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Männertag

Original

keine Altersangabe - keine Warnungen

Einteiler

keine Inhaltsangabe des Autors

 


 

 

Männertag

Ein leises Lachen war zu vernehmen, als Stefan seinem Freund zu sah. Das Bild was sich ihm bot war auch zu niedlich.

Christian stand in einigen Metern Entfernung und versuchte auf die schwarze Stute aufzusteigen. Die beiden jungen Männern hatten sich heute zum Männertag vorgenommen, einfach mal wieder auszureiten und dabei ein kleines Picknick zu machen.

Jedoch hatte Stefan nicht gewusst das sein Schatz noch nie geritten war. So verlief dieses erste Treffen mit der sanften Stute auch nicht sonderlich Problemfrei.

Skoja war ein sehr liebes Wesen und hatte schon sehr viele Reiter auf ihrem Rücken gehabt. Weshalb sie auch Christian ertrug.

„Sag mal Schatz, du bist einem Pferd auch noch nie zu nahe gekommen, oder? Warte ich helfe dir,“ rief Stefan und schwang sich von seinem Wallach Drengur.

Mit schnellen Schritten war er bei seinem Freund und umarmte ihn. Seine Arme schlossen sich von hinten um den schlanken Körper und zogen ihn dichter.

Dieser seufzte bloß und lehnte sich nach hinten. Glücklich aufgefangen zu werden.

Christian war einem Pferd wirklich noch nicht zu nahe gekommen. Aber für Stefan hatte er es probieren wollen. Schließlich hatte dieser immer so von einem Ausritt geschwärmt.

Allzu gefährlich sah Skoja nun auch nicht aus.

Aber dennoch.... Er hatte noch nie auf einem Pferd gesessen und wusste so auch nicht wie man aufstieg.

„Na gut du Schlauberger, dann zeig mir doch mal wie das geht. Ich bin hier gerade völlig überfragt,“ erklärte Christian.

Wieder war dieses leise Lachen zu hören, welches Christian immer eine Gänsehaut bescherte und sein Herz höher schlagen ließ.

Sanfte Lippen hauchten einen Kuss auf seine Wange und strichen dann etwas weiter.

Verführung...

Nur zu gern hätte sich der junge Mann mit den schwarzen Haaren darauf eingelassen. Warum hatte Stefan auch so ein Talent ihn zu treiben?

„Wie du wünscht, mein Prinz.“ Mit diesen Worten löste sich Stefan von ihm und trat in sein Blickfeld.

„Leg die Hände auf den Sattel und schieb dann den linken Fuß in den Steigbügel.“

Gehorsam hatte Christian getan was sein Freund befohlen hatte.

„Nun zieh dich mit Kraft nach oben und schwing das andere Bein über den Rücken. Ja genau. So ist es gut. Na siehst du, es geht doch.“

Leicht verdattert sah sich der schwarzhaarige um. Nun saß er doch auf Skoja. Diese schnaubte nur etwas, blieb sonst aber ruhig.

„Danke Süßer. Ich dachte schon ich schaffe das nie. Dann können wir ja nun los,“ meinte Christian.

Stefan grinste bloß. Reichte seinen Schatz dann einen Rucksack und ging zu seinem Pferd zurück.

Die ersten paar Meter war der schwarzhaarige sehr unsicher. Zwar hatte ihm sein Schatz erklärt wie man die Zügel zu halten hatte, trotzdem war er sich nicht sicher. So einfach war das nämlich gar nicht. Aber Skoja war solche Reiter schon gewöhnt und blieb ganz ruhig.

Zuerst folgten die Reiter der Straße, welche hinauf zum Wald führte. Dort bogen sie hinein, in eine andere Welt, wie sie Stefan gern bezeichnete.

Die Sonne schien durch das sanfte Grün der Bäume und zeichnete Schatten auf dem Weg. Irgendwo sangen Vögel und verkündeten eine wunderschöne Jahreszeit.

Es waren ihnen bis jetzt nur sehr wenig Leute begegnet, aber diese hatten das Paar schon unverständlich gemustert.

Schließlich war Männertag. Wie konnten sie da mit Pferden unterwegs sein?

„Guck mal da vorn. Da könnten wir es uns doch gemütlich machen. Die Lichtung sieht super aus,“ schlug Christian vor.

Sein Freund war ohne weiteres einverstanden. Es war auch wirklich eine sehr schöne Ecke.

Die beiden stiegen ab und Stefan begann die Decke aus seinem Rucksack auszubreiten. Christian hatte es übernommen die Pferde festzubinden. Diese wieherten begeistert und fingen an zu grasen.

Als er sich wieder zu seinem Freund wandte, musste er grinsen. Der Blondschopf lag ausgestreckt und mit geschlossenen Augen auf der Decke. Die Sonne beschien sein feines Gesicht und ließ es glitzern. Unter dem hochgerutschtem Hemd konnte er deutlich die Bauchmuskeln erkennen. Die Haut sah so verlockend aus. So weich und sanft.

Verträumt befeuchtete er seine trockenen Lippen und legte den Kopf schief.

Sie waren schon über zwei Jahre zusammen, aber dieser Anblick.... er faszinierte ihn immer noch. Nahm ihn in seinen Bann.

Langsam ging Christian in die Knie, beugte sich dabei immer weiter über seinen Schatz. Nahm dem jungen Mann so den Sonnenschein, aber Stefan dachte nicht daran die Augen zu öffnen.

Vorsichtig sank Christian immer weiter nach unten. Bis er mit seinem Kinn über Stefans Brust streichen konnte. Sein Kopf wanderte weiter nach oben. Küsste die weiche Haut am Hals. Die Lippen krochen weiter über das Gesicht. Streiften nur sehr flüchtig die verlockenden Lippen. Vielmehr widmete er sich lieber den Augen.

Stefan hielt sie weiter geschlossen. Sein Keuchen war mittlerweile etwas lauter geworden. Was nicht zwingend an den Liebkosungen lag. Sondern an der Tatsache das Christian direkt auf ihm lag. Sich Unterleib an Unterleib presste.

„Küss mich endlich,“ murmelte Stefan heiser.

Deutlich spürte er das Lächeln an seinen Schläfen. Dann legten sich Lippen auf seine. Berührten einander. Eine vorwitzige Zunge schoss nach vorn und bat um Einlas welcher ihr gewährt wurde. Ihre Zungen umzüngelten einander. Liebkosten sich und begannen ein wildes Spiel. Ein Spiel aus Liebe und purer Leidenschaft. Ungezügelter Lust zueinander.

Mittlerweile lagen sie auf der Seite. Die Körper fest aneinander gepresst.

Stefan strich mit seinen Fingern über den Rücken seines Schatzes und verschwand immer wieder unter dem dünnen Shirt. Koste dort die weiche Haut.

Auch Christian hatte seine Finger unter dem Hemd verschwinden lassen. Streichelte dort sanft die Rückenpartie nach.

Ihre Küsse wurden immer wilder, ungezügelten.

„Willst du mich wirklich hier im Wald?,“ hauchte Christian. Fast unfähig zu sprechen.

Bevor Stefan jedoch antworten konnte, wieherten die Pferde. Etwas verwirrt blickten die beiden jungen Männer auf.

Auf dem Weg neben den Pferden stand eine Familie mit zwei kleinen Kindern. Die Blicke der Erwachsenen waren erstaunt auf das Pärchen gerichtet. Welches sich nun als zwei Männer herausstellte.

Die Frau verzog angewidert das Gesicht und drückte ihre Tochter fester gegen ihre Brust. Auch der Mann schien ein Gefühl von Abscheu zu hegen. Aber er wirkte nicht so wie seine Frau. Eher stand Mut in seinen Augen. Respekt vor dieser freien Liebe.

Einen Augenblick sah er die beiden noch an, dann wandte er sich jedoch ab und sagte etwas zu seiner Frau. Diese gab nur einen verächtlichen Ton von sich und ging weiter.

Der Mann jedoch schenkte Stefan und Christian noch ein ehrliches Lächeln, dann war auch er verschwunden.

Leicht verwundert sahen sich die beiden an.

„Was war das jetzt? Seine Frau fand es abartig und er lächelt? Das habe ich jetzt nicht verstanden,“ erklärte Stefan und ließ sich wieder auf die Decke sinken.

„Er wirkte nicht so erschrocken. Nicht so voller Abneigung. Vielleicht war es auch Neid und er möchte selber mal mit einem Mann,“ überlegte Christian.

Für eine Weile herrschte Stille. Dann zog Stefan seinen Schatz wieder an sich.

„Süßer, wir waren vorhin noch nicht ganz fertig. Lass uns doch da weiter machen. Ich habe nämlich immer noch Hunger,“ hauchte der Blondschopf.

In seiner Stimme lag ein Verlangen dem auch Christian nicht wiederstehen konnte. Der laszive Unterton machte ihn fast verrückt und so ließ er sich gegen Stefan sinken.

Ihre Lippen berührten einander und ihre Zungen nahmen das Spiel wieder auf.

Die Stille des Waldes wurde durch die Laute eines unnormalen, aber eines sehr glücklichen Paares unterbrochen.

Auch wenn sie nicht Mann und Frau waren, so konnten sie sich dennoch lieben. Mit der Kraft zweier Menschen, die nur ihr Glück suchten und es fanden.

Ihre Beziehung hatte schon viel überstanden. Etwas was beiden Kraft geschenkt hatte.

Kraft für etwas zu stehen.