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Wieder einmal

Gravitation [NC-12] [abgeschlossen]

Warnungen [Romantik][sap]

Pairing:
Shuichi x Yuki

Einteiler

Inhalt:
Wieder einmal kommt es zu einem Streit zwischen Yuki und Shuichi, doch diesmal tut Yuki etwas, das keiner von beiden erwartet hätte. Werden sie wieder zu einander finden? Lest selbst!

Bemerkung:
Ich hoffe die FF gefällt euch! ^^

 


 

Wieder einmal


Wieder einmal wurde Shuichi von Yuki angeschrien, dabei hatte Yuki selbst Shuichi versprochen an diesem Tag mit ihm etwas zu unternehmen.

Vor zwei Wochen hatte man ausgemacht, dass man heute zusammen essen und danach noch zur Strandpromenade fahren würde. Darauf hatte sich Shuichi dann auch die ganze Zeit gefreut und hatte Yuki dafür ein wenig mehr in Ruhe gelassen als sonst. Als Shuichi am Abend aus dem Studio kam und Yuki noch nicht abfahrt bereit war lief Shuichi mit einem lauten „Yukiiiii“ ins das Arbeitszimmer seines geliebten Romanautors. Doch bevor er auch nur ein Wort sagen konnte sah dieser ihn schon feindselig und sauer an und sagte ihm dann auch noch, dass er gehen solle, da er noch an seinem neuesten Roman schreiben müsse.

Shuichi, der daraufhin sauer geworden war, schließlich sollte das heute ihr gemeinsamer Abend sein, fing an zu weinen. „Aber du … du hast gesagt!“ Doch weiter kam er nicht. „Shuichi, ich habe heute wirklich keinen Nerv auf eine deiner Heulattacken, also verschwinde endlich und lass dich hier nicht mehr blicken“ brüllte ihm der Mann, den er über alles liebte, wütend entgegen. Er konnte es heute einfach nicht ab. Zuerst hatte er Stress mit seinem Verleger, dann hatte ihn Thoma mal wieder damit genervt er solle sich endlich von Shuichi trennen und nun kam auch noch Shuichi um ihn zu Nerven. „Nein, diesmal nicht!“ wurde Yuki von Shuichi sauer entgegen gebrüllt. Perplex sah Yuki Shuichi an. So etwas hatte Shuichi noch nie getan. Shuichi blickte ihm entschlossen entgegen. Bereit diesmal nicht klein beizugeben. Doch dieses Verhalten machte Yuki nur noch wütender. „Ich habe gesagt du sollst gehen!“ brüllte er Shuichi an. Er wollte das Shuichi ihn endlich in Ruhe ließ. Aber dieser wich nicht zurück. „Nein“ entgegnete er Yuki. „Du wirst mir gefälligst zuhören.“ Yuki hatte ihm diesen Tag versprochen, hatte versprochen an diesem Tag nur für ihn dazu sein und diesmal sollte er gefälligst sein Versprechen halten. Dieses Verhalten war zu viel für Yuki. Mit der flachen Hand schlug Yuki Shuichi ins Gesicht. Geschockt wich Shuichi zurück. Ein feiner Rinnsaal von Blut floss aus seiner aufgeplatzten Lippe. Tränen benetzten seine Wangen.

Entsetzt starrte Yuki auf Shuichi und dann auf seine Hand. Wie hatte er so was nur tun können? Wie hatte er Shuichi schlagen können? „Shuichi, ich ….“ Langsam bewegte er sich auf den geschockten Jungen zu. Doch dieser wich ängstlich zurück, hatte Angst nochmals geschlagen zu werden. Ohne ein Wort drehte sich Shuichi um und rannte, als ginge es um sein Leben aus der Wohnung.

Verstört und zitternd ließ sich Yuki auf den Boden gleiten. Sein Herz zog sich vor Schmerz und Kummer zusammen. Nun hatte er Shuichi wohl endgültig vertrieben.


Bei Shuichi

Shuichi war schon einige Blocks gelaufen als er aufhörte zu rennen. Erschöpft und immer noch weinend lehnte er sich an eine Hauswand um sich kurz auszuruhen und zu Luft zu kommen. Warum hat Yuki das getan? Warum nur? Bedeute ich ihm wirklich so wenig? Hasst er mich wirklich so sehr? waren seine einzigen Gedanken in diesem Augenblick.



Bei Yuki

Yuki starrte auf die noch immer offene Wohnungstür aus der Shuichi geflüchtet war. Nein, Shuichi durfte ihn nicht verlassen. Niemals. Langsam rappelte sich Yuki wieder auf. Er musste Shuichi finden. Ihn um Verzeihung bitten und hoffen, dass dieser ihm verzeihen würde. Shuichi war in den zwei Jahren die sie nun schon zusammen waren zu seinem Leben geworden. Er konnte und wollte sich ein Leben ohne seinen kleinen Sonnenschein einfach nicht mehr vorstellen. Und wenn er ehrlich zu sich sein würde, dann müsste er sich eingestehen, dass er Shuichi von ganzen Herzen liebte. Schnell schnappte sich Yuki seinen schwarzen Mantel und seine Schlüssel bevor er das Haus verließ und sich auf die Suche nach Shuichi machte.


Bei Shuichi

Nachdem dieser wieder zu Luft gekommen war lief er nun nachdenklich durch die dunklen Strassen Tokios. Immer wieder liefen die Bilder dieses Abends vor seinem inneren Auge ab und trieben ihm Tränen in die Augen. Ich liebe ihn, warum kann er nicht einmal in seinem Leben ein Versprechen mir gegenüber einhalten, einmal nett sein und mich nicht anbrüllen. Als suche er Schutz und Wärme schlang Shuichi seine Arme um sich. Er sehnte sich nach Yuki, hat aber Angst davor nach Hause zu gehen, Angst davor das Yuki ihn erneut verletzten könnte. Langsam begann es kalt zu werden und Shuichi hatte keine Ahnung wo hin er gehen sollte. Hiro war bei Ayaka, N-G hatte um diese Zeit schon geschlossen und zu seinen Eltern wollte er nicht und so beschloss er einfach weiter zu laufen. Vielleicht würde er ja ein Hotel finden das er sich für diese Nacht leisten konnte.


Bei Yuki

Yuki war nach seinem Aufbruch zuerst zu Hiro gefahren, hatte dort aber niemanden vorgefunden. Hatte Shuichi nicht erwähnt, dass dieser heute mit Ayaka ausgehen wollte. Verdammt, wo konnte Shuichi dann sein. Langsam begann er sich Sorgen um seinen kleinen Sonnenschein zu machen. Shuichi war oft einfach zu impulsiv, da konnte alles Mögliche passieren. Doch es durfte ihm einfach nichts passiert sein. Also machte sich Yuki wieder auf die Suche nach Shuichi.

Aus dem Auto heraus beobachtete er die Leute auf den Strassen, hoffte einen pinken Haarschopf unter ihnen zu entdecken. Doch nirgends fand er eine Spur von Shuichi. Seine Angst das Shuichi etwas zu gestoßen sein könnte nahm zu und er begann nervös mit seinen Fingern auf dem Lenkrad seines Wagens zu trommeln. Shuichi, wo bist du nur?


Bei Shuichi

Dieser war letztendlich im Park gelandet. Genau an der Stelle an der er Yuki damals das erste Mal getroffen hatte. Erschöpft ließ er sich dort auf eine Parkbank fallen. Anschließend zog er die Beine an sich und stützte dann seinen Kopf auf die Knie. Noch immer liefen ihm Tränen über die Wangen. Am Himmel waren dunkle Wolken aufgezogen und es begann zu Regnen. Es war fast so, als würde sich das Wetter an Shuichis Stimmung anpassen. „Ach, Yuki?“ murmelt Shuichi vor sich hin, den Regen anscheinend gar nicht bemerkend.


Bei Yuki

Dieser war einem Gefühl nach zum Park gefahren. Es war fast so als würde die Anziehungskraft zwischen ihm und Shuichi in dorthin ziehen, ihm den Weg zu seinem Liebsten weisen. Verzweifelt nach Shuichi rufend lief er durch den Park, sich nicht an den anderen Leuten störend, zu meist Pärchen, die ihn interessiert anstarrten. Einzig und allein Shuichi zu finden war im Moment wichtig. Da er einen Regenschirm im Auto gehabt hatte war er auch noch einigermaßen trocken. Und dann …

Dann sah er ihn. Seinen Shuichi Nass bis auf die Knochen und leicht am zittern vor Kälte. Dieser Anblick brannte sich in Yukis Gedächtnis ein und er war sicher, dass ihm dieser Anblick noch einige schlaflose Nächste bereiten würde.

„Shuichi“ kam es leise von Yuki. Shuichi sah auf und direkt in die grünen Augen seines Liebsten der ihn besorgt ansah. Sekundenlang sahen sich die beiden Stumm in die Augen. Yuki konnten in den Augen Shuichis Schmerz, Angst aber auch Hoffnung und Liebe entdecken. Vorsichtig, fast zögerlich ging er auf Shuichi zu. Er hatte Angst das dieser Angst bekommen und wieder weglaufen würde. Doch das tat er nicht. Als Yuki bei Shuichi angekommen war reichte er Shuichi seine Hand.

Dieser nahm sie an und ließ sich auf die Beine und unter den Regenschirm ziehen. Was wollte Yuki hier? Hat er mich gesucht? Bedeute ich ihm vielleicht doch etwas? verwirrt blickte Shuichi Yuki an. Dieser zog sich seinen Mantel aus und legte ihn um Shuichis Schultern.

„Shuichi, es tut mir leid! Ich … Ich wollte dich nicht schlagen, ich weiß auch nicht was mit mir los war! Aber ich schwöre dir so etwas wird niemals wieder passieren“ sagte Yuki leise. Shuichi musterte Yuki, konnte er ihm glauben? Er hatte ihm schon so viel versprochen und es dann doch nicht eingehalten. Diesmal nahm sich Shuichi vor nicht wieder zu Yuki zurück rennen. Dieses eine Mal würde Yuki um ihn kämpfen müssen.

„Yuki, ich würde dir ja gerne glauben, doch du hast mir schon so viel versprochen und es anschließend doch nicht eingehalten. Wie kann ich dir dann jetzt glauben.“ Erschrocken starrte Yuki seinen Shuichi an. Yuki wollte gerade zu einer Erwiderung ansetzten als sich Shuichis Zeigefinger auf seine Lippen legte und ihm am Sprechen hinderte. „Bitte sag jetzt nichts. Ich denke Thoma hatte recht wir sollten uns endgültig trennen bevor wir uns am Ende noch gegenseitig zerstören. Ich dachte immer meine Liebe würde für uns beide reichen, doch ich habe mich wohl geirrt! Lebwohl!“ und mit diesen Worten gab er Yuki dessen Mantel zurück und lief anschließend langsam in Richtung des Parkausgangs.

Yuki konnte nicht glauben was da gerade geschehen war. Er konnte nicht glauben, dass Shuichi ihn verlassen haben sollte, das durfte einfach nicht sein. Ein furchtbarer Schmerz schien sein Herz zum zerbrechen zu bringen. Doch vielleicht gab es doch noch eine Möglichkeit Shuichi nicht zu verlieren, vielleicht sollte er ihm endlich die Wahrheit sagen, ihm sagen, dass er ihn liebt. Und so laut er konnte schrie er Shuichi hinterher „Ich liebe dich“.

Dieser bleib wie angewurzelt stehen, noch immer mit seinem Rücken zu Yuki. Konnte es sein? Hatte er ebbend die drei Wörter gehört, die er sich schon immer von Yuki zu hören gewünscht hatte? Langsam drehte er sich um. Wenige Meter von ihm entfernt stand Yuki unter seinem Regenschirm und blickte ihn verzweifelt an. Tränen benetzten seine Wangen. Shuichi war geschockt, seit der Sache damals mit Taki Aizawa hatte er Yuki nicht mehr weinen sehen.

Mit wenigen Schritten lief Yuki zu Shuichi, ließ den Regenschirm achtlos fallen und zog den Jungen den er über alles in der Welt liebte in seine Arme. Nun standen beide bis auf die Knochen durchnässt im Regen, der noch immer auf sie herunterprasselte.

„Shuichi, ich liebe dich. Bitte du darfst mich nicht verlassen“ kam es verzweifelt von Yuki. Zögernd erwiderte Shuichi die Umarmung. „Meinst du das ernst? Liebst du mich wirklich?“ verlangte er von Yuki zu wissen. Dieser löste sich einwenig aus der Umarmung und sah Shuichi tief in dessen Augen. „Ja, Shuichi das tue ich. Ich liebe dich von ganzen Herzen. Nach der Sache mit Kitazawa dachte ich nicht, dass ich das jemals wieder könnte, doch langsam aber sicher hast du dich in mein Herz geschlichen.“ Ein zaghaftes Lächeln erschien auf Shuichis Gesicht. „Ich liebe dich auch. Aber es muss sich einiges ändern, andernfalls gehe ich und dann für immer“ versicherte Shuichi Yuki ernst. Dieser nickte ihm zu, als Zeichen, dass er verstanden hatte und er nahm sich vor alles zu tun um seinen kleinen Sonnenschein nicht doch noch zu verlieren.

Zärtlich strich Yuki Shuichi einige nasse Haarsträhnen aus dem Gesicht. Wie schön Shuichi doch war und wie glücklich er sich schätzen konnte, dass dieser ihn liebte war sein einziger Gedanke in diesem Moment. Anschließend zog er Shuichi zu einem sanften und doch leidenschaftlichen Kuss an sich. Dieser erwiderte den Kuss nur zu gern, doch plötzlich durchzuckte ihn ein stechender Schmerz, so dass er sich von Yuki löste. Dieser sah ihn erschrocken an. „Was … Was ist los?“ kam es besorgt von Yuki. Meine Lippe antworte Shuichi und deutete auf seine noch immer aufgeplatzte und leicht geschwollene Lippe. „Es tut mir wirklich leid!“ versicherte Yuki Shuichi noch einmal, während er betreten auf den Boden schaute. „Ist schon gut, in ein paar Tagen ist das verheilt und bis dahin sie es als Strafe an mich nicht küssen zu können“ und mit diesen Worten zog Shuichi Yuki mit sich in die Richtung aus der dieser gekommen war. Geschockt und empört starrte er Shuichi an, wie konnte er ihm das nur antun.

Ein einsamer und verlassener Regenschirm lag noch immer auf den Boden doch weder Shuichi noch Yuki dachten an diesen, der Regen machte ihnen nichts aus, hatten sie sich doch endlich gegenseitig gefunden.