, Schuldigs Kopf zwischen seinen Schritt. Der fand seine Nase in den feinen Härchen wieder und musste ob dieser Aktion leise lächeln. So hatte er Abyssinian noch nie erlebt. Bereitwillig schloss er seine Lippen um den Penis und saugte daran. Mit seiner Zunge leckte er über die gesamte Länge der Eichel bis hin zur Schwanzwurzel. Kostete den Geschmack. Er hatte das schon so lange gewollt. Ran hatte den kopf in den Nacken geworfen und die Augen fest geschlossen. Sein keuchen erfüllten den Raum und zeigte seine Lust.

In seinem innern tobte ein riesiger Ansturm von Gefühlen, die ihm drohten zu zerspringen. Er füllte die Anspannung. Spürte den Speichelfluss an seiner Männlichkeit. Schon lange hatte er nicht so intensiv gefüllt. Die Lust rauschte durch seinen Körper und sammelte sich immer weiter in der Körpermitte. Diese Lippen, dieser Mund, diese Zärtlichkeiten brachten ihn fast um den Verstand.

Lange würde er das nicht mehr aushalten, dafür füllte es sich einfach zu gut an. Mit zittrigen Fingern zog er immer wieder an einzelnen Haarsträhnen. Lies sie durch seine Finger gleiten. Unaufhörlich bewegte sich sein Unterleib Schuldig entgegen. Ran spürte schon ein leichtes Zittern. Er wollte endlich Erlösung. Doch bevor er diese bekommen konnte, entzog sich Schuldig ihm. Der Rotschopf erstarrte und wäre fast nach vorn gefallen. Empört und mit einer leichtem röte im Gesicht blickte er Schuldig an. Der hob den Blick und grinste wieder. Sein typisches Schuldig grinsen.

„Mach..... weiter..... los,“ keuchte Ran. Aber Schuldig dachte noch nicht daran. Er starrte Ran einfach bloß ein. Dieser wunderschöne Körper. Keinen einzigen Makel konnte der Deutsche entdecken. Ein ziehen an seinen Haaren beförderte ihn wieder in die Wirklichkeit.

„Keine Angst..... Ich hab was anderes mit dir vor.....“ Seine Stimme klang rau und viel versprechend. Er legte den Kopf schief und streichelte mit einem Finger noch mal über die Männlichkeit. Fuhr dann weiter bis zu den Schenkeln. Wieder hinauf. Über und an den Hoden vorbei. Dann hob er den Kopf, blickte seinem Kätzchen genau in die Augen und festigten seinen Griff um dessen Hüfte. Vorsichtig drang er mit einem Finger in den geliebten Körper ein und hielt inne.

Ran hatte das Gesicht wegen des Schmerzes, der durch seine Eingeweide jagte, verzogen und sich merklich verspannt. Das Gefühl war unglaublich, aber sehr schmerzhaft. Schuldig senkten den Kopf und hauchte zarte Küsse auf die brennende Haut. Es dauerte etwas, aber Ran entspannte sich wieder und drückte sich dem Finger entgegen. Das war für Schuldig das Zeichen weiter zu machen. Er bewegte den Fingern und führte einen weiteren hinzu und dann auch noch den dritten.

Ran keuchte. Er wollte mehr. Viel mehr und nicht diese Finger. Ruckartig entzog Schuldig seine Finger und warf ihn nach hinten aufs Bett. Dann zerrte er ihm die Hose samt Shorts von den Füßen und warf diese in die nächste Ecke. Seine mittlerweile viel zu enge Hose mit Shorts folgten dem Beispiel. Der Deutsche konnte einfach nicht mehr länger warten. Er legte sich elegant auf Ran und stöhnte selber auf, als sich ihre Männlichkeiten berührten. Unwirsch verwickelte er Ran in einen langen leidenschaftlichen Kuss. Ihre Zungen umzüngelten sich wieder und wollten einander nicht mehr gehen lassen. Ran grub seine Fingernägel in Schuldigs Pobacken.

Sein Körper glühte und wollte endlich die versprochene Erlösung. Schuldig setzte sich wieder auf und zog Ran mit sich. Der betrachtete dessen Männlichkeit und grinste. Er konnte es sich einfach nicht nehmen einen Kuss auf der ihn begrüßende Spitze zu verteilen. Dann schlang er seine langen Beine um Schuldig. Die Hände krallten sich wieder in den weichen Haaren fest. Schließlich brauchte er einen Halt. Schuldig fasste mit seinen Händen unter dessen Hintern und hob ihn etwas an. Sein kleiner Schuldig war steif und schmerzte bereits. Er verlangte dringend nach Zuwendung. Gierig presste er noch einmal die Lippen auf die seines Prinzen und blickte ihm dann starr in die Augen. Der Blick sollte wohl sagen.

„Bist du bereit?“ Aya erwiderte diesen Blick. Ganz vorsichtig drang er nun in seinen Ran ein. Immer nur Stück für Stück. Schließlich sollte sich der Rotschopf langsam daran gewöhnen. Dabei beobachte Schuldig jede einzelne Bewegung in dessen hübschen Gesicht. Ran biss die Zähne zusammen als der Schmerz in seinem Körper explodierte. Es dauerte jedoch nicht lange und er war verschwunden und machte etwas anderem Platz. Etwas viel mächtigeren. Und zwar seine ständig unterdrückten Lust. Die schoss wie ein Blitz durch ihn hindurch und versenkten jeden Gedanken. Obwohl Ran schon lange keinen klaren Gedanken mehr fassen konnte.

Jetzt schrie sein ganzer Körper nach mehr. Fest presste er sich tiefer, Schuldig weiter entgegen. Der nahm das Geschenk gerne an. Er drückte Ran tiefer. Hob ihn wieder an. Ganz fest drückte er Ran in seinen Schoss und lies den Rotschopf Sterne sehen, als er dessen Prostata traf. Sie hatten schnell ihren gemeinsamen Rhythmus gefunden. Lautes Keuchen erfüllten das kleine Zimmer. Aya stöhnte immer wieder den Namen seines Geliebten. Schuldig biss die Zähne fest zusammen um nicht ganz den Verstand zu verlieren. Zuerst waren seine Stöße noch langsam und bedächtig, da er Ran nicht zu viel zu muten wollte. Sie wurde aber immer schneller und unkontrollierter. Mit einer Hand fasste der Deutsche zwischen sie und drückte Rans Penis. Ein leiser Schrei war die erhoffte Antwort.

Immer schneller wurden die beiden, bis sich Ran schließlich mit einem lauten Schrei in Schuldigs Hand ergoss. Wenig später kam auch Schuldig ganz tief in dem geliebten Körper. Schwer atmend sank Ran auf Schuldigs Schulter zusammen. Die Enge war einfach nur unglaublich. Die beiden saßen lange so da, bis sich Ran schließlich von ihm gleiten lies. „Das war einfach nur traumhaft,“ murmelte er und drückte seine Lippen auf die des Deutschen. Der schnurrte zufrieden und zog sein Kätzchen in seine Arme.

„Ja, das war es wirklich. Ich will dich nicht wieder hergeben. Niemals,“ erklärte Schuldig und sah Ran tief in die Augen. Ein lächeln stahl sich auf dessen Gesicht. „Dann bleib bei mir. Eins sollst du nämlich wissen. Ich... ich liebe dich und ich möchte nicht das du mich wieder einlässt. Ich brauche dich.“ Die Worte kamen heiser und gequält über seine Lippen. Sie spiegelten jedoch seine ganze Gefühlswelt wieder. Für einen Moment war Schuldig sprachlos. Dann lächelte er aber.

„Du liebst mich? Ist das wirklich wahr? Ich liebe dich nämlich auch und ich werde dich nie wieder verlassen. Du bist nicht mehr allein Kätzchen,“ war die Antwort. Es folgte noch ein langer Kuss, bevor sich Schuldig zu seinen Sachen begab. Verwundert blickte Ran ihn an. „Du wirst jetzt nicht gehen,“ fuhr er ihn an. Bekam jedoch keine Antwort. Schuldig zerrte aus seiner Hosentasche das kleine Kästchen heraus und ging wieder zum Bett. Dort lies er sich in Rans Arme fallen.

„Hier. Das ist mein kleines Weihnachtsgeschenk für dich. Mach es auf.“ Mit diesen Worten streckte er seinem Schatz das Kästchen entgegen. Dieser nahm es in die zittrigen Finger und öffnete es. Zum Vorschein kam ein kleines weißes Kreuz. Ran schluckte schwer und starrte Schuldig an. Das war das gleiche Kreuz was auch dieser trug, nur seins war in schwarz und Rans in weiß. Als kleines Dankeschön gab es einen heißen Kuss. „Danke. Das ist wunderschön. Ich bin mal gespannt wie ich den anderen Morgenfrüh erkläre das du hier geschlafen hast,“ flüsterte er.

Aber der Telephat zuckte nur mit den Schultern. „Mach dir darüber jetzt keine Gedanken. Komm her.“ Damit zog er Ran in seine Arme und warf die weiche schwarze Seidendecke über ihre immer noch verschwitzten Körper. Zufrieden schloss der Rotschopf die Augen. Am Anfang hatte er noch das Gefühl gehabt es war ein Traum, aber mittlerweile war dieser Gedanke verflogen. Lächelnd drückte er sich enger an Schuldig.

Es gibt also doch noch Weihnachtswunder.