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Maxwells Fluch Teil 15

Kapitel 15 

Heero seufzte erleichtert auf als er den Supermarkt verließ. Das Erledigen der Einkäufe hatte länger gedauert als er gedacht hatte - seit er Duos Apartment verlassen hatte war inzwischen eine volle Stunde vergangen. Als er losgegangen war hatte er nicht wirklich auf die Uhrzeit geachtet, aber offenbar war er direkt in die Einkaufs-Rush-Hour geraten. Allein das Anstehen an der Kasse hatte ihn sicherlich eine Viertelstunde gekostet.

Ein Blick in den Himmel zeigte ihm, dass es auch schon langsam dunkel wurde. Heero festigte seinen Griff um die Einkaufstüte und machte sich mit flotten Schritten auf den Rückweg. Duo würde sich mit Sicherheit schon fragen wo er abgeblieben war.

Ohne groß auf seine Umgebung zu achten schritt Heero zügig voran. Seine Gedanken drehten sich - wie so oft in letzter Zeit - um den Attentäter und den Fall. Er hoffte wirklich dass sein Plan den er mit Trowa besprochen hatte ihnen irgendwie helfen würde, voranzukommen. Aber selbst wenn nicht - es war ein gutes Gefühl endlich nicht nur dazusitzen und nichts zu tun.

Das Quatre endlich aus dem Koma erwacht war, war eine mehr als gute Nachricht. Heero war sich sicher, dass Duo sich sehr über diese Tatsache freuen würde. Quatres Verletzung hatte Duo mehr nach unten gezogen als der Langhaarige zugeben hatte wollen. Aber Heero hatte es dennoch gemerkt.

Hoffentlich würde die Neuigkeit von Quatres Zustand mit dazu beitragen dass Duo wieder etwas mehr Zuversicht gewann. Dass er daran zu glauben begann, dass dieser Fluch nicht existierte und dass er ein normales Leben führen konnte. Heero wünschte sich das sehr für Duo.

Heero hatte ungefähr die Hälfte des Weges zurückgelegt, als er plötzlich durch einen bekannten Namen aus seinen Gedanken gerissen wurde. Heero blieb stehen und sah sich suchend um. Sein Blick fiel auf das Fenster des Gebäudes an dem er soeben vorbeigelaufen war. Es handelte sich um eine Bar, wie Heero mit einem Blick feststellte, und über dem Tresen war ein Fernseher angebracht. Neben der Nachrichtensprecherin wurde gerade das Bild eine blonden jungen Mannes eingeblendet, den Heero nur zu gut kannte. Mit einem Stirnrunzeln machte Heero zwei Schritte zurück so dass er sich wieder auf Höhe der Tür der Bar befand und er den Fernseher nun nicht nur sehen, sondern auch wieder hören konnte.

„... Quatre Raberba Winner heute verstorben,“ sagte die Nachrichtensprecherin gerade, „Wie soeben bekannt wurde, erlag der Firmenchef von Winner Enterprises International und ehemalige Gundam Pilot vor wenigen Stunden seinen schweren Verletzungen, die er sich bei der Explosion einer Autobombe zuzog. Die Hintergründe dieses Anschlags sind nach wie vor unbekannt. Die Polizei geht davon aus...“

Heero hörte gar nicht weiter hin. Mit einem Ruck drehte er sich um und begann so schnell er konnte in die Richtung von Duos Appartement zu rennen. Verdammt, er hätte nicht gedacht dass Trowa so rasch reagieren würde! Wie hätte er auch ahnen können dass sich eine solche Aktion derart schnell durchziehen ließ?

Heero fluchte laut und rannte noch ein wenig schneller. Verdammt, wieso hatte er mit der ganzen Sache nicht gewartet bis er vom Einkaufen zurück war und Duo in den Plan einweihen konnte? Wie hatte er nur so dumm sein können? Wenn Duo diesen Bericht im Fernsehen sah bevor Heero ihm erzählen konnte dass es Quatre gut ging - Heero wollte sich gar nicht vorstellen was das in Duo auslösen würde.

Aber es blieb ja immerhin noch die Hoffnung dass Duo den Bericht noch gar nicht gesehen hatte. Immerhin, als er den Langhaarigen in der Wohnung zurückgelassen hatte, war der Fernseher ausgeschaltet gewesen. Vielleicht hatte Duo ja einfach nur die Akten wieder zur Hand genommen und weiter an dem Fall gearbeitet.

Dennoch wurde Heero nicht langsamer. Allein die Möglichkeit dass Duo auch nur für eine Minute annehmen könnte, sein bester Freund wäre gestorben - Heero könnte sich mit Freuden selbst dafür treten. Wie hatte er nur so gedankenlos sein können? Er wusste doch wie sehr Duo unter seinem Fluch litt. Er hatte es in den letzten Tagen und Wochen schließlich erlebt. Und doch hatte er durch seine Unachtsamkeit zugelassen, dass Duo nun wieder verletzt wurde. Heero bedachte sich selbst mit jedem Schimpfnamen der ihm nur einfiel.

Als er endlich das Hochhaus erreicht hatte, rannte er immer zwei Stufen nehmend die Treppe hinauf und stürmte in das Appartement. Er warf die Tür hinter sich ins Schloss und ließ seinen Blick schnell umher wandern. Sowohl das Wohnzimmer als auch die Küchenzeile waren leer. Und ganz wie er befürchtet hatte lief der Fernseher auf einem der Nachrichtenkanäle.

Mit einem Fluch schaltete Heero das Gerät schnell aus, stellte die Tüte mit den Einkäufen ab und zog seine Jacke aus. Dann eilte er zur Schlafzimmertür. Es gab schließlich nicht viele Zimmer in dieser Wohnung in denen Duo sich versteckt haben könnte.

Und tatsächlich, Duo war im Schlafzimmer. Er lag zusammengerollt auf seiner Seite des Bettes, die Arme fest um seine Beine geschlungen und rührte sich nicht.

„Duo?“ rief Heero und stürzte zu der Bettseite des Langhaarigen. „Duo?“ Duo rührte sich immer noch nicht, und so griff Heero nach dessen Schultern und schüttelte ihn leicht. „Duo? Es ist nicht wahr, Duo! Es geht ihm gut!“

Erst nach einigen Augenblicken schien Duo überhaupt zu merken dass er nicht mehr allein war, denn er hob langsam den Kopf, blinzelte Heero ein paar mal aus geröteten, aber völlig trockenen Augen an und fragte mit einer kleinen, zittrigen Stimme die Heero fast in die Knie zwang, „Heero?“

„Ja,“ nickte Heero. „Es tut mir so leid, Duo, ich hätte es dir erst sagen sollen, ich hätte-“

„Heero!“ stieß Duo aus, unterbrach Heeros Gestammel und stürzte sich auf Heero. Er schlang die Arme um Heeros Hals und klammerte sich mit aller Kraft an ihm fest. „Quatre ist tot. Er ist tot. Ich hab ihn getötet. Oh Gott, ich hab meinen besten Freund getötet! Wieso bringe ich meinen Freunden immer nur Unglück? Ich ertrage das nicht mehr, ich kann einfach nicht mehr, ich-“

„Duo!“ unterbrach Heero, schob den Langhaarigen ein kleines Stück von sich weg und umfasste dessen Gesicht mit beiden Händen, um Duo so dazu zu zwingen ihn direkt anzusehen. „Duo, er ist nicht tot! Quatre ist nicht tot! Es geht ihm gut, wirklich!“

Duo blinzelte ihn aus Augen an, in denen nun doch Tränen schimmerten. „Was?“ fragte er leise und verwirrt.

„Er ist nicht tot, Duo,“ wiederholte Heero. „Es tut mir so leid, ich hätte es dir sagen sollen bevor ich Trowa angerufen hab, aber ich hatte plötzlich diese Idee und ich wollte nicht warten und - es tut mir leid, Duo. Ich wollte dir nicht weh tun.“

Duo schüttelte leicht den Kopf, doch da Heero noch immer beide Hände an seinem Gesicht hatte, fiel die Bewegung minimal aus. „Was... was willst du damit sagen?“ fragte er, noch immer verwirrt.

Heero holte tief Luft. „Entschuldige. Quatre ist nicht tot. Das ist nur eine List. Um den Attentäter in Sicherheit zu wiegen. Quatre geht es gut, wirklich.“

„Quatre ist nicht tot?“ In Duos Stimme schwang noch immer erheblicher Zweifel mit. „Wirklich? Bist du dir sicher? Es geht ihm gut?“

„Ja,“ Heero nickte. „Ich hab erst vor einer Stunde mit Trowa telefoniert. Quatre geht es gut, er ist aus dem Koma erwacht und erholt sich bestens. Diese Nachricht im Fernsehen ist nicht echt - ich hab Trowa vorgeschlagen diese Falschmeldung herauszugeben. Um Quatre zu schützen und um den Attentäter zu einer neuen Tat zu provozieren. Ich hätte nur nie gedacht dass er so schnell handelt. Es tut mir so leid, Duo.“

Duo schluchzte auf, befreite sich aus Heeros Händen die noch immer sein Gesicht umfassten und warf sich ihm erneut an den Hals. Und diesmal konnte Heero deutlich fühlen wie Duo den Tränen freien Lauf ließ. Die nächsten Minuten über saß er da, hielt einen schluchzenden Duo im Arm und wiegte ihn beruhigend hin und her. Und kämpfte mit der Schuld Duo so viel Schmerz bereitet zu haben.

Schließlich ließ das Schluchzen nach und Duo schien sich wieder etwas beruhigt zu haben. Doch Heero hörte trotzdem nicht auf ihm beruhigend über den Rücken zu streicheln - er selbst brauchte das im Moment genauso dringend wie Duo.

„Warum?“ ertönte plötzlich Duos gedämpfte Stimme an Heeros Schulter.

Heero lehnte sich leicht zurück und blickte auf Duos Kopf hinab. „Warum was?“ fragte er.

„Warum bringe ich all meinen Freunden immer nur Unglück?“ fragte Duo leise und hob den Kopf um Heero anzusehen. „Was ist nur los mit mir?“

„Duo, Quatre geht es gut, glaub mir!“ versicherte Heero eindringlich. „Er ist nicht tot. Du musst mir das glauben, ich würde dich niemals belügen. Schon gar nicht wenn es sich um so etwas wichtiges handelt.“

Duo senkte die Augen und nickte leicht. „Aber das ändert nichts daran,“ flüsterte er jedoch. „Diesmal hat er vielleicht überlebt, aber was ist beim nächsten Mal? Ich bringe jedem der mir zu Nahe kommt nur Unglück, Heero. Du könntest der nächste sein. Du solltest mich verlassen solange du es noch kannst.“

„Duo,“ sagte Heero eindringlich, „sieh mich an. Ich werde dich garantiert nicht verlassen. Wie kannst du das von mir verlangen? Ich bin dein Freund, Duo. Ich lasse dich nicht im Stich. Und du bringst niemandem Unglück, hörst du?“

„Doch das tu ich,“ flüsterte Duo, den Blick noch immer gesenkt. „Ich bin wie ein Magnet der Schmerz, Leid und Tod anzieht. Nur dass es nicht mich trifft sondern die Menschen um mich herum. Meine Freunde. Meine Familie. Jeder der mich jemals geliebt hat ist tot.“

„Nein,“ sagte Heero und schüttelte den Kopf. „Das stimmt nicht.“

Endlich hob Duo den Kopf und sah Heero verwirrt an.

„Nicht jeder der dich jemals geliebt hat ist tot,“ fuhr Heero fort. „Ich bin noch am Leben.“

„Heero...?“ Duo klang ungläubig und fassungslos zugleich.

Doch Heero ließ ihm keine Zeit irgendwelche Fragen zu stellen. Dies hier war seine Chance Duo zu zeigen wie viel der Langhaarige ihm bedeutete. Zum ersten Mal machte er sich keine Sorgen darüber ob Duo diese Gefühle erwidern könnte oder ihn hinterher vielleicht sogar verabscheuen würde. In diesem Moment wollte er dem Langhaarigen nur klar machen, dass er den Menschen die ihn liebten kein Unglück brachte.

Und so begann der Kuss als etwas fast keusches und ganz und gar unschuldiges. Mit einer Hand auf Duos Wange presste Heero seine geschlossenen Lippen auf Duos ebenfalls geschlossenen Mund, und dabei hatte er es auch belassen wollen. Nur ein kurzer, fast freundschaftlicher Kuss, mehr nicht.

Doch dann keuchte Duo leise auf und öffnete den Mund ein wenig, und Heero war verloren.

Duos Geschmack, den Heero schon vorher trotz der geschlossenen Lippen leicht wahrgenommen hatte, intensivierte sich auf einmal um ein vielfaches. Mit einem Aufstöhnen presste Heero seinen Mund noch fester auf Duos und leckte mit seiner Zunge leicht über Duos Lippen.

Für eine Sekunde schien Duo den Kuss zu erwidern, doch dann waren seine Lippen auf einmal fort und Heero öffnete blinzelnd die Augen. Duo hatte seinen Kopf leicht zurückgezogen und starrte Heero aus großen Augen an.

Heero erwiderte den Blick für eine Sekunde, und da er keine Abscheu darin erkennen konnte und Duo auch sonst keinerlei Anstalten machte sich von Heero zu lösen, lehnte Heero sich erneut vor um Duos Mund einzufangen.

Mit seinen Zähnen umfasste er Duos Unterlippe, knabberte leicht daran und saugte sie in seinen Mund hinein. Duo gab ein weiteres Keuchen von sich und Heero zog seine Mundwinkel leicht nach oben. Seine Zunge suchte erneut Einlass, und auch diesmal wurde sie nicht behindert.

Heero tauchte so tief ein wie er nur konnte, liebkoste kurz Duos Zunge und wölbte seine Zunge dann nach oben, um über die empfindliche Oberseite von Duos Mundinnenraum zu streicheln. Er konnte fühlen wie daraufhin ein Schaudern Duos gesamten Körper überzog.

Doch auch diesmal war Duo derjenige der den Kuss abrupt beendete. Wieder lehnte er seinen Kopf ein Stück zurück, und als Heero ihn anblickte, sah er dass Duo ihn erneut mit diesem seltsamen Blick bedachte - große, weit aufgerissene Augen in denen eine Frage stand, die Heero nicht lesen konnte.

„Duo...?“ fragte Heero unsicher. Duo hatte bisher zwar noch keine Anzeichen gezeigt, dass er Heero verabscheuen würde, aber er hatte die Küsse jetzt zweimal von sich aus beendet. Möglich dass Heero sich geirrt hatte als er gedacht hatte, dass Duo die Küsse erwidern würde. Möglich dass Duo sich nur noch nicht von ihm losgerissen und ihn von sich weggestoßen hatte, weil er Heero nicht verletzen wollte. Möglich dass... Heero nahm seine Hand von Duos Wange und begann sich zurückzuziehen.

Doch noch bevor Heero sich weitere Gründe einfallen lassen konnte und bevor er vom Bett aufstehen konnte, lehnte Duo sich auf einmal vor und küßte ihn. Heero war davon so überrumpelt, dass er zunächst gar nicht auf den Kuss reagierte sondern Duo für einen Moment nur aus weit aufgerissenen Augen anstarrte. Doch Heero fing sich schnell wieder, und mit einem kleinen Seufzer schloss er die Augen und öffnete den Mund.

Mit einer Kühnheit die Heero bei keinem der beiden vorherigen Küsse an Duo wahrgenommen hatte, drang die Zunge des Langhaarigen nun bei Heero ein und ließ ihm kaum Gelegenheit die Liebkosungen zu erwidern. Mit einer Sicherheit als würde er Heero seit Jahren so küssen fand Duo auf Anhieb jede empfindliche Stelle in Heeros Mund und sorgte dafür, dass Heero nicht mehr wusste wo oben und unten war.

„Gott, Heero...“ murmelte Duo als er sich für einen winzigen Moment von Heero löste, doch noch bevor Heero Zeit hatte wenigstens ein paar seiner Sinne wieder einzufangen küßte Duo ihn erneut als gäbe es kein morgen.

Heero konnte spüren wie sich Duos Hände in seinen Haaren vergruben, und dann rutschte Duo auf einmal auf dem Bett ein Stück rückwärts und zog Heero einfach mit sich mit. Heero stützte sich schnell mit beiden Händen auf der Matratze ab um nicht auf Duo draufzufallen und den Langhaarigen zu zerquetschen.

Immer noch in ihren intensiven Kuss vertieft - Gott, Duo schmeckte einfach unglaublich, Heero würde wohl niemals genug davon bekommen können - krabbelte Heero in eine Position so dass er direkt über Duo kauerte.

Doch offensichtlich war das für Duo zu wenig Körperkontakt, denn er hob die Beine und schlang sie um Heeros Hüften. Mit einem Mal war Heeros gesamter Körper wieder an den von Duo gepresst, und Heero konnte die überdeutliche Beule in Duos Hose spüren. Mit einem Erschauern das seinen gesamten Körper überzog rieb sich Heero daran.

Auf einmal waren Küsse allein nicht mehr genug. Heero wollte alles von Duo, wollte jeden Millimeter seines Körpers schmecken, riechen, liebkosen. Wollte seine Haut an Duos Haut reiben und den Langhaarigen zu höchsten Ekstasen antreiben. Wollte sich so tief in Duo vergraben bis sie nicht mehr wussten wo der eine aufhörte und der andere anfing.

Ohne sich von Duos Körper zu erhoben begann Heero sich über Duos Kinn zu dessen Nacken vorzuknabbern. Duos Haut schmeckte süß und salzig zugleich, und der Geschmack stieg Heero regelrecht zu Kopf. Er hatte das unbändige Bedürfnis Duo irgendwie zu markieren, so dass jeder wüsste, dass der Langhaarige zu ihm gehörte.

Direkt an der Stelle wo Duos Hals in seine Schulter überging konnte Heero spüren wie Duos Blut heftig durch seine Adern rauschte. Nicht dass es Heero überrascht hätte - wenn Duos Puls auch nur halb so heftig ging wie Heeros eigener, dann musste er rasen.

Heero leckte, biss und knabberte an Duos Hals und Schultern, bis er sicher war keine einzige Stelle ausgelassen zu haben. Die Geräusche die Duo dabei von sich gegeben hatte, und die Tatsache dass er noch immer seine Hände in Heeros Haaren vergraben hatte und ihm so keine Möglichkeit ließ irgendwie zu entkommen - nicht dass Heero das gewollt hätte - machte mehr als deutlich dass es dem Langhaarigen gefiel.

Sich immer noch keinen Millimeter von Duos Körper lösend rutschte Heero nach unten bis er das Ende von Duos T-Shirt greifen konnte. Mit einer Hand stützte er sich erneut leicht auf dem Bett ab, mit der anderen schob er das T-Shirt so weit hoch wie es ging.

Sobald das erste Stück von Duos Haut sichtbar wurde saugte sich Heeros Mund sofort daran fest. Er tauchte seine Zunge in Duos Bauchnabel und küsste die umliegende Haut. Duo keuchte fast lautlos auf und Heero hob den Kopf leicht um einen Blick in Duos Gesicht werfen zu können.

Der Langhaarige hatte sich mit seinen Unterarmen leicht aufgestützt und sah mit einem leicht glasigen Blick zu Heero hinab - so als könne er gar nicht glauben was da gerade geschah. Heero konnte nicht anders als sich aufzurichten und erneut seinen Mund auf Duos Lippen zu pressen.

Blind tastete Heero erneut nach Duos T-Shirt, und zog es dem Langhaarigen dann in einer fließenden Bewegung über den Kopf. Duo blieb nicht untätig und machte es Heero nach, und als sich Heero diesmal vorbeugte um Duo zu küssen, konnte er endlich die nackte Haut des Langhaarigen an seiner eigenen spüren.

Heero erschauerte und rieb sich erneut an Duo. Dann schob er sich wieder aufreizend langsam nach unten, um möglichst viel Reibung zu erzeugen. Mit aufgestützten Armen ließ Heero seinen Blick bewundernd über Duos Oberkörper wandern und folgte dieser Bahn langsam mit seiner Hand. Dann beugte er sich vor und nahm einen braunen Nippel in den Mund. Als Duo daraufhin laut aufstöhnte und seinen Rücken durchbog, lächelte Heero leicht und konzentrierte sich dann darauf den Nippel mit Lippen, Zunge und Zähnen zu verwöhnen.

Inzwischen wand sich Duo unkontrolliert unter Heero und rieb sich hemmungslos an dessen Körper. Heero beschloss dass es an der Zeit war sich anderen Körperteilen zuzuwenden.

Als Heero von Duos Nippel abließ, stöhnte der Langhaarige frustriert auf und wollte Heeros Kopf wieder nach oben ziehen, doch als er merkte dass Heero sich an seiner Hose zu schaffen machte, hörte er damit auf und half stattdessen. Nur Sekunden später landeten Jeans, Socken und Unterwäsche in doppelter Ausführung dort, wo auch schon zwei T-Shirts lagen.

Heero kniete zwischen Duos gespreizten Beinen und ließ seinen Blick über den Langhaarigen wandern. Die letzten Wochen die Heero mit Duo verbracht hatte, hatten tatsächlich Wirkung gezeigt. Duo war zwar immer noch zu dünn, aber immerhin konnte man inzwischen die Rippen nicht mehr einzeln sehen.

Und auch die Farbe der Haut hatte sich verändert. Als Heero Duo gefunden hatte, hatte dessen Haut gräulich-bleich ausgesehen. Blass war Duo zwar noch immer, aber inzwischen hatte seine Haut einen gesunden Farbton angenommen und besaß einen beinahe elfenbeinfarbenen Schimmer.

Duos Gesicht war leicht rot angelaufen - wie Heeros eigenes zweifellos auch - und der Blick mit dem er Heero bedachte war vor Lust vollkommen verschleiert. Einzelne Strähnen hatten sich aus seinem Zopf gelöst, umspielten sein Gesicht und klebten an seinem verschwitzten Oberkörper. Und zwischen den Beinen, in einem Nest aus zimtfarbenen Löckchen, streckte sich Duos steifer Penis Heero entgegen und flehte geradezu danach liebkost zu werden.

Heero stockte für einen Moment der Atem. Er hatte noch niemals zuvor etwas schöneres gesehen als Duo in diesem Moment, und der Gedanke das ER derjenige war der für diesen Zustand verantwortlich war... Heero konnte es kaum glauben.

„Heero...!“ stöhnte Duo frustriert, und Heero riss sich aus seinen Gedanken. Er hatte später noch Zeit genug um darüber zu grübeln ob das hier Realität oder Phantasie war. Mit einem kleinen Lächeln in Duos Richtung beugte Heero sich vor und schloss seinen Mund um Duos Penis.

Sofort überwältigten ihn die verschiedensten Sinneseindrücke. Duos Geschmack - süß und salzig zugleich, mit einem ganz bestimmten Unterton der wohl Duo selbst ausmachte - war hier noch viel intensiver, und der saubere, männliche Geruch der immer von Duo ausging raubte Heero buchstäblich den Atem.

Duo stöhnte erneut laut auf und zuckte mit den Hüften. Sofort griff Heero nach Duos Becken um den Langhaarigen festzuhalten. Er hatte das hier noch niemals zuvor gemacht, und er wusste nicht wieviel von Duos Länge er auf einmal in den Mund nehmen konnte. Er wollte lieber kein Risiko eingehen und womöglich den Würgereflex auslösen.

Dadurch dass Duos Bewegungen nun gezügelt waren, konnte Heero sich voll und ganz auf den Eindruck der festen Länge in seinem Mund konzentrieren. Das Gefühl schien voller Widersprüche zu sein - hart und weich, fest und glatt, zart und doch männlich zugleich.

Heero bewegte seinen Kopf langsam auf und ab, ließ seine Zunge über die samtige Härte gleiten und versuchte jedes Mal ein Stückchen mehr aufzunehmen. Er konnte fühlen wie Duo unter seinen Lippen sogar noch mehr anschwoll als zuvor.

Schließlich ließ Heero Duos Penis mit einem leisen ‚Plopp’ aus seinem Mund gleiten - er wollte nicht dass es jetzt schon endete. Dies hier war die beste Erfahrung in seinem bisherigen Leben, und er wollte es auskosten bis zum letzten Moment. Das seine eigenen Bedürfnisse bisher völlig vernachlässigt worden waren störte Heero im Moment nicht. Jetzt wollte er sich nur voll und ganz auf Duo konzentrieren.

Aber offenbar hatte Duo andere Pläne. Denn er packte Heeros Kopf und zog ihn zu sich nach oben um ihn zu küssen. Heero ließ sich bereitwillig von Duo führen, doch sobald ihre Lippen sich trafen, holte Duo Schwung, und mit einem Ruck lag Heero auf einmal auf dem Rücken, und Duo saß auf ihm - und das alles ohne den Kuss zu lösen.

Nun war es an Duo sich an Heeros Körper zu reiben. Er rutschte so weit nach hinten, bis Heeros Penis der Länge nach in Duos Pospalte zu liegen kam. Dann begann er sich daran zu reiben, während er sich gleichzeitig daran machte Heeros Mandeln nur mit seiner Zunge allein zu entfernen.

Heero stieß ein lautes, gutturales Stöhnen aus, griff nach Duos Hintern und zog dessen Pobacken leicht auseinander, um seinem Penis so mehr Platz zu schaffen. Gott, wenn Duo noch länger so weitermachte, dann würde Heero allein davon kommen. Heeros Finger gruben sich fast schmerzhaft in die weichen Hügel von Duos Hintern.

„Duo,“ keuchte Heero und löste sich für einen Moment von Duos Lippen. „Was... willst du?“

„In mir,“ flüsterte Duo und presste seine Lippen immer wieder auf Heeros. „Ich will dich in mir.“

Heero öffnete seine Augen und sah Duo eine Sekunde an um sicherzugehen dass der andere es auch ernst meinte. Doch in Duos Blick konnte er nur unverhohlene Lust und Verlangen sehen, nicht die geringste Befangenheit oder gar Furcht. Heero wusste nicht ob Duo auf diesem Gebiet erfahrener war als Heero, und eigentlich spielte es auch keine Rolle. Heero wusste was er zu tun hatte, wenn auch nur in der Theorie. Er war schließlich ein gesunder junger Mann mit gewissen Bedürfnissen, da war es nur natürlich wenn man sich informierte.

Mit einer Hand öffnete Heero die Schublade des Nachtkästchens und begann darin herumzuwühlen. Ihm war egal was er fand, hauptsache es ließ sich als Gleitmittel verwenden. Das letzte was er jetzt wollte war sich von Duo losmachen und aufstehen zu müssen, um im Bad nach etwas geeignetem zu suchen.

Seine Hand schloss sich um eine Tube, und ein kurzer Blick darauf zeigte, dass es sich um irgendeine Lotion handelte. Heero hatte keine Ahnung wie lange diese Lotion wohl schon da drin gelegen hatte, aber es war ihm auch egal. Solange sie nur noch flüssig und glitschig genug war, war er zufrieden.

Hastig öffnete Heero die Tube und drückte etwas von der Lotion heraus. Ah, gut. Noch nicht zu Staub vertrocknet. Als seine Finger schlüpfrig genug waren, rieb Heero mit ihnen langsam um Duos Öffnung.

Duo vergrub sein Gesicht in Heeros Halsbeuge, stöhnte leise auf und reckte seinen Hintern den Fingern entgegen. Heero nahm das als Aufforderung und ließ vorsichtig einen der Finger in die enge Öffnung gleiten.

Äußerst darauf bedacht Duo keine Schmerzen zuzufügen ließ Heero sich Zeit. Er wartete jedes Mal bis sich die jeweiligen Finger völlig problemlos rein und raus bewegen ließen, bevor er einen weiteren Finger hinzunahm. Er wollte sicher sein dass Duo gründlich geweitet war bevor er in ihm eindrang.

Schließlich war es Duo der dem ganzen ein Ende bereitete. Heero war immer noch dabei drei seiner Finger langsam hin und her zu bewegen, als Duo sich plötzlich aufsetzte, ein beinahe frustriertes Stöhnen von sich gab und Heero die Tube mit der Lotion aus der Hand riss.

Noch bevor Heero protestieren konnte schloss sich auch schon Duos Hand um seinen Penis und verteilte eine großzügige Portion Lotion darauf. Jeglicher Gedanke verließ Heeros Hirn auf der Stelle und er konnte nur noch den Kopf in den Nacken legen und laut stöhnen.

Doch Duo hielt sich nicht lange damit auf. Nachdem Heeros Penis glitschig genug war, richtete Duo sich leicht auf, griff mit einer Hand hinter sich, brachte Heeros Penis in Position und ließ sich dann langsam darauf nieder.

Heero keuchte laut auf und grub seine Finger in Duos Hüfte. Duo war so unglaublich eng und heiß! Heero musste all seine Selbstbeherrschung aufbringen um sich nicht aufzubäumen und mit einem Ruck in Duo zu vergraben.

Unendlich langsam, so schien es, ließ Duo sich immer tiefer gleiten. Den Kopf hatte er in den Nacken gelegt, die Augen geschlossen und den Mund zu einem stummen Schrei geöffnet. Der Anblick war einfach atemberaubend.

Und dann war Heero schließlich vollkommen in Duo versunken. Er konnte spüren wie sich Duos Körper eng um seinen Penis schloss, wie die Muskeln zuckten und ihn beinahe zu massieren schienen. Heero stöhnte auf.

Duos Atmung ging inzwischen nur noch keuchend. Er öffnete die Augen, lehnte sich leicht vor und stützte sich mit den Händen auf Heeros Schultern ab. Und dann begann er sich zu bewegen.

Genauso quälend langsam wie er sich vorher auf Heero gesenkt hatte, ließ er ihn nun wieder aus seinem Körper gleiten. Nur um sich dann ebenso langsam wieder sinken zu lassen.

Lange Minuten lang änderte sich nichts. Duo bewegte sich langsam auf Heero auf und ab, so als war er sich selbst seiner Bewegungen noch nicht sicher. So als wusste er selbst noch nicht ob ihm das ganze überhaupt gefiel oder nicht. Doch Heero, dessen Blick Duos Gesicht nicht ein einziges Mal losgelassen hatte, konnte nicht das geringste Anzeichen für Unbehagen oder gar Schmerz darin erkennen.

Und dann hatte Duo sich offenbar entschieden was er wollte. Mit einem Mal steigerte er den Rhythmus, bis er schließlich fast wild auf Heero auf und ab hüpfte. Und auch Heero kannte kein Halten mehr. Sein Becken bewegte sich völlig ohne sein zutun, senkte und hob sich im Gleichklang zu Duos Bewegungen.

„Heerooooooo...“ stöhnte Duo, den violetten Blick fest mit Heeros Blick verankert. Heero starrte hinauf in diese großen Augen. Wenn das hier ein Traum war, dann wollte er niemals aufwachen.

„Fester, Heero!“ keuchte Duo und runzelte die Stirn. „Härter! Ich will... ich brauche... irgendwas!“ Offensichtlich frustriert darüber dass er selbst nicht benennen konnte was er denn brauchte stieß Duo schnaubend die Luft aus.

Heero intensivierte daraufhin seine Bewegungen noch, doch es schien Duo immer noch nicht genug zu sein. Immer wieder trieb er Heero an, immer heftiger wurden seine Bewegungen. Heero bekam schon fast Angst dass sie beide gleich das Bett durchbrechen würden. So würde das nicht gehen.

Mit einem Ruck drehte Heero ihre Positionen wieder, so dass er auf Duo lag. Ohne sich aus Duos enger Wärme zu lösen hob er die Beine des Langhaarigen und legte sich das eine über die Schulter, und das andere um seine Hüfte.

Diese Position ermöglichte es Heero endlich die volle Kraft seiner Beine auszunützen. Und so konnte er endlich Duos lautstarken Aufforderungen nach ‚schneller’, ‚härter’ und ‚fester’ nachkommen.

Kurze, ruckartige Stöße wechselten sich mit langen, gleichmäßigen ab. Auch den Winkel variierte Heero ständig, immer auf der Suche nach Duos Prostata. Er hatte gelesen dass es sich um ein Lustzentrum des Mannes handelte, etwa in der Art wie ein G-Punkt. Heero wollte nur zu gern wissen ob das stimmte oder ob seine Quellen womöglich übertrieben hatten.

Als er schließlich Duos Prostata fand, musste er zugeben, dass seine Quellen nicht im geringsten übertrieben zu haben schienen. Duo bog den Rücken durch, stieß einen lang gezogenen Stöhner aus, und seine inneren Muskeln krampften sich unkontrolliert um Heeros Penis.

Mit einem zufriedenen kleinen Lächeln machte Heero sich daran diesen Punkt in Duo so oft wie möglich zu treffen - mit Erfolg wie es schien.

„Heero, Heero, Heero...“ wiederholte Duo seinen Namen immer wieder wie ein Mantra und wand sich hemmungslos unter Heero. Duos Hände strichen unkontrolliert über Heeros Rücken, kratzten und bohrten sich fast schmerzhaft in die Haut wann immer Heero Duos Prostata traf. Doch Heero spürte es kaum.

„Oh Gott, oh Gott, oh Gott,“ stöhnte Duo und sah zu Heero auf. „Ich komme gleich! Fass mich an, Heero! Bitte!“

Heero gehorchte dem Befehl, doch mehr als seine Hand um Duos Penis schließen schaffte er nicht. Sobald seine Finger Duo berührten schrie dieser laut auf, bog seinen Rücken in einem eleganten Bogen durch und ergoss sich über Heeros Hand.

Der Anblick von Duos in den Nacken geworfenem Kopf, den Mund vor Ekstase leicht geöffnet, die zuckenden Muskeln um Heeros Penis und die warme Samenflüssigkeit die immer noch aus Duos Penis spritzte waren zu viel für Heero. Mit einem heiseren Schrei erreichte auch er den Höhepunkt und ergoss sich in Duo.

Der Orgasmus schien Stunden zu dauern. Zumindest kam es Heero so vor. Es war nicht im geringsten mit der schnellen Befriedigung unter der Dusche zu vergleichen, die alles war was Heero bisher gekannt hatte. Die Muskeln in Duos Hintern zuckten noch immer rhythmisch und schienen ihn fast melken zu wollen. Er konnte spüren wie sein eigenes Sperma an seinem Penis entlang aus Duos Öffnung floss, und allein der Gedanke daran erregte ihn, und das obwohl er gerade den unglaublichsten Orgasmus seines Lebens gehabt hatte und eigentlich mehr als erschöpft sein sollte.

Mit einem kleinen Grunzer ließ Heero sich auf Duo fallen, der noch immer heftig keuchend und völlig ausgepowert in den Kissen lag. Seine Hüften machten noch immer träge Pumpbewegungen, und das obwohl er schon spürte, dass er langsam wieder weich wurde. Den Kopf neben Duo im Kissen vergraben versuchte auch Heero mit geschlossenen Augen langsam wieder Luft zu bekommen.

Nach einer ganzen Weile drehte Heero den Kopf in Duos Richtung und öffnete die Augen wieder. Duo hatte seinen Kopf ebenfalls gedreht und sah Heero mit einem ernsten, beinahe suchenden Blick an. Heero erwiderte den Blick ebenso ernst. Ihre Körper waren noch immer aufs intimste miteinander vereint, Heero war noch immer tief in Duo vergraben, und Duo hatte noch immer beide Beine um Heeros Hüften geschlungen, als wollte er Heero genau dort festhalten. Doch in Duos Blick konnte Heero erkennen, dass die Ekstase inzwischen wieder abgeklungen war und dass die Gedanken wild hinter Duos Stirn umherjagten.

Heero hob eine Hand und strich Duo zärtlich die losen Strähnen aus dem Gesicht. „Ich liebe dich,“ sagte er schließlich leise. Er war sich nicht sicher ob Duo sein erstes Liebesgeständnis wirklich registriert hatte, bevor die Erregung mit ihnen durchgegangen war. Heero wollte aber, dass Duo sich absolut im klaren darüber war, was dies hier zu bedeuten hatte - zumindest von Heeros Seite aus.

Duo antwortete nicht, aber das hatte Heero eigentlich auch gar nicht erwartet. Stattdessen streckte der Langhaarige die Arme aus, schloss sie um Heeros Hals, zog ihn an sich und vergrub sein Gesicht in Heeros Halsbeuge. Heero drehte sich mit Duo zusammen - der ja vollkommen um ihn gewickelt war - ein Stück zur Seite, so dass sie beide seitlich zu liegen kamen. Dann schlang er ebenfalls seine Arme um den Langhaarigen und schloss seufzend die Augen. Was auch immer das hier für Duo bedeutet hatte, sie würden es wohl am nächsten Morgen klären müssen.



Fortsetzung folgt