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Der Dritte

Weiß Kreuz [PG] [abgeschlossen]

Pairing:
Schuldig/ Ran

[com][silly]

Einteiler

Inhalt:
Ran langweilt sich und will was neues Ausprobieren.

Danksagung:
an Zanna die sich durch all mein geschreibsel durchkämpft
an Fichi dir mir für diese kleine FF das "Ran und die Feiertage Universum" ausgeliehen hat. Danke *knuddel*


 

Der Dritte 
 
Jaaaaaaah!!!!!!“, mit einem vor Befriedigung strotzenden Aufschrei machte Schuldig seiner Freude Luft. Er grinste extrem breit während er sich alles, was ihm gehörte, griff. „Ich bin ja so was von gut! Gibs zu Ran-chan.“, sagte er und platzierte einen Schmatzer auf die Nase von seinem geliebten Rotschopf.
Der schien von der ganzen Sache nicht halb so begeistert zu sein wie der überdrehte Deutsche. Genervt rollte Aya nur mit seinen Augen und murmelte was völlig unverständliches.
 
Schuldig guckte ratlos drein, was hatte sein Schatz denn nur? Sie hatten doch grad ganz viel Spaß gehabt. Zu gern wüsste er was hinter dem hübschen Köpfchen vorging, aber seit neuestem konnte Ran ihn fast immer aus seinen Gedanken aussperren. Das war ja so was von fies und gemein. Wozu hatte er telepathische Kräfte wenn er sein Kätzchen nicht mehr lesen konnte? Grummel!
Schu entschloss sich der Sache auf altmodische Art und Weise auf den Grund zu gehen, durch Fragen. „Was hast du denn, Ran-chan?“ Er setzte sich flugs neben seinen Weiß und versuchte ihn durch streicheln sanft zu stimmen. Natürlich erntete er dafür was auf die Finger. „Pfoten weg, sonst ab!“, vernahm er eine sehr bekannte Drohung.
 
„Aber Ran-chan!“, quietschte Schuldig und versuchte sich an einer weiteren Version seines patentierten ‚ich-bin-ein-armes-Schuschu-musst-mich-liebhaben’-Blickes. Aber genauso wie das Streicheln schien das heute nicht zu ziehen. Er blickte in das genervt dreinblickende Gesicht seines Weiß. ‚Uh Uh, Schätzchen schein böse zu sein’. Und dabei war er sich keiner Schuld bewusst. Auch wenn sein Name dagegen sprach, er war nicht immer an allem Schuld. Wirklich nicht.
„Schatz nun sag dem lieben Schuschu doch was los ist.“
Er merkte wie sich sein Kätzchen verspannte. Erst schien es so als wolle Ran nicht antworten, doch dann platzte es aus ihm heraus: „Schu, das wird mir einfach zu langweilig. Ich glaub wir sollten mal was neues ausprobieren.“
 „Hä? Wie meinst du das?? Wieso langweilig??? Wie kann etwas das du mit mir tust langweilig sein????“, fragte Schuldig ungläubig.
Ran zuckte mit den Schultern und schaute beschämt weg: „Ich will nicht immer nur zu zweit. Wir brauchen endlich einen Dritten dabei!“
 
Schuldig sprang wie von der Tarantel gestochen auf. „Waaaasssssss?????? Das kann doch nicht dein Ernst sein. Aya! Du willst noch jemand dabei haben? Wieso denn bloß? Reich ich dir etwa nicht mehr?“, Schuldig starrte sein Kätzchen völlig entsetzt an. Das konnte doch nicht wahr sein! Was hatte er falsch gemacht? Er wusste ja, das sein Rotschopf dazu neigte neue Sachen auszuprobieren, aber er hätte nie gedacht das Rans Neugierde sich auch auf diesen Bereich ausdehnen würde.
„Nur zu zweit reicht mir wirklich nicht mehr. Wir müssen da mehr Pepp in die Sache bringen.“
„Wahhhhhhhh!“, schrie Schuldig minutenlang.
 
Nachdem er endlich fertig war schniefte er noch einmal traurig: „Aber wieso denn nur?“
„Weil ich es satt habe das du immer derjenige bist der...“ Bevor sein Kätzchen weiter reden konnte unterbrach Schuldig ihn: „Das ist nicht wahr, gestern hast du doch.“
„Ja, einmal von tausend.“, schnaubte Ran und zog eine Schnute. „Das ist nicht wirklich befriedigend. Und ich bin mir sicher das du die Hälfte der Zeit über betrügst um dein Ziel zu erreichen. Ich hab lange darüber nachgedacht, wir brauchen wirklich mal einen dritten Mann dabei. Dann wird es wieder neu und aufregend. So kann es auf jeden Fall nicht weiter gehen. Entweder wir holen uns noch einen Mann dazu, oder ich mach das nicht mehr mit dir!“
 
Schuldig wurde vor Entsetzen fast ohnmächtig. Wie konnte sein kleines Kätzchen ihm das nur antun? Aber wenn der so entschlossen dreinblickte, dann brauchte Schuldig nicht einmal seine telepathischen Kräfte um zu wissen, das er ihn nicht umstimmen konnte. Er musste ihm wohl oder übel diesen Wunsch erfüllen. Dabei liebte er diese Momente in denen er mit seinem Weiß allein war so sehr. Und diese heiligen Stunden jetzt mit jemand anderem teilen? Undenkbar! Und sowieso und überhaupt! „Und wen willst du dazunehmen?“, fragte er entsetzt.
 
Ran schaute betreten drein, darüber schien er noch nicht nachgedacht zu haben. „Vielleicht eins der Chibis?“, entgegnete er.
„No way! Auf keinen Fall will ich eins der Plüschis dabei haben. Das ist ja eklig. Was wir hier machen ist was für richtige Männer und nichts für Fussel-Fetischisten!“, entgegnete Schuldig aufgebracht. Ok, er war bereit sich den Wünschen seines Kätzchens zu beugen, aber nicht zu jedem Preis.
„Hmmm, Brad geht auch nicht. Der würde alles voraussehen und so jeden Spaß verderben“, schloss Aya den Schwarz Anführer aus.
„Und Farf geht schon mal gar nicht. Wer weiß was der mit seinen Messern alles anstellt. Der könnte unser ganzes schönes Spielzeug kaputt machen. Das hab ich teuer aus Deutschland importiert. Sowas gibt es hier gar nicht!“, Schuldig sah es ja gar nicht ein sein geliebtes Zubehör in Gefahr zu bringen.
 
„Wie wäre es mit Yohji?“, fragte Ran zaghaft.
„Schatzi, der ist doch praktisch an der Hüfte mit Brad zusammen gewachsen. Das bedeutet Brad wäre auch dabei. Und das wollten wir doch nicht.“
„Man kann es auch zu viert“, versuchte Ran es Schuldig schmackhaft zu machen.
„Kann man schon. Aber da mach ich nicht mit. Drei und keiner mehr! Ansonsten muss immer einer aussetzen. Das ist nicht schön!“
„Ok, ich geb mich geschlagen, also nicht Yohji. Mist, wer bleibt dann noch über?“
 
„Ken“, entgegnete Schuldig, worauf er und sein Weiß gleichzeitig in hysterisches Lachen ausbrachen. Keiner konnte sich vorstellen das der durchgedrehte Fußballer genug aktive Gehirnzellen besaß um die komplizierten Regeln ihres Spiels zu begreifen. Nichts gegen Ken, aber das hier würde ihn überfordern, um Längen.
 
Nach einigen Minuten wischte sich Ran einige Lachtränen aus dem Auge. Inzwischen war alle Anspannung aus seinem Gesicht gewichen. Einen Versuch wollte er noch machen, und wenn Schu das nicht annahm, dann würde er halt von seiner Idee zurücktreten. Wer hätte denn gedacht das es so schwierig wäre, einen geeigneten Dritten zu finden?
„Und wenn wir doch Omi fragen? Die Regeln hat er im Nu begriffen, und Plüsch trägt der doch auch nicht mehr so oft. Der ist fast normal, und das will schon viel heißen bei unserer Bande.“
 
Schuldig überlegte rasend schnell. Mit Omi würde er wohl leben können. Der war wirklich nicht so durchgeknallt wie die anderen im Hause Schwarz/Weiß und er war schlau, was die Sache durchaus interessant gestallten würde. Und außerdem konnte Schu ihn noch lesen, was seinen Manipulationen Tür und Tor öffnen konnte. Und er konnte damit seinem Schatzi einen Wunsch erfüllen. Und Schuldig hatte schon genaue Vorstellungen wie sich sein Kätzchen dafür bei ihm bedanken könnte. „OK, ich geb mich geschlagen. Wir nehmen Omi dazu.“
 
Freudestrahlend fiel Aya ihm um den Hals und überhäufte ihn mit federleichten Küssen. Schuldig wusste, das er die richtige Entscheidung getroffen hatte. „Danke Schatz. Bitte frag ihn gleich ob er Lust hat. Dann können wir gleich zu dritt weitermachen. Da hätte ich jetzt wirklich Lust dazu.“
 
 „Ungeduldig, Schatzi?“, neckte Schuldig den Weiß Leader. Aber bevor sein Rotschopf schmollen konnte, nahm er Kontakt mit Omi auf. #Hey Omi, haste Lust Skat zu lernen? Wir brauchen noch einen dritten Mann.#